Nachts auf Sund und Bodden

Diesmal war es kein Spontantrip, sondern eine länger geplante Urlaubswoche auf Rügen. Das neue Boot meines Angelbuddys Hannes war fit, einsatzbereit und sollte auf Herz und Nieren getestet werden.

Nach einem zähen ersten Angeltag und einigen Gesprächen mit „Kollegen“ schien klar, das derzeit zwar gute Frequenzen möglich sind, aber große Fische eher selten ans Band gingen. Uns war jedoch eher der Sinn nach krummen Ruten und kreischenden Bremsen.

Also Strategiewechsel. Mal das machen was mir schon längere Zeit unter den Nägeln brannte. Nachtspinnangeln. Nach meinen bisherigen Erfahrungen durchaus lohnenswert, da gerade in der Dunkelheit mitunter scheue Großfische auf Raubzug gehen. Dies gilt für Zander sowiso. Aber auch Hechte und Dickbarsche sind durchaus nachtaktiv.

Bei der Köderwahl zum Nachtangeln darf es gerne eine Nummer größer sein, da die Räuber sie schneller wahrnehmen. Uv-aktive Köder sind mitunter der „Joker“.

Bleibt noch die Entscheidung in Sachen Kombo. Normal nehme ich gern mehrere mit um zwischen Ködern, Montagen, Gewichten und so weiter schneller switchen zu können. Beim Nachtangeln erübrigt sich das, da weniger Köder und so weiter zum Einsatz kommen.

Ich wollte wenig „Gedöns“ mitnehmen und mich intensiv mit dem stundenlangen feuern und leiern großer Gummis beschäftigen. Dazu brauchte ich eine stabile und leichte Kombo. Die Rutenwahl fiel spontan auf die Shimano Technium STEC90XH in 2,74m. Eine sehr leichte Rute mit einem hammerharten Rückgrat, die obendrein ein echtes Weitwurfmonster ist.

Bei der Auswahl der Rolle war die Entscheidung einfach. Die Stunde meiner neuen Shimano Sustain 4000FI schlug. Schliesslich genau ihr Einsatzgebiet im leicht salzigen Bodden, wenn mit dicken Hechtdamen gerechnet werden muß.

Die Technium STEC90XH in Verbindung mit der Sustain 4000FI waren am Ende die optimale Wahl. Im Verlauf der Woche angelte ich fast auschliesslich mit dieser Kombo und hatte nie das Verlangen zu wechseln.

Unsere Taktik ging auf. Wir angelten fortan ausschliesslich nachts. Es gab zwar im Vergleich zum Tag viel weniger Bisse aber wenn es einschlug, dann war es oft ein stattliches Exemplar.

 

Zwischen den Hechten waren auch die Zander rege unterwegs. Bereits bei den sehr heftigen Bissen war sofort klar, wer sich den Köder einverleibt hatte.

 

Und zwischendurch? Da ließen es sich die Barsche nicht nehmen neben der Futterkonkurenz nach Beute zu suchen. Deren Bisse waren denen der Zander ähnlich.

Nacht für Nacht ging das so. Die Fluchten der Hechte und Zander waren deutlich heftiger als bei Tagesfängen. Vielleicht stehen sie bei nächtlichen Beutezügen stärker unter Adrenalin. Wie dem auch sei, die Sustain 4000FI machte durchweg einen super Job. Das oft gepriesene Bremssystem funktioniert perfekt. Gerade im Drill mit Großfischen zeigt sich deutlich wo die Qualitäten liegen. Das herunterreißen der Schnur von der Spule erfolgt absolut ruckfrei. Da hakt nichts selbst bei starker Belastung. Wichtig, weil dies mitunter der Moment des Schnurbruchs ist. Mit minimalem Drehen an der Stellschraube ist die Bremskraft fein dosierbar. Zudem ist sie mit ihren schlanken 280gr ein Leichtgewicht und ermüdungsfreiem angeln somit dienlich.

 

 

Die beschriebene Resistenz gegen Salzwasser und das wasserdichte Bremssystem kann ich nach dem Wocheneinsatz nur bestätigen. Alles trocken, funktionell und korrosionsfrei.

