Angelpatenkind Theo Tomaszewski!

Hallo Besucherinnen und Besucher,

heute bin ich sehr stolz auf unsere „Shimano-Familie“, denn Johannes und Dustin haben tatsächlich die WPC gewonnen! Mir läuft ein Schauer über den Rücken, was für ein Erfolg! Meine herzlichsten Glückwünsche an dieser Stelle an die beiden.

Irgendwie muss ich mich aber jetzt aus meiner Sprachlosigkeit befreien, denn auch an der Basis wird bei uns direkt weiter gearbeitet. So möchte ich Euch heute mit großer Freude ein neues Mitglied in der Familie vorstellen: Theo Tomaszewski ist einer von derzeit zwei von Shimano unterstützten Junganglern.

Ich kenne Theo schon seit fast 10 Jahren. Er machte seine ersten Erfahrungen als Barschangler in Schweden, in Deutschland widmete er sich von klein an der Friedfischangelei und handelte sich schon als kleiner Junge den Spitznamen „Stippmaschine“ ein.

Seit einem halben Jahr ist er Inhaber des Fischreischeins, nun kann er auch endlich die Spinnrute schwingen. Theo´s aktuelle Kombo besteht aus einer Zodias ML-Rute mit dem Wurfgewicht von 4-12g und einer 1000er Ultegra Rolle. Doch vor dem Spaß kommt erst die Arbeit und er mußte sein Gerät zunächst mal einrichten.

In den Bildern seht Ihr, wie Theo als erstes seine Rolle an das Handteil seiner Rute montiert, um die Schur aufzuspulen. Zuerst belegt er ungefähr die Hälfte seiner Spule mit einer monofilen Unterschnur. Das ist jedem sehr zu empfehlen, denn die Unterschnur sorgt zum einen dafür, dass man nicht so große Mengen an teurer Geflechtschnur verbraucht. Zum anderen fängt die weiche Mono wie ein Puffer Zugbelastungen auf den Spulenkern auf und sorgt für eine gleichbleibend erstklassige Schnurverlegung. Anschließend werden 150m 0,07mm Kariki Geflechtschnur aufgespult. Nun muss nur noch das Flourocarbonvorfach mit dem Verbindungsknoten befestigen werden, Köder dran und schon kann der erste Wurf kommen!

Ich denke, dass diese Beschreibung auch allen Beginnern und Ruteneinrichtern helfen kann,

einen schönen Sonntag wünschen

Theo und Jochen

Andamanen: Bullige Stachelmarkrelen und bewaffnete Hundszahnthunfische

Als ich das Video von meinen zwei neu gewonnenen Kumpels sah, wusste ich: Da muss ich auch mal hin. Viele Reisen starten mit Inspirationen wie diese. Nach dem Treffen stand fest, dass ich Manuel und Florian auf einer weiteren Reise ihrerseits begleiten würde. Wie verstanden uns von Anfang an gut, was nicht aussergewöhnlich war, da uns das Hobby Angeln miteinander verbindet. Ich wusste, dass dies kein günstiger Trip sein wird, also fing ich bereits knapp ein Jahr vor dem Trip im Dezember 2015 an zu sparen. Ein Grossteil des Weihnachtsgeldes ging diesbezüglich direkt auf das Sparkonto. So legte ich jeden Monat einen Grossteil meines Verdienten auf dieses Konto, was mehr als die Hälfte ausmachte, da ich noch in Ausbildung bin. Dies sollte mein erster vollkommen eigenfinanzierter Trip werden. Mit dem Tackle musste ich natürlich zurückschrauben, was mir aber nicht so schwerfiel, da ich mein Ziel im Auge behielt. Im Oktober 2016 war es dann soweit. Bewaffnet mit einer starken Popping-Rute und meiner 8000er Stella machte ich mich zusammen mit den beiden anderen auf den Weg in das nicht leicht zu bereisende Indien. Der Hinflug dauerte gut einen Tag inklusive einem 7 Stunden Aufenthalt in Chennai. Wir verweilten in dem idyllischen Anugama-Resort auf der Insel Port Blair, etwa 30 Minuten vom Flughafen entfernt. Uns standen 11 Tage Angeln bevor, zu jeweils 8 Stunden. Wir konnten es kaum erwarten, den ersten Wurf mit dem überdimensionalen Cubera-Popper zu machen. Am ersten Tag konnten wir auf unser Hechtgeschirr bereits einige schöne Fische landen, da wir nicht auf das offene Meer konnten. Darunter fingen wir GTs bis zu 8Kg, welche an diesem feinen Gerät extrem Laune machte.

Ein Bluefin – einfach nur schön. Foto: Robin Melliger

 

Die nächsten Tage verbrachten wir mit Werfen, was mit der Zeit sehr in die Arme ging. Jedoch gaben wir nie auf, denn wir wollten schliesslich Fische fangen! Auch auf diesem Trip zahlte sich Durchhaltewillen stets aus.

