Überraschung beim UL-Jiggen

Liebe Besucherinnen und Besucher,

ich bin mir sicher, einige von Euch haben schon ähnliche Erfahrungen gemacht. Als Barschangler hoffe auch ich immer auf den großen Fang eines kapitalen Stachelritters. Vor zwei Wochen hatte ich an einem Plateau-Rand einen Barschschwarm ausgemacht. Dort fing ich mit jedem Wurf einen kleinen Barsch und dachte gerade darüber nach, den Platz zu wechseln. “Komm, noch 3 Würfe”, schon beim nächsten ein ganz kurzer trockener Biss, Anschlag, großer Wiederstand! Richtig Gewicht! Bestimmt ein grosser Brassen….aber diese Kopfstöße….der Fisch kommt hoch….der größte Barsch, den ich im Wannsee jemals gesehen habe….oh weia, ganz knapp gehakt! Ich verliere den Fisch, beim Keschern, er war zwischen 45 und 50cm, mindestens!

So traurig, diese Erfahrung war, seit dem bin ich sehr motiviert auch an Stellen mit vielen kleinen Barschen. Der “Koffer” kann immer dazwischen sein!

Über diesen Fisch habe ich schon berichtet, auch der kam inmitten vieler Kleinbarsche.

Szenenwechsel. Gestern abend: ich jiggte mit der Expride UL Spinnrute mit einer Krebsimitation am 5g Jigkopf. Bisse von Barschen im Mittelwasser:

Ob es hier auch einzelne Große gab? Aber ja: Biss am Grund, wieder richtig Gewicht, aber doch deutlich weniger Gegenwehr, keine Kopfstöße.

Diesmal war es wirklich ein Brassen, der sich den Minikrebs hat schmecken lassen. Was soll´s, die Spannung bleibt trotzdem…

Wenn ich ein paar Brassen von dieser Größe beim internationalen Freunschaftshegefischen der ILA heute nachmittag am Kanal mit der Matchrute fangen könnte, wäre ich sehr froh! (Petrus, bitte!)

Für Euch bleibt immerhin in Bildern eine Aktionsstudie der genialen Expride UL, wahrhaft ein irres Rütchen!

Ein schönes Wochenende wünscht Jochen Dieckmann

Nachspielzeit aufm Bodden

Als Mathias und ich am Sonntag so beieinandersaßen und das letzte Bierchen im Kreise der Stachelritterfreunde genossen, haben wir uns über den Startschuss am nächsten Morgen unterhalten. Wann würde der denn fallen? Und vor allem: Wo würden wir fischen? Sollen wir echt den Ostseebarsch suchen? Zu zweit? 5 Ohrenpaare um uns rum wurden größer. „Also ich hab morgen frei!“, kommt von Alex aus München. „Ob wir morgen früh oder erst am Nachmittag nach Schwaben fahren, ist doch eigentlich egal.“, sagt Karlheinz aus Karlsruhe. „Ich wäre dabei!“ „Ich auch!“ Ich sowieso!“ Und so waren wir am Montag dann nicht zu zweit unterwegs, sondern zu fünft. In zwei Booten.

Schön. Sehr schön. Fast schon zu schön.

Im direkten Bootsvergleich scheint das Team Boddenhunter etwas besser abgeschnitten zu haben.

Karlheinz mit schönem Hecht.

Alex mit dickem Barsch.

Und Lars mit einem Zetti.

Da strahlen die Sonne, Kalle und Lars um die Wette.

Bei uns ging’s super los. Mathias Fuhrmann hatte gleich einen Ü40er dran, den aber vorm Keschern verloren, weil wir das nicht so richtig gut koordiniert haben. Dann kam bei mir ein ganz guter Fisch.

Da freut er sich doch mal wieder.

