G.Loomis GLX Distance – wie für mich gemacht!

Hallo Leute,

mit großer Freude möchte ich Euch heute ein edles Gerät vorstellen: die Fliegenrute GLX Distance von G. Loomis. Im aktuellen Shimano Katalog werden nicht viele Worte um diese Rute gemacht:

entwickelt für die Stillwasser-Distanzfischerei

extrem schnelle Aktion mit enorm schnellem Lift

TIC (Titanium Carbide) Einstegringe bieten eine tolle Schnurschussfähigkeit

Diese sparsame Beschreibung traf mich voll ins Mark! Genau das brauche ich für meine Angelei auf Barsch, Rapfen und Meerforelle in der heimischen Havel und an der Ostsseküste…

Es gibt in dieser Serie drei Modelle für die Schnurklassen 6-8. Sie sind allesamt 10`(Fuss) und damit 3m lang. Sie sind dreiteilig und mit einem ausgprägten “Fighting-Butt” ausgestattet.  Das ist eine Verlängerung des Griffteils nach unten. Den Butt braucht man, um beim Drill großer Fische mehr Druck aufbauen kann, indem man die Rute am Unterarm abstützt oder sogar in die Hüfte stemmen kann.

Als ich mit zittrigen Händen die “Distance” in der Klasse 7 zu einem ersten Testangeln aus dem kultigen Schutzrohr und dem Samtfutteral nahm, merkte ich gleich: diese Rute hat mit einer filigranen Fliegenrute zum Angeln in Kleingewässern nicht viel gemein. Sie äußerst kräftig und steif. Ich traute ihr sofort und ohne weiteres meine geliebte Shimano Biocraft Schwimmschnur in der Klasse 8 zu. Mit der für mich vielfach bewährten Biocraft Fliegenrolle 7/8 war absolut sie ausgewogen bestückt. Mir gefällt darüber hinaus sehr die schlichte Eleganz der Rute in anthrazit-matt, der hochwertige klassisch gestaltete Griff aus allerfeinstem Kork schmiegt sich erstklassig in die Wurfhand…

An die für mich unvergleichliche Schnelligkeit der Rute musste ich mich durchaus erstmal gewöhnen, aber dann ging “die Luzie auch richtig ab!” Mit eigentlich stark wurfbremsenden größeren Streamern und Poppern macht die Distance schlicht und ergreifend kurzen Prozess. Besonders angenehm (und neu) fand ich, dass mir auch problemlos sehr akzeptable Gegenwindwürfe gelangen. Den Namen Distance hat sie zurecht, einfach eine Klasse für sich, das Teil. Das kennen wir auch aus anderen Angelarten: mehr Distanz erreicht einfach mehr Fisch!

Meine Erwartungen wurden absolut erfüllt, die Rute ist tatsächlich wie für mich gemacht. Und die Barsche haben mit gespielt, offenbar wollten sie auch einmal “edel” verführt werden…

Zum Schluss nochmal ein paar Worte zum Einsatz von Fliegengerät zum Angeln in nicht Fliegenfischer-typischen Angelsituationen, wie z.B die bei der Angelei auf Forellen und Äschen. Letztendlich kann man mit Fliegenruten alle Fische fangen. Es gibt die unterschiedlichsten Schnüre und Schussköpfe für alle erdenklichen Angelsituationen. Mit Sinkschnüren kann man z.B. auch in großen Tiefen angeln und Fische fangen. Das Erlernen und Ausüben der sehr speziellen Wurftechnik ist allerdings eine echte Herausforderung und möglicherweise auch Hürde für viele. Extrem faszinierend finde ich aber die notwendige Verbindung und Konzentation auf die Kräftewirkung im Wurf: das Erfassen und Umsetzen verschiedener Faktoren halte ich für ein sehr gesundes Training für Körper und Geist. Als “Teilzeitfliegenfischer” habe ich in den vergangenen Jahren erfahren: Fliegenfischen ist am Ende auch nur Angeln und ganz oft das erfolgreichste. Denn diese Art des Köderlaufs, z.B. bei einem von Hand eingestrippten Streamers bekommt man mit keiner Spinnangel- Köderführung hin.

In diesem Sinne, mit besten Grüßen, Jochen Dieckmann

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Ein Kommentar

  1. immer wieder toll, wie Du die Berichte schreibst. Da bekomme ich gleich wieder Lust auf’s (Klein-)Barsche zuppeln.

    LG von Michael Wiese

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