Biocrafting! Auf Forellen mit Fliegenrute und Nymphe

Liebe BlogbesucherInnen,

die größte Freude vieler Forellenangler liegt darin, ihre Fische mit der Trockenfliege zu fangen. Diese muss exakt und kunstvoll serviert werden und meistens genau auf Linie laufen, um von der Forelle genommen zu werden. Auch ich weiß diese Angelei mittlerweile sehr zu schätzen.

Aber es gibt Situationen, in denen geht eine Naßfliege oder Nymphe besser. Meine Situation für die Nymphe fand ich immer wieder vor einer kleinen Sohlschwelle im Fluß. Dort funktionierte die Nymphe sehr gut! Die Schnur musste ich nach dem ca 12-15m weiten Auswurf stromauf ziemlich schnell mit der Strömung von Hand einziehen (“einstrippen”). Das erforderte durch aus eine gute Bewegungs- Koordination, ansonsten drohte Hängergefahr.

Fantastisch fand ich allerdings die krassen Einschläge in das leichte Flugangelgerät, wenn die Trutten voll motiviert auf die kleine Larvenimitation knatterten. Heftige Drills und sehr krumme Rute inklusive.

Bekennend nicht ausschließlich trocken!

Euer Jochen Dieckmann

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satter Einschlag in die 5er Bio-Kombo

das fetzt!

das fetzt!

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richtig Druck!

starke Gumpenrakete

starke Gumpenrakete

 

 

Meine Nerven! Forellenangeln mit der Fliegenrute

Hallo BlogbesucherInnen,

nun ist eigentlich schon Sommer und die frühjährliche Forellenangelei zumindest als mein anglerischer Schwerpunkt gelaufen. Gut gelaufen!

Ich war verhältnismäßig oft mit der Spinnrute unterwegs, hatte ich doch einige neue tolle Ruten einzuweihen. Aber spätenstens mit dem zahlreichen Erscheinen von Ephemera danica, besser bekannt als Maifliege war dann ein Fliegenruten-Solo angesagt. Besonders in puncto Trockenfliegenanglen bin ich allerdings noch ein echter Anfänger.

Gefangen habe ich meine “Trocken- Bachforellen” in diesem Frühling ausschließlich mit der 5er (Biocraft) Rute, denn die Fische waren verhältnismäßig groß und vor allem echt kampfstark. Da war es gut, ein wenig mehr Druck aufbauen zu können, um die Fische im Drill aus den Hindernissen heraus zu halten.

Ich hatte einige Fehlbisse, aber ich habe sicher auch einige Fehler gemacht. Vor allem ärgerte ich mich oft über meine aus anderen Angelarten übernommene Neigung zum seitlichen Anschlag. So gelang es mir immer wieder, den Fischen die Fliege sauber aus dem Maul zu ziehen. Meine Nerven lagen teilweise echt blank. Ich werde mich weiter bemühen: Immer schön nach oben anschlagen und dabei die Schwimmschnur fein vom Wasser abheben!

Eine erfolgreiche Angelei wünscht

Jochen Dieckmann

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Stillwasser Streamern

Hallo BlogbesucherInnen,

unter den vielen Möglichkeiten, mit einer Angelrute Fische zu fangen, schätze ich immer mehr den Einsatz von Fliegenruten. In meinen Beiträgen habe ich hier schon einige Fliegenruten und unterschiedliche Einsatzbereiche vorgestellt. In diesem und in den nächsten Beiträgen möchte ich die G.Loomis Pro4X Trout in der AFTM-Klasse 8 vorstellen. Eine Rute in dieser Schnurklasse benutze ich dann, ich vorwiegend mit mittelgroßen Streamern auf Forelle, Barsche, Hechte oder Rapfen angeln möchte. Der Luftwiederstand eines auf Hakengröße 2-4 gebundenen Streamers erfordert einfach eine schwerere Schnur, um adäquat beschleunigt und auf Weite gebracht werden zu können. Im frühen Herbst standen die Barsche zunächst noch flach über den langsam zurückgehenden Krautfeldern, später wanderten sie ihren Beutefischen in die tiefen Rinnen hinterher. In beiden Situationen liessen sie sich sehr gut mit der Fliegenrute fangen.

