Crankbaiten auf sardische Schwarzbarsche

Hi Leude. Ich bin zurück aus Sardinien. Da war ich nicht das letzte Mal. Definitiv. Warum? Seht ihr schon in dieser Woche auf Youtube (BATV) und Shimnao haut auch noch ein Video raus, in dem ich meinen Hagane-Spirit (#confidence) erklären darf. Während meines Trips habe ich so ziemlich alles gefischt, was Bass bringen kann: Swimbait, Spinnerbait, Texas-Rig, Rubber-Jig, Twitchbait, Crankbait usw. Es hat nicht wirklich supertoll gebissen. Am ersten Tag (Samstag) hatte ich gerade mal 2 Bass und ein paar Aussteiger und Fehlbisse – ok, da war ich der dritte Mann im Boot und war beim Abdriften der Felswände derjenige, der seinen Köder durch doppelt abgefischtes Terrain ziehen durfte. Schlecht für die Statistik. War mir aber egal. Es sollten ja noch mehr Angeltage folgen. Gipfeln würde alles im Hagane-Dreh (Dienstag).

Während wir für BATV richtig krass abgerubbert haben (vor allem Dustin – ich hatte eine miserable Bissverwertung und muss im November deshalb zur Strafe ins Rubber-Bootcamp nach Spanien), hat das beim Shimano-Dreh nicht wirklich gut funktioniert. Zwar hatte ich gleich mit dem 2. Wurf einen schönen Bass, aber dann lief es zäh. Und wenn ich ehrlich bin: #confidence zeichnet mich wirklich aus. Ich bin immer zuversichtlich, dass was geht und dass ich einen Zugang zu den Fischen finde. Wenn Du aber nur einen Drehtag hast und von 9 bis 15 Uhr nur drei Fische im Boot sind, davon keiner wirklich groß, fängt auch der Hannes an zu wackeln. Ich hatte wieder alles probiert: Strom 360 GT, T-Rig, Rubber-Jig mit Krebs und Wurm, Shadow Rap usw., habe Wände, einzelne Felsen und flache Buchten abgefischt. Nix wollte so richtig zünden.

Dann kam etwas Wind auf. In der Hoffnung, dass der die Fische ein bisschen aktiviert und ich schneller fischen kann, habe ich einen kleinen Crankbait montiert. Genau gesagt einen Max Rap Fat Shad in Gelb mit orangem Bauch. Schon beim zweiten Wurf hatte ich einen Fehlbiss. Beim 4. einen Bass und dann lief es einigermaßen. Das könnt ihr euch dann selber anschauen, wenn es soweit ist. (Ich gebe den Link hier durch, sobald das Video fertig geschnitten und hochgeladen ist.)

Wie man in Sardinien auf Bass crankt? Bisse gab’s nur, wenn der Köder Hindernisskontakt hatte. Er musste von Felsen abprallen oder den Grund touchieren. Sonst keine Reaktion. Klassisches Cranken eben. Wie man das immer wieder von  den Amis hört, liest und auf Youtube vorgemacht bekommt.

Das stellt besondere Anforderungen an die Schnur. Normal crankt man ja am besten mit Mono. Aufgrund der extrem scharfkantigen Steine verwendet man in den sardischen Bergen aber lieber Fluorocarbon (mindestens 30er). Da läuft der Wobbler evtl. nicht ganz so schön (weil die Schnur so steif ist). Aber das macht nix. Entscheidend ist eh nur der erste Meter und da rattert er über die Steine.

Zwischen den Steinen stehen immer Bass – man muss nur den Schlüssel finden, sie zu aktivieren.

Damit er das tut, muss er tief laufen. Gerade an den Felswänden kommen nur Tiefläufer mit einer relativ langen Tauchschaufel zum Einsatz. In meinem Fall eben der Max Rap Fat Shad.

Gefangen hat der zweite von oben aus der rechten Reihe. Wer von euch hätte den dabei gehabt? Zumindest die Teilnehmer an einem der letztjährigen BA-Treffen (war’s am Möhnesee?) hätten die Chance gehabt. Da war er in einem Starterpaket.

Gefischt habe ich den Köder an einer perfekten Crank-Kombo, bestehend aus einer M-Rute und der Chronarch MGL. Absolut stressfrei. Und genau richtig. Auch das werdet ihr im Video sicher sehen.

