Stillwasser Streamern

Hallo BlogbesucherInnen,

unter den vielen Möglichkeiten, mit einer Angelrute Fische zu fangen, schätze ich immer mehr den Einsatz von Fliegenruten. In meinen Beiträgen habe ich hier schon einige Fliegenruten und unterschiedliche Einsatzbereiche vorgestellt. In diesem und in den nächsten Beiträgen möchte ich die G.Loomis Pro4X Trout in der AFTM-Klasse 8 vorstellen. Eine Rute in dieser Schnurklasse benutze ich dann, ich vorwiegend mit mittelgroßen Streamern auf Forelle, Barsche, Hechte oder Rapfen angeln möchte. Der Luftwiederstand eines auf Hakengröße 2-4 gebundenen Streamers erfordert einfach eine schwerere Schnur, um adäquat beschleunigt und auf Weite gebracht werden zu können. Im frühen Herbst standen die Barsche zunächst noch flach über den langsam zurückgehenden Krautfeldern, später wanderten sie ihren Beutefischen in die tiefen Rinnen hinterher. In beiden Situationen liessen sie sich sehr gut mit der Fliegenrute fangen.

Über dem Kraut war es wichtig, den Köder relativ flach zu führen.

Gern würde ich auch Euch zum Griff zur Fliegenrute animieren. Und nicht vergessen: Fliegenfischen ist auch nur Angeln und Fische fangen.

Mit freundlichen Grüßen,

Jochen Dieckmann

die Schnur ist raus, gleich beginne ich mit dem Einstrippen

die Schnur ist raus, gleich beginne ich mit dem Einstrippen

hier seht ihr den Schusskorb, in dem die eingegstrippte Fliegenschnur landet, darüber der "Augenstreamer" auf Hakengr.4

hier seht Ihr den Schusskorb, in dem die eingegstrippte Fliegenschnur landet, darüber der “Augenstreamer” auf Hakengr.4

Biocraft XT Large Arbour Fliegenrolle und der erste Biss

Biocraft XT Large Arbour Fliegenrolle und der erste Biss

Handarbeit auch im Drill, die Rute arbeitet sauber mit

Handarbeit auch im Drill, die Rute arbeitet sauber mit

es klatscht!

es klatscht!

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Kurzes Business-Meeting in Dänemark – oder – “Pikes On The Fly”

Am letzten Wochenende verschlug es mich mal kurz nach Dänemark zu einem Business-Meeting mit meinem Kollegen von GetAway Tours. Könnte es für tiefsinnige Gespräche und neue Anregungen einen besseren Ort geben als auf dem Wasser? Nein!

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Mit Vollgas ins Meeting auf dem Wasser!

Langweilige Meetings in kargen Büroräumen kennen wir nicht und so wurde zudem gleich die Gelegenheit genutzt um ein wenig neues Tackle zu testen. Mit im Gepäck hatte ich die G.Loomis Pro4X in der Klasse 10 in 9′, denn uns pustete ein ordentliches Lüftchen um die Nase. Windstärken in Böen bis 8 Bft machen ja schon einem Spinnfischer schwer zu schaffen. Durch die etwas schwerere Schnur konnte ich die Fliegen dennoch passabel präsentieren trotz der widrigen Bedingungen.
Im Guidingalltag komme ich leider nicht dazu mit der Fliege zu fischen, aber dafür macht die Fischerei an meinen freien Tagen auf dem Wasser umso mehr Spaß. Ich liebe einfach den direkten Kontakt zum Fisch, den Ruck in der Schnur und dieses herrlich puristische Drillvergnügen.
Kombiniert habe ich die Pro4X mit einer BIOCRAFT XT Large Arbor 78, bespult mit ein paar Metern Backing und einer Intermediate Schnur der Klasse 10-11, da die befischte Wassertiefe zwischen 60 cm und 2 m lag. Das Werfen mit dieser Kombi macht einfach nur Spaß und mit der extra Power bewältigt man auch große Hechtstreamer ohne Probleme.

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Perfekte Kombination zur Rute die BIOCRAFT XT Large Arbor 78.

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Die Klasse 10 ist genau richtig für schwierige Bedingungen und große Streamer.

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Nach unzähligen Hechten sieht dieser Streamer leider nicht mehr ganz so aus wie frisch gebunden.

In nur 1,5 Tagen konnten wir zu zweit über 30 Hechte bis 96 cm landen und somit bekam die Rute auch genug Möglichkeiten sich zu bewähren.

