Die besten Gummifisch-Ruten 2018

Du bist auf der Suche nach der besten Gummifischrute? Dann musst Du natürlich erst einmal bei Shimano stöbern! Für die Saison 2018 hat Shimano ein riesiges Ruten-Programm am Start, das jeder Geldbeutelgröße gerecht wird. Wie in jedem Jahr haben wir in allen Preissegmenten tolle Serien mit vielen Modellen. Mal mit klassischen Korkgriffen, mal mit EVA-Handteilen, mal schrill und oft ganz klassisch. In vielen Serien gibt’s die selben Wurfgewichte in verschiedenen Längen, so dass Uferangler genauso ihren Traumstock zum Jiggen oder Faulenzen finden wie Bootsangler.

Da ist die Gummifischrute krumm? Zander? Hecht? Barsch? Nun ja. Es ist der Veit. Da ist die Zanderwahrscheinlichkeit recht groß…

Unsere Übersicht über die besten Gummifischruten 2018 soll vor allem auch Einsteigern helfen, die richtige Gummifisch-Rute für den entsprechenden Zielfisch und das entsprechende Gewässer zu finden. Gern könnt ihr über die Kommentar-Funktion Fragen stellen, die euch die Shimano-Raubfisch-Band schnellstmöglich beantwortet.

Japan-Features für Europa-Modelle

Shimano hat eigene Werke, in denen wir unsere Ruten produzieren lassen. Unsere japanischen Rutenbau-Ingenieure legen sich ins Zeug, um immer leichtere, stabilere und schnellere Blanks zu produzieren. Diese Technologien (Spiral X und High-Power X) sind ein Ausstattungsmerkmal der JDM-Serien (Expride, Zodias, Dialuna, Sephia). Was Wurfverhalten und Bissübertragung angeht, spielen die Modelle aus den JDM-Serien in einer eigenen Liga. Für 2018 hat Shimano diese Technologien auf „Euro-Serien“ übertragen. Das sind Rutenserien, die auf die hiesigen Verhältnisse angepasst sind. Konkret: Während man in Japan vorzugsweise mit kurzen Ruten auf Bass fischt und lange Ruten hauptsächlich zum Wolfsbarschangeln verwendet werden, brauchen wir hier oft längere Ruten zum Uferangeln auf Zander, Barsch, Hecht und so weiter. High-Power X und Spiral X-Blanks haben jetzt also auch die Lesath, Sustain, Diaflash und einige Modelle aus der Blue Romance Serie (z.B. die Ultra Softbait), die eigentlich zum Salzwasserangeln entwickelt wurde, sich aber auch sehr gut im Süßwasser macht. Achtet im Katalog einfach auf diese beiden Logos, wenn beim Biss maximal Strom durch eure Hände fließen soll:

Fireblood hilft bei der WPC

Unsere Flaggschiff-Serie unter den Gummifisch-Ruten ist neben der Lesath-Reihe die Fireblood-Range. Mit ihr haben Dustin Schöne und ich die WPC 2017 gewonnen. Supertolle Ruten mit einem hohen Wiedererkennungswert.

Rote Gefahr – das Shimano-Team steht auf die Fireblood.

Gute und günstige Gummifisch-Ruten

Wer nicht so viel Geld ausgeben mag, findet aber auch in den preiswerten Serien tolle Ruten. Hervorheben möchten wir da die Scimitar-Serie. Die wurde für 2018 noch einmal optisch aufgewertet. Die Blanks waren schon seit Serien-Stapellauf außergewöhnlich gut. Leicht und straff. Kaum zu glauben, dass man solche Ruten zu einem wirklich niedrigen Preis bekommt. Zusammen mit einer Sedona hat man für etwas mehr als 100 Euro eine Top-Kombo, die auf den ersten Blick gar nicht so viel anders aussieht als eine Fireblood mit einer Stella.

Die beste Länge für eine Gummifisch-Rute

Die Wurfweite steht zwar in Abhängigkeit zur Rutenlänge. Allerdings weniger als man denkt. Eine 2,10 m lange Rute wirft nur ein paar Meter kürzer als eine 2,70er. Wenn’s aber wirklich auf jeden Meter ankommt, machen sich diese Mehr-Zentimeter bezahlt. Und wenn die Fische auf Distanz beißen, verwandelt man mit einer langen Rute die Bisse sicherer (Stichwort: Helbelwirkung). Beim Jiggen auf Distanz kann man den Gummifisch mit einer langen Rute besser vom Grund abheben. Auf der anderen Seite lassen sich Fische im Boot vor der Landung besser mit einer kurzen Rute dirigieren. Der kleine Hebel kurzer Ruten ist auch dienlich, wenn man die Köder auf engem Raum zackig präsentieren will. Auch am Bach ist eine kurze Rute von Vorteil, weil man mit ihr besser hantieren kann.

Das ideale Wurfgewicht einer Gummifisch-Rute

Dem Wurfgewicht kann man auch etwas über die Power einer Rute entnehmen. Eine Rute von 20-50 Gramm ist nicht unbedingt darauf ausgelegt, 50 Gramm zu fischen. Man kann das machen. Die Rute schafft das. Aber ideal ist das nicht – schon gar nicht zum Jiggen, weil man die Gummis am Bleikopf nur schwer beschleunigen kann, wenn die Rute überlastet ist. Wenn sie außerdem schon mit einem zu hohen Ködergewicht zu tun hat, kommen auch die Anhiebe nicht mehr so hart durch, wie sie das sollen. Man kann auch mal mit einer schweren Rute leichter fischen. Umgekehrt wird’s schwieriger. Je größer der Zielfisch, je tiefer das Gewässer und je mehr Strömung, desto größer sollte der Puffer sein. Eine Rute mit einem WG von 30-80 Gramm ist z.B. eine hervorragende Zanderrute – auch wenn man mal nur mit 10 Gramm fischen muss. Wenn man allerdings weiß, dass man meistens in einem flachen Gewässer fischt, in dem die Mehrzahl der Zander kaum größer als 60 cm wird, kann man runtergehen mit dem Wurfgewicht und sich rutentechnisch komplett auf diese Situation einstellen.

Im Folgenden habe ich die aktuellen Shimano-Gummifischruten nach Einsatzgebieten aufgeschlüsselt.