 

Jiggen

Als der Wind endlich nachliess, konnten wir auch auf unsere zweite Angelart zurückgreifen, das Speedjiggen. Am ersten Tag konnten wir sehr schöne Fische landen, Florian konnte sogar 2 überdurchschnittlich grosse GTs aus über 80 Meter ans Tageslicht bringen. Beim Jiggen hatten wir jeweils die grösste Artenvielfallt. Wir konnten Jobfish, GTs, Grouper, Barrakudas und mehr landen. Die Hauptbeute war jedoch der GT. Diese Fische aus der Stachelmarkrelenfamilie griffen den Jig mehrere Male an, auch nach Fehlversuchen. Wenn man durch einen Schwarm jiggt, erhält man sehr oft mehrere starke Bisse nach wenigen Kurbelumdrehungen. Beim Jiggen konnte ich meinen zweitgrössten GT mit gut 15KG landen, der an meiner recht leichten Rute ziemlich Dampf machte. Was für ein schön anzusehender Fisch!

Foto: Robin Melliger

Als die Natur für einmal ihre Kräfte einigermassen zurückhielt, war es uns möglich, an ein entferntes Riff zu fahren. Nach zwei Stunden Fahrt mit 230 PS am Heck erreichten wir den Jigging Spot. Mit dabei war ein Jigging-Profi aus Frankreich, der uns auf der Hinfahrt mit seinem breiten Wissen imponieren konnte und stolz seine grosse Kollektion verschiedenster Jigs vorführte. Er brachte auch eine starke Rute mit einer hochübersetzten Multirolle mit, die mit mehr als 500 Meter Geflochtener bespult war. Dieser Tag sollte legendär ausgehen und so schnell nicht vergessen werden.

Als wir jiggten und viele GTs sowie Jobfish fingen, fielen uns die vielen Bonitoschwärme um unser Boot auf.

Foto: Robin Melliger

Foto: Robin Melliger

Wir haben es auf einen der stärksten Fische der Meere abgesehen. Den Hundszahn Thunfisch. Dieser furchteinflössende Räuber gilt als sehr schwer zu fangen, da er in seinem ersten Sprint von mehreren hundert Metern dem Tackle sehr oft zu viel abverlangt. Da wir nach mehreren Stunden Jiggen nebst den GTs keinen Kontakt mit einem dieser Fische verzeichnen konnten, mussten wir unsere Taktiken überdenken. Die Dogtooth waren offensichtlich mehr an den Bonitos interessiert und ignorierten unsere Jigs völlig. Da es ein grosses Angebot an Bonitos gab, fingen wir einige und legten diese dann an der Grossfisch-Rute aus. Nach weniger als einer Minute nach dem Auslegen kreischte auch schon die Rolle auf und Florian bekämpfte den Fisch mehr als 20 Minuten lang, bis er mit grossem Staunen schlussendlich an der Oberfläche erschien. Ein grosser 40 Kg Doggtooth lag vor uns. Wir haben es geschafft! Uns wurde jedoch schnell bewusst, dass wir dieses schöne Geschöpf nicht mehr zurück in das Meer setzen konnten, da der Fisch sehr erschöpft war und demnach aus Erfahrung schnell von grösseren Räubern gefressen würde. Dazu kam der schnelle Druckwechsel, der der Hundszahn offensichtlich nicht gut verträgt und somit dem Fisch Schaden zufügt. Wir waren gezwungen, diesen Fisch nach Hause zu nehmen. Wir einigten uns und fanden es die angemessenere Lösung, den Fisch den Einheimischen zu übergeben als ihn im Meer seinem geschwächten Selbst zu überlassen.  Wir dachten, besser kann es nicht kommen… Doch genau das macht das Angeln spannend, man weiss nie, was als nächstes kommt.

Am Abend zuvor spielten wir In der Lodge Tischfussball, um zu entscheiden, wer als erstes den Fisch drillen kann, der an der ausgelegten Rute biss. Ich verlor beide Partien, also hiess es für mich, die anderen zwei Jungs zuerst an die Rute zu lassen. Manuel konnte bereits bei Schleppen einen schönen Wahoo landen. Nach Florians Dogtooth war ich an der Reihe. Die letzte Platzierung stellte sich als die Beste heraus, wie ich gleich erfahren werde. Ich fing mir innert einigen Minuten meinen nächsten Bonito, um ihn auf zwanzig Meter Tiefe an einem grossen und selbsthakenden „Circlehook“ anzubieten. Nach guten 3 Minuten kam der Biss. Ich nahm die Rute in die Hand und wurde von der 20Kg Bremskraft überrascht, denn der Fisch brachte deutlich mehr Zug auf die Rolle, denn auch nach einer vollen Minute riss er weiter mehrere hundert Meter Schnur von der Rolle, die es wieder zu gewinnen galt. Nach 40 Minuten, und somit meinem zweitlängsten Kampf nach dem Blauflossentun vor Sardinien, zeigte sich der Fisch erschöpft an der Oberfläche. Währen dem Kampf hat sich der Haken aus dem Maulwinkel gelöst und in die Afterflosse wiedergehakt, was der ganze Kampf nicht einfacher machte. 50 Kg Thunfisch gilt es nun in das Boot zu hieven.