Gecrankt wurde mit der Kombo in der Mitte. Chronarch MGL puls Poison Adrena 166M.

Bis die Tage – auf Youtube, am Wasser oder hier…

Johannes

PS: Jetzt habe ich euch heiß auf Videos gemacht und keins geliefert. Fies, nicht? Kann ich ja nicht machen. Hier eins zum Überbrücken:

Zander und Sommersonne?

Letzten Sonntag stand Zanderangeln mit Veit auf dem Plan. Als wir uns vormittags trafen hätte man getrost darüber nachdenken können, bei dem top Spätsommerwetter auf einen gemeinsamen Barschtrip zu switchen. Aber nix da. Veit hatte eine Idee und ich war heiß wie Frittenfett.

Eins war jedoch klar, bei dem starken Sonnenschein mussten wir umdenken. Also wurden intensiv die tiefsten Regionen des Gewässers beackert und wir wichen vom harten Seeboden auf weichen teilweise schlammigen Grund aus.

Der Erfolg gab uns recht. Mit unserer Strategie konnten wir einige sehr schöne Zander an Bord bitten. Auch diesen dicken Racker:

Meine Tageskombo bestand aus der Shimano Technium STEC78M in 2,34m, einem Wurfgewicht von 7 bis 35gr und der Shimano Sustain 4000 FI, welche ich mit 0,15mm Shimano Kairiki bespult hatte. Wie ich finde eine sehr ausgewogene Symbiose zum leichten Zanderfischen. Schön leicht und doch kraftvoll genau wenn es drauf ankommt.

Fazit: sollte das Wetter nicht optimal erscheinen… einfach angeln.

Euer Eric

Gummigeben mit Hannes

Der Herbst da. Die schönste Angelzeit des Jahres. Oft leider etwas kurz. Also Gas und Gummi geben. Die ersten Angeltage der dritten Jahreszeit liegen bereits hinter uns. Resümee: die Fische beißen echt gut.

Am letzten Wochenende ging es gemeinsam mit meinem Freund Hannes auf Schlauchboottour. Mit diesen kleinen Booten ist ein schneller und flexibler Einsatz ohne viel Aufwand möglich. Da die Boote aufgebaut transportiert werden, ist man innerhalb kürzester Zeit nach der Ankunft am Wasser startklar.

Wir fischten mit Erfolg mehrere kleinere Gewässer in der Nähe ab.

Unsere Taktik für die Tage war stets die gleiche. Zunächst das Gewässer lesen und große  Futterfischschwärme im Freiwasser suchen. Diese beackerten wir anschließend mit großen Jig-Spinnern und Gummifischen am schweren Bleikopf im Mittelwasser. Die Entscheidung fiel bewußt auf schwere Köder, weil diese beim Einkurbeln sehr gut in tiefem Wasser geführt werden können. Viele Fische gingen in Tiefen um zirka 7 Meter ans Band.

Dabei nutzte ich direkt die Gunst der Stunde und weihte die neue Shimano Expride 272MH mit einem schönen Barsch ein. Jeder Einschlag in den Hi-Power Blank ist ein wahrer Genuss und im anschliessenden Drill zeigt sie souverän ihr Rückgrat.

Die neue Expride und ich scheint wohl Liebe am ersten Angeltag zu sein. Ich geb sie nicht mehr her…

PS: Das ich mich am Anfang des Jahres für das Black Boat 230 entschieden habe, war auch diesmal der Schlüssel zum Erfolg. Man kommt mit nichts schneller und trockener zum Fangplatz. Gummi geben bringts…

Euer Eric

Traumstart in eine hoffnungsvolle Spinnanglerinnen-Karriere

Samstagmorgen in Stralsund. Eigentlich bin ich mit Dustin und einem Kameramann verabredet, um endlich mal wieder eine BATV-Folge zu drehen. Doch Dustin ist krank und hat mir mitten in der Nacht eine SMS geschrieben, die mir bedeutete, dass ich uns aufgrund seiner fiebrigen Erkältung allein auf dem von Daniel und Tony veranstalteten Großevent auf dem Strelasund vertreten muss. Erstmal: Danke an dieser Stelle für die SMS. Hat mich aufgeweckt und richtig eingeschlafen bin ich danach nicht mehr. Ich musste ja um 4 Uhr los, um rechtzeitig in Stralsund sein und ich bin ganz schlecht darin, gegen die Uhr zu schlafen. Allerdings hatte Dustins Ausbleiben auch ein paar positive Aspekte: Erstens konnte ich mich nicht anstecken. Zweitens musste man sich das Genöle nicht anhören, das aufgrund der frühen Anstoßzeit garantiert gewesen wäre. Drittens habe ich durch die Schöne-Absitnenz Deutschlands größte Nachwuchshoffnung am Frauenangelhimmel kennengelernt. Viertens war’s nicht nur lustig, sondern hochdramatisch.

