Gejiggte Barben

Der Flussesel mit viel PS! Ihr scheint die Strömung egal zu sein. Entweder mit oder gegen sie. Die Rede ist von der europäischen Barbe. Für mich einer der spannendsten und herausfordernsten Kämpfer in unseren Flüssen. In England ist sie neben dem Karpfen einer der beliebtesten Sportfische. Barben sind sehr schlaue Fische mit ausgezeichneten Augen sowie einem sehr ausgeprägtem Tastsinn, daher gehört sie zu den Fischen, die nicht unbedingt einfach zu fangen sind.

Am häufigsten wird sie mit Naturködern befischt, weil sie sich ja hauptsächlich von Pflanzen und Kleintieren ernährt. Doch die meisten wissen nicht, dass sich viele „Fried“-Fische auch von kleinen Fischen ernähren, ob das zur Aufnahme von Eiweiss dient oder einem Ausgleich an anderen Mineralien, ist den Forschern bis heute allerdings noch nicht klar. Jedoch wird oft beobachtet, dass sie auf Raubzug gehen, wenn sich die Chance ergibt. Da Barben keine Zähne besitzen, saugen sie den Beutefisch förmlich ein, um ihn dann zu verdauen im gleichaufgebautem Magen wie bei einem Raubfisch.

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Foto: Robin Melliger

 

Was sagt das uns Anglern? Wenn wir so eine Chance ausnützen, ist es tatsächlich möglich, mit Kunstfischen, sei das Gummifischen oder kleinen Gummikrebsen, diesen Barben erfolgreich nachzustellen. Mit diesem Thema habe ich mich dieses Jahr an meinem Fluss auseinandergesetzt und fand Dinge heraus, die mancher Barbenansitzangler nie denken würde. Wie das genau geht und was ich erlebt habe, lest ihr hier.

Ich habe schon früher oft Barben an meinem Hausgewässer beobachten und fangen können, doch bis dahin nur mit Käse als Köder. Es schien mir, als fing ich nur kleinere Barben, denn sie kamen den großen zuvor. Ich bin sehr interessiert an den Fischen, die ich fange. Also machte ich mich schlau, um diesen faszinierenden Fisch besser verstehen zu können. Denn der Angler, der seine Beute studiert, ist erfolgreicher. Auch lernt man immer was dazu, was man bei anderen Fischarten genauso einsetzten kann.

So kam ich auf einen Artikel von einem Biologen aus England. Er hat die Barbe studiert wie kein Zweiter und wusste Sachen, die mir sehr weiterhalfen. Wie zum Beispiel dass sich ausgewachsene Exemplare oft von eiweißreichem Getier ernähren. Ich dachte mir, dass es doch möglich sein muss, diese Fische auch anders zu fangen und vor allem die kleineren Artgenossen mehrheitlich ausschließen zu können.

Foto: Robin Melliger

Foto: Robin Melliger

Barben-Montage

Barben verbringen ihr Leben am Gewässergrund, was uns ja die Maulstruktur verrät. Also stellte ich mir eine einfache aber effektive Montage zusammen, die genau diesen Bedingungen entsprachen. 0.14er Geflochtene rote oder weiße PowerPro, Fluorocarbon mit mindestens 8kg Tragkraft und einer kleinen Gummikrabbe montiert an einem 3g Qualitäts-Jigkopf. Ich wähle geflochtene Schnur statt Monofiler, da bei dieser Fischerei der feine Biss herausgespürt werden muss und auch weil es im Fluss sehr viele Wurzeln, Sträucher und überhängende Bäume gibt und man mit Monofiler Schnur nicht genug Hinderungskraft über die Schnur aufbauen kann, da sie sich ja dehnt. Das Fluorocarbon empfehle ich, da es äußerst reibungsfest ist und unsichtbar im Wasser, da Lichtstrahlen durch die Schnur durchdringen können und nur gering reflektieren. 60cm Fluorocarbon als Vorfach lässt die Barbe nicht misstrauisch werden. Das Gewicht des Jigkopf kann je nach Fließgeschwindigkeit variieren. Es ist von Vorteil, sich einen strömungsärmeren Fluss auszusuchen, weil ein zu großer Jigkopf schnell zu Mistrauen führt und den eigentlichen Köder in den Schatten stellt. Es gibt eine große Auswahl an Gummikrebsen. Die Größe 4cm hat mir bis jetzt am meisten Bisse gebracht. Ich angle mit sehr leichtem Gerät. Eine 1000er Rolle (eine Shimano Rarenium) ist ausreichend und mit einer feinen Barschrute lässt sich die feine Montage kontrolliert platzieren.