 

Ultralight-Jiggen

Es gibt Leute, die bevorzugt mit ganz kleinen Ködern angeln. Manche tun dies phasenweise (z.B. wenn sich die Räuber im Sommer voll auf die frische Brut konzentrieren), andere sind Überzeugungstäter und haben große Freude daran, mit kleinen Jigs auf alles zu fischen, was das Wasser hergibt. Denn mit kleinen Twistern und Mini-Shads tut sich ein riesiges Zielfischspektrum auf. Man kann eigentlich schon gar nicht mehr von „Zielfisch“ sprechen, weil auch Karpfen, Brassen, Rotaugen, Rotfedern, Schleien und sogar Lauben auf die kleinen Gummis losgehen, wenn man sie entsprechend fein präsentiert. Wer ultrafein fischen will, kommt nicht an Taftec-Ruten vorbei. Diese haben eine 15 bis 30 cm lange und extrem dünne Spitze aus Vollcarbon (Taftec-Spitze), die dann in einen recht straffen Blank übergeht. Damit lassen sich dann auch 1 Gramm leichte Köder ziemlich weit werfen. Die sensible Spitze puffert auch die erste Spannungsspitze beim Anhieb ab, so dass man mit extrem dünnen Schnüren (0,04 bis 0,08 mm) fischen kann. Beim Biss spüren die Fische keinen Widerstand. Der Köder wird ganz easy weggeblasen und deshalb gibt’s auch wenig Fehlbisse. Taftec-Ruten gibt’s in vielen verschiedenen Längen. Man findet sogar Modelle bis 2,70 m, mit denen man dann sehr weit werfen kann. Diese Ruten eigenen sich auch hervorragend zum Dropshotten, Texas-Rig-Angeln und für viele anderen Finesse-Methoden.

Diaflash & Co garantieren maximalen Angelspaß. Die Ruten wiegen nix, werfen kleines Zeug sehr weit und bringen dennoch jeden Fisch nach Hause.

Premium-Ruten: Dialuna XR S806 LS (Länge: 2,59 m, zweiteilig, WG 2-15 Gramm), Expride 264 ULS (Länge: 1,93 m, einteilig, WG 2-6 Gramm),

Top-Ruten: Diaflash BX (komplette Serie, zweiteilig, Längen: 2,10 m/2,25 m/2,40 m, WGs: 1-7 Gramm/ 2-10 Gramm und 3-15 Gramm), Zodias 264 ULS (Länge: 1,93 m, einteilig, WG 2-6 Gramm)

Low-Budget-Ruten: Force Master (komplette Serie, zweiteilig, Längen: 2,40 m/2,70 m, WGs: 3-15 Gramm/ 5-20 Gramm/ 7-28 Gramm), Catana DX (komplette Serie, zweiteilig, Längen: 2,10 m/2,40 m/2,70 m, WGs: 1-10 Gramm/ 3-15 Gramm/ 5-20 Gramm)

 

Forellentwist am Bach

Die Gummifischangelei am Bach zeichnet sich durch viele kurze Würfe aus. Man lässt die Gummis mit der Strömung in die Gumpen treiben, wirft Wurzeln an oder fischt Schüsse (Verschmälerungen, in denen das schneller fließende Wasser das Bachbett tiefer ausgräbt) und Rauschen ab. Oft kämpft man gegen überhängende Äste und anderen Urwald. Diese Angelei erfordert ein Höchstmaß an Konzentration und Präzision. Denn jeder Fehlwurf ist ein Hänger und weil man recht fein fischt, sind Hänger oft gleichbedeutend mit einem Köderverlust. Eine Bachrute muss kurz sein, damit man im Dickicht arbeiten kann. Unterhandwürfe und Seitwärtswürfe mit kurzen Ausholbewegungen dominieren das Wurfgeschehen. Auf die kurze Distanz kommen die Bisse in jedem Blank gut an – egal wie hart oder weich er ist. Man braucht auch keine Extrapower für den Anhieb. Die Jigs wiegen nicht mehr als 5 Gramm. Dementsprechend niedrig kann auch das Wurfgewicht ausfallen. Die Forellen springen gern aus dem Wasser und sind auch so agile Kämpfer. Hier machen sich Ruten gut, die mit den Fischen mitgehen.

Premiumruten: Expride 265 UL (1,96 m, einteilig, WG 2-10 Gramm), Expride 266 L2 (1,98 m, zweiteilig, WG 3-10 Gramm), Fireblood SFBL63110 (1,90 m, zweiteilig, WG 1-10 Gramm)

Top-Ruten:  Zodias 264 ULS (1,93 m, einteilig, WG 2-6 Gramm), Zodias 264 L2 (1,93 m, zweiteilig, WG 3-10 Gramm), Bassterra XT 262 ML (1,88 m, einteilig, WG 4-8 Gramm), Speedmaster CX 18 L (1,80 m, zweiteilig, 3-14 Gramm), Beastmaster DX  18 L (1,80 m, zweiteilig, 3-14 Gramm), Technium 61 L (1,90 m, zweiteilig, 1-10 Gramm), Beastmaster EX (1,80 m, zweiteilig, 3-14 Gramm)

Medium-to-Low-Budget-Ruten: Scimitar BX 61 L (Länge: 2,08 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Yasei Red Perch (1,9 m, zweiteilig, 3-12 Gramm), NASCI BX 63 L (1,90 m, am Griff geteilt, WG 3-12 Gramm), Alivio DX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-15 Gramm), Vengeance BX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Catana EX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Force Master BX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Alivio 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Vengeance BX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm)

 

Barschjiggen mit kleinen Ködern vom Boot, Streetfishing, Waldsee, an Bootsanlegern etc.

Wenn es nicht darauf ankommt, große Distanzen zu erzielen, sondern kleinräumig geangelt wird und die Köder auch nicht schwerer als 10 bis max. 15 Gramm sind, eigenen sich die Forellenruten auch gut zum Barschangeln. Evtl. kann man jeweils noch ein bisschen was zugeben an Wurfgewicht, um ein bisschen mehr Wumms zu haben, weil im Barschsee, in den Hafenbecken der City bzw. an vielen unserer Flüssen ja auch immer mit Hechten und manchmal mit Zandern oder Rapfen zu rechnen ist. Die Ruten sollten schnell sein, eine gute Rückmeldung anbieten und die Köder mit zackigen Schnipsern einigermaßen weit werfen können, weil man ja oft wenig Platz zum Ausholen hat (z.B. in der City oder am Ufer von Waldseen).

Die Expride wurde überarbeitet und ist jetzt noch schneller.