Nach einem tollen Angeltag sah es zunächst einmal nicht aus. Da ich als einziger von meiner Crew (Dennis, Christian und seine Freundin Isabella) nennenswerte Sunderfahrung vorweisen konnte, hat man mich zum Kapitän ernannt. Oder war ich es selber? Wenn eine Frau an Bord ist, muss man das natürlich ausnützen. Und so folgten wir Bellas Intuition und ließen meine Sundkenntnisse in die Platzwahl mit einfließen. So nach dem Motto: „Nach rechts oder nach links?“ „Rechts.“ Ok. Da rechts eine ganze Weile nichts ging, fragte ich: „Hafen oder nach links hoch?“ „Hafen.“

Also Hafen. Und da hat es dann gescheppert. Ich habe leider keine Fotos. Das ist umso ärgerlicher, da ich mir für den Tag extra Veits Lesath ausgeliehen habe und ein paar schöne Drill- und Fischbilder herausgespringen hätten können, die es mir ermöglicht hätten, einen Blogbeitrag über diese Traumrute nachzuschießen. Ich wollte die jungen Leute aber nicht vom Fischen abhalten. Und das war auch gut so. Denn nachdem ich einen 38er und einen 40er Barsch gefangen hatte, verteilte ich Erfolgsköder und dann hat es mächtig geklappert.

Man muss dazu sagen, dass Bella erst seit Montag letzter Woche im Besitz eines Fischereischeins ist, bis zum Samstag noch keinen Raubfisch gefangen hat und vor diesem Hecht die Drillerfahrung von einem 28er Karpfen und einem 18er Barsch, der kurz vorher kam, aufweisen konnte. Dementsprechend spannend war der 7-minütige Fight auch. Der Fisch war dreimal „weg“ (keine Spannung auf der Schnur), schwamm ins Ankerseil und verursachte schon während der Auseinandersetzung Muskelkater. Letzten Endes konnten wir den Fisch aber landen und ein schönes Foto davon knipsen. Eins der schönsten in meinem Archiv, finde ich.

Strahlen in Stralsund. 114 cm verteilt auf Bella und ihren Assistenten.

Petri, Bella! Und schönen Start in die Woche euch allen!

Johannes

 

Der Anti-Hagane-Spirit

Dies ist eine kurze Geschichte. Eine aus dem wahren Angelleben, wie sie die meisten von euch Blogbesuchern kennen: Man freut sich auf ein Angelwochenende am Spitzengewässer. Man hat sich eingestellt auf schöne Fische. Man möchte sie mit Methode XY fangen. Die hat ja letztes Mal so gut geklappt. Und dann fällt das alles in sich zusammen wie ein Kartenhaus im Wind. Die Fische sind nicht da, wo sie sein sollten. Die Fische, die man findet, sind entweder inaktiv oder reagieren einfach nicht auf das Angebot, das ihr ihnen macht. Dann ist es noch ein bisschen ungemütlich da draußen im Wind. Die Echolothalterung passt auch nicht so recht. Die Speicherkarte der Kamera habt ihr auch noch vergessen. Und irgendwann hat man sich dann selber so weit runtergezogen, dass man sich zwar an der Natur erfreut und an den Schmaulis aus der Verpflegungsbox. Aber an erfolgreiches Angeln ist nicht mehr zu denken.

Das ist der Anti-Hagane-Spirit. Der geht eigentlich gar nicht klar. #noconfidence

So bin ich eigentlich auch nicht unterwegs. Aber diese Talsperren im tiefsten Westen schaffen mich manchmal echt. So auch am letzten WE beim BA-Treffen am Möhnesee. Nicht gut! Gar nicht. Da war mehr drin. So wie immer etwas drin ist, wenn man kämpft.

War da echt nicht mehr drin, Junge?

Ich geh heute wieder raus, wenn es nicht zu doll regnet. In die City. Und ich werde sekündlich mit einem Einschlag rechnen. Und das macht ihr bitte auch!