Foto: Robin Melliger

Foto: Robin Melliger

 

Barben-Führung

Die Führung ist denkbar einfach: Man überwirft den Barbenschwarm und lässt den Jig langsam durch den Schwarm hüpfen. Wenn man ihn zu aggressiv führt, kann das dazu führen, dass sich der Schwarm aufteilt. Von einem kontrolliert geführten Jig geht hingegen keine Scheuchwirkung aus. Um den Barben das Gefühl zu geben, dass der Beutefish oder Krebs vor ihnen flieht, werfe ich den Jig flussabwerts und hole ihn gegen die Strömung wieder ein. Um als Angler unbemerkt zu bleiben, ist ruhiges und unauffälliges Verhalten am Fluss von extremer Bedeutung. Denn nur ein nichts ahnender Fisch ist ein angriffslustiger Fisch. Ich halte die Rute seitwärts und lasse den Jig mit kurzen aber harten Twitches in der Rute über den Grund hüpfen, damit es auch so aussieht, als würde der Krebs flüchten. Damit setzt man auch gleich einen feinen Anhieb, der beim feinen gummiartigen Maul der Barbe schon ausreicht, um den Hakenspitzen eindringen zu lassen. Man sollte keine langen Pausen machen zwischen den Twitches, da die Barbe den Jig nur ganz kurz attackiert. Die Bremse der Rolle sollte am Anfang nicht zu weich eingestellt werden, damit der Haken tief genug eindringen kann.

Foto: Robin Melliger

Foto: Robin Melliger

 

Barben-Drill

Die Barbe ist von Natur aus sehr stark gebaut, um sich auch in starker Strömung halten zu können. Die überdimensionalen Brustflossen lassen die Barbe blitzschnell von einer Seite auf die andere steuern. Die gabelförmige Schwanzflosse kann große Kräfte aufbauen. Die erste Flucht ist sehr ungestüm. Da muss man seiner Bremse vollstes Vertrauen schenken. Meist ziehen die Fische zunächst einmal flussabwärts. Die Schnurfarbe ist wichtig, um genau zu sehen, wo sich der Fisch befindet und vielleicht noch hin will. Barben suchen im Drill oft Schutz unter Bäumen und Wurzeln. Das kann dazu führen, dass man seine Traumbarbe verliert. Darum ist es wichtig, den Fisch so weit wie möglich kontrollieren zu können. Barben haben extrem Ausdauer und so ein Kampf mit einem 70cm-Fisch kann schnell bis zu 10 Minuten und mehr dauern. Man sollte jedoch darauf achten, den Kampf unter 10 Minuten zu bringen, denn diese Fische setzten ihre volle Kraft ein bis zum Schluss.

Mit dieser Methode konnte ich schon Barben von 40 bis 72cm Länge fangen, selten darunter. So kann man am besten größere Exemplare aus dem Schwarm herausfiltern. Für mich einer der spannendsten Fischereien im Fluss!

Foto: Robin Melliger

Foto: Robin Melliger

Euer Robin Melliger

Schlechtwetter Trips

Hallo Leute

die Herbstzeit ist ja eigentlich mit einer der besten Jahreszeiten um den Räubern nachzustellen, doch leider ist gerade im Herbst das Wetter oft sehr unbeständig. Man hat öfters Angeltage die wegen zu starken Wind oder Regen ausfallen. Um an solchen Tagen nicht zu Hause bleiben zu müssen, nutze ich diese Tage um den Karpfen nach zu stellen. Für solche Tage wähle ich Gewässer die relativ klein sind und nicht ganz so weit entfernt sind. Da ich im Süden von Berlin wohne, habe ich eine Vielzahl an Seen fast direkt vor der Haustür. Die Größe der Fische spielt bei mir bei solchen Trips auch keine Rolle. Da man sich nicht wirklich viel vorher vorbereiten(vorfüttern) kann. Umso wichtiger ist eine gute Futtertaktik um in kurzer Zeit erfolgreich zu sein.

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Ich bevorzuge Fertigfutter gemischt mit Hanfkörner

Gleich zu Beginn des Angelns werfe ich zwei bis drei Futterballen pro Rute ins Wasser. Dazu noch ne Handvoll mit Boilies dazu. Da das Futter auch von anderen Fischen gefressen wird, ist es wichtig alle ein bis zwei Stunden nach zu Füttern.

Ein Rute ködere ich mit nem Pop-Up Boilie und die andere mit einem ausbalancierten Boilie.

