10 Jahre Shimano

10 Jahre bin ich nun schon stolzes Mitglied im Shimano Raubfischteam. Dieses Jubiläum möchte ich nutzen, um einmal einen kleinen Rückblick in diese Zeit zu machen, die mit tollen Erlebnissen am Wasser, vielen schönen Fischen und dem Kennenlernen vieler Gleichgesinnter gespickt war.

Zuerst möchte ich mich aber bei den Verantwortlichen der Firma Shimano dafür bedanken, dass sie mir über diesen doch langen Zeitraum das Vertrauen geschenkt haben.

DANKE!

Immer wieder kann man in verschiedenen Medien lesen, dass es Teamangler besonders schwer haben, denn sie müssen ja ständig möglichst viele und große Fische fangen. Einige sollen dabei sogar tricksen oder ganz auf illegale Methoden zurückgreifen, munkelt man… Ich, und ich denke ich kann auch für meine Teamkollegen sprechen, unterliege diesem Druck nicht. Wir dürfen mit dem besten Angelgerät angeln, das der Markt mit so hergibt, auch dafür DANKE an Shimano.

 

Gäste & Freunde

Ganz ehrlich: Ob ich den einen Fisch mehr oder weniger fange, ist mir echt fast egal, ich freue mich über ein gemeinschaftliches Erlebnis weit mehr, als über große Fänge die ich alleine machen würde.

 

Stimmen Gerät, Köder und Wasser ist es doch nur eine Frage der Zeit, wann der nächste Fisch kommt. Mir persönlich ist es viel wichtiger, mit den richtigen Leuten zum Angeln zu gehen. Deshalb möchte ich mich an dieser Stelle ganz herzlich bei allen meinen Freunden und Gästen bedanken, die zusammen mit mir UNVERGESSLICHE STUDEN am und auf dem Wasser verbracht zu haben!

Viele dieser Fische konnten wir, und ich sage ganz bewusst wir, da für uns immer das Boot oder die Gruppe zählt, fangen, weil wir zusammen geangelt haben und jeder seinen Teil, sei er auch noch so gering, dazu beigetragen hat, Erfolg zu haben.

Heimatgewässer Sylvensteinstausee

Mein Hausgewässer ist nur wenige Kilometer von mir entfernt. Zusammen mit meinem alten Herrn machte ich dort meine ersten legalen Angelversuche und ich darf sagen: Die Härte, die man für dieses Gewässer braucht, half mir an fremden Gewässern viele Male erheblich weiter. Allgemein ist das Angeln an solchen Gebirgsseen nicht einfach, aber auf meinen Sylvenstein lasse ich nichts kommen…

 

Ich bin der Meinung, wer Guiding anbietet, sollte zu allererst versuchen, dass der Gast bzw. die Gäste die Fische fangen. Zu diesem Thema passen jetzt eigentlich meine eigenen Fangfotos nicht besonders. Aber zum einen gehe ich oft mit Freunden oder alleine zum angeln und zum anderen darf ich bei manchen Gästen auch mitangeln. Und so habe ich im Laufe der Jahre einige Fische fangen können und dabei für Shimano Gerät testen können.

Ich freue mich auf die nächsten 10 Jahre!

Frohe Weihnachten euch und einen guten Rutsch!

Euer Dori

Was war DAS???

Zum ersten Advent gibt’s Tee, Kaffee, Glühwein, Lebkuchen und andere Schmaulis. Und von mir ein Mini-Feature vom Uferangeln in Spanien. Also: Das Bootsangeln am oberen Stausee ist ein Traum. Ich liebe es, vor den Felswänden zu stehen. Ich mag die Buchten und die Sandbänke. Aber Uferangeln mag ich halt auch. Und meine Schweizer Gäste aus Woche 1 mögen das auch.

So sind wir an einem schönen Freitag bei bestem Wetter ausgezogen, um Barsche und Zander vom Ufer zu fangen. Vier Mann im Custom Camper von Janosch.

Ein herrlicher Tag. Gefühlte 20 Grad. Blauer Himmer. Sonnenschein. Kleines Marschgepäck: eine Rute (Lesath bis 40 Gramm plus Twinpower), ein paar Jigs, ein paar Gummifische und Krebse. 2 mal Coke Zero. Couscous mit Paprika, Oliven und Möhren. Fertig.

