+++ Die Schnur für alle Fälle +++

Da wir uns aktuell in der heißen Phase der Raubfischsaison befinden und die Raubfische aktuell wirklich in Fresslaune sind, ist es umso wichtiger, dass man sich auf sein Angelgerät verlassen kann. Die Schnur ist hierbei einer der wichtigsten Faktoren. Zum einen muss sie die Bisse schnell zurückmelden und zum anderen die Fluchten der großen Räuber aushalten.Ich kann euch mit gutem Gewissen die neue Shimano Kairiki empfehlen, welche ich über längerem Zeitraum intensiv getestet habe. Ob mit Microködern auf Barbe, mit Wobbler auf Nachtzander, mit Spinnerbaits auf Hecht, mit Twitchbaits auf Barsch und klassischen Jigs auf alle Räuber. Bei jeder Aufgabe macht die Schnur eine absolut gute Figur.

Hierbei stand mir die 0,12er in grau zur Verfügung. Ich habe gesucht und gesucht, aber finden konnte ich wirklich kaum was, lediglich die Farbe hat etwas nachgelassen. Dies hält sich aber auch in Grenzen.

Die wichtigsten Eigenschaften:

–        Super leise

–        Absolut Knotenfest

–        Geringer Farbverlust

–        Super Preis-/Leistungsverhältnis

Wer eine sehr gute und bezahlbare Schnur sucht, wird mit der Shimano Kairiki fündig. Von mir gibt es eine ganz klare Kaufempfehlung.

Liebe Grüße

Michael

Ein Jahr Kairiki SX8 – Rückblick

Seit einem Jahr ist sie mittlerweile auf dem Markt. Shimanos achtfach geflochtene Schnur: Kairiki SX8.

 

Zeit für einen kurzen Rückblick, zumal ich auf den meisten meiner Spulen nur noch die Farbe „Moosgrün“ sehe.

Das aus einem guten Grund, denn sie hat mich von Anfang an überzeugt und fand schnell einen festen Platz in den meisten meiner Angelmethoden. Ihre „mysterious Power“ verhalf mir im Laufe des vergangenen Jahres zu einigen sehr schönen Fischen.

Wir haben mit ihr eine runde achtfach geflochtene Schnur, welche sich in der Stärke 0,18mm beispielsweise ideal zum medium baitcasten eignet. Die Kairiki SX8 vereint enorme Stärke mit angenehmer Geschmeidigkeit.

Bedingungsloses Vertrauen in das Equipment ist besonders im ultra light Segment oberste Premisse. Die Version mit 0,07mm Durchmesser eignet sich hervorragend zum ultra light jiggen. Sie verfügt über eine sehr hohe Tragkraft gemessen am geringen Durchmesser. Genau das macht eine gute vertrauenswürdige ultra light Schnur aus.

Die Kairiki SX8 in der Stärke 0,12mm ist eine ausgemachte Allroundschnur. Diese eignet sich perfekt zum angeln auf Dickbarsche und zum leichten Zanderangeln. Ein Durchmesser für alle Weitenjäger, die gerne auf Nummer sicher gehen. Dünne Schnüre sind ein Garant für weite Würfe. Mit unserer 0,12mm kann man extrem viel Energie in den Auswurf bringen. Schnurbruch … Fehlanzeige.

Wichtig beim Zanderangeln ist es die Schnur niemals aus den Augen zu lassen, damit vorsichtige Bisse mit Schnurverzug nicht übersehen werden. Das „Moosgrün“ der Kairiki SX8 sticht nahezu ins Auge und ist bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen stets zuverlässig erkennbar.

Mitunter ist der Hecht schneller am Köder. Der Kairiki ist das egal. „Sie steht ihre Schnur.“

Beim Thema Schnurfarbe kommt schnell das Kriterium Farberhalt oder Farbbeständigkeit. Auch hier kann die Kairiki SX8 punkten. Selbst nach zahlreichen durchfischten Angeltagen verliert sie kaum an Farbintensität.

