Abgezockt…

Hallo Leute,

Warum ist der Barsch mein Lieblingsfisch? Es gibt dafür einige Gründe, aber der wichtigste für mich ist ganz sicher die Vielseitigkeit der Methoden, mit der ich ihn beangeln kann.

Die im folgenden beschriebene Methode wird besonders Barschanglern der grossen Seen geläufig sein: die Angelei mit Zockern und Pilkern.

Schon seit einiger Zeit werde ich grundsätzlich aufmerksam, wenn ich im Katalog in der Abteilung Storm den Namen Gomoku lese. Konzeptköder mit diesem Namen brachten mir schon viele interessante Angeltage. Im 2017er Katalog gibt es ein erweitertes Programm der Pilker-und Speedjig Serien Gomoku Koika, Slow Rocker, Super und Micro. All diese Metallköder sind in Gewichten bis 250g in erster Line zum Meeresangeln gemacht und sind mit einem Assist Hook ausgestattet.

Zum Barschangeln zweckentfremden lassen sich vorzüglich die leichten Modelle von Koika und Super in 15, 20 und 30g und Micro in 8, 12 , 20 und 30g.

Der Gomoku Koika ist breit und fällt flatternd im Sinkflug etwas lansamer als der…

… Gomoku Micro! Die der Farbe Blue Fusilier ist ein echter Barsch-Magnet…

…und das ist der Gomoku Super für extrem weite Würfe und sehr schnelles Absinken…

Was unterscheidet diese Köder von herkömmlichen Zockern und Pilkern? Ihre Form! Koika und Micro sind asymmetrisch, das heißt: die eine Seite ist rund, die andere winklig geformt. Die runde Seite ist die schwerere. Dadurch legen sich Koika und Micro in der Sinkphase horizontal und flattern verführerisch. Der Super ist dagegen symmetrisch winklig geformt und am Kopf schwerer. Er sinkt also sehr schnell mit dem Kopf voran.

Wann setze ich diese Köder ein? Vor allem in sehr aggressiven Beissphasen im Sommer und Herbst, z.B. bei Barschjagden mit Möwenbeteiligung. Ein Riesenvorteil ist es, diese Metall-Raketen extrem weit werfen zu können. Zum Beispiel, wenn die Barsche inmitten einer weit entfernten Fahrrinne rauben. Besonders interessant finde ich an den Ködern den sogenannten Assist-Hook. Schon oft hatte ich das Gefühl, daß die Barsche den roten Faden am Kopf des Köder besonders aggressiv attackiert haben.

In den Bildern seht ihr den 20g Gomoku Micro im Einsatz mit dem Assist Hook, sozusagen „to go“, weitere Varitionen im nächsten Beitrag…

Viele Grüße von Jochen Dieckmann

Tolle Partner zum Barsch-Speed-Jiggen: Dialuna, Stradic und Kariki

voll auf den Assist!

die Farbe Blue Fusilier ist UV-wirksam!

 

Hagane läuft!

Hallo Leute,

gestern abend beim Streetfishing an der Spree dämmerte es schon, aber mir ging ein Licht auf!

Ich fischte ultraleicht auf Barsche, dabei fiel mir auf, wie gut meine Stradic FK 1000 auch nach zwei Jahren noch läuft. Ich habe sogar das Gefühl, sie läuft immer besser!

Und ich habe sie nicht geschont…

Im Rückblick muss ich zugeben: Ich war zunächst durchaus skeptisch, die Rolle hat nicht mehr den Öl-Port zum selbst nachfüllen, das fand ich bei den Rollen aus der Vor-Hagane-Zeit gleichermaßen beruhigend wie auch praktisch. Die mit Hagane-Getriebe ausgestatteten Rollen sind schlicht und ergreifend wartungsfrei. Ich denke nach 2 Jahren hartem Dauereinsatz kann ich sagen: Hagane läuft!

Auch gleich geht`s wieder zum Fahrrad-Streetfishing mit der Stradic- Diaflash Kombo, wahrscheinlich gibt`s ein nur paar mittlere Barsche, aber wer weiß…

Für Euch habe ich aber vorher noch ein paar Bilder von einer wirklich empfehlenswerten Rolle, die mich jedesmal wieder nicht nur technisch, sondern auch optisch erfreut.

