Auszeit in Spanien

Mal eine Woche nur Chillen und Angeln nach dem ganzen Arbeitsstress im Sommer – danach stand meinen Kumpels Ronny, Christian, Karlheinz und mir der Sinn. Was liegt da näher als an den Ebro zu düsen zum anderen Kumpel, dem Stegherr Jürgen. In einer Woche kann man viel erleben und noch mehr sehen. Z.B. haben wir uns den oberen Stausee bei superniedrigem Wasserstand angeschaut und die trockengelegten Plätze inspizieren können, an denen wir im Frühjahr regelmäßig Fische fangen.

Geangelt haben wir natürlich auch. Es wurden Zander gestreamert, Ufer-Waller gefangen und auch ein paar Maschinen bezwungen. Die Bilder seht ihr evtl. im nächsten Katalog…

Herrlich war’s!

Man muss da eigentlich viel öfter hin. Der Hannes macht’s richtig. Der ist jetzt ja wieder drei Wochen dort. Aber im Frühjahr ist mein Atem länger. Da bin ich wieder 6 Wochen mit meinen Gudinggästen am Ebro. Kaum daheim, wächst schon wieder die Vorfreude aufs Frühjahr 2018. Schaut mal in euren Terminkalender. Vielleicht ist diese Tour hier ja was für euch?!

Gruppenreise mit Dori und Hannes

Servus bis zum nächsten Mal!
Dori

Wir tun was für die Jugend!

Schon lange versuche ich, Jungangler bei ihren ersten Schritten zu unterstützen und ihnen nützliche Tipps mit auf den Weg zu geben. Sei es beim Nachwuchs der Verwandtschaft, der Nachbarn oder von Kollegen – Kinder kann man sehr schnell für unsere Leidenschaft Angeln begeistern. Mir ist dabei aufgefallen, dass die Kinder besonders dann lange aufmerksam und interessiert bleiben, wenn man ihnen Zusammenhänge und Hintergründe erklärt.

Shimano geht nun diesen Weg mit und ermöglicht mir, mit kleinen Präsenten und einem Besuch beim Angelverein, den Junganglern und Anglerinnen den Einstieg zu erleichtern. Spätestens seit Freud den Ödipus-Komplex öffentlich gemacht hat, ist bekannt: Kinder nehmen lieber Tipps vom Opa oder von Bekannten an als vom eigenen Vater. Und da springe ich dann ein.

Ich habe mir vorgenommen, jedes Jahr eine Jungendgruppe eines Fischereivereins in meiner näheren Umgebung zu besuchen und den Kindern den Einstieg in moderne Angeltechniken zu erleichtern. Wer mich kennt, weiß, dass man jetzt keine Angst haben muss, dass die Kinder zu Konsummonstern erzogen werden sollen. Nein! Denn wer eine Methode versteht und weiß, auf was er zu achten hat, der wird so einiges an Geld sparen und keine Fehlkäufe tätigen.

So richtig auf die Idee brachte mich der Jugendleiter meines Fischereivereins, als er mich nach einigen Geschenken von Shimano für die Jugendgruppe des Fischereivereins bat. Ich ergänzte  das Shimano-Paket noch mit den Sachen und Ködern, die ich nicht mehr nutzte. Im Laufe der Zeit sammelt sich ja so einiges an Material an und die Kids freuen sich umso mehr.

So verabredeten wir uns an einem Samstag, an dem sie ein Jugendfischen angesetzt hatten, am Vereinssee. Die Mädchen und Jungen waren unter der Aufsicht einiger Erwachsener um den ganzen See verteilt und man konnte unschwer die Begeisterung sehen, mit der sie angelten.

Als ich noch ein Jungfischer war, also etwa vor fast 40 Jahren, war ich auch bei einigen Aktionen für Jungangler meines Vereins dabei und ich kann mich noch sehr gut erinnern, wie viel Spaß und Freude ich dabei hatte.