Dies gilt ebenso für gelegentliche Abstecher in „dorschhaltige“ Salzwasserreviere.

Als Fazit kann man festhalten, das den Produktentwicklern mit der Kairiki SX8 ein großer Wurf gelungen ist. Sie schufen für uns eine Geflechtschnur die sämtlichen Bedürfnissen gerecht wird und uns Anglern hilft in Grenzbereiche vor zu dringen.

Sie vereint alle Eigenschaften die eine Lieblingsschnur für mich mitbringen muss. Wer von euch noch auf der Suche ist, der sollte sich die Kairiki SX8 einmal genauer ansehen und testen.

PS: Keine Angst vor großen Ködern gilt auch immer wieder beim Barschangeln.

Euer Eric

Angelpatenkind Theo Tomaszewski!

Hallo Besucherinnen und Besucher,

heute bin ich sehr stolz auf unsere „Shimano-Familie“, denn Johannes und Dustin haben tatsächlich die WPC gewonnen! Mir läuft ein Schauer über den Rücken, was für ein Erfolg! Meine herzlichsten Glückwünsche an dieser Stelle an die beiden.

Irgendwie muss ich mich aber jetzt aus meiner Sprachlosigkeit befreien, denn auch an der Basis wird bei uns direkt weiter gearbeitet. So möchte ich Euch heute mit großer Freude ein neues Mitglied in der Familie vorstellen: Theo Tomaszewski ist einer von derzeit zwei von Shimano unterstützten Junganglern.

Ich kenne Theo schon seit fast 10 Jahren. Er machte seine ersten Erfahrungen als Barschangler in Schweden, in Deutschland widmete er sich von klein an der Friedfischangelei und handelte sich schon als kleiner Junge den Spitznamen „Stippmaschine“ ein.

Seit einem halben Jahr ist er Inhaber des Fischreischeins, nun kann er auch endlich die Spinnrute schwingen. Theo´s aktuelle Kombo besteht aus einer Zodias ML-Rute mit dem Wurfgewicht von 4-12g und einer 1000er Ultegra Rolle. Doch vor dem Spaß kommt erst die Arbeit und er mußte sein Gerät zunächst mal einrichten.

In den Bildern seht Ihr, wie Theo als erstes seine Rolle an das Handteil seiner Rute montiert, um die Schur aufzuspulen. Zuerst belegt er ungefähr die Hälfte seiner Spule mit einer monofilen Unterschnur. Das ist jedem sehr zu empfehlen, denn die Unterschnur sorgt zum einen dafür, dass man nicht so große Mengen an teurer Geflechtschnur verbraucht. Zum anderen fängt die weiche Mono wie ein Puffer Zugbelastungen auf den Spulenkern auf und sorgt für eine gleichbleibend erstklassige Schnurverlegung. Anschließend werden 150m 0,07mm Kariki Geflechtschnur aufgespult. Nun muss nur noch das Flourocarbonvorfach mit dem Verbindungsknoten befestigen werden, Köder dran und schon kann der erste Wurf kommen!

Ich denke, dass diese Beschreibung auch allen Beginnern und Ruteneinrichtern helfen kann,

einen schönen Sonntag wünschen

Theo und Jochen

Sephia auf Meerforelle

Hallo Blogbesucherinnen und -besucher

Diese Shimano Rutenserie ist für mich zur Zeit ganz einfach d e r Allrounder im mittel-leichten Bereich des Spinnangelns. In den vergangenen Tagen angelte ich mit dieser Rute mit dem Dropshot Rig auf Barsche und auch das ging richtig gut! Aber davon später….

Im zeitigen Frühling angelte ich mit der Zauberrute auf Meerforellen an der Ostseeküste. Da ich dort bervorzugt mit kleinen Blinkern zwischen 5 und 18g fische, lag ich auch dort mit der Sephia Kombo goldrichtig. Kombo deshalb, denn ist gibt zu dieser Rute die optisch und technisch genau passenende Rolle ebenfalls namens Sephia BB. Bei dieser Stationärrolle handeltes sich um eine leichte Salzwasserrolle in einer 3000er Größe.