Und dann kamen noch ein paar kleinere Racker und dann Schwimmkraut. Wir also weiter. (Ach ja. Wir sind nicht auf die Ostsee. War uns zu lasch.) Und dann ein Biss. Hängt. Komischer Drill. Also ein Barsch ist das nicht. Zu schwer. Aber ein Hecht zieht doch ganz anders. Und dann? Brassen-PB? Glatte 60 hatte ich jedenfalls noch nicht so oft.

Die hat einen richtigen Biss gemacht. Auch die Brassen fahren sich jetzt die kleinen Heringe rein.

Sebastian hat noch eine ähnlich große Brasse gefangen. Die war aber nicht so schön und wurde nicht fotografiert. Fotografiert haben wir aber Hecht-Matzes Barsch.

Barschfreunde unter sich.

Mathias F. war voll dabei an diesem Tag. Er hat wohl am meisten gefangen. Die meisten großen Fische jedenfalls.

Drei Hechte und einen…

… Zander. Alles an der 21-Gramm Expride (MH). Macht Laune. Das sieht man, denke ich.

Das war ein schöner Abschluss des Stachelritter-Cups 2017.

Einen fischiges Wochenende wünscht

Johannes

Spike Tail all over

Hallo Besucherinnen und Besucher,

der Sommer ist fast zu Ende, Hochsaison für Barschangler! Barsche findet man jetzt überall: im tiefen Wasser, im Mittelwasser, im Kraut, einfach überall wo sich die gestreiften Räuber nochmal richtig vollfressen, bevor sie mit dem Laichansatz beginnen.

Für mich hat sich in dieser Saison ein klarer Köderfavorit ergeben: der So Run Spike Tail Minnow von Storm in der Größe 3″ ( 7,5cm). Es handelt sich um einen sogenannten “Pin Tail” oder auch “No Action Shad”. Besonderheiten bei diesem Köder: eine Afterflosse im Kiel stabilisiert seinen Lauf, naturgetreue Optik/Farben, wiederstandsfähige Gummi-Mischung! Meistens benutze ich ihn als Dropshot-Köder “nose-hooked”, wie auf dem Foto, aber er lässt sich ebenso als Jig für Bleiköpfe oder alle Arten von Offset- Montagen hervorragend verwenden, denn er ist geschlitzt.In den vergangenen Tagen fing ich den Großteil meiner Barsche auf den Spike Tail und bin schon sehr neugierig, wie es nachher beisst, wenn ich wieder auf dem Boot bin….

Apropos, ich muss jetzt echt los! Viele Grüße, Jochen Dieckmann

Aaron geht steil!

Vorab: Wir haben ein neues Jugendkonzept bei Shimano entwickelt. Statt eines Teams, das schwerer zu „kontrollieren“ ist als ein Sack Flöhe – was in diesem Alter auch voll in Ordnung ist – haben wir uns jetzt was anderes ausgedacht. Und zwar kümmern wir Teamangler uns um Einzelfälle. Die suchen wir nicht und finden sie trotzdem. Im Angelladen. Am Wasser. Oder im privaten Umfeld. Da ist kein Zwang dahinter. Weder verlangt Shimano von den Teamanglern, dass wir uns „Patenkinder“ ranorganisieren. Noch müssen die Kids irgendwas „leisten“. Wer Bock hat, fördert einfach einen oder auch mehrere Jugendliche. Das Mindestalter ist 14 Jahre – weil die bescheuerte Gesetzgebung in den meisten Bundesländern ja vorsieht, dass Menschen unter 14 Jahren nicht mit Kunstködern fischen dürfen. Unter „fördern“ verstehen wir: angeln gehen, beim Tackle helfen, ein paar Köder abdrücken und da sein, wenn eine angeltheoretische Frage den Schlafrhythmus stört. Und Shimano unterstützt den Angelnachwuchs mit ein bisschen Angelgerät. Nicht übertrieben viel. Aber schon so, dass das Engagement einem Jugendlichen ein bisschen weiterhilft. Schließlich braucht man in dem Alter auch ein bisschen Knete für Klamotten und als junger Angeljunkie dann eben auch für Köder und Kleinteile. Und wenn wir ganz gut sind, schaffen wir es, dass das Geld nicht in Rauch aufgeht. Und dass es in der Schule läuft, weil in der Freizeit so viel positive Energie generiert wird…

Das Kennenlernen an der Spree: Es standen zwei Jungs am Ufer, die ein Selfie wollten. Dazu mussten sie an Bord.Und wo wir schon mal da waren, haben wir auch gleich ein bisschen geangelt.

