Blue Romance Eging als leichte Küsten-Spinnrute

Liebe Blogleserinnen und -leser,

das Küstenangelwetter ist alles andere als gemütlich, aber so ist Meerforellenangeln, zumindest für Angler wie mich, die nicht an der Küste wohnen und langfristig einen Tour festlegen müssen.

Dieser Beitrag ist nicht der erste über die Shimano Blue Romance Eging, denn das Gerät überzeugt mich einmal mehr während der 2015er Frühjahrstour. Auf den vergangenen Messen hatte ich die Möglichkeit, die Rute schon einigen Besuchern vorzustellen und stiess dabei durchweg auf Begeisterung.

Die Blue Romance Serie wurde für 2015 als Salzwasserrutenserie mit 8 Modellreihen aufgelegt. Das Modell Eging mit seiner speziellen Aktion für die gleichnamige japanische Angelart eignet sich hervorragend für die leichte Angelei mit Ködern zwischen 10 und 20g. Das von mir vorgestellte Gerät ist 2,55m lang und wiegt 128g. Dazu empfehle ich eine 2500er Rolle, in meinem Fall ist das die Shimano Sustain 2500 FG, diese Rolle ist salzwassertauglich und läuft einfach wie ein Uhrwerk. Zusammen mit einer feinen 10er Power Pro Geflechtschnur und einem 18g Küstenblinker arbeitete sich die Kombo als krasse Weitwurfmaschine wieder in mein Anglerherz.

Das stürmische Wetter machte die Platzwahl nicht einfach, trotzdem konnte wir einige schöne Meerforellen der Grönlander-Klasse (Fische zwischen 40 und 50cm) erbeuten. Die Forellen mochten teilweise bei weitem lieber eine Fliege, Bernd punktete oft mit seiner Springerfliege. Zu einem kompletten Meerforellenangler gehört allerdings nach meiner Erfahrung auch eine Fliegenausrüstung, sehr oft werden übliche Spinnköder ignoriert. Wer dann einen Garnelen- oder Kleinfisch- Imitation anbieten kann, vergrößert ganz klar seine Fangchancen. Deswegen werde ich Euch im nächsten Blog meine Fliegenausrüstung vorstellen.

Wer sich aber ein tolles Spaßgerät anschaffen möchte, sollte sich die Blue Romance Eging unbedingt mal anschauen, ich wiederhole mich gern: das Ding ist zum Ausflippen geil!

Viele Grüsse von der Küste, Jochen Dieckmann

Die schicken kleinen Silberbarren standen meist ganz flach...

Die schicken kleinen Silberbarren standen meist ganz flach…

...und scheinen wie geschaffen für das leichte Gerät.

…und scheinen wie geschaffen für das leichte Gerät.

Ein Traum in Blau!

Ein Traum in Blau!

die Drillaktion ist einfach nur perfekt

die Drillaktion ist einfach nur perfekt

 

und federt auch die Fluchten für  größere Fische chancenlos ab

und federt auch die Fluchten für größere Fische chancenlos ab

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von oben nach unten: Williamson Slick Jig 20g, 2 x Williamson Gomoku Lead Spoon 18g, Shimano Trout Quiver 18g, Bue Fox Möre Silda 10g

von oben nach unten: Williamson Slick Jig 20g,
2 x Williamson Gomoku Lead Spoon 18g, Shimano Trout Quiver 18g, Bue Fox Möre Silda 10g

 

Meerforellen – Tackle.

Hallo Leute.

Aufgrund der unterschiedlichen Schonzeiten in und um Berlin widme ich den Februar und März  ganz der Jagd auf die Meerforelle. Die Fischerei auf diese Fische ist eine sehr Zeitaufwendige und müheselige Angelei, da man oft viel laufen und werfen muss bis man ein Fisch überlisten kann. Aus diesem Grund muss das Angelgerät auch genau aufeinander abgestimmt sein da man wirklich viele Würfe damit macht und das ganze nicht zur Tortur wird.

In diesem Blog möchte ich euch mein Gerät dafür vorstellen. Da ich je nach Gewässer vom Ufer oder vom Boot aus fische, benutze ich zwei unterschiedliche Combos

Zum Wattangeln verwende ich ein Sustain mit einer Länge von 2,70 m und einem Wurfgewicht von 15- 40 Gr. da man an manchen Tagen schon sehr weit werfen muss um an die Fische zu kommen. Da ich oft vor der Küste Rügens fische ist das hohe Wurfgewicht hier auch angebracht um Köder von über 20 Gramm problemlos zu meistern.

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Gepaart mit ner 5000er Biomaster SW und 13 er Powerpro.

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Fuji Alconite Ringe (K-Type) für eine optimale Schnurführung.

Zum Angeln vom Boot verwende ich eine Antares DX in 2,40 mit einem Wurfgewicht von 14-40 Gramm. Da man vom Boot aus näher an die Fische rankommt braucht die Rute auch nicht all zu lang sein.

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und wieder ne 5000er Biomaster SW. Diesmal mit 13er Powerpro in Braun.