Und dann sind wir losgetigert. Ich hatte direkt mit dem zweiten Wurf einen Fehlbiss. Die Krebsscheren sauber abgebissen. Präzisionsarbeit. Dann lange nichts mehr. Bei den Kollegen lief es besser. Hier ein 40er Barsch. Da ein 35er. Ich mache Mittagspause und schau mir die Welt an. Wann werde ich das nächste Mal auf einem Felsen sitzen und die Sonne auf mich scheinen lassen? LEBE IM JETZT, Johannes. Sauge das auf. Nicht immer nur den Fischen nachgeiern. Alles hat seine Zeit.

Ich sitze 10 m über dem Wasser und beobachteunter mir einen Spanier, der mit 5000er Rolle und ruchgehendem Geflecht auf Schwarzbarsch fischt (hat er mir später verraten). Er reißt einen Köder ab und flucht. (Den Köder hat Angelkumpel Sascha später rausgefischt und dem Mann Stunden später zu dessen Freude wiedergeben können. Zufälle gibt’s…) Ich bekomme wieder Bock auf Angeln und klettere zu Janosch, der 2 Würfe vorher einen schönen Barsch gefangen hat.

Erster Wurf. Lange Absinkphase. Mann, ist das tief hier. Ich fische einen Krebs am 10 Gramm-Jig. Gerade sage ich Janosch, dass diese Absinkphase ja gar nicht mehr aufhört. Peng. Ein satter Biss im freien Fall. Anhieb. Zander. Hmmm.

Kein Riese. Aber einen schönen Biss hat er gemacht. Aus dem Nichts.

Ich werfe direkt nochmal da hin. Der Köder sinkt. Peng. Anhieb. Barsch.

Über den habe ich mich noch mehr gefreut.

Zwei Würfe. Zwei Fische. Dritter Wurf. Nix. Vierter Wurf. Nix. Fünfter. Nix. Sechster. Nix. Nix mehr. Ende. Es waren meine beiden einzigen Fische des Tages. Irgendwo im Freiwasser. Auf halber Höhe oder kurz darunter. Was war da wohl los? Ein Krebsschwarm im Mittelwasser, der von Zandern und Barschen auseinander genommen wurde? Kleinfischhatz im Mittelwasser und Aggro-Räuber, die drauf gepfiffen haben, was da runtergerieselt kommt? Oder blanker Zufall?

Im weiteren Verlauf des Tages wurde mir dann noch gezeigt, was ich eh schon wusste: Der fleissige Angler fängt mehr und Dropshot kann den Jig in Grund und Boden angeln. Während ich mit dem Gummifisch zur Primetime in der Dämmerung keinen Biss mehr bekam, habe meine Schweizer Kumpels mit kleinen Krebsimitaten und Creatures richtig gut gefangen. Keine 10 m neben mir.

Was ich mit dieser Geschichte sagen will? Schönen 1. Advent euch!!!

Johannes

Nachruf auf eine Lieblingskombo

Sie war perfekt zum Wobbeln, als Texas-Rig-Rute und jiggen konnte man auch mit ihr. Zusammen mit der Chronarch MGL bildete sie eine perfekte Einheit. Ich habe sie zum Schluss mit 25er Fluorocarbon gefischt. Ihren letzten großen Auftritt hatte sie im Hagane-Video #confidence. Sie gab mir immer das Vertrauen, perfekt ausgerüstet an den Start zu gehen.

Und nun ist sie weg. Abgesoffen. Versenkt im Ebro. Ich spreche von der Poison Adrena 166 ML. Meiner besten Hardbait-Rute. Der Verlust ist umso bitterer, als dass sie nicht mehr hergestellt wird. Sie wird mir hier in Spanien fehlen und später auch. Natürlich kann ich sie hervorragend ersetzen.Wir haben noch zwei andere Premium ML-Ruten im Programm. Aber sie ist nunmal eingefischt gewesen, hat viele Fische gefagen, mich auf vielen Angeltrips begleitet und mir stets wertvolle Dienste erwiesen.

Erst kurz vor ihrem Aussscheiden habe ich gedacht: ‘Mann ey.Macht diese Kombo Spaß. Perfekt abgestimmt. Super eingestellt. Easy. Und zusammen mit dem FC lässt es sich ja so geil dropshotten.’

