Searchbait meets BaitFinesse-Kombo

Ich hab’s ja bereits geschrieben. Die Angel-Flamme lodert wieder in mir. Zwar habe ich mich entgegen meiner Ankündigung am Mittwoch doch nicht in den Sturm geschmissen, aber dafür war ich heute früh schon realtiv zeitig aufm Wasser und werde auch morgen, übermorgen und überübermorgen Angeltermine wahrnehmen. Viele Köder brauche ich derzeit nicht mitschleppen. Eigentlich reicht mit eine kleine Box, in der es sich sechs 9 cm-360GTs nebst ihren Ersatzschwänzen bequem gemacht haben. Manche Leute meinen ja, das Angelleben als Teamangler sei kompliziert. Immer müsse man liefern. Man würde gezwungen, mit Dingen zu fischen, zu denen man kein Vertrauen hat. Das Gegenteil ist der Fall. Es ist voll einfach: Man schaut sich einen Köder aus, will ihn testen, um eine Aussage treffen zu können, schraubt ihn an die Rute und angelt ihn ein paar Tage lang durch. Natürlich will man immer, dass das Ding besser fängt als alles andere. Doch dieser Köder, der immer alles andere niederrockt, muss noch erfunden werden. Ich bezweifle, dass es so was geben kann. Und so sucht man sich Angelsitutionen aus, die zum Köder X passen. Im Falle des GT360 ist das flaches Wasser. Kraut ist sicher nicht schlecht. Und dann müssen da halt Raubfische da sein. Wenn man mit dem 9 cm-Modell angelt, wäre es von Vorteil, wenn es Lauben oder andere schlanke Beutefische gäbe. Und Barsche oder Hechte, die Bock auf diese Beute haben.

Sieht geil aus, oder? Der Jigkopf ist aus Plastik mit Bleikern. Im Inneren ist noch eine Rassel. Ganz weit vorne, das Teil.

Ergo fische ich derzeit viel im Flachwasser. Am Dienstag und heute in der Müggelspree. Da schwimmen auch diese Lauben rum. (In Berlin heißen die Ukkis, Ukels oder sogar Ukelse.) Bedauerlicherweise aber nicht wirklich viele fette Barsche und noch weniger Hechte. Aber ein paar Fische kommen immer zusammen, wenn man fleißig schmeißt. Auf einen 9 cm-Gummifisch gibt’s natürlich viele Fehlbisse von der 15-20 cm-Barsch-Fraktion. Aber ab und an bleibt einer hängen. Und die Hoffnung angelt immer mit, dass man mit dem großen Köder ja auch mal einen großen Ausreißer fangen kann.

Dem war heute nicht so. Mein größter Barsch war vielleicht nicht einmal 30 Zentimeter lang.

Wenn ich auf der Müggelspree fertig bin, kann ich auf jeden Fall sagen: Ich hab sie abgescannt.

Den zweitgrößten serviere ich mit Live-Biss!

Und wenn auf meine Köder nix Großes kommt, lags auf keinen Fall am Platz. Ich fische den Graben einmal komplett durch.

Und ein paar kleinere gab’s obendrauf.

Blendet euch die Sonne auch so? Die Cam kneift jedenfalls erstmal die Linse zu.

Die Bisse sind oft ganz schön hart – auch die kleinen Barsche nehmen den Köder oft voll.

Kann schon am Rasselkopf liegen. Oder dem heftigen Lauf (der Schwanz propellert wild, den Körper kippt es von einer Seite auf die andere).

Ihr kennt den Köder noch nicht, obwohl wir dauernd davon schreiben? Dann schaut doch mal hier das 360GT-Feature an.

Aber kommen wir mal ganz kurz auf die Überschrift zu sprechen: Im letzten Blogeintrag war was von zwei Kombos zu lesen, die ich mir für diese Angelei zurecht gemacht habe. Die habe ich beide am Steg getestet. Und danach war klar: Es würde heute ein BFS-Searchbait-Tag werden. Die 12-Gramm Adrena, die Alde Limited, 10er Kairiki, 25er FC und eine kurze 2,7kg-1×7-Titan-Spitze sind wie gemacht für den kleinen GT. Der kommt an einem 3,5 Gramm-Kopf daher und bringt sicher selber nicht viel mehr als 5 Gramm Gewicht mit. Damit lädt sich die Rute super auf. Ich bin von 18er FC auf 10er Geflecht umgesetiegen, weil die Rute schon recht weich ist und sie mir zusammen mit dem FC zu wenig Wumms hatte. Ich muss viel Gras abschütteln und brauche da ein bisschen mehr Power.

Oh Mann. Das macht so Spaß. Morgen geht’s weiter. Dann aber auf einem Barschsee mit 40er-Option. Mal schauen, ob’s scheppert.

Das wünsche ich euch. Am besten schon heute. Ob im Kopf oder an der Angel – euer Ding 🙂

Johannes

BFS-Baitcasting: 3 verschiedene Ruten/Rollen-Kombos

Ich werde in letzter Zeit oft nach leichten Baitcast-Kombos gefragt. Überhaupt scheint es mir so, dass gerade die zweite oder dritte BC-Welle anrauscht. Leute, die sich bis jetzt nicht rangetraut haben, wollen es mal versuchen und der Nachwuchs will erst gleich gar nix anderes fischen als eine Cast-Kombo.

Ich kann euch da nur bestätigen. Relativ lange hat’s gedauert, bis ich zum Sprung ins kalte Wasser angesetzt habe. Und wenn ich jetzt sehe, wie viel Spaß mit das Gecaste macht, muss ich sogar konstatieren: ZU LANGE. Aber ich hab ja noch locker 40 Angeljahre vor mir. Insofern muss ich den verpassten Freuden nicht hinterherweinen – zumal das Fischefangen mit der Statio ja auch ganz gut Spaß macht. Das Werfen allerdings ist mit der Baitcaster schon ganz schön viel toller. (Ich arbeite an mir, das Wort „geil“ aus meinem Wortschatz zu drängen, was in diesem Zusammenhang schwer fällt.)

Warum? Das Umklappen entfällt. Die Bewegungsabläufe machen Laune. Und vor allem: Man kann die Wurflänge wunderbar kontrollieren und die Köder wirklich auf den Zentimeter genau vor den Einständen absetzen. Außerdem ist da technisch noch viel mehr drin. Vielleicht schaffe ich es ja irgendwann auch mal, mich mit dem Skippen auseinanderzusetzen.