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Mein Kollege Thomas von GetAway Tours im Drill mit einem kampfstarken Flachwasserhecht.

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96 cm – Nicht schlecht!

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Auch Durchschnittsfische machen am Fliegengerät einen großen Spaß.

G.Loomis_Pro4X_2_kleinVielleicht wagen Sie ja demnächst auch mal einen Versuch mit der Fliegenrute auf Hecht und vielleicht macht es Ihnen ja genau so viel Spaß wie mir.

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Dieser Hecht mochte es rot/weiß.

Viel Spaß und Erfolg am Wasser!

Robert Balkow

Tackletest extrem – Teil 1: NICARAGUA

2015 war bisher für mich sehr bewegt und hektisch. Viel Arbeit, neue Länder und Abenteuer und zu wenig Zeit für die Berichterstattung. In der folgenden Zeit möchte ich meine Erlebnisse und Erfahrungen allerding ein wenig aufarbeiten und mit Euch teilen.

Im 1. Teil soll sich zunächst ersteinmal alles um meine Tour nach Nicaragua drehen. Nicaragua? Als Kind der ehemaligen DDR hatte ich bis vor ein paar Jahren nur die rot eingefärbte Berichterstattung über unser sozialistisches Bruderland im Kopf, aber mit der Erweiterung des anglerischen Horizontes,  tauchte Nicaragua auch ganz schnell oben auf der Liste auf, wenn es um große Fische geht. Gerade in puncto großer Tarpone bietet der von Anglern kaum befischte Dschungel einzigartige Möglichkeiten.

Tarpon stand schon immer bei mir ganz oben auf der “bucket list” und ich konnte mir den Traum sogar an der Fliegenrute erfüllen.

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Durch ein Labyrith von Lagunen und Kanälen gelangten wir an unseren Bestimmungsort mitten im Dschungel, am Rande eines kleinen Indianerdorfes.

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Unsere Lodge vor Ort direkt am Flussufer am Rande des kleinen Indianerdorfes.

Fliegenfischen
Ein Labyrith aus Kanälen und Lagunen durchzieht den Dschungel und unter der Wasserobfläche treiben Fische Ihr Unwesen, die unsere Vorstellungskraft sprengen. Geräuschlos lassen wir uns mit der Strömung einen langgezogenen Kanal entlangtreiben. Vor uns in Todesangst hektisch flüchtendene Meeräschen. Hinter Ihnen riesige Strudel und urplötzlich durchbrechen riesige silbrige Körper die Wasseroberfläche. Wir befinden uns inmitten raubender Tarpone. Ich versuche bei Puls 180 ruhig zu bleiben und die Fliege sauber zu präsentieren. Schon beim vierten oder fünften Wurf passiert es. Biss! Mir reißt es die Fliegenschnur aus der Hand. Ich versuche diese festzuhalten, Stripstrike – Bääämm !

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Heißer Tanz mit dem Tarpon.

Vor mir explodiert ein Fisch und fliegt durch die Luft, die Flugschnur pfeift durch die Ringe und die Rollenbremse kreischt. In 2 Sekunden ist der Fisch bereits tief im Backing und ein wilder Kampf nimmt seinen Lauf.

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Beide Hände voll zu tun und die #12er G.Loomis GLX Crosscurrent muss zeigen was in Ihr steckt.

Nach etwa 30 Minuten kann ich meinen Gegner mit der GLX Crosscurrent #12 zur Aufgabe zwingen und halte einen gut 90pfündigen Tarpon in meinen Händen. Hut ab vor diesen Fischen.

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Um im Drill die Oberhand zu behalten und den Fisch nicht länger als nötig zu stressen, darf man nicht zimperlich sein und muss voll Druck machen.

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90lbs Silberbarren – Ein Traumfisch in einer Traumkulisse.

Spinnfischen
Was in heimischen Gefilden funktioniert sollte doch auch im Dschungelfluss den erhofften Erfolg bringen. Also haben wir uns reichlich Gummifische eingepackt, schwere Bleiköpfe aufgezogen und haben an den klassischen Stellen wie Ausbuchtungen, Einmündungen und Strömungskanten unser Glück versucht. Schnell wurde klar, dass wir damit genau den Nerv der Räuber getroffen haben. Da konnte die neue GRAPPLER S80M aus der JDM-Serie gleich zeigen, was in ihr steckt. Brutale Attacken in der Absinkphase gefolgt von wilden Fluchten und sogar ein wenig Luftakrobatik, damit haben sich die Snooks bei uns beliebt gemacht.

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Ein gejiggter Gummifisch fand hier schnell seine Abnehmer.

