Baitcast Zander

Hallo Leute,

Am vergangenen Wochenede verabredete ich mich mit Eric um gemeinsam auf Zander zu Fischen. Leider waren die Zander nicht so richtig in fahrt. Wir konnten am ganzen Tag nur zwei Fische überlisten. Und der von Eric war auch noch ein Baby-Hecht. Auch wenn wir wenig Bisse hatten, so konnte ich wenigstens meine neue Baitcast-Kombo einweihen.

Zum Zanderangeln verwende ich eine Expride mit einem Wurfgewicht von 10-30 Gr. gepaart mit einer Scorpion 71 XG. Wer noch auf der Suche nach einer Zander – Baitcast- Kombo ist, sollte sich diese maal genauer anschauen.

Die Wurfweiten mit der Scorpion sind einfach nur genial.Durch die sehr hohe Übersetzung hat die Scorpion einen Schnureinzug von 82cm pro Kurbelumdrehung. Dadurch eignet sie sich super zum Faulenzen auf Zander.

 

Hier das genaue Gerät.

Rute: Expride 2,03m – WG: 10-30 Gr.

Rolle : Scorpion XG 71

Schnur: Power Pro 0,12mm

Vorfach: Aspire Fluocarbon 0,30mm

 

Auf Bachforelle mit der neuen Sahara

Vereehrte Besucherinnen und Besucher,

endlich geht alles wieder los!

Auch in diesem Jahr startete ich die Raubfischsaison mit der Angelei auf Bachforellen am Brandenburger Niederungsbach. Ich muss mich jedesmal entscheiden zwischen der Spinn-oder der Flugangelei. Das fällt mir eigentlich immer schwer, denn beides ist für mich gleich reizvoll.

Zum Spinnangeln bevorzuge ich eine leichte bis sehr leichte Spinnrute, um auch sehr leichte Blinker oder Wobbler gut werfen zu können. Zu einer solchen Rute gehört natürlich ebenfalls eine sehr leichte und kleine Rolle. Ich bespulte die neue Shimano Sahara FI mit der ebenfalls für 2017 erstmals unter Shimano erschienene Kariki Geflechtschnur in 0,07mm und fischte diese Komponenten an der bewährten Zodias ML 2,03m Rute mit dem Wurfgewicht 4-12g.

Als Blinker-Köder dienten mir kleine Löffel und Kleinstwobbler. Die Löffel-Blinker: 1. Blue Fox Moresilda Trout Series in 4,8cm, 6g 2. Blue Fox More-Ungen 2,6cm, 2,5g. Als Wobbler nutzte ich die Miniversionen vom Rapala Countdown in 3cm, 4g und 5cm, 5g. Diese Köder ließen sich mit der genannten Kombo sehr gut werfen. Besonders die Kleinversion des Küstenblinkers Moresilda brachte Bonusfische mit sehr weiten stromauf oder stromab geführten Würfen, wenn die Bafos durch den hohen Angeldruck sehr vorsichtig geworden waren und anscheinend ein wenig mehr Abstand zum Angler haben wollten.

Ingesamt kann ich dazu raten, die Köderführung abwechslungsreich zu gestalten, auch immer mal stromab zu werfen und zusätzlich die Einholgeschwindigkeit zu variieren. Und bitte nicht wundern, dass in meiner Köderliste kein Spinner auftaucht. Selbstverständlich ist der Spinner ebenfalls ein vorzüglicher Köder zum Forellenangeln. Ich mag einfach die Ähnlichkeit zu einer meiner anderen Lieblingsdisziplinen: dem Meerforellenangeln an der Küste. Bachforelle und Meerforelle sind extrem nah verwandt- so auch meine Angelmethoden – ganz einfach!

Die neue Sahara hat sich jedenfalls super bewährt, gerade wenn der ein oder andere Fisch in die Bremse zog. Auch diese Rolle ist mit dem kaltgeschmiedeten und darum extrem robusten Hagane-Getriebe ausgestattet. Das 1000er Modell wiegt 215g, hat eine 5 :1 Übersetzung und damit einen Einzug von 66cm pro Kurbeldrehung. Ihre Zuverlässigkeit und ihr ruhiger Lauf ermöglichten mir die volle Konzentration auf den Wiesenbach…

Mit freundlichen Grüßen, Jochen Dieckmann

P.S.: Die sensationelle Shimano Kariki Schnur bekommt demnächst noch einen Extra-Eintrag!

