Ein Sommer auf Grönland…

Einen ganzen Sommer auf Grönland? Nein, keine Angst so lange warf ich nun auch nicht dort, aber mit ca. 2,5 Monaten ist der Sommer auf Grönland auch nicht wirklich lang. Nach meinem ersten Besuch vor ein paar Jahren war es nun dieses Jahr wieder einmal soweit und meine Wege führten zusammen mit einer Reisegruppe nach Grönland. Ich konnte es kaum erwarten, denn die Erlebnisse von der letzten Tour haben sich ganz tief ins Gedächtnis gebrannt. Unvergleichlich ist diese Ruhe und Weite in der unberührten Natur zu spüren. Keine Hektik, kein Lärm, kein Internet, kein Handy … nur das sanfte Säuseln des Flusses voller Arktischer Saiblinge, welcher sich seine Weg durch das saftig grüne Fjell bahnt.

Im Sommer merkt man warum Grönland auf englisch “Greenland” heißt. Hier an der Südwestküste ist nämlich keine Spur von ewigem Eis und Schnee. Nur die spärlich von Schnee bedeckten Berggipfel rund um das Tal und die Gletscherreste zeugen von den unwirklichen Bedingungen im kalten arktischen Winter und speisen mit ihrem Schmelzwasser den Fluss vor uns. Der Grund warum wir hier sind.
Jetzt aber im Sommer haben wir fast T-Shirt Wetter. Sonnenschein und keine Wolken am Himmel, zum Glück habe ich meine Sonnencreme eingepackt. Die Wathose wird nur angezogen, wenn es nicht anders geht.

Da wir hier mit sehr großen Saiblingen rechnen müssen gilt es beim Angelgerät keine Kompromisse einzugehen. Die Rute meines Vertrauens ist eine NRX der Klasse #5 von G.Loomis. Alles darunter ist Spielzeug und man bekommt schnell die Grenzen aufgezeigt. Die aus dem Meer aufsteigenden Saiblinge sind wild, kampfstark und fordern selbst die #5er Rute bis an die Belastungsgrenze.

Um euch einen kleinen Eindruck zu geben, was euch auf Grönland erwartet, hier ein paar weitere Bilder:

Der Fluss bei “Nacht”. Selbst dann wird es nicht dunkel und man kann theoretisch 24h durchangeln, was ich natürlich ein zwei Mal gemacht habe.

Mit 83 cm war dieser Fisch einer meiner größten auf der Tour. Da ist man ganz froh mit der #5er zu fischen. 😉

Morgendämmerung auf Grönland – ein Farbenspiel, das seinesgleichen sucht und die Belohnung für eine durchgefischte Nacht.

Es wird garantiert auch nicht mein letzter Sommer auf Grönland gewesen sein.

Euer
Robert Balkow

Shimano OCEA PLUGGER Flex – Weitwurfwunder mit Power

Die Ocea Plugger Flex ist die perfekte Kombination zu den Stella SW und Twin Power SW Spinnrollen um mit Stickbaits auf Thunfische, kleinere Trevallies, Red Snapper und andere pelagische Arten im Salzwasser zu fischen. Der Blank ist eine Mischung aus Spiral X und Hi-Power X Technologie.
Die Spiral X Konstruktion besteht aus 3 Lagen. Der Blank besteht aus Carbonmaterial, dessen Fasern vertikal angeordnet sind. Dieses Grundgerüst wird zusätzlich von einer inneren und äußeren Lage diagonal und entgegengesetzt mit Carbontape umwickelt. Durch die Verwendung dieses Carbontapes im Gegensatz zu herkömmlich diagonal verlaufenden Fasermatten wird eine hohe Verwindungssteifheit erreicht und gleichzeitig Gewicht gespart. Das ermöglicht leichte Ruten und eine direkte Kraftübertragung für beste Wurf- und Drilleigenschaften.


Die Hi-Power X Konstruktion besteht aus einem diagonal gewickeltem Carbon-Tape, welches auf die äußere Lage des Blanks aufgebracht wird. Die Breite dieses Tapes, der Winkel mit dem es gewickelt wird und die Position am Rutenblank bestimmen die spezifische Aktion, welche genau auf die Zielfischarten abgestimmt ist, oder im Produktionsverlauf angepasst werden kann. Durch dieses Verfahren erhält der Angler mehr Kontrolle beim Rutenhandling.