Da war die Freude noch groß über Rute, Rolle, Schnur, Köder und den Barsch. Es sollten noch einige kleine Barsche und ein paar kleine Zander folgen. Dann hat es “PLATSCH” gemacht.

Dann habe ich sie im Rutenhalter oben auf dem Verdeck unseres Bootes bzw. des Bootes von Markus Stegherr abgestellt. Es ist windstill.Wir fahren weit, geben Gas. Keine Welle. Nichts, was den Unfall begünstigen könnte. Und trotzdem ist es passiert. Es hat die Kombo aus dem Halter vibriert. Mit einem Knall landete sie im Heck und ist dann ins Wasser gefallen. Mitten rein. Über 14 Metern. Als wir umgedreht waren, hat sie nochmal kurz gewunken und ist dann abgetaucht.

Ich war der ganzen Tag mies drauf, habe schlecht gefangen, obwohl es ganz passabel gebissen hat und ich habe mir gedacht, dass ihr wenigstens noch ein paar Zeilen widmen muss. Also: Mach’s gut da unten. Ich werd’ dich nicht vergessen.

Und euch allen wünsche ich, dass ihr öglichst keine Lieblingskombos verliert. Passt auf, wo ihr sie hinstellt während schneller Fahrten.

Johannes

Nachts auf Sund und Bodden

Diesmal war es kein Spontantrip, sondern eine länger geplante Urlaubswoche auf Rügen. Das neue Boot meines Angelbuddys Hannes war fit, einsatzbereit und sollte auf Herz und Nieren getestet werden.

Nach einem zähen ersten Angeltag und einigen Gesprächen mit „Kollegen“ schien klar, das derzeit zwar gute Frequenzen möglich sind, aber große Fische eher selten ans Band gingen. Uns war jedoch eher der Sinn nach krummen Ruten und kreischenden Bremsen.

Also Strategiewechsel. Mal das machen was mir schon längere Zeit unter den Nägeln brannte. Nachtspinnangeln. Nach meinen bisherigen Erfahrungen durchaus lohnenswert, da gerade in der Dunkelheit mitunter scheue Großfische auf Raubzug gehen. Dies gilt für Zander sowiso. Aber auch Hechte und Dickbarsche sind durchaus nachtaktiv.

Bei der Köderwahl zum Nachtangeln darf es gerne eine Nummer größer sein, da die Räuber sie schneller wahrnehmen. Uv-aktive Köder sind mitunter der „Joker“.

Bleibt noch die Entscheidung in Sachen Kombo. Normal nehme ich gern mehrere mit um zwischen Ködern, Montagen, Gewichten und so weiter schneller switchen zu können. Beim Nachtangeln erübrigt sich das, da weniger Köder und so weiter zum Einsatz kommen.

Ich wollte wenig „Gedöns“ mitnehmen und mich intensiv mit dem stundenlangen feuern und leiern großer Gummis beschäftigen. Dazu brauchte ich eine stabile und leichte Kombo. Die Rutenwahl fiel spontan auf die Shimano Technium STEC90XH in 2,74m. Eine sehr leichte Rute mit einem hammerharten Rückgrat, die obendrein ein echtes Weitwurfmonster ist.

Bei der Auswahl der Rolle war die Entscheidung einfach. Die Stunde meiner neuen Shimano Sustain 4000FI schlug. Schliesslich genau ihr Einsatzgebiet im leicht salzigen Bodden, wenn mit dicken Hechtdamen gerechnet werden muß.

Die Technium STEC90XH in Verbindung mit der Sustain 4000FI waren am Ende die optimale Wahl. Im Verlauf der Woche angelte ich fast auschliesslich mit dieser Kombo und hatte nie das Verlangen zu wechseln.

Unsere Taktik ging auf. Wir angelten fortan ausschliesslich nachts. Es gab zwar im Vergleich zum Tag viel weniger Bisse aber wenn es einschlug, dann war es oft ein stattliches Exemplar.

 

Zwischen den Hechten waren auch die Zander rege unterwegs. Bereits bei den sehr heftigen Bissen war sofort klar, wer sich den Köder einverleibt hatte.

