Pfingst-Review

Hallo Leute,

wie Johannes schon hier im Blog geschrieben hatte, waren wir trotz der großen Hitze über Pfingsten zusammen auf der Zanderjagd in Brandenburg unterwegs. Die Hitze an sich ist ja nicht ganz so schlimm, aber an diesem Tag war es noch nahezu windstill und das war echt der Wahnsinn. Trotz der hohen Temperaturen konnten wir aber phasenweise sehr gute und sehr viele Zander überlisten.

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Wir mussten gar nicht wie so oft die Zander lange suchen. Wir fingen gleich am ersten Spot ein paar Zander.

IMG_0187IMG_0193Zwischendurch gab es immer wieder ein paar Barsche.

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Gegen Mittag gab es dann eine kurze Abkühlung.

IMG_0194IMG_0186Zum Glück rudert der Johannes so gerne ! Am nächsten Spot gab es auch gleich wieder Zander.

IMG_0209Und sie wurden immer größer.

IMG_0215IMG_0216 Zum Schluß noch mein Set-up.

Da wir in einem See fischten, der max. 4 tief war, habe ich dementsprechend mit einer relativ leichten Rute gefischt.

Rute : Antares in 2,40m bis 40Gr.

Rolle: Stradic CI4  4000.

Schnur: Power Pro 8 Slick in 0,13 mm.

Vorfach : Antares Fluorocarbon 0,34mm.

Danke fürs Vorbeischauen.

Fußball-Fieber vs. Zander-Zuppelei

Derzeit gilt es, drei Dinge miteinander zu vereinen: die Fußball-WM, die Zander und die Arbeit. Ganz schön anstrengend, wenn man möglichst viele Spiele sehen, arbeitstechnisch am Ball bleiben und erfolgreich Zanderangeln will. Da spielt es einem schon in die Karten, dass die Fußballspiele abends laufen. So kann ich von früh morgens an arbeiten, mittags angeln und abends glotzen. Oder früh morgens angeln, mittags arbeiten und dann aus dem Bürosessel zum Sprung vom Computer auf die Couch ansetzen – je nach Wetterlage.

Das geht zwar ganz schön an die Substanz, solange wir aber so spielen wie gegen Portugal, bin ich als Fan ja auch nicht besonders gefordert. Da ist das Zanderangeln schon eine andere Nummer. Hier probiere ich derzeit sehr viel aus. Wann immer ich mit meinen Kollegen unterwegs bin, nutze ich diese als Kontrollgruppe und teste Hardbaits, verschiedene Rigs, Shaky Heads, Großgummis oder Krebse und Creatures, wo die Jungs mit regulär auf den Jighaken gezogenen Gummis fangen. Das ist teilweise sehr aufschlussreich. Aber ich fange mir so auch viele Schlappen ein. Als VfB-Fan kann ich mit Niederlagen aber umgehen. Außerdem lassen es das Wetter und mein Zeitmanagement derzeit zu, dass ich schon am nächsten Tag wieder auf den Brettern stehe, die meine Welt bedeuten. Aus den Fehlversuchen ziehe ich wirklich viel Kraft, oft fällt mir während eines Spieles dann ein, wie ich es besser machen kann und tatsächlich werde ich dann oft mit guten oder vielen Fischen für meinen Einsatz belohnt. Mal ist es ein unvermuteter Barsch-Run aufs C-Rig,…

carolina-barsch
…mal beweise ich mir, dass man sehr wohl mit Krebsen am Shaky Head fangen kann (auch wenn es Leute gibt, die meinen, dass das nur mit auftreibenden Würmern klappt)…

shaky-barsch
…und dann fange ich derzeit wirklich ganz gut Zander. Noch nicht weltmeisterlich. Aber das kann ja noch kommen.

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Ich wünsche euch, dass ihr diese Phase gerade genauso genießen könnt wie ich und dass WIR jeden Gegner so im Griff haben wir Portugal! Und jetzt geht’s dann auch gleich aufs Wasser, große Sloppies baden. Und einen neuen Barschspot habe ich gestern auch entdeckt.

In diesem Sinne: Petri Heil und spannende Spiele!

Johannes

Sommer, Sonne, Barsch & Zander

So. Jetzt ist das Pfingstwochenende vorüber. Leider. Denn uns Berlinern bliebt die Hitze noch ein bisschen länger treu als dem Westen der Republik. Und so werden die meisten Hauptstädter wohl bei 35 Grad im Büro sitzen bzw. auf der Arbeit schwitzen. Bevor das Thermometer aber in unangenehme Bereiche klettert, haue ich nochmal einen kleinen Pfingst-Review-Eintrag raus.

