Rapala „BX Minnow“ – die Barsch-Waffe im Herbst

In diesem Jahr war ich so gut wie nicht angeln. Wenig Zeit, Verletzung am Fuß, wodurch die Belly-Boot-Saison komplett ausfiel. Kein gutes Angeljahr für mich. Schön, wenn man dann doch mal für ein paar Stunden ans Wasser kommt.

Die Köpenicker Gewässer sind nicht gerade für Trophy-Fische bekannt. Im Herbst hat man mitunter dennoch eine ganz gute Barschangelei. Kein Riesen, aber Frequenzangeln ist ja auch mal ganz nett.

Wie überall muss man die Fische aber erst einmal finden. Hier arbeite ich sehr gern mit dem Dropshot-Rig. Weite Würfe aufgrund leicht überschwertem Bleigewicht geben mir die Möglichkeit, viel Fläche abzusuchen. Und so konnte ich auch recht schnell einen Barschschwarm ausfindig machen. Leider ließ die Durchschnittsgröße der Barsche sehr zu wünschen übrig.

In diesen Situationen greife ich dann gern auf Twitchbaits zurück. Keine Ahnung warum, aber auch an diesem Tag, war das der entscheidende Wendepunkt. Die Fische wurden deutlich größer, obwohl der Twitchbait im Verhältnis zum Gummi nicht viel größer war.

kaum größer als der Köder

Der Spot war recht schnell „platt“ gefischt. Die Bisse blieben aus. Zeit für einen Platzwechsel. Das Spiel beginnt von vorn. Fische suchen ist angesagt. Das Gewässer – ein Kanal – ist recht unstrukturiert und 50cm bis 2,50m tief. Mit kleinen Gummis am Jig oder dem Dropshot-Rig hat man jedoch die interessanten Stellen schnell abgefischt. Die Bisse blieben jedoch aus.

Ist heute wieder so ein „Wobbler-Tag“?
Also den Rapala BX Minnow wieder ans Vorfach und ab dafür.

Den BX Minnow gibt es jetzt schon einige Jahre im Rapala Sortiment. Ein toller Wobbler, der mich schon damals vom ersten Wurf an begeistert hat. Wenn es auf Barsch geht, dann ist für mich der BX der beste Rapala Wobbler im Programm. Johannes schwört zwar auf den „Countdown“, mir gefällt der BX Minnow jedoch irgendwie besser. Der Glaube an einen Köder ist manchmal mehr das Zünglein an der Waage, als der Köder selbst.

Nur Rapala hat Köder aus Balsaholz. Der BX Minnow ist zudem noch durch eine „Kunststoffhülle“ geschützt. Keine Rasselkugeln. „Lautlose“ Köderpräsentation. Viele Lebensechte Farben. 7cm und Schwimmtiefen von 0,60m-1,20m machen ihn perfekt für mein Gewässer.

Köderführung: ein klassischer Twitchbait, also leichte Schläge mal in die lockere, mal in die gespannte Schnur. Pausen zwischen den Schlägen. In den Pausen steigt der Wobbler in horizontaler Linie langsam auf. Auf die Schläge reagiert er je nach Schlaghärte mit den typischen Zuckungen.

BX Sortiment

Twitch, Pause, twitch, längere Pause, twitch – Biß! Yes, geht doch. Der Fischzähler klickert sich wieder hoch. So macht das Spaß.

Am Ende des Tages zeigt der Fischzähler 72 Barsche. Keine Riesen. Aber dennoch ein kurzweiliger Angeltag. Wieder einmal hat der BX Minnow mich nicht enttäuscht und bleibt somit weiterhin fester Bestandteil meiner Köderbox.

Ich wünsche Euch etwas sehr, sehr Schönes. Und ich grüße Euch.

Mission complete

meine Lieblingsdekore

Der Winter kann kommen – Bekleidung 2017

Die Zeit, mit T-Shirt und kurzer Hose ans Wasser zu gehen, ist nun (leider) definitiv vorbei. Der Winter kommt. Trotzdem zieht es uns weiterhin ans Wasser – solange die Rutenringe eisfrei bleiben. Und wird es noch kälter, so kommen die Eisangler auf ihre Kosten.

Das macht aber alles nur noch Spaß, wenn man richtig „eingepackt“ ist. Es gibt kein schlechtes Wetter – es gibt nur die falsche Kleidung!

Shimano hat für die Saison 2017 einiges im Bekleidungsprogramm getan. High-End-Produkte aus Japan wurden neu für den deutschen Markt ins Programm genommen. Modern, funktionell und auf den Angelsport abgestimmt.
Neben dem bekannten „Gore-Tex“ gibt es bei Shimano auch das „Dryshield“-Material. Wie der Name schon vermuten lässt, erhält man hier eine atmungsaktive und Regenfeste Kombination. Angegeben mit einer 5.000mm Wassersäule hält man hier einen Schauer gut aus, ohne nass zu werden.

Neu im Bekleidungsprogramm ist das „STRV-System“ – „S“himano „T“hermal „R“etentive „V“alue.
Dahinter verbirgt sich ein Nummernsystem zur Bewertung der Wärmestruktur in Kombination mit verschiedenen Kleidungsstücken. Einfach gesagt: je höher der Wert, desto kälter darf es draußen sein.
Kombiniert man z.B. zwei Jacken, so werden die Werte einfach addiert.

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Da man im Katalog nicht alle Details in Bildern zeigen kann, will ich Euch hier mal eine Winterkombi etwas detaillierter in Bild und Text vorstellen.

Jacke: Shimano Dryshield Advanced Winterjacke
Hose: Shimano Dryshield Advanced Winterhose
Mütze: XEFO Megaheat 3way Layer Knit
Handschuhe: XEFO EXS Handschuhe (3 Finger frei)

Die Jacke (in 2 Farben erhältlich) ist mit STRV-8 angegeben, was laut Shimano einer Außentemperatur um 5 Grad Celsius entspricht. Außen Dryshieldmaterial, innen kuschlig weicher Fleece. Dazwischen eine eher dünne Fütterung. Abnehmbare und verstellbare Kapuze sowie ein hoher Kragen gegen den Wind und Kälte. Für den kurzen Wege in die Kälte mag das reichen. Für einen ganzen Angeltag um die 5 Grad ist mir das zu wenig. Das mag nachteilig klingen, ist aber für mich eher ein Vorteil. Die Jacke ist kein „fettes Wintermonster“ ohne Bewegungsfreiheit, sondern eher eine dünnere, funktionale äußere Hauptschicht. Bei kalten Temperaturen habe ich darunter ein eng anliegendes, langärmliges Untershirt sowie eine dünne Fleecejacke oder einen Kapuzen-Hoodie. Ganz nach dem „Zwiebelschalenprinzip“. So kann man vor Ort je nach körperlicher Aktivität (Boot beladen, Tackle schleppen etc.) auch mal eine Jacke weglassen oder offen haben. Zusammen hält das alles mollig warm und bietet trotzdem genug Bewegungsfreiheit. Wir hatten neulich um die 3 Grad und ich habe nicht gefroren.
Features der Jacke sind: verstellbarer unterer Bund, 2 große Außentaschen mit Reißverschluss, eine mittlere Innentasche (z.B. für das Telefon), innen und außen verstellbare Bündchen an den Handgelenken, abnehmbare und verstellbare Kapuze, hoher geschlossener Kragen.

