Protection Mat für alle!

Beim Karpfenanglern ist sie schon lange ein Muss, bei Walleranglern sehr gerne gesehen und auch schon bei Hechtanglern hin und wieder im Gebrauch: die Abhak- oder Wiegematte. Am besten lernt man von anderen und so schaute ich mich in der Angelszene um, wie die  Kollegen mit ihren Fischen umgehen. Ich wollte mir etwas besorgen, das es mir erlaubte, gefangene Fische kurz und schonend abzulegen.

Ich besorgte mir kurzerhand einfach gleich eine Protection Mat, was soviel bedeutet wie ein vier Sterne Hotel für unsere Beute. In diese Protection Mat können wir, sehr schonend, unser gefangenen Fische kurz und schoned abhaken und vermessen.

Eine Abdeckplane mit Klettverschluss verhindert das ein darin liegender Fisch aus der Protection Mat herausspringt. Ein besonderes Plus meiner Matte ist, dass man an einem Ende eine Klappe öffnen kann, wodurch sie sich von 100 cm auf gut 120 cm verlängert.

Man fängt mit der Protection Mat nicht mehr Fische, aber die gefangenen Fische kann man eindeutig besser versorgen.

Scharfe Sachen – die neuen Shimano Zangen

Von Shimano sind jetzt zwei neue Zangen auf dem Markt. Die Shimano Power Plier und die Shimano AD Plier HD TypeF.

Wesentlicher Unterschied zwischen diesen Modellen ist ihre Größe.

In meinem Anglerleben mussten schon so einige Zangen her halten und „dran glauben“. Aufgrund schlechter Qualität war deren Lebenszeit meist nur sehr kurz.

Aber diese beiden „scharfen Teile“ überzeugten bereits nach dem ersten Schnitt. Monofile Schnüre sowieso… benutzte oder neue geflochtene Schnüre sämtlicher Stärken… alles kein Problem für die beiden Shimano Zangen. Multifunktional sind sie zudem auch als Sprengringzangen ( Split Ring Tool ) einsetzbar. Die Haptik der Griffe ist auch mit nassen Händen sehr gut. Gefertigt aus rostfreiem Stahl und obendrein mit einem zusätzlichen Coating versehen, da ist Korrosion kein Thema. Man hat einfach das Gefühl, das die Shimano Zangen von Anglern für Angler entwickelt wurden. Sie liegen gut in der Hand und machen einen top Job am Wasser.

Falls ihr einem Angler zu Weihnachten eine Freude machen wollt, dann sind die Shimano Zangen dafür bestens geeignet.

Oder man beschenkt sich mal selbst…

Euer Eric

Rollentasche als Gummitütenspeicher

Voll praktisch und überhaupt nicht teuer sind die Shimano-Rollentaschen SHLCH03 und 04.

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Ich würde sagen: Die muss man eigentlich haben. Vor drei Jahren habe ich mir zweimal die große und einmal die kleine Version der flexiblen Gummitasche geholt, um meine vielreisenden Rollen ein bisschen vor Transportschäden zu schützen. Und wenn ich dann vor Ort bin und die Rollen an die Ruten geschraubt sind, fülle ich die Taschen mit Gummi-Tüten und Jig-Paketen, so dass ich ein bisschen mehr Ordnung in meine großen Taschen bringe. Und darüber schreibe ich nun einen Blogbeitrag?

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Ich mach’s einfach, weil ich oft gefragt werde, wo es diese Taschen gibt bzw. ob es die noch gibt, weil das so ziemlich jeder praktisch findet und weil die Taschen auch noch sehr “wertig” aussehen. Und weil sie nicht nur optisch gelungen sind, sondern auch drei Jahre ohne Macken durchgehalten haben.

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Kann man doch mal machen, oder? Zumal: Mehr schreibe ich ja auch nicht drüber…

Bis bald!