Als Schnur gibt es für mich seit Ihrem Erscheinen eigentlich nur noch die Shimano Kariki, in dieser Kombination habe ich sie in der Stärke 0,10mm aufgespult. So konnte ich meinen derzeitigen Küsten-Lieblingsköder, den grünen Gomuku Micro („Green Sardine“) von Storm in 12g in allen Wetter- und Windlagen traumhaft weit und präzise werfen.

Und wenn alles stimmt, dann läßt sich auch meistens das Ostsee-Silber nicht lumpen…

Viele Grüße von Jochen Dieckmann

Berliner Karpfen

Hallo Leute,

um die Schonzeit hier in Berlin zu überbrücken, mache ich jedes Jahr ein paar Ansitze auf Karpfen. Der besondere Reiz liegt bei mir darin, einen Karpfen mitten im Herzen von Berlin zu überlisten. In Berlin gibt es zahlreichen Kanäle und Seen, die einen guten Karpfenbestand haben.  Durch die relativ kurzen Anfahrtswege lassen sich so viele Hotspots super leicht vorfüttern. Dadurch lohnen sich auch oft relativ kurze Trips. In diesem Frühjahr war ich an verschiedenen Berliner Kanälen und und einigen Seen unterwegs. Im Gegensatz zum letzten Jahr konnte konnte ich in diesem Jahr relativ viele Karpfen überlisten, leider war bis jetzt noch nicht der richtig große dabei. Hier ein paar Impressionen vom letzten Trip am Kanal.

Um mein Köder optimal auszulegen, macht sich eine Wathose sehr gut. Aber aufpassen: nicht überall sind Kanäle so flach!

Ultegras und TX 2 Ruten passen super zusammen.

Die Shimano Exage Schnur habe ich schon seit einem Jahr im Einsatz und wurde nie entäuscht.

Um Fische schneller auf den Spot aufmerksam zu machen, reicht oft einfach gekochter Hartmais und ein bisschen Aroma.

Als Rig verwende ich am liebsten Line Aligner mit nem Sinkenden Boilie und nem kleinen Pop-Up.

meine Lieblings-Pop-Ups

Kleine Pellets zum Füttern und Boilies

Carp Spirit Haken… ein super Preis-Lesitungsverhältniss

Mein erster Karpfen 2017

 

Bis bald…

Mit freundlichen Grüßen

Veiti

 

 

Kairiki

Hallo Leute,

seit letztem Jahr habe ich die neue Kairiki SX 8 Schnur von Shimano im Einsatz. Bei der Kairiki handelt es sich um ein 8-faches Geflecht.

Die Kairiki ist eine sehr glatte Schnur, dadurch  lässt sich durch die Schnur  auch extrem gut werfen. Ein weiterer Vorteil der glatten Oberfläche der Kairiki ist, dass sie nahezu lautlos ist. Da ich überwiegend auf  Zander in Gewässern mit einem enormen Angeldruck fische, ist mir eine leise Schnur sehr wichtig.  Was diese Schnur aber von anderen geflochtenen abhebt, ist meiner Meinung nach der extrem dünne Durchmesser.

Wer eine geschmeidige, super fexible und sehr dünne Schnur sucht, wird von der Kairiki begeistert sein.

 

 

Auf Bachforelle mit der neuen Sahara

Vereehrte Besucherinnen und Besucher,

endlich geht alles wieder los!

Auch in diesem Jahr startete ich die Raubfischsaison mit der Angelei auf Bachforellen am Brandenburger Niederungsbach. Ich muss mich jedesmal entscheiden zwischen der Spinn-oder der Flugangelei. Das fällt mir eigentlich immer schwer, denn beides ist für mich gleich reizvoll.