Mit meinen 1,75m und leicht untersetzten Köpermaßen trage ich sonst eher die Größe L. Bei einer Winterjacke, unter welche man noch andere Kleidungstücke tragen will, sollte man eher eine Nummer größer wählen. Mir passt die „Europe-XL“ Variante perfekt.

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Front

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Futter und Innentasche

 

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verstellbarer Bund

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Außentasche

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Kapuze verstellbar

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Kapuze innen

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Kapuze außen

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verstellbarer Armbund innen ausgezogen für Darstellung

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Die Hose ist der Knaller. Optisch eher unscheinbar. Dafür total praktisch. Größe „Europe-XL“ passt auch noch um meinen Bauch 😉 Weiterhin passt sie ohne eng zu sein über eine Jeans. Darunter sogar noch eine lange Unterhose. Das in Kombination, lässt jegliche Kälte draußen. Da die Enden der Hosenbeine verstellbar sind, kann man die Hose am Wasser überziehen, ohne die Schuhe ausziehen zu müssen. Für mehr Bewegungsfreiheit beim Laufen, lässt man den Reißverschluss an den Enden der Hosenbeine offen. Beim Angeln im Boot macht man sie dann zur Wärmeisolierung zu.
Am Hosenbund sorgen Hosenträger sowie der zweiseitig verstellbare Bund für perfekten, individuell angepassten Sitz. 2 Taschen mit innenliegenden Reißverschlüssen runden das Ganze ab. Eine tolle Hose, die mich wirklich begeistert. Natürlich auch aus Dryshieldmaterial.

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Front

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Reßverschluss vorn

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Tasche

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verstellbarer Beinbund

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Bundverschluss

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verstellbarer Bund hinten

Viel Körperwäre verliert man über den Kopf. Ohne Mütze geht jetzt nix.
Die XEFO Megaheat ist erst mal eine ganz normale Mütze. Bei diesem Modell hat mir vor allem die Passform gefallen (verglichen mit den anderen Katalogmodellen – wir konnten einige auf der Shimanomesse testen). Der Clou ist innen „verbaut“ – ein besonderes Material, was an eine Notfallisodecke, wie man sie aus dem Autoverbandskasten kennt, erinnert. Nur nicht so knittrig hart, sondern weich und flexibel. Sozusagen der „Aluhelm“ in der Mütze. Effekt am Ende aller Tage – die Wärme bleibt innen und Kälte draußen. Die optimale Isolierung! Feiner Nebenaspekt: mit der Mütze bekommt ihr ein stylisches Cap dazu. 3 Farben sind erhältlich. Einfach mal im Katalog ansehen.

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außen

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innen

 

Bis auf die Hände ist jetzt alles verpackt. Handschuhe gibt es natürlich auch.
Auch hier hat Shimano von XEFO Handschuhe im Programm. Handschuhe und Angeln vertragen sich oft nicht so gut. Zu dick zwar schön warm, aber ein Köderwechsel oder Gefühl beim Werfen geht dann nicht. Die XEFO Handschuhe sind keine Wärmemonster. Sie sollen eher Wind und Feuchtigkeit abhalten. Das tun sie. Und oft reicht das schon. Außen aus Chloropren (ein dünneres, elastisches neoprenartiges Material) und innen aus synthetischem Leder. Eng anliegend und dünn, so dass man damit stressfrei angeln kann. 3 Fingerkuppen sind frei – sei es für die Schnuraufnahme oder für die Smartphonebedienung.

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Fazit:
Ich mag es nicht, wenn man sich für alle Gegebenheiten unterschiedliche Dinge anschaffen muss. Mit der vorgestellten Kombi kann man auch im Herbst und Frühjahr bei etwas wärmeren Temperaturen angeln. Einfach ein paar oder alle unteren Schichten weglassen. Somit ist man für mehrere Monate Angelzeit kleidungstechnisch ausgerüstet. Weiterhin ist die Jacke top modern, so dass man sie im Alltag, als auch bei anderen Outdoor Aktivitäten tragen kann. Mehr geht eigentlich nicht.

Eine einfache Rechnung: Norwegen + Storm = Heilbutt

Bevor hier demnächst Berichte die neuen Produkte der Saison 2017 reinflattern, dürfen 2 Köder aus dem “alten” Programm nicht unerwähnt bleiben.

In diesem Jahr ging es mit 3 Freunden Anfang Juni für 1 Woche mit dem Flieger nach Nordnorwegen. Angeln am Saltstraumen bzw. im Skjerstadfjord stand auf dem Programm. Ganz oben auf der Zielfischliste stand für uns der Heilbutt. Sven und ich waren schon des öfteren in Norwegen. Daniel und Finn waren das erste Mal im Land der Fjorde. Eins hatten wir alle gemeinsam – keiner von uns hat bisher je einen Heilbut gefangen.

Und so wurde im Vorfeld fieberhaft überlegt, was man denn nun alles an Tackle braucht. Vor allem unter dem Aspekt, dass man im Flieger leider nicht so viel mitschleppen kann, wie man das bei einer Anreise im PKW kann.

Wir hatten uns einige Infos über den Skjerstandfjord besorgt. Anfang Juni soll es unendlich viele Krabben und Krebse geben, mit denen sich die Fische den Bauch vollhauen. Und das nicht auf 100m Tiefe, sondern zwischen 5m und 30m. Aus diesem Grund blieben schwere Naturködermontagen zu Hause. Auch das Pilkerarsenal umfasste nur eine Box für 4 Leute. Mittelschweres Gummifischangeln sollte uns den Fisch bringen. So zumindest der Plan.

Das Angebot an Barsch-, Zander- und Hechtgummis ist riesig. Viele dieser Gummifische kann man natürlich auch in Norwegen einsetzen. Dennoch gibt es dort oben Besonderheiten. So haben fast alle Fische scharfe Zähne. An guten Tagen in einem guten Revier beißen auch mal ein paar mehr Fische, als bei uns im Waldsee. Die Gummimischung muss also diesen Bedingungen stand halten. Auch die Haken müssen scharf und vor allem mega stabil sein.

Uns so ist es nicht verwunderlich, dass in den letzten Jahren ein deutlich größeres Angebot an Gummifischen für das Salzwasserangeln auf dem  Markt ist. Denn gerade auf Heilbutt ist das Angeln mit Gummifisch immer beliebt und vor allem erfolgreicher in den letzen Jahren geworden.

Zwei “Klassiker” möchte ich euch hier vorstellen: den Storm “Wildeye Giant Jigging Shad” und den Storm “Ultra Shad”.

Der “Giant Jigging Shad” ist mittlerweile schon eine Legende. Seit langer Zeit am Markt. In seinem “Heilbutt” Buch nennt und beschreibt Rainer Korn diesen Gummi als erstes im Kapitel über Gummifische. Das Beste am Giant ist meiner Meinung nach der Haken (Jigkopf). Es wird wenig Jigköpfe am Markt geben, die robuster sind. Aufbiegen ausgeschlossen. Verkauft wird meistens eine Packung mit einem Jigkopf und 2 Gummis. Die Gummimischung ist hart genug, damit sie möglichst viele Attacken überlebt, aber immer noch weich genug, um verführerisch im Wasser zu spielen. Im hinteren Drittel wird der Giant Jigging Shad recht dünn, so dass der Schwanzteller eine tolle Aktion bekommt. So macht es gar nichts, dass der vordere Bereich durch die robuste Gummimischung und durch den dicken Haken, recht steif daher kommt. Ich war echt begeistert, wie dieser Brocken im Wasser locker-leicht dahin schwimmt. Von 15cm -30cm und 135 Gramm bis 510 Gramm sind Modellw am Markt. Und natürlich mussten 3 Farben/Modelle mit 135 Gramm in meinen Koffer.