Auch damals zeigten uns ältere gute und erfolgreiche Angler Tricks und Kniffe und ihr Angelgerät und gerade beim Tackle bekamen alle große Augen. Wenn auch nicht alle, die damals beim Jugendfischen dabei waren, dem Angeln treu geblieben sind, so waren damals Jugendgruppen genau so wenig nutzlos wie heute.

Ich finde es sogar besonders wichtig, sich um unsere Jungangler zu kümmern und ihnen den Start zu erleichtern. Und so kam es nun, dass ich etwas zurückgeben konnte und ich in Kinderaugen blickte, die vor Freude beim Angeln nur so sprühten. Solche Blicke sind wesentlich mehr wert als barer Lohn.

Wir legten die Geschenke in die Caps und die Kinder konnten sich dann eines aussuchen. Anschließend gab es ein großes Staunen und Tauschen, da ich eine große Bandbreite an Geschenken mitgebracht hatte.

Ich denke diese Veranstaltung war ein großer Erfolg. Wenn ihr in die Gesichter der Kinder blickt werdet ihr meinen Eindruck teilen

Gruß

Dori

Erwarte das Erhoffte!

Zugegeben. Die Überschrift klingt nach einem Schlau-Schlau-Spruch von irgendeinem dahergelaufenen Wald-und-Wiesen-Esotheriker. Den sollte man aber als Angler immer beherzigen!

Wenn man sich den eher kleineren Raubfischen widmet, sind in der Regel die einzelnen Komponenten der Ausrüstung zwar angemessen auf den Zielfischschwach aber nicht auf einen kapitalen Fisch ausgerichtet. Der kann aber immer kommen. Ich lege daher immer sehr viel Wert auf eine zuverlässige Rolle, deren Bremse sehr fein und gleichmässig Schnur freigibt. Gerade wenn ein großer Räuber den Köder genommen hat, muß die Bremse mit urplötzlichen Fluchten klar kommen. (Hechte geben vor dem Boot oft nocheinmal Gas – auch wenn sie schon geschlagen schienen.)
Gibt die Rolle nur ruckartig oder wiederwillig Schnur frei, wird man den Fisch wahrscheinlich verlieren oder – noch schlimmer – abreissen.

Und so sind wir schon bei einer weiteren wichtigen Komponente, der Schnur. Niemand angelt gezielt auf z.B. Barsch mit einer 0,30 mm Geflochtener. Schnurdurchmesser um 0,10 mm oder noch dünner sind da eher die Regel. Deshalb ist es wichtig bei besonders dünnen Schnurdurchmessern besonders viel Wert auf Qualität zu legen.

Natürlich darf sollte man die anderen Kleinteile wie Haken, Einhänger und Vorfächer auch nicht ausser Acht lassen, aber für mich sind eben zuerst die Rolle und die Schnur am wichtigsten.

Deshalb: Shimano Rollen+ Shimano Kairiki. Dann klappt’s beim Barschangeln auch mit den dicken Hechten.

Storm 360 GT im Hecht-Test

Puh das wird bestimmt nicht einfach, schoss es mir durch den Kopf, als ich die zwei Packungen der Storm 360 GT in Händen hielt, die ich als Muster geschickt bekommen habe: ein Päckchen LS-Lewd Shrimp und TB-Tru Blue. (Für den LS Shad habe ich mir schon den ein oder anderen Spruch von meinen Freunden anhören müssen von wegen der Farbe Pink und so…)

Jetzt haben wir an den meisten Gewässern sehr klares Wasser. Außerdem sind die Fische einem relativ starkem Befischungsdruck ausgesetzt. So hätte es mich nicht gewundert, wenn da nix gegangen wäre auf den neuen Köder. Wenn’s schwer wird, setzt man ja lieber auf bewährte Gummis – da geht’s dem Teamangler nicht anders wie dem Hobbyangler.

Allem Gefrotzel zum Trotz habe ich mich für das Model in Pink entschieden. Beim Auspacken fiel mir gleich der super gelungene Übergang vom Jigkopf zum Gummikörper auf. Schon lange gefallen mir Köder die mit einem einheitlichen Erscheinungsbild punkten können. Ich wie? ja nicht welche Erfahrungen ihr gemacht habt, aber ich glaube, wenn ein Jigkopf ansatzlos in den Körper übergeht kann man sich ein paar Gramm Gewicht sparen. Die Einheit ist einfach stromlinienförmiger.