Zum Spinnangeln bevorzuge ich eine leichte bis sehr leichte Spinnrute, um auch sehr leichte Blinker oder Wobbler gut werfen zu können. Zu einer solchen Rute gehört natürlich ebenfalls eine sehr leichte und kleine Rolle. Ich bespulte die neue Shimano Sahara FI mit der ebenfalls für 2017 erstmals unter Shimano erschienene Kariki Geflechtschnur in 0,07mm und fischte diese Komponenten an der bewährten Zodias ML 2,03m Rute mit dem Wurfgewicht 4-12g.

Als Blinker-Köder dienten mir kleine Löffel und Kleinstwobbler. Die Löffel-Blinker: 1. Blue Fox Moresilda Trout Series in 4,8cm, 6g 2. Blue Fox More-Ungen 2,6cm, 2,5g. Als Wobbler nutzte ich die Miniversionen vom Rapala Countdown in 3cm, 4g und 5cm, 5g. Diese Köder ließen sich mit der genannten Kombo sehr gut werfen. Besonders die Kleinversion des Küstenblinkers Moresilda brachte Bonusfische mit sehr weiten stromauf oder stromab geführten Würfen, wenn die Bafos durch den hohen Angeldruck sehr vorsichtig geworden waren und anscheinend ein wenig mehr Abstand zum Angler haben wollten.

Ingesamt kann ich dazu raten, die Köderführung abwechslungsreich zu gestalten, auch immer mal stromab zu werfen und zusätzlich die Einholgeschwindigkeit zu variieren. Und bitte nicht wundern, dass in meiner Köderliste kein Spinner auftaucht. Selbstverständlich ist der Spinner ebenfalls ein vorzüglicher Köder zum Forellenangeln. Ich mag einfach die Ähnlichkeit zu einer meiner anderen Lieblingsdisziplinen: dem Meerforellenangeln an der Küste. Bachforelle und Meerforelle sind extrem nah verwandt- so auch meine Angelmethoden – ganz einfach!

Die neue Sahara hat sich jedenfalls super bewährt, gerade wenn der ein oder andere Fisch in die Bremse zog. Auch diese Rolle ist mit dem kaltgeschmiedeten und darum extrem robusten Hagane-Getriebe ausgestattet. Das 1000er Modell wiegt 215g, hat eine 5 :1 Übersetzung und damit einen Einzug von 66cm pro Kurbeldrehung. Ihre Zuverlässigkeit und ihr ruhiger Lauf ermöglichten mir die volle Konzentration auf den Wiesenbach…

Mit freundlichen Grüßen, Jochen Dieckmann

P.S.: Die sensationelle Shimano Kariki Schnur bekommt demnächst noch einen Extra-Eintrag!

 

 

 

 

 

MH-Bs & Zetti: 12er Kairiki auf die Statio !

Nachdem ich nun 4 Wochen lang in Spanien jeden Tag gefischt habe und die 12er Kairiki von einer Spule auf die nächste gewickelt habe, um sie auf BC und Stationärrolle zu testen, kann ich so etwas Ähnliches wie einen Langzeittest zum Besten geben:

Die Schnur ist leise. Sie knotet sich super. Die Farbe bleicht natürlich ein bisschen aus, aber nicht besonders schnell und als hellgrüne Verbindung zum Köder ist sie auch gut zu sehen. Tragkraftangaben kann ich nicht machen. Ich habe aber vollstes Vertrauen. Sie muss auch Stein-, Holz- und Muschelkontakte einigermaßen gut abkönnen, denn im Embalse de Mequinenza kann man Steinen, Wurzeln, Bäumen und daran anhaftenden Muscheln auch mit einem langen Fluorocarbon-Vorfach nicht ausweichen.

Mit der Zodias MH lassen sich 4-Inch-Gummis an Jigs von 5 bis 25 Gramm nicht nur super werfen, sondern auch klasse führen. Dem Zetti hier hat der Hobbelgang über den Grund jedenfalls gefallen.