Bei Hannes schlug es auch derbe ein. Einige „Pbs“ fielen bei ihm im laufe der Nächte. So sehen glückliche Angler aus:

 

Keine Regel ohne Ausnahme. Ja ja, sorry, ich hatte mir vorgenommen nur Jigs zu leiern. Bis auf die letzte Nacht, da musste ich mit den Vorsätzen brechen. Nach den ganzen Hechten war mir der Sinn nach einem großen Abschlußzander. Der wurde dann sauber und fein gedropshottet.

In dem Fall mit der neuen Shimano Sustain Casting CSUSAX63M und einem Wurfgewicht von 14 – 35gr in Verbindung der mit der Shimano Curado 71XG. Eine tolle ausgwogene Baitcastkombo die sicher mit großen Gegnern fertig wird.

In diesem Sinne, falls es tagsüber einmal nicht optimal läuft und man die Möglichkeit hat auf die Nacht auszuweichen, dann macht das. Es kann sich lohnen.

Euer Eric

Die perfekte Bass-Rubber-Kombo

Heute nur ein gar kurzer Beitrag. Wie ihr bald sehen werdet, bzw. gesehen habt und auch schon merhfach lesen durftet, haben Dustin und ich auf Sardinien mit unterschiedlichem Erfolg mit Rubberjigs geangelt. Dustin hat das sehr gut gemacht. Ich kann mich über Bisse auch nicht beschweren. Nur meine Bissverwertung war unter aller Sau. Das kenne ich überhaupt nicht von mir und wenn ich ehrlich bin, hat das auch ein bisschen genervt. Wie gesagt: 3 Wochen Straflager. Rubber-Training. Auf Barsch bin ich da echt gut. Rubber-Jigs sind mit meine Lieblingsköder und haben mir schon viele schöne Flussbarsche gebracht. Mit T-Rig und Carolina auf Blackbass? Kein Problem! Aber die Kombo Rubber-Jig und Bass bereitet mir unerklärliche Probleme. Das Hagane-Video hätte ich z.B. auch noch mit einem guten Bass veredeln können. Leider habe ich kurz vor Drehschluss einen mächtigen Biss – den härtesten der ganzen Tour – versemmelt.

Wie wir gerubbert haben?

MH-Rute (beide mit der Expride 168MH2), Baitcaster (ich mit einer Metanium und Dustin?) und dickem Fluorocarbon (0,30er bis 0,40er). Die Kombo wird bei mir genau so gelassen und dann in Spanien so lange gefischt, bis alle Bass kleben bleiben, die meinem Rubber ins Maul nehmen und wegtragen wollen.

Ab und an habe auch ich einen Bass erwischt. Dustin hat am mindestens ein Drittel mehr Fische gefangen. Wenn das 3 Tage lang so geht, kann man da von einem Trend sprechen. Bzw. von einer kleinen Rubberkrise…

Ich melde mich, wenn es was Neues gibt, an der Rubberfront. Und bestimmt auch schon vorher.

Johannes

Crankbaiten auf sardische Schwarzbarsche

Hi Leude. Ich bin zurück aus Sardinien. Da war ich nicht das letzte Mal. Definitiv. Warum? Seht ihr schon in dieser Woche auf Youtube (BATV) und Shimnao haut auch noch ein Video raus, in dem ich meinen Hagane-Spirit (#confidence) erklären darf. Während meines Trips habe ich so ziemlich alles gefischt, was Bass bringen kann: Swimbait, Spinnerbait, Texas-Rig, Rubber-Jig, Twitchbait, Crankbait usw. Es hat nicht wirklich supertoll gebissen. Am ersten Tag (Samstag) hatte ich gerade mal 2 Bass und ein paar Aussteiger und Fehlbisse – ok, da war ich der dritte Mann im Boot und war beim Abdriften der Felswände derjenige, der seinen Köder durch doppelt abgefischtes Terrain ziehen durfte. Schlecht für die Statistik. War mir aber egal. Es sollten ja noch mehr Angeltage folgen. Gipfeln würde alles im Hagane-Dreh (Dienstag).