So. Und jetzt zu Aaron. Der ist mir an der Spree zugelaufen. Zusammen mit seinem Kumpel Henne, mit dem er viel am Wasser unterwegs ist. In Schweden auf Hecht. In der Havel auf Hecht und Barsch. Am Kupfergraben auf Aland und Barsch. Am Döbelbach auf? Döbel. Richtig.

Barfuß im Bach. Aland statt Döbel. Perfekt präsentiert. Krasser Typ, dieser Aaron S.

Am letzten Sonntag habe ich einen Anruf erhalten. Nein. Zwei. Den ersten habe ich nicht angenommen, weil wir gerade ein paar Zander gestellt haben und ich lieber werfen als quatschen wollte (geht mir beim Angeln oft so). Und hätte ich ihn angenommen, hätte ich diesen Zander nicht gefangen.

Manchmal ist es gut, Anrufe einfach zu ignorieren. Wenn ich auf dem Wasser bin, liegt die Annehmwahrscheinlichkeit bei ca. 17,5 Prozent.

Aber beim zweiten Anruf bin ich ran. Nachdem Aaron mich gefragt hatte, wie es mir geht und ob wir was fangen, hat er mir die neuste News übermittelt: Neuer Barsch-PB! 37 Zentimeter! Wieder zusammen mit Henne. Diesmal an der Havel. Ich kann mir vorstellen, wie sich die beiden gefreut haben.

Hier gratuliert Aaron seinem Angelbuddy Henne.

So schön, so ein Hobby zu haben. Und supercool, wie die beiden Jungs das zusammen verfolgen.

Der frühe Angler fängt den Barsch-PB.

Und das Beste – eine Mitteilung an Dustin, der ja bekanntermaßen gern ein bisschen länger schläft (das weiß auch Aaron): Das Ding war ein Fisch für Frühaufsteher. 6 Uhr morgens. Zweiter Wurf. Auf einen UL-Crank.

Weiter so. Am Ende brauchste mich gar nicht, um die 40 zu knacken!

Johannes

Zanderangeln as it is…

Seit der WPC war ich nicht mehr los und eigentlich war ich auch nicht überzeugt davon, dass ich gestern ans Wasser muss. Ich habe seit 2 Wochen starke Halsschmerzen und geh heute dann doch mal zum Arzt. Nicht, dass das eine Mandelentzündung ist. Nachdem die Regenwahrscheinlichkeit gestern aber ausnahmsweise niedrig war und so ein Tocken in der Rute ja auch heilende Wirkung haben kann, bin ich dann doch raus mitm Veit. Ist ja auch immer lustig mit dem. Und Zander fangen wir meistens auch ein paar zusammen.

Haben wir auch. Fünf Stück in 8 h. Es ging zäh los. Dann gab’s mal einen kurzen Run mit Doppeldrill, bei dem Veit den Fisch leider verloren hat. Aus dem Schwarm konnten wir noch 3 rauskitzeln in ca. 1 h. Dann lange nix. Hier noch ein kleiner Zetti und da noch einer. Fertig.

Viel passiert ist also nicht. Auf der anderen Seite sind 5 Zander jetzt auch kein ganz schlechtes Ergebnis für einen Brandenburger Tümpel. Aber Zanderangeln ist im Durchschnitt halt eine Bitch. Klar. Manchmal läufts gut. Da fängste dann auch mal bei uns 10 Fische am Tag, hast noch ein paar Aussteiger und Fehlbisse dabei. Aber im Schnitt wirft man viel und braucht den Hagane Spirit (#Confidence), um sich über die langen bissfreien Phasen rüber zu helfen.