Blablabla. Eigentlich geht’s hier aber ja um die Gerätekonfiguration zum leichten Baitcasten, so wie wir das in der letzten BATV-Folge am Forellenbach praktiziert haben. (In einer der nächsten Folgen werden wir das noch einmal genauer unter die Lupe nehmen.)

Bevor ich aber jetzt jedem einzeln sage, was für eine Kombo ich da fische, zeige ich hier 3 Optionen aus unserem Programm auf und kann dann immer hierher verlinken.

Also: Die Rolle ist immer die gleiche. Und zwar fische ich eine Aldebaran BFS. Im Moment noch die Limited aus den letztjährigen Katalog. Ab Juli dann wohl das Nachfolgermodell, das wohl noch niedrigere Gewichte schmeißen können soll als die Limited. Wobei das eigentlich gar nicht nötig ist. Mit der entsprechenden Rute wirft auch die Limited 4 Gramm. Was auch nicht nötig ist, da meine Wobbler alle etwas schwerer sind. Und hauptsächlich nehme ich die BC zum Wobbeln und für Finesse-Geschichten (z.B. Rubber-Jigs, die mit Trailer auch immer mehr als 5 Gramm wiegen).

Das Werfen mit der „Alde“ ist absolut stressfrei. Ich habe noch nie eine gutmütigere Rolle gefischt. Und wenn ich problemlos mit kleinen Ködern werfen kann, könnt ihr das auch. Ich bin alles, aber kein Casting-Gott. (Siehe auch BATV-Folge 20, Minute 2:03.)

Noch kurz zur Aldebaran BFS: Das Teil kostet ein bisschen was, aber das haben diese BFS-BCs so an sich. Da wird halt auch nur sehr hochwertiges Material verbaut, damit die Spule auch schnell anspringt und konstant weiterläuft.

 

Bei unseren Ruten habt ihr die Wahl zwischen 3 verschiedenen BFS-Modellen aus unterschiedlichen Preissegmenten:

 

Poison Adrena 166 L BFS

Sehnsucht! Das Twitchen auf dicke Barsche macht mit der Adrena BFS soooooooooooooooooooo… enorm Spaß. Ich kann den nächsten Ausflug in die Kirschen-Zone kaum erwarten.

Das Spitzenmodell mit Carbongriff, megatollen (ihr seht, ich bin dran) Rollenhalter und obergeilem Design (naja, kann nicht immer klappen). Länge: 1,98 m. Gewicht: 107 Gramm. Wurfgewicht:  4 bis 12 Gramm. Aktion: F für „Fast“. Ich liebe diese Rute, kann aber verstehen, dass sie so manchem etwas teuer erscheint. Sie lädt sich supergut auf, hat eine brutale Katapultwirkung und macht sich z.B. supergut zum Twitchen mit dem X-Rap in 8 cm (7 Gramm). Da ziehe ich dann übrigens Mono auf die Alde.

Über die Rute habe ich hier schon ein bisschen was geschrieben:

Unboxing: Poison Adrena 166 L BFS

BFS-Dickbarsch-Twitchen

Poison Adrena BFS: Eine neue Liebe…

 

Expride 165 L BFS

Da zerrt ein Wels, der den Rubber-Jig im Mittelwasser angegriffen hat. Ich bekomme den auch raus! Ein bisschen hat’s allerdings gedauert.

 

Preislich eine Etage unter der Adrena. Split-Grip aus Kork und EVA. Sehr schicker Look.  Mörderaktion. Megakatapult. Mit der habe ich schon Waller dressiert. Länge: 1,96 m. Gewicht: 110 Gramm. Wurfgewicht: 4 bis 12 Gramm. Aktion: XF. Das steht für „Xtra Fast“. Ist sie noch ein bisschen feiner als die Adrena? In jedem Fall nehme ich die noch lieber zum Rubber-Jiggen und fürs T-Rig, habe aber auch schon gecrankt mit ihr und getwitcht und sogar im Forellenbach Spinner geworfen. Macht die Expride BFS alles super mit.

Hier ein paar Berichte dazu:

Aldebaran und Expride BFS – Traumkombo zum feinen Baitcasten

BFS-Spinnern am Forellenbach

BFS-Kombo im Härtetest

 

Zodias 168 L BFS

Jochen mit einem BFS-Barsch. Er fischt die Zodias genauso gern wie ich meine beiden BFS-Ruten.

Unsere preiswerteste BFS-Cast-Rute. EVA-Split-Gip. Coole Optik (schwarzer Blank und Griff, Rollenhalter mit roten Applikationen). Länge: 2,03 m (damit ist sie unsere längste BFS-Rute). Gewicht: 105 Gramm. Wurfgewicht: 4 bis 12 Gramm. Aktion: FF (steht für F…ing Fast. Das darf jetzt niemand von Shimano lesen. Auf diese Art der Ansprache stehen unsere Japaner so gar nicht. Sie ist jedenfalls sauschnell.)

Diese Rute hat Jochen im Test und auch er hat schon ein paar Begeisterungs-Blögge gesetzt:

Forellenangeln mit der Zodias BFS

Großer Barsch mit Zodias BFS

 

So viel zum Thema BFS, Leude. Und jetzt wünsche ich euch allen ein sehrsehr tolles Wochenende 😀

Johannes

Unboxing: Poison Adrena 166 L BFS

Eigentlich bin ich lahmgelegt. Das Auto ist in der Inspektion, braucht ne neue TÜV-Plakette. Da böten sich Bürotage an. Es gibt noch einiges zu tun vor der anstehenden Spanientour. Geht aber nicht. Weil gestern so ein Paket ankam. Eins von den langen, die ich so liebe. Vor lauter Vorfreude und weil er so nett ist, habe ich dem GLS-Mann bei der Übergabe mal wieder ein Trinkgeld gegeben. Hatte ich mir schon eingesteckt, als ich ihm entgegenging. Wir verstehen uns sehr gut. Denn bei mir muss er mit den Paketen nicht bis in den vierten Stock hoch. Ich bin der Entgegengeher mit dem Grinsen im Gesicht. Ich bin der, der weiß, dass GLS nur gutes im Schilde führt bzw. in den Paketen hat. Ich also mit dem Paket wieder nach oben. Schnell eine Schere geschnappt und dann ran an den Tresor. (Seit einiger Zeit sind die Shimano-Kartons die Definition von Robustheit.)