Da der Giant Jigging Shad erst am 135 Gramm losgeht, musste auch noch was leichteres aus dem Storm Programm mit. Hier hat der “Ultra Shad” meine Aufmerksamkeit bekommen. 50, 80 und 120 Gramm Modelle, die bewährten Storm-Farben (“Perl Demon” soll sehr gut auf Heilbutt funktionieren, hatte ich mir im Vorfeld sagen lassen). Ein sehr, sehr hochwertig wirkender Jigkopf, der sich nahtlos an den Gummifisch anschmiegt. Schlankes Design. Kurz: der musste in 80 Gramm und 18cm Länge auch mit. Und auch der “Ultra Shad” enttäuschte nicht. Toller Lauf, die gleiche Gummimischung, die sich beim “Giant” schon bewährt hat. Ein scharfer Haken, welcher jedoch deutlich dünndrähtiger daher kommt. 80 Gramm sind auch ideal zum Spinnfischen.

Giant und Ultra

Giant und Ultra

Über großen, weitflächigen und leicht abfallenden Sandflächen haben wir dann unsere Gummis zwischen besagten 5m-30/50m ausgeworfen. Einmal durchsacken bis zum Grund und dann einfach einleiern. Dann mal wieder durchsacken lassen und wieder einleiern. So bewegt sich der Köder im unteren Drittel der Wasserfläche.

Und so bekomme ich am ersten Tag über ca. 20m auf meinen 80 Gramm Pearl Demon Ultra Shad einen Biß, der eigentlich keiner war. Eher ein zaghaftes Anfassen. Ich schlage trotzdem an und meine Rolle singt das Lied, was ich Tage zuvor fast täglich auf Youtube gehört hatte. Unglaublich. am ersten Tag. Alles funktioniert so wie geplant. Wahnsinn. Denn das da am anderen Ende ist definitv kein Dorsch. 50% der gefangenen Butts gehen angeblich beim Landen verloren. Sven macht alles richtig und mein und unser erster Butt liegt im Boot. Unfassbar.

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Am Ende zeigt unser Buttzähler eine glatte 10. Alles keine Riesen. 4 davon jedoch über dem Mindestmaß von 80cm. Ohne Revierkenntnis und als Butt-Neulinge sind wir mit dem Ergebnis echt zufrieden. Und da die Gummis nicht nur Butt fangen, sondern auch Dorsch und Co., steht der Klicker für verwertbare Fische bei 167. Zwei 11Kg Steinbeißer, ein Seelachs mit 1,12m und schöne Küchendorsche bis knapp 90cm.

Eine tolle Woche. Ich könnt´schon wieder los …

Storm Gomoku Koika – Was ist das denn?

In diesem Sommer ging es wieder mal nach Norwegen. Erfreulich, dass Storm nicht nur sehr gute Hechtköder baut, sondern auch im Meeresprogramm einiges auf Tasche hat. Der Storm Giant Jigging Shad ist z. B. nahezu eine Legende.

In diesem Jahr hat Storm unter dem Label “Gomoku” einen neuen “Jig-Pilker” im Programm – den “Gomoku Koika”. Diesen gibt es in 60, 80, 100 und 250 Gramm. 8-11 cm lang und in 6 Farben erhältlich. Eine davon mit spezieller UV-Farbe.

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Der Koika ist kein klassischer Speed-Jig, obwohl er mit seinem stabilen VMC Assist Hook am Darcon-Band verdammt danach aussieht. Statt schnell in die Tiefe zu schießen, flattert der Koika verführerisch wie ein Blatt im Wind zum Grund. Aufgrund seiner Form behält er dabei eine horizontale Lage bei.

Man kann ihn also langsam fallen lassen, aber auch durch langsame oder aggressive Jigbewegungen mit der Rute entsprechend schnell oder langsam wieder nach oben führen. Da der Koika eher senkrecht absinkt bzw. “abflattert” und statt Drilling den Assisthook hat, eignet er sich auch hervorragend für das Angeln vom Ufer, da man so die Hängergefahr deutlich reduziert.

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Ich hatte die 80 und 100 Gramm Variante dabei. Mit der Biomaster 15-60 Gramm Wurfgewicht und 1.90m Länge (kombiniert mit einer 4000er Stradic) war das eine sehr spaßige und leichte Fischerei auf Pollack und Co. Die etwas langsamere Aktion scheint Pollacks aber magisch anzuziehen. Ich hatte sowohl Anfang Juni in Nordnorwegen als auch jetzt im August in Südnorwegen schöne Pollacks auf den Koika.

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Es muss also nicht immer die schwere Naturköder- oder Pilkangel sein. Für den Fisch zum Abendbrot und für den Spaß, darf es gern auch mal etwas leichter sein.

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North Craft “Air Ogre” – DER Rapfen-Magnet!

Endlich ging es mal wieder ans Wasser. Nach dem Sommerurlaub mit der Familie musste ich einfach mal auf meinem See nach dem Rechten schauen.

Vor meinem Urlaub konnte ich kleinere Stintschwärme ausmachen. Wenn die Freunde heute da sind, dann stehen Barsche und Rapfen auf dem Tagesprogramm.

Also die Yasei Speed Jigging für die größeren Köder sowie die Bassterra XT und die Diaflash AX-UL für die Barsche eingepackt und dann ab damit aufs Boot.

Auf dem See war erstmal nicht viel los. Ein paar kleine Barsche ließen sich verführen, aber so richtig ist das nicht das, was man sich unter einem erfolgreichen Angeltag vorstellt.

Doch dann wurden endlich auch wie erhofft die Möwen aktiv. Sauber. So gefällt mir das. Was war passiert? Die Stintschwärme sind da (das ist leider nicht jedes Jahr so) und werden von Barschen und Rapfen gejagt. Das bekommen die Möwen dann irgendwann auch spitz und stürzen sich auf die kleinen Stinte, welche die Flucht nach oben angetreten haben.

Also schnell zum Möwenschwarm! Vor Ort sehen wir dann immer wieder, wie Rapfen an der Oberfläche rauben. Bei so viel Futter muss jetzt ein Köder her, der auffällt, sich schnell führen und vor allem weit werfen lässt. Bühne frei für den North Craft “Air Ogre”.

Ogre und Stint - ein ungleiches Paar

Ogre und Stint – ein ungleiches Paar

Wenn es auf Rapfen geht, ist das Teil eine richtige Bank. Bullig, schwer (28 Gramm), sehr stabile und scharfe Drillinge. Der Ogre fliegt richtig gut. Kein Überschlagen der Drillinge in die Schnur. Weiterhin ein schneller, aggressiver zick-zack Lauf. Lässt man ihn stehen, sinkt er wackelnd. Ein Killer! Wenn die Fische überall rauben, aber man eigentlich nicht genau weis, wo sie sind, dann ist so ein Geschoss das richtige Suchgerät. Weit auswerfen und schnell knapp unter der Wasseroberfläche einkurbeln. Den nächsten Wurf ein paar Meter versetzt und so kreisförmig um das Boot suchen.