Foto: Robin Melliger

Ganze 4 Personen benötigte es dafür. Auch dieser Fisch war überlebensunfähig. Ich konnte mein Glück kaum fassen, auch wenn man bedenkt, wie gering die Wahrscheinlichkeit ist, dass sich der Haken erneut im Fisch verankert, nachdem er sich aus dem Maulwinkel löste. Ich wollte schon immer einer dieser kampfstarken Fische fangen, habe mir jedoch nie geträumt, so ein Koloss aus der „Andaman Sea“ zu holen. Von den zwei Fischen gab es am Abend darauf frisches Sashimi. Der Rest der Fische schenkten wir den Einheimischen, die grosse Freude zeigten. Die Innereien verteilten wir den abgemagerten Hunden.

 

 

Poppern

Nach den ersten 5 Tagen konnten wir bereits GTs von bis zu 20 kg Gewicht auf Popper landen, jedoch ist dieses Gebiet bekannt für die 40kg-plus-Tiere, die nicht selten vorkommen.

Foto: Robin Melliger

 

Die wollten wir! Was wir aber nicht in unsere Planung miteinbezogen haben, war der Mond, der einen überraschenden Einfluss auf das Fressverhalten der GTs hat. Das merkten wir auch, denn es gab durchaus auch mehrere Stunden hartes Durchfischen ohne jeglichen Fischkontakt. Die ersten 5 Tage waren sehr wellig und die See war ausserordentlich rau. Auf unserem 16 Meter langen Boot mussten wir uns gut festhalten, denn die Wellen kamen dank Strömungen manchmal von allen Seiten. Die Aufgabe, den gehakten Fisch ans Boot zu bringen, stellte sich sehr schwer heraus, wenn man bedenkt, was die Stachelmarkrelen an Kraft aufweisen. Es gab einige brenzlige Momente, in denen wir unsere Standhaftigkeit auf dem Boot verloren und Richtung Bordwand taumelten, uns jedoch auffangen konnten. Wir poppten hauptsächlich im Schutz der Inseln. Der Wellengang war vielfach einfach zu stark, um die grossen Offshore-Riffe anzusteuern. Es gab Stunden, da hatten wir mehr als 10 Fische zusammen. Die Bisse kamen brachial, auch von den kleineren Exemplaren. Die Popper kamen demnach auch sehr demoliert zurück. Diesen schönen knapp 20 Kilo starken GT konnte ich, nach einem nervenzerreissenden Kampf, mit einem 180 Gramm schweren Popper landen und in die Linse halten. Florian konnte nebenbei auch noch einen schönen Grouper von mehr als 20 Kg landen. Insgesamt liess das Poppern aber Wünsche übrig, da aber der Mond und das Wetter eine grosse Rolle spielen und alles andere als perfekte Bedingungen vorherrschten, waren wir mehrheitlich erfolgreich, auch wenn die grossen GTs beim Poppern ausblieben. Wie verbrachten auch einige Tage auf Havelock Island, jedoch fischtechnisch mit mässigem Erfolg.

Obwohl nicht optimale Bedingungen vorherrschten, war der Trip ein erfolgreiches Abenteuer, das wir alle nie mehr vergessen werden, auch dank unserem Freund und Guide Bishu, den man für Ausfahren buchen kann. Im Internet kann man ihn unter dem Namen „Bishu Fishing Andaman“ ausfindig machen. Wir lernten viele Sachen aus diesem Erlebnis (auch, dass das Planen essentiell ist und wir uns zu wenig informierten, wenn es um den Mond geht). Dazu gibt es ein passendes Sprichwort: „The one who fails to prepare, prepares to fail.“

Ferienprogramm mit Toto

Ich habe während der Ferienzeit gemeinsam mit Christian Hülsbusch (Besitzer des Angekpark Quellental in Klein Reken) ein Ferienprogramm durchgeführt.

1

Schwerpunkt war es, familienfreundliche Events durchzuführen. An drei Wochenenden führten wir ein Groß- und Klein-Angeln durch. Christian stellte uns einen Teich zur Verfügung und ein Erwachsener zahlte die normale Tageskarte. Diese aber nicht für sich allein, sondern ein Kind bis 14 Jahren durfte kostenlos mitangeln.

2

So ergaben sich Duo’s in verschiedenen Kombinationen: von Vater-Sohn, Mutter-Sohn, Opa und Enkel bis hin zu Anglern mit Nachbarskindern.
Ich stand bei jedem Angeln mit Rat und Tat zur Seite und unterstützte wo es nötig war. Desweiteren hatte ich mein  Tackle immer dabei. Und jeder jonnte dieses gern vor Ort ausgiebig testen.

3

Das Highlight war aber das Kinder Nachtangeln.
Wir angelten von 18 Uhr abends bis um 08 Uhr morgens. Die Kinder sollten in einer entspannten Umgebung dieses Gefühl von Abenteuer erleben. Es wurden. Zelte aufgebaut, gemeinsam gegrillt und bis tief in den morgen hinein geangelt bis die Äuglein müde wurden.