Während wir für BATV richtig krass abgerubbert haben (vor allem Dustin – ich hatte eine miserable Bissverwertung und muss im November deshalb zur Strafe ins Rubber-Bootcamp nach Spanien), hat das beim Shimano-Dreh nicht wirklich gut funktioniert. Zwar hatte ich gleich mit dem 2. Wurf einen schönen Bass, aber dann lief es zäh. Und wenn ich ehrlich bin: #confidence zeichnet mich wirklich aus. Ich bin immer zuversichtlich, dass was geht und dass ich einen Zugang zu den Fischen finde. Wenn Du aber nur einen Drehtag hast und von 9 bis 15 Uhr nur drei Fische im Boot sind, davon keiner wirklich groß, fängt auch der Hannes an zu wackeln. Ich hatte wieder alles probiert: Strom 360 GT, T-Rig, Rubber-Jig mit Krebs und Wurm, Shadow Rap usw., habe Wände, einzelne Felsen und flache Buchten abgefischt. Nix wollte so richtig zünden.

Dann kam etwas Wind auf. In der Hoffnung, dass der die Fische ein bisschen aktiviert und ich schneller fischen kann, habe ich einen kleinen Crankbait montiert. Genau gesagt einen Max Rap Fat Shad in Gelb mit orangem Bauch. Schon beim zweiten Wurf hatte ich einen Fehlbiss. Beim 4. einen Bass und dann lief es einigermaßen. Das könnt ihr euch dann selber anschauen, wenn es soweit ist. (Ich gebe den Link hier durch, sobald das Video fertig geschnitten und hochgeladen ist.)

Wie man in Sardinien auf Bass crankt? Bisse gab’s nur, wenn der Köder Hindernisskontakt hatte. Er musste von Felsen abprallen oder den Grund touchieren. Sonst keine Reaktion. Klassisches Cranken eben. Wie man das immer wieder von  den Amis hört, liest und auf Youtube vorgemacht bekommt.

Das stellt besondere Anforderungen an die Schnur. Normal crankt man ja am besten mit Mono. Aufgrund der extrem scharfkantigen Steine verwendet man in den sardischen Bergen aber lieber Fluorocarbon (mindestens 30er). Da läuft der Wobbler evtl. nicht ganz so schön (weil die Schnur so steif ist). Aber das macht nix. Entscheidend ist eh nur der erste Meter und da rattert er über die Steine.

Zwischen den Steinen stehen immer Bass – man muss nur den Schlüssel finden, sie zu aktivieren.

Damit er das tut, muss er tief laufen. Gerade an den Felswänden kommen nur Tiefläufer mit einer relativ langen Tauchschaufel zum Einsatz. In meinem Fall eben der Max Rap Fat Shad.

Gefangen hat der zweite von oben aus der rechten Reihe. Wer von euch hätte den dabei gehabt? Zumindest die Teilnehmer an einem der letztjährigen BA-Treffen (war’s am Möhnesee?) hätten die Chance gehabt. Da war er in einem Starterpaket.

Gefischt habe ich den Köder an einer perfekten Crank-Kombo, bestehend aus einer M-Rute und der Chronarch MGL. Absolut stressfrei. Und genau richtig. Auch das werdet ihr im Video sicher sehen.

Gecrankt wurde mit der Kombo in der Mitte. Chronarch MGL puls Poison Adrena 166M.

Bis die Tage – auf Youtube, am Wasser oder hier…

Johannes

PS: Jetzt habe ich euch heiß auf Videos gemacht und keins geliefert. Fies, nicht? Kann ich ja nicht machen. Hier eins zum Überbrücken:

Zander und Sommersonne?

Letzten Sonntag stand Zanderangeln mit Veit auf dem Plan. Als wir uns vormittags trafen hätte man getrost darüber nachdenken können, bei dem top Spätsommerwetter auf einen gemeinsamen Barschtrip zu switchen. Aber nix da. Veit hatte eine Idee und ich war heiß wie Frittenfett.

