Rapala Shadows gegen Winterfrust

Es ist die schwierigste Zeit des Jahres dort draußen… Nicht aufgrund des Wetters. Dafür gibt’s ja Kleidung.

Vielmehr wird’s kein richtiger Winter in dem man zum Beispiel der Eisangelei frönen könnte, zumal die neue Rapala Eisangelrute bereits in den Startlöchern steht. Stattdessen kommt heute Randeis von 5m und morgen sind es bereits wieder 10°C auf dem Thermometer und eben dieses Hin und Her zieht sich so über die Wochen.

Den meisten Fischen und Anglern schlägt das gehörig auf den Magen. Nur einer scheint relativ resistent dagegen zu sein. Der Hecht.

Wenn man ihm den passenden und interessanten „Happen“ präsentiert kann es schnell krumme Ruten geben.

Aus dem Grund ist meine heutige Köderempfehlung beim Kampf gegen den Winterfrust: der Rapala Shadow Rap Deep 09.

Mit ihm habe ich sehr gute Erfahrungen, oft oder gerade auch an schwierigen Gewässern gemacht. In der angebotenen Farbpalette findet sich mit Sicherheit ein passendes Dekor für jede Situation. Mein persönlicher Favorit ist der Shadow Rap Deep 09 in der Farbe Yellow Perch. Er kommt ruck zuck auf seine Tiefe von zirka 1,5m bis 1,8m. Ob getwicht oder einfach eingekurbelt entfaltet er schnell seine verführerische flankende Bewegung und genau dieser können die Winterhechte nicht widerstehen.

Es sind auch nicht immer die größten Exemplare die sich an solch schwierigen Tagen überlisten lassen. Aber eine gute Frequenz mit halbstarken Hechten ist mir alle male lieber, als vor der Heizung dem Winterfrust zu verfallen.

Probierts aus. Viel Glück!

Euer Eric

Fly Casting Clinic am 18. März 2018

Shimano mit seiner Marke G.LOOMIS und Kalles Angelshop aus Neustadt/Holstein laden nach den sehr erfolgreichen Veranstaltungen in den letzten fünf Jahren nun zur 6. Fly-Casting-Clinic im Norden Deutschlands mit Master Casting Instructor Jürgen Friesenhahn ein.

Am 18. März 2018 werden die folgenden Themen behandelt:

Wurfmechanik mit der Fliegenrute verstehen und analysieren – “Hilfe zur Selbsthilfe”
Werfen und Kontrollieren von WF-Schnüren und Schussköpfen mit der Einhandrute im Nah-, Mittel- und Distanzbereich.
Praktische Übungen: Knoten und Schlaufen (z. B. Herstellung einer Schlaufe in der Fliegenschnur, Verbindung von Runningline und Schusskopf)
Die Teilnahme ist auf 10 Personen begrenzt und für diese kostenfrei, Verpflegung in der Mittagspause inbegriffen.

Und so sind Sie dabei:

Schicken Sie eine formlose Bewerbung mit ein paar Zusatzinfos zu Ihrer Person und Fischerei an:

Shimano Germany Fishing GmbH,
Dießemer Bruch 114f,
47805 Krefeld

oder per email an info@flycasting-clinic.de. Bitte geben Sie unbedingt Ihre Adresse und Telefonnummer an! Die Teilnehmer werden von Shimano schriftlich benachrichtigt und erhalten alle Veranstaltungsdetails.

Einsendeschluss ist der 12. Februar 2018.
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Brandungsseminar 2018

In diesem Jahr findet das Shimano Brandungsseminar bereits zum 13. Mal statt!

Diesmal treffen sich alle Fans von langen Ruten, großen Rollen und bunten Perlen am 17. März 2018.

Austragungsort der beliebten Veranstaltung ist natürlich wieder Neustadt-Pelzerhaken.

Sie haben Lust auf intensive Fachgespräche mit dem Shimano-Meeres-Team und Kai Rohde von Kalles Angelshop? Aktuelles Gerät für die Brandung zu testen? Fängige Vorfächer mit professioneller Hilfe zu knoten? Und Kniffe beim Werfen erlernen? Dann bewerben Sie sich und werden einer von 30 Teilnehmern.