Und so warf ich ihn aus, den 360GT in Pink – ganz ehrlich ohne viel Vertrauen flog das Ding Richtung Kante. Zum Vergleich angelte mein Spezl Matt mit einem Köder, von dem wir wussten, dass er fangen würde.

An dieser Stelle möchte ich mich mal bei Shimano bedanken, dass sie uns Teamanglern keinen Druck machen, dass wir mit Köder A oder B oder der Rute So und So besonders große Fische fangen müssen. Natürlich wird erwartet, dass wir Berichte über unsere Produkte schreiben und Fotos machen. Aber wir dürfen uns alles selber aussuchen – mal abgesehen von der Farbe jetzt.

Spätestens nachdem der Matt einen Biss hatte und einen Hecht gefangen hatte, dachte ich bei mir: ‚Pink – war ja klar. Winterfarbe und so…‘

Aber schon bald hatte auch ich die ersten Kontakte und zweimal sogar biss ein Hecht zwei, drei Mal hintereinander auf den GT, bevor er ihn voll genommen hat, sowas kenne ich eigentlich nur vom Drachkovitchfischen.

Manchmal muss man einfach über seinen Schatten springen und den Dingen eine Chance geben.

Diesen Köder hätte ich gern in Spanien dabei gehabt: super stabiler Body, der Haken top positioniert, überhaupt ein großer VMC Haken (der weit raussteht und entsprechend gut greift), Geräuschkugeln im Jigkopf, und sogar die beiden Ersatzschwänze sind perforiert, so dass man sie kerzengerade auf den Haken bekommt.

Es wird wohl nicht bei den beiden Testpackungen bleiben…

Der 1-Wurf-Ocea-Power Game-Waller

Um es vorauszuschicken: Ich will mich an dieser Stelle nicht rühmen was für ein toller Angler ich bin, echt nicht. Manchmal hat man einfach nur Glück. Bzw. befische ich im Frühjahr eben ein Gewässer mit einem brutalen Potential. Die Lorbeeren gebühren also in Wahrheit dem Ebro!

In der Zeit, in der ich mit Johannes Gäste betreue, schwinge ich eher selten die Rute. Mein Job ist es, die Jungs an den Fisch zu bringen – speziell beim Raften bin ich nicht Angler, sondern eine Mischung aus Kapitän, Rudermaschine und Fangplatzansager.

Als Teamangler ist es aber auch mein Job, unter anderem, Ruten und Rollen zu testen. Bei einer der vergangenen Wallerspinntouren habe ich dann die Beast Master STC Powergame-Boat mitgenommen, die gibt es mit zwei verschiedenen Spitzenteilen. Die Rute habe ich mit einer Ocea Calcutta 301 HG bestück.

Und manchmal habe ich ja dann doch die Gelegenheit, den einen oder anderen Wurf zu machen und so das Handling der Rolle und Rute zu testen. So machte ich zum Ende der Wallerspinntour noch einen Wurf (es war der erste und letzte an diesem Tag) und ein großer Fisch stieg ein.

Der kapitale Waller forderte die Rute, die vierfach geteilt ist, schon erheblich. Aber die Beastmaster  war sehr deutlich Herr der Lage. Lediglich die Bremse der Ocea war mehrmals am Limit ihrer Bremskraft, was aber kein größeres Problem war, weil man ja mit dem Finger mitbremsen kann.

Ich weiß, die Beringung der Rute ist eher für eine Stationärrolle ausgelegt und die Bremskraft der Rolle etwas zu gering zum Wallerspinnfischen. Ich habe mir die Ocea eigentlich auch zum Hechtspinnfischen geholt, wollte sie aber einfach im groben Einsatz testen, um eine ehrliche Aussage zur Bremskraft treffen zu können, wenn mich auf Messen jemand danach fragen würde.