Ich habe die 12er hauptsächlich auf meiner alten Rarenium (erste Generation) gefischt, die übrigens noch läuft wie ein Schweizer Uhrwerk (nur leiser), obwohl ich sie durch halb Europa geschleppt habe und nicht nur Bodden- bzw. Ostseesalz reingekommen sein muss, sondern auch unendlich viele Hänger über die Rolle (Schande über mich) gelöst wurden. Aber wer wenn nicht der Teamangler soll denn ausloten, was das Material abkann?

Die alte Rarenium fische ich schon seit ich zu Shimano gewechselt bin. Das war 2013. Komisch. Fühlt sich viel länger an. Ist aber für eine Rolle, die so hart gefischt wird, eine beachtliche Leistung, wenn sie immer noch kurbelt wie am ersten Tag.

Als dann nach drei Wochen klar war, dass ich die Kairiki mag und das super matcht mit einer 2500er Rolle und der Zodias 270 MH, habe ich die Schnur umgespult. Und zwar auf eine Metanium. Erstens war da Mono zum Cranken drauf und Cranken war nicht angesagt. Zweitens wollte ich wissen, wie sich die doch sehr dünne und recht weiche Kairiki castet. Nach drei Abschüssen durch Tüddelblockade am ersten Tag war ich schlauer. Zu weich (zumindest wenn sie eingefischt ist) und vor allem zu dünn. Das klemmt am Anfang ab und an (vor allem, wenn man über die Rolle Hänger löst und sich das dünne Geflecht richtig weit in die Lagen reinarbeiten kann) und dann fliegt der Köder noch ein bisschen weiter als eh schon.

Also: Die dünne Kairiki (ich hab auch die 7er getestet und für sehr finessetauglich befunden) ist super für die Stationärrolle. Für die Baitcaster darf es etwas dicker sein oder dann doch gleich PowerPro.

Cast-Einsteiger: 15er PowerPro auf die BC !!!

Wir Teamangler werden ja oft gefragt, welche Schnüre wir fischen. Besonders für Baitcast-Einsteiger ist diese Frage interessant, weil sich nicht alle Schnüre gleich gut werfen lassen. Es gibt weiches und störrisches Fluorocarbon. Es gibt Mono mit extremem Memory-Effekt und solche ohne. Wenn es um Geflochtene geht, kann ich euch Beginnern nur raten, euch das Leben nicht zu schwer zu machen. Nehmt eine etwas steifere Schnur, die ihr erstens besser enttüddeln könnt und die zweitens nicht so leicht vertüddelt beim Anlaufen der Spule.

Ich empfehle euch eine 15er PowerPro (die „normale“, nicht die 8-Slick). Die ist zwar nicht wirklich leise, dafür stimmen alle anderen Werte: mega Tragkraft (9 kg), super Kontenfestigkeit, stark gegen Abrieb und auch sonst absolut unempfindlich. Und verhältnismäßig günstig ist sie auch. In Gelb und Weiß ist sie hervorragend sichtbar. Und dass sie nicht so weich ist wie beispielsweise die Kairiki, ist für euch nur von Vorteil.

Ich fische sie selber gern und habe immer ein gutes Gefühl. Barsche und Zander hält sie natürlich zuverlässig am Band.

Aber auch wenn mal ein kleiner Waller…

 

…oder ein großer Hecht kommt, seid ihr mit dieser Schnur bestens bedient.

Bis bald!

Johannes

Zodias BFS B(Arsch) Creature-Wacky

Hallo Besucherinnen und Besucher,

die Finesse-Methoden sind mittlerweile in der Barschangler-Szene fest etabliert. Viele Barschangler lieben ihr Hobby für die Vielfalt an Angelsituationen und Ausprobiermöglichkeiten. Da Barsche im Jahresverlauf doch recht unterschiedliche Verhaltensweisen zeigen, ist man gut beraten, wenn man sich auf die entsprechende Situation passend einstellen kann. Selbstredend sind die Variationsmöglichkeiten, die uns schon durch den Fachhandel geboten werden, schier unendlich. Darüberhinaus habe ich als Angler zusätzlich die Möglichkeit, Köder alternativ einzusetzen oder zu modifizieren.