Johannes

Die Superduper-Japan-Zange

Seit neustem haben wir auch JDM-Tools im Programm. Ein Teil davon wollte jeder Teamangler haben, nachdem wir auf der Hausmesse vorgeführt bekommen haben, wie scharf die Klingen sind und wie die dann auch durch Geflochene durchgehen. Wie ein 300-Grad heißes Skalpell durch einen zimmerwarmen Butterblock nämlich. Oder noch krasser. Kein Ausfransen. Jeder Schnitt sitzt. Und ein Sprengringzacken ist auch noch dran. Normalerweise müsste man da mal ein Video von machen. Hab ich aber gerade nicht parat. Dafür ein paar Bilder…

Sieht gut aus...

Sieht gut aus…

... ist federleicht...

… ist federleicht…

... und rasiermesserscharf.

… und rasiermesserscharf.

Um diese Klinge geht's.

Um diese Klinge geht’s.

… und mein Ehrenwort: Das Ding ist krass scharf!

Feierabend Topwater

Libe Besucherinnen und Besucher,

mit ein wenig Wehmut sehe ich wie in jedem Jahr dem Ende des Sommers entgegen. Aber ich bleibe auch meiner Tradidtion treu, mir die kürzer werdenden Abende möglichst oft mit Barschen auf die leichte Oberflächenangelei zu versüßen. Mein Köderfavorit in diesem Jahr ist der nur knapp 3g leichte Gomuku Pencil Mini-Stickbait von Storm in der Farbe Perch. Die dazu passende Rute ist die 2-teilige Zodias ML Spinning mit dem Wurfgewicht von 3-12g. Als Rolle verwende ich die schnelle Stradic Ci4+ mit einer 0,08mm Powerpro white. Das Vorfach besteht aus 0,21mm Sufix Invisiline. Der kleine Stickbait fliegt trotz seines geringen Gewichts schön weit und wird mit Rucken aus dem Handgelenk bei gleichzeitigem meist durchgehenden Einkurbeln animiert. Es ist immer wieder ein Erlebnis, wenn eine Gruppe Barsche den Köder sichtbar verfolgt und sich einer von ihnen auf den Köder stürzt. Die kräftigen Spätsommerbarsche sorgen dann durchaus für fette Einschläge! In Bildern seht ihr zunächst Situation und Köder, dann eine kleine Kopfkamera- Bilderfolge mit Live- Biss und Drillaktionsstudie der mir sehr ans Herz gewachsenen Zodias. Ein schönes Wochenende wünscht Jochen Dieckmann.

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Barsche mit der Blue Romance Light Game

Liebe Bogbesucherinnen und -besucher,

endlich Sommer! Die erste Hitze-Welle hat die diesjährige Fischbrut und auch die Barsche endgültig in Wallung gebracht. Auch in meinem Hausgewässer lohnt sich nun endlich die gezielte Barschangelei.

Egal ob auf flach stehende Räuber oder aber in 5- 10m Tiefe, das Dropshot-Rig ist und bleibt für mich die zuverlässigste Version bein Barschangeln. Dabei unterscheide ich maßgeblich zwei recht unterschiedliche Köderführungen:

  1. Die agressive: Abstand Köder- Blei 1-1,30m, aufrecht geführte Rute mit deutlichen Zupfern nach oben, Rutenlänge 2,40-2,70m.
  2. die passive: Abstand Köder, Blei 0,30- 0,70cm, seitlich geführte Rute, Rutenlänge 1,90-2,40m.

Wenn die Barsche weniger aktiv sind, also eher “nuckelig”, läßt sich mit der passiven Dropshot-Rute meist trotzdem noch gut Strecke machen. Die am 4er-6er Haken 3-5cm lange Brutfisch-Imitation aus Gummi wird nur an der Kopfspitze angeködert (nose-hooked). Das 5-10g Blei behält bei meinen seitlichen Züge durchgehend Bodenkontakt. Die Bisse kommen meistens in der Bewegung, immer wieder aber auch in den kurzen Pausen.

Mit der nur 89g leichten Blue Romance Light Game (tubular). Spüre ich jedes Steinchen, jede Muschel und am wichtigsten: jeden feinsten Zupfer! Mit ein wenig Übung kann ich Grundkontakte und Bisse bestens unterscheiden. Macht irre Spaß (traumhafte Drillaktion!), und ist genial fängig, fast schon gemein!. Zur Rute passt sehr gut eine robuste Stradic FK 1000 und eine geflochtene 0,08mm PowerPro (white) Schnur. Das Vorfach binde ich aus 0,21 bis 0,24mm Sufix Invisiline Fluorocarbon. Aber seht selbst!