Viele Grüße von Jochen Dieckmann

 

Storm Gomoku Flutter Slim

Hallo Besucherinnen und Besucher,

Johannes hat gerade einige Rapala- und Storm Neuerungen für das Jahr 2018 vorgestellt. Als bekennender Fan der mittlerweile sehr umfangreichen Storm Gomoku Serie habe ich mich sehr über die Erweiterung des Flutter Slim um das etwas größere 7,5 Gramm-Modell gefreut. Mit dem schon im letzten Jahr erschienenen 2 Gramm-Modell konnte ich in 2017 schon einige tolle Barschfänge machen.

Hier das Bild aus Johannes´Eintrag vor ein paar Tagen inklusive seiner Bildunterschrift:

Ja. Das könnte auf jeden Fall was sein für den Barsch und den Rapfen. Langstrecken-Stick. Sinkend. Flatternd. Zuckend. Barschimitierend. Mögen die sicher.

Das kleine Modell ist 4,5 cm lang und fliegt für seine 2g sehr gut, vorausgesetzt, Ihr verwendet ein dementsprechende Finesse-Rute mit geringem Wurfgewicht. Meine Ruten waren entweder die Expride UL (2-7g) oder die neulich von mir vorgestellte Cardiff AX (0,7-6g)

Das Ding läßt sich sehr variantenreich führen:

  • langsam eingekurbelt wedelt er sehr lebendig mit dem Hinterteil („Tail-Kicking Action“)
  • während eines Spinstops flattert er sehr kultig im Absinken
  • getwitcht bricht er stark aus („Darting Action“)

Ich verpasse Ködern dieser Art sehr gerne hinten einen Einzelhaken, oder rüste gar komplett auf Einzelhaken um. So gibt es weniger Doppelhakungen im Drill.

Auf das neue größere Modell bin ich echt gespannt und schließe mit einem auf Flutter Slim gefangenen Sommerbarsch. Ist doch gefühlt noch gar nicht lange her…

Euer Jochen

Ultra-leicht Granate Cardiff AX!

Hallo Besucherinnen und Besucher,

Die ultra leichte Spinnangelei hat mich mittlerweile völlig in ihren Bann gezogen. Immer öfter nutze ich die Chance, mit superleichten Miniködern verschiedenster Art ein paar Bonus-Fische zu fangen.

Die im vorigen Jahr erschienene Cardiff AX ist ein weiteres von mir sehr geschätztes Gerät aus dem sogennannten UL-Bereich. Sie steht auch im aktuellen Katalog für 2018.

Mit dieser Rute habe ich dann wirklich eine echte Ultraleicht-Rute in der Hand. Mein Modell hat ein Wurfgewicht von 0,7 bis 6g, bei der Länge von 1,98m. Es gibt zwei weitere Modelle: 1,88m, WG ebenfalls 0,7 bis 6g und nochmal 1,98m mit dem WG von 0,5 bis 4,5g. Ein irres Teil, das könnt Ihr mir glauben! Die von mir getestete Rute wiegt gerade mal 73g und hat eine gemäßigt progressive Aktion mit deutlichem Hang zur Parabolik. Alle Modelle sind 2-teilig und edel verarbeitet.

Dieser Aufbau macht die Cardiff zunächst mal zu einer idealen Forellenrute am Teich oder am Bach, denn sie wirft kleine Spoons, Miniwobbler oder winzige Spinner unglaublich weit und genau. Da ich sie erst nach meiner Frühjahrs-Forellen Saison bekam, habe ich sie im Sommer auf Barsch eingesetzt. Superklasse fischt sie sich mit einfach eingekurbelten Mini Zikaden. Dabei ist man vor Überraschungen nicht sicher, einmal schnappte sich ein großes Rotauge das nur 3g leichte Eisen….

Besonders begeistert bin ich immer wieder vom der Griffgestaltung, der kurze Korkuntergriff läßt sich im Wurf einfach unglaublich gut halten, macht jeden Wurf zum Genuß und katapltiert fast schwereloses Zeug wirklich richtig weit raus.

Das geteilte Handteil ist auch insgesamt aus Kork, der Rollenhalter aus Ci4+ Material gerfertigt.

Der schlanke Blank macht das Angeln zum Genuss, trotzdem steckt ein Menge Kraft in dem Rütchen.Wenn mal ein Hecht anbeißt, bekommt man richtig Spaß, die parabolische Aktion hat etwas Klassisches!

Kein Problem-Fisch gelandet- da muss ich auch vor großen Forellen keine Angst haben- im Gegenteil darauf freue ich mich schon!