Fuji SIC K-Type Beringung

So, nun aber genug der Theorie.
Auf der letzten Tour nach Indien/Lakshadweep, konnte ich mich in diesem Frühjahr persönlich von den Vorzügen der Ocea Plugger Flex überzeugen. Ich hatte das schwerste Modell der Serie im Test mit einem Wurfgewicht von bis zu 130 g. Mit Stickbaits um 100 g war diese allerdings in meinen Augen optimal bestückt und katapultierte die Köder zuverlässig bis in die Brandungszone. Etwas gewöhnungsbedürftig war anfangs die etwas weiche Spitze, aber der Name “Flex” kommt ja nicht von ungefähr. Dafür lassen sich mit dieser Rute auch wesentlich leichtere Köder auf Weite befördern.

Im Drill machte Sie sich bei Fischen von bis zu 12 kg ordentlich krumm, hatte aber noch genug Reserven falls mal ein etwas größeres Exemplar einsteigen sollte. Ich denke, dass die Rute Rute Thune bis 30kg und GTs bis etwa 15 kg ohne weiteres bewältigt. Für die ganz Kapitalen sollte man dann doch eher zu schwererem Gerät greifen. Bestückt mit einer Rolle der 8000er oder 10000er Größe ist sie perfekt für die mittelschwere Fischerei am Riff.

Viel Liebe zum Detail.

Die Rute wird mich garantiert noch auf einigen Reisen begleiten.

Euer
Robert Balkow

Infos zu meinen Salzwassertouren findet Ihr auf http://www.getaway-sea-angling.com/?lang=de

Familienurlaub und Fliegenfischen

Wie jedes Jahr so stand auch vor kurzem der wohlverdiente Familienurlaub an. Einmal quer durch die Republik, gute Freunde besuchen und natürlich nicht ohne Angeln im Gepäck. Meerforellenangeln im Wiesenbach, Karpfenangeln für den Sohnemann an einem Weiher und zum Schluss noch ein wenig Fliegenfischen an einem absoluten Traditionsgewässer wie der Traun in Bayern.
Letzteres sollte dann auch den Höhepunkt unseres Urlaubes darstellen und wir wurden mit wunderschönen Fischen belohnt, aber seht selbst…

Die NRX von G.Loomis im Einsatz. Bei den großen Fischen war ich froh, mit der Klasse #5 gefischt zu haben.

Das klare Wasser bringt Fische wie gemalt hervor.

Ein Traumfisch aus der Traun und mit Sicherheit einer der schönsten Fische meiner anglerischen Laufbahn.

Auch eine kleine, aber nicht minder schöne Bachforelle mogelte sich zwischen die Regenbogenforellen.

Auch meine Frau bekam ein wenig Praxis im Fliegenfischen und hatte den Schwung schnell wieder drauf.

So darf ein perfekter Familienurlaub gerne aussehen.

Euer
Robert Balkow

Bald isser wieder dabei…

Bei mir klemmt’s angeltechnisch gerade ein bisschen: Das Boot auf der Spree hat einen Motordefekt, den mein Wartungsservice seit Anfang Juni (oder war es Ende Mai?) betreut. Sagt er. Passieren tut gar nix. Defektes Steuermodul. Bekommt er nicht ranorganisiert. Das erfahre ich aber auch nur auf Nachfrage. Ich ruf da spaßeshalber alle paar Wochen mal an. Muss man sich mal vorstellen. Dabei ist es ein Markengerät. Tohatsu. 4-Takter. 18 PS. Also echt nix Besonderes. Aber diese Werften hier können sich die Kunden aussuchen. Und vielleicht würde ich auch lieber den Prenzelberger mittleren Alterns mit der Großyacht betreuen als den schwäbelnden Aluboot-Angler aus Neukölln. Könnte ich mich aufregen… Mach ich aber nicht. Ich brauche meine Energie für die Renovierung meiner Wohnung, die sich auch etwas länger zieht, als erwartet. Immerhin habe ich jetzt wieder einen Schlafplatz hier in der Else und Internet und Telefon funzen auch. Ich darf nur nicht nach hinten schauen. Ins Chaos. Dann ist alles gut.