 

 

 

 

 

Pimp my Black Boat 230

So ein Angeltag kann schon sehr lang werden und beim Vertikalangeln ist eine entspannte Sitzposition auch von Vorteil. Aus diesem Grund hatte ich mir einen Drehsitz gekauft und dieser wurde kürzlich im Black Boat 230 verbaut. Der Zeitaufwand liegt bei zirka einer Stunde. Passendes Werkzeug ist die Voraussetzung und die Umsetzung recht einfach.

An der Unterseite des Alubodens vom Black Boat wird eine zirka 4mm starke Konterplatte mit Baukleber fixiert und vernietet. Im Anschluss kann beides in einem Gang für die Verschraubungen durchbohrt werden.

Die Aluminiumplatte sollte penibel entgratet und geglättet sein, denn sie hat Kontakt mit dem Gummiboden. Die groß dimensionierte Konterplatte gibt dem Sitz im Boot perfekten Halt und Stabilität. Es kommen Rundkopfschrauben zum Einsatz.

Der Sitz kann nun von oben aufgesetzt und mit Flügelmuttern fest verschraubt werden. Somit ist er je nach Bedarf auch spielend einfach zu entfernen.

Für die optimale Gewichtsverteilung sollte der Sitz in der Mitte des Bootes positioniert werden.

Aus Gewichtsgründen fiel bei der Materialwahl der Konterplatte die Entscheidung auf Alumium. Allerdings sollte diese auch nicht unter 4mm stark sein.

Bei den Schrauben entschied ich mich für Edelstahl. Die kosten zwar etwas mehr, aber somit ist Rost kein Thema.

Auf dem Wasser erwies sich die Konstruktion als absolut kippstabil und komfortabel. Im übrigen hat man bei dem Black Boat 230 das Gefühl es wäre „angesaugt“ an die Wasseroberflächen. Auch bei starker einseitiger Gewichtsverlagerung kommt es nie in einen instabilen Kippbereich.

Erfolg hatte ich auch. Einige schöne Barsche kamen bereits an Bord.

Gefangen an Stellen, die ich von Land nicht erreicht hätte.

Wer Fragen bezüglich des Einbaus hat, kann sich gern an mich wenden.

Frohe Ostern weiterhin!

Euer Eric

Das Paranoia-Prinzip

Wer schon einmal auf Waller mit der Spinnrute gezielt geangelt hat, wird wissen, welch immense Kräfte diese Fische aufbringen können. Hier im europäischen Süßwasser ist der Wels unser kräftigster Gegner überhaupt. Stellt man ihm auch noch im Fluss und vom Ufer aus nach, kommt man mit seinem Angelgerät sehr schnell an dessen Grenzen. Weil eine meiner Leitlinien lautet „Wenn man glaubt, dass etwas ausreichend ist, mach es doppelt so stark und es reicht sicher.“, nennen mich meine Freunde auch „Paranoia-Dori“ In Zeiten von Billigbau und Rentabilität ist sowas nicht modern, aber wenn man sich mit dem Endgegner anlegt, sollte man nicht kleckern sondern klotzen.

Ich betreibe das Wallerspinnfischen nun schon viele Jahre und habe auch leider meine Lektionen lernen müssen. Ich will euch einige Tipps mitgeben, mit denen ihr beim Erstkontakt mit unserem größten Süßwasserräuber bessere Chancen auf eine erfolgreiche Landung habt. Gehen wir vom vielzitierten „worst case“ aus. (Wenn ihr auf solch eine Situation ausreichend vorbereitet seid, seid ihr auch auf alle anderen Situationen ausreichend vorbereitet.) Also: Man steht am Ufer eines stark strömenden Flusses und hat einen Waller an der Leine. Nun gilt es, richtig Dampf zu machen und den Fisch in eine Kehrstöhmung, einen Pool oder ruhiges Wasser zu bringen, um Kontrolle über den Fisch zu erlangen. Stellt sich ein Waller quer in der Strömung wird man selbst mit schwersten Gerät kaum mehr eine Chance haben, den Fisch aufzuhalten. Und kann man dann dem Fisch am Ufer nicht folgen, wird man ihn unweigerlich verlieren.

Deshalb ist es gerade am Anfang des Drilles besonders wichtig, den Fisch zu überrumpeln. Das geht natürlich nicht immer, aber nur so hat man gute Karten, den Drill für sich zu entscheiden. Wer in der Zusammenstellung seines Gerätes Fehler macht, wird den Fisch beim brachialen Heranzerren unweigerlich verlieren.

