WPC Streetfishing Event – was nehme ich mit? Part 3

Nur noch ein paar Tage und dann startet das große Event. Die Spannung ist mittlerweile auf dem Höhepunkt. Jede Menge Fragen im Kopf. An alles gedacht? Fehlt noch was?

Folgende Rutenkombinationen werde ich in Holland fischen:

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Die Yasei Spinning Perch White mit einem Wurfgewicht von 3gr bis 15gr. Kombiniert habe ich sie mit einer 1000er Rarenium Ci4+. Auf der Spule befindet sich eine 0.08er NanoBraid. Das ist die perfekte Ultra Light-Weitwurfmaschine für kleine Spinner, Jigs und Wobbler.

Auch die Shimano Blue Romance Eging mit einer Länge von 2,55m und einem WG von 15gr bis 30gr wird nach Holland reisen. An sie schraube ich eine 2500er Rarenium Ci4+. Als Schnur verwende ich eine 13er PowerPro 8Slick. Die Blue Romance Eging ist zum Faulenzen und Jiggen auf Barsch und Zander gedacht. Genau die richtige Rute für Gummiköder in der Kategorie von 3 Inch bis 5 Inch. Die Bissübertragung dieser Rute finde ich echt genial. Auch der zaghafteste Zupfer wird zuverlässig in das Handgelenk übertragen.

Die dritte Rute im Bunde ist meine aktuelle Lieblings Ultra-Ultra Light Kombo für das Finesseangeln mit dem Drop-Shot-, Carolina- und Texasrig. An meiner Diaflash AX in der Länge 2,25m und einem Wurfgewicht von 2gr bis 10gr hängt auch eine leichte 1000er Rarenium Ci4. Bestückt mit einer 0,06er NanoBraid. Wie mein Kollege Johannes bereits in einigen Beiträgen erwähnt hat: das Angeln mit dieser leichten, sehr feinfühligen Rute macht selbst bei kleineren Fischen viel Spaß und auch die vorsichtigsten Bisse bleiben beim versetzten Anhieb hängen.

Auch eine Baitcastkombo werde ich mitnehmen. Allerdings habe ich mich noch nicht entschieden, welche es sein wird.

Am Ende muss ich mich für zwei Kombos entscheiden, da das Reglement nur zwei Ruten für den Wettbewerb pro Teilnehmer vorsieht.

Bei den Schnüren setze ich wie oben beschrieben auf Sufix NanoBraid und PowerPro. In Sachen Leader vertraue ich dem Shimano Ultegra- und Aspire-Fluorocarbon.

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Hier noch eine kleine Auswahl an Köder die ich in Holland angeln werde.

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Blue Fox Vibrax Spinner in verschiedenen Dekoren und Größen. Storm Gomoku Spin Jigs müssen unbedingt mit. Was hier Fisch bringt, sollte auch in Holland fangen. Gomoku Wobbler, Gomoku Popper und das für unsere Breiten recht neue Köderkonzept: Gomoku Bottom, dürfen natürlich nicht fehlen. Die Brandenburger Barsche fanden das gut. Mal sehen was die Holländer dazu sagen.

Jetzt werden noch die Köderboxen geordnet und die Spulen frisch bespult. Am heutigen Mittwoch geht es dann los. Geplant sind zwei Tage Angeln und Gewässererkundung in und um Hellevoetsluis.

Drückt mir die Daumen.

Euer Eric

WPC Streetfishing Event – was nehme ich mit? Part 2

Im zweiten Teil geht es nochmal um das Thema Taschen und Tackle Transportmöglichkeiten. Genauer gesagt ums Rapala Sling Bag Pro. Normalerweise versuche ich, mich bei meinen Angeltrips auf das Wesentliche in Sachen Köder und Zubehör zu beschränken. Man will ja schließlich nicht zum Packesel am Wasser mutieren. Bei der WPC am 27.06. sieht das ein wenig anders aus. Da möchte ich dann schon alle in Frage kommenden Köder am Mann habe und es darf halt auch nichts fehlen, um Rigs oder Vorfächer zu binden.

Das im letzten Artikel beschriebene Rapala Hip Pack ist schon ideal für uns Streetfisher. In Kombination mit dem Rapala Sling Bag Pro dürfte man dann optimal in Sachen “Köder und Tackle am Mann” ausgestattet sein.

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Das Rapala Sling Bag Pro ist ein Erfolgsmodell. Die Pro Version ist jetzt bereits die zweite überarbeitete Version.

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Das Hauptfach ist durch ein Band in der Größe variabel. Zwei große 3600er Plano Boxen finden darin Platz.

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Nach vorne geklappt, hat man damit eine sichere Basis, um zum Beispiel Köder zu montieren oder einfach was abzulegen.