Viele Grüße von Jochen Dieckmann

Blauer Himmel -blaue Rute, das muss doch passen!

Blauer Himmel -blaue Rute, das muss doch passen!

Havelanglers täglich Brot! Hier stehen nur Minis vor der Spundwand...

Havelanglers täglich Brot! Hier stehen nur Minis vor der Spundwand…

Mal schauen, ob im freiwasser vor der Segelyachthafen-Ausfahrt was geht...

Mal schauen, ob im tieferen Freiwasser vor der Segelyachthafen-Ausfahrt was geht…

schön langsaaaaaam seitlich die Kante hochschleifen....

schön langsaaaaaam seitlich die Kante hochschleifen…

...die weiche spitze wird herumgerissen, Biss!

…die weiche Spitze wird herumgerissen, Biss!

nach meiner Meinung sollten Spinnruten mit "playing action" beschrieben werden können.

nach meiner Meinung sollten auch Spinnruten mit “playing action” beschrieben werden können

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Brutfisch-Gummifisch nose-hooked

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Fliegenfischen auf Döbel

Bestückt mit einer WF-7-F SBT (Short Belly Taper) serviert und wirft sich die #6er Biocraft EV-A erstklassig. Selbst 20m Würfe schräg vor das gegenüberliegende Ufer waren bei Wind kein Problem.

Bestückt mit einer WF-7-F SBT (Short Belly Taper) serviert und wirft sich die #6er Biocraft EV-A erstklassig. Selbst 20m Würfe schräg vor das gegenüberliegende Ufer waren bei Wind kein Problem.

Was macht man als Angelguide, wenn mal einen Tag nicht mit Gästen auf dem Wasser ist?
Richtig, man geht selbst mal Fischen. Mangels Forellen habe ich es letztens einmal mit der Fliege auf Döbel probiert. Das hat schon etwas vom Stil des Trockenfliegenfischens auf Forelle. Aus der Deckung heraus werden gespottete Döbel direkt mit einer Insektenimmitation (z.B.Tschernobyl Ant) angeworfen – Hochspannung pur!

Ein edler weinroter Blank mit perfekt dazu abgestimmten Ringwicklungen und dazu das Rot der Döbelflossen - passt perfekt, wie ich finde.

Ein edler weinroter Blank mit perfekt dazu abgestimmten Ringwicklungen und dazu das Rot der Döbelflossen – passt perfekt, wie ich finde.

Die Biocraft XT LA56 ist genau die richtige Größe. Ein wenig Backing aus geflochtener Schnur und fertig.

Die Biocraft XT LA56 ist genau die richtige Größe. Ein wenig Backing aus geflochtener Schnur und fertig.

Bei solchen Fischen und diesen Farben muss es nicht zwingend Forelle sein. Döbel sind in meinen Augen mindestens genauso hübsch.

Bei solchen Fischen und diesen Farben muss es nicht zwingend Forelle sein. Döbel sind in meinen Augen mindestens genauso hübsch.

Bei der Gelegenheit und den warmen Temperaturen habe ich auch gleich die Möglichkeit genutzt, die neuen Longsleeves aus dem Bekleidungsprogramm zu testen. Diese bieten besten UV-Schutz an sonnigen Tagen, sind angenehm zu tragen und haben sogar einen leicht kühlenden Effekt. Ein Kragen sorgt auch dafür, dass zusätzlich der Nacken vor der Sonneneinstrahlung geschützt ist. Bei vielen am Markt befindlichen UV-Shirts ist dies nämlich meist ein Manko.

Als bekennender Fan solcher Schlauchtücher bin ich natürlich glücklich darüber, dass es diese seitens Shimano nun auch in Deutschland gibt.

Als bekennender Fan solcher Schlauchtücher bin ich natürlich glücklich darüber, dass es diese seitens Shimano nun auch in Deutschland gibt.