Deshalb mache ich keine Kompromisse und habe mein Gerät auf die Maximalbelastung abgestimmt:

Rolle: 8000er Stella SW (Bremskraft max. 28 KG / Schnurfassung ca. 200 Meter 0,40mm)

Rute: Meine Rute für kurze Distanzen OCEA BB Heavy Game mit 150g WG und 239 cm Länge. Diese Rute ist aus unserem Salzwasserprogramm (sie ist übrigens dreiteilig und dürfte in so manche Reisetasche passen, was besonders beim Fliegen von Vorteil ist).

Schnur: Die Leine ist eigentlich die wichtigste Komponente. Ist hier der Durchmesser und die Tragkraft nicht ausreichend, hat man verloren – selbst mit Top-Rolle und Hyper-Rute! Deshalb kommt bei mir nur eine Schnur drauf, mit der ich auch Bäume fällen könnte, namentlich Power Pro Super 8 Slick mit einem Durchmesser von 0,41mm.

In Seen, ruhig strömendem Wasser und/oder vom Boot aus wird diese Schnurstärke immer locker ausreichen. Ich bin aber oft in richtig stark strömenden Flüssen unterwegs und will euch ja auch meine stärkste Kombo zeigen. Mit der 0,41mm Super 8 Slick haben meine Gäste Fische bis 254 cm gefangen. Da die Fische in Spanien zum Glück immer noch wachsen, werde ich mir für die nächste Tour eine 0,56 mm Power Pro auf meine Rolle spulen.

Paranoia-Dori, ich weiß. Aber lasst mich mal ein bisschen rechnen:

Tragkraft: ca. 75 kg
Tragkraftverlust durch Knoten: min.  25 % (ca.  19kg)
Verlust durch Gebrauchsschäden der Schnur im Laufe der Zeit: 0-20% (ca. 11kg)
Ergebnis: Es bleibt eine Tragkraft von ca. 45kg

Das ist immer noch fast doppelt so viel, wie die Bremskraft der Rolle.  Aber wenn ein Fisch im Drill dann mit der Schnur an irgendeinem Hindernis wie Baum, Felsen oder ähnlichen reibt, kann man den verbliebenen Durchmesser und die restliche Tragkraft der Schnur sehr gut gebrauchen.

Natürlich geht der große Durchmesser zu Lasten der Wurfweite und der noch angenehm zu befischenden Tiefe. Aber was macht es für einen Sinn, auf große Distanzen Fische an den Haken zu bekommen, die man angesichts der Starkströmung dann eh nicht landen kann, weil man den ersten Run nicht halten kann.

Soviel also zum Thema Paranoia-Dori und meinem Therapieansatz. Mich beruhigt es einfach, wenn ich weiß, dass ich hintenraus noch einen Puffer habe.  Ihr werden euer Gerät natürlich auf eure Gewässerbedinungen  anpassen müssen. Gegebenenfalls ja auch auf den Zielfisch. Denn das Paranoia-Prinzip ist durchaus übertragbar auf andere Angelarten und Zielfische.

Ich geh jetzt mal mein Wallertau aufspielen und verbleibe mit besten Grüßen!

Petri, Leute!
Dori

 

Fangbericht: Großer Barsch mit Zodias BFS Casting

Hallo Besucherinnen und Besucher,

die Shimano Zodias Ruten-Serie erfreut sich einer großen Beliebtheit. Völlig zurecht! Nach dem letzten Fangbericht von einem großen Barsch, den ich mit dem Zodias ML Spinning Modell fangen konnte, möchte ich nun nachlegen. Den nächsten tollen Fisch fing ich zu Hause in der Havel mit dem „Schwestermodell“ in der Casting- Version. Die technischen Details der Rute möchte ich zunächst auf einen späteren Bericht verschieben und mich hier auf den Fangbericht konzentrieren:

Es war ein richtig schöner Sommertag mit tollem und stabilem Hochdruckwetter. Ich angelte an einer Rinnenkante in einer Wassertiefe von 6-7m. Ich hatte schon einige mittlere Barsche auf den 10g Storm Gomoku Spin gefangen. Den barschfarben Spin-Jig hatte ich immer im Wechsel vom Grund in das Mittelwasser gekurbelt und wieder zum Grund zurück sinken lassen. Die meisten Bisse bekam ich in der „Aufzugphase“ beim Hochkurbeln. Irgendwann setzte es einen sehr aggressiven Biss. Ich dachte zunächst eher an einen Hecht oder einen Rapfen, denn der Fisch ging sofort nach dem Anschlag in die Bremse. Die sehr filigrane Aktion meiner Rute war richtig gefordert, die Bremse der Metanium XG zum Glück perfekt eingestellt. Der Fisch zog immer wieder rasant in die Tiefe, drehte dabei eine komplette Runde um das Boot. Dieses Kampfverhalten konnte nur auf einen großen Barsch hindeuten. Und wirklich: nach langen und bangen Momenten tauchte einer der wirklich seltenen „Havel-Kirschen“ auf. Er hatte wirklich ungewohnt stark gekämpft, es war bis zum letzten Moment absolut spannend. Ich kescherte den Fisch, um bei der Landung nichts mehr zu riskieren. Und so kann ich euch überglücklich einen weiteren tollen Barsch zeigen.

Viele Grüße von Jochen Dieckmann

DCIM115GOPRO

DCIM115GOPRO

DCIM115GOPRO

DCIM115GOPRO

DCIM115GOPRO

Hier stellt euch Johannes mal alle Zodias-Modelle vor, die ihr 2018 bei uns bekommt.

North Craft „Air Ogre“ – DER Rapfen-Magnet!

Endlich ging es mal wieder ans Wasser. Nach dem Sommerurlaub mit der Familie musste ich einfach mal auf meinem See nach dem Rechten schauen.

Vor meinem Urlaub konnte ich kleinere Stintschwärme ausmachen. Wenn die Freunde heute da sind, dann stehen Barsche und Rapfen auf dem Tagesprogramm.

Also die Yasei Speed Jigging für die größeren Köder sowie die Bassterra XT und die Diaflash AX-UL für die Barsche eingepackt und dann ab damit aufs Boot.

Auf dem See war erstmal nicht viel los. Ein paar kleine Barsche ließen sich verführen, aber so richtig ist das nicht das, was man sich unter einem erfolgreichen Angeltag vorstellt.

Doch dann wurden endlich auch wie erhofft die Möwen aktiv. Sauber. So gefällt mir das. Was war passiert? Die Stintschwärme sind da (das ist leider nicht jedes Jahr so) und werden von Barschen und Rapfen gejagt. Das bekommen die Möwen dann irgendwann auch spitz und stürzen sich auf die kleinen Stinte, welche die Flucht nach oben angetreten haben.

Also schnell zum Möwenschwarm! Vor Ort sehen wir dann immer wieder, wie Rapfen an der Oberfläche rauben. Bei so viel Futter muss jetzt ein Köder her, der auffällt, sich schnell führen und vor allem weit werfen lässt. Bühne frei für den North Craft „Air Ogre“.

Ogre und Stint - ein ungleiches Paar

Ogre und Stint – ein ungleiches Paar

Wenn es auf Rapfen geht, ist das Teil eine richtige Bank. Bullig, schwer (28 Gramm), sehr stabile und scharfe Drillinge. Der Ogre fliegt richtig gut. Kein Überschlagen der Drillinge in die Schnur. Weiterhin ein schneller, aggressiver zick-zack Lauf. Lässt man ihn stehen, sinkt er wackelnd. Ein Killer! Wenn die Fische überall rauben, aber man eigentlich nicht genau weis, wo sie sind, dann ist so ein Geschoss das richtige Suchgerät. Weit auswerfen und schnell knapp unter der Wasseroberfläche einkurbeln. Den nächsten Wurf ein paar Meter versetzt und so kreisförmig um das Boot suchen.

Und so dauerte es auch nicht lang, bis das erste Mal die Bremse kreischte. Biß. Geil. Ich liebe genau diesen Moment. Die Bisse sind aufgrund der recht schnellen Einholtechnik einfach brutal. Ich habe hier auch immer die Bremse so weit offen, dass ich beim Einkurbeln gerade so keine Schnur freigeben. Beim kleinsten Widerstand wird Schnur freigegeben. Nach einem Biß halte ich die Spule kurz fest und setze nochmal einen kleinen Sicherheitsanschlag.

fetter Sommerrapfen

fetter Sommerrapfen

Ogre und Speed Jigging - ein perfektes Paar

Ogre und Speed Jigging – ein perfektes Paar

Der Anfang ist gemacht. so kann es weitergehen. Geht es auch. Rapfen 2 und 3 vergreifen sich am Air Ogre. Und weil es so gut läuft, will ich etwas mehr.