Richtig gut lassen sich auch kleine Oberflächen-Stickbaits mit der Rute werfen und führen, besonders gefährlich für schöne Sommerbarsche.

Ein weiteres Einsatzgebiet waren Krautfelder, die ich oft nur mit ihrem Eigen-Gewicht oder ganz leichten Jigköpfen mit Wacky-Würmern und Gummikrebsen mit der Cardiff beangelte. Zielgenaue Würfe in Krautlücken gingen einfach super – und die Barsche mochten es.

Ich hoffe, ich konnte Euch ein wenig Appetit machen auf diese tolle Rute. Wie sich wohl die erste Forelle damit anfühlt?

Viele Grüße von Jochen Dieckmann

 

Expride-Fehler im aktuellen Blinker

Vor ca. einem Jahr habe ich für den Blinker einen Report über das perfekte Barschgerät verfasst, in dem ich mehrere Kombos für die verschiedenen Disziplinen beschrieben habe. Da wundert es dann, wahrscheinlich schon ein bisschen wenn ich den barschaffinen Lesern in der Oktober-Ausgabe eine Rute für alle Fälle vorstelle.

Diese ist keine ausgemachte Langstreckenwaffe. Sie ist nicht geeignet für schwere Spinnerbaits und dicke Crankbaits würde ich auch nicht zumuten wollen. Aber sie ist viel mehr als ein Kompromiss. Sie heißt im Bericht Expride 266 L und hat ein Wurfgewicht von 4 bis 12 Gramm.

Oh NEIN! Ausgerechnet mir passiert so ein Mist. Ich geh mit den Dingern schlafen und fische sie so oft. Und dann das. Es handelt sich natürlich um die 265 ML2, die 2015 noch eine 268 ML2 war und in der Weiterenticklung kürzer geworden ist.

Sie ist zweiteilig und 6 Fuß und 5 Inch lang (1,96 m). Der Blank ist schnell und straff, geht aber super mit im Drill. Obwohl sie in der ML-Klasse spielt (ML = Medium Light), hat sie mächtig Power und viele Reserve für große Gegner. Beim Einfischen konnte ich ihre Vorgängerin  Großfischtauglichkeit gleich an einem 1,10 m langen Hecht austesten.

Fette Galosche auf 10 cm No-Action-Shad. Das war ein spannender Drill an der Expride 265 ML2.

Test bestanden. Wenig später kamen dann die ersten Barsche. Auch meinen bisher größten Barsch habe ich mit dieser Rute gefangen. Einen 52er am Volkerak in Holland.

Endbarsch. Der ist nicht nur lang gewesen, sondern auch wirklich superschön.

Kein Wunder also, dass ich dieser Rute verfallen bin. Das wird jedem Angler genauso gehen, der den Stecken in die Hand nimmt und die ersten Fische damit fängt. Die etwas kürzere neue Version (fische ich inzwischen auch) ist fast noch einen Tick straffer.

Warum ich diese Rute empfehle? Der schnelle Blank prädestiniert sie zum Twitchen und Jiggen gleichermaßen. Mit einer Länge von knapp unter 2 m weist sie einen kurzen Hebel auf, der sich gut macht, wenn man den Köder minutiös bearbeiten will. Das mache ich beim Angeln mit dem Texas-Rig, ShakyHeads oder beim Dropshotten – Methoden also, wo man filigrane Köder oft möglichst lange am Spot halten will und nur mit minimalen Bewegungen aus dem Handgelenk animiert. Auch für kleine dickbauchige Wobbler und kleine Jig-Spinner (bis 10 Gramm) eignet sich die Rute ganz hervorragend. Auch Spinner der Größen 1 bis 3 lassen sich weit werfen und der Einzugswiderstand eines 3ers ist nicht zu viel. Überhaupt muss man sagen, dass das Wurfgewicht eher defensiv angegeben ist. Als Teamangler ist es eine meiner Aufgaben, die Grenzen des Geräts auszuloten. Das habe ich ausgiebig getan und auch mal mit 18-Gramm-Jigs losgeballert. Auch da hat sie nicht herumgezickt. Ideal ist es sicher nicht, aber wenn man einigermaßen flüssig wirft, kann man schon mal ein paar Gramm mehr schleudern, als auf dem Blank geschrieben steht.

Da sieht man evtl. den fetten Jig, wenn man ganz nah rangeht.