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The Source

Als Gerät verwende ich:

Rute: Shimano Tribal Velocity 3,05m in 3 Lbs

Da ich ziemlich nah am eigenen Ufer fische, brauchen die Ruten auch nicht viel länger sein.

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Rollen: Shimano Baitrunner DL-RB 6000er mit ner 0,35mm Technium.

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Und wenn im laufe des Tages der Bissanzeiger schreit, ist das schlechter Wetter schnell vergessen.

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Bis bald und danke fürs Vorbeischauen.

Papa Hecht fängt Dynamite-Barbe zum Saisonauftakt

Zum Start der Barbensaison 2015, durfte sich Uwe Pinnau über den Fang einer kapitalen Bartelträgerin freuen. Die goldschimmernde Fluss-Schönheit konnte einem Dynamite Robin Red Pellet nicht widerstehen, die der Präsident des Deutschen Hechtangler Clubs gezielt auf Barbe ausgelegt hatte.

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Dank dem stabil ausgewählten Gerät (Rute: Intensity Floater, Rolle: Baitrunner X-Aero 4000 FA, Schnur: Technium 0,30 mm), gelang eine sichere Landung des kampfstarken Fisches.

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Das Messen und Wiegen ergab eine Länge von 83 cm und ein Gewicht von exakt 10 Pfund (5000g).

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Dicke Fische mit dem Shimano Commercial Programm

Liebe Blogleserinnen und -leser,

wie Ihr bestimmt schon mitbekommen habt, gehe auch ich immer wieder mal gerne auf einen Friedfischansitz. Natürlich liebe ich besonders die richtig großen Cypriniden. Absolut super fischt es sich darauf nach meinen aktuellen Erfahrungen mit den sogenannten Commercial Ruten, die eigentlich für die Angelei in den commmerziellen Karpfenteichen gemacht worden sind. Von Shimano ist das die Forcemaster Commercial Serie. Sowohl die Feeder- als auch die Match-Ruten zeichnen sich durch eine sehr weiche parabolische Aktion aus. Für mich als Angler bedeutet das ein ernormes Drillvergnügen, denn mit dieser Aktion kann ich mit einer sehr feinen Rute auch stark kämpfende Fische sicher landen. Außerdem erinnern mich diese Ruten sehr an meine Jugendzeit, in der ich mich überwiegend mit der Friedfischangelei im englischen Stil beschäftigte. Selbstverständlich kann man diese Ruten wunderbar auf Rotaugen, Brassen, Schleien und Giebel/Karauschen einsetzen, auch dafür sind sie wie gemacht. Die folgenden Bilder entstanden überwiegend im vergangenen halben Jahr, ich benutzte dafür die Forcemaster Distance Feeder zum Angeln mit dem Futterkorb und die Forcemaster Mini Float für den Einsatz von Wagglerposen. Auf einigen Bildern seht Ihr aber auch die Beastmaster Commercial Feeder, die in Deutschland aber nicht erhältlich ist. Großen Spaß wünscht Jochen Dieckmann!

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Krasse Drills mit parabolischer Aktion

Krasse Drills mit parabolischer Aktion

auch Johannes Lohmöller hat eine Forcemaster Distance Feeder

auch Johannes Lohmöller hat eine Forcemaster Distance Feeder

aber zunächst mal die prächtigen Havel- Winterrotaugen mit dem Waggler

aber zunächst mal auf die prächtigen Havel- Winterrotaugen mit dem Waggler

solche Fische machen den Winter auf jeden Fall erträglich

solche Fische machen den Winter auf jeden Fall erträglich

mit dieser Plötze habe ich die Forcemaster Mini Float gut eingeweiht

mit dieser Hafen-Plötze habe ich die Forcemaster Mini Float gut eingeweiht

mit der 2500er Alivio ist sie super ausbalanciert

mit einer 2500er Alivio ist sie super ausbalanciert

im Frühling am kleinen Fluss mit dem treibenden Waggler...

im Frühling am kleinen Fluss mit dem treibenden Waggler…

...ein noch nicht abgelaichter Brassen

…ein noch nicht abgelaichter Brassen

ich liebe Waggler aus Pfauenfederkielen

ich liebe Waggler aus Pfauenfederkielen

ein spezieller Schleien-Waggler

ein spezieller Schleien-Waggler

über 3kg pure Schönheit

über 3kg pure Schönheit aus dem letzten Sommer

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Brandenburger Brassen...

Brandenburger Brassen…

im klaren Wasser bekommen den Kupferton

im klaren Wasser bekommen den Kupferton

fette Buhnenmonster aus der Oder

fettes Buhnenmonster aus der Oder

4kg Power!