Eins war jedoch klar, bei dem starken Sonnenschein mussten wir umdenken. Also wurden intensiv die tiefsten Regionen des Gewässers beackert und wir wichen vom harten Seeboden auf weichen teilweise schlammigen Grund aus.

Der Erfolg gab uns recht. Mit unserer Strategie konnten wir einige sehr schöne Zander an Bord bitten. Auch diesen dicken Racker:

Meine Tageskombo bestand aus der Shimano Technium STEC78M in 2,34m, einem Wurfgewicht von 7 bis 35gr und der Shimano Sustain 4000 FI, welche ich mit 0,15mm Shimano Kairiki bespult hatte. Wie ich finde eine sehr ausgewogene Symbiose zum leichten Zanderfischen. Schön leicht und doch kraftvoll genau wenn es drauf ankommt.

Fazit: sollte das Wetter nicht optimal erscheinen… einfach angeln.

Euer Eric

Gummigeben mit Hannes

Der Herbst da. Die schönste Angelzeit des Jahres. Oft leider etwas kurz. Also Gas und Gummi geben. Die ersten Angeltage der dritten Jahreszeit liegen bereits hinter uns. Resümee: die Fische beißen echt gut.

Am letzten Wochenende ging es gemeinsam mit meinem Freund Hannes auf Schlauchboottour. Mit diesen kleinen Booten ist ein schneller und flexibler Einsatz ohne viel Aufwand möglich. Da die Boote aufgebaut transportiert werden, ist man innerhalb kürzester Zeit nach der Ankunft am Wasser startklar.

Wir fischten mit Erfolg mehrere kleinere Gewässer in der Nähe ab.

Unsere Taktik für die Tage war stets die gleiche. Zunächst das Gewässer lesen und große  Futterfischschwärme im Freiwasser suchen. Diese beackerten wir anschließend mit großen Jig-Spinnern und Gummifischen am schweren Bleikopf im Mittelwasser. Die Entscheidung fiel bewußt auf schwere Köder, weil diese beim Einkurbeln sehr gut in tiefem Wasser geführt werden können. Viele Fische gingen in Tiefen um zirka 7 Meter ans Band.

Dabei nutzte ich direkt die Gunst der Stunde und weihte die neue Shimano Expride 272MH mit einem schönen Barsch ein. Jeder Einschlag in den Hi-Power Blank ist ein wahrer Genuss und im anschliessenden Drill zeigt sie souverän ihr Rückgrat.

Die neue Expride und ich scheint wohl Liebe am ersten Angeltag zu sein. Ich geb sie nicht mehr her…

PS: Das ich mich am Anfang des Jahres für das Black Boat 230 entschieden habe, war auch diesmal der Schlüssel zum Erfolg. Man kommt mit nichts schneller und trockener zum Fangplatz. Gummi geben bringts…

Euer Eric

Traumstart in eine hoffnungsvolle Spinnanglerinnen-Karriere

Samstagmorgen in Stralsund. Eigentlich bin ich mit Dustin und einem Kameramann verabredet, um endlich mal wieder eine BATV-Folge zu drehen. Doch Dustin ist krank und hat mir mitten in der Nacht eine SMS geschrieben, die mir bedeutete, dass ich uns aufgrund seiner fiebrigen Erkältung allein auf dem von Daniel und Tony veranstalteten Großevent auf dem Strelasund vertreten muss. Erstmal: Danke an dieser Stelle für die SMS. Hat mich aufgeweckt und richtig eingeschlafen bin ich danach nicht mehr. Ich musste ja um 4 Uhr los, um rechtzeitig in Stralsund sein und ich bin ganz schlecht darin, gegen die Uhr zu schlafen. Allerdings hatte Dustins Ausbleiben auch ein paar positive Aspekte: Erstens konnte ich mich nicht anstecken. Zweitens musste man sich das Genöle nicht anhören, das aufgrund der frühen Anstoßzeit garantiert gewesen wäre. Drittens habe ich durch die Schöne-Absitnenz Deutschlands größte Nachwuchshoffnung am Frauenangelhimmel kennengelernt. Viertens war’s nicht nur lustig, sondern hochdramatisch.

