Zodias BFS B(arsch) Tube Wacky Casting

Hallo Leute,

in meinem letzten Blog hatte ich Euch ja schon die sehr amüsante Angelei auf Barsche im speziellen Wacky-Style geschrieben.

Die “loaded Tubes” werden mit einem Einzelhaken etwa 2-3mm vor dem Fransenrand mittig aufgezogen.

Diese äußerst simple Montage entfaltet im Wasser ein spektakuläres Köderspiel, welches die Barsche wahrscheinlich an einen panisch ruckartig flüchtenden Krebs erinnert. Auch die Köderführung habe ich schon im letzten Beitrag beschrieben.

Für diesen Beitrag war meine absolute Wacky- Favoritenrute am Start: das BFS-Casting Modell aus der beliebten Shimano Zodias Serie. Das Modell hat genau wie das Schwester-Spinning Modell 3-12g Wurfgewicht. Sie ist allerdings einteilig und hat dementsprechend eine noch feinfühligere Aktion, die extrem Spaß macht. Die gute “alte” Chronarch Ci4+ Baitcastrolle ist ein Super-Partner, weil absolut finessetauglich. Mindestens genauso gut, wahrscheinlich noch genialer passt zu diesem Angelstil die brandneue Shimano Aldebaran BFS XG. Diese Rolle ist genau für die ultraleichte Cast-Angelei konzipiert und nochmals, u.a. in ihrem Bremseinstellungssystem, verbessert worden. BFS ist übrigens die Abkürzung für Baitcast-Finesse. Krasses Teil, ich bin extrem gespannt auf B(arsch) Wacky damit, um mal ein wenig in die Zukunft zu schauen.

Viele Grüße von Jochen Dieckmann

Und jetzt wie immer ein paar Bilder:

Zodias BFS B(Arsch) Creature-Wacky

Hallo Besucherinnen und Besucher,

die Finesse-Methoden sind mittlerweile in der Barschangler-Szene fest etabliert. Viele Barschangler lieben ihr Hobby für die Vielfalt an Angelsituationen und Ausprobiermöglichkeiten. Da Barsche im Jahresverlauf doch recht unterschiedliche Verhaltensweisen zeigen, ist man gut beraten, wenn man sich auf die entsprechende Situation passend einstellen kann. Selbstredend sind die Variationsmöglichkeiten, die uns schon durch den Fachhandel geboten werden, schier unendlich. Darüberhinaus habe ich als Angler zusätzlich die Möglichkeit, Köder alternativ einzusetzen oder zu modifizieren.

Eine Finesse-Methode, die vielen Anglern offenbar noch gar nicht so geläufig ist, ist sogennante Wacky-Methode. Dabei wird ein Gummiköder entweder ganz unbeschwert, oder mit angehängten Gewichten oder Nägeln gespickt, mittig auf den Haken gesteckt. So erhält man einen Gummi-Köder, der sehr langsam absinkt und durch eine gezupfte Köderführung sehr stark seitlich ausbricht. Genau wie ein verletztes sterbendes Fischchen also.

In diesem Beitrag geht es, wie schon gesagt, um die Verwendung von sogenannten Creatures, das sind krebs- /wurm- und /oder insektenartige Gummitiere, von denen es unendlich viele im Handel gibt. Diese beschwere ich mit Tungsten-Nägeln zwischen 1 und 5g, die am Kopfenende in die Köder komplett hinein gedrückt werden. Ansonsten brauche ich lediglich noch einen scharfen Wide-Gap (Dropshot- Haken, der einfach (ohne Einhänger) an das Ende des Fluorocarbonvorfachs gebunden wird. Ein derart schlichte Montage, stößt oft mindestens auf große Verwunderung bei Angelkollegen, das ist mittlerweile ein Erfahrungswert!

Meine Modifikation zum B (Arsch)-Wacky besteht lediglich darin, daß der Köder nicht mittig, sondern ganz am Ende, also am A…. auf den Haken gesteckt wird. Ok, meist lasse ich das B am Anfang weg, bitte verzeiht mir meine Liederlichkeit….