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Kampfstark und sogar manchmal sprunggewaltig, boten die Snooks eine schöne Abwechslung zur Fischerei auf Tarpon.

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Shimano Grappler S80M + Stella 8000 SW + 0,28mm PowerPro Super 8-Slick

Zwischendurch mischten sich immer mal wieder kampfstarke Jack Crevalle ins Geschehen…

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Die Aktion der Grappler S80M ist unter Vollbelastung semiparabolisch und federt wilde Fluchten und Kopfstöße zuverlässig ab.

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Dieser Jack hatte den X-Rap Jointed von RAPALA zum Fressen gern.

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Grappler Casting Series S80M

Shimano Grappler S80M

…und zum Schluss gab es dann sogar noch eine große Überraschung, als ich einen “kleinen” Goliath Grouper landen konnte.

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Lesath Power Game 240 + Saragosa 5000 SW + 0,23mm PowerPro Super 8-Slick vs. “Mr. X”

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“Mr. X” in voller Pracht! So entspannt wie mein Gesichtsausdruck auf diesem Foto auch aussieht, ca. 25-30kg können verdammt schwer zu stemmen sein.

Da wir ein großes Mündungsgebiet nur ca. 20 Fahrminuten vom Meer entfernt befischten und nur die oberen 2-3 Meter der Wassersäule Süßwasser waren, wunderten wir uns nicht allzu sehr, auch diese Fischart hier anzutreffen.

In Nicaragua ist halt mit allem zu rechnen, also ist hochwertiges Gerät unverzichtbar.

Euer
Robert Balkow
getawaytours.eu

 

Mein Einstand mit der Trockenfliege

Hallo Blogbesucher,

ich bin aufgeregt: es ist Maifliegenzeit! Fliegenfischers Traum: die Forellen beissen nun am besten auf die Trockenfliege. Und so konnte auch ich meine ersten Forellen mit dieser sagenumwobenen Angelart überlisten. Ich will gar nicht viele Worte machen und lieber schnell die Bilder hochladen. Aber soviel dann doch:

1. Es ist ein wunderbares Naturerlebnis und eine absolut spannende Angelei.

2. Die Bisse auf die Trockenfliege waren teilweise unerwartet heftig.

3. Meine Biocraft Kombo der Klasse 4 erwies sich als perfekt.

Alles weiter in den Bildern, mit freundlichen Grüßen, Jochen Dieckmann

...eine Mailfliege mit krummen Schwanzfäden...

…eine Mailfliege mit krummen Schwanzfäden…

...und meine Nachbildungen...

…und meine Nachbildungen…

...eine gebogene 4er Biocraft...

…eine gebogene 4er Biocraft…

... noch springt sie...

… noch springt sie…

...auch Bernd freut sich über den ersten Biss...

…auch Bernd freut sich über den ersten Biss…

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Bachforellen auf Nymphen und Streamer

Liebe Leserinnen und Leser,

endlich war es soweit: ich durfte meine ersten Bachforellen mit der leichten Fliegenrute fangen. Dabei vetraute ich zunächst auf die mir geläufigen Streamer und Nymphen. Ich angelte also noch nicht mit der Trockenfliege. Meine Shimano Biocraft Kombo der AFTM Klasse 4  mit entsprechender Schwimmschnur erwies sich dabei als absolut passend. Es hat riesigen Spaß gemacht, die Hechte müssen also noch ein wenig warten. Natürlich möchte ich es auch mit der Trockenfliege versuchen, schließlich ist Maifliegenzeit. Oh weia, ich bin jetzt schon süchtig.

Ein fischreiches Wochenende wünscht

Jochen Dieckmann

Schlichte Kettenaugen Streamer im Whooly Bugger Stil imitieren irgenwie alles und nichts

Schlichte Kettenaugen Streamer im Whooly Bugger Stil imitieren irgendwie alles und nichts

Bald schon kam der erste Biss

Bald schon kam der erste Biss

Der Drill am superleichten Gerät macht einfach Spaß!

Der Drill am superleichten Gerät macht einfach Spaß!

Bafo in Top-Kondition

Bafo in Top-Kondition

Diese packte zu auf eine braune Goldkopfnymphe

Diese packte zu auf eine braune Goldkopfnymphe

Ein Kescher gehört unbedingt zur Ausrüstung

Ein Kescher gehört unbedingt zur Ausrüstung

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Bachforellen Tackle.