4kg Power!

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die Feeder Bar ist eröffnet

die Feeder Bar ist eröffnet

ohne Würmer gehe ich nie los

ohne Würmer gehe ich nie los

genau so wichtig: knackige Caster

genau so wichtig: knackige Caster

oft füge ich dem Futter eien Parikel-Mix zu

oft füge ich dem Futter einen Parikel-Mix zu

gezieltes Giebelangeln ist möglich!

gezieltes Giebelangeln ist möglich!

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an diesen Fischen habe ich "eienen Narren gefressen"

an diesen Fischen habe ich “einen Narren gefressen”

und manchmal wird`s bunt

und manchmal wird`s bunt

Goldorfen-Alarm!

Goldorfen-Alarm!

unbedingt zu empfehlen ist diese Schnur zum Angeln mit dem Futterkorb

unbedingt zu empfehlen ist diese Schnur zum Angeln mit dem Futterkorb

und es gibt eine geniale Tasche...

und es gibt eine geniale Tasche…

... darin ist alles sicher verstaut

… darin ist alles sicher verstaut

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Frühjahrskarpfen

Hallo Leute, eigentlich seid Ihr ja gewohnt hier die News übers Raubfischangeln und das passende Gerät dazu zu finden. In den Letzen 15 Jahre hab ich mich fast ausschließlich dem Spinnfischen gewidmet, aber am Anfang der 90er hab ich die Karpfenangelei auch sehr intensiv betrieben.

Leider hatte ich aufgrund von Beruf und Freundin kaum noch Zeit dazu, so dass ich mich nur noch auf Jagd nach Zandern und sonstigen Räubern konzentriert hatte. Seit diesem Jahr habe ich aber wieder die ersten Nächte am Wasser verbracht. Ich muss aber dazu sagen, dass mir nicht unbedingt darum geht, Karpfen an irgendwelchen Geheimseen in Brandenburg oder sonst wo zu fangen, sondern eher darum ein großen Karpfen in meiner näheren Umgebung zu überlisten.

Da ich in Berlin wohne, bleibt mir oft nur das urbane Fischen in der Stadt bzw. an Kanälen oder das Fischen an der doch sehr großen Havel. Gerade an solchen Gewässern ist das Angeln oft sehr schwierig, da man oft auf wenige einzelne Fische ansitzt. Dafür sind die Erfolge umso schöner und oft auch sehr schwer. Ein gute Stellenwahl und ein wenig füttern vorher sind schon sehr wichtig. Vor zwei Wochen war ich mit meinem Kumpel David für 2 Nächte an der Unterhavel. Die Stelle, die wir befischten, war eigentlich eine Badestelle. Diese kann man leider nur im Frühling befischen, da in Berlin jeder freie Stelle im Sommer von den Berlinern genutzt wird. Zum Glück waren die Temperaturen noch nicht ganz so hoch. Den Spot hatte ich schon seit Jahren auf meiner Agenda, da wir dort schon öfters große Karpfen beim Angeln auf Hechte beobachten konnten. Durch die sehr kurze Anfahrtszeit von 20 Minuten haben wir eine Woche vorher angefangen zu füttern. Ich hab mit 15mm und 20mm The Source von Dynamite Baits gefüttert, da ich, wie zu Anfang schon erwähnt habe, früher mit diesen Boilies sehr gute Erfahrungen gemacht habe. Die Karpfen lieben einfach diesen Maggiegeruch!!

So, aber erstmal zum Gerät.

1Als Ruten verwende ich Shimano Tribal Velocity in 3,35 mit 2,75 lbs. Die Länge habe ich bewusst so gewählt, da ich, wie schon erwähnt, auch an Kanälen angel und nicht weit werfen muss.  Ruten in dieser Länge lassen sich auch noch super vom Boot bentutzen. Wer nach ner Allroundrute sucht, wird mir dieser Rute super zufrieden sein.

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Ein sehr dünner und kräftiger Blank.

Wie oben im Bild schon zu sehen ist, verwende ich als Rollen die Ultegra XSC 10000. Im Preis und Leistungsverhältnis sind die Ultegras unschlagbar. Im Lieferumfang befindet sich noch eine 6000er Ersatzspule.

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gefüllt mit ner 0,30 mm Technium.

Mein Lieblingsköder!

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Einfach nur genial, wiederverschließbare Tüten.

 

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Auch genial. Ausbalancierte Boilies. Ein halber Pop Up und ein halber sinker. Kein rumschnippeln mehr.