Ich hoffe, dass das möglichst viele Blinker-Leser lesen – oder dass sie nach dem Wurfgewicht gehen und nicht nach der Typenbezeichnung.

Mist! Schönes Wochenende euch.

Johannes

Erwarte das Erhoffte!

Zugegeben. Die Überschrift klingt nach einem Schlau-Schlau-Spruch von irgendeinem dahergelaufenen Wald-und-Wiesen-Esotheriker. Den sollte man aber als Angler immer beherzigen!

Wenn man sich den eher kleineren Raubfischen widmet, sind in der Regel die einzelnen Komponenten der Ausrüstung zwar angemessen auf den Zielfischschwach aber nicht auf einen kapitalen Fisch ausgerichtet. Der kann aber immer kommen. Ich lege daher immer sehr viel Wert auf eine zuverlässige Rolle, deren Bremse sehr fein und gleichmässig Schnur freigibt. Gerade wenn ein großer Räuber den Köder genommen hat, muß die Bremse mit urplötzlichen Fluchten klar kommen. (Hechte geben vor dem Boot oft nocheinmal Gas – auch wenn sie schon geschlagen schienen.)
Gibt die Rolle nur ruckartig oder wiederwillig Schnur frei, wird man den Fisch wahrscheinlich verlieren oder – noch schlimmer – abreissen.

Und so sind wir schon bei einer weiteren wichtigen Komponente, der Schnur. Niemand angelt gezielt auf z.B. Barsch mit einer 0,30 mm Geflochtener. Schnurdurchmesser um 0,10 mm oder noch dünner sind da eher die Regel. Deshalb ist es wichtig bei besonders dünnen Schnurdurchmessern besonders viel Wert auf Qualität zu legen.

Natürlich darf sollte man die anderen Kleinteile wie Haken, Einhänger und Vorfächer auch nicht ausser Acht lassen, aber für mich sind eben zuerst die Rolle und die Schnur am wichtigsten.

Deshalb: Shimano Rollen+ Shimano Kairiki. Dann klappt’s beim Barschangeln auch mit den dicken Hechten.

Mit Swimbaits auf schwedische Barsche

Hallo Besucherinnen und Besucher,

das war eigentlich ganz anders geplant. Mit Johannes Lohmöller, meinem Osnabrücker Freund habe ich an einem der besten Zandergewässer Schwedens den Urlaub verbracht. Da sowohl in Johannes` als auch in meinen Hausgewässern das Zanderangeln immer schwieriger wird, freuten wir uns auf krasse Zanderinfernos mit sowohl vielen als auch großen Zandern…

Wir fragten uns, ob es überhaupt notwendig sein würde, Barschgerät mit zunehmen, aber zum Glück entschieden wir uns dafür. Denn die Zander wollten so gut wie gar nicht beißen in dieser Phase, einheimische Angler berichteten uns, das das typisch wäre für dieses Gewässer in der Zeit von Mitte Juli bis Anfang August. Na klasse!

Wir haben die Flinte nicht ins Korn geschmissen, das könnt ihr uns glauben. Wir waren uns sicher, die Zander an verschiedenen Stellen gefunden zu haben, aber es gab meist nur zaghafte Bisse, wir fingen einfach zu wenig für den Aufwand, den wir dafür betreiben mussten.

Also entschieden wir uns, für die Barschangelei, auch wenn uns über die vorhandenen Größen und Bestände nicht viel bekannt war. Bzw. auch hier waren die Infos von gewässererfahrenen Anglern nicht gerade ermutigend.

Als wir Möwen in Brutfischschwärme hineinstoßen sahen, steigerte sich unsere Hoffnung und tatsächlich, wir fingen viele Barsche! Allerdings ließen die Durchschnittsgrößen durchaus zu wünschen übrig, aber die Frequenz war oft wahrlich phänomenal! Balsam auf Anglerseele…

Aber wo waren die großen Barsche? Wir fanden sie rund um Krautfelder und Steingruppen im Flachwasser, dort lauerten sie mehr oder weniger stationär nicht nur auf winzige Brutfische sondern auch auf etwas größere Weißfische und Artgenossen. Da waren dann Swimbaits in etwa 10cm Größe die richtige Wahl.

Ich benutzte vorwiegend Storm Gummis wie den 360° Shad, den Joker Shad oder den Makan Minnow in gedeckten Farben mit Bleiköpfen zwischen 7 und 12 Gramm. Ganz wichtig war dabei ein feines Stahlvorfach, denn Hechte waren allgegenwärtig!