Premiumruten: Fireblood 611315 (2,10 m, zweiteilig, WG 3-15 Gramm), Expride 268 ML2 (2,03 m, zweiteilig, WG 4-12 Gramm), Blue Romance Ultra Light Game 761540 24MH (2,23 m, zweiteilig, WG 5-12 Gramm)

Top-Ruten:  Sustain AX 61 L (1,90 m, am Griff geteilt, WG 3-14 Gramm), Zodias 268 ML2 (2,03 m, zweiteilig, WG 4-12 Gramm), Bassterra XT 266 M (1,98 m, einteilig, WG 6-10 Gramm), Nasci 611 L (2,10 m, am Griff geteilt, WG 3-15 Gramm), Speedmaster CX 21ML (2,10 m, zweiteilig, 7-21 Gramm), Technium 611 ML (2,10 m, zweiteilig, 5-20 Gramm)

Medium-to-Low-Budget-Ruten: Scimitar BX 61 L (Länge: 2,08 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), NASCI 611 L MH (2,1 m, zweiteilig, WG 3-15 Gramm), Yasei Red Perch (1,9 m, zweiteilig, 3-12 Gramm),  Aernos 19520 (1,90 m, zweiteilig, WG 5-20 Gramm), Alivio EX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-15 Gramm), Vengeance BX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Vengeance BX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Catana DX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Force Master  18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm).

 

Dickbarschjiggen (Boot, Kleingewässer, strukturreiches Großgewässer)

Beim Angeln in Kanälen, an oder auf kleinen Waldseen oder auch beim Bootsangeln in Hafengebieten oder Seen mit vielen Barschbergen, Altholzzonen oder Steinhäufen kommt es weniger darauf an, weit zu werfen als den Köder ganz exakt zu führen. Das gelingt vielen Angeln mit einer relativ kurzen aber auch schnellen Rute am besten. Solche Ruten haben dann ein Wurfgewicht bis 20 oder 30 Gramm und sind ca. 2,10 m lang. Natürlich sollten auch diese Ruten schnell sein und Köderkontakte blitzschnell übertragen. Nicht nur um die Bisse zu erkennen, sondern auch um Hinderniskontakte sofort anzuzeigen. Oft kann man einen Holz- oder Steinhänger noch vermeiden, wenn man schnell reagiert und den Köder über den Ast oder Felsen lupft.

Premiumruten: Fireblood 611520 (2,10 m, zweiteilig, WG 5-20 Gramm), Expride 270 MH (2,10 m, am Griff geteilt, WG 5-18 Gramm), Lesath DX 21 M (2,10 m, zweiteilig, WG 7-28 Gramm)

Top-Ruten: Sustain AX 610 ML (2,10 m, am Griff geteilt, 7-21 Gramm), Zodias 270 MH (2,10 m, am Griff geteilt, WG 5-18 Gramm), Speedmaster CX 21 M (2,10 m, zweiteilig, WG 7-28 Gramm), Technium 611 M (2,10 m, zweiteilig, 7-28 Gramm), Bassterra XT 268 MH (2,03 m, einteilig, WG 10-35 Gramm)

Medium-to-Low-Budget-Ruten: NASCI BX 611 M (2,10 m, zweiteilig, 7-28 Gramm), Scimitar BX 610 M (2,08 m, zweiteilig, WG 7-35 Gramm), Vengeance BX 21M (2,10 m, zweiteilig, WG 10-30 Gramm), Alivio DX 21 M (2,10 m, zweiteilig, WG 10-30 Gramm), Catana EX 21M (Länge: 2,1 m, zweiteilig, WG 10-35 Gramm), Force Master 21ML (Länge: 2,1 m, zweiteilig, WG 7-21 Gramm)

 

Barschjiggen (Ufer, Boot, Fluss, Großgewässer)

Wenn man große Wasserfläche befischt, einen Kanal vom Ufer auseinandernimmt oder sonstwo im Niemandsland nach Barschen fahndet, braucht man eine etwas längere Rute, die erstens große Wurfweiten ermöglicht, zweitens eine zackige Köderpräsentation ermöglicht und drittens  beim Anhieb richtig gut durchzieht. Jetzt müssen wir länger werden und uns in die 2,40 m-Region vorstoßen. Auch das Wurfgewicht wird nun ein bisschen größer. Die Obergrenze liegt bei 50 Gramm. Mindestens 35 Gramm sollten diese Peitschen aber auf jeden Fall haben. Schließlich brauchen wir manchmal richtige Murmeln, um ins Tiefe vorzudringen oder entsprechende Wurfweiten zu erzielen. Je tiefer das Gewässer und je mehr Strömung, desto härter muss die Rute sein. Je mehr Zander und Hechte auf die Barschgummis ballern, desto mehr Power braucht der Rutenblank. Diese Ruten sind echte Allrounder und können dementsprechend auch zum feinen Hecht- und Zander-Jiggen mit schlanken Gummis bis 5 Inch eingesetzt werden. Deshalb wird man die eine oder andere weiter unten auch in dieser Kategorie finden.

Krumme Fireblood. So muss das sein.

Premiumruten: Fireblood 711035 (2,4 m, zweiteilig, WG 10-35 Gramm), Lesath  DX 24MH (2,4 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), Blue Romance Ultra Softbait 761540 24MH (2,28m, zweiteilig, WG 15-40 Gramm)

Top-Ruten: Sustain AX 78 M (2,39 m, zweiteilig, WG 7-35 Gramm), Sustain AX 710 MH (2,44 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), Blue Romance Eging 801025 (2,44 m, zweiteilig, WG 10-25 Gramm), Speedmaster CX 24 MH (2,4 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), Beastmaster EX 24 H (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Technium 710 MH (2,39 m, zweiteilig, 10-35 Gramm)

Medium-to-Low-Budget-Ruten: Scimitar BX 78 M (2,34 m, zweiteilig, WG 7-35 Gramm), Scimitar BX 78 M (2,39 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), NASCI 711 MH (2,40 m, zweiteilig, WG 15-40 Gramm), Vengeance BX Shad 245 HMH (2,40 m, zweiteilig, WG 14-40 Gramm), Vengeance BX 24 MH (2,40 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), Catana DX 24 MH (2,40 m, zweiteilig, WG 14-40 Gramm), Catana DX 24 H (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Alivio DX 24 MH (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Forcemaster BX 24 MH (2,40 m, zweiteilig, WG 14-40 Gramm)

 

Barsch (Distanzangeln vom Ufer)

Die Ruten zum Angeln auf lange Distanzen sind etwas länger als die Boots- und „Normalufer“-Ruten. Hier geht’s wirklich darum, den letzten Zentimeter zu schinden. Das geht nur über Länge und Schnellkraft. Und dann müssen diese Ruten auch die Bisse gut übertragen, was auf Distanz natürlich schwieriger ist und dann sollen sie auch noch den Anschlag durchbringen. Also unter 2,7 m geht nix. Und unter 40 Gramm Wurfgewicht auch nicht. Ganz wichtig ist dann auch, diese Ruten mit 4000er Rollen und Weitwurfschnur (wir empfehlen 12er Sufix Performance 8) zu kombinieren. Diese Ruten können nicht nur Barsch, sondern eigenen sich in einigermaßen flachen Stillgewässern und langsamen Fließgewässern auch ganz hervorragend zum Zanderfischen auf große Distanzen.