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auch mit Fuji Alconite K- Type Beringung.

 

Beide Ruten haben einen sehr dünnen Blank und sind ein absoluter Traum. Schaut euch diese Ruten bei eurem Fachhändler mal an.

Und zu guter letzt möchte ich euch nöch ein paar Köder vorstellen mit denen ich in letzter Zeit sehr erfolgreich war.

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Moresilda in 22 Gr.

Neben den üblichen Meerforellenköder wie Blinker etablieren sich bei mir in letzter Zeit auch immer mehr Wobbler. Sie sind zwar nicht gerade die Wurfungeheuer, überzeugen aber dafür durch ihren lauf. Gerade an warmen und sonnigen Tagen sind Wobbler ein echter Geheimtip.

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Der Storm So-Run Minnow und So-Run Sinking Pencil

Der Storm So- Run Minnow ist 9,5 cm und wiegt 11 g. Der So-Run Sinking Pencil ist 8cm und wiegt 18g.

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Der Storm Arashi Rattling Minnow ist 11cm und wiegt 37 Gr !

Gerade wenn sich die Meerforellen auf Heringe eingeschossen haben sollte man ihn eine Chance geben.

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Der Klassiker. Rapala X-Rap 11cm mit 22 Gr.

IMG_0345Und zu guter letzt ein absoluter Geheimtip !

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Der Air Ogre von North Craft

Das sind absolute Weitwurfgranaten. Sie sind langsam sinkend, so dass man mit ihne mehrere Wassersichten abfischen kann. Sie gibt es 7cm mit 14,5 g und in 8,5 cm mit 23 g.

 

So und jetzt ab ans Wasser. Die Meefosaison hat begonnen.

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Danke fürs Vorbeischauen.

 

Bachforellen à la Finesse

Wer unsere Blogeinträge in den letzten Wochen verfolgt, hat sicherlich mitbekommen, dass Johannes und ich im Bachforellenfieber sind. Vom Wobbler bis hin zu Spinner hatten wir schon alles ausprobiert. Langsam wurde es auch immer schwieriger, die launischen Bachforellen zu überlisten. Deswegen haben wir in den letzten Tagen ein bisschen experimentiert und verschiedene Methoden ausprobiert. Dabei hat sich das Splitshot- Rig  als super Alternative zu den üblichen Methoden erwiesen. Beim Splitshotrig wird einfach ein Haken passend zur Ködergröße an das Vorfach gebunden und anschließend ein Spaltblei ca. 5cm bis 60cm auf die Schnur geklemmt. Der Abstand vom Blei zum Haken variiert je nach Laune der Fische. Im Forellenbach mit starker bis mäßiger Strömung sollte der Abstand nicht allzu groß sein, da der Köder sonst nicht kontrolliert werden kann, und es zu unnötigen Hängern kommt.

IMG_02565 cm Abstand zwischen Haken und Blei waren in den letzten Tagen am besten. Als Vorfach diente ein 0,20 mm Fluocarbon. Das Gewicht lag je nach Strömung und Tiefe zwischen 1 Gr. und 3 Gr.

 

 

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ymphenhaken in der Gr. 12 genau passend zur Trigger X Nymphe.

IMG_0259Die Trigger-X Nymphe ist der perfekte Köder für Forelle und Co. Diese Art der Nahrung wird von nahezu allen Fischen gerne gefressen und ist ganzjährlich verfügbar.

IMG_0162Ein weiterer Vorteil am Splitshot Rig ist die langsame und genaue Präsentation. Nach dem Auswerfen wird der Köder mit ganz kleinen Zupfern über den Spot geführt. Damit lassen sich die Forellen auch aus besonders heiklen Stellen kitzeln. Bei punktgenauen Würfen ließ der Erfolg oft nicht lange auf sich warten.

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Die aufreizenden Faltterbewegungen gepaart mit Trigger-X Pheromonen sorgen dafür, dass der Köder nicht lange unbeachtet bleibt. Die Nymphen gibt es in 4 verschiedenen Farben.

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Dank Trigger- X sind  Nymphen nicht mehr nur was für Fliegenfischer.

 

Danke fürs Vorbeischauen.

 

Forellenzeiten

Hey hey Blog-Leserinnen und -leser,

auch für mich ist der Frühling immer Forellenzeit. Meine Angelfreunde und Team-Kollegen Johannes und Veit angeln derzeit ganz toll auf die Brandenburger Bachforellen, Grüße an Euch! “Meine” Forellen waren aber weiterhin die Meerforellen der Osteseeküste und die Angelei auf diese kann manchmal der Angelei auf Bachforellen ziemlich ähnlich sein. Die beiden Arten sind einander ja auch oft optisch sehr ähnlich, von der absoluten nahen genetischen Verwandtschaft einmal abgesehen. Zusammen mit Johannes Lohmöller hatten wir es auf Fjord-Forellen abgesehen. Die dänischen Fjorde sind mit den norwegischen natürlich nicht zu vergleichen, sie erinnern eher an Seen. Sie haben den großen Vorteil, neben temporär durchziehenden Meerforellen auch einen Bestand aus standorttreuen Fischen zu beherbergen. Diese Meerforellen erinnern schon sehr an Bachforellen und/oder Seeforellen.