Und so dauerte es auch nicht lang, bis das erste Mal die Bremse kreischte. Biß. Geil. Ich liebe genau diesen Moment. Die Bisse sind aufgrund der recht schnellen Einholtechnik einfach brutal. Ich habe hier auch immer die Bremse so weit offen, dass ich beim Einkurbeln gerade so keine Schnur freigeben. Beim kleinsten Widerstand wird Schnur freigegeben. Nach einem Biß halte ich die Spule kurz fest und setze nochmal einen kleinen Sicherheitsanschlag.

fetter Sommerrapfen

fetter Sommerrapfen

Ogre und Speed Jigging - ein perfektes Paar

Ogre und Speed Jigging – ein perfektes Paar

Der Anfang ist gemacht. so kann es weitergehen. Geht es auch. Rapfen 2 und 3 vergreifen sich am Air Ogre. Und weil es so gut läuft, will ich etwas mehr.

Ich schnappe mir die Diaflash AX-UL und montiere einen kleinen Storm Flutter Stick. Rapfen an der UL-Rute muss doch auch gehen. Es dauert nicht lang und Rapfen Nummer 4 hängt. Na mal sehen, wie lange ich jetzt mit dem dünnen Stöckchen rumspielen muss…

Diaflash AX UL im Rapfendrill

Diaflash AX UL im Rapfendrill

Aber die Diaflash zeigt sich von ihrer besten Seite. Die weiche Spitze federt die rasanten Fluchten spielend ab und das wider erwarten starke Endteil hält ordentlich dagegen. Ratz-fatz ist der Fisch im Kescher. Hammer.

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Irgendwann ist der Spuk dann auch vorbei. Wir finden noch einen schönen Barschplatz und fangen einige der üblichen Halbstarken. Nichts besonderes, aber am leichten Gerät trotzdem Spaß.

Uns so geht ein schöner Spätsommertag zu Ende und wir sind froh, dass sich unser See heute mal von der besseren Seite gezeigt hat.

Mein “Killer” im Rapala Sortiment – der “BX Minnow”

Wenn die Wand im Angelladen voller Köder hängt, dann ist es nicht immer leicht den Überblick zu behalten. Was fängt, was fängt weniger? Wir alle kennen die “Fehlkäufe” von Ködern, die so toll im Angelladen aussahen, aber am Wasser dann doch nicht so der Bringer waren.

Heute möchte ich Euch mal kurz meinen derzeitigen “Barsch-Liebling” im Rapala Sortiment vorstellen – den “BX Minnow”!

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Der “BX Minnow” ist ein (damals) neuartiger Wobbler. Er verbindet die Jahrzehnte alte Köderbaukunst von Rapala unter der Verwendung von Balsaholz mit moderner Köderbautechnik von heute und dem Einsatz von Kunststoffen. Der BX ist eine Mischung aus beiden – Kern aus Balsaholz und äußere Schale aus sehr haltbarem Co-Polymer. Diese Idee brachte dem Kleinen 2012 den Sieg in der Kategorie “best new hard lure” auf der EFTTEX 2012.

Damals erschien ein Model in 10cm mit einem Gewicht von 12 Gramm und einer Tauchtiefe von ca. 0.90m – 1.50m. Das ganze in ca. 9 Farben.

2016 ist ein weiteres Modell dazu gekommen – 7cm, 7 Gramm, 0.60m – 1.20m Tauchtiefe, 11 Farben.

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Alles schön und gut, aber fängt das Teil auch?

Oh ja. Tut er. Richtig gut sogar. Kein anderer Rapala Barschwobbler hat jemals bei mir so gut Barsch gefangen, wie dieser. Das Teil ist der Hammer. Leicht getwitcht flitzt der Kleine schön zackig durchs Wasser. Vorher fliegt er aber erstmal richtig weit. Und gut aussehen tut er. Oh man, die Dekore in Verbindung mit der Lackierung bzw. diesem Kunststoff lassen den BX einfach richtig “strahlen”. Details wie Augen und Schuppen, aber auch dieser “Glossy-Effekt” kommen einfach richtig gut zum tragen.

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An meinem Hausgewässer – ein kleinerer max. 2m tiefer Kanal – sind die Barsche nicht immer bzw.sogar oft weniger gut auf Wobbler gegenüber dem Gummifisch zu sprechen. Um so erstaunlicher war es für mich, das der BX hier richtig gut zugelangt hat. Der Kanal glänzt leider nicht mit holländischen Verhältnissen, aber dafür stimmt an manchen Tagen die Frequenz. Erstaunlich ist auch, dass der BX den Barschen so gut gefällt, dass sogar die kleinen (kaum doppelt so groß wie der Köder) Barsche gierig auf den BX waren. Ich würde jetzt gern tolle Fotos mit Monsterfischen zeigen. Hab ich aber nicht. Bei mir am Kanal ist es oft nicht anders, als bei vielen von Euch. Man muss nehmen, was da ist. Aber darüber freue ich mich trotzdem. Alles besser als Büro 😉

die Freude strahlt richtig aus meinem Gesicht ;-)

die Freude strahlt richtig aus meinem Gesicht 😉

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Schaut Euch den “BX Minnow” beim nächsten Besuch im Angelladen mal genauer an. Und wenn Euch einer gefällt, dann sackt ihn ein. Ihr werdet es nicht bereuen.

Ich wünsche Euch etwas sehr, sehr Schönes. Und ich grüße Euch.

Tinsen

 

„Zodias BFS“ meets Storm „So-Run Spike Tail“

Am Freitag konnte ich mein Boot aus der Werkstatt holen. Da am Nachmittag noch Termine anstanden, war nicht viel Zeit. Aber wenn man mit dem Boot schon mal auf dem Wasser ist, dann muss man doch auch ein paar Würfe machen, oder?

Also die „Zodias BFS“ und ein paar Köder geschnappt und ab dafür. Das Boot fährt, das neue Echolot ist provisorisch montiert und die als Zander ausgemachten Fische beißen nicht. Viel Zeit habe ich nicht und viel Geduld mit den Z-Fischen erst recht nicht.

Ich fahre daher einen Spot an, an welchem ich hier schon mal Barsche hatte. Ist ja nicht mein „Hausgewässer“ hier. So richtig gut kenne ich mich nicht aus. Dennoch bekomme ich die ersten Bisse. Zaghaft. Irgendwie bleiben die Fische nicht hängen. Sind die echt sooo klein, dass sie meinen Standardköder nicht rein bekommen? Was hier los? Alles spielt sich auch auf einem sehr begrenzten Gebiet ab. Dazu viel Wind. Und 3-5m ist auch nicht so flach, um bei diesen Bedingungen mit 2-5 Gramm rum zuspielen.

In solchen Situationen packe ich mit Vorliebe immer das Dropshot-Rig aus. Das ist jetzt einfach perfekt. Zum einen kann man recht schwer fischen – 10 Gramm, 14 Gramm oder auch noch schwerer. Trotzdem kann man bei Bedarf einen kleinen Köder verwenden und diesen verführerisch und unbeschwert am Grund rumzupfen.

In meiner Box mit den Dropshot-Ködern lagen ein paar neue Storm „So-Run Spike Tail“ in 4 Inch Größe. Hm, irgendwie sehen die jetzt nicht spektakulärer aus, als andere Köder. Doof aber auch nicht. War halt so eine Testpackung von einer Messe. Na gut, geben wir den Teilen eine Chance.