Hallo Leute,

die Forellensaison hat hier vor einigen Tagen begonnen und wir konnten auch schon ein paar schöne Forellen überlisten. Doch bevor ich hier mit Fangberichten und Köderbildern weitermache, möchte ich euch noch kurz mein Gerät vorstellen, das ich zur Forellenpirsch benutze . Da als Köder Spinner, Wobbler, Fliegen und Nymphen zum Einsatz kommen, benötige ich drei unterschiedliche Kombos.

 

IMG_0749Die erste Kombo benutzte ich, wenn Wobbler zum Einsatz kommen: Shimano  Alivio DX 2,40 m mit einem Wurfgewicht von 7 – 21 Gr. gepaart mit einer  Exage 2500 bespult mit ner 0,10 mm Sufix 832.

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Alivio DX 2,40 – SALDX24ML

 

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Shimano Exage 2500

Die länge von 2,40m habe ich bewusst gewählt, da man mit einer etwas längeren Rute den Lauf vom Wobbler besser beeinflussen kann. Gerade am Bach  lassen sich schwer zugängliche Stellen mit schwimmenden Wobbler viel besser befischen, weil man den Köder einfach mit der Strömung abtreiben lassen kann. Mit einer zur kurzen Rute kann man den Köder nicht so gut dirigieren.

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Der perfekte Spot für den Einsatz von schwimmenden Wobblern.

Die zweite Kombo benutze ich wenn Spinner zum Einsatz kommen: eine Stradic mit einer länge von 1,85m und einem Wurfgewicht von 3-15 Gr.

IMG_0720IMG_0591Dazu die passende Rolle in einer 2500 größe, bespult mit ner 0,08mm Sufix Nanobraid.

IMG_0756Meine letzte Kombo ist eine Fliegenkombo.

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An solch gekennzeichneten Strecken ist nur das benutzen einer Fliegenrute erlaubt.

Wie ich ja schon in meinem letzten Blogeintrag geschrieben hatte, ist das Waten in den Brandenburger Salmoniedenstrecken nicht erlaubt.  Dadurch hat man oft nicht wirklich viel Platz zum Werfen oder um Schwung zu holen. Deswegen fällt meine Wahl auch hier auf eine relativ kurze Rute.

Die Biocraft EV-A in einer 4er Klasse. Mit einer länge von 2,29 m ist diese Rute ein Traum für die Fischerei in kleinen Bächen.

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Die dazu passende Rolle: Biocraft XT Large Arbor.

 

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Und jetzt ans Wasser. In den nächsten Tagen kommt der erste Fangbericht.

 

Danke fürs Vorbeischauen.

 

Biocraft EV-A AFTMA 5 – Action auf dem Steg!

Liebe Besucherinnen und Besucher,

hier nun wie versprochen der Beitrag zur 5er Shimano Biocraft Fliegenrute. Diese Rute habe ich speziell zum Angeln auf Rotaugen und Barsche mit kleinen Streamern und Nymphen, vor allem vom Boot und vom Steg aus. Die Biocraft Serie beinhaltet insgesamt 6 Süßwasserfliegen Ruten der Klassen 4-7 und 2 Salzwassermodelle für die Schnurklassen 8 und 12. Alle Ruten dieser Serie sind 3-teilig und zwischen 2,29 und 3,05m lang.

Das hier verwendete Modell ist 2,59m lang und wiegt federleichte 92g. Es gibt noch zwei weitere 5er Ruten in den Längen 2,44m und 2,74m. In den folgenden Bildern seht Ihr, wie ich mit dem Gerät vom Bootssteg aus auf Rotaugen angle, dabei habe ich auf die 5/6 er Rolle (Shimano Biocraft XT Large Arbor) eine WF-Intermediate Schnur der Klasse 6 aufgespult, also wie schon gestern beim Meerforellenangeln eine Klasse höher. So kann ich auch hier mit wenigen Vor-und Rückschwüngen schnell Druck aufbauen und die Nymphe auf Distanz bringen. Die leicht sinkende Schnur fischt auch bei Wind ohne Schnurbogen. Die Schnur strippe ich in sehr kurzen und langsamen Zügen ein, auch hier hilft der Schußkorb sehr. Die Nymphen imitieren in erster Linie Mückenlarven, aber auch Flohkrebse und Köcherfliegenlarven sind in der Fliegenbox. Durch die langsame Köderführung fische ich in Tiefen bis 2,5m. Durch unterschiedlich beschwerte (Kettenaugen, Goldköpfe) kann ich die Lauftiefe meiner Köder den Bedürfnissen der Fische anpassen. Ich wundere mich immer wieder, wie weit über Grund die Rotaugen oft stehen, nicht selten angelte ich schon in nur 1m Tiefe über 3m tiefem Grund.