Da ein dänischer Fjord meist schön geschützt liegt, bietet sich durchaus ein Versuch vom Kleinboot aus an. In unserem Fall ist das ein simpel modifizierter Kanadier mit Ausleger und einem 2 PS-Motor. Ähnlich wie beim Angeln auf andere Raubfische kam es auch hier darauf an, harte Steingründe, Muschelbänke und Versteck bietende Wechselstukturen zu finden. “Fjordies” sind über das Jahr an kleinere Nahrung gewöhnt, Stichlinge spielen oft eine größere Rolle als Tobiasfische. Grünliche Köder funktionieren meiner Erfahrung nach am zuverlässigsten, aber auch grelle Reizköder wie Spinner, Stickbaits und sogar Lipless Crankbaits punkten.

Als “Hardware” kam einmal mehr die Aernos Rute/Rolle-Kombi zum Einsatz, das Ding macht also wie erwartet auch auf Mefo eine Superfigur. Auf dem Kleinboot sind die Rutenlängen 2,40m oder sogar 2,10m einfach handlicher. Köder des Tages war ganz klar der Gomoku Lead Spoon von Williamson in der Farbe Ayu als 18g Modell.

Die Fische haben wir gefunden, es gab viele Fehlbisse und Nachläufer, aber auch das ist sehr spanned! Fjord-Mefos sind oft ein wenig heikel, egal, wir hatten Spaß!

Grüße an Euch alle, bald gehts auf Hecht, u.a. mit der Fliegenrute, einen guten Start in die Raubfischsaison wünscht

Jochen Dieckmann

gibt es an diesem Ufer harten Grund?

gibt es an diesem Ufer harten Grund?

Johannes meint: " Hin da!"

Johannes meint: ” Hin da!”

wenn die Stelle stimmt, knallt es auch sofort!

wenn die Stelle stimmt, knallt es auch sofort!

und eine schöne Fjord-Forelle hat gebissen

und eine schöne Fjord-Forelle hat gebissen

und ist bereit zur Landung

und ist bereit zur Landung

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Gomoku Ayu!

Gomoku Ayu!

umgerüstet auf Einzelhaken, bei mir Standart

umgerüstet auf Einzelhaken, bei mir Standard

die Köderauswahl: Gomoku Lead Spoon ( Williamson), Rippin´Rap (Rapala), Flutterstick Madflash (Storm) und Vibrax UV (Blue Fox)

die Köderauswahl: Gomoku Lead Spoon (Williamson), Rippin´Rap (Rapala), Flutterstick Madflash (Storm) und Vibrax UV (Blue Fox)

 

 

Neue Forellen-Flitsche gesucht und gefunden!

In den letzten Berichten über die Forellenpirsch seht ihr Veit und mich immer mit unserer weißen Stradic SSTR61L (Länge: 1,85m / WG: 3-15 Gramm) am Bach entlang kriechen. Mit ihrer schnellen aber auch recht weichen Spitze passt da auch super hin – egal ob man wobbeln oder spinnern will. Dass Weiß keine reinrassige Tarnfarbe ist, hat bislang auch noch keine Forelle gestört. Ein Problem bringt eine weiße Rute allerdings mit sich: Wenn man bei Sonnenschein fotografiert oder filmt, bricht die weiße Rute häufig aus, als wäre sie ein bisschen kamerascheu.

Deshalb muss ich ein Forellen-Filmprojekt für die Fisch&Fang (beim ersten Dreh mit der Stradic habe ich recht gut gefangen) noch einmal ansetzen. Und deshalb war ich quasi gezwungen, mich nochmal nach eine passenden Forellen-Rute umzusehen. Diese sollte ein paar Kriterien erfüllen: Ganz wichtig war natürlich ein dunkler Blank. Außerdem darf eine Bachflitsche nicht viel länger als 1,85 m sein, damit man mit ihr auch schön durchs Unterholz kommt und zwischen Büschen durchwerfen kann. Wichtig ist mir auch eine weiche Aktion, die die Forellen-Saltos abfängt. Das Wurfgewicht soll zwischen 3 und 15 Gramm betragen, damit ich auch mal einen 3er oder 4er Spinner anbieten kann. Und dann wollte ich auch eine möglichst günstige Rute vorstellen, die sich auch ein Jungangler leisten kann.

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Schick und auch von der Aktion her genial für den Forellenbach. Aber nicht unbedingt prädestiniert zum Filmen: Die weiße Stradic SSTR61L.

Also den Katalog gewälzt. Weiter als zur vierten Serie bin ich aber nicht gekommen:

Lesath BX SLEBX21ML (2,1 m / 7 – 21 Gramm): Sicher gut. Wahrscheinlich auch nicht zu lang. Sicher auch sensibel genug. Aber eindeutig zu exklusiv.