 

Gerade sind die Fische mit dem 3“ Köder nicht so fertig geworden und ich hänge mir einen 4“ Köder an den Haken. Ach egal. Rein damit jetzt. Hm, bewegt sich ganz geil. Echt schick. Wurf. Zupf, zupf, Pause, zuppel, zuppel, Pause – Biss! Oooops, dass ging fix. Ein Barsch kaum doppelt so groß wie der Spike Tail hängt am Haken. Nächster Wurf, zupp, zupp – Biss!

Und so ging das dann noch eine ganze Weile, bis ich aufgrund Zeitgründen abbrechen musste. Der größte Fisch mit Mitte 30 hat sich leider vor dem Fotoshooting verabschiedet. Der Spike Tail hat mich verdammt überzeugt (ich hatte auch andere Köder dran, aber heute kam an den Spike Tail am Dropshot nichts ran). Der doch recht groß wirkende 4“ hat erstaunlicher Weise auch die vielen kleinen Fische am Spot gefangen. Wirklich eine Überraschung das Teil.

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Auch die Gummimischung und der Aufbau überzeugen. Schön weich, aber nicht so anfällig, dass der Köder nach 2 Bissen gleich kaputt ist. Versetzt mit natürlichem Fischaroma und mit den üblichen Rillen und Kerben versehen. Top.

Ein Köder, welchem ich demnächst mehr Einsatzzeit gebe…

Hier nochmal ein paar Detailansichten:

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Die „Zodias BFS“ fische ich noch nicht so lange. Auch für das Dropshot-Rig nehme ich sonst eher eine Dropshotrute bzw. eine feine  Barschrute. Heute war jedoch nur die Baitcaster an Board. Aber Dropshot und Baitcaster geht echt mal sehr gut. Da die Fische sehr konzentriert standen, konnte ich mit der Baitcaster viel kleinere bzw. langsamere Sprünge (ich jigge das Dropshotsystem wie einen Jig über die Rolle am Grund entlang) vollführen, als mit einer 2500er Stationärrolle. Das ging richtig gut. Auch das werde ich jetzt mal öfter mit der Baitcaster machen.

Eventuell liegt meine Freunde aber auch daran, dass ich endlich mal eine richtig leichte Baitcaster von Shimano habe. Früher gab es hier nicht viel bzw. einfach nicht das was ich gesucht habe. Die wenigen Castingruten gingen meist ab 7 Gramm Wurfgewicht los. Die Zodias BFS hat ein Wurfgewicht von 4-12 Gramm. Die Angaben treffen für mein Empfinden auch sehr gut zu. Die Rute ist einfach nur toll. Edles Design, toll verarbeitet, super leicht, fein und sensibel. Wurfperformance und Bisserkennung – top. Ach was soll ich sagen – einfach ´ne geile Rute.

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schwarz, rot, silber – schickes, unaufdringliches Design

 

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stimmige Grifflänge – nicht zu lang und nicht zu kurz

Rollenhalter, in welchen sich die Finger perfekt einbetten.

Rollenhalter, in welchen sich die Finger perfekt einbetten.

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Und so wurden in 2-3 Stunden Angelzeit jetzt keine Mega Fotofische gefangen, aber dennoch ein paar neue Erfahrungen erarbeitet.

Jetzt, wo ich das hier am späten Sonntagabend schreibe, würde ich am liebsten sofort mit genau dieser Kombo („BFS“+“Spike-Tail“) wieder los. Aber Job und Steuererklärung fressen gerade sämtliche kommende Freizeit. So fliegen demnächst wohl eher meine Gedanken, als meine Köder.

 

Ich wünsche Euch etwas sehr, sehr Schönes. Und ich grüße Euch.

Tinsen

World Predator Classic 2016 – Mein Rückblick

Und zack – da ist es auch schon wieder vorbei. Viel schneller, als die Vorfreude. Die „WPC“ 2016 liegt hinter uns. Noch ist alles recht frisch. Also schnell meine Erfahrung zu Papier gebracht.

Zusammen mit Shimano-Team-Kollege Joshi bin ich für das Streetfishing-Event angemeldet. Da ich gerade erst eine Woche ohne Familie in Norwegen war, kommt eine frühe Anreise zur WPC nicht in Frage. So fährt Joshi mit Hannes und Dustin zum „Training“ schon knapp eine Woche vor Beginn nach Holland. Ich fahre donnerstagmorgens erst in Berlin los. Also einen Tag vor Wettkampfbeginn. Von Berlin nach Hellevoetsluis – es gibt wirklich spannenderes als so eine Autofahrt. Aber mit vollgeladenen Akkus für die E-„Zigarette“, einigen Podcasts und einer HipHop Playlist um 1996 sind die knapp 750 km halbwegs ertragbar machbar.

Hannes, Dustin und Joshi kommen gerade rein, als ich einfliege.

Dustin und Hannes enden im Hafen

 

Wir sind alle in einer Art Hafen/Marina mit etlichen Ferienhäusern untergebracht. Ich suche erst mal mein Haus, in welchem sich Dennis und Jens vom Shimano Kajak-Team sowie Arthur und Torben vom anderen Shimano Streetfishing Team aufhalten. Hallo hier, hallo da, Einweisung, Zimmer und Bett beziehen. Alles easy. Kein Streß.

Abends lädt Shimano alle zu eimem BBQ in die „Shimano-Hütte“ gegenüber ein. Nach 10 Stunden Autofahrt ist so ein Bier echt eine verdammt geile Angelegenheit. Und Grillfleisch auf leeren Magen ist auch nicht schlechter. Die Portugiesen kommen an diesem Abend (leider) weiter, aber ansonsten ist alles schick. Irgendwann gegen 2:30 Uhr gehe ich ins Bett (nachdem ich noch einige Stinger gebastelt habe) und freue mich auf den morgigen Wettkampftag.

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Freitag, 01.07.2016

Heute geht es also los. 9:00 Uhr ist Registration am Trockendock „Jan Blanken“ in Hellevoetsluis. Nach entspanntem Frühstück mit Joshi sind wir pünktlich um 9:00 vor Ort. Die Registration geht erstaunlich schnell von statten. Alle Teilnehmer erhalten einen Rapala 25-Liter-Rucksack mit Buff, Planoboxen und Stormködern. Allein der Rucksack dürfte im VK teurer sein, als das Startgeld. Sauber! Da kann echt keiner meckern. Tut auch keiner. Im Gegenteil – an den zwei Tagen sehe ich zu über 80% genau diesen Rucksack bei den Teilnehmern als Transportmittel des Tackels. Der ist echt gut.

WPC16 - Streetfishing Present

WPC16 – Streetfishing Präsent

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Und da der Joshi zum einen kein unbeschriebenes Blatt ist und sein Arbeitgeber auch in anderen Städten Filialen betreibt, lern ich die ersten Hamburger kennen. Lustige Jungs, die bei mir ab sofort auch nur mit „Team Lustig“ begrüßt werden. Denn ja – auch bei 200 Streeetfishingteilnehmern sieht man sich innerhalb der 2-3 Tage doch öfters.