Wunderbar kurzweilig ist diese Angelei, die Bisse oft sehr deutlich, für die vermeintlichen Friedfische. In den Bildern seht ihr u.a. eine Folge von ganz kurz aufeinander geschossenen Fotos mit Köderführung, Biss, Anschlag und Drill. Vielen Dank an Claudia für das intensive Fotografieren!

Viel Spaß und nicht vergessen: Angeln ist wunderbar vielseitig!

Mit Grüßen, Jochen Dieckmann

Die wahre Belastung erfährt jede Rute beim Wurf

Die wahre Belastung erfährt jede Rute beim Wurf

ich würde die Aktion der 5er "Bio" als mittelschnell bezeichnen

…ich würde die Aktion der 5er “Bio” als mittelschnell bezeichnen, sie wirft sich traumhaft…

und Action! Der Köder ist im Wasser...

und Action! Der Köder ist im Wasser…

...und wird langsam eingestrippt...

…und wird langsam eingestrippt…

...und Biss! Anschlag!

…und Biss! Anschlag!

Fisch sitzt...

Fisch sitzt…

am leichten Gerät sind Rotaugen sehrgute Kämpfer

am leichten Gerät sind Rotaugen sehr gute Kämpfer

die perfekte Aktion für diese Angelei

die perfekte Aktion für diese Angelei

strahlende Frühjahrs-Sonne und blitzblanke Fliegen-Plötze

strahlende Frühjahrs-Sonne und blitzblanke Fliegen-Plötze

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die Weißfische mochten meine Nymphen an dem Tag richtig gerne

die Weißfische mochten meine Nymphen an dem Tag richtig gerne

und darum gehört eine Lösezange unbedingt zur Ausrüstung

und darum gehört eine Lösezange unbedingt zur Ausrüstung

ein gelungenes Griffteil liegt super in der Hand

ein gelungenes Griffteil liegt super in der Hand

besser als die Schnur lose auf dem Steg....

besser als die Schnur lose auf dem Steg….

macht sich der umgeschnallte Schußkorb

macht sich der umgeschnallte Schußkorb

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Mit der Fliegenrute auf Meerforellen

Liebe Besucherinnen und Besucher,

das heutige Angelwetter war eine echte Katastrophe. Mit meinen Angelfreunden war ich trotzdem bei starkem Wind und noch stärkerem Regen mit der Spinnrute unterwegs. Saza und Bernd fingen jeweils einen Grönländer, ich konnte gerade mal einen Fehlbiss verzeichnen. Klatschnass ging es dann bald wieder zum Aufwärmen in die Bude.

Der Alltag des Meerforellenanglers kann hart sein, das gehört einfach dazu. Sehr hart trifft es einen aber auch, wenn man hinter dem Blinker bzw. Küstenwobbler wiederholt nur Nachläufer oder Anschieberfehlbisse bekommt, aber kein Fisch am Köder hängen bleibt. Es gibt nichts frustrierenderes, als zu wissen, die Meerforellen gefunden zu haben, sie aber nicht fangen zu können. Aber es gibt einen Alternative: die Fliegenrute!

Meerforellen sind eigentlich absolute Fressmaschinen: in nur 2 Jahren erreichen sie eine Körpergröße von 35-45 cm! Fresspausen sind da für diese Art nicht drin, allerdings spezialisieren sich die Fische phasenweise sehr auf ein Nahrungsschema. Gerade für die küstennahen Räuber ist das viel öfter die z.B. Garnele als Fischnahrung wie z.B. Sandaale oder Heringe. Sehr gerne werden auch eher standorttreue Kleinfische wie Grundeln oder Stichlinge gefressen. Im Frühjahr kommt dazu die Zeit, in der die Seeringelwürmer zum Laichen ausschwärmen und im Freiwasser unterwegs sind. Dann fressen unsere Mefos fast nichts anderes. Offenbar brauchen sie diese Spezialisierung, um aus den wechselnden Nahrungsresourcen das Optimum an Zuwachs zu erreichen.