Antares DX SANTDX21ML: Die Antares-Ruten haben eine geniale Aktion fürs Forellenangeln. Die sind weich und schnell. Die kosten zwar nur halb so viel wie eine Lesath. Aber das ist immer noch too much für mein Bach-Projekt.

Speedmaster SSMBX18L (1,8 m / 3 – 14 Gramm): Schicke Rute. Gute Aktion. Aber vielleicht geht’s ja noch günstiger.

Beastmaster SBMDX18L (1,8 m / 3 – 14 Gramm): Die Beastmaster DX-Ruten fische ich sehr gern. Sie liegen mit dem schlanken Korkgriff gut in der Hand. Die 1,80er hatte ich schon bei diversen Händlern in der Hand. Die hat genau die weiche Aktion, die ich mir für den Bach wünsche. Der Blank ist in schlichtem Dunkelgrau gehalten. Mit einem Gewicht von 94 Gramm ist sie sehr leicht. Fuji-Ringe sind auch drauf. Und günstig ist die Serie auch. Bingo. Da musste ich gar nicht weiterblättern.

Kurz darauf der erste Einsatz am Bach. Gleich mal schauen, wie sie dahin passt.

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Optisch schon mal sehr gut. Sie schmiegt sich absolut perfekt in die Bach-Flora ein.

Und beim Angeln? Grandios. Sehr gut gefällt mir z.B. das kurze Griffstück.

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Mehr Griff muss am Bach nicht sein. Hinten habe ich ein Stück Fahrradschlauch drübergeschoben, das die beiden Rutenteile im zusammengesteckten Zustand zusammen hält.

Es ist schon echt genial, welchen Gegenwert man heutzutage für relativ kleines Geld bekommt. Die kleine Beastmaster lädt sich selbst bei Unterhandwürfen mit einem 2er Spinner auf. Obwohl sie echt recht weich ist, steckt sie den Widerstand von einem 3er Spinner locker weg. Ich denke, 4er sind auch kein Problem. 1er aber sicher auch nicht.

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Mein neues Hakenkonzept am Spinner: Eine Drillingsflunke abkneifen und die Widerhaken anklemmen.

Besonders genial ist aber die Aktion im Drill. Während das Spitzenteil fast komplett mit dem Fisch mitgeht, hat sie hintenraus ordentliche Reserven, so dass auch mal ein großer Fisch kommen kann, ohne dass man das Gefühl haben müsste, dass die Rute überfordert ist.

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Das Beastmastern am Bach macht so Spaß, dass ich eigentlich gar nicht davon schreiben sollte, wenn ich vorhabe, die Stellung im Büro zu halten.

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Zum Glück regnet es heute seit ein paar Stunden Bindfäden. Sonst wäre ich jetzt bestimmt schon auf dem Weg zum nächsten Drill…

Ich bin topzufrieden mit dem feinen Stock und werde sie sicher auch zum Barschangeln einsetzen. Denn was ich mit Sicherheit vom Bach auf mein Boot mitnehme, ist die neuentdeckte Liebe zum Spinner.

Und demnächst sieht man sich dann mal auf der Fisch&Fang DVD. Mit dem Spinner und der Beastmaster am Bach…

Schönes Wochenende!

Johannes

Forellenpirsch am Bach

Hallo,

wie Johannes in seinen Blogeinträgen bereits geschrieben hat, stand der April ganz im Zeichen der Forelle. Die Angelei auf Bachforellen fordert einem eine ganze Menge ab. Man muss wirklich sehr viel laufen und das auf teilweise extrem unzugänglichen Pfaden. Hängt die erste Forelle am Haken, sind die ganzen Strapazen meist ganz schnell vergessen.

IMG_0092IMG_0099IMG_0249IMG_0100Festes Schuhwerk ist extrem wichtig, aber auch das Gepäck muss passen.

IMG_0157Ein kleiner Rucksack und ein Klappkescher sind optimal für diese Fischerei.

IMG_0189Ein Klappkescher deswegen, weil man ihn in dichtem Gestrüpp zusammenklappen kann, so dass er nicht andauernd im Gebüsch hängen bleibt.

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Meine Spin-Kombo

Rute:              Stradic 1,85 cm WG. 3-15 Gr.
Rolle:             Stradic FJ 2500
Schnur:         Sufix Nanobraid, 0,10mm, Tragkraft bis 5,00 kg

Vofach :        Aspire Fluocarbon 0,25 mm, Tragkraft bis 4,8 kg

IMG_9039Als Köder benutzten wir Spinner und kleine Wobbler.

1. Vibrax Bullet

Durch sein längliches Spinnerblatt eignet er sich besonders für Stellen mit schneller Strömung.

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2. Vibrax UV, Shad und Flake.

IMG_0261IMG_01973.Rapala X-Rap Countdown.

IMG_0262muddlerAber auch andere Rapalas fingen ganz gut wie z.B. die kleinen Floater, MAX Raps, UL Minnows sowie die normalen Countdowns.