Da es erst um 15 Uhr losgehen soll legt sich Joshi nochmal ab und ich überprüfe einen Spot im Hafen. Eigentlich mehr aus Langerweile als aus taktischen Gründen. Ich wusste einfach nicht wo hin. Müde war ich ja nicht. Also einfach am „Hauptlager“ der WPC in den Hafen ein paar Würfe gemacht. Und plötzlich hängt der erste Hecht am Barschköder. Ca. 60 cm. Genau weis es keiner, da sich der Kollege beim Durchbrechen der Wasseroberfläche vom Köder und Angler verabschiedet. Mark vom Shimano-Marketing Team kommt zu mir und wir plaudern ein wenig. Ich merke mal wieder, dass mein English einfach Scheisse ist. Naja, was soll man machen. Mathe-Physik-Leistungskurs. Sprachen waren nie mein Ding. Aber ich komme klar.  Plötzlich ein Biß. Reflexartig schlage ich an und der Fisch hängt. Ein kleiner Zander. Klein, aber mein. Debil in die Kamera grinsen und dann geht’s weiter. Jedoch nicht für mich. Die Jungs vom Shimanostand bekommen auch Lust auf Angeln. Also einfach die Ruten vom Stand geschnappt und ab dafür an den Hafen, welcher 50m entfernt ist. Und zack –  fängt einer der Jungs einen 40+ Barsch direkt am Ufer… 3 Fische in recht kurzer Zeit – ein Spot für den Wettkampf … ???

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Um 15:00 Uhr soll es am Freitag für uns Streetfischer losgehen. Mit Joshi fahre ich vorher noch an die örtliche Pommesbude. Etwas Stärkung muss sein. Vor Ort treffen wir 2 „Kollegen“ aus dem SPRO-Team. Coole Jungs, die deutlich spürbar einen Plan haben.

Den haben wir natürlich auch. Ohne hier großartig auf die Regeln einzugehen (die kann jeder auf der offiziellen WPC-Website nachlesen) gewinnt der Angler, der die meisten „cm“ an Fisch aufs Band bringt. Dabei gibt es je Fischart Mindestgrößen und maximal gewertete Fische. So gibt es z.B. für den Barsch eine Mindestgröße von 22cm und eine Maximalbegrenzung von 15 Fischen. Für jeden weiteren Fisch gibt es unabhängig von der Größe einen Punkt. Barsche unter der Mindestgröße bringen bis zur Maximalbegrenzung immer 5 Punkte – alles darüber hinaus einen Punkt. 20 Barsche mit 25cm Länge ergeben dann rechnerisch also (15*25)+(5*1)=380 Punkte.

Es ist jetzt komplett regelkonform, wenn man sich einen ganzen Eimer oder eine ganze Badewanne voll Barsche fängt, welche gerade mal so als Spezies Barsch zu erkennen sind. Die ersten 15 davon zählen dann also 15*5= 75 Punkte.

Natürlich haben wir das gewusst und erkannt. Aber wie so viele Andere, die wir während der Tage gesprochen haben, war das keine Option für uns, im Wettkampf teilzunehmen. Der Wettkampf heisst World „PREDATOR“ Classic – nur weil die Regeln es zulassen, ist es dennoch unter unserer Würde, auf Minibarsch zu angeln. Wir wollen die dicke „Mutti“. Wir wollen den feisten „Zetti“. Und vor allem wollen wir die dicke „Kirsche“!  Damit punkten wir. Und wenn nicht, dann ist das auch ok. Aber wir angeln nicht mit künstlichen Mückenlarven am UL-Tackle auf Guppys. WTF! Und genau das haben sehr viele Mitstreiter genau so gesehen. Aber die Regeln lassen (derzeit) auch die „Minibarschstrategie“ zu, so dass aus meiner Sicht (leider) alles ok ist.

Unsere Strategie war es, früh im Wettkampf die Polder möglichst als erstes zu „besuchen“, um eine feiste Hechtmutti zum Anbiss zu überreden. Nach ca. 50% der Zeit des ersten Tages wollten wir dann auf Barsch/Zander umstellen und vor allem dem Zander in den nächtlichen Abendstunden gezielt nachstellen.

Joshi konnte bereits im „Training“ in den Tagen vor dem eigentlichen Wettkampf einen Hecht von 1,12m fangen. Weiterhin ein paar Kleinere. Taktik und Technik waren also abgestimmt. Auch unser per Los zugeteiltes Team „Zander Kalle Softbaits“ war mit unserer Taktik für den ersten Tag einverstanden.

 

Problematisch ist maximal, dass man nur 2 Ruten mit an´s Wasser nehmen kann. Will man also mit größeren Gummis oder auch größeren Jerkbaits auf Hecht angeln, so steht das in direktem Widerspruch zur Zander und Barsch. Einen Austausch der Ruten von z.B. schwerem Tackle auf UL-Tackle sehen die Regeln nicht explizt vor, begrenzen es aber auch nicht. Nach mehrmaliger Nachfrage ist ein Rutentausch auch während des Wettkampfes erlaubt, so lange maximal 2 Ruten am Mann/Frau geführt werden.

Da ich das Gewässer überhaupt nicht kannte und 2 Ruten bei 4 Fischarten (Barsch, Zander, Hecht, Rapfen) echt eine Herausforderung sind, habe ich mich auf Bewährtes verlassen – Shimano Yasei!

Mit der „Yasei Spinning Pike“ mit 40-120 Gramm Wurfgewicht deckt man so ziemlich jeden Hecht- und Zandereinsatz im mittelschweren Bereich ab. Selbst das „Jerken“ geht mit leichteren Ködern noch. Den mittelschweren Bereich auf Zander und Barsch hat dann hervorragend die Yasei Speed Jigging  14-35 Gramm Wurfgewicht in 2,15m Länge abgedeckt. Die Hechtrute ist bestückt mit einer Stradic 4000 CI4 und die Zander/Barschrute mit einer neuen Hagane Stradic CI4 2500. Mit diesen beiden Combos bin ich für fast alle Köder und Techniken sehr gut aufgestellt.

Da der Hauptorganisator des Streetfishing-Events 24 Stunde vor dem  Wettkampf das Handtuch aufgrund interner Unstimmigkeiten geworfen hat, war die Orga des Events etwas „überfördert“. So kam es zu einer Startverzögerung von ca. 2 Stunden. Erschwert durch Regen. Dafür wurde von der Orga das Event dann um 1 Stunde verlängert. Ende war also nicht 23:00 Uhr, sonder 00:00 Uhr.

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Foto: Andreas Volz

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Und so fiel gegen ca. 17:00 Uhr der Startschuss und wir rannten förmlich dem ersten Spot entgegen – der Polder hinter dem „Trockendock“, an welchem Joshi auch den 1,12cm im „Training“ fangen konnte. Regen, nasser Untergrund, Hektik – ja so eine Böschung kann man auch mal auf dem A…. statt auf den Füßen runter…