Hier bekam Johannes einen Hechtbiss auf den eingekurbelten Swimbait. Drillspass pur am relativ leichten Gerät….

Insgesamt war diese Angelei sehr abenteuerlich und aufregend, wir mussten uns bei oft sehr starkem Wind im absoluten Flachwasser sehr vorsichtig mit dem Boot bewegen, es gab außer uns kaum jemand, der das gemacht hat.

Allerdings ist Johannes Mercury mit einem Schraubenschutz ausgerüstet, das gab uns ein wenig Sicherheit. Mit mittelschwerem Gerät wie der Fireblood mit 14 -42g Wurfgewicht war es echt eine wilde Jagd mit einer extrem harten und risikoreichen Köderführung: entweder Hänger oder Biss!

Und an diesen Spots gab es dann wirklich schöne starke und aggressive Barsche!

Im Nachhinein alles gut! Man muss die Situationen eben nehmen wie sie sind. Wir haben uns oft gesagt: Ein Glück sind wir Barschangler!

Ganz liebe Grüße an dieser Stelle an meinen Freund Johannes, es war super mit Dir!

An Euch alle viele Grüße, ich glaube, es gibt noch die ein oder andere Schwedenstory…

Euer Jochen Dieckmann

 

Überraschung beim UL-Jiggen

Liebe Besucherinnen und Besucher,

ich bin mir sicher, einige von Euch haben schon ähnliche Erfahrungen gemacht. Als Barschangler hoffe auch ich immer auf den großen Fang eines kapitalen Stachelritters. Vor zwei Wochen hatte ich an einem Plateau-Rand einen Barschschwarm ausgemacht. Dort fing ich mit jedem Wurf einen kleinen Barsch und dachte gerade darüber nach, den Platz zu wechseln. „Komm, noch 3 Würfe“, schon beim nächsten ein ganz kurzer trockener Biss, Anschlag, großer Wiederstand! Richtig Gewicht! Bestimmt ein grosser Brassen….aber diese Kopfstöße….der Fisch kommt hoch….der größte Barsch, den ich im Wannsee jemals gesehen habe….oh weia, ganz knapp gehakt! Ich verliere den Fisch, beim Keschern, er war zwischen 45 und 50cm, mindestens!

So traurig, diese Erfahrung war, seit dem bin ich sehr motiviert auch an Stellen mit vielen kleinen Barschen. Der „Koffer“ kann immer dazwischen sein!

Über diesen Fisch habe ich schon berichtet, auch der kam inmitten vieler Kleinbarsche.

Szenenwechsel. Gestern abend: ich jiggte mit der Expride UL Spinnrute mit einer Krebsimitation am 5g Jigkopf. Bisse von Barschen im Mittelwasser:

Ob es hier auch einzelne Große gab? Aber ja: Biss am Grund, wieder richtig Gewicht, aber doch deutlich weniger Gegenwehr, keine Kopfstöße.

Diesmal war es wirklich ein Brassen, der sich den Minikrebs hat schmecken lassen. Was soll´s, die Spannung bleibt trotzdem…

Wenn ich ein paar Brassen von dieser Größe beim internationalen Freunschaftshegefischen der ILA heute nachmittag am Kanal mit der Matchrute fangen könnte, wäre ich sehr froh! (Petrus, bitte!)

Für Euch bleibt immerhin in Bildern eine Aktionsstudie der genialen Expride UL, wahrhaft ein irres Rütchen!

Ein schönes Wochenende wünscht Jochen Dieckmann

Stachelritter-Cup beim Team Bodden-Angeln

Jedes Jahr veranstaltet das Team Boddenangeln mit Unterstützung von Shimano in der letzten Augustwoche den Stachelritter-Cup. Die Veranstaltung geht über 3 Tage. Die 18 Teilnehmer werden auf 6 Boote aufgeteilt, auf denen jeweils ein Kapitän steht. 5 Kapitäne sind ein Guide vom Team Bodden-Angeln. Ein Mietboot fahre ich. Und auch wenn ich nicht über die Platzkenntnis wie die Bodden-Angler verfüge, lassen sich die Menschen ganz gern von mir über den Bodden kutschieren. Die Barschfreunde müssen eigentlich gar nichts mitbringen – außer Stahlvorfächern und Fluorocarbon, weil Shimano immer ein großzügiges Köderpaket stellt, das Mathias Fuhrmann und ich „mit viel Liebe“ konfektioniere und jedes Boot mit Ruten und Rollen ausstatten.