IMG_0264IMG_0266Alle Köder fingen relativ ausgeglichen, da die Spots so unterschiedlich waren und jeder Köder zum Einsatz kam. Die Orgianl Floater ließen wir Strom ab und unter über das Wasser hängende Büsche treiben. Die Countdown wenn es mal eine Etage tiefer gehen sollte. Oder die Ul Minnwos wenn es nicht sehr tief war. Die Spinner fingen eigentlich in allen Situationen gleich gut. Insgesamt konnte wir jedesmal Forellen bis 52 cm überlisten.  Zum Schluss noch ein paar Fischbilder.

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Danke fürs Vorbeischauen.

 

 

 

Mit dem Spinner am Bach

Noch sind es ein paar Tage bis zum 1. Mai und dem offiziellen Saisonstart bei uns an Havel und Spree. Solange widmen wir uns der Trutten-Pirsch. Gestern war ich mit Veit am Bach. Diesmal habe ich die Wobbler daheim gelassen und bin dafür mit einer Schachtel abgetunter Spinner angerückt.

Spinner? Voll odschool! Mit dem Wirbelblech angelt man heutzutage doch nicht mehr. Oder doch? Am Forellenbach geht der Daumen auf jeden Fall nach oben. Denn Spinner haben gegenüber Wobblern ein paar ganz entscheidende Vorteile und das kleine Defizit kommt beim Kurzdistanzangeln erst gar nicht zum Tragen.

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Oldschool – aber fängig. Hier ein Vibrax Bullet in Schwarz/Kupfer/Rot, bei dem das Blatt direkt auf der Achse dreht.

Nachteil:

  • Spinner verdrallen die Schnur. Das nervt mich schon ein wenig, wenn ich auf lange Distanzen fische und mitbekomme, wie es mein Geflecht immer weiter verdreht. Beim Bachangeln fischt man aber nicht über lange Distanzen und so „erwischt“ es maximal die ersten 10 m vom Geflecht. Das kann man verkraften.

Vorteile:

  • Spinner sind preiswerter. Es tut nicht so weh, wenn man mal einen an eine Wurzel oder an einen überhängenden Ast verliert. Ergo fischt man risikobereiter und fängt mehr.
  • Spinner wiegen mehr als gleichgroße Wobbler. Deswegen kann man sie besser und flacher schlenzen. Zumindest werfe ich umso genauer, je mehr Gewicht mein Köder mitbringt.
  • Spinner machen die Forellen tierisch aggressiv. Ich hatte gestern ein Exemplar, das 9 mal auf meinen Spinner losgegangen ist (bei 9 Würfen).

9 Fehlbisse von einer Forelle? Wie das geht? Ganz einfach: Mit einem Einzelhaken anstelle des Drillings. Der ist in diesem Fall ein Fehlbissgarant. Meine Quote lag gestern bei 10:1 für die Forellen. Ich konnte ungefähr jeden 10. Biss verwandeln.

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Diese Forelle kam aus dem Kehrwasser und hat direkt vor meinen Füßen gebissen.

Hört sich erstmal ziemlich uncool an. Aber: Mir kommt’s echt nicht darauf an, mein Tiefkühlfach mit Forellen vollzumachen. Ich will Spaß am Wasser. Und weil man beim Truttenpirschen praktisch jeden Fehlbiss sieht und außerdem hochkonzentriert zu Werke geht, reicht es mir fast, wenn ich nur Fehlbisse habe. Zumal viele Forellen mehrfach beißen. Wie gesagt: Gestern hat es ein Exemplar 9 mal versucht, um dann beim 10. Wurf davon abzulassen, den Spinner zu attackieren.

Am besten ging es an diesem sonnigen Tag auf Kupfer (Barsch und Bachforelle).

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Den Spinner hat sie sich aber mal voll reingebügelt.

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2er Vibrax Shad TRP (Browntrout) und 3er Vibrax Shad PP (Perch)

Schwarz mit Rot war aber auch nicht schlecht.

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Die saß ausnahmsweise auch mal beim ersten Schnapper.

Mir hat das Spinner so großen Spaß gemacht, dass ich die Oldschool-Bleche nach der Forellen-Saison auf jeden Fall mal in meine Barschbox lege. Manchmal ist ein Schritt zurück ja auch einer nach vorne…

Beste Grüße & immer einen Kescherkollegen bei der Hand…

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In diesem feinmaschigen Kescher setzen sich die Haken auch nicht so schnell fest. Und das Gute dran: Er wird getragen und muss nicht getragen werden 🙂

…wünscht euch

Johannes

Rapala-Forellen-Wobbler-Special

In meinem letzten Eintrag über die Vorbereitungen auf die Forellen-Saison habe ich angekündigt, einen kleinen Bericht über meine Lieblings-Rapalas für die Trutten-Pirsch nachzuliefern. Dieser Ankündigung will ich nun Folge leisten.

