Aaron geht steil!

Vorab: Wir haben ein neues Jugendkonzept bei Shimano entwickelt. Statt eines Teams, das schwerer zu „kontrollieren“ ist als ein Sack Flöhe – was in diesem Alter auch voll in Ordnung ist – haben wir uns jetzt was anderes ausgedacht. Und zwar kümmern wir Teamangler uns um Einzelfälle. Die suchen wir nicht und finden sie trotzdem. Im Angelladen. Am Wasser. Oder im privaten Umfeld. Da ist kein Zwang dahinter. Weder verlangt Shimano von den Teamanglern, dass wir uns „Patenkinder“ ranorganisieren. Noch müssen die Kids irgendwas „leisten“. Wer Bock hat, fördert einfach einen oder auch mehrere Jugendliche. Das Mindestalter ist 14 Jahre – weil die bescheuerte Gesetzgebung in den meisten Bundesländern ja vorsieht, dass Menschen unter 14 Jahren nicht mit Kunstködern fischen dürfen. Unter „fördern“ verstehen wir: angeln gehen, beim Tackle helfen, ein paar Köder abdrücken und da sein, wenn eine angeltheoretische Frage den Schlafrhythmus stört. Und Shimano unterstützt den Angelnachwuchs mit ein bisschen Angelgerät. Nicht übertrieben viel. Aber schon so, dass das Engagement einem Jugendlichen ein bisschen weiterhilft. Schließlich braucht man in dem Alter auch ein bisschen Knete für Klamotten und als junger Angeljunkie dann eben auch für Köder und Kleinteile. Und wenn wir ganz gut sind, schaffen wir es, dass das Geld nicht in Rauch aufgeht. Und dass es in der Schule läuft, weil in der Freizeit so viel positive Energie generiert wird…

Das Kennenlernen an der Spree: Es standen zwei Jungs am Ufer, die ein Selfie wollten. Dazu mussten sie an Bord.Und wo wir schon mal da waren, haben wir auch gleich ein bisschen geangelt.

So. Und jetzt zu Aaron. Der ist mir an der Spree zugelaufen. Zusammen mit seinem Kumpel Henne, mit dem er viel am Wasser unterwegs ist. In Schweden auf Hecht. In der Havel auf Hecht und Barsch. Am Kupfergraben auf Aland und Barsch. Am Döbelbach auf? Döbel. Richtig.

Barfuß im Bach. Aland statt Döbel. Perfekt präsentiert. Krasser Typ, dieser Aaron S.

Am letzten Sonntag habe ich einen Anruf erhalten. Nein. Zwei. Den ersten habe ich nicht angenommen, weil wir gerade ein paar Zander gestellt haben und ich lieber werfen als quatschen wollte (geht mir beim Angeln oft so). Und hätte ich ihn angenommen, hätte ich diesen Zander nicht gefangen.

Manchmal ist es gut, Anrufe einfach zu ignorieren. Wenn ich auf dem Wasser bin, liegt die Annehmwahrscheinlichkeit bei ca. 17,5 Prozent.

Aber beim zweiten Anruf bin ich ran. Nachdem Aaron mich gefragt hatte, wie es mir geht und ob wir was fangen, hat er mir die neuste News übermittelt: Neuer Barsch-PB! 37 Zentimeter! Wieder zusammen mit Henne. Diesmal an der Havel. Ich kann mir vorstellen, wie sich die beiden gefreut haben.

Hier gratuliert Aaron seinem Angelbuddy Henne.

So schön, so ein Hobby zu haben. Und supercool, wie die beiden Jungs das zusammen verfolgen.

Der frühe Angler fängt den Barsch-PB.

Und das Beste – eine Mitteilung an Dustin, der ja bekanntermaßen gern ein bisschen länger schläft (das weiß auch Aaron): Das Ding war ein Fisch für Frühaufsteher. 6 Uhr morgens. Zweiter Wurf. Auf einen UL-Crank.

Weiter so. Am Ende brauchste mich gar nicht, um die 40 zu knacken!

Johannes

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2 Kommentare

  1. Sehr schön @Hannes, dass du dir die Zeit für Jungangler nimmst!

    Ich finde es auch sehr bedauerlich, dass junge Leute leider nur sehr eingeschränkt angeln dürfen und kann die dafür verantwortliche Gesetzgebung nicht wirklich nachvollziehen.

  2. großes lob an dieser stelle stelle an herrn dietel, dass er die jugend für den angelsport begeistert und unterstützt!
    wünschte, so etwas hätte es zu meiner zeit als jugendlicher gegeben! weiter so! 🙂

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