Die perfekte Bass-Rubber-Kombo

Heute nur ein gar kurzer Beitrag. Wie ihr bald sehen werdet, bzw. gesehen habt und auch schon merhfach lesen durftet, haben Dustin und ich auf Sardinien mit unterschiedlichem Erfolg mit Rubberjigs geangelt. Dustin hat das sehr gut gemacht. Ich kann mich über Bisse auch nicht beschweren. Nur meine Bissverwertung war unter aller Sau. Das kenne ich überhaupt nicht von mir und wenn ich ehrlich bin, hat das auch ein bisschen genervt. Wie gesagt: 3 Wochen Straflager. Rubber-Training. Auf Barsch bin ich da echt gut. Rubber-Jigs sind mit meine Lieblingsköder und haben mir schon viele schöne Flussbarsche gebracht. Mit T-Rig und Carolina auf Blackbass? Kein Problem! Aber die Kombo Rubber-Jig und Bass bereitet mir unerklärliche Probleme. Das Hagane-Video hätte ich z.B. auch noch mit einem guten Bass veredeln können. Leider habe ich kurz vor Drehschluss einen mächtigen Biss – den härtesten der ganzen Tour – versemmelt.

Wie wir gerubbert haben?

MH-Rute (beide mit der Expride 168MH2), Baitcaster (ich mit einer Metanium und Dustin?) und dickem Fluorocarbon (0,30er bis 0,40er). Die Kombo wird bei mir genau so gelassen und dann in Spanien so lange gefischt, bis alle Bass kleben bleiben, die meinem Rubber ins Maul nehmen und wegtragen wollen.

Ab und an habe auch ich einen Bass erwischt. Dustin hat am mindestens ein Drittel mehr Fische gefangen. Wenn das 3 Tage lang so geht, kann man da von einem Trend sprechen. Bzw. von einer kleinen Rubberkrise…

Ich melde mich, wenn es was Neues gibt, an der Rubberfront. Und bestimmt auch schon vorher.

Johannes

Peacock-Bass-Tackle

Gemeinsam mit Arndt Bünting (Redaktion FISCH & FANG) ging es im August des vergangenen Jahres in den brasilianischen Urwald, um am Amazonas und an seinen Nebenflüssen dem Peacock Bass nachzustellen. Der Tucunare, wie ihn die Einheimischen nennen, gilt als einer der kampfstärksten Süßwasserfische überhaupt. Spektakuläre Köderattacken und spannende Drills sind garantiert. In der März-Ausgabe der „Fisch und Fang“ hat Arndt seinen Reisebericht veröffentlicht. Das dazugehörige Video ist auf der Abo DVD zu sehen (weitere Infos: www.fischundfang.de).

Auf vielfachen Wunsch erläutere ich hier noch mal, welches Tackle bei der Pirsch auf den „Pfauenbarsch“ wirklich Sinn macht.

 Multi oder Stationär?

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Was darf es sein?

Beide Rollentypen haben ihre Vorzüge und wer den sicheren Umgang damit beherrscht, sollte auch beide Modelle mitnehmen. Nicht das wir uns falsch verstehen: Niemand muss nun auf Biegen und Brechen den Umgang mit dem einen oder anderen Rollentypen erlernen, um auf Peacock fischen zu können. Fischt das, womit ihr Euch wohlfühlt.

Mit einer Multirolle kann ich in aller Regel die Köder präziser platzieren und flacher auswerfen. Letzteres Argument gewinnt an Bedeutung wenn man weiß, dass man häufig im Dickicht angeln muss und immer wieder überwachsene Unterstände anwirft. Zudem kommen Multirollen auf Dauer besser mit den Widerständen zurecht, die große Oberflächenköder beim Einholen erzeugen.

Dsc 300

Urwald-Angeln vom Feinsten…

Stationärrollen sind klar im Vorteil wenn es darum geht, Köder immer wieder schnell einzuholen und Jigs gefühlvoll zu präsentieren.

Kurt

Das sind schon echt tolle Fische, oder?

 

Mono oder Geflochtene?

Die Diskussion um die richtige Schnur können wir kurz halten. Am Amazonas machen nur die dehnungsarmen „Braided Lines“ Sinn. Immer wieder müssen die Fische aus Unterständen herausdirigiert werden. Zudem wird mit recht hohen Tragkräften gefischt. Der dünnere Durchmesser geflochtener Leinen (im Verhältnis zu monofilen mit derselben Tragkraft) ermöglicht es mehr Schnur aufzuspulen. Bei besonders großen Fischen können das die entscheidenden Meter sein.

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Die Schnurfrage stellt sich erst gar nicht.

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Hier sieht man auch warum: Die Fische stehen hier sprichwörtlich mitten im Holz.

 

Wenn das Gepäckvolumen es zulässt, empfehle ich vier Kombos mitzunehmen. Damit ist man dann wirklich auf jede Angelsituation im Peacock –Revier optimal eingestellt:

Baitcaster Kombo 1

Rute:              Yasei Crankbait, 2,00m, WG bis 28g
Rolle:             Curado 201 E 7
Schnur:         Power Pro, Green, 0,19mm, Tragkraft bis 13 kg

Eine leichte, steife Rute mit einer schnellen Spitzenaktion. Super ausbalanciert mit der Curado, die ausreichend Leine des genannten Durchmessers aufnehmen kann. Eine perfekte Kombo für kleinere Oberflächenköder, Wobbler und Spinnerbaits und mit ausreichenden Kraftreserven im Drill.

Baitcaster Kombo 2

Rute:              Yasei Jerk, 2.00m, WG bis 110g
Rolle:             Calcutta 201
Schnur:         Power Pro, Green, 0,32mm, Tragkraft bis 24 kg

Mit diesem Set bringt ihr schwere Oberflächenköder und größere Wobbler auf Kurs. Die hohen Schnurtragkräfte sind notwendig, um kapitale Brocken aus dem Unterholz dirigieren zu können.

Spin-Kombo 1

Rute:              Yasei Speed Jigging, 2.15m, WG bis 28g
Rolle:             Twin Power 2500
Schnur:         Power Pro, Green, 0,19mm, Tragkraft bis 13 kg

Für mich erste Wahl, um die fängigen Bucktail-Jigs weit auszuwerfen und schnell einholen zu können.

Spin-Kombo 2

Rute:              Yasei Spinning Pike, 2.50m, WG bis 120g
Rolle:             Twin Power 4000
Schnur:         Power Pro, Green, 0,32mm, Tragkraft bis 24 kg

Diese Kombo setze ich dann ein, wenn die Peacocks auf Tempo stehen. Das kommt regelmäßig vor. Mit einer Stationärrolle lassen sich die höheren Schlagzahlen einfach ermüdungsfreier als mit einer Multirolle fischen.

Ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr schon bald mal die Gelegenheit habt, diese kampfstarken und wunderschönen Fische zu beangeln.

Peacock

Das hat RICHTIG Spaß gemacht!

Tight Lines,

Jürgen Haese