Weit werfen – gut fangen. Das ist oft die Barschlosung vom Ufer.

Premiumruten: Fireblood 8101550 (2,70 m, zweiteilig, WG 15-50 Gramm), Fireblood 9101042 (3,00 m, zweiteilig, WG 8-42 Gramm), Lesath 27 MH (2,74 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm)

Top-Ruten: Sustain AX 810 M (2,69 m, zweiteilig, WG 7-35 Gramm), Sustain AX 90 H (2,7 m, zweiteilig, WG 14-56 Gramm), Technium 810 M (2,69 m, zweiteilig, 7-35 Gramm), Beastmaster EX 27 H (2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm)

Medium-to-Low-Budget-Ruten: Scimitar AX 810 M (2,69 m, zweiteilig, WG 7-35 Gramm), NASCI 801MH (2,70 m, zweiteilig, WG 10-40 Gramm), Vengeance BX H (2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Catana DX 27 H (2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Forcemaster BX 30MH (3,00 m, zweiteilig, WG 14-40 Gramm)

 

Zander (Boot, flacher Zandersee)

Beim Zanderangeln in flachen Seen kommen ungefähr die selben Ruten zum Einsatz wie beim schweren Barschjiggen. Man wirft hier leichte Köder und braucht ein gutes Gefühl für den Köder. Natürlich kann man auch hier mit klassischen Zanderruten in der 60-80 Gramm-Klasse angreifen. Wenn man es aber mehrheitlich mit kleinen bis mittleren Zandern zu tun hat, macht die Angelei mit feinem Geschirr mehr Spaß. Es gibt Menschen, die hier wirklich ultrafein angreifen und auch auf die Rutenlänge pfeifen. All jenen seien die Dickbarsch-Jigruten (Boot, Kleingewässer) empfohlen. Wer die Anhiebe aber sicher durchbringen will, wird ein bisschen mehr an Rutenlänge zu schätzen wissen.

Premiumruten: Fireblood 8101550 (2,70 m, zweiteilig, WG 15-50 Gramm), Fireblood 711035 (2,4 m, zweiteilig, WG 10-35 Gramm), Lesath  DX 24 MH (2,4 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), Blue Romance Ultra Softbait 761540 24MH (2,28m, zweiteilig, WG 15-40 Gramm)

Top-Ruten: Sustain AX 710 M (2,44 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), Sustain AX 82 H (2,49 m, zweiteilig, WG 21-56 Gramm), Technium 710 MH (2,39 m, zweiteilig, 14-42 Gramm), Speedmaster CX 24 H (2,4 m, zweiteilig, WG 21-56 Gramm)

Medium-to-Low-Budget-Ruten: Scimitar BX 78 M (2,39 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), Yasei Red Spinning Pike HPI (2,5 m, zweiteilig, 20-60 Gramm), NASCI 711 H (2,40 m, zweiteilig, WG 15-60 Gramm),  Catana DX 24 H (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Vengeance BX 24 H (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Catana DX 27 H (2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Alivio DX 24 H (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Forcemaster BX 24 H (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm)

 

Zander (Ufer, flacher Zandersee)

Im Grunde sind das die selben Ruten wie die Bootsruten für den selben Gewässertyp. Gut sind natürlich ein paar Zentimeter mehr, weil man oft ein bisschen weiter werfen muss. Deshalb tut oft ein bisschen mehr Wurfgewicht gut.

Premiumruten: Fireblood 8101550 (2,70 m, zweiteilig, WG 15-50 Gramm), Lesath DX 27 H (2,70 m, zweiteilig, WG 21-56 Gramm)

Top-Ruten: Sustain AX 82 H (2,49 m, zweiteilig, WG 21-56 Gramm), Sustain AX 90 H (2,7 m, zweiteilig, WG 14-56 Gramm), Sustain AX 910 H (3,0 m, zweiteilig, WG 21-56 Gramm),Technium 90H M (2,74 m, zweiteilig, 14-56 Gramm), Speedmaster CX 27 H (2,7 m, zweiteilig, WG 21-56 Gramm)

Medium-to-Low-Budget-Ruten: Scimitar BX 90 H (2,74 m, zweiteilig, WG 21-56 Gramm), NASCI 801H (2,70 m, zweiteilig, WG 15-60 Gramm),  Yasei Red Spinning Pike HPI (2,5 m, zweiteilig, 20-60 Gramm), Vengeance BX 27 H(2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Forcemaster BX 27 H (2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Alivio DX27 H (2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm)

 

 

Großzander und „Normalhecht“ (Großzandergewässer, Bodden, Fluss mit Strömung, Hechtsee)

Starke Strömung, große Tiefen oder große Zander, welche mit großen Ködern befischt werden, stellen andere Anforderungen an die Ruten, als es Zander in flachen Stillgewässern tun. Diese Ruten brauchen richtig „Bumms“, damit wir die Haken der oft schweren Jigs zuverlässig durch die harte Gaumenplatte treiben können und die Fische sicher nach Hause bringen. Hier ist kein Platz für Kompromisse. Die ideale Rutenlänge liegt im Bereich von 2,4 m und 2,7 m. Die kürzeren Versionen fischen sich etwas angenehmer und sind in der Endphase des Drills praktischer. Die längeren Modelle warten mit einem größeren Hebel für härtere Anhiebe auf. Uferangler werden eher die längeren Modelle bevorzugen – vor allem dann, wenn sie die Steinpackungen und Buhnen großer Ströme befischen. Großzanderruten eignen sich natürlich auch perfekt zum Hechtfischen, wenn es nicht mit XXL-Ködern auf Ausnahmefische gehen soll.