Alle genannten Mefo-Nährtiere lassen sich wunderbar als Streamer- Imitationen selbst herstellen oder kaufen. Natürlich kann man sie als Springerfliegen oberhalb des Blinkers anbieten, oder eine Sbirolino- Montage verwenden. Die eleganteste Art ist aber die Fliegenrute. Ich habe dafür eine Rute der Klasse 6 für wenig windige Bedingungen und eine der Klasse 8 für stärkeren Wind. Beide Ruten kommen aus der 4 Pro X Serie von G-Loomis. Die Rollen sind die Biocraft Fliegenrollen von Shimano in der Klasse 5/6 bzw. 7/8. Als Fliegenschnüre empfehle ich auf jeden Fall eine Intermediate (langsam sinkende) WF-Schnur. Schwimmschnüre gehen bei Windstille, aber die ist an der Küste selten. Für die 6er Rute benutze ich eine 7er Schnur und für die 8er eine 9er, also jeweils eine Klasse höher als die Rute, um mit wenigen Schwüngen ordentlich Zug aufzubauen. Mit der knapp unter der Oberfläche laufenden Schnur bekommt man besonders bei seitlichen Winden keinen Schnurbogen und hat einen guten Köderkontakt. Das ist elementar wichtig. Von der vergleichsweise ( zur Spinnrute) geringen Reichweite sollte man sich nicht abschrecken lassen, mit ein wenig Übung sind recht bals 20m Wurfweite drin. Als sehr praktisch emfinde ich den sogenannten Schusskorb, in dem man die von Hand eingezogene Fliegenschur beim Einstrippen einsammelt und im Wurf wunderbar wieder heraus schießen lassen kann. Mich fasziniert beim Fliegenfischen am meisten die unvergleichliche Direktheit, alles ist pure Handarbeit! Die für passable Würfe notwendige Koordination der Bewegungsabläufe ist ein absolut spannendes Training und macht extrem Spaß. Aber die “Fusselwerferei” ist nicht nur Liebhaberei, es ist ganz oft einfach auch die fängiste Methode. Auch in den vergangenen Tagen fing ich mindestens die Hälfte meiner Mefos mit der Fliegenrute. Es fühlt sich einfach gigantisch an, wenn die Fliegenrute beim hammerharten Anbiss auf den Streamer von jetzt auf gleich den Halbkreis macht. Also traut Euch!

Dabei fällt mir ein: ich hab Euch ja gar nicht die 5er Biocraft Fliegenrute im Einsatz auf Rotaugen vorgestellt, dabei seht ihr dann auch den Schusskorb. Also wenn das Wetter morgen wieder so fies ist…

Viele Grüße von Jochen Dieckmann

Bernd landet eine Gröni, die auf seine Springerfliege gebissen hat

Bernd landet eine Gröni, die auf seine Springerfliege gebissen hat

Erfolgsmuster war hier eine eher unauffällige " Magnus"

Erfolgsmuster war hier eine eher unauffällige “Magnus”

 dänischer Klassiker: die voluminöse Garnelenimitation "Pattegrisen"

dänischer Klassiker:
die voluminöse Garnelenimitation “Pattegrisen”

die obere der  beiden "Magnus" hat Bernd ziemlich verangelt

die obere der beiden “Magnus” hat Bernd ziemlich verangelt weil viel damit gefangen

Hauptsache Auge! Grundel-Muddler aus Rehaar sind häufig meine Favoriten

Hauptsache Auge!
Grundel-Muddler aus Rehaar sind häufig meine Favoriten

Meine Garnelen binde ich eher etwas sparsamer, so werfen sie sich deutlich besser und fangen trotzdem!

meine Garnelen binde ich eher etwas sparsamer, so werfen sie sich deutlich besser und fangen trotzdem!

oder wie wär`s mit Sandaal?

oder wie wär`s mit Sandaal?

Küsten-Fliegenfischer`s Traum: ein schöner und windstiller Sonnenuntergang

Küsten-Fliegenfischer`s Traum: ein schöner und windstiller Sonnenuntergang

auch an der Küste eien Hit Kombo: 6er Loomis mit Biocraft-Rolle

auch an der Küste ein Hit Kombo: 6er Loomis mit Biocraft-Rolle

Biss in der Abendstunde!

Biss in windiger Abendstunde!

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dieser Silberling liess sich den Augen-Muddler schmecken

dieser Silberling ließ sich den Augen-Muddler schmecken

und das bei Sonnenschein vormittags

und das bei Sonnenschein vormittags

diese Forelle wollte eien Garnele

diese Forelle wollte eine Garnele

und blieb dabei am Einhänger hängen

und blieb dabei am Einhänger hängen

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Mit der Fliege tief auf Barsch

Hey Blogleserinnen und -leser,

der Frühling steht kurz bevor, in den nächsten Tagen soll es überall deutlich wärmer werden. Dadurch verbessern sich ganz klar die Angelbedingungen für die meisten Angelarten. Besonders die Meerforellenangler haben jetzt gute Chancen und man hört auch immer wieder von kapitalen Barschen aus den Seen.