Mal abgesehen von den beiden Barsch-Alarm-Treffen (Lanke W in Brandenburg und Lake S in Bayern), war ich gar nicht am Wasser. Brutal. Aber: Es geht bald wieder los. Übermorgen fahre ich für 4 Tage an den Bodden. Erst 3 Tage Stachelritter-Cup mit dem Team Boddenangeln. Dann fische ich noch einen Tag mit dem Matze F. privat. Herrlich. Es wird wieder zucken in der Rute. Da freue ich mich schon sehr drauf. Ich werde mein Team wieder über den Bodden scheuchen, bis die Rollen rauchen. (Die Teilnehmer bekommen jeden Tag einen Kapitän zugelost.) Das Tackle ist schon fast gepackt.

Was mich aber noch viel mehr freut: Seit zwei Tagen ist es richtig schön kühl am Morgen. Da liegt schon eine erste Anmutung von Herbst in der Luft. Und bis dahin wird vielleicht mein Boot noch nicht fertig sein. Es wird ja evtl. nie mehr fertig werden, wenn es nach Herrn – naja, den Namen klemme ich mir – XY geht. Aber ich hab mir wieder ein Bellyboat zugelegt und werde auch sonst Wege finden, den September und Oktober intensiv zu befischen.

Mir tut’s ein bisschen leid, dass ich hier nicht wirklich viel beigetragen habe in den letzten Wochen. Aber es geht wieder aufwärts mit mir. Ich denke, dass ich nächste Woche schon mit frischen Barsch- und Hechtgeschichten aufwarten kann.

Bis dahin!

Johannes

PS: Hier noch ein paar Bilder von den letzten drei Stachelritter-Cups

 

OstseeRalley mit Hindernissen

Mein Freund Hannes aus Rostock hatte sich vor einiger Zeit ein neues Boot zugelegt. Ein schneller durstiger V8 Racer. Optimal zum Beispiel für fixe Spodwechsel zwischen Rostock und dem dänischen Gedser. Nach diversen Um- und Ausbauten sollte nun „Stapellauf“ sein.

Also „Plünnen“ gepackt und ab nach Rostock. Mit an Bord die neue Shimano Technium samt Shimano Ultegra

Am finalen Schraubertag stellte Hannes fest, das die Spritpumpe „rumzickt“. Da ein trinkfester V8 aber ordentlich befeuert werden möchte, wurde diese kurzentschlossen gewechselt.

Bei der Probefahrt merkten wir das sie leckt und dies auf die schnelle nicht reparabel ist.

Der Hammer. An der Ostsee. Bestes Angelwetter. Das Boot läuft nicht und obendrein ist Hansesail. Was im Umkehrschluss bedeutet: angelfähige Mietboote sind extreme Mangelware. An dem Punkt ein Danke an Thomas von Bootscharter Rostock. Er kennt sich gut mit Anglern und deren Bedürfnissen aus und organisierte uns trotz Megaevent ein Boot. Schwein gehabt…

Damit ging es dann bei Kaiserwetter und ordentlicher Welle Richtung Kadetrinne.

Dort erwarteten uns reichlich Dorsche. Allesamt nicht die größten ihrer Art aber drillstark für Frequenzangeln vom feinsten.

Die Shimano Technium in 2,74m und einem Wurfgewicht von 30 – 80gr. machte einen perfekten Job. Gerade bei relativ rauher See ist eine Kombo von Vorteil, die ohne wenn und aber, jegliche Boden-, Algen- und Fischkontakte direkt spürbar in das Handgelenk meldet.

Eine ausgewogene Spitzenaktion sorgte für gut sitzende Anhiebe und kaum Ausschlitzer.

Köder des Tages waren der Storm Superu Shad und der Storm Hypno Grub in meiner Lieblingsfarbe Lewd Shrimp. Wenn die Ostseeleoparden es ein wenig actionreicher mögen, ist der Storm Gomoku Micro Jig ein ausgezeichneter Köder.

Trotz Hindernissen war es am Ende ein gelungener Angeltag. Hannes fing übrigens einen gechipten Dorsch. Für diesen holte er sich am Folgetag satte 100€ Spritgeld, sowie viele Infos zum Alter, Zugverhalten und Wachstum der Dorsche, vom Fischereiinstitut in Rostock ab.

Meine Kombo bestand aus:

Rute: Shimano Technium 2,74m & 30-80gr Wurfgewicht

Rolle: Shimano Ultegra 4000 FB

Schnur: Kairki  mit 0,15mm  Durchmesser und 9kg Tragkraft

PS: mittlerweile ist die Spritpumpe dicht und die „Spirit“ kreuzt um Rostock.

Viel Spass am Wasser.

Euer Eric

Meine neue Flamme

Es gibt Tage an denen man sich ganz besonders freut wenn das Telefon klingelt.