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Vorab: Ich fische fast ausschließlich mit Forellen-Dekors. Zum einen glaube ich, dass auch in den Satzforellen-Genen (in Brandenburg leben die meisten Forellengewässer vom Besatz) ein Kannibalen-Gen hinterlegt ist. Das muss nach der Pellet-Fresserei in im ersten Lebensabschnitt zwar erstmal wieder aktiviert werden, aber schließlich handelt es sich um Forellen. Und wenn das nicht geschieht, bieten die Forellendesigns Punkte und Kontraste, die den Fischen gefallen sollten. Zumindest steht es außer Frage, dass die Forellendesign-Wobbler wahrgenommen werden. Die auffällige Färbung hat auch Vorteile für den Angler. Eine Polbrille vorausgesetzt kann man gerade das Bachforellen-Design unheimlich gut mit den Augen verfolgen. So weiß man nicht nur, wo der Köder ist, sondern auch was er macht. So fällt es leichter, seine Stärken zu entwickeln.

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Original Floater: Der Original Floater ist ein reinrassiger Balsa-Wobbler und deshalb absolut kein Wurfwunder. Dafür läuft er umso schöner. Außerdem kann man ihn hervorragend unter Brücken und überhängende Vegetation treiben lassen, um die Schatten-Forellen heraus zu kitzeln. Durch den hohen Auftrieb kann man ihn auch über alle Hindernisse hinweg laufen lassen, so dass er sich sehr gut in verkrauteten und vor allem auch verholzten Bächen macht. In meinen Lieblingsgrößen 5 cm und 7 cm läuft er maximal 1,5 m tief, lässt sich aber vor allem auch viel flacher präsentieren.

Rasselfaktor: 0 von 10 (silent)

CountDown: Er sieht zwar genauso aus, ist aber schwerer als der Original Floater. Zum Vergleich: Der Floater in 7 cm wiegt 4 Gramm. Der gleichlange CountDown bringt es auf 8 Gramm. Die Beschwerung lässt den CountDown nicht nur besser fliegen, sondern auch sinken. Auf dem Weg nach unten wackelt er auf der Horizontalebene. Das macht sich z.B. sehr gut, wenn man ihn in der Strömung hält.

Rasselfaktor: 0 von 10 (silent)

Die beiden Original’s gibt’s in 4 Forellen-Dekors  TR = Brown Trout, RT = Rainbow-Trout, BJRT = Balsa Juvenile Rainbow Trout und GJTR = Gold Juvenile Trout

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rapala-countdown-bjrt

 

 

 

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Jointed: Der Jointed ist ein schwimmender Zweiteiler im Original-Look. Er ist ein echter Klassiker, der wild ausschlägt und sehr agil durchs Wasser läuft. Ihn kann man auch einfach in der Strömung stehen lassen und darauf warten, dass er von den Forellen abgeholt wird. In 7 cm läuft er maximal 1,8 m tief- Tendenz: flacher.

Rasselfaktor: 0 von 10 (silent)

Die Jointeds gibt’s in RT und TR.

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Ultra Light Minnow: Der Ultra Light Minnow ist ein sinkender Minnow. Er sinkt allerdings sehr langsam, so dass man ihn am besten in langsam fließenden Gewässern quer zur Strömung wirft, um ihn von ebenjener unter gelegentlichen Schlägen oder kurzen Einkurbelphasen herumdrücken zu lassen. Beim Animieren steigt er kurz auf, um dann wieder abzusinken. Der 6 cm lange Ultra Light Minnow taucht so nicht viel tiefer als einen Meter ab.

Rasselfaktor: 5 von 10 (leiser Tieftöner)

Den Ultra Light Minnow gibt’s in 2 Forellen-Dekors. Nämlich in den Klassikern RT und TR.

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X-Rap: Der X-Rap ist ein Suspender, der es in 6 cm auf eine maximale Lauftiefe von 1,5 m bringt. Ihn kann man sehr schön gegen die Strömung kurbeln, weil er auch in starker Strömung nicht umkippt. Sehr gut eignet er sich aber auch zum Angeln quer zu einer leichten Strömung (wie der Ultra Light Minnow).

Rasselfaktor: 6 von 10 (Tieftöner)

Den X-Rap gibt’s in TR.

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X-Rap Countdown: Die sinkende Variante des X-Rap sinkt noch einmal schneller als der „normale“ CountDown (30 Prozent). Die 4 cm-Version ist so kompakt, dass man diesen kleinen Köder sehr gut und sehr genau werfen kann. Er arbeitet schon beim kleinsten Zug und flankt wild von einer Seite auf die andere. Deshalb kann man ihn sehr gut mit der Strömung fischen. Er arbeitet aber auch genau anders herum für den Angler: Wenn man ihn gegen die Strömung fischt, kann man ihn immer wieder stehen lassen. In leichter Strömung taumelt er dann ganz langsam in Richtung Gewässergrund und wackelt dabei noch intensiver auf der Horizontalachse wie der CountDown-Klassiker. Super funktioniert er auch, wenn man ihn quer zur Strömung fischt (leicht stromab werfen) und unter gelegentlichen Spinnstops einkurbelt oder einfach nur im Bogen zum Ufer herumtreiben lässt. Der kleine X-Rap Countdown läuft zwischen 60 cm und 1,2 m. Die 7 cm lange Version wiegt immerhin 10 Gramm und geht bis auf 1,5 m herunter. (Wobei man beide durch das Sinkverhalten temporär tiefer fischen kann.)