Gerade im Frühjahr ist die Stellenwahl nicht besonders schwer, da sich Flachwasserbereiche schneller erwämen und das die Karpfen nach dem langen kalten Wintertagen lieben. Und da die Unterhavel doch sehr tief ist, grenzt das die Suche nach geeigneten Plätzen sehr ein. Wir hatten alle Ruten auf ca. einen Meter Wassertiefe abgelegt.

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David beim Ablegen seiner Rute.

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Nochmal ein kurzer Check, ob alles gut liegt.

Jetzt noch zwei Hände Boilies auf den Spot und dann beginnt das Warten.

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Wenn man direkt vor den Füßen fischt, ist es wichtig mit schlaffen Schnüren zu fischen.

Und wenn man zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist…

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… dann klappt es auch mit den Berliner Wasserbüffeln.

Hier noch ein Clip, den mein Kumpel Svenni mit dem Handy gemacht hat.

Ab jetzt geht’s wieder auf Raubfische. Seit Montag ist ja in Berlin die Zanderschonzeit vorbei.

Bis bald und danke fürs Vorbeischauen.

Feierabend Feedern

Hallo Leute,

in den letzten Wochen war ja ziemlich oft auf der Jagd nach Bachforellen. Wenn ich aber mal nur ein paar Stunden Zeit zum Fischen hab, ziehe ich auch schon mal los um den Friedfischen auf den Leib zu rücken. Gestern fuhr ich an einen kleinen See im Süden von Berlin um mit der Feederrute ein paar Brassen und Karpfen zu überlisten. Da ich an vielen verschiedenen Gewässern unterwegs bin, brauche eine Rute mit der so gut wie alles mit abdecken kann.  Ob auf Plötzen und Brassen im Fluss oder auf Karpfen und Schleien in Waldseen. Und Genau dafür hat sich die Beastmaster CX Feeder (BMCXMFDR) super bewährt. Mit einer Länge von 3,66m und einem Wurfgewicht von bis zu 100 Gr. ist sie perfekt für sämtliche Situationen.

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3 geteilt mit 3 Wechselspitzen. Das Packmaß beträgt 126 cm

 

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Drei unterschiedliche Spitzen.

Dazu noch die passende Rolle.

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Shimnao Aero Feeder

IMG_0835Der Clip eignet sich super um die Schnur ein zu hängen damit man immer wieder auf die selbe entfernung kommt. Vorsicht, nicht anwenden wenn mit kampstarken Fischen wie  Karpfen oder Barben zu rechnen ist. Mit einer Übersetzung von 5,8:1 ist Aero Feeder ausreichend schnell um den Futterkorb schnell ans Ufer zu bekommen.

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10er Power Pro meets Aero Feeder

165Mein Lieblingsfutter wenn es auf Karpfen und Schleie geht !

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Nachdem das Futter ausreichend befeuchtet wurde ist ganz wichtig es zu sieben, damit die Aromastoffe gleichmäßig verteilt werden und damit es sich gleichmäßig aus dem Futterkorb löst.

Gleich zu beginn des Angelns werfe ich erstmal 5 bis 10 gefüllte Körbe auf meinen Platz bevor ich den Haken beködere.

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Nach kurzer Zeit waren die ersten Fische auf den Spot.

IMG_0813Zu beginn gab es erst nur Brassen, aber als immer mehr Futter auf den Platz kam …..

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der ging in die Bremse

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Beastmaster in Aktion

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Satzkarpfen

Kein Riese, aber kleine Karpfen machen an der Feederrute richtig spaß.

Morgen gehts wieder auf Raubfische.

Danke fürs Vorbeischauen.

 

Bis bald.

Mächtig Feedern mit der Forcemaster Commercial Distance Feeder

Hallo Blog- Besucherinnen und Besucher,

bald ist sie vorbei, die Raubfischschonzeit! Ich freue mich schon darauf, bald den Räubern wieder mit Kunstködern nach zu stellen. Aber auch in den vergangenen Wochen habe ich mich anglerisch keinesfall gelangweilt! Die Berliner Gewässer haben einen sehr guten und vielfältigen Friedfischbestand, also habe ich mal wieder intensiv sowohl Brassen als auch Rotaugen geangelt.

In diesem und dem nächsten Beitrag  geht es um ein spezielles Programm von Shimano: das sogenannte Commercial Programm. Dabei handelt es sich um Match- und Feeder Ruten speziell für die Angelei in kommerziellen Teichen und Seen. Diese Ruten haben eine besonders weiche parabolische Aktion, um auch größere Friedfische, vor allem Karpfen, gefühlvoll und ohne Fischverlust ausdrillen zu können. Ruten also, wie sie im Friedfischbereich vor vielleicht 20-30 Jahren absolut Standard waren. Die Klassiker machen richtig Spaß, es gibt einige Angler, die nach wie vor mit den Ruten aus den 80ern angeln.