Ich möchte euch heute aber über eine Erfahrung aus dem vergangenen Herbst berichten. Das Angeln mit der Fliegenrute gewinnt für mich zunehmend an Bedeutung. Ich testete deren Einsatz mittlerweile in vielen Bereichen und finde es äußerst spannend und fängig.

Ja, es ist möglich, auch in richtig tiefem Wasser mit der Fliege Fische zu fangen: dazu verwendete ich meinen hochgeschätzten und immer wieder bewährten Allrounder, die geniale G.Loomis 4ProX, allerdings nun mit einer WF-Sinkschnur der Klasse 6 und der Sinkrate 4. Die sinkt richtig schnell und ist ideal zum Befischen von Tiefen zwischen 4 und 7 m. In flacherem Wasser produziert sie durchaus schon den ein oder anderen Hänger, erst recht bei langsamer Köderführung. Als Köder benutzte ich einfache Fischchen-Streamer mit Augen (wichtig!) auf den Hakengrößen 6-8, meistens in Grün oder Braun. So konnte ich die im letzten Jahr üblichen kleinen Barsche als Futterfische sehr gut imitieren.

Wichtig bei dieser Angelei ist ein vergleichsweise kurzes Vorfach von maximal 1,5 m Länge, um besseren Köderkontakt zu haben und die Bisse zu spüren. Die schwere Schnur liess ich nach dem Auswurf 15- 20 sek absinken und strippte sie dann in kurzen aber ruckartigen Zügen wieder ein. Nach jedem Zug liess ich sie für 5 sek absinken. Bisse verspürte ich nur manchmal als deutlichen Ruck, meistens strippte ich eher in einen Widerstand. Dann schlug ich nach oben an.

Die Köderführung gestaltete sich mit einer Sinkschnur zuerst absolut ungewohnt. Ich musste mich darauf einstellen, daß die Schnur unter der Rute zunächst mal steil nach unten zeigt und erst in der Tiefe in einem Bogen in Richtung Köder verläuft. Dadurch hat man einen ziemlich indirekten Kontakt zum Köder. Dieser vermeintliche Nachteil gleicht sich aber offenbar dadurch aus, daß der Streamer ganz anders als ein auf und ab laufender Jigköder vielmehr gleichmäßig parallel zu Grund bewegt. Möglicherweise läuft der Köder so natürlicher oder wenigstens ungewohnt und wurde von den Barschen argloser genommen.

Ich fing jedenfalls richtig gut damit, die Barsche bissen darauf oft besser als auf die üblichen Spinn-Montagen. Und es macht trotz des höheren Aufwandes irre Spaß! Alles andere in den Bildern, es bestätigt sich für mich immer mehr : “Alles kannst Du mit der Fliege fangen.” (diesmal in Hochdeutsch, hallo Bernd!)

Viele Grüße, Jochen Dieckmann

das Werfen mit Sinkschüren unterscheidet sich nicht vn dem mit anderen Schnüren

das Werfen mit Sinkschnüren unterscheidet sich nicht von dem mit anderen Schnüren

schöööööön absinken lassen das Ganze

schöööööön absinken lassen das Ganze

ein schlichter dunkler Streamer wirft sich gut

ein schlichter dunkler Streamer wirft sich gut

ambesten fing aber die grüne Augen- Fluse aus Baitfish-Emulator

am besten fing aber die grüne Augen- Fluse aus Baitfish-Emulator

kurioserweise hing dieser Fisch aber nicht am Haken sondern am Einhänger (Mustad-Qiucklink)

kurioserweise hing dieser Fisch aber nicht am Haken sondern am Einhänger (Mustad-Quicklink)

Strahlenden Sonne und Biss auf Biss auf die tiefe Fliege!

Strahlende Sonne und Biss auf Biss auf die tiefe Fliege!

große Liebe zu dieser Rute

große Liebe zu dieser Rute

hier seht Ihr das kurze Fluorocarbon Vorfach

hier seht Ihr das kurze 0,24 mm Fluorocarbon Vorfach (Aspire)

die Methode bietet sich auch im Frühling an

die Methode bietet sich auch im Frühling an

...also: unbedingt mal ausprobieren...

…also: unbedingt mal ausprobieren…

ich jedenfalls freue mich auf Pullover-Temperaturen und Fliegen- Barsche!

ich jedenfalls freue mich auf Pullover-Temperaturen und Fliegen- Barsche!