Die Veränderung von Haken mittig auf Haken hinten hat einen enormen Einfluss auf den Köderlauf und die Wurfweite. Trotz des extrem geringen Gewichtes fliegen die Köder wie ein Dart unverhältnismäßig gut. Den optimale Köderlauf erhält man, in dem man mit nach unten zeigender Rute twitcht, sehr ähnlich der Köderführung für schwebende (Suspender-) Wobbler. Der Köder läuft so gegen den Wasserdruck ruckartig nach oben, dabei werden Tentakeln, Fransen oder Pintails nach unten geknickt. In der sehr verzögerten Absinkphase streckt sich der Köder wieder und gleitet dabei meistens leicht nach vorn, also von uns weg. Auf dem Grund angekommen, kippt die tungsten- kopflastige Kreatur ganz langsam auf die Seite. Sowohl Absink- als auch Grundsteh-Phase sind die attraktiven Momente!

Nach Biss und erfolgreichreichem Anschlag und Drill wird der simple aufgezogene Gummi oft auf das Vorfach geschoben, egal, einfach wieder auf den Haken schieben und weiter gehts…

Die Bisse auf diese Modifikation sind meist unverhältnismäßig aggressiv, sie scheint unsere getsreiften Räuber sehr zu animieren. Selbstverständlich sind für die leichten Köder sehr leichte Ruten sinnvoll. Man kann sowohl Spinn- als auch Baitcast-Kombos dafür verwenden. Eine dünne gefochtene Schnur (z.B. 0,08mm PowerPro, 0,07 mm Shimano Kariki) ist allerdings Pflicht. Mein Favorit war ganz klar die von mir schon wiederholt gepriesene Zodias BFS Baitcastrute/Chronarch Ci4 Baitcastrolle. Aber auch die hier in den nachfolgenden Bilder gezeigte Zodias-Spinnmodell mit dem gleichen Wurfgewicht 3-12g machte eine Superfigur. Im Herbst konnte ich kaum noch davon lassen, viele schöne Hafenbarsche versüssten mir das Saisonende!

Im nächsten Beitrag zeige ich Euch, wie der B(Arsch Wacky) mit Tubes funktioniert.

Mit freundlichen Grüßen, Jochen Dieckmann

Rapala Snap Rap: Lockvogel unterm Eis.

Balance-Jigs gibt’s wie Sand am Meer. Rapala hat mit den Jiggin Raps einen Klassiker etabliert. Die internationale Eisanglerschaft jedenfalls schätzt den Jiggin Rap als Topköder zum Eisangeln auf Forellen, Yellow Perch, Smallies, Walleyes, Zander, Barsche, Saiblinge usw. Vor ein paar Jahren noch habe ich mir die Teile aus den USA bestellt. Heutzutage bekommt man sie überall dort im Angelladen, wo reelle Chance auf eine Eisangelsaison besteht.

Ich verfüge gern über ein großes Köder-Sortiment und habe schon Tage auf dem Eis erlebt, an denen ich von Köderwechsel zu Köderwechsel besser gefangen habe. (Temporäre Rückschritte durch das Einwechseln eines “Totalausfall-Köders” gab’s natürlich auch.) Und so kann ich sagen, dass ich sie alle schon probiert habe. Von groß bis klein. Von bunt bis naturfarben. Mit goldenem Drilling am extrem langen Schenkel oder mit einem kleinen „Augendrilling“. Wann immer ich an einem Balance-Jig vorbeilaufe, der noch nicht in meiner Kiste schlummert, laufe ich Gefahr, ihn kaufen zu müssen. Ähnliche Phänomene kennt ihr, glaube ich…

Beim Übersetzen des 2016er Rapala-Katalogs bin ich auf den Snap Rap gestoßen. Nachdem ich den englischen Text ins Angeldeutsche übertragen habe, stand da zu lesen:

Die Snap-Technik basiert auf einem scharfen Zupfer mit der Rutenspitze (ähnlich wie beim Anjiggen eines Gummifisches). Durch die schnelle Aufwärtsbewegung der Rute zischt der Snap Rap los wie ein unkontrolliert abgeworfener Dartpfeil und gleitet an schlaffer Schnur wieder zum Grund zurück. Diese Technik kann auch sehr erfolgreich im Freiwasser sein, wenn sich Barsche, Zander, Hechte oder Forellen nicht am Grund aufhalten. Der Snap Rap besticht neben Laufverhalten und Farb-Design durch seine langlebige Konstruktion. Ausgestattet mit Heavy Duty-Haken, um sich auch mit großen Zandern und Hechten zu batteln.