Was habe ich also Pfingsten gemacht? Ich bin in Berlin geblieben und habe von hier aus mehrere Seen angesteuert. Primär auf Zandersuche. Ein paar habe ich dabei auch gefunden.

zanderzanderpraese
Dass ich dann oft doch am Barsch kleben bleibe, ergibt sich irgendwie zwangsläufig.

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Ganz wichtig für die nächste Brutzel-Periode: Sorgt dafür, dass euch die Sonne nichts anhaben kann. Eine Kappe, ein Halstuch und wirklich starke Sonnencreme sind absolute Pflicht, wenn man bei 35 Grad und Sonnenschein aufs Wasser geht.

survival-kit
Ich habe einen Tag lang meine Füße vergessen und werde seit 4 Tagen mit einer starken Rötung und einem pulsierenden Brennen daran erinnert.

verbrannt
Und noch ein Tipp: So ein Nudel-Salat ist nicht nur einfach herzustellen, sondern stellt auch eine hervorragende Mahlzeit für zwischendurch da.

nudelsalat
Die gibt Kraft für 1000 Ruderschläge,…

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… 100 Barsche…

carolina-barsch
…und mindestens 10 Zander. (Ich hätte also durchaus noch ein bisschen Luft gehabt.)

hop-zander
In diesem Sinne: Winkewinke und viel Petri Heil!

inkewinke

Johannes

136 Zentimeter Hecht an einem Stück!

Hallo Shimano Freunde, besonders freue ich mich über den Fang eines aussergewöhnlichen Fisches. Noch mehr freut es mich wenn mein Gast einen schönen Fisch fangen kann. Die Hechtoma, die Andreas fangen konnte, war 136 cm lange und freute uns beide sehr. Das Gewicht haben wir nicht ermittelt, aber wir schätzen den Fisch auf knapp 40 Pfund.

andihecht

Gefangen wurde der Fisch mit der Beastmaster BX Boat 240 M,

beastmaster-ruten

einer 4500 US Baitrunner mit 0,36 PowerPro Depth-Hunter,…

us-baitrunner

0,50 mm Tiagra FC Puffervorfach, 0,80 mm Tiagra FC Hauptvorfach…

vorfach

und der Köder war ein großer Gummifisch.

weiteres von der Light Specialist

Hallo Leute,

schon im letzten Blog hatte ich von der Vielseitigkeit der Shimano Purist Light Specialist berichtet. Nach einigen Sitzungen mit englischen Balsa Stick Posen und der Centrepin Rolle, leichten bis mittelschweren Feederfischen war nun endlich die “wahre” Belastungsprobe dran: Karpfenangeln mit dem Method-Feeder und Mini-Boilies. Ich habe lange überlegt, ob ich das dem edlen Zauberstab wirklich antun soll, denn die Karpfen in meinem Heimatgewässer Havel sind meist ganz schöne Klopper. Darüber hinaus habe ich als Raubfischangler eigentlich keine Ahnung vom “echten” Karpfenangeln. Und so band ich nach Anleitungen aus dem Netz meine ersten “Stiff-Rigs”. Das war einfacher als erwartet. Mein Stiff Rig besteht aus einem festmontierten Methodfeeder (25g + 10g aufgedrücktes Futter), einen 20cm 0,35mm Fluorocarbon (Ultegra), einen AAA Klemm-Schrot, einem Ring als Gelenk, 15cm geflochtenes Karpfenvorfach (20 lbs) und einem superscharfen Karpfenhaken der Größe 6, angebunden mit der “No-Knot” Verbindung mit Haar. Die Light Specialist baute ich auf in der 3,35 m Länge mit der stärkeren 1,25 lbs Avon-Spitze. 50g schwere Montagen lassen sich so noch gut werfen. Als Rolle verwendete ich die 4000er Shimano Sustain FG mit der geflochtenen Power Pro Depth-Hunter mit der Tragkraft von 9kg (0,15mm). Die Schnur hat alle 10 m eine andere Farbe, das war hier sehr vorteilhaft, um auch in der Nacht genau auf den Futterplatz zu kommen. Als Sicht-und Reibungsschutz (Muschelbank!) band ich an die geflochtene Hauptschnur eine 6m Fuorocarbonspitze aus Ultegra 0,35mm ein, an deren Ende dann die oben beschriebene Fang-Montage kam. Insgesamt kam das Gerät so schon ganz schön leicht rüber, aber ich hatte ja schon einige große Friedfische und mittlere Karpfen mit der Rute gedrillt.