4

Christian stellte nicht nur einen Teich zur Verfügung, sondern sein Team war auch vor Ort. Somit könnten wir gewährleisten, das jedes Kind bis 14 Jahre einen erfahrenen Angler über Nacht an seine Seite hatte. Die Begleitpersonen egal ob Väter, Mütter, Opas…. waren alle nur unterstützend tätig, so dass für die Kinder immer action angesagt war.

5

Der Fangerfolg war gigantisch. Von Wels über Stör bis Zander und Aal…..
Für mich ist es immer schön. strahlende Kinderaugen beim Angeln sehen zu dürfen.

6

Danke an Christian Hülsbusch und Team sowie an alle Kinder und deren Begleitpersonen.

7

Euer Toto

8 10 11 12 13 14 15 16 17 9

Gejiggte Barben

Der Flussesel mit viel PS! Ihr scheint die Strömung egal zu sein. Entweder mit oder gegen sie. Die Rede ist von der europäischen Barbe. Für mich einer der spannendsten und herausfordernsten Kämpfer in unseren Flüssen. In England ist sie neben dem Karpfen einer der beliebtesten Sportfische. Barben sind sehr schlaue Fische mit ausgezeichneten Augen sowie einem sehr ausgeprägtem Tastsinn, daher gehört sie zu den Fischen, die nicht unbedingt einfach zu fangen sind.

Am häufigsten wird sie mit Naturködern befischt, weil sie sich ja hauptsächlich von Pflanzen und Kleintieren ernährt. Doch die meisten wissen nicht, dass sich viele „Fried“-Fische auch von kleinen Fischen ernähren, ob das zur Aufnahme von Eiweiss dient oder einem Ausgleich an anderen Mineralien, ist den Forschern bis heute allerdings noch nicht klar. Jedoch wird oft beobachtet, dass sie auf Raubzug gehen, wenn sich die Chance ergibt. Da Barben keine Zähne besitzen, saugen sie den Beutefisch förmlich ein, um ihn dann zu verdauen im gleichaufgebautem Magen wie bei einem Raubfisch.

melliger-barbe1

Foto: Robin Melliger

 

Was sagt das uns Anglern? Wenn wir so eine Chance ausnützen, ist es tatsächlich möglich, mit Kunstfischen, sei das Gummifischen oder kleinen Gummikrebsen, diesen Barben erfolgreich nachzustellen. Mit diesem Thema habe ich mich dieses Jahr an meinem Fluss auseinandergesetzt und fand Dinge heraus, die mancher Barbenansitzangler nie denken würde. Wie das genau geht und was ich erlebt habe, lest ihr hier.

Ich habe schon früher oft Barben an meinem Hausgewässer beobachten und fangen können, doch bis dahin nur mit Käse als Köder. Es schien mir, als fing ich nur kleinere Barben, denn sie kamen den großen zuvor. Ich bin sehr interessiert an den Fischen, die ich fange. Also machte ich mich schlau, um diesen faszinierenden Fisch besser verstehen zu können. Denn der Angler, der seine Beute studiert, ist erfolgreicher. Auch lernt man immer was dazu, was man bei anderen Fischarten genauso einsetzten kann.

So kam ich auf einen Artikel von einem Biologen aus England. Er hat die Barbe studiert wie kein Zweiter und wusste Sachen, die mir sehr weiterhalfen. Wie zum Beispiel dass sich ausgewachsene Exemplare oft von eiweißreichem Getier ernähren. Ich dachte mir, dass es doch möglich sein muss, diese Fische auch anders zu fangen und vor allem die kleineren Artgenossen mehrheitlich ausschließen zu können.

Foto: Robin Melliger

Foto: Robin Melliger

Barben-Montage

Barben verbringen ihr Leben am Gewässergrund, was uns ja die Maulstruktur verrät. Also stellte ich mir eine einfache aber effektive Montage zusammen, die genau diesen Bedingungen entsprachen. 0.14er Geflochtene rote oder weiße PowerPro, Fluorocarbon mit mindestens 8kg Tragkraft und einer kleinen Gummikrabbe montiert an einem 3g Qualitäts-Jigkopf. Ich wähle geflochtene Schnur statt Monofiler, da bei dieser Fischerei der feine Biss herausgespürt werden muss und auch weil es im Fluss sehr viele Wurzeln, Sträucher und überhängende Bäume gibt und man mit Monofiler Schnur nicht genug Hinderungskraft über die Schnur aufbauen kann, da sie sich ja dehnt. Das Fluorocarbon empfehle ich, da es äußerst reibungsfest ist und unsichtbar im Wasser, da Lichtstrahlen durch die Schnur durchdringen können und nur gering reflektieren. 60cm Fluorocarbon als Vorfach lässt die Barbe nicht misstrauisch werden. Das Gewicht des Jigkopf kann je nach Fließgeschwindigkeit variieren. Es ist von Vorteil, sich einen strömungsärmeren Fluss auszusuchen, weil ein zu großer Jigkopf schnell zu Mistrauen führt und den eigentlichen Köder in den Schatten stellt. Es gibt eine große Auswahl an Gummikrebsen. Die Größe 4cm hat mir bis jetzt am meisten Bisse gebracht. Ich angle mit sehr leichtem Gerät. Eine 1000er Rolle (eine Shimano Rarenium) ist ausreichend und mit einer feinen Barschrute lässt sich die feine Montage kontrolliert platzieren.