Oder einen Veit, der sich auch sehr gut als Fotomodell eignet. Gestern durfte ich eine Wurfstudie knipsen. Sehr beeindruckend, oder? (Man beachte die stylische Kappe und die Sonnenbrille! Die volle Wirkung entfaltet diese Kombi aber erst mit dem klassischen Neuköllner Gangster-Würfelohrring.)

Was gibt’s noch zu sagen? Zweimal Fireblood in 2,4 m bis 80 Gramm Wurfgewicht – die für uns beste Zanderrute im Shimano-Programm. Einmal mit Stradic, einmal mit Biomaster. Mein roter Stecken ist ganz neu gewesen. Weil die alte ja auf der WPC die Biege gemacht hat. Schön, wenn man Ruten mit ein paar Einschlägen einfischt. Immer ein gutes Omen.

Und jetzt geht’s zum Arzt…

Schönen Start in die neue Angelwoche!

Johannes

Sephia auf Meerforelle

Hallo Blogbesucherinnen und -besucher

Diese Shimano Rutenserie ist für mich zur Zeit ganz einfach d e r Allrounder im mittel-leichten Bereich des Spinnangelns. In den vergangenen Tagen angelte ich mit dieser Rute mit dem Dropshot Rig auf Barsche und auch das ging richtig gut! Aber davon später….

Im zeitigen Frühling angelte ich mit der Zauberrute auf Meerforellen an der Ostseeküste. Da ich dort bervorzugt mit kleinen Blinkern zwischen 5 und 18g fische, lag ich auch dort mit der Sephia Kombo goldrichtig. Kombo deshalb, denn ist gibt zu dieser Rute die optisch und technisch genau passenende Rolle ebenfalls namens Sephia BB. Bei dieser Stationärrolle handeltes sich um eine leichte Salzwasserrolle in einer 3000er Größe.

Als Schnur gibt es für mich seit Ihrem Erscheinen eigentlich nur noch die Shimano Kariki, in dieser Kombination habe ich sie in der Stärke 0,10mm aufgespult. So konnte ich meinen derzeitigen Küsten-Lieblingsköder, den grünen Gomuku Micro (“Green Sardine”) von Storm in 12g in allen Wetter- und Windlagen traumhaft weit und präzise werfen.

Und wenn alles stimmt, dann läßt sich auch meistens das Ostsee-Silber nicht lumpen…

Viele Grüße von Jochen Dieckmann

Sephia auf Forelle 2

Hallo Blogbesucherinnen und -besucher,

auch in meinem letzten Beitrag berichtete ich schon über diese spezielle Rute aus dem Shimano Programm. Bei der Durchsicht meiner Fotos fand ich noch einige Bilderserien, die Ihnen und mir zeigen, wieviel Spaß und Angelerfolge damit möglich sind. In meiner Angelei spielt sie jedenfalls eine sehr große Rolle sowohl bei im Süßwasser als auch im Salzwasser.

Das Bild oben zeigt das Vorgängermodell Sephia SSR, es unterscheidet sich nur unwesentlich von dem aktuellen Modell Sephia BB unten:

Das aktuelle Modell ist mit nur 92g auf der Länge von 2,52m wirklich aussergewöhnlich leicht. Das Gerät hat eine Handlichkeit, die einfach total begeistert, wirft leichte Kunstköder unglaublich weit und ist sehr vielseitig (siehe letzter Eintrag). Ihre Spezial-Eging-Aktion arbeitet im Drill geschmeidig, Fischverluste kommen fast nicht vor.