  • Einzigartiges Profil
  • Flügel-Konstruktion für „Gliding Action“ im Fall
  • „Darting Snap Action“ beim Anreißen
  • Schnell sinkend
  • Einzelhaken am Kopf und Schwanz
  • Black Nickel VMC-Drilling am Bauch

Aha. Interessant. Und vertikal angelt ihr Amis den nicht? Ihr steht nicht drauf, dass eure Köder maximal weit ausbrechen, wenn ihr die Fische suchen wollt? Also ich schon! Und so habe ich mir ein paar Snap Raps kommen lassen. Ich wollte die eigentlich im Sommer durchs Freiwasser jiggen (Ami-Style), kam da aber irgendwie nicht dazu. Als es aber am Samstag darum ging, die Eisangelköderbox zu bestücken, war eine meiner letzten Maßnahmen, die Snap Raps rauszukramen und in meine „First Choice-Box“ zu sortieren. Ihr seht, dass da ein paar ganz geile Köder drin liegen.

Der Snap Rap war nicht der erste Köder, den ich vors Stahlvorfach eingeklinkt habe. Nach und nach habe ich sie alle durchprobiert, bis ich beim Goldbarsch-Snap Rap gelandet bin.

Und jetzt? Na klar. Hallo. Ihr seid auf einem Teamangler-Bequatschen-die-Angler-bis-sie-das-Zeug-dann-kaufen-Blog unterwegs. Ist doch logo, dass ausgerechnet der Snap Rap gefangen hat. Von 5 Barschen um 30 Zentimeter kamen tatsächlich 4 auf den Snap Rap und einer auf Mormyschka.

Einen Hecht hab ich auch noch auf das Ding gefangen – bzw. etwas, was mal ein Hecht werden wird.

Könnt ihr jetzt glauben oder nicht. Ich glaube jedenfalls an einen neuen Köder und freue mich schon auf morgen, wenn ich den mit dem Joshi auf die ganz dicken Barsche loslasse.

Bis bald!

Johannes

Digitaltechnik: Die Schnur muss nass sein – und der Finger an der Schnur!

Es ist mir schleierhaft, warum beim Jiggen nicht jeder mit dem Finger an der Schnur fischt.* Ich mache das, seit … Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, seit wann ich das mache. Ich bin auch nicht sicher, wem ich diese Inspiration ursprünglich zu verdanken habe. Waren es die alten Haudegen von Profi Blinker? War es ein anderes Urgestein der Spinnanglerszene? Auf jeden Fall waren es irgendwelche Videos (VHS!), auf denen irgendwer seinen Finger an die Schnur gehalten hat, mit der Folge, dass ich mir diese Technik irgendwann irgendwie angeeignet habe. So weit ich weiß, hat diese Technik komischerweise keinen halbwegs etablierten Namen. Da der Finger in der Biologie digitus heißt nenne ich sie mangels besserer Alternativen hier mal Digitaltechnik.

Mir ist schon klar, dass sehr viele, sehr gute Angler Köderführung und Bisserkennung sehr erfolgreich anderweitig kontrollieren. Die Behauptung ist also nicht, dass man mit der Digitaltechnik besser fängt. Sondern dass sie das Spinnfischen komfortabler, vor allem aber noch viel adrenalinschubreicher macht.

Bei den optischen Techniken (Blick auf die Rutenspitze, Blick auf die Schnur) ist das ziemlich offensichtlich: Man muss dauernd konzentriert irgendwo hinstarren, anstatt dass man – wie bei der Digitaltechnik – entspannt umherschauen kann. Endgültig an ihre Grenzen kommen die optischen Techniken spätestens, wenn das Licht ausgeht: Außer unter künstlicher Beleuchtung lassen sich Schnüre und Rutenspitzen im Dunklen ziemlich schlecht erkennen. Dabei soll der ein oder andere Zander ja auch schon nachts gefangen worden sein.