Als großer Fan der klassich englischen Angelmethoden bin ich total froh, daß das Oldschool-Gerät unter neuem Namen wieder aufgelegt wurde, auch wenn ich kaum die Möglichkeit habe, in kommerziellen Karpfengewässern angeln zu können. Aber mit großen Friedfischen habe ich auch zu tun!

Shimano hat in der Serie ForceMaster Commercial jeweils drei Match-Ruten (Float) in den Längen 3,00m, 3,30m und 3,60m mit dem Wurfgewicht von je 20g. Darüber hinaus gibt es auch drei Feeder-Ruten in 3,00 und 3,30m mit 70g Wurfgewicht und ein Modell Distance Feeder in 3,60m mit 90g Wurfgewicht, welches ich für diesen Beitrag getestet habe. Diese Rute wiegt 220g und ist mit einer 4000er Rolle perfekt ausbalanciert. Wie die beiden anderen Modelle ist sie mit zwei Spitzen mit den Testkurven 2 und 3oz ausgestattet. Alle Posen- und Feeder-Modelle sind zweiteilig. Für den montierten Transport dieser Ruten gibt es wundervolle Rutentaschen, ebenfalls unter dem Namen Commercial.

Das Angeln mit dm Futterkorb ist umso erfolgreicher, je genauer man mit seinem Auswurf immer wieder den selben Punkt trifft. Denn jedesmal transportiert man damit eine kleine Futterladung mit, damit konditioniert man die Zielfische im besten Falle auf eine sehr kleine Fläche. Streut man aber die Futterportionen, so streut man auch die Fische und senkt die Bissfrequenz. Deswegen peile ich zur Zielorientierung gerne einen Punkt (Bauwerk, Baum o.ä.) auf dem gegenüber liegenden Ufer an, zur Distanzausrichtung benutze ich den Schnurclip vom Spulenkopf meiner Rolle. Alles weitere ist Training und der passende Rhytmus. Sehr wichtig ist ein äußerst gleichmäßig befeuchtes eher trockenes Futter, das den Futterkorb nach dem Auftreffen auf den Gewässergrund schnell verlässt. Ein langes Vorfach brauche ich, um den Hakenköder genau in die Futterspur ziehen zu können, wenn ich den Futterkorb durch eine seitliche Zugbewegung ausleere. An der langsam fließenden Spree benutze Korbgewichte zwischen 20 und 30g. Zu dünne Vorfächer und auch zu feindrähtige Haken sind vor allem beim Verwenden von geflochtener Schnur nicht zu empfehlen. Ganz wichtig ist eine Spitze aus monofiler Schnur in doppelter Rutenlänge, wenn man mit geflochtenen Schnüren angelt. Die braucht man als Dehnungspuffer für Auswurf, Anschlag und Drill. Bitte nie weglassen! Bei kürzeren Entfernungen benutzte ich immer eine Monoschnur, die verzeiht knallharte Anschläge und forcierte Drills auf kurze Distanzen einfach besser. Futterkorb und Haken mit Vorfach sind über eine Sogenannte Schlaufenmontage verbunden (bitte googlen). Meine Köder sind bei dieser Angelei vor allem Caster (verpuppte Maden), Maden und Würmer (Dendrobena), die auch portionsweise in Futter gegeben und mit dem Korb ausgebracht werden. Beim Auswerfen habe ich mir eine gleichmäßige Beschleunigung antrainiert, ruckartige Spinnanglerwürfe bringen die feine Feederspitze in erhöhte Bruchgefahr.

Bestens gerütstet ging es also an die Berliner Spree, die Commercial Distance Feeder mußte zeigen, was in ihr steckt. Wird eine weiche Rute auch tatsächlich das Futterkorbangeln auf Distanzen von 40-50m ermöglichen? Und ob! Ich wurde schnell absolut begeistert und überzeugt von dieser Rute: ich erlebte eine erfolgreiche, perfekte, genaue und dazu gefühlvolle Angelei. Unbedingt mal anschauen!