Ich schnappe mir die Diaflash AX-UL und montiere einen kleinen Storm Flutter Stick. Rapfen an der UL-Rute muss doch auch gehen. Es dauert nicht lang und Rapfen Nummer 4 hängt. Na mal sehen, wie lange ich jetzt mit dem dünnen Stöckchen rumspielen muss…

Diaflash AX UL im Rapfendrill

Diaflash AX UL im Rapfendrill

Aber die Diaflash zeigt sich von ihrer besten Seite. Die weiche Spitze federt die rasanten Fluchten spielend ab und das wider erwarten starke Endteil hält ordentlich dagegen. Ratz-fatz ist der Fisch im Kescher. Hammer.

ASP_Ogre_0004 ASP_Ogre_0006

Irgendwann ist der Spuk dann auch vorbei. Wir finden noch einen schönen Barschplatz und fangen einige der üblichen Halbstarken. Nichts besonderes, aber am leichten Gerät trotzdem Spaß.

Uns so geht ein schöner Spätsommertag zu Ende und wir sind froh, dass sich unser See heute mal von der besseren Seite gezeigt hat.

Feierabend Topwater

Libe Besucherinnen und Besucher,

mit ein wenig Wehmut sehe ich wie in jedem Jahr dem Ende des Sommers entgegen. Aber ich bleibe auch meiner Tradidtion treu, mir die kürzer werdenden Abende möglichst oft mit Barschen auf die leichte Oberflächenangelei zu versüßen. Mein Köderfavorit in diesem Jahr ist der nur knapp 3g leichte Gomuku Pencil Mini-Stickbait von Storm in der Farbe Perch. Die dazu passende Rute ist die 2-teilige Zodias ML Spinning mit dem Wurfgewicht von 3-12g. Als Rolle verwende ich die schnelle Stradic Ci4+ mit einer 0,08mm Powerpro white. Das Vorfach besteht aus 0,21mm Sufix Invisiline. Der kleine Stickbait fliegt trotz seines geringen Gewichts schön weit und wird mit Rucken aus dem Handgelenk bei gleichzeitigem meist durchgehenden Einkurbeln animiert. Es ist immer wieder ein Erlebnis, wenn eine Gruppe Barsche den Köder sichtbar verfolgt und sich einer von ihnen auf den Köder stürzt. Die kräftigen Spätsommerbarsche sorgen dann durchaus für fette Einschläge! In Bildern seht ihr zunächst Situation und Köder, dann eine kleine Kopfkamera- Bilderfolge mit Live- Biss und Drillaktionsstudie der mir sehr ans Herz gewachsenen Zodias. Ein schönes Wochenende wünscht Jochen Dieckmann.

DCIM113GOPRO

DCIM112GOPRO

DCIM115GOPRO

DCIM115GOPRO

DCIM115GOPRO

DCIM115GOPRO

DCIM115GOPRO

DCIM115GOPRO

DCIM112GOPRO

G.Loomis GLX Distance – wie für mich gemacht!

Hallo Leute,

mit großer Freude möchte ich Euch heute ein edles Gerät vorstellen: die Fliegenrute GLX Distance von G. Loomis. Im aktuellen Shimano Katalog werden nicht viele Worte um diese Rute gemacht:

entwickelt für die Stillwasser-Distanzfischerei

extrem schnelle Aktion mit enorm schnellem Lift

TIC (Titanium Carbide) Einstegringe bieten eine tolle Schnurschussfähigkeit

Diese sparsame Beschreibung traf mich voll ins Mark! Genau das brauche ich für meine Angelei auf Barsch, Rapfen und Meerforelle in der heimischen Havel und an der Ostsseküste…

Es gibt in dieser Serie drei Modelle für die Schnurklassen 6-8. Sie sind allesamt 10`(Fuss) und damit 3m lang. Sie sind dreiteilig und mit einem ausgprägten „Fighting-Butt“ ausgestattet.  Das ist eine Verlängerung des Griffteils nach unten. Den Butt braucht man, um beim Drill großer Fische mehr Druck aufbauen kann, indem man die Rute am Unterarm abstützt oder sogar in die Hüfte stemmen kann.