Confidence rulez!

Johannes

BarschInferno 0817

Der vergangene August hatte es derbe in sich. Im nachhinein ist es schwer zu sagen, woran es genau lag. Am durchwachsenen Wetter und den niedrigeren Wassertemperaturen, als in den Vorjahren? Etwa an den großen Niederschlagsmengen, die auch mehr Sauerstoff ins Wasser bringen? Vielleicht hatten diese Wetterkapriolen einen entscheidenden Anteil daran.

Auf jeden Fall wird der August 2017 mir immer in Erinnerung bleiben, als einer der erfolgreichsten Barschmonate ever. In punkto Durchschnittsgröße und auch Frequenz habe ich zuvor so etwas noch nicht erlebt. Keine „Schneidertage“ und die extreme Beisslaune der Barsche war zudem nicht nur auf bestimmte Gewässer beschränkt. Einige „Kollegen“ aus meiner Region machten ähnliche Erfahrungen. Die Vormittags- und Abendstunden erwiesen sich als die effektivsten.

Stets mit an Bord war die Shimano Expride 265ML2 bis 12gr Wurfgewicht in Verbindung mit der Shimano Stradic1000FK. Oder auch die Shimano Expride BFS war am Start, an die ich die neue Shimano Aldebaran schraubte.

Beide sind optimale Barschruten und trugen wesentlich zu meinem Erfolg bei. Denn zum Beispiel die Quote der auschgeschlitzten Barsche war sehr gering.
Ein fängiger Köder war unter anderem der Rapala Shadow Rap Shad Deep.

Agressiv getwitcht ist er eine Bank auf große Barsche.

Immer wieder ein Joker ist das Double Zulu Rig mit zwei Ködern. Sind die Barsche gierig, gibts einen Doppelschlag.

Übrigens auf den ganzen Bildern auch gut zu erkennen: mein Lieblings – Angelhoody 2017.

Jeder Barsch ist auf seine eigene Weise individuell. Dieser hier ist für mich einer der schönsten:

Schade, dass mir jetzt leider die Zeit fehlt, den August in den September zu verlängern.

Wenn ihr diesen Blog lest, werde ich bereits in Norwegen auf dem Atlantik sein.

Ich halte Euch auf dem Laufenden.

Euer Eric

Barsch oder Maräne?

Übermorgen geht’s zum Barsch-Alarm-Treffen an den Möhnesee. Da wird sich die Frage stellen: “Barsch oder Raub-Maräne?” Was meint ihr? Barsche fange ich ja das ganze Jahr. Maränen-Dropshotten geht nur am Möhnesee. Bzw. nur an Seen, an denen es große Maränen gibt. Am Möhnesee gibt’s die.

Angelkumpel MaxiMiMaxiMaMaxIsDa mit 54er Raubmaräne.

Man befischt die Teile pelagisch mit Dropshot, kleinem Gummifisch und einem Echolot. Das haben wir zum ersten Mal selber probiert. Und gleich nach einer halben Stunde schlug die Königsmaräne ein.

Jawollo! Da biegt sich die Dialuna mit der Taftec-Spitze (eigentlich ja meine Flunderrute) ordentlich durch.

Brutal kampfstark sind die biester und fühlen sich an wie Hechte. Komisch…

Es soll ja 70er Maränen da geben oder noch größere. Aber so ein Möhne-Meter ist zum Auftakt ja fast noch geiler.

Das Maränen-Shotten ist ein bisschen wie Computer-Zocken. Man schaut den ganzen Tag aufs Echolot, lässt den Köder runter, zieht ihn hoch, sieht die Fische mitkommen und irgendwann steigt dann ein Fisch ein.

Max mit Maräne No. 2

Kleine Action-Shads laufen am besten…

Eine neue Art des Angelns für mich entdeckt. Da kommt Freude auf.

Max landet an.

Ein Doppelschlag. So muss es laufen…

Ihr seht ja auf den Bildern, wie viel Spaß das gemacht hat. Da werden es die Barsche schwer haben. Bzw. müssen die echt mal richtig gut beißen, damit ich meinen diesjährigen Bootspartner Top Snyder nicht zum Maränen-Zocken verdonnere…

Schönen Tag euch!