Los geht’s um 11 Uhr mit der Begrüßung. Danach starten zwei Gruppen im Wechsel zum Vorfachbau und Praxis am Strand. Gegen Mittag serviert ein Catering-Service eine kräftige Stärkung. Was Sie mitbringen müssen? Wetterfeste Kleidung, den Rest stellen Shimano und Kalles Angelshop. Um 17 Uhr endet die Veranstaltung.

Zur Mittagszeit wird ein rund 15-20minütiger Vortrag zum Thema „Dorsch in der Ostsee“ stattfinden.

Und so sind Sie dabei:

Schicken Sie eine formlose Bewerbung an:

Shimano Germany Fishing GmbH,
Dießemer Bruch 114f,
47805 Krefeld

oder per E-Mail an: brandungsseminar@shimano-eu.com.

Bitte geben Sie unbedingt Ihre Adresse und Telefonnummer an! Die Teilnehmer werden von Shimano schriftlich benachrichtigt und erhalten alle Veranstaltungsdetails. Einsendeschluss ist der 12. Februar 2018. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Friedfischangeln in Holland mit Angelteam Haake

Im vergangenen Jahr taten sich 5 Angelsportbegeisterte zusammen um in Holland am Friedfischangeln teilzunehmen.

Die Mannschaft:
Willem Ritsema (Teamkapitän)
Hermann Brand
Jürgen Falkenberg
Andreas Hopster
Und Ich Dirk Becker

Die Frage, die wir uns stellten: Unter was für Farben treten wir an?

Unser Teamkapitän nahm hier den Kontakt zum Angelgerätehändler Rudi Haake in Lathen auf und fragte ihn, ob wir unter den Farben des Angelgerätehändlers  starten dürften. Dieser zeigte sich sofort positiv und befand, das sei eine gute Idee. Seit diesem Tag fischen wir unter den Farben.

Hier nun einen Ausblick auf das zurückliegende Jahr. Die Mannschaft und auch einzelne Akteure waren auf über 20 Veranstaltungen und das, so will ich meinen, nicht ohne Erfolg für das erste Jahr.  3 mal konnten wir ganz oben auf dem Treppchen stehen.

1 x Brand Hermann
1 x Hopster Andreas
1 x als Tandem Brand Hermann und Becker Dirk.

2. Platz Ritsema Willem
3. Platz 1 x als Tandem Ritsema Willem und Brand Hermann
4.  Platz 2 x Becker Dirk, 1 x Ritsema Willem, 1 x als Tandem Brand Herman und Becker Dirk.

Sowie viel Plätze im oberen Mittenfeld, Und das für eine junge Mannschaft (nicht von Lebensalter) und dies, so will ich meinen, kann sich durchaus für das Erste Jahr sehen lassen bei einem Teilnehmerfeld von 30 bis 50 Teilnehmer im Sektor.

Nunmehr bleib mir zu sagen, dass Ich mich im Namen der Mannschaft hier bei dem Angelgeschäft Haake für das uns entgegengebrachte Vertrauen und die Unterstützung recht herzlich bedanken darf.

Von diesem Punkt aus wünschen wir allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Und die ersten Veranstaltungen für 2018 sind schon gebucht.

Man sieht sich am Wasser

Petri Heil Euer

Haake Angelteam

Testbericht Sustain

Die Hi-Power X Technologie aus dem Hause Shimano hat mich ja schon bei den Zodias Ruten überzeugt. So konnte ich es kaum abwarten die neuen Sustain AX Modelle, die mit eben dieser neuen Blanktechnologie ausgestattet sind, in den Händen zu halten.

Da ich auf den Bodden nicht rumspiele, hatte ich mich für das Spinning-Modell SSUSAX86XXHSS mit 2,59 m und 45-135 g Wurfgewicht entschieden. Diese Eigenschaften haben sich bereits bei der Biomaster Select Shad bewährt.

Bei den ersten Trockenübungen mit den Kollegen vom Team Boddenangeln zeigte sich, dass der Stock definitiv mächtig Dampf hat.