Über dem Kraut war es wichtig, den Köder relativ flach zu führen.

Gern würde ich auch Euch zum Griff zur Fliegenrute animieren. Und nicht vergessen: Fliegenfischen ist auch nur Angeln und Fische fangen.

Mit freundlichen Grüßen,

Jochen Dieckmann

die Schnur ist raus, gleich beginne ich mit dem Einstrippen

die Schnur ist raus, gleich beginne ich mit dem Einstrippen

hier seht ihr den Schusskorb, in dem die eingegstrippte Fliegenschnur landet, darüber der "Augenstreamer" auf Hakengr.4

hier seht Ihr den Schusskorb, in dem die eingegstrippte Fliegenschnur landet, darüber der “Augenstreamer” auf Hakengr.4

Biocraft XT Large Arbour Fliegenrolle und der erste Biss

Biocraft XT Large Arbour Fliegenrolle und der erste Biss

Handarbeit auch im Drill, die Rute arbeitet sauber mit

Handarbeit auch im Drill, die Rute arbeitet sauber mit

es klatscht!

es klatscht!

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Biocraft EV-A AFTMA 5 – Action auf dem Steg!

Liebe Besucherinnen und Besucher,

hier nun wie versprochen der Beitrag zur 5er Shimano Biocraft Fliegenrute. Diese Rute habe ich speziell zum Angeln auf Rotaugen und Barsche mit kleinen Streamern und Nymphen, vor allem vom Boot und vom Steg aus. Die Biocraft Serie beinhaltet insgesamt 6 Süßwasserfliegen Ruten der Klassen 4-7 und 2 Salzwassermodelle für die Schnurklassen 8 und 12. Alle Ruten dieser Serie sind 3-teilig und zwischen 2,29 und 3,05m lang.

Das hier verwendete Modell ist 2,59m lang und wiegt federleichte 92g. Es gibt noch zwei weitere 5er Ruten in den Längen 2,44m und 2,74m. In den folgenden Bildern seht Ihr, wie ich mit dem Gerät vom Bootssteg aus auf Rotaugen angle, dabei habe ich auf die 5/6 er Rolle (Shimano Biocraft XT Large Arbor) eine WF-Intermediate Schnur der Klasse 6 aufgespult, also wie schon gestern beim Meerforellenangeln eine Klasse höher. So kann ich auch hier mit wenigen Vor-und Rückschwüngen schnell Druck aufbauen und die Nymphe auf Distanz bringen. Die leicht sinkende Schnur fischt auch bei Wind ohne Schnurbogen. Die Schnur strippe ich in sehr kurzen und langsamen Zügen ein, auch hier hilft der Schußkorb sehr. Die Nymphen imitieren in erster Linie Mückenlarven, aber auch Flohkrebse und Köcherfliegenlarven sind in der Fliegenbox. Durch die langsame Köderführung fische ich in Tiefen bis 2,5m. Durch unterschiedlich beschwerte (Kettenaugen, Goldköpfe) kann ich die Lauftiefe meiner Köder den Bedürfnissen der Fische anpassen. Ich wundere mich immer wieder, wie weit über Grund die Rotaugen oft stehen, nicht selten angelte ich schon in nur 1m Tiefe über 3m tiefem Grund.

Wunderbar kurzweilig ist diese Angelei, die Bisse oft sehr deutlich, für die vermeintlichen Friedfische. In den Bildern seht ihr u.a. eine Folge von ganz kurz aufeinander geschossenen Fotos mit Köderführung, Biss, Anschlag und Drill. Vielen Dank an Claudia für das intensive Fotografieren!

Viel Spaß und nicht vergessen: Angeln ist wunderbar vielseitig!