Rute vergessen? Geht ja gar nicht…

Premiumruten: Fireblood 7113080 (2,4 m, zweiteilig, 30-80 Gramm), Fireblood 8103080 (2,7 m, zweiteilig, 30-80 Gramm), Lesath DX 27 XH (2,7 m, zweiteilig, 42-84 Gramm)

Top-Ruten: Sustain AX 90 XH 27 H (2,74 m, zweiteilig, WG 28-84 Gramm), Speedmaster CX 27XH (2,7 m, zweiteilig, 42-84 Gramm), Beastmaster EX 27 XH (2,7 m, zweiteilig, 50-100), Beastmaster Mort Manie 2702 (2,7 m, zweiteilig, 50-100 Gramm), Beastmaster 24 XHP (2,4 m, zweiteilig, WG bis 120 Gramm), Technium 90XH (2,74 m, zweiteilig, 28-84 Gramm)

Medium-to-Low-Budget-Ruten: Scimitar BX 90 XH (2,74 m, zweiteilig, WG 28-84 Gramm), Vengeance BX Shad 275 HXH (2,7 m, zweiteilig, 50-100 Gramm), Scimitar 27 XH (2,7 m, zweiteilig, WG 30-100 Gramm), Forcemaster BX 27 XH (2,7 m, zweiteilig, WG 50-100 Gramm), Alivio DX 27 XH (2,7 m, zweiteilig, WG 50-100 Gramm)

 

 

 Großhecht

Gewässerunabhängig stellen große Hechte die größte Herausforderung fürs Angelgerät dar. Wenn man sie gezielt befischt, müssen die Ruten entsprechend große und schwere Köder schleudern können und dann auch im Drill maximalen Widerstand leisten. Diese Ruten bracuen nicht nur wegen der teilweise heftigen Drills eine Extra-Dosis Power. Man muss ja auch größere Köder werfen, wenn man gezielt große Fische fangen möchte. Köder ab einem Gewicht von 100 Gramm muss man über den Hebel herauskatapultieren. Deshalb sind die Großhechtruten gewässerunabhängig relativ lang.

Gib Grossgummi! Aufm Bodden braucht man eine stabile Rute. Und nicht nur da…

Premiumruten: Lesath 86XHINT (2,59 m, zweiteilig, WG 45-135 Gramm)

Top-Ruten: Sustain AX 86XXHSS (2,59 m, zweiteilig, WG 45-135 Gramm), Biomaster Select Shad  (2,69 m, zweiteilig, WG 45-135 Gramm)

 

Hier nun die entsprechenden Seiten aus dem aktuellen Shimano-Katalog (2018):

 

Wem die Abbildungen hier zu klein sind, empfehle ich diesen Link hier zum Gesamtkatalog:

4 Tage Dänemark

Unser nördliches Nachbarland ist in jeglicher Hinsicht ein Eldorado für Süss- und Salzwasserangler. Für meinen Angelbuddy Hannes und mich sollte es diesmal auf Plattfisch gehen. Unser Ziel war es, mit Ultra Light Tackle gezielt den „Flachmännern“ Scholle, Kliesche & Co. nachzustellen.

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Angefixt hatte mich mein Teamkollege Johannes mit seinen Erlebnissen auf Langeland. Tellergroße „Platten“ deren Bisse am UL Tackle süchtig machen…

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Bei der Frage,  was ich mit meinem Resturlaub machen werde, war dann auch ruck zuck klar: es geht mit Hannes nach Fynshavn an den kleinen Belt.

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Mit im Gepäck meine beiden super sensiblen Ultra Light Kombos.

Zum einen die Shimano Diaflash AX 2,25m und einem Wurfgewicht von 2-10gr. Für mich die perfekte Rute zum angeln im flachen Wasser. Abhängig von Wind und Strömung wurde bis 8m Tiefe mit dem Texas Rig gefischt. Bulletgewichte bis maximal 10gr in Verbindung mit einem 3 Inch beziehungsweise 4 Inch Gummiwurm bildeten die perfekte Symbiose.  Daran montierte ich die Stradic 1000 Hagane FK. Sie hat eine höhere Übersetzung wie zum Beispiel die 2500er Rarenium CI4+ FB.  Der Schnureinzug pro Kurbelumdrehung beträgt satte 79cm. Klein, handlich und kompakt. Genau das richtige um ermüdungsfrei stundenlang die Gummiköder über den Ostseegrund hüpfen zu lassen. Auf der Spule befindet sich eine Sufix Nanobraid in 0,06mm.

Manchmal schnappte sich auch der ein oder andere Hornfisch den Köder. Der Drill am UL Tackle mit diesen kampfstarken Gesellen macht natürlich jede Menge Spass.

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Meine zweite „Buttpeitsche“ ist die Shimano ForceMaster in 2,40m und einem Wurfgewicht von 5-20gr. Sie hält was sie verspricht und eignet sich gut zum angeln in größeren Tiefen mit höheren Gewichten von 10-25gr. Diese Rute besitzt eine perfekte Spitzenaktion. Bereits kurz hinter  der Rutenspitze beginnt das kraftvolle Rückgrat zu greifen. Mit ihr hat der Ultra Light Angler genug Power, um auch kampfstarke Fische in jeder Situation sicher drillen zu können. Ich fische die ForceMaster mit einer Shimano Sedona FE in der Größe 3000. Aufgespult habe ich eine 0,10er PowerPro.

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Leider blieb die Frequenz beim Plattfischangeln aus und wir fingen in 4 Tagen, bedingt durch starke Wetterkapriolen, genau 19 Platten. Nicht viel für zwei Angler. Aber um mir die selbst gestellte Frage zu beantworten:

JA das Angeln mit Ultra feinem Gerät auf Platte und Co macht riesigen Spaß. Das müsst ihr unbedingt probieren.

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Der nächste Trip ist geplant.

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bis dahin…

euer Eric

 

Diaflash AX 225 L – superdupersensitiv!

Während meines Langelandaufenthalts habe ich mal wieder richtig viel mit meiner Diaflash 225 L gefischt…

gegenlich-platte

…und beim Bloggen habe ich gemerkt, dass ich die Rute hier gar nicht richtig gut verlinken kann, weil ein Ruten-Feature fehlt. Das kann natürlich gar nicht sein. Also ran an den Stock!

diaflash-ax-225-L

Auch bei der L handelt es sich um eine Ultralight-Rute, mit der man extrem dünne Schnüre und leichte Köder angeln kann. Sie hat ein Wurfgewicht von 2 – 10 Gramm. Um richtig feine Schnur (0,04er bis 0,08er) fischen zu können, braucht man eine Rute, die harte Einstiege, den Druckpunkt beim Anschlag und heftige Kopfschüttler größerer Fische abpuffert. Die Diaflash hat eine Taftec-Spitze (Solid-Tip), die man fast verknoten kann. Diese geht in einen ultradünnen Blank mit einer zunächst schnellen aber soften Aktion über. Dann kommt aber viel Backbone. Genug jedenfalls, um Hechte und Zander zu parieren, sollte sich mal einer am Köder vergreifen.

diaflash-zander

Durch die softe Spitze katapultieren Taftec-Ruten ganz kleine Köder weiter raus als die meisten „normalen“ UL-Ruten. Meines Erachtens eigenen sich solche Ruten in erster Linie dazu, mit Gummis an kleinen Jigs und Rubber-Jigs zu fischen. Oder eben zur Finesse-Angelei mit den Ami-Rigs (Texas-Rig, Dropshot-Rig, Wacky-Montagen, Carolina, Splitshot etc.).