Von der Beastmaster Power Game-Reiserute mit der strafen Spitze bin ich total überrascht. Ich habe zwar noch nicht auf GT, Rooster und Konsorten gefischt, aber ich glaube die Power Game kann das locker. Den Waller, den ich mit dem ersten Wurf an den Haken bekommen habe, habe ich auch gelandet.

Nach einigen Fotos und nachdem wir 234 cm gemessen haben, durfte er natürlich wieder schwimmen.

Petri und Gruß

Dori

 

 

 

 

Mein Roter Faden

Seit einigen Jahren benutze ich nun schon zum Verikalfischen, schweren und leichten Schleppen die Depthhunter von Power Pro. Diese Schnur zieht sich sozusagen wie ein Roter Faden durch die jüngere Vergangenheit meines Anglerlebens.

Für das schwere Schleppen auf große Hechte, Waller oder Freiwasser Zander, habe ich mich für den relativ hohen Schnurdurchmesser von 0,41mm entschieden, weil mir die Robustheit und Dicke der Schnur wichtiger ist, als der geringere Auftrieb einer dünneren Schnur. (Siehe auch „Das Paranoia-Prizip“.)

Gerade wenn man mit größeren Fischen zu tun hat, ist auch mal schnell großes Chaos im Boot und die eine oder andere Rute wird schon mal etwas zackig „weggelegt“. Unter solchen Umständen ist es nicht sonderlich verwunderlich, dass die Hauptschnur hin und wieder kleine Beschädigungen aufweist. Eine Schnur mit einem größeren Durchmesser steckt solche Beschädigungen einfach besser weg, es bleibt einfach noch mehr Resttragkraft.

Die Schnurstärke alleine ist allerdings sicher kein Argument,  um sich für die Depthhunter von Power Pro zu entscheiden. Es gibt ja auch noch genügend andere Schnüre mit hohen Durchmessern.

Mein Hauptargument, sind die Markierungen auf der Depthhunter, die alle 10 Meter die Farbe wechselt. Sogar die einzelnen sind markiert.

Durch dieses Hilfsmittel ist es möglich, seine Köder in ganz exakten Tiefen anzubieten und nach einem Fangerfolg, die Fische auf exakt der selben Tiefe weiter zu beangeln, da man den Abstand von der Rute bis zum Köder metergenau kennt. Bietet man dann seinen Köder wieder mit der gleichen Geschwindigkeit und der selben Distanz an, wird der Köder wieder in der selben Fangtiefe laufen wie zuvor. Das kann fangentscheidend sein.

Euer Dori

Schwimmhilfe für den Hechtkescher

Da bin ich schon ein Tollpatsch. Früher, und auch zum Teil jetzt noch, habe ich immer wieder Angelzubehör im Gewässer versenkt – sei es durch Pech, Unvermögen oder Ungeschick. Deshalb habe ich mir im Laufe der Zeit einige Hilfsmittel und Modifikationen für mein Angelgerät ausgedacht, um es nicht in den Fluten untergehen sehen zu müssen.

So knote ich z.B. eine Wallerpose an meine Lösezange.

Auch meinen großen Hechtkescher habe ich an „meine Anforderungen“ angepasst.

Im Prinzip geht das ganz einfach: Ich schäume alle offenen Enden oder nicht gebrauchten Löcher schliessend mit einem Baumontageschaum aus, so dass die Luft in dem Stück Rohr eingeschlossen ist und meinem Kescher Auftrieb verleiht.

Wer möchte, kann sich auch einfach ein Stück Rohrisolierung über den Kescherstock darüber ziehen. Auch das verleiht dem Kescher Auftrieb. Bei Karpfenanglern ist diese Art Schwimmhilfe weit verbreitet. Mir ist es aber lieber, wenn nichts Störendes außen am Kescher dran ist, da die Aufbauten eines Bremswirkung im Wasser haben und das Keschern deutlich behindern können.

So eine Dose Montageschaum oder ein Stück Isolierung ist für wenig Euros im Baumarkt zu haben, kann uns aber eine Menge Geld sparen.