Foto: Robin Melliger

Foto: Robin Melliger

 

Barben-Führung

Die Führung ist denkbar einfach: Man überwirft den Barbenschwarm und lässt den Jig langsam durch den Schwarm hüpfen. Wenn man ihn zu aggressiv führt, kann das dazu führen, dass sich der Schwarm aufteilt. Von einem kontrolliert geführten Jig geht hingegen keine Scheuchwirkung aus. Um den Barben das Gefühl zu geben, dass der Beutefish oder Krebs vor ihnen flieht, werfe ich den Jig flussabwerts und hole ihn gegen die Strömung wieder ein. Um als Angler unbemerkt zu bleiben, ist ruhiges und unauffälliges Verhalten am Fluss von extremer Bedeutung. Denn nur ein nichts ahnender Fisch ist ein angriffslustiger Fisch. Ich halte die Rute seitwärts und lasse den Jig mit kurzen aber harten Twitches in der Rute über den Grund hüpfen, damit es auch so aussieht, als würde der Krebs flüchten. Damit setzt man auch gleich einen feinen Anhieb, der beim feinen gummiartigen Maul der Barbe schon ausreicht, um den Hakenspitzen eindringen zu lassen. Man sollte keine langen Pausen machen zwischen den Twitches, da die Barbe den Jig nur ganz kurz attackiert. Die Bremse der Rolle sollte am Anfang nicht zu weich eingestellt werden, damit der Haken tief genug eindringen kann.

Foto: Robin Melliger

Foto: Robin Melliger

 

Barben-Drill

Die Barbe ist von Natur aus sehr stark gebaut, um sich auch in starker Strömung halten zu können. Die überdimensionalen Brustflossen lassen die Barbe blitzschnell von einer Seite auf die andere steuern. Die gabelförmige Schwanzflosse kann große Kräfte aufbauen. Die erste Flucht ist sehr ungestüm. Da muss man seiner Bremse vollstes Vertrauen schenken. Meist ziehen die Fische zunächst einmal flussabwärts. Die Schnurfarbe ist wichtig, um genau zu sehen, wo sich der Fisch befindet und vielleicht noch hin will. Barben suchen im Drill oft Schutz unter Bäumen und Wurzeln. Das kann dazu führen, dass man seine Traumbarbe verliert. Darum ist es wichtig, den Fisch so weit wie möglich kontrollieren zu können. Barben haben extrem Ausdauer und so ein Kampf mit einem 70cm-Fisch kann schnell bis zu 10 Minuten und mehr dauern. Man sollte jedoch darauf achten, den Kampf unter 10 Minuten zu bringen, denn diese Fische setzten ihre volle Kraft ein bis zum Schluss.

Mit dieser Methode konnte ich schon Barben von 40 bis 72cm Länge fangen, selten darunter. So kann man am besten größere Exemplare aus dem Schwarm herausfiltern. Für mich einer der spannendsten Fischereien im Fluss!

Foto: Robin Melliger

Foto: Robin Melliger

Euer Robin Melliger

Extremangeln auf die Topgamefische Florida`s

Diesen Bericht habe ich über Facebook von Robin Melliger zugeschickt bekommen, der unseren Blog schon einmal um einen Report bereichert hat:

Ich war schon mal in Florida. Ich habe schon einmal auf starke Fische bis 35 Pfund gefischt. Aber sowas was ich diesen Sommer in Florida erlebt habe, habe ich mir nie vorgestellt. Ich hatte vor, 4 Captains zu buchen um einen Silver King (Tarpon) zu fangen, der länger und schwerer ist als mein bis dahin größter gefangener Fisch, welcher ein Permit (Carangidae Familie) mit 35 Pfund war.

Ausrüstung: Shimano Stella, eine Jigging Rute, Shimano Power Pro 60 lbs und 120 lbs Hardmono.

Tampa

Nach dem 10 Stunden langen Flug fing meine Tour in Tampa an. Mit Top Captain Chris Camps fuhr ich raus auf den schön flachen Golf von Mexiko. Die Tarponfischerei in Tampa versprach viel und eine große Menge an Tarpons. Chris „beichtete“ mir, dass eine Kaltfront das Wasser extrem abkühlen ließ, was schlechte Auswirkungen auf das Fressverhalten der Tarpon hatte.

Zuerst mal ein paar Fakten über diese prähistorischen Fische. Tarpon gehören zu den Knochenfischen und der Familie „Megalopidae“. Man unterscheidet den Atlantische Tarpon vom Indopazifischen Tarpon. Mein Ziel war es, einen Atlantischen Tarpon zu fangen. Sie verfügen über zwei extrem komplexe Augen. Der Captain, der früher Fischbiologie studierte und sich dem Tarpon widmete, erzählte mir, Tarpons hätten die besten Augen von allen Fischen. Sie können doppelt so viele Farben wahrnehmen wie der Mensch. In der Nacht sehen sie besser als Katzen und Vögel. Also habe ich es mit einem sehr schweren Gegner zu tun, bei dem alles stimmen muss!

