G.Loomis Pro 4X

Liebe Blog Leser,

daß mir seit Wochen aus anglerischer Sicht nichts anderes als das Fliegenfischen durch den Kopf geht, hat nicht nur damit zu tun, daß das es in meinem Hausgewässer gerade die einzige Möglichkeit ist, mit künstlichen Ködern zu angeln.

Es hat ganz sicher auch mit der Angelrute zu tun, die ich dabei verwende. Das ist die AFTM 6 -Version der  Pro 4 X von G.Loomis. Das Teil war für mich ganz schlicht “Liebe auf den ersten Wurf”. Sie ist 2,70m lang und vierteilig, zunächst verpackt in einem Stoff- Samt-Etui, dann in einem stoffbeschichteten Cordura Rohr mit Schraubdeckel-Verschluß.

DSCF7913Eine Rute der Klasse 6 ist eigentlich grundsätzlich d a s Allround-Gerät, denn damit lassen sich sowohl kleine Nymphen und Trockenfliegen als auch mittelgroße Barsch- und Meerforellenstreamer sehr gut werfen.

schilfgrüner 4 Teiler unddas kultige Loomis-Logo

schilfgrüner 4 Teiler und das kultige Loomis-Logo

Das Gerät macht schon beim Auspacken zittrige Hände, es ist einfach nur superleicht und hat eine mehr als ansprechende straffe “Fast Action”. Das ist gut für alle modernen WF Schnurtypen mit den überwiegend kurzen Weitwurf geeigneten Keulen (Bellys) oder Schussköpfen.
Hatte ich sie einmal aufgebaut, wollte ich nur noch damit angeln!

hochwertigster Kork, perfekter Griff

hochwertigster Kork, perfekter Griff

Im Spätsommer hatte ich die Pro zum ersten Mal auf dem Boot dabei. Barsche und Rapfen im Flachwasser waren die Zielfische, der gelbe Streamer musste so aggressiv geführt werden wie eben möglich: 3 kurze und harte Strips und eine Twitchbewegung aus dem Handgelenk brachten bald Fisch auf Fisch. Diese Köderführung wäre mit einer langsameren Rute kaum möglich. Von Beginn an saubere und gestreckte Würfe, für mich als Fliegen-Anfänger nicht selbstverständlich, begeisterten mich genauso!

erster Test bei T-Shirt- Wetter

erster Test bei T-Shirt- Wetter

Richtig toll machte sich der grüne Zauberstab auch beim Angeln auf Meerforellen an der Ostsee. Ich kam ran ans Ostseesilber!

DSCF7451Und jetzt im Winter fischen wir auf Rotaugen, ich hätte nicht gedacht, wie gut das funktioniert, aber wie schon gesagt, ein so wundervolles Gerät motiviert! Viele Grüße, Jochen Dieckmann.

all you need is...

all you need is…

Mit der Fliegenrute auf Rotaugen…

Liebe Blog-Leser,

In meinem Hausgewässer, der Berliner Havel, ist Raubfischschonzeit. Hecht, Barsch, Rapfen und Zander mit Kunstköder zu beangeln ist bis 1. Mai verboten. Meine Alternative: das gezielte Rotaugenangeln mit der Fliegenrute. Ein paar Bilder habe ich ja schon gezeigt. Der Clou daran ist, daß es möglich ist, die Rotaugen mit dieser Methode nahezu ausschließlich zu fangen. Und das ist auch fischereirechtlich vollkommen in Ordnung, denn die von mir benutzten Fliegen (Nymphen) sind maximal 2cm lang und gelten damit als Friedfischköder. So muss ich den Silberlingen nicht mit Maden und Stippfutter auf die Flossen rücken, sondern kann sie mit einem Minimum an Geräteaufwand und einem Maximum an  Angelfreude fangen.