Bei den anderen taktilen Techniken (Wahrnehmung über die Rute, Finger am Blank), gibt es diese Nachteile zwar nicht. Ich glaube aber, dass sie im Vergleich zur Digitaltechnik weniger zuverlässig, weniger sensibel, weniger präzise sind: Wenn man den Zeigefinger während der Absinkphase an die Schnur hält, spürt man überdeutlich, wenn eine verlorene Laube den vorbeisegelnden Gummifisch schmachtend anhaucht. Dieser Hauch ist, fürchte ich, selbst über den modernsten Blank und das fortschrittlichste Rollenhalterreizübertragungssystem kaum wahrnehmbar.

Vor allem aber kann beim Spinnangeln kein Biss direkter in den Cortex krachen als durch einen Schnurschlag in die Zeigefingerkuppe. Das ist eine Unmittelbarkeit wie beim Fliegenfischen, wenn der Einschlag in die Striphand ballert. Starkstromschläge und der satte Widerstand, der auf den Anhieb folgt – wofür lohnt sich der ganze Angelirrsinn sonst?

Manchmal höre ich, die Digitaltechnik sei schwer zu beherrschen, aber ich glaube das ist ein Irrtum. Ein bisschen Training sollte reichen. Wichtig ist eine eigene Routine zu entwickeln, wie man die Schnur zu fassen bekommt. Ganz gut geht das mit der Oberseite des Zeigefingers: Nach einer beliebigen Zahl von Kurbelumdrehungen die Schnur kurz oberhalb des Schnurlaufröllchens mit dem Zeigefinger (Fingernagelseite) stoppen. Ob fast direkt am Schnurlaufröllchen oder etwas darüber hängt davon ab, ob der Rollensteg zwischen Mittel- und Ringfinger oder zwischen Ring- und kleinem Finger liegt.

Dann umgreifen, indem man die Schnur mit der Fingerkuppe (Fingerabdruckseite) einfängt.

Das alles geht nur in der Position, in der das Schnurlaufröllchen dem Blank am nächsten ist, wenn es sich auf seiner Umlaufbahn um die Rollenspule also gerade zwischen Spule und Rutengriff befindet. An ihre Grenzen kommt die Digitaltechnik daher bei extrem kurzen Absinkphasen, sei es im ganz flachen Wasser, bei stark überbleiten Ködern oder weil die Laune der Fische solche verlangt. Absolutes Minimum an Schnureinzug ist, dass das Schnurlaufröllchen die Spule einmal komplett umrundet, weil man die Schnur zuvor nicht erneut zu fassen bekommt. Je nach Übersetzung entspricht das weniger als einer viertel Kurbelumdrehung. Da muss das Stoppen, Umgreifen, Loslassen und erneute Stoppen der Schnur dann allerdings so hochfrequent erfolgen, dass man kaum noch nachkommt. In solchen Fällen weicht man daher besser auf eine der anderen Techniken aus. Wobei dann immer wieder festzustellen ist, dass Angeln auch mit diesen ziemlich viel Spaß machen kann …

Tight Lines!

Jan

 

* Um Missverständnisse zu vermeiden: Mit Jiggen ist hier ganz allgemein das Angeln mit kopflastigen Ködern gemeint, bei dem eine kontrollierte Absinkphase eine Rolle spielt; egal, ob die Animation des Köder zwischen den Absinkphasen nun über Rute, Rolle oder beides erfolgt.

Aspire Silk Shock und das Mono-Tele-Experiment

Liebe Besucherinnen und Besucher,

mittlerweile ist Winter! Schön, noch ein paar Erinnerungen an die letzten warmen Tage zu haben. Gefühlt sind sie doch noch gar nicht so lange her…

Im späten Sommer dieses Jahres machte ich noch ein zweites Experiment mit monofiler Schnur. Ich verwendete dafür eine Teleskop Spinnrute (Vengeance Mini Tele) und eine Technium Rolle in der 2500er Größe, gefüllt mit 0,20mm Shimano Aspire Silk Shock Monofilschnur. Mit diesem Gerät fühlte ich mich in ganz alte Zeiten als Jungangler zurück versetzt, als ich mit Spinnern auf Barsche und Forellen angelte.