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Auch hier haben die Leute von Rapala ein besonderes Highlight mit eingebracht. Die am Schulterband befindliche Tasche ist nicht nur wasserdicht, sie ist Touch Screen kompatibel. Heißt: auch mit nassen Händen kann man an das Handy greifen, ohne es lästiger Weise auspacken zu müssen.

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Das verwendete 600D Nylon macht einen haltbaren Eindruck. Auch beim Sling Bag Pro wurde auf der Rückseite Mesh Stoff verarbeitet um ein Verrutschen zu verhindern.

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Beim vorderen Verschluss und auch den Reißverschlüssen hat man weiter gedacht. Sie lassen sich problemlos mit einer Hand bedienen und sind gummiert, um das Abrutschen mit nassen Händen zu verhindern.

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Ich finde: Ein rundum gelungenes Streetfisher-Utensil und bin mir sicher, dass ich jetzt alles Nötige bequem mit an das Wasser bekomme.

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Euer Eric

WPC Streetfishing Event – was nehme ich mit? Part 1

Meine Teilnahme an der diesjährigen WPC steht bereits seit einiger Zeit fest. Die Spannung steigt und mittlerweile stecke ich bereits mitten in den Vorbereitungen. In der kommenden Zeit werde ich hier regelmäßig darüber berichten, welches Tackle ich für das Streetfishing Event mit nehmen werde.

Den Anfang mache ich heute mit dem Rapala Hip Pack.

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Beim Streetfishing braucht man die Hände frei für das Angeln. Normale Umhängetaschen und oder Angelkoffer sind dafür nicht optimal. Auf meiner Suche nach praktischen Taschen oder Transportmöglichkeiten stieß ich schnell auf das Rapala Hip Pack. Im Prinzip ein sehr stabiler und recht verwindungsfreier Bauchgurt mit einer Vielzahl Gimmicks die dem Streetfisher das Leben leichter machen.

Links und rechts befindet sich jeweils eine abnehmbare Tasche in der eine Plano 3450er Box Platz findet.

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Für Zangen und Messer gibt es Einsteckmöglichkeiten mit Gummizug, die auch gut fixieren. Besonders interessant finde ich die Retracktor Tasche. In der ist ein Spiralband integriert. Für Schnurclipper oder ähnlichem.

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Auch die Flaschenhalterung hat es in sich. Man glaubt es kaum: sie ist gepolstert. Das heißt coole Drinks oder frischer Kaffee bleiben länger kalt oder heiß.

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Kamera und Angelpapiere zum Beispiel bringt man im Frontbereich in einer ausreichend großen Tasche unter. Diese ist mit einem recht stylischen Rapala Logo versehen und verweist darauf, dass es sich hier um eine Limited Edition handelt.

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Auf der Rückseite ist Meshgewebe verarbeitet. Das sorgt dafür das das Hip Pack nicht ständig verrutscht.

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Beim Angeln fiel mir auf, dass sich die Klettverschlüsse auch mit einer Hand prima öffnen und schließen lassen. Das trifft auch auf den Klipp- und den Reißverschluss zu. Durch die Gummierung ist das problemlos auch mit nassen Händen möglich ohne abzurutschen.

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Zur Verarbeitung kann man sagen: “rapalatypisch” robust und bestimmt langlebig. Sauber und aufwendig vernäht. Der Reißverschluss macht einen sehr stabilen Eindruck. Die Klettbänder sitzen auch bombenfest.

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Insgesamt ein vollkommen durchdachtes Teil, das so gut wie keine Wünsche offen lässt und bestimmt für Streetfisher oder Angler die überhaupt per Fuß an Gewässern unterwegs sind, sehr interessant ist.

Euer Eric

„Fast, furious and action packed“ Vol. 2

Die Spannung steigt. Nicht mehr allzu lange dauert es, bis ab dem 24.06. 2015 Veranstalter Ross Honey und namhafte Sponsoren wie Shimano, Rapala und Mercury nun zweiten Mal in das beschauliche Örtchen Heelvoetsluis (Niederlande) einladen. Beim World Predator Classic, kurz WPC, werden dann wieder die Champions in den Disziplinen boat-fishing, kayak-fishing und street-fishing, ermittelt werden.

Teams aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Rumänien und den USA sind bereits zu dem internationalen Event angemeldet.

Dustin Schöne und ich haben als Shimano-Raubfischteam schon im vergangenen Jahr an der Veranstaltung teilgenommen und wir wissen beide, wie hoch der Konkurrenzdruck ist. Alle Teilnehmer sind sehr erfahrene Angler und wissen genau was sie tun. Da wird einem nichts geschenkt. Entsprechend gewissenhaft bereiten wir uns seit geraumer Zeit auf das Event vor. Aus den Vorjahreserfahrungen wissen wir, wie wir unser Gerät noch optimieren können und auf welche Eventualitäten wir uns noch einstellen müssen.

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Vor Turnierbeginn endet nun auch die Schonzeit und das bedeutet „Ab aufs Wasser und trainieren!“ Wir halten Euch vor und während der Veranstaltung auf dem Laufenden.