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Rute, Rolle, Schnur, Köderbox, so wenig “Gedöns” ist perfekt für eine kurze Feierabendangelei…

Trotzdem ist diese Angelei natürlich sehr speziell und braucht etwas Übung. Ich bin sehr froh, auf diese Weise in eine Routine zukommen, denn das Angeln mit der Fliegenrute ist in vielen Situationen sehr fängig. Aber ich bleibe erst mal bei den Ködern. Die sollten sich auf jeden Fall am natürlichen Nahrungsspektrum des Zielfisches orientieren. Ich benutzte in den vergangenen Wochen vor allem Nachahmungen von Fohkrebsen.

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die Favoriten: Fohkrebse…

Mit den Flohkrebsen war ich in letzter Zeit so erfolgreich, daß ich andere Köder, z.B.  Mückenlarven und Köcherfliegenlarven, gar nicht mehr auf dem Schirm hatte, ein großer Fehler! Gestern angelte ich zusammen mit meinem Freund Bernd, er fing regelmäßig richtig gute Fische. Die Krönung war ein guter Aland, das ist ein seltener Fisch bei uns. Mit meinen Gammariden schaute ich allerdings vergleichsweise ganz schön in die Röhre und fing nicht annähernd so gut wie Bernd.

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Bernd hatte den richtigen Köder und dann gilt zumindest in Berlin: “Allet jeht uffde Flieje!”

Bernd`s Fliege war eine Mückenlarve mit einem schweren Goldkopf. Den schlicht-genialen Köder fischte er hinter einer schwimmenden WF-Schnur. Ich nutzte dagegen eine leicht sinkende WF-Schnur (Intermediate) und befürchtete schon, es könnte an diesem Unterschied gelegen haben. Abends band ich mir ein paar Mückenlarven auf 14er Haken mit überwiegend kleinem Goldkopf in Variationen mit der Grundfarbe Rot.

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…das konnte ich nicht auf mir sitzen lassen, ich brauchte Mücken!

Heute ging`s nach Feierabend wieder auf den Steg. Bernd war leider nicht dabei. Ich blieb bei meiner bewährten Intermediate-Schnur. Aber mit den Mücken fing auch ich heute Fisch auf Fisch. Beruhigend! Trotzdem zeige ich Euch noch die Köcherfliegen:

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auch die waren schon oft fängig: Köcherfliegenlarven

Im nächsten Blog geht es um die Zusammenstellung von Rute Rolle und Schnur.  Bis dahin grüßt Euch

Jochen Dieckmann!

Und jetzt noch ein paar Angelfotos:

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Rute: G.Loomis Pro 4 X in voller Aufladung beim Vorschwung

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Schnur und Rute verschmelzen im Bild

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…in der Dämmerung war es am besten…

...aber nür auf Mücke!

…aber nur auf Mücke!

 

2. G.Loomis Flycasting – Clinic

Loop

Am Sonntag, dem 16.03.2014 fand in Neustadt in Holstein die 2. „G.Loomis Flycasting Clinic“ statt, die von Shimano und Kalles Angelshop veranstaltet wurde.

So, wie im Jahr davor, wurde das Event als Preisausschreiben in vielen bekannten Medien ausgeschrieben und das Losverfahren ermittelte die 10 Teilnehmer.

Bildschirmfoto 2014-03-18 um 12.57.01             Bildschirmfoto 2014-03-18 um 12.54.12

Die Clinic fand im „Haus des Gastes“ in Pelzerhaken statt, in dem am Vortag schon das Shimano Brandungsseminar veranstaltet wurde. Das Haus, direkt an der Ostsee gelegen, ist mit einem schönen, großen Saal ausgestattet, umrahmt von angrenzenden Wiesen.

Nach einem kurzen Intro von Petra Krichel von Shimano/G.Loomis befassten wir uns 1,5 Std. mit der Theorie des Fliegenwurfs, der Schlaufenbildung- und Kontrolle, demonstriert mit kleinen Übungsruten, bis es schließlich nach einem leckeren Mittagessen – vielen Dank an das hervorragende Catering – um  13:00 auf die Wiesen zur Umsetzung des Gelernten ging. Glücklicherweise hatten wir wetterseitig nur Windstärke 7, denn letztes Jahr war es Windstärke 7 UND horizontaler Schnee. 😉 Also reale Bedingungen!

