Shad Rap 4ever

Keine Rasseln oder ausgeklügeltes Weitwurfsystem. Der Shad Rap kommt ohne viel Schnickschnack aus.

Ein wenig zur Geschichte:

Als der Shad Rap 1982 auf den US Markt eingeführt wurde, brach im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ein regelrechter Hype um den Crankbait aus Balsaholz aus. Schnell sprach es sich herum, dass der neue Crank aus der finnischen Kunstköderschmiede sehr gute Ergebnisse bei verschiedenen Walleye-Tunieren erzielte. Die Nachfrage war so hoch, dass die Produktion sehr schnell an ihre Grenzen geriet. Ca. 600.000 Shad Rap‘s konnte Rapala 1982 liefern! Aber In einem Land mit fünfzig Millionen Anglern war das natürlich viel zu wenig und so wurden für die Shad Rap‘s auf dem Schwarzmarkt schnell bis zu 45 Dollar verlangt.

Heute, ca 36 Jahre später wurden weltweit über fünfzig Millionen Shad Rap‘s an den Angler gebracht und an seiner Beliebtheit hat sich nichts geändert!

Bass Pro‘s wie Mike Iconelli setzen noch heute bei Bass-Tounaments auf das alte Holz. Das muss doch was heißen!?

Ich selbst hatte ihn irgendwann Ende der Neunzigerjahre das erste mal an die Schnur geknotet. Damals war es die 7cm Version mit dem Farbcode P für Perch. Heute noch meine absolute Lieblingsfarbe! Gefolgt von S und SD, beides Weißfisch Dekore. Es gibt mittlerweile unzählige Farbdekore!Von Schock bis super natürlich. Ich bevorzuge für die großen Barsche ausschließlich natürliche Dekore.

Im aktuellen Rapala Katalog gibt es den SR in zwei verschiedenen Größen, sieben und neun Zentimeter. Mit beiden Größen liegt man je nach Jahreszeit eigentlich immer im Beutespektrum der dicken Barsche.

Die sieben Zentimeter Version kommt geworfen auf eine Tiefe von ca.2-2,5 Meter. Das größere Modell taucht bis zu 3,5 Meter tief. Geschleppt kommen beide ca. nochmal einen guten Meter weiter runter.

Die Führung gestaltet sich relativ simpel: Ich führe den Shad Rap meistens schnell mit einigen kurzen Spinstops.Sehr oft kommen beim Wiederbeschleunigen die Bisse!

Aber hier heißt es probieren! Je nach dem wie aktiv die Fische sind, lässt sich die Führung leicht anpassen. Idealerweise hat die Tauschschaufel immer wieder Grundkontakt, darauf fahren die Dicken an manchen Tagen so richtig ab!

Durch die simple Führung lässt sich schnell eine große Wasserfläche nach aktiven Barschen absuchen. Typisches „Cranken“ halt.

Aber was macht gerade den Shad Rap für mich so attraktiv auf große Barsche? Gibt’s doch hunderte von Crankbaits in nahezu allen Formen und Farben auf dem Markt zu bestaunen… Richtig krasse Rassel-Sounds in den unterschiedlichsten Klängen gibt es da. Auch läuft er im Gegensatz zu den anderen Crank‘s schon fast langweilig dezent.

Genau aus diesem Grund! Er macht keinen Krach und kommt relativ dezent um die Ecke gewobbelt.

Es hat sich gezeigt, dass die großen Barsche in vielen Gewässern echt zickig sind. Im direkten Vergleich hat er sich oft bewiesen und hat genau dann gefangen, wenn seine Krawallbrüder verschmäht wurden.

Wahrscheinlich lassen mich auch meine Erinnerungen so ins Schwärmen kommen, hab ich mit ihm doch viele meiner ersten großen Barsche fangen können! Und auch heute noch bringt er mir zuverlässig richtige Koffer ans Band. Und dann war da noch mein PB, auch auf den guten alten Shad Rap gefangen!

Ich hoffe ihr könnt meine Verbundenheit zu dem Shad Rap etwas nachvollziehen 😉

Wenn ihr noch Fragen habt, könnt ihr mich gerne kontaktieren.

Viel Glück und dicke Barsche!

Olli

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