Shimano Barsch-Guide

Es ist mittlerweile Ende November, meine Saison auf die großen Kirschen ist bereits in vollem Gange.

Ich möchte euch in den folgenden Zeilen einen kleinen Einblick in meine Auswahl an Tackle und Vorgehensweise geben.

Fangen wir an mit dem Fischen vom Ufer an großen Flüssen. Hier fische ich gerne etwas schwerere Ruten als man es vielleicht vom Barschangeln gewohnt ist. Das liegt einerseits daran, dass die Großbarsche, Zander und Hechte aus Rhein, Main, Mosel usw. wesentlich stärker unterwegs sind als ihre Artgenossen in stehenden Gewässern.

Zum anderen beherbergen Flüsse viele Hindernisse wie Kanten, Steinpackungen und andere Hindernisse. Hier brauch ich einfach eine Rute mit mehr Rückgrat, um auch mal einen stärkeren Fisch sicher um ein Hindernis herum lenken zu können. Ich bevorzuge hier Ruten mit einer Länge von 2,40 bis 2,70 Meter. Längere Ruten haben nicht nur den Vorteil der höheren Wurfweite! Nein, mit einer langen Rute lässt sich der Köder nicht nur besser animieren, er lässt sich durch den besseren Winkel auch über Kanten lupfen und verringert somit auch die Gefahr von lästigen Hängern.

Diese Ruten kommen bei mir zum Einsatz:

Technium STEC710MH 2,40m 14-42g
Sustain SUSSAX90H 2,74 14-56g

Rollen:

Sustain 2500HGFI
Stradic 2500FB

Nun geht es vom Ufer an unsere stehenden Gewässer wie Baggerseen, Talsperren, Hafenbecken usw. Hier benutze ich wieder etwas leichtere Ruten als noch in den großen Flüssen. Die Länge verändert sich nicht, nur die Ruten werden wieder etwas leichter.
Diese Gewässer geben einem meist die Möglichkeit, auch mal einen stärkeren Hecht oder Zander im Drill ein wenig Platz zu geben und ihn so trotzdem sicher zu landen. Zielfisch bleiben aber die großen Barsche. Diese machen, wenn es das Gewässer erlaubt, an leichterem Gerät einfach mehr Spaß!

Hier fische ich diese Kombo:

Sustain SUSSXA78M 2,40 7-35g, mit der Vanquish 2500HGSFA

Jetzt gehts ab aufs Boot. Hier unterscheide ich zwischen tiefen Gewässern wie Talsperren und flachen klaren Großgewässern. In den tieferen Gewässern wie meinem Hausgewässer, dem Edersee, fische ich gerne etwas kürzere Ruten. In der Regel haben sie eine Länge von 1,90 bis 2,20 Meter. Hier kommt es nicht auf hohe Wurfweiten an. Die kurzen Ruten lassen sich auf dem Boot einfach besser händeln.
Auch dürfen sie hier etwas leichter ausfallen. Vom Boot aus lässt sich hier eigentlich jeder Fisch sicher landen.

Ruten:
Poison Adrena 270M 2,18m 5-15g (Diese Rute wird nichtmehr hergestellt!!!es finden sich noch ein paar wenige im Handel, echt eine geniale Barschrute)
Expride 265ML2 1.98 4-12g

Rollen:
Vanquish 2500HGSFA
Sustain 2500FI

Auf den flachen meist klaren Großgewässern habe ich in den letzten Jahren die Erfahrung gemacht, dass gerade die wirklich großen Stachelritter eine gewisse Scheu vor meinen Boot zeigen. Ich glaube nicht, dass das Boot an sich ist das Problem ist. Eher liegt es wohl an meinem Echolot und dem ständig brummenden E-Motor. An anderer Stelle werde ich diesbezüglich nochmal näher auf meine Erfahrungen eingehen, wirklich interessant. Aus diesem Grund fische ich hier auch vom Boot wieder die gleiche Kombo wie vom Ufer: Sustain 2,40m 7-35g mit der 2500er Vanquish.

Wieder auf große Distanz kommen ist hier wichtig, so dass die Barsche das Boot erst mal nicht direkt auf dem Schirm haben.

Wie ihr sicher schon bemerkt habt, nutze ich fast ausschließlich Rollen mit hoher Übersetzung. Nein, ich bin nicht zu faul zum Kurbeln 😉 Nur fische ich selbst bei klirrender Kälte super schnell! Was mir eine hohe Übersetzung definitiv erleichtert. Viele werden sich vielleicht fragen warum das? Liest man doch in der Regel, dass der Köder im kalten Wasser sehr laaaaangsam geführt werden soll!? Aber gerade die Großen wollen meines Erachtens auch im tiefsten Winter schnelle Köder!

Wo wir dann bei der Führung wären: Ich bevorzuge eine schnelle und zackige Führung mit schweren Köpfen von min. 14 Gramm, eher noch schwerer. Auch fische ich im Winter relativ flach, manchmal nur in einem Meter Wassertiefe! Ich kann jedem nur empfehlen, der bei niedrigen Temperaturen lieber in den tieferen Bereichen fischt, es mal mit Vertrauen und Ausdauer im flachen Wasser, direkt an der Steinpackung zu versuchen. Man glaubt es manchmal nicht, in was für niedrigen Wassertiefen die Dickbarsche auf die Jagd gehen!

Bei den Ködern benutze ich gerne schlanke Gummis in den Längen von 8-12cm in natürlichen Dekoren.

Ich hoffe, ich konnte euch einen kleinen Einblick geben, mit was ich wann, wie und wo auf die dicken Gestreiften fische. Vielleicht konnte ich auch den einen oder anderen einen kleinen Tipp geben oder Tackle-Fragen beantworten.

Falls ihr Fragen habt könnt ihr mich gerne über Facebook kontaktierenoder hier in die Kommentare schreiben.

tight lines
Olli

 

Speichere in deinen Favoriten diesen permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

10 + neunzehn =