Was an der Rute richtig toll ist, ist die Bissübertragung. Der superflexiblen Spitze zum Trotz fließt da gehörig Strom beim Biss, so dass man auch den leichtesten Anfasser mitbekommt. Im Drill geht das gute Stück dann volle Kanne mit, leistet aber Widerstand. Übers Backbone habe ich aber oben ja schon was geschrieben.

Hier ein paar Bilder, die mehr als Worte sagen:

texas-plattenfight diaflash-drill diaflash2

Die Daten:

Länge: 225 cm
Gewicht: 105 Gramm
Wurfgewicht: 2 – 10 Gramm
Beringung: Fuji Alconite (9 Stück)
Blank: Biofibre meets HC200 mit edler Wicklung
Die passende Rolle

Ganz klar. So eine leichte Rute verlangt nach einer leichten Rolle. Wie groß die sein muss? Da gehen die Meinungen auseinander. Ich fische eine 2500er, weil ich nicht so viel kurbeln mag. Aber natürlich würde auch einer 1000er ranpassen.

 

UL-Steinbutt-Alarm vor Langeland

Platten stehen bei mir hoch im Kurs. Erst recht, seit ich weiß, dass man sie mit Gummiwürmern fangen kann und sich den Wattwurmsaftstress und Seeringelwurmterror gar nicht geben muss. Besonders angetan hat es mir der Steinbutt. So rund. So urig. Und leider recht selten. Nach gefühlt 200 Texas-Flundern, Schollen und Klieschen habe ich während meines Langeland-Urlaubs dann endlcih einen Stonie fangen können. Auf 3 m Wassertiefe an der Diaflash AX 225 L (WG: 2 – 10 Gramm).

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Gibt’s einen schöneren Fisch?

Die Begeisterung war groß. Könnt ihr euch ja vorstellen. Und weil soooo schön war, habe ich am letzten Urlaubstag nochmal einen kleinen Steinbutt nachgelegt.

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Stolzer Fänger 😀

An der Größe muss ich noch arbeiten. Das muss ich dann aber im nächsten Sommerurlaub tun. Jetzt bin ich erstmal raus aus der Platten-Zone. Nächster Zielfisch? Barsch!

Ich wünsche euch, dass sich auch eure Angelpläne in Zielfisch manifestieren. Und sag mal: Bis bald!

Johannes

Stationärollenbefüllung mit Nanobraid

Nachdem die Sufix Nanobraid jetzt schon länger auf dem Markt ist, möchte ich euch am Beispiel einer 0,06er zeigen, wie man Stationärrollen mit einer derart dünnen Schnur bespult. Schließlich sind auf einer Spule nur 100 m drauf. Auf eine 2500er, wie ich sie auch fürs feine Angeln gern benutze, passt aber deutlich mehr. Deshalb muss man erstmal unterfüttern.

Die Füllschnur sollte nicht zu dick sein, da sich sonst zu viel Nanobraid in den Ritzen zwischen der Mono verliert. Noch besser als ein Mono-Unterfutter ist eines aus geflochtener Schnur (Schnurreste oder alte Schnur verwenden). Die ist dünner und vor allem auch geschmeidiger, so dass die Windungen enger beieinander liegen und die Oberfläche schön eben ist.

Das Füllschnur-Futter darf bis kurz vor den Spulenrand reichen. Die Nanobraid ist wirklich sehr dünn.

fuellschnur
Jetzt werden Füllschnur und Nanobraid mit einem dünnen Knoten verbunden. Bei monofilem Futter bieten sich der Albright oder der Slim Beauty an. Wer zwei Geflochtene miteinander verbindet, kann den doppelten Uni-Knoten verwenden.

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Nun wickle ich den Knoten so auf die Rolle, dass er mittig sitzt.

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Jetzt kommt ein Stück Tesafilm oder ein Schnipsel einer Einkaufstüte über den Knoten.

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So haben wir direkt eine glatte Oberfläche und brauchen nicht erst 40 Meter Nanobraid, um den Knoten einzuebnen.

Jetzt wird aufgespult. Erstmal ein paar Windungen, um den Tesafilm zu fixieren.

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Damit die Schnur nicht gleich verdrallt und fest auf der Rolle sitzt, lege ich sie in einen mit Wasser gefüllten Eimer…

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…und kurble so schnell, dass sich die Spule aufrichtet. Das kann ein bisschen spritzen.

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Fertig:

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Mit der 6er Schnur und der UL-Kombo angle ich übrigens – wer hätte es gedacht – auf Barsch. Und zwar mit dem T-Rig, C-Rig, DS-Rig, kleinen Rubberjigs und ab dem Frühjahr dann auch wieder mit Darter Heads. Alternativ habe ich noch eine 1000er Rarenium mit 0,04er bespult für die superultraleichte Angelei. Ich freu mich schon drauf!

Und ihr könnt euch auf eine weiche, glatte, extrem knoten- und reißfeste Schnur freuen, die sich auch farblich von allem abhebt, was ihr schon auf euren Spulen hattet!

Viel Spaß damit!

Johannes

Watangeln auf (halbstarke) Zander

Die meisten Menschen suchen den Zander tief, weil er in Löchern und an Kanten steht. Und natürlich: Nur über hartem Grund. Hat man ja alles schon so oft gelesen. Ganz klar. Da stehen die Zander auch. Sie kommen zum Rauben aber auch ins Flachwasser. Bzw.: In sauerstoffarmen Gewässern müssen sie da im Sommer auch zum Chillen hin. Und so macht das Watangeln auf Zander nicht nur Spaß, sondern auch richtig SINN.

weiterwaten

Wenn man einmal Vertrauen zur Flachwasserangelei aufgebaut hat, stellen sich die Fangerfolge recht schnell ein. Grundvoraussetzung ist natürlich, dass man sein Gerät anpasst. Wer Jigs zwischen 2 und 5 Gramm werfen will, braucht leichte Ruten und dünne Schnur (beides für mehr Wurfweite).