Gerade im Drill sind unsere Brandenburger Bachforellen nicht zu verachten, ausserdem produzieren sie beim Blinkern, Spinnern oder Wobbeln, ähnlich wie Meerforellen, teilweise sehr agressive Schockbisse. Die Rute muss dann “von jetzt auf gleich” sehr große Belastungen auffangen und die Schnur mit ihrer Biegung gegen drohenden Bruch stoßdämpfen. Auch dafür ist die Sephia ideal.

Jetzt ein paar Szenen aus dem Frühling 2017:

Noch ist alles ruhig, ein Wurf relativ weit stromauf, zusammen mit meinem Hund hoffe ich auf einen Biss…

Der kommt dann sehr kompomisslose und mit großer Gewalt…

Der Sephia-Blank fängt diese Energie perfekt auf, die Forelle zeigt sich in einiger Entfernung erstmals an der Oberfäche.

In einer anderen Situation sieht man, wie die Rute im Drill mit einer stark kämpfenden Bachforelle arbeitet:

Das macht echt Spaß! Und weil es so schön war, hier noch eine kleine Episode, es hat ordentlich geklatscht!

Alle kleinen Blinker, Wobbler oder Spinner, die ich am Bach benutzte, bekamen einen einzelnen Single-Haken verpasst. Das hier ist der geniale Storm Finnesse Wobbler Gomoku Flutter Slim:

Und nun noch ein paar Bafo-Portraits:

Ich hoffe, Sie hatten Spaß mit den Bildern!

Mit freundlichen Grüßen, Jochen Dieckmann

Vatertagsfreuden

Früh übt sich, wer mal ein großer Caster werden will. Das dachte sich auch unser Kollege Jan B. aus dem Shimano-Headquarter in Krefeld und investierte seinen freien Tag in eine Trainigssession mit dem Castgeschirr.

Schwierige Angelbedingungen: Vertikal stehende Sonne. Glasklares Wasser. Passive Fische. Minderwertiges Tackle…

Doch nach einigen Stunden beharrlichen Werfens hat Don Magneto zugeschlagen.

Hier ein besonders farbenprächtiges Exemplar.

Das Raubfischteam gratuliert! Wir denken, da kann man ein richtiger Caster draus werden. So wie der hier evtl.:

Erste Club-Feeder WM in Spanien

Die erste Clubweltmeisterschaft im Feederfischen fand vom 28.03 – 02.04. 2016 am Fluss Jucar bei Fortaleny in Spanien statt. Fortaleny ist ein kleines Dorf nicht weit entfernt von Valencia und liegt etwa 20km im Landesinneren. Von unserem etwas höher gelegenen Ferienhaus in Cobera, welches 6km von der Angelstrecke entfernt ist, hatten wir einen atemberaubenden Blick auf das Meer und die Landschaft, die zum Großteil aus Orangenplantagen besteht. Der Jucar ist ein sehr langsam fließender Fluss mit einer maximalen Breite von ca. 40m und hat eine Gewässertiefe von ca. 4m. Der Fluss ist von riesigen Orangenplantagen umgeben und sehr ruhig gelegen, was eine sehr idyllische Angelatmosphäre bietet.

Am Jucar zwischen Riola und Fortaleny befindet sich die Strecke, die von den einheimischen Anglern sehr oft und gerne wegen dem hohen Fischreichreichtum beangelt wird. In diesem Abschnitt waren die Sektoren A-D verteilt. Der A Sektor, der sich an der Fishing-School in Fortaleny befindet, ist mit ca. 25m der schmalste Flussabschnitt. Die Gegenüberliegende Uferseite ist sehr stark mit Schilf bewachsen, das auch einige Meter ins und übers Wasser ragt. Dies erschien uns schon bei der ersten Begehung der Gewässerstrecke am Sonntag Top Spots für Karpfen zu sein, und so war es auch. Unter diesen überhängenden Schilfhalmen machten sich schon bei unserer Ankunft am Wasser die ersten Karpfen bemerkbar.