Doch die Qualität einer modernen Mono-Schnur ist natürlich nicht mehr mit dem vor 35 Jahren verwendeten Material zu vergleichen. Die transparente Aspire-Schnur hat mal wirklich wenig Dehnung und ist unglaublich geschmeidig. Damit ist sie hervorragend zum Spinnangeln geeignet. Die 0,20mm starke Schnur ermöglicht angenehm weite Würfe mit Spinnern, kleinen Blinkern und Wobblern. Da sie vorwiegend für die Angelei auf Friedfische konzipiert ist, gibt es sie in Stärken zwischen 0,08 und 0,25mm. Die von mir genutzte Schnur hat eine Tragkraft von 4,4kg und würde mir damit auch für größere Fische ausreichen. Obwohl diese bei dem Experiment ausblieben, hatte ich viel Spaß beim Befischen der Wannsee-Strände.

Viele Grüße von Jochen Dieckmann

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Brüder im Bauche

Nachdem ich für knapp 2 Tage wegen Brechreiz und Folgen aus dem spanischen Barschrennen war, habe ich beim Wiedereinangeln neben mehreren Schwarmbrüdern und natürlich auch Scharmschwestern (hola Jochen D.) einen Barsch gefangen, dem es vielleicht genauso schlecht war wie mir. Unser gemeinames Thema war jedenfalls “Bauch”. Nach Hühesuppe Hannes-Art und 40 h Ruhe in der abgedunkelten Kammer bin ich allerdings aus dem Thema draußen. Freund Perca muss – hoffentlich lange – noch mit dem kleinen Pigmentfehler da am Ranzen leben.

Kein Photoshop! Pure Natur.

Kein Photoshop! Pure Natur.

El Pigmento nennen sie ihn hier.

Habt ihr schon mal sowas gefangen?

Hasta pronto!

Johannes

Dropshotten mit der Technium Monofilschnur

Hallo Besucherinnen und Besucher,

die meisten modernen Raubfischangler benutzen zum Angeln mit Kunstködern auf Hecht, Barsch und Co. mittlerweile auschließlich geflochtene Schnüre. Auch ich schätze die speziellen Eigenschaften von beispielsweise geflochtenen PowerPro Schnüren sehr. Heute möchte ich aber über eine klassische Monofilschnur schreiben. Die Technium-Mono von Shimano. Im Katalog wird sie vor allem zum Karpfenangeln empfohlen, aber es gibt sie auch in kleineren Durchmessern, wie ich sie zum Spinnangeln bevorzuge.

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Hier ein Überblick über die Schnurstärken und Tragkräfte:

0,16mm/2,60kg, 018mm/3,20kg, 0,20mm/3,80kg, 0,22mm/5,00kg, 0,25mm/6,10kg, 0,28mm/7,50mm, 0,30mm/8,50kg, 0,35mm/11,50kg, 0,40mm/14,00kg

Die Schnur ist dunkelgrau gefärbt, hat einen angenehm geringen Memory-Effekt (kringelt nicht) und läßt sich durch ihre superglatte Ummantelung hervorragend werfen. Für eine Mono hat sie eine verhältnismäßig geringe Dehnung.

Im Frühherbst setzte ich die 0,20mm Technium -Mono anstelle einer sonst von mir dafür genutzten 0,10mm PowerPro zum Dropshotten auf Barsche ein.

Das Rig knüpfte ich aus 0,22mm Aspire Fluorocarbon und verband es über den Verbindungs- (Jochen-)Knoten mit der Technium Hauptschnur. Zu dieser Zeit bissen die Barsche zum Teil sehr aggressiv auf den Köder. Ich versprach mir genau in dieser Situation eine höhere Bissausbeute, denn die im Vergleich zur geflochtenen Schnur deutlich höhere Dehnung der Mono bietet den Barschen natürlich auch einen deutlich geringeren Widerstand beim Biss. Ausserdem bedeutet der größere Durchmesser eine längere Absinkphase des Dropshot Rigs, auch das kann manchmal ein Vorteil sein! Ich war sehr gespannt.