Nun noch ein paar Zubehörtipps:

Rolle: Shimano Aero Feeder 4000FFA (sie bekommt noch einen Extrablog)

Schnur 25-50m Distanz: Sufix 832, 010mm, 5,9kg Tragkraft, mit einer 8m langen Fuorocarbonspitze aus Shimano Aspire Flurocarbon in 0,30mm und ebenfalls 5,9kg Tragkraft

Schnur 15-25m Distanz:Sufix Feeder Mono, 0,25mm, 5,40 kg Tragkraft

Vorfach: Shimano Antares Fluorocarbon in 0,16, 0,18 und 0,20mm, 0,8 bis 1,2m Vorfachlänge

Haken: Owner Iseama in Größe 8 (Wurm + 1Caster oder 4Maden/Caster), Drennan Super Spade in Größe 14 und Gamakatsu LS-1063B in Größe 14 (2-3 Maden/Caster)

Grüße  von Jochen Dieckmann

So liegt sie richtig auf dem Stativ

So liegt sie richtig auf dem Stativ

Der Winkel zwischen Schnur und Rutenspitze sollte um 90° liegen

Der Winkel zwischen Schnur und Rutenspitze sollte um 90° liegen

und jetzt: volle Konzentration!

und jetzt: volle Konzentration!

die Spitze ging doch gerade leicht nach links!?

die Spitze ging doch gerade leicht nach links!?

ein Spree-Brassen hat angebissen

ein Spree-Brassen hat angebissen

ich habe Spaß an der tollen Aktion der Rute

ich habe Spaß an der tollen Aktion der Rute

und schon ist er bereit zur Landung

und schon ist er bereit zur Landung

diese Köder-Kombi brachten zuverlässig Bisse

diese Köder-Kombi brachten zuverlässig Bisse

der gedeckte Brassen Tisch

der gedeckte Brassen-Tisch

Fuorocarbon- Vorfächer sind auch zum Friedfischangeln super

Fuorocarbon- Vorfächer sind auch zum Friedfischangeln super

der runde Schnurclip der Aero-Feeder Rolle fixiert die Schnur sicher und ohne Beschädigung

der runde Schnurclip der Aero-Feeder Rolle fixiert die Schnur sicher und ohne Beschädigung

und sie spult 102cm pro Kurbelumdrehung!

und sie spult 102cm pro Kurbelumdrehung!

das alles in der Summe macht mich zum glücklichen Brassenangler

das alles in der Summe macht mich zum glücklichen Brassenangler

und so läßt sich die Raubfischschonzeit durchaus überbrücken

und so läßt sich die Raubfischschonzeit durchaus überbrücken

 

Winterfeedern im Baggersee

Am letzten Wochenende des Jahres entschlossen wir uns noch einmal mit der Feederrute loszuziehen.

Bezüglich der Gewässerwahl gab es für uns zwei Optionen: Ein Stillwasser mit Verbindung zum Rhein oder unser vereinseigener Baggersee. Aufgrund des eisigen Nordwindes entschieden wir uns für den windgeschützen Baggersee. Der See hat eine Größe von ca. 3 ha, eine maximale Wassertiefe von 12 m und gleichmäßig abfallende Kanten, eine typische „Badewanne“ eben. Unser Zielfisch für diese Session war das Rotauge.

Caster „on Ice“ ... … und auch das gehört im Winter dazu

Caster „on Ice“ … … und auch das gehört im Winter dazu

Wir entschieden uns für die SHIMANO AX Feeder Medium Long mit feinen Spitzen zwischen 0,5 und 0,75 oz und passend dazu SHIMANO Stradic Rollen in den Größen 4000 und 5000.

Als Hauptschnur kam die rundgeflochtene Power Pro in 0,10 mm zum Einsatz. Um ein wenig Puffer für die feinen Vorfächer zu haben, schalteten wir der Hauptschnur 10 m Flourocarbon in der Stärke 0,20 mm vor. Bei noch kälteren Temperaturen kommt statt einer geflochtenen Schnur eine dehnungsarme Monofile zum Einsatz, da diese nicht so schnell vereist.

Für uns ist das das optimale Setup für das Feedern auf Rotaugen, da man durch die Kombination aus weicher Rute, sehr feiner Spitze und geflochtener Schnur eine hohe Bissausbeute bei dieser Art der Angelei erzielen kann.

Das Futter für die heutige Session sag wie folgt aus:
1,5 kg „Black Hammer“
100 g gequetschter Hanf
¼ Verschlusskappe Vanille Nr. 1
½ Beutel Lebkuchen von „den Leckeren“
eine gute Brise Salz
Das Futter und die verwendeten Additive kommen aus dem Hause CM Lockstoffe.

Um eine hohe Aktivität des Futters zu erzielen, feuchteten wir es direkt vor Angelbeginn an. Die Lockstoffe gaben wir erst nach dem Anfeuchten des Futters hinzu, um eine intensivere Wirkung zu erhalten. Gerade bei kalten Temperaturen und schwierigen Bedingungen greifen wir gerne zum „Black Hammer“, da es einen geringen Nährwert und eine feine Struktur aufweist.