Mit viel guter Laune, etwas Schnursalat, keinen Verletzten und kalten Händen versammelten wir uns um 16:00 zur Nachbesprechung noch einmal im Saal, bis dann in lockerem Ende gegen 17:00 die Clinic von Kalle geschlossen wurde.

Alle haben etwas gelernt! Auch wir, so dass wir zum Beispiel die 3. Veranstaltung, die schon fest geplant ist, derart organisieren, dass nach der Mittagspause die 10er Gruppe in 2 x 5 aufgeteilt wird und jede Gruppe 1,5 Stunden alleine Platz auf den Wiesen hat. Das ist besser für die Teilnehmer und für mich. 😉

Vielen Dank an alle Teilnehmer, Kalles Team, Petra Krichel von Shimano/G.Loomis und besonders an Kai Rohde, der die Fotos geschossen hat.

Ich freue mich auf 2015, vielleicht dann noch mit schönem Wetter!?

Juergen Friesenhahn

G.Loomis/Shimano Team Angler & Master Flycasting Instructor F.F.F.

www.wurfkurse.de

 

Kleine Fotogalerie der Flycasting Clinic:

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Intro durch Petra Krichel/Shimano

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Theoretischer Teil – Verteilen der Materialien

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Theorie… 🙂

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…noch mehr Theorie 🙁

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Theoretisches Gelächter! 🙂

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Erste Versuche…

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“Schau, bilde eine saubere Schlaufe, kontrolliere die Schnur.”

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Eine kleine “Schlaufen-Morphologie”:
Die offene Schlaufe oder “non loop”

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Die Schlaufe wird etwas enger…

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…noch enger…

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“perfect loop”

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Tendenz zum “Tailing Loop”.
Die Deformation der oberen Schnur beginnt,
indem sie sich konkav verformt

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Endlich auf der Wiese mit der führenden Hand aus dem Hintergrund… 😉

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“Rutenübergabe”

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“Kontrolle” heißt das Spiel.

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Bitte weniger “Druck”.
Entspanne Dich.

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Schau, als Gegenbeispiel.
Ich habe die Rute nur auf meiner Handfläche liegen.
Ich kann gar nicht “drücken”.

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Und Spaß dabei gehabt!

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Ihr wollt den Doppelzug lernen???

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Pantomime und “Downup”

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Und wieder ein anderes Setup von Rute und Schnur…

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“…and out she goes…”

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Kalle Rohde (Mitte) hatte auch Spaß!

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Hier geht’s lang…

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Abschluss der Clinic durch Kalle Rohde
von “Kalles Angelshop” in Neustadt in Holstein

JF

Ein unerwartet guter Angelfeierabend

Liebe Blogleserinnen und -leser,

mit wenig Hoffnung auf Fänge, aber doch erfreut über das schöne Wetter ging ich heute nach Feierabend auf die Steganlage. Ich wollte zumindest meine frisch gebundenen Mückenlarvenfliegen mal im Wasser sehen. Es war bis auf wenige Resteisschollen alles wieder eisfrei, es war fast bis 18:00 Uhr hell und die Sonne kam zum Abend nochmal richtig raus. Toll!

Wie schon gesagt, ich erwartete nicht viel Fischaktion im natürlich immer noch eiskalten Wasser. So montierte ich die G.Loomis PRO 4x mit einer dünnen (01,15mm) Fluorocarbonspitze, denn ich wollte vor allem mit den auf Hakengr.14 gebundenen filigranen roten Mückenlarven angeln.

Aber es war ganz anders: schon im ersten Wurf rüttelte ein ca. 50er Rapfen auf den Mini-Köder, dann kamen 3 Brassen und ein gutes Rotauge. Irgendwann fand ich tatsächlich einen Schwarm mit teilweise richtig großen Rotaugen und die haben meist echt brutal gebissen. Da war die 6er Rute wieder richtig krumm, die Fische waren auch im Drill in absoluter Topform.

Mit sonnigen Grüßen, Jochen Dieckmann

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