Auch das Wetter, denn am ersten Tag in Tampa konnten wir keine Tarpons ausfindig machen.

Dann ging es weiter in den Osten, wo NASA ihre Raketen starten lässt. Der Besuch im Kennedy Space Center der Nasa ist sehr empfehlenswert! In Cape Canaveral konnte ich mit Captain Jim Ross und meiner Shimano Saragosa und einer handgemachten Rute Topwaterfischen der Extraklasse erleben. Wie konnten einen extrem großen Schwarm von Redfish mit mehreren Tausend Fischen ausfindig machen. Dieser Schwarm ist bekannt in Ostflorida und schwer zu finden. Wir hatten das Glück und fingen Redfish bis zu 115 cm und 32 Pfund auf Topwaterplugs von Rapala und Bucktailjigs.

redfish

Foto: Robin Melliger

Nach einigen Redfish konnte ich mit meinem Rapala Oberflächenköder einen sehr kapitalen Bonito Landen mit 15 lbs. Er hat den Köder komplett inhaliert und schnitt durch das Wasser wie ein Blindgänger einer Hochgeschwindigkeitsrakete!

bonito

Foto: Robin Melliger

Danach suchten wir nach großen Stachelrochen, um Cobias zu fangen, die sich in der Nähe großer Fische aufhalten. Wir konnten zwei schöne Fische landen, die wir mit Bucktailjigs in der Nähe des Rochens jiggen konnten.

cobia

Foto: Robin Melliger

Zuletzt fingen wir noch ein paar Barrakudas und einen Finetooth Shark auf Köderfisch. Auch hier konnten wir die Tarpons leider nicht finden.

bara

Foto: Robin Melliger

hai

Foto: Robin Melliger

 

Islamorada

Weiter ging‘s südlich nach Islamorada. Islamorada ist bekannt für sehr schönes Wasser und große Haie. Die will ich fangen! Ich konnte mit Deadbait mehrere schöner Haie mit Captain Russell Kleppinger bis zu 100 Pfund fangen! Den Ammenhai und den Zitronenhai konnte ich von meiner Bucketlist streichen.

isla1

Foto: Robin Melliger

lemon

Foto: Robin Melliger

shark

Foto: Robin Melliger

Besser kann es ja nicht kommen, dachte ich mir. Wie falsch ich lag!

 

Key West

Key West – das sind wunderschöne Flats mit vielen Fischen (auch Tarpons), kulturistische Altstadt und schöne Strände. Mit Captain und Fotograf Aaron Snell plante ich einen Halbtagestrip ausschließlich auf Tarpon. Meine letzte Chance!

Wir fuhren vor Sonnenaufgang auf das offene Meer hinaus. Nach 2 Kilometern stoppten wir. In der Ferne sah man noch das Licht des Leuchtturmes für die Schiffe. Ich fragte ihn was wir hier machen… mit einen Lächeln antwortete er mit „You`ll see.“.

Als die Sonne hinter dem Horizont erschien, wusste ich warum. Das Wasser war knapp 2 Meter tief. Und überall sah man rollende Tarpons! Das in mir hochkommende Gefühl war unbeschreiblich! Ich nahm meine mit einem 30cm langen Hogy Gummifisch am Einzelhaken vorbereitete Rute in die Hand und machte den ersten Wurf in Richtung der steigenden Fische. Tarpons haben dank ihrer sehr stark ausgeprägten Luftblase die Fähigkeit, Luft zu atmen. So gelangen sie an mehr Sauerstoff, um in sauerstoffarmen Gewässern Energie zu bekommen. Nach einigen Würfen plötzlich ein riesiger Schwall an der Oberfläche, 10 Meter von mir entfernt. Meine Rute riss es nach vorne und die Bremse meiner Stella begann zu schreien. „TARPON OOONNNN!!!!“, schrie ich.

Dann plötzlich legte der Fisch einen Gang zu und schoss mehrere Meter hoch aus dem Wasser. Der Köder landete vor meinen Füssen! Der war weg! Das passierte mir dann mit 10 anderen Tarpon bis geschätzte 100 Pfund auch.

Es ist sehr schwer in dem extrem knochigen Maul einen guten Hakensitz zu finden! Nach einer Stunde verschwanden die Fische. Frustration stieg in mir auf. Ich hatte meinen Traumfische 10 mal an der Angel! Doch es wollte einfach nicht klappen…

Doch Guide Aaron hatte noch eine Stelle für mich bereit. Nach 10 Minuten Fahrt gelangten wir an eine sehr schöne Stelle. Aron stellte den Motor ab und griff zu seinem 6 Meter langen Carbon-Stab, um uns in die richtige Position zu schieben, ohne jegliche Geräusche zu machen. Um uns herum knietiefe Grasflats. In der Mitte wunderschönes blaues Wasser. In dem 10 Meter breiten und 1,5 Meter tiefen und natürlichen Kanal, der durch diese Grasflats führte, sah ich einen Tarpon Luft holen.