Mein Fazit: dropshotten mit der monofilen Technium funktioniert wunderbar bei aggressiv beissenden Fischen! Die Austeigerqoute im Drill ging aufgrund der Dehnung gen Null. Supersache. Ich hatte jedenfalls viel Spaß bei dieser Angelei. Eben diesen wünsche ich Euch allen und verbleibe mit freundlichen Grüßen,

Jochen Dieckmann

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Mein bester Spree-Barsch-Tag ever!

Ich beschwere mich ja oft über unsere Spree. Klar. Wir haben viel Barsch hier. Und wer sich da richtig reinkniet, fängt auch mal nen Dicken. Es soll sogar Leute geben, die einigermaßen regelmäßig fette Kaliber fangen. Die Regel ist das aber nicht. Da muss man schon fleißig sein und die Bereitschaft mitbringen jeden Steg 10 mal abzuangeln, bis es mal richtig knattert. Aber ich möchte allen Spreeanglern, die sich im Moment gegen die Kleinbarsch-Invasion wehren müssen, Mut machen. Es kann immer der Tag der Tage kommen. Besonders im Herbst.

Ich hatte meinen Super-Barsch-Tag im vorletzten Jahr. Da war ich immer genau zur richtigen Zeit am richtigen Platz und habe da einen dicken Eumel nach dem anderen gefangen. Auf Rubber-Jig. Stilecht an der damals neuen BFS-Kombo.

Es ging erstmal überschaubar los...

Es ging erstmal überschaubar los…

... aber mit der Zeit wurden die Barsche ansehnlicher.

… aber mit der Zeit wurden die Barsche ansehnlicher.

Ich bin ja schon zufreiden, wenn ich einen solchen Fisch bei uns fange.

Ich bin ja schon zufreiden, wenn ich einen solchen Fisch bei uns fange.

Und wieder ist die Expride krumm. Was ist denn hier los?

Und wieder ist die Expride krumm. Was ist denn hier los?

Normal ist alles über 30 gut und alles über 35 top.

Normal ist alles über 30 gut und alles über 35 top.

Man könnte denken, das sind die gleichen Barsche.

Man könnte denken, das sind die gleichen Barsche.

Aber neeeeeeee! Man sieht es an den Streifen.

Aber neeeeeeee! Man sieht es an den Streifen.

Noch einer - und die werden eher größer als kleiner!

Noch einer – und die werden eher größer als kleiner!

Kann doch nicht sein. Ich war richtig geflasht.

Kann doch nicht sein. Ich war richtig geflasht.

Kennt ihr noch die Becker-Faust? Das hier ist die Barsch-Faust. Die kommt relativ selten auf der Spree. Aber an dem Tag kam sie oft.

Kennt ihr noch die Becker-Faust? Das hier ist die Barsch-Faust. Die kommt relativ selten auf der Spree. Aber an dem Tag kam sie oft.

Keine Ahnung, ob ich dieses Jahr nochmal so einen Tag erlebe auf der Spree. Für mich geht’s ja bald nach Spanien. Aber euch Berlinern und allen anderen, die hart befischte und schwierige Gewässer beangeln, drücke ich die Daumen. Möge die Macht mit euch sein und euch im richtigen Moment zum richtigen Spot führen.

Gas geben! Kämpfen. Dann wird’s irgendwann auch was mit den dicken Barschen!

Johannes

Kurztrip an den Barsch-Strom

Vor einigen Tagen zog es mich und meine beiden Kumpels Leo und David an den Peenestrom.

Hannes wollte uns ja nicht fahren. Morgens hin und abends zurück? Das war ihm zu anstrengend. Mein Kumpel David hat ihn bestens vertreten.

Hannes wollte uns ja nicht fahren. Morgens hin und abends zurück? Das war ihm zu anstrengend. Mein Kumpel David hat ihn bestens vertreten.