Mit Grüßen, Jochen Dieckmann

Die wahre Belastung erfährt jede Rute beim Wurf

Die wahre Belastung erfährt jede Rute beim Wurf

ich würde die Aktion der 5er "Bio" als mittelschnell bezeichnen

…ich würde die Aktion der 5er “Bio” als mittelschnell bezeichnen, sie wirft sich traumhaft…

und Action! Der Köder ist im Wasser...

und Action! Der Köder ist im Wasser…

...und wird langsam eingestrippt...

…und wird langsam eingestrippt…

...und Biss! Anschlag!

…und Biss! Anschlag!

Fisch sitzt...

Fisch sitzt…

am leichten Gerät sind Rotaugen sehrgute Kämpfer

am leichten Gerät sind Rotaugen sehr gute Kämpfer

die perfekte Aktion für diese Angelei

die perfekte Aktion für diese Angelei

strahlende Frühjahrs-Sonne und blitzblanke Fliegen-Plötze

strahlende Frühjahrs-Sonne und blitzblanke Fliegen-Plötze

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die Weißfische mochten meine Nymphen an dem Tag richtig gerne

die Weißfische mochten meine Nymphen an dem Tag richtig gerne

und darum gehört eine Lösezange unbedingt zur Ausrüstung

und darum gehört eine Lösezange unbedingt zur Ausrüstung

ein gelungenes Griffteil liegt super in der Hand

ein gelungenes Griffteil liegt super in der Hand

besser als die Schnur lose auf dem Steg....

besser als die Schnur lose auf dem Steg….

macht sich der umgeschnallte Schußkorb

macht sich der umgeschnallte Schußkorb

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Mit der Fliegenrute auf Meerforellen

Liebe Besucherinnen und Besucher,

das heutige Angelwetter war eine echte Katastrophe. Mit meinen Angelfreunden war ich trotzdem bei starkem Wind und noch stärkerem Regen mit der Spinnrute unterwegs. Saza und Bernd fingen jeweils einen Grönländer, ich konnte gerade mal einen Fehlbiss verzeichnen. Klatschnass ging es dann bald wieder zum Aufwärmen in die Bude.

Der Alltag des Meerforellenanglers kann hart sein, das gehört einfach dazu. Sehr hart trifft es einen aber auch, wenn man hinter dem Blinker bzw. Küstenwobbler wiederholt nur Nachläufer oder Anschieberfehlbisse bekommt, aber kein Fisch am Köder hängen bleibt. Es gibt nichts frustrierenderes, als zu wissen, die Meerforellen gefunden zu haben, sie aber nicht fangen zu können. Aber es gibt einen Alternative: die Fliegenrute!

Meerforellen sind eigentlich absolute Fressmaschinen: in nur 2 Jahren erreichen sie eine Körpergröße von 35-45 cm! Fresspausen sind da für diese Art nicht drin, allerdings spezialisieren sich die Fische phasenweise sehr auf ein Nahrungsschema. Gerade für die küstennahen Räuber ist das viel öfter die z.B. Garnele als Fischnahrung wie z.B. Sandaale oder Heringe. Sehr gerne werden auch eher standorttreue Kleinfische wie Grundeln oder Stichlinge gefressen. Im Frühjahr kommt dazu die Zeit, in der die Seeringelwürmer zum Laichen ausschwärmen und im Freiwasser unterwegs sind. Dann fressen unsere Mefos fast nichts anderes. Offenbar brauchen sie diese Spezialisierung, um aus den wechselnden Nahrungsresourcen das Optimum an Zuwachs zu erreichen.