Kompromissloses schlichtes Design in schwarz mit silbernen Verzierungen passen sehr gute zur Sustain Rollenserie. Verbaut wurden hochwertige Komponenten wie der Ci4 Rollenhalter und Fuji Ringe, was die Rute sehr leicht macht.

Für den ersten Einsatz habe ich das gute Stück mit einer 5000er Sustain Rolle ausgestattet.

Vorgestellt hatte ich mir den Bereich der mittelschweren bis schweren Hechtangelei.

Also Shads ab 15cm mit Jiggewichten von 8 bis 30g. Ebenso sollte sie auch mit diversen Hardbaits klar kommen.

So ging es nun zum ersten Spot. Ein Gummifisch mit 20 cm sollte der erste sein, den die Rute vom Boot weg bugsieren sollte. Kein Problem. Ok dachte ich, jetzt einen 40iger Real Eel und auch das war kein Thema für den Stock. Dem Entsprechend erfüllte die Rute alle Erwartungen.

Wobei sich das wahre Gesicht einer Angel ja erst bei der Erkennung und Verwertung des Bisses zeigt.

In diesem Fall gab es „good modjo“ und gleich der erste Fisch mit dem neuen Stock war ein 117 cm Boddenkrokodil. In den nächsten Tagen folgten noch weitere schöne Fische wovon einige die magische Metermarke knacken konnten.

Fazit: Bisserkennung Top, Umsetzung des Anhiebes sehr nett und jederzeit Chef im Drill!

In diesem Sinne Petri Heil!

Christian Sill

www.bodden-angeln.de

 

 

+++ Die Schnur für alle Fälle +++

Da wir uns aktuell in der heißen Phase der Raubfischsaison befinden und die Raubfische aktuell wirklich in Fresslaune sind, ist es umso wichtiger, dass man sich auf sein Angelgerät verlassen kann. Die Schnur ist hierbei einer der wichtigsten Faktoren. Zum einen muss sie die Bisse schnell zurückmelden und zum anderen die Fluchten der großen Räuber aushalten.Ich kann euch mit gutem Gewissen die neue Shimano Kairiki empfehlen, welche ich über längerem Zeitraum intensiv getestet habe. Ob mit Microködern auf Barbe, mit Wobbler auf Nachtzander, mit Spinnerbaits auf Hecht, mit Twitchbaits auf Barsch und klassischen Jigs auf alle Räuber. Bei jeder Aufgabe macht die Schnur eine absolut gute Figur.

Hierbei stand mir die 0,12er in grau zur Verfügung. Ich habe gesucht und gesucht, aber finden konnte ich wirklich kaum was, lediglich die Farbe hat etwas nachgelassen. Dies hält sich aber auch in Grenzen.

Die wichtigsten Eigenschaften:

–        Super leise

–        Absolut Knotenfest

–        Geringer Farbverlust

–        Super Preis-/Leistungsverhältnis

Wer eine sehr gute und bezahlbare Schnur sucht, wird mit der Shimano Kairiki fündig. Von mir gibt es eine ganz klare Kaufempfehlung.

Liebe Grüße

Michael

Ein Jahr Kairiki SX8 – Rückblick

Seit einem Jahr ist sie mittlerweile auf dem Markt. Shimanos achtfach geflochtene Schnur: Kairiki SX8.

 

Zeit für einen kurzen Rückblick, zumal ich auf den meisten meiner Spulen nur noch die Farbe „Moosgrün“ sehe.

Das aus einem guten Grund, denn sie hat mich von Anfang an überzeugt und fand schnell einen festen Platz in den meisten meiner Angelmethoden. Ihre „mysterious Power“ verhalf mir im Laufe des vergangenen Jahres zu einigen sehr schönen Fischen.

Wir haben mit ihr eine runde achtfach geflochtene Schnur, welche sich in der Stärke 0,18mm beispielsweise ideal zum medium baitcasten eignet. Die Kairiki SX8 vereint enorme Stärke mit angenehmer Geschmeidigkeit.

