Stationärrolle füllen

Hier will ich kurz zeigen, wie man geflochtene Schnur auf eine Stationärrolle spult. Gemeint ist die Füllung der Spule mit neuer (oder von mir aus auch mit gebrauchter) Schnur.

Die Rolle an das Handteil einer Rute schrauben, die zur Kombination mit einer Sationärrolle gedacht ist. Damit die Geflochtene nicht auf dem Spulenkern rutscht, muss ein bisschen Monofil um den Kern gewickelt werden.

Los geht’s:

Mono durch den Leitring fädeln.

Mit einem Grinner-Knoten eine Schlaufe bilden, die sich zuziehen lässt.

Den Rollenbügel öffnen.

Die Schlaufe um den Spulenkern legen.

Festziehen. (Dazu muss man nur am langen Ende ziehen. Wenn man die Schnur befeuchtet, geht das super fluffig.)

Das kurze Schnurende so legen, dass es nicht am Rand überstehen kann (man hätte etwas kürzer abschneiden können – so musste ich es diagonal legen).

Mono drüber spulen. Kontrollieren, ob das überstehende Stück auch sauber unter den ersten Wicklungen vergraben ist.

Weiter füllen. Und zwar so weit, bis man das Gefühl hat, dass jetzt noch 100 bis 150 m Geflecht drauf passen. In diesem Fall hätte man noch etwas mehr Mono draufhauen können.

Geflecht und Mono mit einem schlanken Knoten verbinden. Hier empfehle ich ausnahmsweise den Albright, von dem ich ansonsten nicht so viel halte.

Den Verbindungsknoten mittig auf der Rolle platzieren und darauf achten, dass die überstehenden Enden schnell eingeebnet werden können. Dazu knickt man sie leicht ab.

Die Spule mit der Geflochtenen aufrecht stellen. Mit der Großspule ist das einfach. Man kann sie z.B. in den Papierkorb legen. Eine kleine Spule legt man am besten in einen mit Wasser gefüllten Eimer und kurbelt so schnell, dass sie sich aufrichtet. So kommt wenig Drall in die Schnur.

Bis 1 mm vor die Kante aufspulen. Fertig. Wer die Rolle zu voll macht, wird am Anfang Schnursalat produzieren. Ist die Rolle nicht ordentlich gefüllt, büßt man Wurfweite ein.

 

Mir macht das Rollenbespulen ein bisschen Spaß.

Schönen Tag euch!

Johannes

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2 Kommentare

  1. Hallo Johannes,

    wenn der Albright-Knoten so gebunden wird wie auf dem Foto, hält er wirklich nicht (viel).
    Nicht das Mono wird um das Geflecht gelegt, sondern das Geflecht um das Mono.
    Es sollten auch mindestens 10 Wicklungen (je mehr desto besser (jedoch max. 20, damit er noch “rutscht” um ihn fest zu ziehen zu können)) sein.

    Viele Grüße
    Alex

    • Sehr gut gesehen. Stimmt. Das war verkehrt rum. Habe ich in dem Fall gelassen. Weil dünn ist er auch und hier muss der Knoten nix tragen. ABER: Auch wenn man ihn richtig herum bindet und doppelt nimmt (verbesserter Albright) ist er einer der schlechteren Verbindungsknoten. Mach mal nen Test: Binde ein Stück Mono mit einem FG-Knoten oder einem Doppelten Grinner zusammen. Lasse Dir jeweils 40 cm Mono und Geflecht. Undd dann nimmst Du das gleiche Stück und bindest die beiden übrigen Enden mit einem Albright zusammen. Und dann reißt Du das Ganze unter stetem Zug auseinander. Das machst Du 10 mal. Ich mach ne Wette, dass das Konstrukt mindestens 7 mal am Albright reißt, wenn Du den FG oder den Doppelten Grinner sauber bindest.

      Ich hätte das nochmal binden sollen. Ich mach so selten Albrights, dass ich das verkehrt rum gebunden habe. Aber bei ner 15er PowerPro und ner 25er Mono wars mir dann egal und ich dachte, dass das eh keiner sieht. Da hab ich die Rechnung ohne den Alex gemacht.

      Unterm Strich führt bei den Schnurverbindern nix am FG-Knoten vorbei. Den muss man können als Spinnfischer. Keiner ist besser.

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