Frühjahrsbarsche

Wenn die Wassertemperatur zwischen 6 und 9 Grad beträgt, heißt es für mich ab auf’s Bellyboat und Dickbarschangeln! Die Fische befinden sich zu der Jahreszeit sehr grundnah und sind nicht so leicht zu überlisten wie zu anderen Jahreszeiten bzw. bei anderen Wassertemperaturen. Köder mit wenig Action kommen hier zum Einsatz. Da mein ausgewähltes Gewässer bei dieser Wassertemperatur eine Algenblüte hat (normalerweise sehr klar) und das Wasser eingetrübt ist, wähle ich UV-aktive Köder. Auf einer Wassertiefe zwischen 5-7 Metern fische ich die Köder an der 7g-Cheburashka oder am Texas-Rig.

Die Köderlänge sollte ca. 4″ – 5″ (10cm-12,5g) betragen und der Offsetthaken müsste bei einer Größe von 2/0 bis 3/0 super passen. Die Beisphasen sind sehr kurz und man sollte nicht zu früh aufhören. Bei meinem letzten Ausflug gab es in 8 Stunden, bis auf 2 kleine Hechte, nichts nennenswertes, doch dann ging es richtig ab! In 45 Minuten konnte ich 4 Barsche von 40 bis 44cm fangen.

ACHTUNG: Bitte drillt die Fische langsam!! Und: Das Gerät ist sehr wichtig und muss passen!

Meine Rute ist die Shimano Expride 168MH-2. da die sehr kurzen, aggressiven Bisse sicher verwandelt werden müssen, muss die Rute extrem schnell sein. Ein zweites Mal beißen die misstrauischen Dickbarsche mit Sicherheit nicht…

Da in meinem Gewässer viel Holz, Bäume und Sträucher unter Wasser liegen, habe ich mich für eine MH-Rute (medium-heavy) entschieden, um eine Flucht in das Unterholz zu verhindern und gegen zu halten.

Eine Rolle mit hoher Übersetzung (7,4:1) ist zum Jiggen von Vorteil um mit ca. 2 Kurbelumdrehungen einen schönen Sprung des Köders unter Wasser zu erzeugen. Meine Bremse ist relativ fest eingestellt, damit beim raschen Anhieb der Haken auch gesetzt werden kann.

Wer lieber mit der Stationärrolle fischt, sollte vom Bellyboat eine Rute mit ca. 2,10m wählen. Ideal ist ein Wurfgewicht von ca. 7-21g. Eine 2500er Rolle ist für diese Angelei ausreichend. Ruten wie die Zodias 270MH  oder die Expride 166M kann ich wärmstens empfehlen.

Sehr wichtig ist auch die Schnur. Sie ist die direkte Verbindung zwischen Dir und dem Fisch! Die Schnur, die ich auf meiner Rolle fische, ist die Shimano Kairiki in 0,18mm. Bei der Schnur gehe ich lieber auf Nummer sicher und wenn man die 18er Kairiki mit anderen Schnüren in der Stärke vergleicht, fällt auf das die Kairiki deutlich dünner ist. Mir kommt die 18er vor wie eine 15er. Ich fische diese Stärke weil es proportional auch zu dem Fluorcarbonvorfach passt, welches ca. 0,33-0,35mm Durchmesser beträgt. Die Farbe Mantis Green ist zum Jiggen perfekt, da man es sehr deutlich erkennt, wenn der Köder den Grund erreicht und sie einen guten Kontrast zur Wasseroberfläche bildet.
Viel Erfolg am Wasser und allzeit straffe Schnüre 🙂

Joshi

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

sechzehn − 14 =