Bedingungsloses Vertrauen in das Equipment ist besonders im ultra light Segment oberste Premisse. Die Version mit 0,07mm Durchmesser eignet sich hervorragend zum ultra light jiggen. Sie verfügt über eine sehr hohe Tragkraft gemessen am geringen Durchmesser. Genau das macht eine gute vertrauenswürdige ultra light Schnur aus.

Die Kairiki SX8 in der Stärke 0,12mm ist eine ausgemachte Allroundschnur. Diese eignet sich perfekt zum angeln auf Dickbarsche und zum leichten Zanderangeln. Ein Durchmesser für alle Weitenjäger, die gerne auf Nummer sicher gehen. Dünne Schnüre sind ein Garant für weite Würfe. Mit unserer 0,12mm kann man extrem viel Energie in den Auswurf bringen. Schnurbruch … Fehlanzeige.

Wichtig beim Zanderangeln ist es die Schnur niemals aus den Augen zu lassen, damit vorsichtige Bisse mit Schnurverzug nicht übersehen werden. Das „Moosgrün“ der Kairiki SX8 sticht nahezu ins Auge und ist bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen stets zuverlässig erkennbar.

Mitunter ist der Hecht schneller am Köder. Der Kairiki ist das egal. „Sie steht ihre Schnur.“

Beim Thema Schnurfarbe kommt schnell das Kriterium Farberhalt oder Farbbeständigkeit. Auch hier kann die Kairiki SX8 punkten. Selbst nach zahlreichen durchfischten Angeltagen verliert sie kaum an Farbintensität.

Dies gilt ebenso für gelegentliche Abstecher in „dorschhaltige“ Salzwasserreviere.

Als Fazit kann man festhalten, das den Produktentwicklern mit der Kairiki SX8 ein großer Wurf gelungen ist. Sie schufen für uns eine Geflechtschnur die sämtlichen Bedürfnissen gerecht wird und uns Anglern hilft in Grenzbereiche vor zu dringen.

Sie vereint alle Eigenschaften die eine Lieblingsschnur für mich mitbringen muss. Wer von euch noch auf der Suche ist, der sollte sich die Kairiki SX8 einmal genauer ansehen und testen.

PS: Keine Angst vor großen Ködern gilt auch immer wieder beim Barschangeln.

Euer Eric

BarschInferno 0817

Der vergangene August hatte es derbe in sich. Im nachhinein ist es schwer zu sagen, woran es genau lag. Am durchwachsenen Wetter und den niedrigeren Wassertemperaturen, als in den Vorjahren? Etwa an den großen Niederschlagsmengen, die auch mehr Sauerstoff ins Wasser bringen? Vielleicht hatten diese Wetterkapriolen einen entscheidenden Anteil daran.

Auf jeden Fall wird der August 2017 mir immer in Erinnerung bleiben, als einer der erfolgreichsten Barschmonate ever. In punkto Durchschnittsgröße und auch Frequenz habe ich zuvor so etwas noch nicht erlebt. Keine „Schneidertage“ und die extreme Beisslaune der Barsche war zudem nicht nur auf bestimmte Gewässer beschränkt. Einige „Kollegen“ aus meiner Region machten ähnliche Erfahrungen. Die Vormittags- und Abendstunden erwiesen sich als die effektivsten.

Stets mit an Bord war die Shimano Expride 265ML2 bis 12gr Wurfgewicht in Verbindung mit der Shimano Stradic1000FK. Oder auch die Shimano Expride BFS war am Start, an die ich die neue Shimano Aldebaran schraubte.

Beide sind optimale Barschruten und trugen wesentlich zu meinem Erfolg bei. Denn zum Beispiel die Quote der auschgeschlitzten Barsche war sehr gering.
Ein fängiger Köder war unter anderem der Rapala Shadow Rap Shad Deep.

Agressiv getwitcht ist er eine Bank auf große Barsche.

Immer wieder ein Joker ist das Double Zulu Rig mit zwei Ködern. Sind die Barsche gierig, gibts einen Doppelschlag.