Tataaaaa. Tatsächlich. Eine Adrena. Weil geil! Ich habe mir für die neue Saison exakt eine Rute ausgeguckt. Und zwar nur für euch. Denn ihr wollt ja alle den Unterschied zwischen Poison Adrena BFS und Expride BFS erklärt haben und zwischen neuer Aldebaran und der Limited. Auf vorletztere müssen wir noch ein bisschen warten. Dementsprechend wird’s erstmal auch nix mit dem ganz großen Vergleich. Aber mit einem reinen Brürotag wird’s eben auch nix. Ein bisschen Deluxe-BFS-Feeling muss ich schon nach draußen senden an diesem Donnerstag.

poison-adrena-166-l-bfs

Dazu springen wir nochmal zurück zur Paketöffnungszene. Ich ziehe also die Rute heraus aus dem Karton. Nehme die Adrena-Verpackung wahr, schaue aufs Schild und studiere den Text. Überschrift: „Poison Adrena 166L-BFS.“ Unterüberschrift: „BFS 66 Technical.“ Text: Japanisch (vier Zeilen). Dann steht da unten in der Fußzeile: „Spiral X. Ci4. BFS.” ‚Geil.‘ „Geil!“ Pause. „Wie geil!“ Pause. „Wie geil ist dass denn? Megaaaaa.“ Und dann packe ich sie aus, befreie sie vom Ballast der Etiketten, lege den schutzummantelten Carbon Monogrip frei. Halte sie in der Hand. Schwinge ein bisschen durch. Lasse sie wippen. Erspüre ihr kaum vorhandenes Gewicht. „Geil. Hammer. Ist ja der Wahnsinn. Boah ey. Krass.“

Jetzt der Auftritt meiner Freundin, die am Büro vorbeischlendert: „Du sagst Bescheid, wenn man Dir helfen kann? Ich dachte, Du hattest schon eine Angel.“ Jungs. Ich sag jetzt mal nix. Hier lesen ja auch zwei Frauen mit oder drei. Nur so viel: Würde ich den neuesten Schuheinkauf derart unempathisch kommentieren, wäre es nicht mit einem verständnisvollen Abnicken getan. Und einem gedachten ‚Weiber…‘ Ups. Naja, Mädels. Jochen kümmert sich in seiner nächsten Ansprache sicher um die angeknackste Angelfrauenseele. Ich muss mich jetzt um mein neues Babe kümmern. Schließlich ist die Kleine die einzige, ihrer Art, die ich mir für die neue Saison anschauen will. Ansonsten hab ich alles, was ich dringend brauche und ja, sie hat Recht, sogar ein bisschen mehr als das.

Was mache ich mit der?  Also bzw. wen schnalle ich da drauf? Die „alte“ Alde? Die Limited? Und wenn Limited dann mit Mono? Oder ziehe ich 40 m Geflecht drauf, damit ich ein bissl mehr über den Blank erfahre? Beantwortet sich ja von selbst. Ich werde die Limited von der Expride runternhemen, mit der Adrena BFS verkuppeln und ein bisschen Nanobraid drüberspulen. Ich hab da ja noch genau die richtige Ladung vom letzten Schnurtransfer (Geflecht gegen Mono).

Bevor ich mich zum Kanal aufmache, haue ich noch kurz die Poison Adrena BFS-Daten raus:

Länge: 1,98 m
Transportmaß: 1,98 m (einteilig)
Gewicht: 107 Gramm
Anzahl der Ringe: 12
Wurfgewicht: 4 bis 12 Gramm

Features: Carbon Monogrip (Blank geht ins letzte Griffteil über), Fuji K-Type Beringung, Spiral X-Blank, Ci4+ Rollenhalter.

poison-adrena-bfs-features

Ziemlich geil übrigens, wenn man sich auf Bildersuche bei Google begibt und „Poison Adrena 166 L BFS“ eingibt. Man könnte denken, ich fische das Teil schon ewig.

Der ganzen Dietelbilder-Flut zum Trotz ist dem aber nicht so. Deswegen: Tschüss! Ich hau jetzt Schnur auf die Limited und bin dann mal am Kanal. Evtl. komme ich nachher oder morgen mit ein paar Bildern wieder. Große Fische müsst ihr da aber nicht erwarten. Tue ich auch nicht. Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ich überhaupt eine rote Flosse sehe. Aber darum geht’s heute ja auch nicht…

Bis später!

Johannes

Mein bester Spree-Barsch-Tag ever!

Ich beschwere mich ja oft über unsere Spree. Klar. Wir haben viel Barsch hier. Und wer sich da richtig reinkniet, fängt auch mal nen Dicken. Es soll sogar Leute geben, die einigermaßen regelmäßig fette Kaliber fangen. Die Regel ist das aber nicht. Da muss man schon fleißig sein und die Bereitschaft mitbringen jeden Steg 10 mal abzuangeln, bis es mal richtig knattert. Aber ich möchte allen Spreeanglern, die sich im Moment gegen die Kleinbarsch-Invasion wehren müssen, Mut machen. Es kann immer der Tag der Tage kommen. Besonders im Herbst.

Ich hatte meinen Super-Barsch-Tag im vorletzten Jahr. Da war ich immer genau zur richtigen Zeit am richtigen Platz und habe da einen dicken Eumel nach dem anderen gefangen. Auf Rubber-Jig. Stilecht an der damals neuen BFS-Kombo.

Es ging erstmal überschaubar los...

Es ging erstmal überschaubar los…

... aber mit der Zeit wurden die Barsche ansehnlicher.

… aber mit der Zeit wurden die Barsche ansehnlicher.

Ich bin ja schon zufreiden, wenn ich einen solchen Fisch bei uns fange.

Ich bin ja schon zufreiden, wenn ich einen solchen Fisch bei uns fange.

Und wieder ist die Expride krumm. Was ist denn hier los?

Und wieder ist die Expride krumm. Was ist denn hier los?

Normal ist alles über 30 gut und alles über 35 top.

Normal ist alles über 30 gut und alles über 35 top.

Man könnte denken, das sind die gleichen Barsche.

Man könnte denken, das sind die gleichen Barsche.

Aber neeeeeeee! Man sieht es an den Streifen.

Aber neeeeeeee! Man sieht es an den Streifen.

Noch einer - und die werden eher größer als kleiner!

Noch einer – und die werden eher größer als kleiner!

Kann doch nicht sein. Ich war richtig geflasht.

Kann doch nicht sein. Ich war richtig geflasht.

Kennt ihr noch die Becker-Faust? Das hier ist die Barsch-Faust. Die kommt relativ selten auf der Spree. Aber an dem Tag kam sie oft.

Kennt ihr noch die Becker-Faust? Das hier ist die Barsch-Faust. Die kommt relativ selten auf der Spree. Aber an dem Tag kam sie oft.