Die erste Stelle brachte leider nur kleine, untermaßige Zander und ca. 10 Barsche… Neben uns standen dazu noch ca. 40 Boote ! Nachdem wir ein paar weiter Stellen ohne nennenswerte Erfolge abklapperten, …

strom-zander

… versuchten wir es an einer Kante, die von ca. 3,5-6m runter ging. Gleich die ersten Würfe brachten ein paar schöne fette 30+ Barsche, die auf ein Texasrig mit einer hellen Tube bissen, was ca. 30min. super lief.

Mein Kumpel David mit einem schicken Peeneritter.

Mein Kumpel David mit einem schicken Peeneritter.

Doch dann hatten die Burschen den Braten gerochen und wir mussten uns was neues überlegen.

Richtig lange haben wir nicht überlegt. Die erste Maßnahme hat direkt gezündet.

Richtig lange haben wir nicht überlegt. Die erste Maßnahme hat direkt gezündet.

Mit meiner Fireblood 2,40m (10-35g) feuerte ich ein kleine 3″-4″ Gummifisch mit einem schweren Bleikopf volle Möhre raus und jigte ihn knallhart über den Grund. Die aggressiven Bisse merkte ich in der Rute verdammt gut und konnte fast jeden Biss verwandeln.

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Da die Fireblood eine super Übertragung und ein starkes Rückrat hat, konnte sie das typische Barsch-Kopfschüttlen super abfedern, aber trotzdem den Anhieb auf volle Distanz gut durchbringen.

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Der Rollenhalter ermöglicht den Zeigefinger und den Daumen Direkt am Blank zu haben um so auch zarte Bisse zu Spüren.

Neben guten Barschen,…

Der hatte locker über 35.

Der hatte locker über 35.

…konnte Leo noch ein paar gute Kaulis verhaften.

Da kommt Freude auf! Kapitales Ding!

Da kommt Freude auf! Kapitales Ding!

 

 

Am Ende des Tages standen 101 Fische auf dem Fischzähler…

Kann man sehr gut mit leben, oder?

Kann man sehr gut mit leben, oder?

…und wir traten erschöpft aber voll zufrieden die Heimreise an 🙂

Grüße und Petri

Joshi

Havel-Barsche

Hallo Leute,

am vergangenen Sonntag ging es mit meinem Kumpel Bernd endlich mal wieder auf die Havel zum Barschangeln. In den letzten Wochen wurden relativ viele und große Barsche in der Havel gefangen. Das Problem war nur, sie zu finden und gezielt zu befischen, da sich die Fische schon teilweise in sehr tiefes Wasser verzogen haben. Da größte Problem war aber, dass sich die Fische nicht direkt am Grund sondern ca. 2 m über den Grund aufhieten. Und bei einer Wassertiefe von fast 10 Metern war das Befsichen dann gar nicht so leicht. Um Köder in solch einer Wassertiefe am besten  kontrollieren zu können, sollte die Rute mindestens eine Länge von 2,40m haben. Ich verwende dafür eine Fireblood in 2,40 mit einem Wurfgewicht bis 35 Gr. Der Stock ist einfach nur der Wahnsinn!!

Als Köder  kann man natürlich normale Gummifische am Jig benutzen, aber wenn – wie im unseren Fall – auch noch eine sehr starke Strömung herrscht, sind Jigs nicht die beste Lösung . Durch den Strömungsdruck kommt man oft nicht schnell genug auf die gewünschte Tiefe. Und je länger der Köder nach unten braucht, desto weiter treibt er mit der Strömung ab. Natürlich könnte man den Jig einfach sehr schwer wählen, aber dadurch bekommt man sehr viele Fehlbisse. Deswegen eignen sich für diese Art der Fischerei am besten Köder die sehr klein und kompakt sind wie z.B.  Zocker, Zikaden usw.  Irgendwie komisch, in diesem Jahr hab ich mehr Barsche mit Metallködern wie Spinner, Blinker und Zocker gefangen als mit dem Gummifisch.

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Danke fürs Vorbeischauen, bis bald.