Jetzt wurde es also wirklich ernst, vorbei an den dicken Giebeln der letzten Tage ging`s jetzt an die wirklich dicken Fische. Ich war ziemlich gespannt. Schleien gab es am letzten Sonntag keine, und auch gestern Nacht fing ich zunächst nur große Brassen. Das war eigentlich gut, denn so konnte ich echtes Vertrauen in die Montage gewinnen. Alle Brassen hingen Stiff-Rig-bedingt sauber mittig in der Unterlippe gehakt. Wirklich beeindruckend! Unbedingt im Netz mal Stiff-Rig eingeben. Auch für die knotenlose Haken-Haar-Verbindung gibt`s im Internet viele tolle Anleitungen (No-Knot Verbindung). Der einzige Karpfen kam dann lange nach der Dämmerung heute Morgen. Ich sage nur noch: Belastungstest bestanden!

Viele Grüße, Jochen Dieckmann

immer wieder richtig Spaß haben mit der Purist Light Specialist

immer wieder richtig Spaß haben mit der Purist Light Specialist

noch ein paar tolle Giebel

noch ein paar tolle Giebel

wirklich tolle Giebel

wirklich tolle Giebel

aber dann wurd`s mal wieder echt Zeit für eine Bootstour

aber dann wurd`s mal wieder echt Zeit für eine Bootstour

nächtlich Windstille und Mücken, oder ist das hier etwa eine Elfe...?

nächtlich Windstille und Mücken, oder ist das hier etwa eine Elfe…?

die Brassen bissen wirklich gut und alle waren genauso perfekt gehakt wie dieser

die Brassen bissen wirklich gut und alle waren genauso perfekt gehakt wie dieser

also: "Augen zu und durch" die Nacht

also: “Augen zu und durch” die Nacht

aber dann: ein krasser Run in offene Kopfbremse!

aber dann: ein krasser Run in offene Kopfbremse!

ein sehr heftiger Drill, der Fisch geht zunächst bin das Seerosenfeld...

ein sehr heftiger Drill, der Fisch geht zunächst in das Seerosenfeld…

jetzt kann die " Ligthtie" zeigen was in in ihr steckt...

jetzt kann die ” Ligthtie” zeigen, was in in ihr steckt…

und das ist sehr viel Blank-Power, die Sustain bremst die Fluchten des Karpfen dazu seidenweich ab

und das ist sehr viel Blank-Power, die Sustain bremst die Fluchten des Karpfens dazu seidenweich ab

perfekt gelaufen: der 75cm geballte Havelpower liegen gezähmt auf der Matte

perfekt gelaufen: 75cm geballte Havelpower liegen gezähmt auf der Matte

Härtetest bestanden!

Härtetest bestanden!

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ach ja: mein Method-Feeder-Stiff-Rig, vor dem Auswerfen wird noch Futter auf die Rippen geknetet

ach ja: mein Method-Feeder-Stiff-Rig, vor dem Auswerfen wird noch Futter auf die Rippen geknetet

 

 

Tanz in den Mai

Vielerorts beginnt am 1. Mai die neue Raubfischsaison und manche Angler haben nach der Schonzeit nur Hecht, Zander und Co im Kopf.

Dabei beginnt gerade jetzt eine der besten Zeiten für die Dorschangelei vor der Küste Rügens. Die Ostseeleoparden haben ihr Laichgeschäft ebenfalls beendet und schlagen sich nun am reich gedeckten Tisch die Bäuche voll. Sprotten und die massenhaft auftretenden Sandaale gehören jetzt zur begehrten Beute.

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Perfekt in dieses Beuteschema passen da der Ultra Shad und der Ultra Eel von STORM.
Der Ultra Eel imitiert perfekt einen flüchtenden Sandaal und ist perfekt, wenn die Dorsche im flachen Wasser von etwa 8 bis 12 Metern jagen. Besonders gern fische ich dann die Variante in 18 cm/40 g.

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Der Ultra Shad kommt bei mir in etwas größeren Wassertiefen von 12 bis 20 Metern zum Einsatz. Die stromlinienförmige Kopfform und die des Gummikörpers sorgen dafür, dass der Shad schnell den Boden erreicht und dort mit seinen extrem rollenden Bewegungen einen Fisch nach dem nächsten verführt.