Übrigens auf den ganzen Bildern auch gut zu erkennen: mein Lieblings – Angelhoody 2017.

Jeder Barsch ist auf seine eigene Weise individuell. Dieser hier ist für mich einer der schönsten:

Schade, dass mir jetzt leider die Zeit fehlt, den August in den September zu verlängern.

Wenn ihr diesen Blog lest, werde ich bereits in Norwegen auf dem Atlantik sein.

Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Euer Eric

Mit Swimbaits auf schwedische Barsche

Hallo Besucherinnen und Besucher,

das war eigentlich ganz anders geplant. Mit Johannes Lohmöller, meinem Osnabrücker Freund habe ich an einem der besten Zandergewässer Schwedens den Urlaub verbracht. Da sowohl in Johannes` als auch in meinen Hausgewässern das Zanderangeln immer schwieriger wird, freuten wir uns auf krasse Zanderinfernos mit sowohl vielen als auch großen Zandern…

Wir fragten uns, ob es überhaupt notwendig sein würde, Barschgerät mit zunehmen, aber zum Glück entschieden wir uns dafür. Denn die Zander wollten so gut wie gar nicht beißen in dieser Phase, einheimische Angler berichteten uns, das das typisch wäre für dieses Gewässer in der Zeit von Mitte Juli bis Anfang August. Na klasse!

Wir haben die Flinte nicht ins Korn geschmissen, das könnt ihr uns glauben. Wir waren uns sicher, die Zander an verschiedenen Stellen gefunden zu haben, aber es gab meist nur zaghafte Bisse, wir fingen einfach zu wenig für den Aufwand, den wir dafür betreiben mussten.

Also entschieden wir uns, für die Barschangelei, auch wenn uns über die vorhandenen Größen und Bestände nicht viel bekannt war. Bzw. auch hier waren die Infos von gewässererfahrenen Anglern nicht gerade ermutigend.

Als wir Möwen in Brutfischschwärme hineinstoßen sahen, steigerte sich unsere Hoffnung und tatsächlich, wir fingen viele Barsche! Allerdings ließen die Durchschnittsgrößen durchaus zu wünschen übrig, aber die Frequenz war oft wahrlich phänomenal! Balsam auf Anglerseele…

Aber wo waren die großen Barsche? Wir fanden sie rund um Krautfelder und Steingruppen im Flachwasser, dort lauerten sie mehr oder weniger stationär nicht nur auf winzige Brutfische sondern auch auf etwas größere Weißfische und Artgenossen. Da waren dann Swimbaits in etwa 10cm Größe die richtige Wahl.

Ich benutzte vorwiegend Storm Gummis wie den 360° Shad, den Joker Shad oder den Makan Minnow in gedeckten Farben mit Bleiköpfen zwischen 7 und 12 Gramm. Ganz wichtig war dabei ein feines Stahlvorfach, denn Hechte waren allgegenwärtig!

Hier bekam Johannes einen Hechtbiss auf den eingekurbelten Swimbait. Drillspass pur am relativ leichten Gerät….

Insgesamt war diese Angelei sehr abenteuerlich und aufregend, wir mussten uns bei oft sehr starkem Wind im absoluten Flachwasser sehr vorsichtig mit dem Boot bewegen, es gab außer uns kaum jemand, der das gemacht hat.

Allerdings ist Johannes Mercury mit einem Schraubenschutz ausgerüstet, das gab uns ein wenig Sicherheit. Mit mittelschwerem Gerät wie der Fireblood mit 14 -42g Wurfgewicht war es echt eine wilde Jagd mit einer extrem harten und risikoreichen Köderführung: entweder Hänger oder Biss!

Und an diesen Spots gab es dann wirklich schöne starke und aggressive Barsche!

Im Nachhinein alles gut! Man muss die Situationen eben nehmen wie sie sind. Wir haben uns oft gesagt: Ein Glück sind wir Barschangler!

Ganz liebe Grüße an dieser Stelle an meinen Freund Johannes, es war super mit Dir!