Als ich mit zittrigen Händen die „Distance“ in der Klasse 7 zu einem ersten Testangeln aus dem kultigen Schutzrohr und dem Samtfutteral nahm, merkte ich gleich: diese Rute hat mit einer filigranen Fliegenrute zum Angeln in Kleingewässern nicht viel gemein. Sie äußerst kräftig und steif. Ich traute ihr sofort und ohne weiteres meine geliebte Shimano Biocraft Schwimmschnur in der Klasse 8 zu. Mit der für mich vielfach bewährten Biocraft Fliegenrolle 7/8 war absolut sie ausgewogen bestückt. Mir gefällt darüber hinaus sehr die schlichte Eleganz der Rute in anthrazit-matt, der hochwertige klassisch gestaltete Griff aus allerfeinstem Kork schmiegt sich erstklassig in die Wurfhand…

An die für mich unvergleichliche Schnelligkeit der Rute musste ich mich durchaus erstmal gewöhnen, aber dann ging „die Luzie auch richtig ab!“ Mit eigentlich stark wurfbremsenden größeren Streamern und Poppern macht die Distance schlicht und ergreifend kurzen Prozess. Besonders angenehm (und neu) fand ich, dass mir auch problemlos sehr akzeptable Gegenwindwürfe gelangen. Den Namen Distance hat sie zurecht, einfach eine Klasse für sich, das Teil. Das kennen wir auch aus anderen Angelarten: mehr Distanz erreicht einfach mehr Fisch!

Meine Erwartungen wurden absolut erfüllt, die Rute ist tatsächlich wie für mich gemacht. Und die Barsche haben mit gespielt, offenbar wollten sie auch einmal „edel“ verführt werden…

Zum Schluss nochmal ein paar Worte zum Einsatz von Fliegengerät zum Angeln in nicht Fliegenfischer-typischen Angelsituationen, wie z.B die bei der Angelei auf Forellen und Äschen. Letztendlich kann man mit Fliegenruten alle Fische fangen. Es gibt die unterschiedlichsten Schnüre und Schussköpfe für alle erdenklichen Angelsituationen. Mit Sinkschnüren kann man z.B. auch in großen Tiefen angeln und Fische fangen. Das Erlernen und Ausüben der sehr speziellen Wurftechnik ist allerdings eine echte Herausforderung und möglicherweise auch Hürde für viele. Extrem faszinierend finde ich aber die notwendige Verbindung und Konzentation auf die Kräftewirkung im Wurf: das Erfassen und Umsetzen verschiedener Faktoren halte ich für ein sehr gesundes Training für Körper und Geist. Als „Teilzeitfliegenfischer“ habe ich in den vergangenen Jahren erfahren: Fliegenfischen ist am Ende auch nur Angeln und ganz oft das erfolgreichste. Denn diese Art des Köderlaufs, z.B. bei einem von Hand eingestrippten Streamers bekommt man mit keiner Spinnangel- Köderführung hin.

In diesem Sinne, mit besten Grüßen, Jochen Dieckmann

DSCN6579DSCN6581 DSCN6580DSCN6583DSCN6582

DCIM115GOPRO

DCIM115GOPRO

DCIM115GOPRO

DCIM115GOPRO

DSCN6589DSCN6586

DCIM115GOPRO

DCIM115GOPRO

DCIM115GOPRO

DCIM115GOPRO

DCIM115GOPRO

Zodias Spinning ML2 und ihre Lieblingsköder zum Barschangeln

Liebe Besucherinnen und Besucher,

eigentlich habe ich gar keine Zeit zum Schreiben! Ich versuche jeden Moment auf dem Wasser zu verbringen. Barsch läuft gut. Mein Haupt-Werkzeug vor allem für die abendliche Flachwasserangelei war in den vergangenen Tagen 2teilige Shimano Zodias in der Länge 2,03m zusammen mit der Stradic Ci4+ 1000 als Rolle. Diese Kombo ist eine tolle für die mittelleichte Barschangelei (Wg 4-12g). Die Rute ist sehr schnell und straff und kann ohne weiteres auch an der Wurfgewichtsobergrenze im Wurf voll durchgezogen werden. Sie arbeitet sehr gut mit kleinen Hardbaits, also Wobblern, Stickbaits und Poppern, aber auch Gummifische am Jigkopf lassen sich wunderbar mit ihr präsentieren. Alles weitere in den Bildern, ich muss echt los!