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Oftmals kommen die Dorsche dem Köder bereits in der Absinkphase entgegen und attackieren ihn schon im Mittelwasser. Auffallend zu vergleichbaren Ködern ist die hohe Durchschnittsgröße der gefangenen Einzelexemplare. Besonders gern fische ich die Versionen 15 cm/50 g und falls große Dorsche am Platz sind auch die 18 cm/80 g Version.

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Gebt dem Ultra Eel und dem Ultra Shad also mal eine Chance bei der nächsten Dorschtour und ihr werdet garantiert von den Fängen überrascht sein.

Robert Balkow

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Klein auf Hecht

Hey Blog -Leserinnen und -Leser,

die Hechtangelei ist im vollen Gange,  auch wenn in meinem Hausgewässer noch nicht alle Fische an den gewohnten Plätzen sind. Das Freiwasser ist immer noch ziemlich brassenfrei, deswegen geht es weiter im Flachwasser mit der Fliegenrute und der mittel-leichten Baitcaster. Über das Streamern auf Hecht hatte ich ja in meinem letzten Beitrag schon erzählt. Darum jetzt ein Bericht über die Angelei auf Hecht mit relativ kleinen Ködern. Damit meine ich ca. 10cm lange Gummifische und/oder Wobbler. Meine derzeitigen Favoriten sind dafür vor allem der 11 cm Trigger X Slop-Hopper mit 7-10g Bleiköpfen und einige der genialen Rapala- Wobbler. Diese Köder lassen sich sehr gut mit einer 10-30g Spinnrute werfen. Ich kurble sie im “Swimbaitstil” meist einfach ein und kann auf diese Weise den Angelplatz schnell abfächern. Ich bin der Meinung, dass diese schnörkellose und überwiegend spinnstop-freie Köderführung den Frühjahrshechten am besten schmeckt. Ich benutze für das “kleine Hechtangeln” eine Baitcaster-Kombi: die Rute ist die einteilige Shimano Nasci Bass Cast mh mit der Shimano Chronarch 201E7. Die straffe 1,95m Rute und die schnelle 7,0:1 übersetzte Rolle macht einfach nur Spaß – es fischt sich effektiv und ermüdungsfrei. Aufgespult habe ich die 5,9 kg tragende Sufix 832, damit ist der Angelgenuss dann wirklich komplett! Fehlen nur noch die Hechte…

Mit freundlichen Grüßen, Jochen Dieckmann

Rapalas, Sloppis und Streamer für das kleine Hecht 1x1

Rapalas, Sloppis und Streamer für das kleine Hecht 1×1

der NASCI-Schatz und das Stahlvorfach

der NASCI-Schatz und das Stahlvorfach

201er Chronarch, die extrem glatte Sufix 832 und der Rapala Flat Rap Barsch

201er Chronarch, die extrem glatte Sufix 832 und der Rapala Flat Rap im Barsch-Look

...und Action!

…und Action!

am liebsten mit Sonne

am liebsten mit Sonne

Fehlbiss! Sch...!

Fehlbiss! Sch…!

...aber der hängt!

…aber der hängt!

ein Mittagssonnenhecht

ein Mittagssonnenhecht

ich liebe dieses Muster

ich liebe dieses Muster!

und der Hecht mochte den 11er Slop-Hopper

und der Hecht mochte den 11er Slop-Hopper anscheinend sehr

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Barsch-Alarm-Tour-Foto-Parade die Zweite.

Liebe Blog-Leserinnen und -Leser, in den letzten Wochen bin ich leider nicht so oft ans Wasser gekommen, deshalb hier ein kleiner Rückblick. Wie Johannes schon Anfang Januar hier im Blog geschrieben hat, waren wir zusammen im Oktober und November zusammen am Peenestrom unterwegs. Im Oktober wurden wir phasenweise echt verwöhnt. Wir konnten Barsche bis 47cm überlisten. Zander und Hechte fingen wir zwar in vernünftigen Stückzahlen, doch leider waren gerade die Zander oft nicht größer als 55 cm. Hier einfach mal ein paar Bilder vom Trip.

IMG_6866IMG_6852IMG_6875IMG_6864Wir hatten fast in jedem Wurf einen Barsch. Der Peenstrom ist schon echt der Hammer an manchen Tagen.