 

Biocraft: Fliegenrute und Rolle der Klasse 4

Hallo Prostaff- Leserinnen und Leser,

In diesem Jahr möchte ich Forellenangeln und zwar klassisch! Nach den vielen Meerforellentrips an die Küste in den vergangenen Jahren, hoffe ich für 2015 vor allem auf meine ersten Erfahrungen mit der Fliegenrute an kleinen Flüssen und Bächen. Sozusagen das “eigentliche” Fliegenfischen. Dafür habe ich das Gerät schon vorbereitet, es sollte an einem Kleingewässer vor allem auf eine unauffällige Präsentation abgestimmt sein. Deswegen habe ich dafür eine Kombo in der Aftm-Klasse 4 ausgesucht. Shimano hat dafür die Serie Biocraft am Start. Dazu passend gibt es unter dem gleichen Artikelnamen eine wunderbare Fliegenrolle in der Größe 3/4. Ein paar Meter Backing aufgespult, darüber eine schwimmende WF-Schnur, fertig! Viel zu früh, denn die Forellenschonzeit ist erst am 15.04. zu Ende. So kam ich nicht um eine kleine Hafenangelei herum, das Gerät musste ganz klar sofort getestet werden.

Also ab auf den Bootssteg in unserem Angelverein. Dort hat sich das Angeln auf Rotaugen mit Fliegengeschirr mittlerweile sehr etabliert. So können wir auch ohne klassische Fliegenfischer-Gewässer mit dieser faszinierenden Angelart in der Gemeinschaft schöne Fische fangen. Ich grüße Euch, Sportsfreunde!

Die Biocraft-Kombo liegt zunächst mal extrem leicht in der Hand. Ich habe mit dem 2,29 cm langen Modell in der Klasse 4 das leichteste der Serie, es wiegt gerade mal 73g. Die Biocraft Fliegenrolle wiegt in der Schnurklasse 3-4 auch nur 115g, also zusammen 188g. Ich denke, ich habe noch nie ein so leichtes Gerät gefischt.

Im 2015er Katalog erfreute mich die Ausssage: “Eleganter und schlanker Blank, der eine ernorme Wurfperformance entwickelt”. Den Spruch fand ich gleich bei den ersten Würfen und Drills bestätigt. Absolut geil! Natürlich ist diese Kombo nicht unbedingt für Weitwürfe und offene Wasserflächen gedacht, aber 15-18m waren trotzdem locker drin. Gerade bei stärkerem Seitenwind verdriftete die leichte Schnur natürlich deutlich schneller, als ich es von meiner küstenerprobten 6er Loomis 4ProX gewohnt bin.  Trotzdem konnte ich das Rütchen mit einige schönen Fischen einweihen. Angelfreund Bernd hat einen neuen Spitznamen für die fliegenverückten Berliner Rotaugen erfunden: Havel-Lachse!

Ich freue mich schon auf die Forellen-Saison, ich denke, ich ich bin bestens gerüstet!

Mit besten Grüßen, Jochen Dieckmann

Superleicht und kurz, die ersten Würfe mit dem 4er Gerät

Superleicht und kurz, die ersten Würfe mit dem 4er Gerät

mit voller Kraft in den Vorschwung, der leichte Blank mit seiner Kraftübetragung auf sder kompetten Länge

mit voller Kraft in den Vorschwung, der leichte Blank mit seiner Kraftübetragung auf der kompletten Länge

Schiessen lassen!

Schiessen lassen!

Fluo-Chenille Nymphe mit Goldkopf auf Hakengr.14, ob das fängt?

Fluo-Chenille Nymphe mit Goldkopf auf Hakengr.14, ob das fängt?

...und ob! Schaut euch die geniale parabolische Aktion an, auch im Drill arbeitet der Blank perfekt in seiner ganzen Länge...

…und ob! Schaut Euch die geniale parabolische Aktion an, auch im Drill arbeitet der Blank perfekt in seiner ganzen Länge…

...das macht richtig Laune...

…das macht richtig Laune…

...der gelbe Fussel fängt...

…der gelbe Fussel fängt…

...auch wenn die Fischgröße heute nicht ganz so super war...

…auch wenn die Fischgröße heute nicht ganz so super war…

...dafür gab´s einen schönen Aland für Bernd

…dafür gab´s einen schönen Aland für Bernd

…und nächsten irgendwie psychedelischen Aufnahmen möchte ich Euch nicht vorenthalten, es ist halt doch noch Winter!

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