Nach einem tollen Angeltag sah es zunächst einmal nicht aus. Da ich als einziger von meiner Crew (Dennis, Christian und seine Freundin Isabella) nennenswerte Sunderfahrung vorweisen konnte, hat man mich zum Kapitän ernannt. Oder war ich es selber? Wenn eine Frau an Bord ist, muss man das natürlich ausnützen. Und so folgten wir Bellas Intuition und ließen meine Sundkenntnisse in die Platzwahl mit einfließen. So nach dem Motto: „Nach rechts oder nach links?“ „Rechts.“ Ok. Da rechts eine ganze Weile nichts ging, fragte ich: „Hafen oder nach links hoch?“ „Hafen.“

Also Hafen. Und da hat es dann gescheppert. Ich habe leider keine Fotos. Das ist umso ärgerlicher, da ich mir für den Tag extra Veits Lesath ausgeliehen habe und ein paar schöne Drill- und Fischbilder herausgespringen hätten können, die es mir ermöglicht hätten, einen Blogbeitrag über diese Traumrute nachzuschießen. Ich wollte die jungen Leute aber nicht vom Fischen abhalten. Und das war auch gut so. Denn nachdem ich einen 38er und einen 40er Barsch gefangen hatte, verteilte ich Erfolgsköder und dann hat es mächtig geklappert.

Man muss dazu sagen, dass Bella erst seit Montag letzter Woche im Besitz eines Fischereischeins ist, bis zum Samstag noch keinen Raubfisch gefangen hat und vor diesem Hecht die Drillerfahrung von einem 28er Karpfen und einem 18er Barsch, der kurz vorher kam, aufweisen konnte. Dementsprechend spannend war der 7-minütige Fight auch. Der Fisch war dreimal „weg“ (keine Spannung auf der Schnur), schwamm ins Ankerseil und verursachte schon während der Auseinandersetzung Muskelkater. Letzten Endes konnten wir den Fisch aber landen und ein schönes Foto davon knipsen. Eins der schönsten in meinem Archiv, finde ich.

Strahlen in Stralsund. 114 cm verteilt auf Bella und ihren Assistenten.

Petri, Bella! Und schönen Start in die Woche euch allen!

Johannes

 

Der Anti-Hagane-Spirit

Dies ist eine kurze Geschichte. Eine aus dem wahren Angelleben, wie sie die meisten von euch Blogbesuchern kennen: Man freut sich auf ein Angelwochenende am Spitzengewässer. Man hat sich eingestellt auf schöne Fische. Man möchte sie mit Methode XY fangen. Die hat ja letztes Mal so gut geklappt. Und dann fällt das alles in sich zusammen wie ein Kartenhaus im Wind. Die Fische sind nicht da, wo sie sein sollten. Die Fische, die man findet, sind entweder inaktiv oder reagieren einfach nicht auf das Angebot, das ihr ihnen macht. Dann ist es noch ein bisschen ungemütlich da draußen im Wind. Die Echolothalterung passt auch nicht so recht. Die Speicherkarte der Kamera habt ihr auch noch vergessen. Und irgendwann hat man sich dann selber so weit runtergezogen, dass man sich zwar an der Natur erfreut und an den Schmaulis aus der Verpflegungsbox. Aber an erfolgreiches Angeln ist nicht mehr zu denken.

Das ist der Anti-Hagane-Spirit. Der geht eigentlich gar nicht klar. #noconfidence

So bin ich eigentlich auch nicht unterwegs. Aber diese Talsperren im tiefsten Westen schaffen mich manchmal echt. So auch am letzten WE beim BA-Treffen am Möhnesee. Nicht gut! Gar nicht. Da war mehr drin. So wie immer etwas drin ist, wenn man kämpft.

War da echt nicht mehr drin, Junge?

Ich geh heute wieder raus, wenn es nicht zu doll regnet. In die City. Und ich werde sekündlich mit einem Einschlag rechnen. Und das macht ihr bitte auch!

Confidence rulez!