Schönes Wochenende wünscht Jochen Dieckmann

Spreebarsch auf Rapala Countdown

Spreebarsch auf Rapala Countdown

DSCN6368

auf Storm Makan Minnow 3″

auf Storm Gomoku Popper

auf Storm Gomoku Popper (Candy)

DSCN6455

auf Storm Gomoku Pencil (Perch)

auf Rapala Mini Fat Rap (Orange Shad)

auf Rapala Mini Fat Rap (Orange Shad)

auf Rapala Ulta Light Shad (Glass Pearl Tiger UV)

auf Rapala Ulta Light Shad (Glass Pearl Tiger UV)

DCIM114GOPRO

s.o.

Hund! Aufpassen!

Hund! Aufpassen!

So ist es fein!

So ist es fein!

Gleich wird gedrillt!

Gleich wird gedrillt!

Mein „Killer“ im Rapala Sortiment – der „BX Minnow“

Wenn die Wand im Angelladen voller Köder hängt, dann ist es nicht immer leicht den Überblick zu behalten. Was fängt, was fängt weniger? Wir alle kennen die „Fehlkäufe“ von Ködern, die so toll im Angelladen aussahen, aber am Wasser dann doch nicht so der Bringer waren.

Heute möchte ich Euch mal kurz meinen derzeitigen „Barsch-Liebling“ im Rapala Sortiment vorstellen – den „BX Minnow“!

BX_Minow_0004

Der „BX Minnow“ ist ein (damals) neuartiger Wobbler. Er verbindet die Jahrzehnte alte Köderbaukunst von Rapala unter der Verwendung von Balsaholz mit moderner Köderbautechnik von heute und dem Einsatz von Kunststoffen. Der BX ist eine Mischung aus beiden – Kern aus Balsaholz und äußere Schale aus sehr haltbarem Co-Polymer. Diese Idee brachte dem Kleinen 2012 den Sieg in der Kategorie „best new hard lure“ auf der EFTTEX 2012.

Damals erschien ein Model in 10cm mit einem Gewicht von 12 Gramm und einer Tauchtiefe von ca. 0.90m – 1.50m. Das ganze in ca. 9 Farben.

2016 ist ein weiteres Modell dazu gekommen – 7cm, 7 Gramm, 0.60m – 1.20m Tauchtiefe, 11 Farben.

BX_Minow_0007

BX_Minow_0006

Alles schön und gut, aber fängt das Teil auch?

Oh ja. Tut er. Richtig gut sogar. Kein anderer Rapala Barschwobbler hat jemals bei mir so gut Barsch gefangen, wie dieser. Das Teil ist der Hammer. Leicht getwitcht flitzt der Kleine schön zackig durchs Wasser. Vorher fliegt er aber erstmal richtig weit. Und gut aussehen tut er. Oh man, die Dekore in Verbindung mit der Lackierung bzw. diesem Kunststoff lassen den BX einfach richtig „strahlen“. Details wie Augen und Schuppen, aber auch dieser „Glossy-Effekt“ kommen einfach richtig gut zum tragen.

BX_Minow_0002

An meinem Hausgewässer – ein kleinerer max. 2m tiefer Kanal – sind die Barsche nicht immer bzw.sogar oft weniger gut auf Wobbler gegenüber dem Gummifisch zu sprechen. Um so erstaunlicher war es für mich, das der BX hier richtig gut zugelangt hat. Der Kanal glänzt leider nicht mit holländischen Verhältnissen, aber dafür stimmt an manchen Tagen die Frequenz. Erstaunlich ist auch, dass der BX den Barschen so gut gefällt, dass sogar die kleinen (kaum doppelt so groß wie der Köder) Barsche gierig auf den BX waren. Ich würde jetzt gern tolle Fotos mit Monsterfischen zeigen. Hab ich aber nicht. Bei mir am Kanal ist es oft nicht anders, als bei vielen von Euch. Man muss nehmen, was da ist. Aber darüber freue ich mich trotzdem. Alles besser als Büro 😉

die Freude strahlt richtig aus meinem Gesicht ;-)

die Freude strahlt richtig aus meinem Gesicht 😉

BX_Minow_0008

BX_Minow_0009

Schaut Euch den „BX Minnow“ beim nächsten Besuch im Angelladen mal genauer an. Und wenn Euch einer gefällt, dann sackt ihn ein. Ihr werdet es nicht bereuen.

Ich wünsche Euch etwas sehr, sehr Schönes. Und ich grüße Euch.

Tinsen