Die Sektoren B, C und D liegen Strom aufwärts in Richtung des kleinen malerischen Orts Riola und haben eine Durchschnittsbreite von rund 40m. Das Ufer ist in diesen Sektoren, im Gegensatz zum A Sektor, nicht so stark und nur teilweise mit Schilf bewachsen. Hier findet man große Steine im Wasser, die das Ufer vor dem oftmals reißenden Fluss im Frühjahr schützen sollen.

Martin Maurer

Die Angelplätze sind alle bemerkenswert angelegt und durch Treppen, die sich alle 20-30 Meter wiederholen, vom etwas höher gelegenen Fahrweg gut zugänglich. An der gesamten Strecke sind in 12m Abständen Angelplattformen betoniert und durchnummeriert. Die Autos der Angler können direkt hinter den Angelplätzen geparkt werden, was das be- und entladen sehr vereinfacht. Von einer solchen Strecke die bis zu 300 Angelplätze bietet und so gut ausgebaut ist kann man in Deutschland nur träumen. Schon bei unserer ersten Ankunft am Gewässer waren wir alle fasziniert und konnten es kaum abwarten endlich mit dem Angeln loszulegen.

Nils Pepperkok

Die einzelnen Sektoren der Strecke unterschieden sich nicht nur durch das Aussehen des gegenüberliegenden Ufers sondern auch in der Fischdichte. Der Sektor A ist mit Abstand der fischreichste Sektor bei dem auch für das Fischen hohe Gewichte zu erwarten waren. Die anderen Sektoren B, C und D waren nicht ganz so fischreich. Wie an den meisten Gewässern weltweit sollten die Endplätze in den jeweiligen Sektoren immer einen kleinen Vorteil im Vergleich zum restlichen Sektor haben.

Bereits vor Beginn der Reise nach Spanien erkundigten wir uns nach den Fischarten die es im Jucar zu fangen galt. Die Hauptfischarten im Jucar sind Wildkarpfen und Karauschen. Die Wildkarpfen sind nicht zu vergleichen mit Karpfen in Carpodroms oder ähnlichen Gewässern. Diese Karpfen waren bei einem Durchschnittsgewicht von ca. 2kg weit aus kampfstärker als alle Karpfen die wir bisher in anderen Gewässern fangen konnten. Es waren regelrechte Muskelpakete die bei einer falschen Hakenwahl immer die Sieger bleiben sollten. Die Karauschen waren im Vergleich zu den Wildkarpfen regelrechte Lämmer. Sie hatten ein Gewicht bis an die 1kg Marke und waren weit aus entspannter zu drillen.

Eik Weis

Aufgrund der Fließgeschwindigkeit des Jucar und der dort vorzufindenden Fische fiel unsere Rutenwahl auf die Shimano Super Ultegra mit 90g Wurfgewicht und einer Länge von 3,60m. Wir bestückten die Ruten mit 4000er Rollen, die mit einer 0,22 – 0,25mm Technium Schnur bespult waren. Als Körbe verwendeten wir sowohl Draht als auch Plastikkörbe mit Gewichten zwischen 40 und 60g. Der wichtigste Teil des Set- Ups war der Haken. Dieser musste bei den kampfstarken spanischen Wasserbullen einem enormen Druck standhalten können. Wir entschieden uns deshalb für stabile Hakenmodelle der Firma Drennan. Der Super Spade in den Größen 14 und 16 war die beste Hakengröße und landete die Fische kompromisslos. Als Vorfachschnur verwendeten wir Shimano Aspire Silk Shock in den Stärken 0,16 – 0,20 mm.

Im Vorfeld auf die Club- WM hatten wir alle denselben Gedanken. „Neben wem sitzt man im Training oder beim Fischen?“ Mit einem Blick auf die Starterliste laß man sehr viele bekannte Namen. Mehrfache Weltmeister waren im Starterfeld vertreten, dies ließ den einen oder anderen träumen mal direkt neben einem mehrfachen Weltmeister wie Alan Scotthorne zu angeln. Schon bei der Eröffnungsfeier sah man bekannte Gesichter die man meist nur aus dem Internet oder Videos kannte. Über die gesamte Woche konnten wir viele und neue Kontakte zu international renommierten Anglern knüpfen.