Keine Ahnung, ob ich dieses Jahr nochmal so einen Tag erlebe auf der Spree. Für mich geht’s ja bald nach Spanien. Aber euch Berlinern und allen anderen, die hart befischte und schwierige Gewässer beangeln, drücke ich die Daumen. Möge die Macht mit euch sein und euch im richtigen Moment zum richtigen Spot führen.

Gas geben! Kämpfen. Dann wird’s irgendwann auch was mit den dicken Barschen!

Johannes

Mono-Wobbeln: Schnur-Transfer zur Raubfischsaison!

Es geht das Gerücht herum, dass man mit Twitchbaits nur fängt, wenn man sie richtig schnell durchs Wasser peitscht. Das kann während der Sommersaison richtig sein. Deshalb stelle ich meine Ruten für den Sommer auch nicht speziell auf „Wobbeln“ ein. Wenn es aber Herbst wird in Berlin, dann wird das dünne Geflecht, das meine Aldebaran zur warmen Jahreszeit ziert, auf eine andere Rolle gespult (ein einmaliges Umdrehen ist nach einem halben Jahr mit Einsätzen über Muscheln, am Holz und im Brackwasser eh nicht verkehrt). Und dann kommt da Monofile drauf – einer meiner wichtigsten Transfers für die englischen Wochen im Herbst und Frühwinter, die ja eine entscheidende Phase im Leben eines Raubfisch-Trainers darstellen.

Es soll Angler geben, die prinzipiell nix anderes mehr angeln und saisonübegreifend auf Fluorocarbon oder dehnungsarme Monofile setzen, weil diese beiden Schnurtypen weniger sichtbar und lautlos sind. Dafür dehnen sich FC (weniger) und Mono (ein bisschen mehr). Bis auf weiteres stehe ich auf den harten Kontakt zum Rubber-Jig oder Bullet – und fürs T-Riggen und Rubber-Jiggen nütze ich meine BFS-Kombo (Expride plus Aldebaran) neben dem Wobbeln eben auch hauptsächlich. Zum Wobbeln brauche ich den aber eigentlich nicht. X Rap & Co sprechen auch auf Schläge ins Fluorocarbon oder in die Monofile voll gut an, schlagen krasse Flanken und brechen auch schön auf die Flügel aus.

Seit ein paar Tagen habe ich mit Ultegra Invisitec eine Neuverpflichtung im Team. Feinstes japanisches Mono-Material von Shimano, das nicht nur aussieht wie Fluorocarbon, sondern – wie FC auch – weniger sichtig sein soll als eine herkömmliche Monofile und mit einer überragenden Abriebfestigkeit und sehr hohen Tragkraft aufwartet.

 

Punktzahl (von maximal 5)
Abriebfestigkeit +++++
Geringe Dehnung ++++
Knotenfestigkeit ++++
Weichheit ++++
Wenig Memory ++++

 

Liest sich gut. Ich war gespannt auf den ersten Praxiseinsatz. Der fand an der Spree statt. Vor vollem Publikum. Und vor allem nachdem ich den spektakulären Bericht über den Überkopfwurf mit der Metanium veröffentlicht hatte. Ich hatte wieder das selbe Darth-Vader- bzw. Batman-Kostüm an. Volle Montur. Schwarz von oben bis unten. Gekrönt mit der feshen Hagane-Kappe.

x-rapper

Ich also das Boot geparkt. Uferangler auf beiden Kanalseiten. Oh Gott. Wenn da jetzt einer den Bericht gelesen hat und ich jetzt nen Tüddel werfe… Dabei hab ich die Rolle noch nicht auf die dehnbare, fast doppelt so dicke dickere und steifere Schnur umgestellt – muss die optimale Auf- ähhh Einstellung ja erst noch testen. Und Shit. Ganz schön voll habe ich sie auch gemacht. Wenn das mal gut geht.

Ich ziehe also durch.

Ich ziehe also durch.

Und es kam, wie es kommen musste.

TÜDDEL!

TÜDDEL!

Ich muss lachen. Echt peinlich. Naja. Letztendlich interessiert man die Leute ja meistens weniger als man denkt. Und zweitens muss dann halt der zweite Wurf sitzen.

Also runter mit dem Vogelnest.

Also runter mit dem Vogelnest.

Ein bisschen zudrehen das Ganze. Zwei zusätzliche Pins aktivieren. Den Daumeneinsatz verstärken.

Durchziehen.

Durchziehen.

Zieeeeeeeeeeeeeeeeeeeh.

Zieeeeeeeeeeeeeeeeeeeh.

Gut gegangen.

Gut gegangen.

Ein kurzer Wurf zwar. Aber eigentlich hat sich das gut angefühlt. So jedenfalls, dass man die Bremse vorm nächsten Wurf wieder ein bisschen aufdrehen kann. Und zack.

Da ist auch schon der erste Barsch.

Da ist auch schon der erste Barsch.

Noch einmal nachjustieren und die Spulenbremse öffnen. Ich habe nun 4 von 8 Pins aktiviert. Durchziehen, Daumendruck wegnehmen. Ahhhhhhhhhhhh. Perfekt. Weiter werfe ich mit der Statio auch nicht.

Nächster Barsch.

Nächster Barsch.

Seitdem habe ich mich eingeworfen mit dem Setup. Ich fische X Raps (8 cm mit 7 Gramm) und den Shadow Rap Shad (9 cm und 13 Gramm). Letzterer ist das Maximum für die Kombo. Die Rute ist ja auf 12 Gramm ausgelegt. Durch den Mono-Puffer geht das aber gut.

Der 20er-Durchmesser ist einfach perfekt.

Der 20er-Durchmesser ist einfach perfekt.

 

Ich kann das Twitchen mit Ultegra Invisitec-Mono nur empfehlen. Denn:

  • Mono macht keinen Krach unter Wasser.
  • Die Fische sehen die Schnur nicht so gut wie Geflecht.
  • Die Dehnung beugt einem „Twitcharm“ (dem Pendant zum Tennisarm) vor.
  • Die Wobbler laufen natürlicher.
  • Die Bisserkennung ist absolut ok.
  • Die Wurfweiten sind super.
  • Und Ultegra ist echt geschmeidig. Tüddel gibt’s seit dem ersten Wurf nur, wenn der Wobbler gegen den Brückenpfeiler fliegt und das tut er erfreulicherweise nicht wirklich oft.

 

Und ansonsten? Der Kampf um die City-Zentimeter macht Laune!

Hat der schon über 25? Ich denke doch!

Hat der schon über 25? Ich denke doch!