Rasselfaktor: 0 von 10 (silent)

Die beiden X-Rap Countdowns gibt’s in RT und TR. Interessant ist aber sicher auch der MD = Muddler.

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MaxRap: Der MaxRap ist ein Suspender mit einer extrem kurzen und steil angestellten Tauchschaufel. Er läuft deshalb wirklich sehr flach. Im Katalog ist er in den Größen 5 und 7 cm mit einer Tauchtiefe von 30 bis 90 cm angegeben. In echt läuft er noch flacher. Dabei hält er sich aber ausgezeichnet in der Strömung. Der MaxCast-Mechanismus befördert auch die kleinen Modelle weit hinaus, so dass er sich gut eignet, die Fische auf Distanz anzuwerfen.

Rasselfaktor: 7 von 10 Tieftöner (durchs Tungsten-Weitwurf-System)

Die beiden kleinen MaxRaps gibt’s im Forellen-Dekor FJTR = Flake Juvenile Brown Trout.

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Scatter Rap Countdown: Auch vom Scatter Rap gibt’s eine Countdown-Variante. Der Wobbler mit der dicken Lippe bricht immer wieder zur Seite aus. Er läuft außerdem tiefer als die beiden anderen Countdowns. Im Katalog wird die Lauftiefe mit 1,8 bis 2,7 m angegeben. Das macht ihn zum Gumpen-Renner.

Rasselfaktor: 0 von 10 (silent)

Den Scatter Rap Countdown gibt’s in den Klassikern RT und TR.
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BX Jointed Shad: Interessant ist auch die zweigeteilte Version aus der BX-Reihe (Balsa-Körper mit Hartplastik-Schale). Der bucklige BX Jointed Shad ist mit einer Länge von 6 cm sehr kompakt und bewegt sich sehr schön in der Strömung. Die Dekors sind nicht mega- sondern hyper-realistisch.

Rasselfaktor: An sich 0 von 10 (silent)silent, wobei durchs Gelenk sicher Geräusche entstehen. Also 1 von 10

Auch den BX Jointed Shad gibt’s in den Klassikern RT und TR.

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Hier noch ein paar Close-Ups von den verschiedenen Designs, die einen Eindruck von der Qualität der DFekors geben sollen:

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Und jetzt wünsche ich euch viel Spaß bei der Forellen-Pirsch und verbleibe bis zum nächsten Blog mit wobbelnden Grüßen!

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Frühjahr an der Lenne im Sauerland mit der kleinen Wobblerrute von G.Loomis.

Obwohl ich mich schon vor 20 Jahren der Fliegenfischerei verschrieben habe, zieht es mich ein paar Mal im Jahr immer noch zur Fischerei mit kleinen Sinkwobblern und kurzen einteiligen Ruten an meine Hausstrecke, der Lenne im Sauerland.

Da ich auch gerne Fisch esse und räuchere, gehen mein alter Freund Gerd und ich auf Raubforellen, entweder zum Anfang der Saison, wenn es schon etwas wärmer war und die Forellen sich vom Laichgeschäft erholen konnten oder am Ende der Saison, wenn die Algenblüte schon länger vorbei ist, das Wasser und somit der Fisch wieder sehr gut schmeckt.

Die Lenne ist hier, nahe meines Hauses, ein großes Gewässer von teilweise 30m Breite und 2 – 3m Tiefe. Kleine Wobbler beim Führen genau zu spüren und eine 50er Forelle in schnellem Wasser sicher zu halten ist keine leichte Aufgabe.

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Gewöhnliche Spinnruten haben dafür meist eine zu weiche Spitze. So nutzen wir nun schon seit Jahren schnelle, einteilige und „fühlige“ Ruten von Shimano oder G.Loomis (803S-JWR) um 2 Meter, Rollen in der 1000er oder 2500er Klasse, eine dünne geflochtene Hauptschnur mit 2m 18er Fluorcarbon als Tippet.

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Die Wobbler sind fast immer Sinker oder Suspender von Rapala im Forellen- oder Elritzenfinish um die 7 cm, verbunden mit dem Monofil über einen sehr kleine Karabiner, der den Lauf des Wobblers nicht beeinflusst. Meist ersetzen wir die Drillinge durch Einzelhaken oder wir drücken die Widerhaken an.