An Euch alle viele Grüße, ich glaube, es gibt noch die ein oder andere Schwedenstory…

Euer Jochen Dieckmann

 

Bassmaster Elite Series

Nachdem ich den Berliner Bassmaster Vorentscheid gewinnen konnte, ging es für mich am 19.7 ins den Bundesstaat New York zu einem Turnier der Bassmaster Elite Series, welches am Saint Lawrence River statt finden sollte.
In New York City angekommen, musste ich leider vergebens nach meinem Koffer auf dem Gepäckband suchen…. Die Airline teilte mit daraufhin mit das mein Koffer noch in Berlin sei. Ist echt ein blödes Gefühl so völlig ,,nackt” am anderen Ende der Welt zu sein. Da ich 3 Reiseruten, 3 hochwertige Rollen und so ca. 534 tackleboxen in meinem Koffer hatte, machten mir meine Klamotten keine großen Sorgen. ,,Der Koffer wird Ihnen morgen ins Hotel geliefert” sagte mir die Dame von der Airline.

Da ich noch eine lange Autofahrt vor mir hatte, schnappte ich mir meinen Mietwagen und trat nach dem 9 stündigen Flug noch eine 6 stündige fährt an. Nach einem ausgiebigen Schläfchen traf ich mich mit Jo Ann Roberts, (Chamber of Commerce) und sie zeigte mir die schönsten Plätze der Gegend um Potsdam, Waddington und Ogdensburg. Der Saint-Lawrence River befindet sich im obersten Norden des Bundesstaates New York und bildet die Grenze zu Kanada. Teilweise sehr starke Strömung und kristallklares Wasser bieten einen super Lebensraum für Smallmouthbass. Largemouthbass oder auch Blackbass findet man hier auch, allerdings eher in Strömungsarmen Buchten.

Einmal im Jahr erwacht der kleine überschaubare Ort Waddington zum Leben, denn dann heißt es ,,Bassmaster Elite Series”.
Die Elite Series ist eine Turnierteihe die aus 10 Einzelturnieren besteht. Die 110 besten Angler des Landes Fischen mit ihren Booten was das Zeug hält. Das Ziel besteht darin, 5 Fische ( smallmouth oder largemouth) mit dem höchsten Gesamtgewicht zu fangen. Am ersten Turniertag starten alle 110 Angler gegen 9 Uhr morgens beim ,,launch”. Nach 6 std angeln kommt es zum großen ,,weight in” (das wiegen der Fische).

In der Regel ist jeder Angler sehr pünktlich und checkt rechtzeitig ein, da es sonst üppige Punktabzüge hagelt. Jedes Boot hat ein integriertes ,,live well” zum hältern der Fische. Die Fische werden kurz vor dem weight in nochmal in ein enspannungsbad gelassen, welchs die Fische vor dem wiegen beruhigt. Generell muss man sagen das mit den Fischen gut umgegangen wird. Fische die kurz vor dem wiegen nicht mehr lebendig sind, bringen dem Angler ca. 1kg. Abzug.Nach dem wiegen kommen die Fische direkt in das ,,Release boat”, welches Wasser mit einer Chemikalie enthält, die zur Produktion der Schleimschicht dient. Fische die Probleme mit ihrer Luftblase haben, bekommen mit einer kleinen Spritze etwas Luft abgesaugt.

Am 2. Turniertag wird exakt das gleich vom Vortag wiederholt. Am Ende dieser beiden Tage hat man ein ,,leaderboard” welches zeigt wie viel Pfund jeder Angler in diesen beiden tagen mit max. 10 Fischen erreicht hat. Die besten 50 kommen weiter, bekommen ihre Startgebühr (5.000$!!!!!) zurück und dürfen am Samstag Fischen. Die restlichen Angler dürfen nach Hause fahren.
Wer am Samstag dann unter den top 12 ist, darf am final sunday teilnehmen. Am Ende wird das Gewicht, aller 4 Turniertage zusammengezählt und der Bassmaster Elite Champion steht fest. Als kleine Prämie erhält der Gewinner ein Taschengeld in Höhe von 100.000$!!!
Der Gewinner des diesjährigen st. Lawrence River Elite Turniers war kein geringerer als KEVIN VAN DAM. Er holte sich in seiner Karriere den 24. bass Elite Champion Titel und feierte seine 300. Turnierteilnahme. Mit ca. 45kg (90.3 Pfund) verteilt auf 20 Fische, dominierte er dieses Event.