Der Name Neck Cool/Halstuch ist Programm, denn das Material fühlt sich angenehm auf der Haut an und es entsteht keine Stauwärme. Es schützt vor allem Nacken und Ohren vor der schädlichen UV-Strahlung, denn das Geschmiere mit der Sonnencreme im Gesicht ist nicht unbedingt mein Fall. Jetzt nur noch einen Klecks davon auf die Nase und schon ist der Sonnenschutz perfekt.

In diesem Sinne auf ans Wasser!
Für mich war es garantiert nicht der letzte Besuch bei den Döbeln.

Euer
Robert

 

Die Shimano Cap Ansteck Sonnenbrille

Ich habe heute einen Tipp für die Brillenträger unter uns Anglern. Im aktuellen Shimano Bekleidungskatalog Frühling / Sommer 2016 findet ihr auf Seite 27 oben rechts die Shimano Cap Ansteckbrille. Ein echtes Highlight.

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Ich bin selbst Brillenträger. Eine Polarisationsbrille in Sehstärke habe ich bisher (noch) nicht. Seit einigen Jahren gibt es bereits Ansteckbrillen auf dem Markt.  Das eine oder andere Modell probierte ich auch aus. Überzeugt hat mich keines.

Nun kommt die Shimano Version auf den Markt.  Das Fazit schon mal vorweg : das „Ding“ wurde von Anglern bis ins Detail durchdacht:

  • Der Clip für die Befestigung am Schirm hält absolut bombenfest. Da verrutscht auch in hektischen Situationen nichts.
  • Die Brillengläser haben genau die richtige Größe um das gesamte Sichtfeld vor der Sehstärkenbrille vollständig abzudecken.
  • Der Abstand der Ansteckbrille ist über ein Raster individuell einstellbar.
  • Das Modell ist sehr leicht. Man hat nicht das Gefühl etwas am Schirm befestigt zu haben.
  • Nicht zu dunkle rauchfarbene Polaristationsgläser.
  • Sie ist klappbar.
  • Last but not least, ein stylisches Teil, wie ich finde.

Den einen oder anderen schönen Barsch konnte ich mit ihrer Hilfe schon ans Band bringen.

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PS: Die Ansteck Sonnenbrille ist natürlich nicht nur für Brillenträger gedacht. Wer auf der Suche nach etwas praktischem ist, das man an den Schirm des Caps stecken kann und nach Bedarf einfach vor das Blickfeld klappt, liegt mit der Shimano Cap Ansteck Sonnenbrille genau richtig.

Euer Eric

How to build a Stinger

Da ich immer wieder gefragt werde, wie man einen Angstdrilling selber baut, gibt es hier ein kleines Tutorial. Zum Bau von Angtsdrillingen benötigt man nicht viel: Vorfach, Klemmhülsen, Drillinge eine Zange zum Quetschen der Hülsen und eine Zange, um das Vorfach zu schneiden.

IMG_0179Ich bevorzuge sehr dünnes und weiches Stahlvorfach. Dieses läßt sich zwar nicht so leicht verarbeiten, verändert aber dafür auch nicht den Lauf des Gummifisches und ist außerdem noch sehr leicht. Warum ich Stahl benutze, müsste auf der Hand liegen (Hecht). Wo nicht mit Hechten zu rechnen ist, kann man auch normales Fluocarbon oder Hardmono verwenden.

Um Das Ausfransen des mehrfädigen Stahls (7x7er) zu vermeiden, sollte man eine scharfe Zange zur Hand haben.

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Die Aluzange von Rapala ist auf jeden Fall scharf genug dafür.

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Jetzt aber zum Stingerbau:

Als erstes nimmt man eine Klemmhülse und schiebt sie aufs Vorfach. Danach den Drilling.

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Danach das kürzere Ende wieder zurück durch die Hülse führen.

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Wenn die Hülse genau passend gewählt wurde, könnte man sie jetzt schon zusammenquetschen. Wenn das Vorfach noch Spiel in der Hülse hat, fädelt man das kurze Ende einfach nochmal durch die Hülse.