Von unten nach oben:

MAX RAP MXR7 Juvenile Brown
X-RAP XRCD-7 Brown Trout
X-RAP XRCD-7 Muddler

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Bei der Führung der Wobbler sind wir wieder ganz „Fliegenfischer“ und führen sie, wie eine Nassfliege im „Wet Fly Swing“. Schräg stromüber geworfen lassen wir den Wobbler absinken und führen in so tief wie möglich im Swing zum ausgefischten „Hang Down“. Und genau in diesem Swing spürt man mit den sensiblen Ruten jegliche Bewegung des Wobblers, jede Störung im Lauf durch Algen und jede Fischberührung ganz deutlich bis ins Handteil.

wetfly

Der Fischtag war graublaukalt und auf dem Weg zur Lenne habe ich eine Gitarrenmusik meine alten Freundes gehört, die mir beim Drehen des Footage nicht aus dem Kopf ging und einfach gut zu dem Tag passte. Und so lag es nahe, diese Musik als Hintergrund für den kleinen Film zu verwenden. Seltsam schöner Tag. Und erfolgreich, wie man sieht, denn er wurde mit einer End 40er Brownie abgeschlossen. Lecker!

JF 2014/04

Anpfiff am Bach: Vorbereitungen auf die Trutten-Pirsch

Nun ist auch in Brandenburg die Forellensaison eröffnet. Startschuss ist hier traditionell der 16.4. jeden Jahres. Auf diesen Tag habe ich mich schon seit Wochen gefreut. Schließlich ist das Bachangeln eine ganz andere Disziplin. Selten ist das Wasser breiter als 5 Meter. Man kann die Fische teilweise gezielt anwerfen und muss sich sehr vorsichtig nähern.

forellenbach

Bestes Wetter am Bach. So macht das Forellenfischen natürlich richtig Spaß.

Klar, dass ich so einem spannenden Thema im Vorfeld viel Platz im Kopf einräume. Und natürlich bereite ich mich einigermaßen gewissenhaft drauf vor. Der erste Schritt war, meine Wathose zu flicken (ein Hoch auf Aquasure!). Und dann habe ich mich den Ködern gewidmet. Ich fische vorrangig mit Wobblern und gelegentlich mit Spinnern und Gummis. Die Hard- und Blech-Baits rüste ich auf Einzelhaken ab. Ich finde, das gehört sich so an einer Salmonidenstrecke. Außerdem bleibt man mit den Einzelhaken nicht so oft in Kraut und Holz hängen. Und wenn man mal einen Fehlbiss mehr bekommt, ist mir das auch egal. Wenn die Fliegenfischer ohne Widerhalen angeln, können wir Spinnangler meines Erachtens auch auf zwei Flunken verzichten. Zum Umrüsten nehme ich hauptsächlich 4er und 6er Haken. Man braucht welche mit einem großen Öhr. Die führt hoffentlich bald jeder Angelladen.


Schritt I: Endhaken-Aufhübschung mit Crystal Flash

Den hinteren Haken dekoriere ich gern. Ich finde, dass der dann aussieht wie eine wedelnde Schwanzflosse, wenn er eingekurbelt wird und nach links und rechts aussschlägt. Außerdem reflektiert das Crystal Flash das Licht.

Also zuerst eine Grundwicklung,…

grundwicklung
…dann das Flash aussuchen…

crystal_flash
…anlegen und festbinden. Dann mit Lack abdichten.

lockhaken_fertig
Fertig. Pro Haken brauche ich ca. 2 Minuten. Für die 20 Haken hier habe ich also keine Stunde gebraucht.

lockhaken

Schritt II: Spinnertuning

Bei Spinnern knipse ich den Drilling mit einem Seitenschneider ab.

spinner_haken_weg
Dann wird ein Sprengring eingedreht…

spinner_sprengring
…und dann einer meiner frisierten Haken.

spinner_fertig

Schritt III: Wobblertuning

Bei den Wobblern werden die Drillinge rausgedreht und gleichzeitig die Einzelhaken eingedreht. Das funktioniert in einem Arbeitsschritt.

wobbler_hakentausch
koeder_fertig


Schritt IV: Rollenbefüllung

Jetzt kommt noch die passende Schnur auf die Rolle. Ich habe eine Spule mit Mono und eine mit Geflecht dabei. Ich habe mich bei der Monofilen für eine 16er Technium Spinning entschieden. Die hat wenig Dehnung und trägt stolze 3 kg.

technium
Als Geflochtene nehme ich ich 6er Power Pro in Grün. Ich muss die Schnur ja nicht sehen auf die kurze Distanz. Und die Forellen sollen sie auch nicht sehen.

power_pro_gruen power_pro

Und dann ran an den Bach. Ich wünsche euch erstmal genaso viel Spaß beim Trutten-Pirschen wie mir das macht und melde mich dann mit einem Rapala-Trutten-Wobbler-Special wieder.

zappel_forelle

Voll schwer, die Dinger zu beruhigen. Ich bewundere die Menschen, die es schaffen, die Forellen schön zu präsentieren. Mir gehen die hypnothischen Skills leider ab.

forellen_drill

Die Bisse kommen oft aus dem Nichts. Bzw. sind die Fische dann einfach dran und schütteln sich.

forelle_gelandet

Schöne Forelle eingenetzt.