Für mich war unfassbar zu sehen, wie viele Menschen sich für diese Jungs begeistern! Ich wünschte wir hätte nur ansatzweise eine ,,Liga” die so viel Aufmerksamkeit erhält, bzw. geduldet wird. Am liebsten hätte ich mir mein Belly boat geschnappt, mich an ein Boot festgebunden und wär mit rausgefahren.
Am 3. Turniertag sollte es dann endlich so weit sein und ich sollte meine ersten SmallMouthBass fangen. Der leider ausgeschiedene Elite-Angler, Fletcher Shryock, lud mich und Mary Beth Mooney, die den organisatorische Teil meiner Reise managte, auf eine Angeltour außerhalb des Turniergebietes ein. Am ersten Spot angekommen, musste ich erstmal die Kurbel der Spinning Rolle auf die linke Seite Schrauben, denn In den Staaten sind alle rollen rechtshandmodelle. Wir könnten relativ zügig die ersten SmallMouthBass auf ca. 10cm lange Tuben und Würmer am Drop Shot oder Tungsten Jig fangen.

Die Biester haben so eine gewaltige Kampfkraft, dass ich beim ersten Fisch echt ganz schön überrascht war, was für ein ,,kleiner” bass sich da meinen Köder geschnappt hatte. Extrem aggressive Bisse, bis zu 1m Höhe Sprünge und rasante fluchten bringen diese Fische von nun an ganz weit nach oben auf meine Liste. Am Ende des Tages hatten wir zu dritt ca. 20 Fische gefangen, genossen bestes Wetter und hatten eine Menge Spaß auf dem Orangenen Flitzer. Neben den Smallmouthbass konnte ich noch einen Rockbass und eine Art Döbel/Barbe fangen. Am Abend kam zum Glück mein Gepäck endlich an und ich hatte mein tackle wieder. Leider waren durch den unsanften Umgang der Airline diverse Boxen zersplittert.

Einen Tag später sollte es dann mit Michael Sorrento, einem lokalen Angler, auf walleye gehen. Nachdem wir eine Stunde ohne nennenswerten Erfolg unser Glück versuchten und ich nur einen smallmouth fangen konnte und der Wind immer stärker wurde, entschieden wir uns dazu, eine sehr zugewachsene Bucht auf Largemouth zu befischen. Ich montierte mir einen 5inch (12,5cm) langen dunklen Gummiwurm, schaltete ein 14g schweres Bulletweight davor und fing an. Nach 3 vermasselten Bissen hatte ich dann den Dreh raus und könnte jeden weiteren Biss verwandeln. Am Ende hatten wir ca. 15 Bass aus den tiefsten verstecken der Bucht gepopelt, beendeten den Angeltag und fuhren zur Siegerehrung.

Die Kulisse bei der Siegerehrung war der absolute Wahnsinn! Das aufheizen des Publikums, Nationalhymne und tobender Applaus gehören hier zum Standard. Da ich glücklicher Weise einen VIP-Pass bekam, hatte ich ständig Zugang hinter die Bühne, zum Mediatruck und konnte somit auch interessante Gespräche mit einigen bekannten Anglern machen. Mike Iconelli und Jordan Lee baten mich sogar auf ihr Boot um in Ruhe zu quatschen und das Dinner wurde bei kaltem Bier und Pulled Pork zusammen mit Justin Lucas (ebenfalls Elite Angler) verzehrt. Skeet Reese und Kevin Van Dam fanden auch kurz Zeit für einen smalltalk.

Generell muss ich sagen das ich von der Freundlichkeit, Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft begeistert war. Ein großer Dank geht an Mary Beth Mooney, Angie Thomson, Lori Solomon und Michael Mulone, welche mir ein unvergessliches Erlebnis organisierten!

Bis bald, Tight Lines und liebe Grüße
Joshi