Körbe Futter Köder
Als Köder kamen lediglich Pinkies und Caster zum Einsatz. Futterkörbe fischten wir in Gewichten zwischen 30 und 50 g. Neben normalen Futterkörben (Bild links) fischen wir gerne Speed- und Düsen-Körbe (Bild mitte und rechts), da sich diese leichter und präziser werfen lassen.

Michael im Drill

Nach der obligatorischen Runde „Schere, Stein, Papier“ waren die beiden Angelplätze gelost.

Wir entschieden uns beide auf einer Distanz von 40 m zu beginnen, hier hatten wir eine Wassertiefe von ca. 9 m. Die Anfangsfütterung bestand aus je 5 Körben mit wenigen Pinkies und Castern. Während bei Michael bereits nach 15 Minuten die Spitze das erste Mal wackelte, hatte Kris auf dieser Entfernung, bis auf eine vom Weihnachtsbesatz übrig gebliebene Forelle, keinen Zupfer.

Nach einer Stunde wechselte Kris auf eine Distanz von 50 m. Zu diesem Zeitpunkt standen die Rotaugen voll auf Michael`s Platz und nahmen den Köder bereits unmittelbar nach dem Auftreffen des Futterkorbs auf dem Grund. Nach ca. 15 Minuten konnte auch Kris seine Rotaugen fangen, der Platzwechsel hatte sich also bezahlt gemacht. Nun konnten beide regelmäßig Bisse verzeichnen, jedoch kam es bei beiden immer wieder zu Beißpausen.

Michael mit Rotauge

Nach 3 Stunden entschieden wir uns das Angeln für heute zu beenden. Es kristallisierten sich 100 cm Vorfächer der Stärke 0,10 mm und Haken der Größe 18 als beste Wahl heraus. Dank des Wechsels auf die weitere Distanz konnte Kris, neben der Forelle, noch 15 Rotaugen, mit einem Stückgewicht von ca. 250 g überlisten. Michael hatte 22 Rotaugen und ebenfalls eine Bonusforelle, die sich die Kombi aus 2 Pinkies und roter Kunstmade schnappte.

Kris mit Rotauge

Unser Fazit aus dieser Session: Man sollte sich im Winter nicht auf eine Entfernung versteifen, da die Rotauge sehr träge sind und keine weiten Wege schwimmen. So hat auch heute eine Veränderung der Angeldistanz den Erfolg gebracht.

Foto mit Fang

Viele Grüße
Kris Krupp und Michael Siegel
Team Shimano / CM Lockstoffe

Mit der Bolo geht noch was!

Vor einigen Wochen ging nach Caputh. Hier angelten wir am Caputher Gemünde, eine Kanalverbindung zwischen dem Templiner See und dem Schwielowsee (Havelseen). Trotz der fortgeschrittenen Jahreszeit lassen sich hier immer noch gute Fänge erzielen, obwohl vielerorts die Fische bereits ihre Winterquartiere aufgesucht haben.

Unser Tackle:
Bolorute Technium 5er Härte, Länge 6 m
18er Hauptschnur, 14er Vorfach (Antares Silk Shock), 12-14er Haken

Montage:
Bolopose in 12 bis 14 g, 35 cm Vorfachlänge mit Wirbel, 20 cm  über Vorfach 5-6 Schrote (6er Schrote als Kette im Abstand von 1,5-2 cm), 40 cm darüber die Hauptbebleiung.

Futter:
1 kg Silver X Roach und 1 kg Silver X Canal&Lake von Dynamite Baits, + 2 kg Angellehm, alles abgedunkelt mit schwarzer Futterfarbe und für den guten Geruch noch etwas Lacto

Der Kanalabschnitt weist hier eine leichte bis mittlere Strömung auf (8-14 g auf der Bolospur) und ist im Durchschnitt 3-3,5 m tief.

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Etwa 10 Minuten nach unserer Startfütterung kamen die ersten Bisse. Plötzen von 200 bis 400 g gingen zuerst an den Haken. Mit fortschreitender Angeldauer wurden dann die Plötzen weniger und die Brassen stellten sich auf unseren Futterplatz. 1-3 Maden oder Made-Wurm als Kombination waren unsere erfolgreichsten Köder.

In etwa 3 Stunden Angelzeit fingen wir so immerhin noch 10 kg Fisch. Für Ende November insgesamt eine herrliche Angelei.

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Viele Grüße

Shimano Team Brandenburg