Alle genannten Mefo-Nährtiere lassen sich wunderbar als Streamer- Imitationen selbst herstellen oder kaufen. Natürlich kann man sie als Springerfliegen oberhalb des Blinkers anbieten, oder eine Sbirolino- Montage verwenden. Die eleganteste Art ist aber die Fliegenrute. Ich habe dafür eine Rute der Klasse 6 für wenig windige Bedingungen und eine der Klasse 8 für stärkeren Wind. Beide Ruten kommen aus der 4 Pro X Serie von G-Loomis. Die Rollen sind die Biocraft Fliegenrollen von Shimano in der Klasse 5/6 bzw. 7/8. Als Fliegenschnüre empfehle ich auf jeden Fall eine Intermediate (langsam sinkende) WF-Schnur. Schwimmschnüre gehen bei Windstille, aber die ist an der Küste selten. Für die 6er Rute benutze ich eine 7er Schnur und für die 8er eine 9er, also jeweils eine Klasse höher als die Rute, um mit wenigen Schwüngen ordentlich Zug aufzubauen. Mit der knapp unter der Oberfläche laufenden Schnur bekommt man besonders bei seitlichen Winden keinen Schnurbogen und hat einen guten Köderkontakt. Das ist elementar wichtig. Von der vergleichsweise ( zur Spinnrute) geringen Reichweite sollte man sich nicht abschrecken lassen, mit ein wenig Übung sind recht bals 20m Wurfweite drin. Als sehr praktisch emfinde ich den sogenannten Schusskorb, in dem man die von Hand eingezogene Fliegenschur beim Einstrippen einsammelt und im Wurf wunderbar wieder heraus schießen lassen kann. Mich fasziniert beim Fliegenfischen am meisten die unvergleichliche Direktheit, alles ist pure Handarbeit! Die für passable Würfe notwendige Koordination der Bewegungsabläufe ist ein absolut spannendes Training und macht extrem Spaß. Aber die “Fusselwerferei” ist nicht nur Liebhaberei, es ist ganz oft einfach auch die fängiste Methode. Auch in den vergangenen Tagen fing ich mindestens die Hälfte meiner Mefos mit der Fliegenrute. Es fühlt sich einfach gigantisch an, wenn die Fliegenrute beim hammerharten Anbiss auf den Streamer von jetzt auf gleich den Halbkreis macht. Also traut Euch!

Dabei fällt mir ein: ich hab Euch ja gar nicht die 5er Biocraft Fliegenrute im Einsatz auf Rotaugen vorgestellt, dabei seht ihr dann auch den Schusskorb. Also wenn das Wetter morgen wieder so fies ist…

Viele Grüße von Jochen Dieckmann

Bernd landet eine Gröni, die auf seine Springerfliege gebissen hat

Bernd landet eine Gröni, die auf seine Springerfliege gebissen hat

Erfolgsmuster war hier eine eher unauffällige " Magnus"

Erfolgsmuster war hier eine eher unauffällige “Magnus”

 dänischer Klassiker: die voluminöse Garnelenimitation "Pattegrisen"

dänischer Klassiker:
die voluminöse Garnelenimitation “Pattegrisen”

die obere der  beiden "Magnus" hat Bernd ziemlich verangelt

die obere der beiden “Magnus” hat Bernd ziemlich verangelt weil viel damit gefangen

Hauptsache Auge! Grundel-Muddler aus Rehaar sind häufig meine Favoriten

Hauptsache Auge!
Grundel-Muddler aus Rehaar sind häufig meine Favoriten

Meine Garnelen binde ich eher etwas sparsamer, so werfen sie sich deutlich besser und fangen trotzdem!

meine Garnelen binde ich eher etwas sparsamer, so werfen sie sich deutlich besser und fangen trotzdem!

oder wie wär`s mit Sandaal?

oder wie wär`s mit Sandaal?

Küsten-Fliegenfischer`s Traum: ein schöner und windstiller Sonnenuntergang

Küsten-Fliegenfischer`s Traum: ein schöner und windstiller Sonnenuntergang

auch an der Küste eien Hit Kombo: 6er Loomis mit Biocraft-Rolle

auch an der Küste ein Hit Kombo: 6er Loomis mit Biocraft-Rolle

Biss in der Abendstunde!

Biss in windiger Abendstunde!

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dieser Silberling liess sich den Augen-Muddler schmecken

dieser Silberling ließ sich den Augen-Muddler schmecken

und das bei Sonnenschein vormittags

und das bei Sonnenschein vormittags

diese Forelle wollte eien Garnele

diese Forelle wollte eine Garnele

und blieb dabei am Einhänger hängen

und blieb dabei am Einhänger hängen

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