Über die Trainingstage hinweg konnten wir alle immer Fische fangen was eine gute Grundlage für das Fischen am Samstag und Sonntag sein sollte, da etliche Teams beim Training auch einige OF´s verbuchen mussten. Aufgrund der gesammelten Erfahrungen im Training legten wir uns eine Taktik für das Fischen zurecht. Es sollten 3 Bahnen zu Beginn befüttert werden, eine Bahn vor dem gegenüberliegenden Ufer, eine auf ¾ der Flussbreite und eine kurze Bahn auf ca. 20m. Für die Bahn vor der gegenüberliegenden Uferseite galt es einen Platz zu finden bei dem man keine Hänger bekommt. Auf Grund der großen Steine die im Wasser lagen, war dies nicht an jedem Platz einfach. Die Bahnen sollten dann abwechselnd befischt werden, um so über die 5 Stunden Angelzeit konstant Fische einzunetzen. Als letzte Option blieb dann noch eine Bahn auf 15 m die ohne vorzufüttern beangelt werden konnte, um hier in den letzten Stunden noch den ein oder anderen Fisch abzugreifen.

Als Futter setzten wir auf einen Mix aus CM-Feeder gelb und Tuberttini Carassio. Das Futter spielte in unseren Augen jedoch eine nicht ganz so große Rolle. Viel wichtiger waren die Köder für die gefräßigen Wildkarpfen. Geklebte, tote und lebendige Maden bildeten das Hauptfutter und wurden im Korb nur mit etwas Futter als „Deckel“ gefüttert. Für die Anfangsfütterung wurden alle drei Plätze mit Futter und toten Maden präpariert. Geklebte und lebendige Maden wurden erst mit Angelbeginn gefüttert. Auf welcher Bahn das Angeln begonnen wurde entschieden wir individuell. Es war aber meist die Bahn vor der gegenüberliegenden Uferseite.
Über die Trainingswoche hinweg konnten wir ein paar Dinge feststellen, die uns konstant an Fisch brachten. Der Einsatz von geklebten Maden, in einem sehr kleinen Korb kombiniert mit 2-3 Maden als Hakenköder erwies sich als am fängigsten.

Nach dem ersten Tag lagen wir mit unserem Team an 21 Stelle und konnten uns am Sonntag noch auf Platz 16 verbessern.

Das ganze Team möchte sich ganz herzlich bei unseren finanziellen Unterstützern und Sponsoren FTM, Shimano, DSAV, Firma Exotherm und Claus Müller für ihre Unterstützung bedanken. Zudem waren unsere Mitgereisten Kapitäne Oliver Fackler und Mathias Gackstatter eine sehr große Unterstützung, die sich ganz hervorragend um den organisatorischen Teil und viel mehr gekümmert haben.

Oliver Fackler, Nils Pepperkok, Eik Weis, Jose(Veranstalter), Andreas Weber, Martin Maurer, Mathias Gackstatter

Expride UL Spike Tail Saisonstart

Hallo Besucherinnen und Besucher,

eigentlich steht schon alles in der Überschrift.

Ich liebe das Ultra-leicht-Angeln mit unbeschwerten Softjerks und die Fische anscheinend auch. Mein Angler-Herz leicht gemacht haben heute:

Rute: Expride 264 UL, 1,93m, WG 2-7g

Rolle/ Schnur: Stradic Ci4 1000 Fa / Kariki 0,07mm -Tragkraft 4kg, Aspire Fuorocarbon 0,20mm- Tragkraft 3kg

Köder: Storm So-Run Spike Tail 3″, nosehooked, weightless

Fisch: Rapfen

Einen schönen Sonntag wünscht

Jochen Dieckmann