IMG_6914Mit 47 cm der größte Barsch vom Trip.

IMG_6876Der Slop Hopper war wieder Mal der Abräumer.

IMG_6850Wie schon erwähnt, waren die Zander leider oft nicht die Größten.

IMG_6993Der war schon ganz ordentlich.

Ich hoffe, dass ich nächster Zeit mal wieder ans Wasser komme. Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

Im April geht’s wieder den Schwarzbarschen an den Kragen, aber diesmal in Europa !!

Danke fürs Vorbeischauen.

 

6er im Angel-Lotto

Gestern am Peenestrom: Bestes Wetter. Aber hammerharter Ausstrom. Nachdem das Barschangeln in den Rinnen und vor der Brücke megaschlecht lief, habe ich Lars und Rico gefragt, ob wir‘s mal an der Entenfarm versuchen  wollen. Da waren die beiden gleich dabei. Schließlich ist da auch die Hechtchance groß und auf Barscheln hatten sie keinen Bock mehr. „Barschangeln macht nur Spaß, wenn die richtig da sind.“ So eine Denke schleicht sich wahrscheinlich zwangsläufig ein, wenn man phasenweise den ganzen Tag einen Biss nach dem anderen abfeiern kann. Mir ging’s an der Entenfarm aber weiter um die Barsche. Hier hatte ich im Februar vor 2 Jahren mal einen genialen Barschtag.

Das Hechtangeln hat richtig gut geklappt. Innerhalb einer Stunde war bei Rico und Lars die Rute 6 mal krumm. Dazu gab’s noch ein paar Fehlbisse.

lars_drillt

Lars war als erster dran. Er hatte auch die meisten Hechte (4).

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Hechtschnabel im Anflug.

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Dann war Rico an der Reihe. Er fing den größten Fisch. Der könnte einen Meter lang gewesen sein.

Und an der Barsch-Front? Da war gar nix los. Weil Lars und Rico viel auf Perlmutt-Silverflake-Pepper mit grünem Schwanz fingen, montierte ich mir einen kleinen Gummifisch in einem ähnlichen Dekor an einen extrem leichten Jig. Vielleicht würde ich ja einen Hecht fangen oder vielleicht stehen die Barsche ja auch auf ganz langsame Köder. Auswurf an die Kante zum Fahrwasser. Erste Absinkphase. Biss. Anhieb. Widerstand. Und plötzlich nix mehr. Weg? Mist. Parallel nachkurbeln. Die Schnur wurde immer schlaffer. Widerstand! Und was für einer. Schnell die Bremse öffnen. Und ab ging die Luzi. „Den haste quergehakt, Hannes!“ „Meinste? War echt ein doller Biss.“ Es folgten wilde Fluchten. „Also ich würd ja fast sagen, dass das kämpft wie ne Mefo. Aber Du hast bestimmt recht. Am Ende ist es noch ein tollwütige Brasse.“

Und dann kam der Fisch näher und mit ihm der magische Moment, in dem man seinem Kontrahent das erste Mal in die Augen schaut. Tatsache! Mefo! 68 cm lang. Der Gewinner im diesjährigen Silberlotto heißt: Johannes Dietel.

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Ich bin mir nicht sicher, ob ich nicht lieber einen 6er im echten Lotto gehabt hätte. Aber eine Mefo im Angel-Lotto ist auch nicht zu verachten. Die Freude war jedenfalls genauso groß wie die Überraschung.

Statistischen Berechnungen des in Zecherin auf Usedom beheimateten Team Baltic Fishing fängt maximal ein Angler pro Jahr eine Meerforelle im Peenestrom. Nicht dass da niemals Silberblitze durchziehen. Das passiert gelegentlich. Aber der Strom ist trüb. Die Sichtweite beträgt selten mehr als 50 cm. Aktuell sind es z.B. ungefähr 30 cm. Und zur entsprechenden Jahreszeit zieht eigentlich niemand einen Köder durchs Wasser, den eine Mefo interessieren würde. Ausgenommen die Barschangler mit ihren kleinen Gummis. Aber da muss schon viel zusammenkommen, um so einen Fisch zu fangen. Wenn man ihm den Köder nicht exakt vor die Nase wirft, hat man keine Chance. Und die Chance, dass man das tut, ist in Anbetracht der seltenen Besuche und der großen Wasserfläche verschwindend gering. Umso glücklicher bin ich, dass es in diesem Jahr ausgerechnet mich erwischt hat.