Krass! Ein Ü30er!!! 35? Oder sogar mehr? Wir werden's nie erfahren...

Krass! Ein Ü30er!!! 35? Oder sogar mehr? Wir werden’s nie erfahren…

 

Vielleicht sieht man sich ja. Ihr erkennt mich bis auf weiters am schwarzen Trikot…

Johannes

„Zodias BFS“ meets Storm „So-Run Spike Tail“

Am Freitag konnte ich mein Boot aus der Werkstatt holen. Da am Nachmittag noch Termine anstanden, war nicht viel Zeit. Aber wenn man mit dem Boot schon mal auf dem Wasser ist, dann muss man doch auch ein paar Würfe machen, oder?

Also die „Zodias BFS“ und ein paar Köder geschnappt und ab dafür. Das Boot fährt, das neue Echolot ist provisorisch montiert und die als Zander ausgemachten Fische beißen nicht. Viel Zeit habe ich nicht und viel Geduld mit den Z-Fischen erst recht nicht.

Ich fahre daher einen Spot an, an welchem ich hier schon mal Barsche hatte. Ist ja nicht mein „Hausgewässer“ hier. So richtig gut kenne ich mich nicht aus. Dennoch bekomme ich die ersten Bisse. Zaghaft. Irgendwie bleiben die Fische nicht hängen. Sind die echt sooo klein, dass sie meinen Standardköder nicht rein bekommen? Was hier los? Alles spielt sich auch auf einem sehr begrenzten Gebiet ab. Dazu viel Wind. Und 3-5m ist auch nicht so flach, um bei diesen Bedingungen mit 2-5 Gramm rum zuspielen.

In solchen Situationen packe ich mit Vorliebe immer das Dropshot-Rig aus. Das ist jetzt einfach perfekt. Zum einen kann man recht schwer fischen – 10 Gramm, 14 Gramm oder auch noch schwerer. Trotzdem kann man bei Bedarf einen kleinen Köder verwenden und diesen verführerisch und unbeschwert am Grund rumzupfen.

In meiner Box mit den Dropshot-Ködern lagen ein paar neue Storm „So-Run Spike Tail“ in 4 Inch Größe. Hm, irgendwie sehen die jetzt nicht spektakulärer aus, als andere Köder. Doof aber auch nicht. War halt so eine Testpackung von einer Messe. Na gut, geben wir den Teilen eine Chance.

 

Gerade sind die Fische mit dem 3“ Köder nicht so fertig geworden und ich hänge mir einen 4“ Köder an den Haken. Ach egal. Rein damit jetzt. Hm, bewegt sich ganz geil. Echt schick. Wurf. Zupf, zupf, Pause, zuppel, zuppel, Pause – Biss! Oooops, dass ging fix. Ein Barsch kaum doppelt so groß wie der Spike Tail hängt am Haken. Nächster Wurf, zupp, zupp – Biss!

Und so ging das dann noch eine ganze Weile, bis ich aufgrund Zeitgründen abbrechen musste. Der größte Fisch mit Mitte 30 hat sich leider vor dem Fotoshooting verabschiedet. Der Spike Tail hat mich verdammt überzeugt (ich hatte auch andere Köder dran, aber heute kam an den Spike Tail am Dropshot nichts ran). Der doch recht groß wirkende 4“ hat erstaunlicher Weise auch die vielen kleinen Fische am Spot gefangen. Wirklich eine Überraschung das Teil.

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Auch die Gummimischung und der Aufbau überzeugen. Schön weich, aber nicht so anfällig, dass der Köder nach 2 Bissen gleich kaputt ist. Versetzt mit natürlichem Fischaroma und mit den üblichen Rillen und Kerben versehen. Top.

Ein Köder, welchem ich demnächst mehr Einsatzzeit gebe…

Hier nochmal ein paar Detailansichten:

Spike_BFS_0009 Spike_BFS_0010 Spike_BFS_0011 Spike_BFS_0012

 

Die „Zodias BFS“ fische ich noch nicht so lange. Auch für das Dropshot-Rig nehme ich sonst eher eine Dropshotrute bzw. eine feine  Barschrute. Heute war jedoch nur die Baitcaster an Board. Aber Dropshot und Baitcaster geht echt mal sehr gut. Da die Fische sehr konzentriert standen, konnte ich mit der Baitcaster viel kleinere bzw. langsamere Sprünge (ich jigge das Dropshotsystem wie einen Jig über die Rolle am Grund entlang) vollführen, als mit einer 2500er Stationärrolle. Das ging richtig gut. Auch das werde ich jetzt mal öfter mit der Baitcaster machen.

Eventuell liegt meine Freunde aber auch daran, dass ich endlich mal eine richtig leichte Baitcaster von Shimano habe. Früher gab es hier nicht viel bzw. einfach nicht das was ich gesucht habe. Die wenigen Castingruten gingen meist ab 7 Gramm Wurfgewicht los. Die Zodias BFS hat ein Wurfgewicht von 4-12 Gramm. Die Angaben treffen für mein Empfinden auch sehr gut zu. Die Rute ist einfach nur toll. Edles Design, toll verarbeitet, super leicht, fein und sensibel. Wurfperformance und Bisserkennung – top. Ach was soll ich sagen – einfach ´ne geile Rute.

Spike_BFS_0006

schwarz, rot, silber – schickes, unaufdringliches Design

 

Spike_BFS_0005

stimmige Grifflänge – nicht zu lang und nicht zu kurz

Rollenhalter, in welchen sich die Finger perfekt einbetten.

Rollenhalter, in welchen sich die Finger perfekt einbetten.

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Und so wurden in 2-3 Stunden Angelzeit jetzt keine Mega Fotofische gefangen, aber dennoch ein paar neue Erfahrungen erarbeitet.

Jetzt, wo ich das hier am späten Sonntagabend schreibe, würde ich am liebsten sofort mit genau dieser Kombo („BFS“+“Spike-Tail“) wieder los. Aber Job und Steuererklärung fressen gerade sämtliche kommende Freizeit. So fliegen demnächst wohl eher meine Gedanken, als meine Köder.

 

Ich wünsche Euch etwas sehr, sehr Schönes. Und ich grüße Euch.

Tinsen

Shimano Expride – Serien-Features und Modell-Überblick

Nun also zur Expride-Serie. Im Katalog steht: „Die Expride-Serie steht für minimalen Materialeinsatz bei maximaler Performance.“ Das kann ich bestätigen. Alles super. Superschickt, superstraff, superleicht.