Ich machte einen Wurf einen Meter vor den Fisch. Twitch… twitch… twich… BOOM!! Er hat meinen Hogy Wurm voll genommen. Und das alles auf Sicht!!! Danach schüttelte er seinen enormen Kopf an der Oberfläche. „Habe ich den am Haken???“, dachte ich mir. Mein Kommentar: „I‘m in big trouble“ ein weit über 100 Pfund schwerer Tarpon zieht uns und unser Boot mehrere 100 Meter den Kanal entlang. Mit enormen Fluchten brachte er meine Stella zum singen. „She`s a great singer, isn`t she?“ witzelte ich dem Captain zu. Zum Glück habe ich eine Bremse, in der ich voll vertrauen kann. Meine Rute für GT bog sich sehr stark! Nach 20 Minuten schien er endlich schwächer zu werden. Er kam nah ans Boot heran an die Oberfläche, nahm einen großen Atemzug an Sauerstoff, drehte und zog erneut ab.

Aaron erzählte mir, wenn der Tarpon einen Luftzug nimmt, geht der Kampf 10 Minuten länger und wenn er aus dem Wasser springt, fünf Minuten weniger lang. Zum Glück ist dieer Tarpon nie gesprungen. Das hätte das Aus sein können. Ungefähr 10 Minuten später spiegelte uns der Tarpon mit seinen großen silbernen Schuppen an. Er war bereit für die Landung. Der Tarpon hat uns erneut mehrere 100 Meter weitergezogen in knietiefes Wasser. Wir sprangen in das Wasser mit dem Fisch und machten den „Bassgriff“. Das Maul war sehr groß mit einem enorm starken und nach oben zeigenden Unterkiefer. Ich hatte meinen Fisch! Geschätzte 120 bis 130 Pfund lagen in meinen Armen. Ich konnte sehen, der Fisch war länger als ich! Geschätzte 180 bis 190 cm lang! Was für ein Fang!

tarpon1

Foto: Robin Melliger

tarpon2

Foto: Robin Melliger

Für die flachen Gewässer ist das ein sehr kapitaler Fisch, sagte mir Aaron. Nach ein paar Fotoaufnahmen ließ ich den Fisch wieder schwimmen. Ich habe es geschafft! Mit viel Geduld! Die ganze Reise hat sich gelohnt! Sichtfischerei der höchsten Klasse!

Robin Mellinger

Beastmaster CX 2730XH6 – eine Reiserute für Snooks & Jacks?

Das Internet bringt die Angler zusammen. Vor allem auf Facebook treiben sich viele von uns herum. Mit 5000 Spinnfischern bin ich befreundet. Ich werde regelmäßig angeschrieben, um Tacklefragen zu beantworten, damit sich die Jungs das richtige Material von den Online-Shops bestellen. Robin Melliger hatte eine Frage, die ich nur mit gefährlichem Halbwissen beantworten konnte. Erstens weil ich noch nicht jede Shimano-Rute kenne und zweitens, weil ich keine Ahnung vom Spinnfischen auf Snooks und Jacks habe. Aber Robin war von Anfang an sehr freundlich, hat beharrlich nachgehakt und so hat sich eine Konversation entwickelt, die allen von Teamanglerseite geäußerten Bedenken zum Trotz zu einem Rutenkauf führte.

Ein Auszug aus unserer Konversation vom 5. bis 10. April:

Robin: Hallo Johannes. Als erstes mal: Echt coole Videos machst du da mit guten Erklärungen! Ich würde mich extrem freuen, wenn du mir helfen könntest Was hälst du von der Exage BX STC Spin 270 XH zum Angeln auf Jacks (Salzwasserfische)? Grüße Robin
Ich: Hmmm. Die ist recht schwer. Aber sicher kannst Du damit auf Jacks angeln. Die werden dir die Schwere schon nicht gleich zerlegen.

Robin: Ah okay. Vielen Dank für die Antwort! Ich habe noch eine andere, teurere gefunden, die sich auch vom Ruf her besser ausgibt! Was hälst du von der Beastmaster CX STC mit einem Wurfgewicht von 50 – 100 Gramm?
Ich: Hmmm. Sicher noch etwas hochwertiger als die Exage. Aber ich kann nichts über Ruten sagen, die ich noch nicht gefischt habe. Generell haben die Beastmaster-Ruten eher eine parabolische Aktion. Wenn du drauf stehst, ist die was für dich!