Das diesjährige Starterpaket – eine Mischung aus Hard- und Softbaits plus Flitz-Jigs.

Auch diese wählen wir mit Bedacht aus. Es handelt sich um Barschgerät, mit dem man aber eben auch einen Hecht drillen können muss. Letztere Eigenschaft ist nicht ganz unwichtig. Denn Hechte gibt’s immer reichlich als Beifang. So auch in diesem Jahr. Da hatten die Techniums und Nascis ganz schön was zu tun.

Heiko mit einem Hecht auf den Starterpaket-Kombo aus Flitzjig und SoRun-Gummi (STORM).

Was Heiko kann, kann Timo auch. Wieder ein schöner Hecht auf den Set-GuFi.

Sandro hat hechttechnisch voll zugeschlagen.

Hechtmagnet Matze – wo der aufschlägt, gibt’s Zahnschmerzen.

Markus mit schönem Hecht bei Ententeich. das muss am Samstagmorgen gewesen sein.

Der Zielfisch ist aber nun einmal der Barsch. Von denen wurden wir an manchen Spots teilweise überrannt. Schöne Durchschnittsgrößen.

Waldemar lag die Besatzung am Samstag zu Füßen. Keiner fängt die Barsche schneller als er. Sein Rekord: 21 Würfe – 21 Barsche. Muss man erst mal nachmachen…

Prächtige Barsche, hinter denen man sich einigermaßen gut verstecken kann.

Barsch am STORM-Flitz-Jig mit Spike-Tail.

Sandro kann nicht nur Hecht, sondern auch 40er-Barsch!

Und zwar gleich zweimal.

Augsburg kann auch Barsch…

… und zwar bei Wind und spiegelglatter See.

Sonne im Gesicht. Prachtbarsch in der Hand. So muss es sein beim Stachelritter-Cup.

Jörg mit Sturmbarsch. War echt ganz schön windig größtenteils.

Der Vaddi hat auch mitgemacht. Die großen Fische haben diesmal aber die anderen erwischt. Es sei ihnen gegönnt.

Die besten Fische waren 47 und 46 Zentimeter lang.

War das der 47er von Timo? Den 46er von Sebastian hab ich nicht auf Bild. So viele Boote udn Fotografen – da geht schon mal das eine oder andere Bild unter…

Ihr seht schon – es hat gebissen, dass es kracht. davon zeugen auch diese Bilder hier:

Alex und Lars mit Doppelbarsch.

Matze und Sebastian mit besserem Doppelbarsch.

Karlheinz und Hecht-Matze mit Barschhecht.

Wir (Matze Fuhrmann, das Team Bodden-Angeln, Shimano und ich) bedanken uns bei allen Teilnehmern…

… und freuen uns schon auf den Stachelrittercup 2018!

Johannes

Spike Tail all over

Hallo Besucherinnen und Besucher,

der Sommer ist fast zu Ende, Hochsaison für Barschangler! Barsche findet man jetzt überall: im tiefen Wasser, im Mittelwasser, im Kraut, einfach überall wo sich die gestreiften Räuber nochmal richtig vollfressen, bevor sie mit dem Laichansatz beginnen.

Für mich hat sich in dieser Saison ein klarer Köderfavorit ergeben: der So Run Spike Tail Minnow von Storm in der Größe 3″ ( 7,5cm). Es handelt sich um einen sogenannten „Pin Tail“ oder auch „No Action Shad“. Besonderheiten bei diesem Köder: eine Afterflosse im Kiel stabilisiert seinen Lauf, naturgetreue Optik/Farben, wiederstandsfähige Gummi-Mischung! Meistens benutze ich ihn als Dropshot-Köder „nose-hooked“, wie auf dem Foto, aber er lässt sich ebenso als Jig für Bleiköpfe oder alle Arten von Offset- Montagen hervorragend verwenden, denn er ist geschlitzt.In den vergangenen Tagen fing ich den Großteil meiner Barsche auf den Spike Tail und bin schon sehr neugierig, wie es nachher beisst, wenn ich wieder auf dem Boot bin….

Apropos, ich muss jetzt echt los! Viele Grüße, Jochen Dieckmann