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Beim Angeln hat sich der erste Eindruck bestätigt. Als ich dann die anderen Modelle testen durfte, hat sich der Verdacht erhärtet, dass die Spinning-Modelle diese Serie der rutengewordene Wahnsinn für den Freund schneller, leichter und toll verarbeiteter Highend-Barschgerten sind. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ihr euch direkt verliebt, wenn ihr eine davon in die Hand nehmt. Die BFS, die 262UL-S und die 268ML-2 sind so toll, dass ich sie später in separaten Features vorstellen muss. Jetzt geht’s aber erst einmal um die Serie an sich.

Die Hi-Power X-Blanks der Expride-Serie sind mit allem ausgestattet, was eine moderne Hochleistungsspinnrute auszeichnet: Alle Modelle warten mit einer Semi Micro-Stainless Steel Fuji K-Beringung mit SiC-Einlagen auf, die die Eigenschaften der Hi-Power X-Blanks ideal unterstützen.

DIE HI-POWER X-TECHNOLOGIE

Wie bei der Poison Adrena wird auch hier die Rute stabilisierendes Carbon-Tape um den Blank gewickelt:

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CI4+ Rollenhalter

Bei den Spinning Modellen wurden das Gewicht minimierende Perfection CI4+ Rollenhalter verbaut, der sich nicht nur perfekt in die Hand schmiegt, sondern auch als Biss-Detektor fungiert. Der harte Rollenhalter überträgt die Bisse wirklich extrem gut in die Hand. Außerdem wird er im Winter nicht wirklich kalt. Ich hatte jedenfalls das Gefühl, dass er die Wärme speichert. Die Casting Modelle sind mit dem Shimano CI4+ Fighting Grip Type R ausgestattet. Auch dieser liegt sehr gut in der Hand. Und ist ebenfalls ein sensationeller Transmitter.

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Japan-Grip-Design

Viele JDM-Ruten warten mit einem Griffstück aus Kork (für die Rutenhand) und Duplon (Endstück) auf. So auch die Expride.

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Die Expride-Features:

  • Blank mit Hi-Power X Technologie
  • Leicht, superstraffe Action
  • Semi Micro Fuji K-Beringung
  • Handteil aus hochwertigem Kork
  • Type R Fighting Grip (Casting Modelle)
  • Perfekte CI4+ Rollenhalter (Spinning Modelle)
  • Japan- Grip-Design: Kork meets Duplon

 

Die Expride Spinning-Modelle

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EXPRIDE 262UL-S SPINNING: Die leichteste Rute aus der Expride-Range ist zum ultrafeinen Dropshotten, zum Angeln mit superleichten Texas- und Carolina-Rigs oder zum Angeln mit Micro-Jigs in Kombination mit filigranen Softbaits entwickelt worden. Der ideale Wurfgewichtsbereich ist bei diesem Präzisionswerkzeug auf 2 bis 6 Gramm eingegrenzt. Special-Feature ist die Taftec-Spitze. Das ist eine sehr dünne Spitze aus Vollcarbon. Die erklärt euch Koska-san in einem Video.

EXPRIDE 266L-2 SPINNING: Das L-Modell ist darauf ausgelegt, leichte Jigs, Splitshot-, T- und C-Rigs, kleine Metall- oder Hardbaits anzubieten. Der zweigeteilte Blank reduziert das Packmaß, liefert aber die gleiche Sensibilität und Performance wie die einteiligen Exprides.

EXPRIDE 268ML-2 SPINNING: Die schwerste Expride Spinning hat ein Wurfgewicht von 4 bis 12 Gramm. Damit eignet sich das ML-Modell ideal zum Angeln mit dem Texas-Rig, zum Jiggen etwas schwererer Gummi-Jighead-Kombinationen und für mittlere Barsch-, Rapfen- und Zander-Hardbaits. Ich habe viel mit dieser Rute gefischt und sie auch oft mit schwereren Jigs konfrontiert. 15 Gramm-Köpfe plus Köder packt die locker. 18 Gramm waren auch nie ein Problem. Die Bissübertragung ist der Hammer.

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Die Expride Casting-Modelle

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EXPRIDE 165L BFS CASTING: Die BFS ist die leichteste Casting-Version in der Expride Serie. (BFS ist die Abkürzung für Bait Finesse System.) Mit der passenden Rolle (ich habe eine Aldebaran BFS XG montiert) werfe sogar ich, der echt kein BC-Akrobat ist, Köder von 3 bis 12 Gramm über den Kanal. Kannte ich bis dato noch nicht. Der CI4+ Fighting Grip Type R liegt perfekt in der Hand. Er unterstützt außerdem die sensationelle Bissübertragung und lässt die Attacken auf den Köder wie kleine Elektroschocks ins Handgelenk fahren. Die BFS hat aber auch viel Rückgrad. Da braucht man auch vor Zander und Hechten keine Angst haben. In Japan wird sie als Bass-Rute verkauft und ist dort nicht umsonst eine der meistverkauften Bass-Peitschen. Einsatzgebiet: Finesse Rubber-Jigs, T-Rigs, C-Rigs, kleine Jigheads, Suspendern, Cranks, Stickbaits, Poppern etc.

EXPRIDE 168MH-2 CASTING: Jetzt schalten wir eine Stufe hoch. Das Wurfgewicht von 10 bis 30 Gramm deutet’s an: Das ist keine Barschrute mehr. Dieses Modell wurde konzipiert, um „schnelle Köder“ wie Spinnerbaits und mittlere Hardbaits perfekt zu handeln und bei allem Einzugswiderstand noch genug Reserven für satte Anhiebe bereitzuhalten. Top geeignet ist sie auch für größere Gummis am Texas-Rig oder am (Rubber-)Jig.

EXPRIDE 173XH CASTING: Bei der Big-Fish-Expride XH ist alles auf Power ausgelegt. Wurfgewicht: 14 bis 56 Gramm! Damit handelt es sich hier um ein leichtes, aber kräftiges Hecht- und Zander-Brett. Die Bass-Angler werfen mit ihr Spinnerbaits, große Cranks, schwere Jigs und Swimbaits. Das kann man natürlich auch bei uns machen. Auf Zander und Hecht. Durch den etwas längeren Blank eignet sie sich auch sehr gut zum Distanzangeln mit dem Texas Rig, zum Carolina-Rig-Angeln und zum Jiggen auf große Räuber.