Robin: Oh ja das klingt super! Das mag ich… Also wird so ein 10kg Jack Crevalle kein Problem sein mit der 50-100g?
Ich: Der wird die Rute sicher ganz schön belasten. Muss sie aber aushalten. Die Beastmaster bekommt man eigentlich nicht kaputt…

Robin: Darum „Beast“. Einer von Shimano Germany Fishing hat mir vor ein paar Tagen folgendes geschrieben. Weißt du, was er damit genau meint? „Hallo Robin. Also diese Rute ist nicht geeignet für deinen Zielfisch. Die „schwere“ ist als Hechtrute geeignet, allerdings nicht für die Salzwasserfischerei auf Jacks. Am besten du gehst zu deinem Fachhändler- er kann dich da besser beraten und du kannst die Rute(n) auch in die Hand nehmen und dir selbst einen Eindruck machen. Beste Grüße.“
Ich: Kann schon sein… Wie gesagt: Ich hatte die Rute noch nicht in der Hand. Ich habe eh keinen Plan vom Warm-Salzwasser-Spinnfischen. Am ehesten noch der Veit Kazimiersch. Oder halt der Robert Balkow…

Robin: Super. Danke. Was meinst du mit „kriegt man nicht kaputt“?
Ich: Naja. Die ist so elastisch, dass der Blank kaum von einem Fisch gebrochen werden kann. Dafür hast Du dann aber auch etwas weniger Rückgrad…

Damit endete die Konversation und ich habe nichts mehr von Robin gehört. Ich hätte verstehen können, wenn er sich jetzt einen anderen Experten gesucht hätte und sich von dem eine andere Rute empfehlen lassen hätte. Zumal man ihm aus unserem Lager ja nicht gerade Mut gemacht hat, dass die 100-Gramm-Beastmaster etwas für bzw. gegen Jacks und Snooks ist.

Aber Robin hat einfach auf sein Gefühl gehört und mir vorhin ein paar Fotos geschickt mit dem Kommentar: „Ist perfekt gegangen mit der Beastmaster! Habe die 10kg plus Fische innerhalb von 10 Minuten ans Boot gebracht! Der schwerste wog 23 Pfund!“

jack4jack5jack3jack123-pfund-jack

(Quelle Bilder: Robin Melliger 2014)

Und diesen Snook und viele Seatrouts habe ich auch noch auf die Rute gefangen:

snookseatrout2seatrout(Quelle Bilder: Robin Melliger 2014)

Ich hatte eigentlich nicht damit gerechnet, nochmal was von Robin zu hören. Um so mehr hat mich diese Nachricht gefreut. Wenig später hatte er ein paar Fragen vorliegen, die er postwendend beantwortet hat. Hier ein kleines Interview, das sicher so manchem weiterhilft, der eine stabile Reiserute sucht.

Wohin genau bist Du geflogen?
Robin: Von Zürich aus kam ich nach gut 10 Stunden in der Grossstadt Miami an. Mit dem Mietauto fuhren wir 2 Stunden in den Norden nach Stuart! Stuart ist eine kleine Hafenstadt an der Ostküste Floridas.

Warst Du da schonmal?
Ich war schon mal in Fort Myers (Westküste), als ich 12 Jahre alt war! Dort war der größte Fisch, den ich fing, gute 3 kg schwer.

Was hattest Du alles an Angelgerät dabei?
Ich nahm die von Dir empfohlene Shimano Beastmaster mit 50-100g Wurfgewicht mit. In Amerika kaufte ich mir noch vor dem Angeln die Shimano Sustain in der 4000er Grösse mit 20 lbs PowerPro bespult.

Was waren die Zielfische?
Die Zielfische waren Jack Crevalles (in der Stachelmarkrelenfamilie) und Snook (Barschartige).

Mit welchen Ködern hast Du gefischt?
Ich angelte mit einem dort beliebten Hogy Lure. Der war etwa 25cm lang, weiss und aus Weichgummi an einem grossen Einzelhaken.

Wie hat sich die Rute gemacht beim Anhieb und im Drill?
Einen Anschlag musste ich nicht mal machen, weil die Jacks den Gummi mit einer sehr hohen Geschwindigkeit an der Oberfläche packten! Im Drill federte die Rute die harten Fluchten sehr schön und weich ab! Wenn der Fisch abtauchte, war das starke Rückgrat der Reiserute von großem Vorteil!

beastmasterdrill2

(Quelle Bild: Robin Melliger 2014)

Kannst Du das Teil empfehlen? Würdest Du sagen, dass die Rute auch mit noch größeren Fischen klarkommt?
Ich hatte schon mal eine Reiserute, die dann leider brach bei einem kleineren Fisch! Doch ich war begeistert von der Power der Shimano Beastmaster Reiserute! Als wir auf Permit angelten, benutze ich zuerst meine leichte Beastmaster Rute! Ich hakte 3 Permit mit ihr, verlor aber leider alle! Das lag an meiner feinen Schnur, die schnell durchgescheuert wurde an Steinen und Sonstigem, wo der Permit sich zu verstecken versuchte! Also musste ich dann auf eine gröbere Rute vom Guide zurückgreifen mit einer 60 lbs Geflochtenen! Mit der konnte ich meinen PB-Permit von 35 Pfund fangen!

jack2

(Quelle Bild: Robin Melliger 2014)

Also echt: Danke fürs Interview, Robin! Finde ich ja voll, gut, dass das alles so geklappt hat. Ist ja nicht immer leicht, die Leute schriftlich zu beraten. Toll auch, dass Du mir ein Feedback gegeben hast! Echt eine klasse Aktion!

Alle, die Lust auf ein paar Bewegtbilder von Robins Trip haben, können sich hier einen gut 10-minütigen Zusammenschnitt anschauen.

(Quelle Video: Robin Melliger 2014)