Innerhalb kürzester Zeit füllen sich die verfügbaren Stellen am Ufer. Ja – wir sind hier nicht allein unterwegs. Team „Shimano2“ und Team „Zanderkalle“ (es werden immer zwei Teams per Los zusammen losgeschickt) geben alles an den 2 verfügbaren Poldern. Aber kein Fisch bleibt bei uns „kleben“. Irgendwann stellen wir von Hecht auf Zander/Barsch um und befischen den Hafen-und Schleusenbereich. Aber natürlich nicht allein. Andere wollen hier auch angeln. Verständlich, aber blöd. Joshi ist am längsten von uns allen vor Ort. Wir überlassen ihm mehr oder weniger die Entscheidung, wo es hin geht. Und so rasen wir förmlich über die Spots. Strecke machen ist angesagt. Grundsätzliche kein schlechter Plan. Aber rückblickend betrachtet eventuell auch falsch. So manchen Spot hätten wir auch länger befischen können. Aber wer weiß das schon in der konkreten Situation vor Ort. Spät in der Nacht befinden wir uns mit vielen Anderen in der Nähe der Schleuse und versuchen einen Zander ans Band zu bekommen. Links und rechts von uns gibt es mittlere Fische um die 50cm. Nur bei uns vieren bleibt nix hängen. Und so geht es mitten in der Nacht zurück zum Start. Um die leere Scorecard abzugeben. 4 mal Schneider. Blöd. Deutlich schlechter als erwartet, aber trotzdem Realität. Joshi einen Fehlbiß auf Gummi und ich einen auf Jerkbait. That´s all. Ja, auch das ist Angeln. Aber Morgen ist auch noch ein Tag…

 

Samstag, 02.07.2016

Um 10:00 Uhr soll das Streetfishing-Event weiter gehen. Aufgrund Verzögerung an Tag 1 und Absprung vom ursprünglichen Hauptorganisator wird das angesetzte „Knockout-Event“ gestrichen und das Main-Event bis 16:00 verlängert. Team „Zanderkalle“ erscheint nicht um 10:00 Uhr, so dass ich mit  Joshi bei Startschuss losdüse. Wir gehen nicht auf „Microbarsche“, sondern setzen alles auf Hecht. Wir sind auch die ersten am Polder. Haben diesen für uns allein. Ein Traum, wo es doch am Vorabend fast wie beim Heringsangeln auf dem Rügendamm zur Hochsaison zuging. Aber auch das Gefühl Erster zu sein, ist auf diesem kleinen Gebiet nur von kurzer Dauer. Wir laufen das Ufer von links nach rechts. Und irgendwann kommt halt auch mal jemand von rechts auf dich zu, der den Weg in die andere Richtung gewählt hat. Verdammt blöd, wenn genau dieser, dann 20m von meinem Spot/Standort einen 1,06m Hecht fängt, welcher mit fast 100% Wahrscheinlichkeit auf meinen Jerkbait geknallt wäre. Null Fisch am ersten Tag. Und dann fängt jemand direkt neben dir an so einem verdammt kleinen Kanal einen 1,06m Hecht. Echt ärgerlich…

Wir überholen, die Glücklichen und Joshi läuft vor mir. Der Junge ist heiß. Voll motoviert. Die Fische beißen in einem 20m breitem Kanal ohne Struktur direkt vor den Füßen an der Uferkante. Joshi hat die simple Taktik in den Tagen vor dem Wettkampf „rausgearbeitet“ – am Ufer lang latschen und Gummi neben sich her ziehen. Und so läuft er vor mir an dem glücklichen 1,06m Fänger vorbei. 1 Meter, 5 Meter, 50 Meter. Und wie schon im Training gibt es auch dieses Mal den erhofften Einschlag – „Fisch“ brüllt er zu mir nach hinten rüber. Also Kescher geschnappt und vor gerannt.

Eine Situation wie beim Elfmeterschießen. Dein Teamkollege hat einen guten Fisch am Haken. Komplett unausgedrillt, da direkt auf 1,5m Abstand vor den Füßen gefangen. Du darfst keschern. Undankbar. Gefährlich. Große Drillinge und ein großer Kescher haben schon so manchen Fisch vor dem Fotoshooting nach Hause geschickt. Joshi will, dass ich den Fisch von hinten kescher. Das ist aber Bullshit. Geht einfach zu oft schief. Dann ist der Fisch vor dem Kescher und ich lange zu. Passt. Das Vieh ist im Netz. Der Köder aber schon ab. Das war knapp. Plötzlich fängt die Mutti an zu springen. Im Netz. Sie ist schon halb aus dem Kescher raus. Nur mit Glück springt sie mir nicht wieder aus dem Kescher. Und so trage ich den Fisch auf die Matte. 1,00 Meter glatt. Sauber. Fettes Gerät aus so einem komischen Graben. Joshi feiert sich zu recht. Schön gemacht mein Jung. Ich freu mich für ihn und helfe beim vermessen und dem Fotoshooting mit Streetfishing-Nummer, damit der Fisch auch in die Wertung geht.

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Es wäre gelogen, wenn ich an dieser Stelle auf „heile Welt“ machen würde. Klar freut man sich für seinen Teamkollegen. Ohne Frage. Und dennoch ist man vor allem nach einem harten Tag 1 (mit Wind, heftigem Regen und ohne Fisch) extrem angepisst, wenn 5m rechts von einem eine 1,06m und kurz danach noch ein 1,00m sozusagen in Wurfweite gefangen werden. Ich gebe es zu – Freude und Frust waren an dieser Stelle auf beiden Schultern von mir vertreten. Ein Foto vom Fang ist mir IMMER das Wichtigste. Hier war ich ziemlich von der Rolle und habe nicht an ein Teamfoto gedacht. Im Nachhinein ärgert mich das sehr. Jetzt gibt es ein Foto vom Fänger und Fotografen. WTF! Meine Schuld. Ich hätte daran denken müssen. Schade, aber nun nicht mehr zu ändern.

Ok – 100 Punkte eingefahren. Ein schöner Fisch. Ein „Predator“ und kein 5cm Barsch. Weiter geht’s im Wettbewerb. Wir beschließen heute komplett alles auf eine Karte zu setzen. Wir gehen auf Hecht. Aus die Maus. Also weiter die Polder lang. So viele gibt es davon leider im verfügbaren Gebiet nicht. Und so laufen wir auch an Tag 2 unsere Kilometer ab und knallen unsere Hechtgummis durch das Wasser. Wir befischen auch einen Polder, welcher extrem verkrautet ist und eigentlich nur mit Oberflächenfröschen zu befischen ist. Kein Problem für uns. Haben wir alles dabei. Hecht bringt uns das trotzdem nicht.

Und so beenden wir irgendwann Tag 2 und haben am Ende einen Fisch gefangen. Echt dürftig. Echt hart. Echt zum kotzen. Echt so, dass ich mir diese Scheisse nie wieder antun möchte. Das iPhone sagt runde 17.000 Schritte je Tag. Dreckswetter zum Teil. Kein Fisch. Ein Trost bleibt – viele wirklich gute Angler waren am Start. Und viele davon fahren auch ohne Fisch wieder nach Hause …

Wir bestellen uns Pizza und Eis und verdrücken uns damit in unseren Hafen. Hannes, Dustin, Willem und co. laufen auch gerade ein. Schön, wenn alles vorbei ist und man einfach nur eine Salamipizza und „Strawberry-Cheesecake“ genießen kann.

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Und so fahre ich vor unsere „Butze“ und werde von der Drohne der Kajakjungs zufällig gefilmt. Heute Abend spielt Deutschland gegen Italien und die WPC feiert groß das Ende des Events. Grund genug, zu Hause einen „vorzuglühen“.

Drohne

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Danach geht’s ab zur Preisverleihung. Bier ist nicht teuer. Viele Leute am Start. Hannes und Dustin belegen einen super 5. Platz. Rapala Finnland gewinnt das Teil. Fast zeitgleich das 7:6 gegen Italien. Wir verfolgen das Elfmeterschießen parallel per Livestream auf dem iPhone. Was ein Abend.