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Ich nehme dann gern meine Dialuna, die von den Japanern als Wolfbarschrute konzipiert wurde, sich aber auch zum leichten Jiggen sehr gut eignet. Sie schleudert die kleinen Jigs sehr weit raus.

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Auch gut: Die Expride 268 ML bis 12 Gramm. Die ist zwar kurz, verfügt aber über maximale Feuer-Craft. Und Strom fließt da ohne Ende. Die Bisse machen süchtig.

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Was mir aber auch Spaß macht, ist das Angeln mit der UL Flitsche. So eine Taftec-Spitze einer Diaflash lädt sich total gut auf und katapultiert auch allereichteste Jighead-Softbait-Kombinationen weit genug, um die Zander nicht vor den Füßen fangen zu müssen.

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Ganz klar: Es geht größer. Aber eben nicht immer.  Am feinen Gerät machen mir aber auch die Halbstarken Zander Spaß.  An Gewässern mit einer großen Bestanddichte und mehrheitlich kleinen Fischen kann man mit dem leichten Geschirr aber jede Menge Angelspaß aus der Waterei herauskitzeln.

Viel Spaß dabei!

Johannes

Super-Senso-Platten-Flash vor Langeland

Kurze Meldung aus Urlaub: Mir geht’s prima! Zwar hatten wir ein paar Tage lang Sturm, in denen ich mein Bot „in der Garage“ lassen musste. Die habe ich aber ganz gut überbrücken können. Mit Mefoangeln z.B. oder Relaxen.

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Das Beste aus de Sturm gemacht. Jetzt kenne ich auch ein paar gute Mefoplätze.

Und einer wilden Kuttertour mit dem Zielfisch Steinbutt. Die war allerdings kein Vergnügen. Bei Windstärke 5 und schlimmer ging‘s hoch und runter. An eine korrekte Köderführung war nicht zu denken. Einen Mini-Stonie hatte ich trotzdem. Schwamm drüber. Set gestern kann ich meine Gummiwürmer wieder akkurat über den Sandgrund feilen.

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Ich habe eine 2500er Rolle an der Rute. Mit der mache ich viertel, drittel und halbe Umdrehungen. Füllung: 10er Nanobraid. Vorfach: 30er Aspire Fluorocarbon.

Nachdem ich anfangs mit kleinen Jigs gefischt habe, bin ich irgendwann beim T-Rig gelandet. Gibt einfach weniger Fehlbisse. Inzwischen habe ich mein System perfektioniert, was sich auch im Fangergebnis widerspiegelt. Wenn ich rauskomme, fange ich jeden Tag besser.

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Perfekte Kombi: Blaugraues T-Shirt, weißschwarzes Halstuch und beige Kappe und beige Hose. Dazu eine Diaflash AX , Tungsten-Bullet, Doppelperle und ein kleiner Gummiwurm – darauf stehen die Langeland-Platten. Hier eine „Skrubbe“. Die beißen am aggressivsten.

Das hat sicher auch mit der Hardware zu tun. Namentlich mit der Diaflash (in 2,25 m und mit 2 – 10 Gram Wurfgewicht). Die Taftec-Spitze (Solid Tip = sensible Vollcarbon-Spitze) gibt den Fischen beim Biss genug Luft, um die Gummis wegzuschnorcheln. Während beim Jiggen jeder 4 Biss saß und beim Teaxas-Rig-Fischen mit steifer Rute jeder zweite, verwandle ich jetzt 3 von 4 Bissen. Mindestens. Plus: An dem Super-Senso-Stöckchen machen die Platten richtig Alarm.

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Kurz vor dem Boot geben die Platten nochmal richtig Gas. Meistens hängen sie aber so gut, dass sie nicht verloren gehen, Ausnahme war bis jetzt mein bester Steinbutt. Ausgerechnet…

In ein paar Stunden bin ich wieder auf dem Wasser. Ich kann’s schon kaum erwarten. Aber wir sind ja im Urlaub. Nur kein Stress. Erstmal einen Cappuccino und ein paar dänische Brötchen.

Ich hoffe, euch geht’s ähnlich gut! Schönes WE!

Johannes

WPC Streetfishing Event – was nehme ich mit? Part 3

Nur noch ein paar Tage und dann startet das große Event. Die Spannung ist mittlerweile auf dem Höhepunkt. Jede Menge Fragen im Kopf. An alles gedacht? Fehlt noch was?

Folgende Rutenkombinationen werde ich in Holland fischen:

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Die Yasei Spinning Perch White mit einem Wurfgewicht von 3gr bis 15gr. Kombiniert habe ich sie mit einer 1000er Rarenium Ci4+. Auf der Spule befindet sich eine 0.08er NanoBraid. Das ist die perfekte Ultra Light-Weitwurfmaschine für kleine Spinner, Jigs und Wobbler.

Auch die Shimano Blue Romance Eging mit einer Länge von 2,55m und einem WG von 15gr bis 30gr wird nach Holland reisen. An sie schraube ich eine 2500er Rarenium Ci4+. Als Schnur verwende ich eine 13er PowerPro 8Slick. Die Blue Romance Eging ist zum Faulenzen und Jiggen auf Barsch und Zander gedacht. Genau die richtige Rute für Gummiköder in der Kategorie von 3 Inch bis 5 Inch. Die Bissübertragung dieser Rute finde ich echt genial. Auch der zaghafteste Zupfer wird zuverlässig in das Handgelenk übertragen.

Die dritte Rute im Bunde ist meine aktuelle Lieblings Ultra-Ultra Light Kombo für das Finesseangeln mit dem Drop-Shot-, Carolina- und Texasrig. An meiner Diaflash AX in der Länge 2,25m und einem Wurfgewicht von 2gr bis 10gr hängt auch eine leichte 1000er Rarenium Ci4. Bestückt mit einer 0,06er NanoBraid. Wie mein Kollege Johannes bereits in einigen Beiträgen erwähnt hat: das Angeln mit dieser leichten, sehr feinfühligen Rute macht selbst bei kleineren Fischen viel Spaß und auch die vorsichtigsten Bisse bleiben beim versetzten Anhieb hängen.

Auch eine Baitcastkombo werde ich mitnehmen. Allerdings habe ich mich noch nicht entschieden, welche es sein wird.

Am Ende muss ich mich für zwei Kombos entscheiden, da das Reglement nur zwei Ruten für den Wettbewerb pro Teilnehmer vorsieht.

Bei den Schnüren setze ich wie oben beschrieben auf Sufix NanoBraid und PowerPro. In Sachen Leader vertraue ich dem Shimano Ultegra- und Aspire-Fluorocarbon.

schnuere

Hier noch eine kleine Auswahl an Köder die ich in Holland angeln werde.