Vor allem dann wenn Oma dran ist und sagt: „Junge, dein Packet ist da.“

Rückfrage: „Wie sieht das Packet aus?“

Antwort von Oma: „Groß und lang.“

Aha alles klar. Die „Neue“ ist da. Nach Feierabend also ohne Umwege schnurstracks zu Oma.

Ruck Zuck ist die Verpackung gekonnt zerlegt und ich halte sie in den Händen.

Die neue überarbeitete Shimano Expride 265UL.. Was für eine Ultralight Rute… Nochmals perfektioniert von den Produktentwicklern.

Der Hi Power X-Blank ist einfach beeinduckend. Superschnell und extrem robust. Obendrauf gibt’s den CI4+ Rollenhalter.

Genau das richtige „Werkzeug“ für das optimale ultralight angeln auf Barsche und gegebenenfalls mittlere Zander.

„Schnurstracks“ gings ab ans Wasser. Vom ersten Moment an absolut überzeugend. Ultra Light as its best.

Ich werde der neuen Shimano Expride 265UL auf den Blank fühlen und in der kommenden Zeit darüber berichten.

Euer Eric

Wohl dem…

Prolog: Die WPC 2017 ging für mich mit einem Schocker los: mit dem Rutenbruch einer meiner Hauptruten. Und hätte Dustin nicht eine Fireblood in 2,4 m bis 80 Gramm UND würde der Kollege nicht eh viel lieber mit der Baitcaster werfen, hätte ich vielleicht einen oder zwei Fische weniger gefangen. Und dann wär’s nix geworden mit dem Titel „WPC Champion 2017“, (Ich kann’s gar nicht oft genug lesen und schreibe es deshalb immer mal wieder auf. Sorry…)

Einschub: Wer meine Blogs verfolgt und mich auf Facebook in der Freundesliste hat (leider voll – was ein Schwachsinn mit dieser 5000er-Beschränkung), weiß, dass ich meine Ruten auf Flügen in ein Abflussrohr presse. Da passen – bei guter Pressung – ca. 15 Ruten rein. Die nehme ich auch meistens mit. Man weiß ja nie…

Man sieht es dem Aufkleber an: Ein paar Flüge hat das Rohr schon hinter sich.

Das Ganze hat aber schon ein bisschen negative Auswirkungen aufs Geschirr. Ich muss z.B. oft Ringe zurückbiegen. Einmal ist mir dabei ein Ring auch schon aus der Fassung gerutscht. Zwar stecke ich alle Ruten in Rod Gloves. Aber auf dem Flug und besonders beim Be- und Entladen des Fliegers werden die Teile sicher gut durchgeschüttelt und bekommen mal einen Schlag mit.

Hauptteil: Manche Schläge haben schlimme Folgen. Dieses Jahr in Spanien ist mir eine Zodias zerbrochen. Ärgerlich, weil es bis dahin meine Hauptrute war. Aber ich hatte ja reichlich Ersatz im M und MH-Bereich (7 bis 30 Gramm) dabei. Als ich bei der WPC vorm ersten Wettkampftag meine Fireblood aufgebaut habe, mit der ich auf Zander und Hecht fischen wollte, habe ich nochmal kurz am Köder gezogen, um mich an der Spitzenaktion zu erfreuen. Klack. 20 Zentimeter Spitze ab.

Noch ein Einschub: Man macht das nicht. Der Winkel ist dann brutal ungünstig. Das wird einem im Angelladen jeder Verkäufer sagen. Manchmal muss man Dinge erst selber erleben, um dran zu glauben. Bislang ging das immer gut.

Weiter im Hauptteil: Ausgerechnet jetzt bei der WPC nicht. Schock. Zwar propagiere ich auch immer mehr das Angeln mit der Baitcaster und ich hatte auch starke BC-Kombos dabei. Z.B. extra die Expride XH bis 56 Gramm, mit der ich noch viele Zander und Hechte fangen werde. Aber: Starker Wind (und daraus resultierende Schnurbögen), die Wettkampfsituation und die Tatsache, dass ich mit selbiger Rute bei der WPC einen 1,20er Hecht gefangen habe und damit WPC-Glück an der Fireblood klebt, sprachen dafür, die Fireblood als eine der 3 Ruten auszuwählen, die ständig griffbreit sein mussten. (Die anderen Kombos waren im geräumigen Rutenstauraum untergebracht.)