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Hannes und Dustin "on stage"

Hannes und Dustin “on stage”

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Glückwunsch an Dustin und Hannes. Glückwunsch auch an das Shimanoteam aus Holland, welches einen hervorragenden zweiten Platz erreichte.

Danke an die Orga von Shimano. Ein tolles Event. Sehr gute Organisation und Betreuung.

Danke!!!

Mit gut zwei Tagen Abstand muss ich sagen, dass ich mir ein Wiederkommen vorstellen kann. Der Frust, der bei Wind und Wetter und fehlendem Fisch aufkommt ist deutlich weniger spürbar, als die Freude darüber, neue Leute kennengelernt und einfach ein paar schöne Tage zusammen verbracht zu haben.

Fisch hin oder her – am Ende bleibt ein Gesamteindruck. Und der war gut. Sehr gut sogar!

 

Grüße an:

Joshi – alter Rocker 😉

Echolotprofis David Miller und co.

„Team Lustig“ aus Hamburg von der Gummitanke

„Team Pommesbude“ von SPRO

„Team Zanderkalle“, welche uns an Tag1 begleitet haben und an Tag2 wegen KFZ-Problemen nicht dabei waren

„Team Shimano1“ mit Arthur und Torben – good job guys !!!

Und natürlich an meine Kajakbuddys Jens, Dennis und Hendrik – Ihr „Kajakfutzies“ seid echt die Krazzesten !!!!

Und da meine (Sub-Ohm) „E-Zigartette“ bei dem Einen oder Anderen irgendwie für Aufsehen gesorgt hat, beende ich diesen Artikel mal mit den Schlussworten der E-Smoking-Legende „Philgood“:

Ich wünsche Euch etwas sehr, sehr Schönes. Und ich Grüße Euch!

Euer Tinsen

 

 

 

 

 

 

Endlich geht es wieder los – 2016 mit “Bassterra XT”

Endlich ist es vorbei  – der Winter, die Kälte, das Schmuddelwetter. Ich gebe es zu – ich bin schon gern ein “Schönwetterangler”. Es ist einfach angenehmer, bei Sonne, Wärme und blauem Himmel, als bei Kälte, Regen und Schnee zu angeln. Als Bellyboatangler ist man eh immer etwas mehr von der Wassertemperatur beeinflusst.

Und so ging es mit meinem Kumpel Micha heute für mich zum ersten Mal in diesem Jahr mit dem Belly wieder raus auf den See. Immer wieder ganz besonders schön, nach so langer Pause. Weiterlesen

Was kaufe ich mir vom Weihnachtsgeld? Wie wäre es mit Ultra-Light?

Der eine oder andere mag zu Weihnachten ein paar Euros geschenkt bekommen haben. Eventuell steht die Überlegung an, davon die eigene Angelausrüstung aufzustocken. Dabei will ich gern behilflich sein und meine Erfahrungen aus dem letzen Jahr schildern.

Das alte Jahr ist vorbei. Mal wieder recht schnell. Geht irgendwie jedes Jahr schneller. Wie machen die das nur …?

Nun ja, ich war in 2015 leider nicht viel am Wasser. Hat sich zumindest so angefühlt. Gab schon angelreichere Jahre. Bin irgendwie nicht so oft wie gewollt auf meinen Lieblingsfisch (der Barsch) rausgekommen.

Wenn ich aber am Wasser war, dann hat mich im letzten Jahr eine Rute immer begleitet:

Shimano Diaflash AX (ultra light) in 2,25m mit 2-10 Gramm Wurfgewicht

 

Diaflash AX L 2,25m

Diaflash AX L 2,25m

Das ist schon ein feiner Stock. Zum einen optisch echt ansprechend (nicht zu viel und auch nicht zu wenig), schickes Handteil (geteilt) aus EVA-Material. Dazu ein sehr hochwertiger Blank (HPC200 Material!) mit einer sehr sensiblen und schnellen Spitzenaktion. Die Spitze ist aber der Clou – diese ist aus „Taftec“, ein Vollcarbonmatarial, welches sehr fein ist und trotzdem volle Bißkontrolle bietet.

Hannes hat das hier http://www.shimanofishnetwork.de/prostaff/einfach-spitze-taftec-taktiken-tipps/ alles schon einmal ausführlich dargestellt, so dass ich mich hier gar nicht wiederholen will. Kann der Hannes ´eh besser beschreiben als ich. Ich fang ihm dafür einfach die Fische vor der Nase weg. 😉

Warum hatte ich die Diaflash immer mit dabei?

Kapitale Fische wünscht sich jeder Angler. Ich auch, ganz klar. Aber jeden Tag wollen die auch nicht. Oder es gibt sie in bestimmten Gewässern nicht bzw. sehr, sehr selten. In diesen Situationen fische ich dann lieber auch mal mit sehr kleinen Ködern. Oder einfach an Tagen, wo gar nix geht und ich mit kleinen Ködern einfach ein paar Bisse provozieren will. Für diese Situationen habe ich die Ultra Light Rute dabei.

Man kann es hier kurz fassen – ein kleiner Fisch macht an feinem Tackle einfach mehr Spaß. Und ich brauche Spaß beim angeln.

Die Größe macht schon ganz gut Spaß

Die Größe macht schon ganz gut Spaß

Dazu kommen auch bestimmte Situationen, bei denen man mit der Ultra Light Angel einfach besser aufgestellt ist:

Im Winter, wenn man gaaaanz langsam fischen muss oder wenn man (wie hier bei uns in Berlin) vom 01.01. bis 30.04.  nur Köder kleiner 2cm fischen darf. Im Sommer, wenn man kleine Köder benutzt, um die frisch geschlüpfte Brut zu imitieren.

Die Diaflash  AX „Ultra Light Angel“ könnt ihr das ganze Jahr einsetzen und damit mit Spaß und Erfolg angeln. Egal ob mit Finesse-Rigs, kleinen Shads, Krebsen oder kleinen Hardbaits.

Diaflash und BX Minnow 7

Diaflash und BX Minnow 7

Rapala BX Minnow 7 - eine totale Bank!

Rapala BX Minnow 7 – eine totale Bank!

Im Gegensatz zu meinen anderen Barschruten ist die Diaflash mit 2,25m etwas länger. Aufgrund dieser Länge, des hochwertigen Blanks und der weichen Spitzenaktion lädt sich die Rute auch bei kleinsten Gewichten super auf und ihr erreicht tolle Wurfweiten. Ob man jetzt eine 1000er oder 2500er Rolle verwendet ist Geschmackssache. Ich halte eine 1000er Rolle für ideal.

Es muss nicht immer groß sein – der Köder nicht und auch nicht der Fisch. Spaß muss es machen. Funktionieren muss es. Mit der „Diaflash AX“ klappt das. Eine Rute, die mich immer wieder begeistert.

 

 

naja, Begeisterung pur ;)

naja, Begeisterung pur 😉

ok, echt ausbaufähig. Aber sowas geht nun einmal auch auf kleine Köder

ok, echt ausbaufähig. Aber sowas geht nun einmal auch auf kleine Köder

schon besser

schon besser

solche 40er wollen wir. Halbkreis bins ins Handteil garantiert!

solche 40er wollen wir. Halbkreis bis ins Handteil garantiert!

unbezahlbar - Papa udn Sohnemann. Unser erster gemeinsamer Hecht

unbezahlbar – Papa und Sohnemann. Unser erster gemeinsamer Hecht