Johannes

BarschInferno 0817

Der vergangene August hatte es derbe in sich. Im nachhinein ist es schwer zu sagen, woran es genau lag. Am durchwachsenen Wetter und den niedrigeren Wassertemperaturen, als in den Vorjahren? Etwa an den großen Niederschlagsmengen, die auch mehr Sauerstoff ins Wasser bringen? Vielleicht hatten diese Wetterkapriolen einen entscheidenden Anteil daran.

Auf jeden Fall wird der August 2017 mir immer in Erinnerung bleiben, als einer der erfolgreichsten Barschmonate ever. In punkto Durchschnittsgröße und auch Frequenz habe ich zuvor so etwas noch nicht erlebt. Keine „Schneidertage“ und die extreme Beisslaune der Barsche war zudem nicht nur auf bestimmte Gewässer beschränkt. Einige „Kollegen“ aus meiner Region machten ähnliche Erfahrungen. Die Vormittags- und Abendstunden erwiesen sich als die effektivsten.

Stets mit an Bord war die Shimano Expride 265ML2 bis 12gr Wurfgewicht in Verbindung mit der Shimano Stradic1000FK. Oder auch die Shimano Expride BFS war am Start, an die ich die neue Shimano Aldebaran schraubte.

Beide sind optimale Barschruten und trugen wesentlich zu meinem Erfolg bei. Denn zum Beispiel die Quote der auschgeschlitzten Barsche war sehr gering.
Ein fängiger Köder war unter anderem der Rapala Shadow Rap Shad Deep.

Agressiv getwitcht ist er eine Bank auf große Barsche.

Immer wieder ein Joker ist das Double Zulu Rig mit zwei Ködern. Sind die Barsche gierig, gibts einen Doppelschlag.

Übrigens auf den ganzen Bildern auch gut zu erkennen: mein Lieblings – Angelhoody 2017.

Jeder Barsch ist auf seine eigene Weise individuell. Dieser hier ist für mich einer der schönsten:

Schade, dass mir jetzt leider die Zeit fehlt, den August in den September zu verlängern.

Wenn ihr diesen Blog lest, werde ich bereits in Norwegen auf dem Atlantik sein.

Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Euer Eric

Barsch oder Maräne?

Übermorgen geht’s zum Barsch-Alarm-Treffen an den Möhnesee. Da wird sich die Frage stellen: „Barsch oder Raub-Maräne?“ Was meint ihr? Barsche fange ich ja das ganze Jahr. Maränen-Dropshotten geht nur am Möhnesee. Bzw. nur an Seen, an denen es große Maränen gibt. Am Möhnesee gibt’s die.

Angelkumpel MaxiMiMaxiMaMaxIsDa mit 54er Raubmaräne.

Man befischt die Teile pelagisch mit Dropshot, kleinem Gummifisch und einem Echolot. Das haben wir zum ersten Mal selber probiert. Und gleich nach einer halben Stunde schlug die Königsmaräne ein.

Jawollo! Da biegt sich die Dialuna mit der Taftec-Spitze (eigentlich ja meine Flunderrute) ordentlich durch.

Brutal kampfstark sind die biester und fühlen sich an wie Hechte. Komisch…

Es soll ja 70er Maränen da geben oder noch größere. Aber so ein Möhne-Meter ist zum Auftakt ja fast noch geiler.

Das Maränen-Shotten ist ein bisschen wie Computer-Zocken. Man schaut den ganzen Tag aufs Echolot, lässt den Köder runter, zieht ihn hoch, sieht die Fische mitkommen und irgendwann steigt dann ein Fisch ein.

Max mit Maräne No. 2

Kleine Action-Shads laufen am besten…

Eine neue Art des Angelns für mich entdeckt. Da kommt Freude auf.

Max landet an.

Ein Doppelschlag. So muss es laufen…

Ihr seht ja auf den Bildern, wie viel Spaß das gemacht hat. Da werden es die Barsche schwer haben. Bzw. müssen die echt mal richtig gut beißen, damit ich meinen diesjährigen Bootspartner Top Snyder nicht zum Maränen-Zocken verdonnere…

Schönen Tag euch!

Johannes