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Blue Fox Vibrax Spinner in verschiedenen Dekoren und Größen. Storm Gomoku Spin Jigs müssen unbedingt mit. Was hier Fisch bringt, sollte auch in Holland fangen. Gomoku Wobbler, Gomoku Popper und das für unsere Breiten recht neue Köderkonzept: Gomoku Bottom, dürfen natürlich nicht fehlen. Die Brandenburger Barsche fanden das gut. Mal sehen was die Holländer dazu sagen.

Jetzt werden noch die Köderboxen geordnet und die Spulen frisch bespult. Am heutigen Mittwoch geht es dann los. Geplant sind zwei Tage Angeln und Gewässererkundung in und um Hellevoetsluis.

Drückt mir die Daumen.

Euer Eric

Sufix NanoBraid: die ersten Eindrücke

Auf der letzten EFFTEX wurde sie mit dem Preis für die beste neue Geflochtene ausgezeichnet. Ihr Name legt Vergleiche nahe. Die verbieten sich mir aber eigentlich. So lange ist es ja noch nicht her, dass ich ein anderes Nanofilament gefischt habe, von dem ein Lager aufgrund der Wurfweite begeistert war  und die vom anderen Lager aufgrund der Schwierigkeiten beim Verknoten verteufelt wurde. Nun habe ich die NanoBraid aber als Erster im Team bereits eine Weile gefischt und da sie seit ein paar Tagen erhältlich ist, wollen zumindest die Freunde von Nano-Schnüren sicher ein bisschen was drüber wissen. Hier also meine ersten Eindrücke.

Sufix-nanoBraid

Ausgezeichnete Geflochtene!

Zuerst einmal das Wichtigste. Im Katalog steht: „Dreimal stärker als vergleichbare Schnüre, ausgestattet mit einer hervorragenden Knoten- und Reißfestigkeit, besser als bei anderen dünnen Schnüren.“ Nun habe ich hier keine Maschine stehen, mit der ich die Knotentragkräfte messen kann. Das Material ist aber auf jeden Fall sehr gut verknotbar. Die Knotentragkraft passt auf jeden Fall und wird auch Zweifler überzeugen. Als Schnurverbinder empfehle ich den Doppelten Uniknoten oder noch besser den Slimbeauty. Wenn man bei beiden Knoten die NanoBraid doppelt legt, hält es am besten.

Im Katalog steht auch: „Sufix NanoBraid wird mit der ‚Wide Angle Braiding‘ Technologie hergestellt. Durch den höheren druck bei, Flechtvorgang entsteht ein festes und absolut robustes Gewebe mit einer seidig weichen Oberfläche.“ Tatsächlich merkt man dieser Schnur an, dass sie geflochten ist. Wenn man sie durch die Finger zieht, merkt man, dass es sich hier nicht um einen einzelnen Faden handelt. Die Schnur ist also nicht glatt. Aber wirklich sehr weich und geschmeidig.

Zum Testen habe ich eine 0,04er geschickt bekommen. Mein erster Gedanke war: ‚Was soll ich denn damit?‘ Nach den ersten Knotentests hatte sich die Skepsis aber schon einigermaßen relativiert. Für die UL-Kombo sollte das evtl. sogar die richtige Schnurstärke sein. Und so habe ich die 100 m auf die 2500er Stradic Ci4+ gewickelt, die inzwischen ein unzertrennliches ein Gespann mit meiner Diaflash (2,20 m / WG 2 – 10 Gramm) bildet.

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Das Wickelbild.

Und dann ging’s auf die Spree. Es war Dezember. Die Barsche waren nicht gerade in Topform. Das extrem klare Wasser hatte dazu geführt, dass man die Barsche eigentlich fast nur in der Dämmerung erfolgreich befischen konnte. Eventuell würde das ja sogar was bringen, wenn man so fein fischt wie nie zuvor. Dementsprechend kam ein 17er FC-Vorfach dran. Dazu ein Mini-Bullet-Weight, Perle, Haken und eine kleine Creature.

Die Barsche haben mir dann leider nicht die Bude eingerannt. Aber ein paar Fische konnte ich mit dem Super Sensitiv-Gerät immerhin rauskitzeln aus der alten Spree.

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Die feine Rute puffert jeden Rüttler ab.

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Das war einer der ersten mit der Nanobraid gefangenen Barsche.

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Über die Größe hier war ich im Frühwinter schon froh.

Darum ging’s aber ja nicht hauptsächlich. Primär wollte ich was über die Flugeigenschaften herausfinden und wissen, ob man den Knoten trauen kann. Die Flugeigenschaften sind natürlich hervorragend. An so einer dünnen Schnur fliegen die kleinen Bullets natürlich ein bisschen weiter als mit einer 10er. Da ich bislang keine genauso dünne Vergleichsschnur zur Verfügung hatte, kann ich nicht sagen, ob die NanoBraid die Köder bei gleichem Durchmesser weiter heraus befördert. (Das teste ich demnächst. Gestern kam ein Paket mit Sufix NanoBraid in allen Stärken von 0,04er bis 0,12er.)

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Mein Testpaket – von 0,04er bis 0,12er in 0,02er Schritten alles dabei.

In Kombination mit der weichen Spitze der UL-Rute gab’s mit der 0,04er auch null Probleme mit dem Anhieb. Nachdem ich anfangs etwas zögerlich zuwerke ging, ziehe ich inzwischen durch. Zu einem Abriss kam es noch nie. Allerdings habe ich auch noch keine wirklich dicken Fische drauf gehabt. Ein paar 30er waren’s aber schon. Nachdem ich die aber aus dem Wasser heben konnte, habe ich vor 40ern jetzt aber auch keine Angst.

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Einer der besseren 2 cm-Köder-Schonzeit-Barsche aus Berlin. (Wir dürfen nur 2 cm lange Köder fischen in Moment. An dem feinen Gerät macht das aber Spaß.)

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Gutes Feeling im Drill.

Was ich also jetzt schon sagen kann: Man kann auch den dünnen Durchmessern trauen und hat jetzt eine sehr feine Schnur zur Verfügung, die den Köderkontakt direkter macht; die kleine bzw. leichte Köder weit fliegen lässt; mit der man mit weniger Gewicht schneller auf Tiefe kommt und die zudem natürlich auch weniger sichtbar ist. Das ist doch schon eine ganze Menge. Ich bin jedenfalls auf die Meinung der ersten Tester unter euch gespannt.

Zum Schluss noch die Tragkraftangaben:

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