Das Paranoia-Prinzip

Wer schon einmal auf Waller mit der Spinnrute gezielt geangelt hat, wird wissen, welch immense Kräfte diese Fische aufbringen können. Hier im europäischen Süßwasser ist der Wels unser kräftigster Gegner überhaupt. Stellt man ihm auch noch im Fluss und vom Ufer aus nach, kommt man mit seinem Angelgerät sehr schnell an dessen Grenzen. Weil eine meiner Leitlinien lautet „Wenn man glaubt, dass etwas ausreichend ist, mach es doppelt so stark und es reicht sicher.“, nennen mich meine Freunde auch “Paranoia-Dori” In Zeiten von Billigbau und Rentabilität ist sowas nicht modern, aber wenn man sich mit dem Endgegner anlegt, sollte man nicht kleckern sondern klotzen.

Ich betreibe das Wallerspinnfischen nun schon viele Jahre und habe auch leider meine Lektionen lernen müssen. Ich will euch einige Tipps mitgeben, mit denen ihr beim Erstkontakt mit unserem größten Süßwasserräuber bessere Chancen auf eine erfolgreiche Landung habt. Gehen wir vom vielzitierten „worst case“ aus. (Wenn ihr auf solch eine Situation ausreichend vorbereitet seid, seid ihr auch auf alle anderen Situationen ausreichend vorbereitet.) Also: Man steht am Ufer eines stark strömenden Flusses und hat einen Waller an der Leine. Nun gilt es, richtig Dampf zu machen und den Fisch in eine Kehrstöhmung, einen Pool oder ruhiges Wasser zu bringen, um Kontrolle über den Fisch zu erlangen. Stellt sich ein Waller quer in der Strömung wird man selbst mit schwersten Gerät kaum mehr eine Chance haben, den Fisch aufzuhalten. Und kann man dann dem Fisch am Ufer nicht folgen, wird man ihn unweigerlich verlieren.

Deshalb ist es gerade am Anfang des Drilles besonders wichtig, den Fisch zu überrumpeln. Das geht natürlich nicht immer, aber nur so hat man gute Karten, den Drill für sich zu entscheiden. Wer in der Zusammenstellung seines Gerätes Fehler macht, wird den Fisch beim brachialen Heranzerren unweigerlich verlieren.

Deshalb mache ich keine Kompromisse und habe mein Gerät auf die Maximalbelastung abgestimmt:

Rolle: 8000er Stella SW (Bremskraft max. 28 KG / Schnurfassung ca. 200 Meter 0,40mm)

Rute: Meine Rute für kurze Distanzen OCEA BB Heavy Game mit 150g WG und 239 cm Länge. Diese Rute ist aus unserem Salzwasserprogramm (sie ist übrigens dreiteilig und dürfte in so manche Reisetasche passen, was besonders beim Fliegen von Vorteil ist).

Schnur: Die Leine ist eigentlich die wichtigste Komponente. Ist hier der Durchmesser und die Tragkraft nicht ausreichend, hat man verloren – selbst mit Top-Rolle und Hyper-Rute! Deshalb kommt bei mir nur eine Schnur drauf, mit der ich auch Bäume fällen könnte, namentlich Power Pro Super 8 Slick mit einem Durchmesser von 0,41mm.

In Seen, ruhig strömendem Wasser und/oder vom Boot aus wird diese Schnurstärke immer locker ausreichen. Ich bin aber oft in richtig stark strömenden Flüssen unterwegs und will euch ja auch meine stärkste Kombo zeigen. Mit der 0,41mm Super 8 Slick haben meine Gäste Fische bis 254 cm gefangen. Da die Fische in Spanien zum Glück immer noch wachsen, werde ich mir für die nächste Tour eine 0,56 mm Power Pro auf meine Rolle spulen.