Johannes

Method Feeder Schleien

Hallo Leute,

in letzter Zeit stand bei mir das Angeln mit dem Method Feeder auf Schleie auf dem Programm.

Ich habe in den letzten Jahren ziemlich oft erfolgreich auf Schleien geangelt. Bis dato hatte ich es immer auf die konventionelle Art mit Pose und der Matchrute probiert. Aber das Angeln mit dem Method Feeder setzt ganz neue Maßstäbe. Es ist viel selektiver und viel erfolgreicher für kapitale Schleien. Dadurch dass ich beim Method Feeder auf Mini-Boilies bzw. Pop ups setzte, hat man relativ wenig Beifänge. Und wenn sich doch mal ein anderer Fisch an den Köder verirrt, ist er meistens auch ein Kapitaler. Ich konnte neben Schleien, Karpfen und Brassen sogar Hechte und Barsche mit dieser Methode überlisten.

Als erstes möchte ich euch auch mein Gerät vorstellen, welches ich für diese Angelmethode gewählt habe.

Meine faszinierende Kombi-Rute ist die Shimano Alivio Barbel Classic. Gerade wenn man sich nicht festlegen möchte, ob man mit der Pose oder dem Futterkorb fischen will, wird man von dieser Rute absolut überzeugt sein. Die Rute besteht aus einer Avonspitze zum Posen- oder Wagglerangeln in 1,5 lbs und aus einen Feederteil mit drei weißen Wechselspitzen auch in 1,5 lbs. Dadurch dass diese Rute ziemlich weich ist, lassen sich Karpfen und Schleien auch mit relativ dünnen Schnüren super drillen. Die Rute hat eine Länge von 3,60m und – wie schon beschrieben – zwei unterschiedliche Spitzenteile.

4000er Baitrunner mit ner 0,28 mm Technium

Drillspass pur an so weichen Ruten

Die Wahl des Futters entscheidet oft über Erfolg und Niederlage. Und bei der riesigen Auswahl an Fertiganfutter muss man auch erst mal durchblicken. Ein Futter war bei mir besonders erfolgreich.

Dynamite Green Lipped Mussel + Beatine Liqiud.

Normalerweise geize ich nicht mit Futterzusätzen, aber beim Method Feeder ist weniger oft besser. Das Futter läßt  sich sonst nicht gut in den Futterkorb pressen. Ein Handvoll Hanfkörner müssen aber sein. Es macht sich besser, wenn man Maden, Mais etc. mit der Futterschleuder nachfüttert.

Ein paar Tropfen Fish Gutz müssen auch noch ins Futter. Eines der besten Aromen, das ich bisher benutzt habe. Der Geruch erinnert ein bisschen an China-Imbiss.

Als Hakenköder nehme ich kleine Source Poppis oder Dumbells in 10mm. Aber auch die kleinen Nuggets waren sehr gut. Diese braucht man nicht zwingend aufs Haar ziehen.

Als Hakengröße verwende ich 10 bis 12 er von Carp Spirit. Als Vorfach 0,25mm bis 0,30 mm starkes Fluocarbon.

Eine ganz normale Boilie-Montage.

 

Die Fertige Montage. Die Vorfachlänge liegt zwischen 10 und 12 cm.

Zuerst befülle ich den Futterkorb mit Futter. Danach drücke ich den Köder leicht ins Futter.

Anschließend bedecke ich den Köder nochmal mit Futter. So läßt sich der Köder auch super im Kraut anbieten. Wenn sich das Futter nach ein paar Sekunden lockert, liegt er frei bzw. schwebt verführerisch über dem Futter.

 

Ihr müsst das Method Feeder umbedingt ausprobieren. Ich bin selbst überrascht, wie erfolgreich es ist.

 

Danke fürs Vorbeischauen

 

 

 

Ein Sommer auf Grönland…

Einen ganzen Sommer auf Grönland? Nein, keine Angst so lange warf ich nun auch nicht dort, aber mit ca. 2,5 Monaten ist der Sommer auf Grönland auch nicht wirklich lang. Nach meinem ersten Besuch vor ein paar Jahren war es nun dieses Jahr wieder einmal soweit und meine Wege führten zusammen mit einer Reisegruppe nach Grönland. Ich konnte es kaum erwarten, denn die Erlebnisse von der letzten Tour haben sich ganz tief ins Gedächtnis gebrannt. Unvergleichlich ist diese Ruhe und Weite in der unberührten Natur zu spüren. Keine Hektik, kein Lärm, kein Internet, kein Handy … nur das sanfte Säuseln des Flusses voller Arktischer Saiblinge, welcher sich seine Weg durch das saftig grüne Fjell bahnt.