Letztes Jahr habe ich viel mit der Zodas MH gefischt. Als ich den Hecht hier im Kraut am Haken hatte, war ich froh, zur rechten Zeit auf die 80-Gramm-Rute umgestellt gehabt zu haben.

Schock. Aber keine Starre. Dustin war beim täglichen Captains-Briefing um dort über den Ablauf des Tages bzw. eventuelle Verschiebungen der Startzeit oder der Startlinie unterrichtet zu werden. Der Bootscheck (das Boot wird täglich auf Köderfische, Würmer oder andere verbotene Köder bzw. Montagen überprüft) war absolviert. Und im Rutenstauraum lag noch Dustins Fireblood mit dem selben WG. Allerdings mit einer 2500er Stradic (der weiße Klassiker mit Doppelkurbel) dran. Und ich wollte eine 4000er Rolle fischen und starke Schnur. Auf meiner Biomaster war 20er oder sogar 24er 832 drauf. Also: Meine Rolle von meiner Fireblood runter, Dustins Fireblood von der Stradic befreit, Biomaster auf Fireblood, Stahl dran, Köder dran. Fertig.

Als ich Dustin die Geschichte erzähle, ist der nicht so begeistert. Mein Vorschlag, die Rute zu teilen, traf auf gedämpfte Euphorie. Er mag halt die Stradic. Ich hingegen frage mich, wie man allen Ernstes eine 80-Gramm-Rute in 2,4 m mit einer 2500er Rolle fischen kann. Passt für mich gar nicht. Geschmackssache. Da wir uns aber auf dem Weg zum Start befanden, war ein Rückmontieren ausgeschlossen. Schließlich mussten wir auf dem Weg durch den Kanal ja auch noch mit Dustins Instagram-Followerschaft konferieren. Ich hab mich bei den Jungs erkundigt, zu welche Rute sie mir raten würden. Die einhellige Meinung: ‚Fireblood. Go big or go home!‘ Nun brauche ich normalerweise keine Beratung von Menschen, die selber noch nie auf dem Gewässer gefischt haben und gar nicht wissen können, was für Köder ich schmeißen will und wie ich da angeln möchte. Aber als wir am ersten Spot ankamen und ich vor der Frage stand: ‚Fireblood oder Expride (MH bis 21 Gramm)?‘, hat diese witzige Mini-Konferenz vielleicht sogar einen kleinen Einfluss darauf gehabt, dass sich die Wage zur Fireblood neigte.

Und das war wohl auch richtig so. Zwar gab’s auch viele Phasen, in denen ich andere Ruten gefischt habe. Aber im Verlauf der Competition kamen 8 von 11 Fischen auf die 80-Gramm-Rute. Darunter waren auch einige Fische auf volle Wurfdistanz. Nicht dass ich da mit der Expride nicht hingekommen wäre. Die ist ein Wurfmonster. Aber ob ich damit auch so gut wie jeden Biss verwandelt hätte?

Einen Biss weniger verwandelt – und nix wäre es gewesen.


Fazit:
Mit der fast 30 cm längeren Fireblood konnte 8 von 10 Bissen verwandeln. Ein Fehlbiss. Ein Aussteiger, an dem evtl. ein lascher Anhieb schuld war (ab und an hat man aber halt auch mal einen Aussteiger). Rutenwahltechnisch habe ich also alles richtig gemacht. Nur über die Behandlung meiner neuen 2,40er in Feuerrot muss ich mir Gedanken machen. In dieses Abflussrohr werden künftig nicht mehr als 10 Ruten gepresst. Den „Platz“ nutze ich für eine Schicht aus Luftkissen-Folie.

Schönen Sonntag bzw. einen guten Start in die neue Woche!

Johannes

PS: Ach ja. Die Überschrift muss noch ergänzt werden: … der einen Kumpel dabei hat, der einem eine Fireblood ausleiht, wenn’s drauf ankommt.

PSS: Das Video könnt ihr euch mal reinziehen. Gut gemacht!

Next Level Zanderkombo: Shimano Technium +Ultegra + Kairiki

Ein stets präsentes, immer aktuelles, ständig hinterfragtes und hoch interessantes Thema: eine gut abgestimmte Zanderkombo für das Gummifischangeln.

Dazu stelle ich euch heute die aktuell von mir genutzte Kombo für das leichte jiggen auf Zander vor. Bestehend aus der Shimano Technium STEC710MH -2,39m / 10-35gr Wurfgewicht, einer Shimano Ultegra 4000 XG FB und diese bespult mit Shimano Kairiki 0,15mm in hellgrün.