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BFS-Mono-Scatter-Shallow-Cranking

Gestern war ja ein extrem spannender Tag für mich. Für meinen Club ging‘s um alles im Abstiegskampf. Wie schon in den letzten beiden Spielen hieß es für den VfB: „Sieg oder raus aus der Liga.“ Seit ich fünf Jahre alt bin, nimmt der Verein mit dem roten Brustring enorm viel Raum ein in meinem Leben. Eigentlich bescheuert, seine Befindlichkeit an eine Sache zu koppeln, die man selber nicht beeinflussen kann. Eigentlich würde es ja schon riechen, wenn man den Launen der Fische ausgeliefert ist. Ich kann’s aber leider nicht mehr ändern. Und so galt es gestern Morgen die Zeit bis zum Spiel sinnvoll zu überbrücken und meinem Club positive Signale zu senden. Also raus aufs Wasser. Ein schöner Barsch wäre doch ein gutes Omen.

Neben den Arashis und Countdowns hatte ich zum ersten Mal den Scatter Rap Crank Shallow dabei. Der ist 9 Gramm schwer und sieht ulkig aus: Nicht nur wegen des treudoofen Blicks. Primär wegen dieser ultrakurzen gewölbten Tauchschaufel. Ich hatte ihn mit mitgenommen, weil ich einen wirklich flach laufenden Crank brauche mit dem ich in „meinem Kanal“ die Bereiche zwischen 1 und 1,5 m abscannen kann. Außerdem hat’s ja letztes Mal mit den Arashis ganz gut geklappt. Gute Voraussetzungen, um einen „neuen“ Crank auszutesten.

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Den habe ich mit meiner Expride gepaart. Auf der sitzt wiederum eine Aldebaran. Und auf der eine 20er Mono mit wenig Stretch (Technium).

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Schon beim Probewerfen am Steg machte das einen sehr guten Eindruck. Durch die kleine Schaufel und die kompakte Form ist der Wobbler ein echtes Weitwurfgeschoss. Die Experide lädt sich mit den 9 Gramm super auf. Und wenn man bei der Alde zwei Pins aktiviert, fliegt der Scatter Crank über den ganzen Kanal. Und wenn man ihn dann einkurbelt, wandert er hin und her, zeigt seine Flanke und bricht immer wieder aus. Ganz von allein. Das muss man echt gesehen haben. So eine Aktion hat kein anderer Crank auf dem Markt.

Im Prinzip war’s klar, dass diese Kombi meinen Angeltag dominieren würde. Ich fange unheimlich gern auf neue Köder. Und wenn ich dann noch Stoff für eine neue Story zusammenangeln könnte, würde ich das als ein doppelt gutes Omen fürs Spiel werten.

Also raus auf die Stadtspree. Da gab’s auf den Scatter Crank und den Arashi aber nur Fehlbisse. Und mit dem Countdown fing ich viele aber kleine Barsche. Außerdem ist mir das Wasser zu klar. Bei Sonnenschein kann man in 2 Meter Tiefe jeden Stein am Boden sehen. Das ist neu im Mai. Unheimlich. Unschön. Also weg von hier und rüber in den Kanal. Da ist es zwar ähnlich klar. Dafür gibt’s aber mehr Einstände im Schatten. Die galt es auszuangeln.

Auf dem wg dahin holte ich mir noch einen Barsch mit dem feuergrünen Arashi ab.

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Im Kanal gab’s dann zunächst ein paar Fehlbisse auf die großen Cranks. Also mal ein Versuch mit dem Countdown. Der brachte dann auch gleich ein paar Fische.

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Dann aber der Wechsel zurück auf den Scatter Rap Crank. Das sah einfach viel zu gut aus, hat sich viel zu schön geworfen und angefühlt, als dass man diesen Köder an dieser Kombo auf der Ersatzbank versauern lassen hätte können. Und dann kamen auch gleich die ersten Barsche. Darunter war auch der eine Barsch über 35 cm, den ich unbedingt fangen wollte, um für guten Spirit zu sorgen.

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Jetzt aber schnell nach Hause vor die Glotze!

homerun

Das Spiel lief dann erstmal schräg. 0:1 nach nicht mal 4 Minuten. Aber mit viel Einsatz haben „wir“ das dann ja noch gedreht und eine miese Saison zu einem versöhnlichen Ende gebracht.

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Abstiegskampf ist echt brutal. Auch wenn’s unheimlich spannend war und jeder der letzten Samstage im wahrsten Sinne des Wortes voll gekickt hat, brauche ich nächstes Jahr nicht schon wieder. Ich werde mich im Mai, Juni, Juli und August anstrengen und viele fette Fische fangen, damit die Saison 2016/2017 unter einem guten Stern steht und wünsche den Jungs einen schönen Urlaub.

BFS-Spinnern am Forellenbach

Am Bach wird zielgenaues Werfen oft belohnt. Je näher der Köder an den Unterständen der Forellen vorbei läuft, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich auf den Spinner stürzen. Die Trutten stehen gerne unter unterspülten Uferpartien, in oder unter Wurzeln der am Ufer stehenden Bäume oder unter in den Bach gestürztem Altholz. Also in direkter Ufernähe. Mit Schwimmwobblern kann man sich Zeit lassen beim Werfen und die Köder in die heißen Zonen dirigieren. Beim ufernahen Spinnern aber muss der Rotor nach dem Auftreffen auf der Wasseroberfläche gleich loswirbeln, damit er nicht in Wurzeln, Ästen oder im Moosteppich auf den Steinen hängen bleibt. Bedeutet beim Angeln mit der Stationärrolle, dass der Bügel eigentlich schon vor dem Wasserkontakt umgeklappt sein muss. Außerdem muss die Schnur schon straff sein. Bei den vielen kurzen Würfen artet das schon fast in Wurfstress aus und mit der Zeit leidet da auch ein bisschen die Konzentration, so dass gegen Ende des Angeltages immer mehr Köder weiter oder kürzer fliegen als gewollt.
Deutlich praktischer ist da eine leichte Baitcast-Kombo. Denn die Baitcaster stoppt den Schnurlauf per Kurbelumdrehung. Außerdem kann man die Würfe sehr schön abstoppen und die Köder zentimetergenau platzieren.

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Besonders exakt ist das Pitchen. Dabei lässt man den Köder aus der Hand starten und bewegt die Rute nur leicht nach oben. Der Spinner schwingt dann nach vorne. Mit ein bisschen Übung bekommt man so sehr schöne und vor allem flache Würfe hin und kann den Köder lautlos absetzen.

bc-pitchen
Sehr zu empfehlen ist in diesem Zusammenhang die BFS-Kombo aus dem JDM-Programm. Namentlich die Aldebaran BFS und die Expride BFS. Dieses Gespann arbeitet ab 4 Gramm problemfrei – auch Einsteiger haben bei entsprechender Bremseinstellung (ich meine die Fliehkraftbremse, nicht die Sternbremse) keinen Tüddelterz.