Im Sommer merkt man warum Grönland auf englisch “Greenland” heißt. Hier an der Südwestküste ist nämlich keine Spur von ewigem Eis und Schnee. Nur die spärlich von Schnee bedeckten Berggipfel rund um das Tal und die Gletscherreste zeugen von den unwirklichen Bedingungen im kalten arktischen Winter und speisen mit ihrem Schmelzwasser den Fluss vor uns. Der Grund warum wir hier sind.
Jetzt aber im Sommer haben wir fast T-Shirt Wetter. Sonnenschein und keine Wolken am Himmel, zum Glück habe ich meine Sonnencreme eingepackt. Die Wathose wird nur angezogen, wenn es nicht anders geht.

Da wir hier mit sehr großen Saiblingen rechnen müssen gilt es beim Angelgerät keine Kompromisse einzugehen. Die Rute meines Vertrauens ist eine NRX der Klasse #5 von G.Loomis. Alles darunter ist Spielzeug und man bekommt schnell die Grenzen aufgezeigt. Die aus dem Meer aufsteigenden Saiblinge sind wild, kampfstark und fordern selbst die #5er Rute bis an die Belastungsgrenze.

Um euch einen kleinen Eindruck zu geben, was euch auf Grönland erwartet, hier ein paar weitere Bilder:

Der Fluss bei “Nacht”. Selbst dann wird es nicht dunkel und man kann theoretisch 24h durchangeln, was ich natürlich ein zwei Mal gemacht habe.

Mit 83 cm war dieser Fisch einer meiner größten auf der Tour. Da ist man ganz froh mit der #5er zu fischen. 😉

Morgendämmerung auf Grönland – ein Farbenspiel, das seinesgleichen sucht und die Belohnung für eine durchgefischte Nacht.

Es wird garantiert auch nicht mein letzter Sommer auf Grönland gewesen sein.

Euer
Robert Balkow

Überraschung beim UL-Jiggen

Liebe Besucherinnen und Besucher,

ich bin mir sicher, einige von Euch haben schon ähnliche Erfahrungen gemacht. Als Barschangler hoffe auch ich immer auf den großen Fang eines kapitalen Stachelritters. Vor zwei Wochen hatte ich an einem Plateau-Rand einen Barschschwarm ausgemacht. Dort fing ich mit jedem Wurf einen kleinen Barsch und dachte gerade darüber nach, den Platz zu wechseln. “Komm, noch 3 Würfe”, schon beim nächsten ein ganz kurzer trockener Biss, Anschlag, großer Wiederstand! Richtig Gewicht! Bestimmt ein grosser Brassen….aber diese Kopfstöße….der Fisch kommt hoch….der größte Barsch, den ich im Wannsee jemals gesehen habe….oh weia, ganz knapp gehakt! Ich verliere den Fisch, beim Keschern, er war zwischen 45 und 50cm, mindestens!

So traurig, diese Erfahrung war, seit dem bin ich sehr motiviert auch an Stellen mit vielen kleinen Barschen. Der “Koffer” kann immer dazwischen sein!

Über diesen Fisch habe ich schon berichtet, auch der kam inmitten vieler Kleinbarsche.

Szenenwechsel. Gestern abend: ich jiggte mit der Expride UL Spinnrute mit einer Krebsimitation am 5g Jigkopf. Bisse von Barschen im Mittelwasser:

Ob es hier auch einzelne Große gab? Aber ja: Biss am Grund, wieder richtig Gewicht, aber doch deutlich weniger Gegenwehr, keine Kopfstöße.

Diesmal war es wirklich ein Brassen, der sich den Minikrebs hat schmecken lassen. Was soll´s, die Spannung bleibt trotzdem…

Wenn ich ein paar Brassen von dieser Größe beim internationalen Freunschaftshegefischen der ILA heute nachmittag am Kanal mit der Matchrute fangen könnte, wäre ich sehr froh! (Petrus, bitte!)

Für Euch bleibt immerhin in Bildern eine Aktionsstudie der genialen Expride UL, wahrhaft ein irres Rütchen!

Ein schönes Wochenende wünscht Jochen Dieckmann