Beste Grüße,
Dustin und Jürgen

Fast, furious and action packed

So lautet der Slogan, mit dem in den vergangenen Monaten ein Event beworben wurde, dass es in unseren Breiten in dieser Art noch nicht gegeben hat. Die „World Predator Classics“ oder kurz WPC.

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Veranstalter Ross Honey und namhafte Sponsoren wie Shimano, Rapala und Mercury haben in der Zeit vom 19. – 22.06.2014 in das beschauliche Örtchen Heelvoetsluis (Niederlande) eingeladen. In den hochkarätigen Raubfischgewässern (Haringvliet) direkt vor der Türe sollte der Champion in den Disziplinen boat-fishing, kayak-fishing und street-fishing, ermittelt werden.

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Mit der Ruhe war es schnell vorbei, als die Anglerschaft schon Tage vor Beginn der Veranstaltung das Örtchen in Besitz nahm. Dem Ruf folgten Teams aus aller Welt.
Die Teilnehmerliste beindruckte mit bekannten Namen und durch den enormen internationalen Zuspruch gleichermaßen.

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Teams aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Litauen, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Rumänien und den USA hatten sich schon Wochen vor dem Startschuss angemeldet.

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Begleitet wurde das Event von internationalen TV-Sendern und Printmedien mit Live-Berichten, Interviews und Reportagen. Nur die deutsche Fachpresse hat sich bescheiden zurück gehalten. Umso zahlreicher waren die Besucher aus den umliegenden Ländern angereist, um das Rahmenprogramm am Tag und am Abend zu genießen.

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Gefischt wurde an drei Tagen in einem der drei Sektoren: Rapala-Sektor (A), Shimano Sektor(B) oder Raymarine-Sektor(C)

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Jedes Team hatte an einem der Angeltage einen anderen Abschnitt zu beangeln.

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Das Ziel: Möglichst große (lange) Hechte, Zander und Barsche zu fangen. Am Ende zählt die addierte Gesamtlänge . Es wurden Tagessieger und Gesamtsieger ermittelt. An jedem Angeltag durften 1 Hecht, 3 Zander und 3 Barsche eingereicht werden. 1cm entsprach 1Punkt in der Wertung.

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Die Fänge wurden unmittelbar nach dem Fang gemessen, fotografiert und über eine App Sekunden später LIVE gestellt. Obwohl die Technik gerade am ersten Tag noch hakte, war es für die Zuschauer und die Teilnehmer gleichermaßen spannend, das Geschehen so direkt mitverfolgen zu können.

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Technik wurde insgesamt groß geschrieben. Jedes Boot hatte beim Verlassen des Hafens einen GPS-Tracker mitzuführen, der es dem Veranstalter erlaubte, zu jeder Zeit den Standort zu bestimmen. Nicht nur ein großer Sicherheitsfaktor, sondern auch eine zuverlässige Kontrollmöglichkeit, ob tatsächlich immer im erlaubten Bereich geangelt wurde. Verstöße werden mit einer gelben Karte geahndet und führen bei Wiederholung zu Disqualifikation.

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Die drei Sektoren stellten extrem unterschiedliche Anforderungen an die Teilnehmer. Sehr klare, verkrautete Abschnitte in dem einen Sektor , trübes Wasser mit steinigem Untergrund in anderen Bereichen. Flachwasserangeln stand genauso auf dem Programm, wie Vertikalangeln in Tiefen um 12 m.

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Das Spektrum konnte breiter nicht sein und so waren auch die Einschätzungen der Teilnehmer sehr unterschiedlich. Empfand das eine Team den Rapala-Sektor als sehr schwierig, hielten andere den Shimano Sektor für extrem anspruchsvoll. Einig war man sich darin, dass die Raymarine-Zone die beste Chancen auf ein full house bot: Alle drei Fischarten in der zulässigen Anzahl und in gewinnträchtigen Größen fangen.

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Genau diese Spannbreite sorgte dafür, dass der Wettkampf bis zum Ende offen war. Alles war bis zum Schluss möglich.

Gewinner waren schließlich Luc Coppens und Jeremy Staverman aus Belgien. Sie hatten nicht nur den Vorteil, auf einem „Hausgewässer“ anzutreten, sondern sie haben auch als überragende Angler überzeugt.

Die Abende nach den Wettkämpfen boten allen Beteiligten die Möglichkeit, bei Live Music, Barbecue und frisch gezapftem Bier in einer „coolen“ Atmosphäre zu fachsimpeln und zu entspannen.

Allen waren sich dann auch sicher: Nächstes Jahr sind wir wieder dabei. Die Veranstalter haben das Event mit großem technischen Aufwand begleitet.

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Tolle Eindrücke gewinnt man auf der homepage: http://www.worldpredatorclassic.com und bei youtube (Stichworte WPC, World Predator Classic).

Petri Heil!
Jürgen Haese