Eine Finesse-Methode, die vielen Anglern offenbar noch gar nicht so geläufig ist, ist sogennante Wacky-Methode. Dabei wird ein Gummiköder entweder ganz unbeschwert, oder mit angehängten Gewichten oder Nägeln gespickt, mittig auf den Haken gesteckt. So erhält man einen Gummi-Köder, der sehr langsam absinkt und durch eine gezupfte Köderführung sehr stark seitlich ausbricht. Genau wie ein verletztes sterbendes Fischchen also.

In diesem Beitrag geht es, wie schon gesagt, um die Verwendung von sogenannten Creatures, das sind krebs- /wurm- und /oder insektenartige Gummitiere, von denen es unendlich viele im Handel gibt. Diese beschwere ich mit Tungsten-Nägeln zwischen 1 und 5g, die am Kopfenende in die Köder komplett hinein gedrückt werden. Ansonsten brauche ich lediglich noch einen scharfen Wide-Gap (Dropshot- Haken, der einfach (ohne Einhänger) an das Ende des Fluorocarbonvorfachs gebunden wird. Ein derart schlichte Montage, stößt oft mindestens auf große Verwunderung bei Angelkollegen, das ist mittlerweile ein Erfahrungswert!

Meine Modifikation zum B (Arsch)-Wacky besteht lediglich darin, daß der Köder nicht mittig, sondern ganz am Ende, also am A…. auf den Haken gesteckt wird. Ok, meist lasse ich das B am Anfang weg, bitte verzeiht mir meine Liederlichkeit….

Die Veränderung von Haken mittig auf Haken hinten hat einen enormen Einfluss auf den Köderlauf und die Wurfweite. Trotz des extrem geringen Gewichtes fliegen die Köder wie ein Dart unverhältnismäßig gut. Den optimale Köderlauf erhält man, in dem man mit nach unten zeigender Rute twitcht, sehr ähnlich der Köderführung für schwebende (Suspender-) Wobbler. Der Köder läuft so gegen den Wasserdruck ruckartig nach oben, dabei werden Tentakeln, Fransen oder Pintails nach unten geknickt. In der sehr verzögerten Absinkphase streckt sich der Köder wieder und gleitet dabei meistens leicht nach vorn, also von uns weg. Auf dem Grund angekommen, kippt die tungsten- kopflastige Kreatur ganz langsam auf die Seite. Sowohl Absink- als auch Grundsteh-Phase sind die attraktiven Momente!

Nach Biss und erfolgreichreichem Anschlag und Drill wird der simple aufgezogene Gummi oft auf das Vorfach geschoben, egal, einfach wieder auf den Haken schieben und weiter gehts…

Die Bisse auf diese Modifikation sind meist unverhältnismäßig aggressiv, sie scheint unsere getsreiften Räuber sehr zu animieren. Selbstverständlich sind für die leichten Köder sehr leichte Ruten sinnvoll. Man kann sowohl Spinn- als auch Baitcast-Kombos dafür verwenden. Eine dünne gefochtene Schnur (z.B. 0,08mm PowerPro, 0,07 mm Shimano Kariki) ist allerdings Pflicht. Mein Favorit war ganz klar die von mir schon wiederholt gepriesene Zodias BFS Baitcastrute/Chronarch Ci4 Baitcastrolle. Aber auch die hier in den nachfolgenden Bilder gezeigte Zodias-Spinnmodell mit dem gleichen Wurfgewicht 3-12g machte eine Superfigur. Im Herbst konnte ich kaum noch davon lassen, viele schöne Hafenbarsche versüssten mir das Saisonende!

Im nächsten Beitrag zeige ich Euch, wie der B(Arsch Wacky) mit Tubes funktioniert.

Mit freundlichen Grüßen, Jochen Dieckmann