Shimano Yasei Spinning Perch White – in der Praxis

Wie bereits im ersten Rutenbeitrag angekündigt, begleitete mich die Yasei Spinning Perch bei meinen Angelausflügen der letzten Wochen. Ich wollte u.a. herausfinden welches Köder- und Gewichtsspektrum mit ihr zuverlässig geangelt werden kann.

Zuerst ging es an den Forellenbach. Ich hatte die Hoffnung, dass die Forellen noch immer Lust auf große Köder in Form von Wobbler und Spinner hatten. Mit am Start waren einige Rapala Countdown Wobbler, Blue Fox Spinner, Gomoku Spin Jigs von Storm und einige Gummifische. Sämtliche Köder ließen sich mit der Rute punktgenau zu den vermeintlichen Unterständen der Forellen befördern. Auch Unterhandwürfe, die am Bach auf mittlere Distanzen präzise sitzen müssen, klappten damit prima.

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Nur die Forellen waren nicht in Beißlaune. Mit Gummifischen und Spin Jigs im Bereich bis 6 Gramm konnte ich noch einige kleine überlisten. Die beiden Fliegenfischer, welche gleichzeitig mit mir am Bach waren, fingen eindeutig mehr und auch größere Forellen. Der Grund dafür: die Maifliegenzeit. Die Forellen haben ab dieser Zeit ein großes Angebot an kleinen natürlichen Ködern. Dem entsprechend ändert sich das Beuteschema und der Fokus liegt auf diesen kleinen Köder.

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Mit den Barschen lief es anders. Die Laichzeit war lange vorbei und sie hatten ordentlich Kohldampf. Insbesondere beim Barschangeln vom Boot, aufgrund der Scheuchwirkung, aber auch vom Ufer, ist es mitunter von Vorteil die Barsche aus möglichst großer Distanz zu beangeln. Genau hier zeigt sich ein sehr markantes Detail der Rute als Trumpf: Das für Ultra Light Ruten recht lange Handteil.

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Für einige Angler sicher ein Grund, sich gegen diese Rute zu entscheiden. Aber genau mit diesem langen Handteil hat man die maximale Hebelwirkung beim Wurf, um die Ultra Light-Köder auf passable Weiten mit dieser kurzen Rute zu bringen. Der Rutenblank lädt sich dabei extrem kraftvoll auf. Das macht die Shimano Yasei Spinning Perch White zu einer echten Weitwurfrute.

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Der Rapala Countdown in Pearl UV in 5 cm und Gomoku Spin Jigs waren die Favoriten der Barsche. Mit den Gomokus kann man sehr gut verschiedene Tiefenbereiche beangeln. Grundnah und im Mittelwasser brachten sie die Barsche. Mit den Rapala Countdowns fischte ich die oberen Wasserbereiche ab. Wobei sich der Rapala Countdown in Pearl UV als besonders fängig erwies. Er fliegt ohne auszubrechen ins Zielgebiet, kommt zügig auf Tiefe und wenn der „kleine Weiße“ ein bischen angetwitcht wird, kann kaum ein Barsch wiederstehen.

Wenn es mit Hardbaits nicht lief, montierte ich das eine oder andere Rig ans Band. Bullet- und Drop Shot Weights von 2 bis 12 Gramm ließen sich mit der Yasei Spinning Perch White optimal anbieten. Gerade das Drop Shotting brachte einige gute Barsche. Hier kamen alle Kontaktinfos zuverlässig im Handgelenk an und mit der sensiblen Spitze war die Köderführung gut möglich.

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Kombiniert habe ich die Rute mit einer 1000er Rarenium Ci4+ auf deren Spule sich eine Sufix Nanobraid in 0,08mm befindet.

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Fazit:Die Shimano Yasei Spinning Perch White ist eine Ultra Light Rute mit der man Spinner, Wobbler und diverse Rigs im Bereich von 3 bis 12 Gramm zuverlässig angeln kann. Wem es wichtig ist mit einer kurzen UL Rute auch die entscheidenden Meter weiter zu kommen, sollte sich diese Weitwurfrute beim Fachhändler ansehen.

PS: Diese Kombo wird mich am 27.06.2015 beim WPC Streetfishing Event in Holland begleiten.

Euer Eric

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