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Auf die Rolle kommt eine 20er Mono. Ich verwende eine 20er Technium, die gut ein Viertel weniger Dehnung hat als die meisten anderen Monos. Mit einer Tragkraft von 4,7 kg hält die nicht nur die Königin der Königinnen aller Bäche sicher am Band, sondern rupft auch zuverlässig die Spinner aus dem Holz. Seit ich von 16er auf 20er umgestiegen bin, habe ich jedenfalls noch keinen Köder verloren. Obwohl ich natürlich auch mit der Multi immer mal übers Ziel hinausschieße bzw. den Spinner auch oft zu hart am Hindernis fische. Hier machen sich übrigens Einzelhaken oder widerhakenbefreite Zwillingshaken gut.

vibrax-spinner
Sicher muss man sich keine BFS-Kombo kaufen, um erfolgreich mit dem Spinner zu angeln. Wenn man aber eine hat, muss die unbedingt auch mal an den Bach geführt werden. Das macht süchtig. Ich freu mich schon auf den nächsten Ausflug und lasse sicher bald wieder von mir hören.

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Bis dahin wünsche ich euch immer eine Handbreit Trutte im Kescher!

Johannes

Expride BFS und Aldebaran BFS – Traumkombo zum feinen Baitcasten

Achtung – Gejammer auf höchstem Niveau: Als Teamangler hat man’s gar nicht so leicht. Zwar kann man immer die neusten Ruten und Rollen testen, die der Sponsor für die jeweilige Saison anbietet. Aber auch nichts anderes. Und so habe ich jahrelang ein bisschen neidisch auf die „freien Angler“ geschielt, die mit hochgezüchteten BFS-Multis und entsprechend feinen Cast-Ruten auch die ganz leichten Wobbler, Rigs und Jigs durch die Gegend casten, ohne Wurfweiteneinbuße und mit hoher Präzision. Bei Shimano haben feinste BC-Rollen und -Ruten eine Tradition. Problem war bislang nur, dass man sie nicht ins Europa-Programm aufgenommen hatte. Aber hey. Als Teamangler muss man auch mal vorangehen. Und so habe ich mir – ohne zu ahnen, dass wir dieses Japan-Zeug ab 2015 anbieten – im Frühjahr 2014 eine Japan-BFS-Kombo bestellt. Als Geburtstagsgeschenk von mir an mich.

ALDEBARAN-BFS-XG
Expride 165L-BFS

 

Eine Entscheidungshilfe war dieses Video hier:


Im Juni traf die Kombo aus Expride BFS 165L (Wurfgewicht 4 bis 12 Gramm) und Aldebaran BFS dann ein. Natürlich habe ich viel damit gefischt. Heimlich, weil ich die Leute ja nicht auf Material heiß machen soll, das es bei uns nicht gibt. Aber mit jedem Tag lieber. Denn plötzlich war auch ich in der Lage, einen kleinen Rubberjig mit der Multi über den Kanal zu pfeffern, ohne, dass ich die Rolle mit Kugellagern oder Weitwurf-Spulen tunen muss.

Ich fische sie im Sommer viel mit dem Barsch-Helikopter und mit Swimbaits, fing Barsche und Zander und war selig mit dem Gespann.

BFS-Sommerbarsch
BFS-Zander
Ich wusste zu dem Zeitpunkt schon, dass die Expride-Serie im nächsten Jahr kommen soll. Da kursierte shimanointern schon eine Liste mit Modellen. Die BFS war da aber nicht drauf.  Natürlich habe ich mich stark für dieses Gespann gemacht. Und als diese Bilder von einem meiner schönsten Angeltage im letzten Jahr entstanden…

BFS-Drill
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BFS-Barsch-4

BFS-Barsch-2

…wusste ich schon, dass wir die Rute und die Rolle ab März 2015 im Programm haben werden. Als ich dann Texte für den kleinen JDM-Katalog beisteuern sollte, fiel es mir nicht schwer, diesen hier zu verfassen:

Expride 165L BFS Casting

Die BFS ist die leichteste Casting-Version in der Expride Serie. In der Expride BFS vereinen sich Dynamik, Power und Feinfühligkeit zu einer perfekten Finesse-Cast-Rute. (BFS ist die Abkürzung für Bait Finesse System.) Mit der passenden Rolle katapultiert sie Köder von 3 bis 12 Gramm weit und platziert ins Ziel. Der Ci4+ Fighting Grip Type R liegt perfekt in der Hand. Er unterstützt außerdem die sensationelle Bissübertragung und lässt die Attacken auf den Köder wie kleine Elektroschocks über den hypersensiblen Blank ins Handgelenk fahren. Bei aller Sensibilität bietet die Expride BFS aber auch genug Power, um die Fische schnell vom Cover wegzuziehen und unerwünschte Fluchten unterbinden. Das für eine BFS-Rute doch recht breite Wurfgewichtsspektrum eröffnet ein großes Einsatzgebiet: Finesse Rubber-Jigs, T-Rigs, C-Rigs, kleine Jigheads, Suspendern, Cranks, Stickbaits, Poppern etc. Nicht umsonst ist diese Rute eine der meistverkauften Bass-Ruten in Japan.


Das perfekte Match: Aldebaran BFS XG

Und dazu passt die Aldebaran echt sehr gut. Mit der Rolle können auch BC-Einsteiger leichte Köder weit werfen, ohne dass sie großartig Tüddel zu erwarten haben. Die Rolle ist supergutmütig, superleicht und überhaupt einfach supergut. Dazu der Katalogtext:

Die Aldebaran BFS XG ist leicht, kompakt und schnell. Die flache und leichte Magnesium-Spule läuft so schnell an, dass man leichte Köder extrem weit werfen kann. Das 8 Weight VBS-System bietet die Möglichkeit, die Rolle perfekt auf ein breites Köderspektrum und viele verschiedene Angel- und Wind-Situationen einzustellen.

Aldebaran-Features:

  • 7 Shielded A-RB Kugellager
  • Gehäuse aus CI4+ Material
  • Getriebe aus Messing
  • Doppelkurbel
  • Super Stopper
  • Schnurführung
  • Super Free System
  • Bremse aus Dartanium
  • SVS Infinity Bremssystem

Wenn ihr euch gerade Gedanken über eine feine Baitcast-Kombo für die neue Saison macht, ist diese Kombo hier auf jeden Fall eine Überlegung wert. Ich bereue keinen Moment, dass ich mir die gekauft habe.