Dafür hält man mit dem Daumen und dem Zeigefinger die Hülse fest und zieht beide Schlaufen in die Hülse rein. Vorsichtig, die Schlaufe kann oben ruhig minimal rausgucken.  Unten am Drilling ein kann sie wenig größer sein.

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Jetzt quetscht man die Hülse von beiden Seiten mit der Quetschhülsen Zange.Das kurze überstehende Ende Knippst man einfach ab.Jetzt quetscht man die Hülse von beiden Seiten mit der Quetschhülsen Zange.Das kurze überstehende Ende Knippst man einfach ab.

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Es gibt viele unterschiedliche Zangen zum Hülsenquetschen. Ich bevorzuge eine mit mehreren Quetschpunkten da diese die Hülsen nicht knickt !!!

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Am anderen Ende macht man das Selbe wie beim Drilling,  läßt aber eine Schlaufe,  die man später über den Jighaken hängen kann.

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Und so muß der Stinger am Ende sitzen.

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Bei größeren und bulligeren Ködern ab 15 cm wie man sie zum Hechtangeln verwendet, würde ich den Drilling seitlich in den Gummifisch setzen und nicht oben drauf.

Die Länge des Stingers muss jedes Mal individuell an den Köder angepasst werden.

Hier ein paar Beispiele, wo der Stinger hingehört !!

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Der Haken wird immer an der Stelle eingehängt wo der Köder sich anfängt zu biegen  (davor).

Zum Aufbewaren der Stinger eignen super solche mit Schaumstoff ausgelegten Boxen.

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Hier noch ein  Bild, das ohne Stinger nicht entstanden wäre.

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Es gibt aber auch Tage, an denen man nicht mit Stinger fischen muss, weil die Fische die Köder inhalieren. Schaden kann so ein Zusatzhaken aber nicht.

IMG_0016die sind selten!

Danke fürs Vorbeischauen

Das schwimmende Laufblei

Liebe BesucherInnen,

zum Jahreswechsel möchte ich mich herzlich bei allen für ihre Pro Staff  Treue bedanken!  Ich habe noch eine kleine Angelgeschichte und die ging so:

wie im meinem letzten Eintrag berichtet, war ich in den Herbstferien als Betreuer einer Angelfreizeit für Jugendliche an der dänischen Ostseeküste dabei (siehe: “Die Plattfischparty”). An einem der Tage hatte ich mir vorgenommen, seit langem einmal wieder mit einer Sbirolino-Montage auf Meerforellen zu angeln. Die Montage: 3,30m Purist Light Specialist, Sustain 4000FG mit 0,25mm Sufix Duraflex Monofilschnur, ein schwimmender Sbirolino in 15g, 2,70m 0,25 Aspire Fluorocarbon als Vorfach, meine üblichen Meerforellenstreamer als Köder. Und fing damit: nichts!

Irgendwie vertraue ich mittlerweile der Fliegenrute mehr. So  verging mir schon bald die Lust an dieser Angelei. Ich gesellte mich zu einer großen Gruppe unsere jugendlichen Plattfischangler. Wie konnte ich ganz schnell ein Teil der “Plattfischparty” werden? Ganz einfach: Fliege ab, Butthaken mit Seeringelwurm dran und raus damit!

Die Bedingungen dieses Tages kamen mir deutlich zugute, es herrschte ein leicht ablandiger Wind, die Sonne strahlte vom Himmel, mit meinem komplett unbeschwerten 2,70m langen Vorfach erreichte ich bei einer sehr leichten Strömung locker den Grund. Da die Stelle einfach super war, dauerte es nicht lange, bis ich einen deutlichen Zug in der Monoschnur verspürte. Das konnte nur eines bedeuten: eine Platte hatte meinen Seeringelwurm genommen und zog nun widerstandslos die Schnur durch den freilaufenden Sbiro. Wie durch ein Laufblei, nur eben an der Oberfläche. Ruckzuck hatte auch ich fünf leckere Oktober-Platten (in keinem Monat schmecken sie besser) gefangen. An der leichten Friedfischrute fühlten sie sich toll an. Angeln kann so vielseitig sein! Mit den besten Wünschen für einen schönen Wechsel ins Jahr 2016 verbleibe ich,

Jochen Dieckmann

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