Die Technium Rute ist erwartungsgemäß mit feinsten Komponenten ausgestattet.

 

Insgesamt sind es 8 Fuji Alconite K-Type Schnurlaufringe nebst einem Fuji Rollenhalter.

 

Fürs Handling immer wichtig: eine sauber verarbeitete Hakenöse.

 

Die Shimano Technium STEC710MH ist ein absolutes Leichtgewicht. Mit ihren 239cm Länge bringt sie gerade mal 135gr auf die Waage. Dies macht sie für Leute interessant, bei denen ein Angeltrip schon mal über den Tag andauert und ermüdungsfreies Angeln ein Thema darstellt.

 

Der XT200 Carbone Blank verfügt über eine super schnelle Spitzenaktion. Er lädt sich im Wurf enorm auf und damit lassen sich Gummis bis 13cm und Bleiköpfe bis 14gr spielend auf beachtliche Weiten befördern.

 

Die Bisserkennung kommt stets exakt im Handgelenk an. Gepaart mit dem schnellen Rutenblank ist die Fehlbissrate, gerade im Hinblick auf das harte Zandermaul, relativ gering.

 

Zu einer tollen Rute gehört für mich auch immer eine Rolle, welche mit ihren Dimensionen und Eigenschaften gut dazu passt. In dem Fall fiel meine Wahl auf die Shimano Ultegra 4000 XG FB (XG= Extra High Gear).

 

Sie vereint eine große Zahl an Features in sich: satte 11Kg Bremskraft , 4 – A-RB Kugellager, einschraubbare Einzelkurbel, eine wasserfeste Bremse, X-Ship-Getriebe für besondere Laufruhe und Kraftübertragung.

Das G-Free-Gehäuse für besser Balance. Das Aerp Wrap dient einer perfekten Schnurverlegung und dies auch bei ultra feinen Schnüren. Was will man mehr? Die Rolle ist in ihrem Segment eine echte „Sahneschitte“. Alleine das Bild der Schnurverlegung spricht Bände.

 Apropos Schnur. Zum erfolgreichen angeln ist eine verlässliche und angepasste Schnur unverzichtbar. Zur Zeit kommt nur eine in die Tüte (ähm auf die Spule) und zwar die Shimano Kairiki. Zum leichten Zanderangeln ist es die Variante mit 0,15mm Durchmesser, 9kg Tragkraft in der Farbe hellgrün.

 

Die Kairiki ist genau das was eine echte 8fach geflochtene High Performance Schnur ausmacht. Sie verfügt über eine hohe Tragkraft gemessen am geringen Durchmesser, ist schön geschmeidig und sehr abriebfest. Die Farben sind gut sichtbar in verschiedenen Lichverhältnissen. Kairiki – Mysterios Power.

Wer auf der Suche nach einer Kombo für das leichte Jiggen auf Zander ist, sollte sich die Technium + Ultegra + Kairiki – Variante mal genauer ansehen.

Meine Empfehlung hat sie.

Viel Spass am Wasser

Euer Eric

360GT – The WPC-Winning Lure!

Bei der WPC kams ja auf jeden Fisch an. Besonders aber auf den letzten. Mit allen anderen Fischen haben wir uns in Position gebracht. Aber ohne den 44er Barsch hier. Also genau den auf dem Bild…

… hätten wir gar nix erreicht, wären vielleicht nicht mal auf Siegertreppchen gekommen.

Das Üben im Mai und Juni hat sich voll ausgezahlt. Ich habe mir daheim Vertrauen angeangelt. Mit kleinen Fischen, ok. Aber wenn die Fische bei uns an der Spree einen Köder gut finden, dann funzt der auch in Gewässern mit besseren Beständen.

Warum ich den 360GT so mag?

  • Rasselkopf
  • Flanken
  • heftige Schwanzausschläge
  • einfache Führung

Ich habe das Ding in den letzen beiden entscheidenden Stunden gefischt, erst eine Zanderbombe draufgehabt, die sich dann kurz vorm Boot abgeschüttelt hat. Und dann kam der Barsch. Methode: Driftfischen. Auswerfen. Durchkurbeln. Anschlagen, wenn es zuckt.

Farbcode LC (Lime Chartreuse). Ihr seht ja das Wetter, die Wellen und evtl. die Wassertrübung auf dem Bild oben. Deshalb der Schocker.

I love it!

Johannes