Paranoia-Dori, ich weiß. Aber lasst mich mal ein bisschen rechnen:

Tragkraft: ca. 75 kg
Tragkraftverlust durch Knoten: min.  25 % (ca.  19kg)
Verlust durch Gebrauchsschäden der Schnur im Laufe der Zeit: 0-20% (ca. 11kg)
Ergebnis: Es bleibt eine Tragkraft von ca. 45kg

Das ist immer noch fast doppelt so viel, wie die Bremskraft der Rolle.  Aber wenn ein Fisch im Drill dann mit der Schnur an irgendeinem Hindernis wie Baum, Felsen oder ähnlichen reibt, kann man den verbliebenen Durchmesser und die restliche Tragkraft der Schnur sehr gut gebrauchen.

Natürlich geht der große Durchmesser zu Lasten der Wurfweite und der noch angenehm zu befischenden Tiefe. Aber was macht es für einen Sinn, auf große Distanzen Fische an den Haken zu bekommen, die man angesichts der Starkströmung dann eh nicht landen kann, weil man den ersten Run nicht halten kann.

Soviel also zum Thema Paranoia-Dori und meinem Therapieansatz. Mich beruhigt es einfach, wenn ich weiß, dass ich hintenraus noch einen Puffer habe.  Ihr werden euer Gerät natürlich auf eure Gewässerbedinungen  anpassen müssen. Gegebenenfalls ja auch auf den Zielfisch. Denn das Paranoia-Prinzip ist durchaus übertragbar auf andere Angelarten und Zielfische.

Ich geh jetzt mal mein Wallertau aufspielen und verbleibe mit besten Grüßen!

Petri, Leute!
Dori

 

Protection Mat für alle!

Beim Karpfenanglern ist sie schon lange ein Muss, bei Walleranglern sehr gerne gesehen und auch schon bei Hechtanglern hin und wieder im Gebrauch: die Abhak- oder Wiegematte. Am besten lernt man von anderen und so schaute ich mich in der Angelszene um, wie die  Kollegen mit ihren Fischen umgehen. Ich wollte mir etwas besorgen, das es mir erlaubte, gefangene Fische kurz und schonend abzulegen.

Ich besorgte mir kurzerhand einfach gleich eine Protection Mat, was soviel bedeutet wie ein vier Sterne Hotel für unsere Beute. In diese Protection Mat können wir, sehr schonend, unser gefangenen Fische kurz und schoned abhaken und vermessen.

Eine Abdeckplane mit Klettverschluss verhindert das ein darin liegender Fisch aus der Protection Mat herausspringt. Ein besonderes Plus meiner Matte ist, dass man an einem Ende eine Klappe öffnen kann, wodurch sie sich von 100 cm auf gut 120 cm verlängert.

Man fängt mit der Protection Mat nicht mehr Fische, aber die gefangenen Fische kann man eindeutig besser versorgen.

Eine schlechte Vorbereitung ist die halbe Miete…

Vor kurzem hatte ich die spontane Gelegenheit, in einem kleinem Gewässer eine kleine Ufer-Spinntour zu unternehmen. Da ich ganz einfach zu faul war, viel Tackle mit mir mitzuschleppen und ich nur zwei Stunden Zeit hatte, griff ich mir nur schnell eine Packung Gummis und zwei Jigköpfe.

Ein Ersatzvorfach hatte ich nicht dabei und schon nach wenigen Würfen wäre mein Kurztripp beinahe schon wieder beendet gewesen, wenn ich nicht nach ca. 5 min. der Schüttelei den in einem Baum hängenden Köder wieder gelöst bekommen hätte. So aber konnte ich weiter angeln. Allerdings war mein Bleikopf  zu schwer für das Gewässer gewählt, was mich zwang, etwas Gewicht von meinem Bleikopf mit meinem Latherman abzuzwicken.

Bei solchen Aktionen besteht immer  ein gewisses Verletzungsrisiko für mich und auch dieses mal ging die Sache nicht ganz reibungslos über die Bühne. Die Fotos erspare ich euch.

Doch: Ein Indianer kennt keinen Schmerz und schon bald hatte ich den Dreh raus und konnte in kurzer Zeit einige Zander und einen schönen Hecht fangen.

Ob’s am Standup-Kopf-Design gelegen hat? Manchmal kann schlechte Vorbereitung fangentscheidend sein.