 

Und zwischendurch? Da ließen es sich die Barsche nicht nehmen neben der Futterkonkurenz nach Beute zu suchen. Deren Bisse waren denen der Zander ähnlich.

Nacht für Nacht ging das so. Die Fluchten der Hechte und Zander waren deutlich heftiger als bei Tagesfängen. Vielleicht stehen sie bei nächtlichen Beutezügen stärker unter Adrenalin. Wie dem auch sei, die Sustain 4000FI machte durchweg einen super Job. Das oft gepriesene Bremssystem funktioniert perfekt. Gerade im Drill mit Großfischen zeigt sich deutlich wo die Qualitäten liegen. Das herunterreißen der Schnur von der Spule erfolgt absolut ruckfrei. Da hakt nichts selbst bei starker Belastung. Wichtig, weil dies mitunter der Moment des Schnurbruchs ist. Mit minimalem Drehen an der Stellschraube ist die Bremskraft fein dosierbar. Zudem ist sie mit ihren schlanken 280gr ein Leichtgewicht und ermüdungsfreiem angeln somit dienlich.

 

 

Die beschriebene Resistenz gegen Salzwasser und das wasserdichte Bremssystem kann ich nach dem Wocheneinsatz nur bestätigen. Alles trocken, funktionell und korrosionsfrei.

Bei Hannes schlug es auch derbe ein. Einige „Pbs“ fielen bei ihm im laufe der Nächte. So sehen glückliche Angler aus:

 

Keine Regel ohne Ausnahme. Ja ja, sorry, ich hatte mir vorgenommen nur Jigs zu leiern. Bis auf die letzte Nacht, da musste ich mit den Vorsätzen brechen. Nach den ganzen Hechten war mir der Sinn nach einem großen Abschlußzander. Der wurde dann sauber und fein gedropshottet.

In dem Fall mit der neuen Shimano Sustain Casting CSUSAX63M und einem Wurfgewicht von 14 – 35gr in Verbindung der mit der Shimano Curado 71XG. Eine tolle ausgwogene Baitcastkombo die sicher mit großen Gegnern fertig wird.

In diesem Sinne, falls es tagsüber einmal nicht optimal läuft und man die Möglichkeit hat auf die Nacht auszuweichen, dann macht das. Es kann sich lohnen.

Euer Eric

Die perfekte Bass-Rubber-Kombo

Heute nur ein gar kurzer Beitrag. Wie ihr bald sehen werdet, bzw. gesehen habt und auch schon merhfach lesen durftet, haben Dustin und ich auf Sardinien mit unterschiedlichem Erfolg mit Rubberjigs geangelt. Dustin hat das sehr gut gemacht. Ich kann mich über Bisse auch nicht beschweren. Nur meine Bissverwertung war unter aller Sau. Das kenne ich überhaupt nicht von mir und wenn ich ehrlich bin, hat das auch ein bisschen genervt. Wie gesagt: 3 Wochen Straflager. Rubber-Training. Auf Barsch bin ich da echt gut. Rubber-Jigs sind mit meine Lieblingsköder und haben mir schon viele schöne Flussbarsche gebracht. Mit T-Rig und Carolina auf Blackbass? Kein Problem! Aber die Kombo Rubber-Jig und Bass bereitet mir unerklärliche Probleme. Das Hagane-Video hätte ich z.B. auch noch mit einem guten Bass veredeln können. Leider habe ich kurz vor Drehschluss einen mächtigen Biss – den härtesten der ganzen Tour – versemmelt.

Wie wir gerubbert haben?

MH-Rute (beide mit der Expride 168MH2), Baitcaster (ich mit einer Metanium und Dustin?) und dickem Fluorocarbon (0,30er bis 0,40er). Die Kombo wird bei mir genau so gelassen und dann in Spanien so lange gefischt, bis alle Bass kleben bleiben, die meinem Rubber ins Maul nehmen und wegtragen wollen.

Ab und an habe auch ich einen Bass erwischt. Dustin hat am mindestens ein Drittel mehr Fische gefangen. Wenn das 3 Tage lang so geht, kann man da von einem Trend sprechen. Bzw. von einer kleinen Rubberkrise…

Ich melde mich, wenn es was Neues gibt, an der Rubberfront. Und bestimmt auch schon vorher.

Johannes