Hechtunfall beim Renken-Shotting

Gestern bin ich vom Barsch-Alarm-Treffen am Möhnesee zurückgekommen. Die meisten Teilnehmer waren da hauptsächlich zum Barschangeln da. Ich hatte von Anfang an den Plan, große Renken zu befischen, die man da gut dropshotten kann. Das hat auch ganz gut geklappt. Viele haben mein Bootspartner Max und ich nicht gefangen. Aber ein paar kapitale Dinger waren schon dabei. Und richtig  Spaß hat das gemacht. So großen, dass man sich am liebsten gleich wieder an den Möhnesee beamen würde.

Den Anfang machte aber die Megamonsterrenke. Ganz vorsichtig hat sie gebissen. Untypisch für diese Spezies. Untypisch war auch das Verhalten im Drill. Am Anfang war da nur ein bisschen Schütteln und Zicken. Als ob sie der Widerstand, den ich mit meiner Solid-Top-Dialuna ausgeübt habe, gar nicht großartig gestört hätte. Irgendwann hat sie dann aber doch richtig krass gebockt. So dass bald klar war, dass es sich um was anderes handeln muss als eine Maräne.

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Im Verlauf des Treffens fingen wir dann jeder auch eine kapitale Renke. Maxens hatte 54 Zentimeter.

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Meine war 51 Zentimeter lang.

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Barschangler auf Abwegen…

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Viele Grüße!

Johannes

Dialuna 906M: Der Langstrecken-Stecken funzt

Vorab mal was zum Thema „Tackle-Empfehlungen“ an sich: Eigentlich frage ich mich jedes Mal, bevor ich einen Tackle-Bericht rausklopfe, ob ich mich damit selber untergrabe und meine Glaubwürdigkeit drunter leidet, dass ich nur Positives zu berichten weiß. Aber welcher (Team)Angler würde einen Bericht verfassen über ein Arbeitsgerät, das er nicht leiden mag? Klar teste ich auch mal Zeug, das nicht so richtig für mich passt. Aber darüber muss ich dann ja nicht schreiben. Hier im Shimano-Blog empfehlen wir Teamangler passige Kombos für spezielle Angelarten. Und dafür ist der Blog ja schließlich da. Wir wollen Fehlkäufe vermeiden und natürlich auch inspirieren. In diesem Fall zum Distanz-Jiggen.

Also zurück zum eigentlichen Thema – dem Langstrecken-Stecken-Text. Seit ich das letzte Mal im Rheindelta vom Ufer auf Barsche und Zander gefischt habe, die wirklich weit draußen standen, habe ich mich im Kopf viel mit dem Thema „Distanz-Jiggen“ auseinandergesetzt, mich im JDM-Programm nach einer passenden Rute umgesehen und diese mit einer 4000er Rolle mit hoher Übersetzung bestückt und jene mit 12er Weitwurfsehne bespult. In Produktnamen: Dialuna S 906M, 4000er Stradic Ci4+ und 12er Sufix Performance 8.

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Da ich recht lange in Spanien bin und mir natürlich im Vorfeld klar war, dass ich zu dieser Jahreszeit den einen oder anderen Windtag zum Uferangeln nutzen werde, habe ich das Gespann mitgenommen. Ist ja klar, dass das eine gute Entscheidung war.

Das war der erste Fisch, den ich mit der Rute gefangen habe. Es geht schlimmer.

Die große Dialuna ist mit ihren 2,89 m eine Rute, die nicht nur sehr weit werfen kann, sondern auch einen guten Hebel für satte Anschläge bereithält. Die müssen auch auf 60 Meter durchkommen. Die Dialuna ist als Wolfbarschrute konzipiert und damit fürs Distanzangeln entwickelt worden. Sie wurde schon von meinem Teamkollegen Robert Balkow als Zanderrute empfohlen und da ich selber schon gute Erfahrungen mit der feinen Version gemacht habe, lag es auf der Hand, sich auch die längere Version anzuschauen. Inzwischen kann ich auf drei Dialuna 906M-geprägte Angeltage zurückblicken.

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Zusammenfassung der Erkenntnisse: Die Wurfweite ist – wie nicht anders zu erwarten – erstklassig. Wobei an ehrlich sagen muss, dass man auch mit kurzen Ruten richtig weit werfen kann und die kleinere Dialuna fast genauso weit schmeißt. Wenn‘s um den einen Extrameter bis kurz hinter die Kante geht, steht uns der längere Hebel aber gut zu Gesicht. Vor allem aber nehme ich mit der langen und etwas härteren Rute beim Anhieb mehr Schnurbogen raus und kann den Haken so auf Distanz besser setzen.

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Die Drill-Power hat ein Waller getestet. In voller Strömung und vorm Holz war die Landung keine Selbstverständlichkeit. Hat aber alles super geklappt. U.a. weil der Waller sehr kooperativ war und sich im Finale nicht in Holz treiben ließ.

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Mit den Barschen und Zander hatte ich keine Probleme. Wer hätte es gedacht…

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Für mich ist die Kombo perfekt. Auch das habt ihr euch sicher schon vo Anfang an denken können.

Hasta pronto!

Johannes

Watangeln auf (halbstarke) Zander

Die meisten Menschen suchen den Zander tief, weil er in Löchern und an Kanten steht. Und natürlich: Nur über hartem Grund. Hat man ja alles schon so oft gelesen. Ganz klar. Da stehen die Zander auch. Sie kommen zum Rauben aber auch ins Flachwasser. Bzw.: In sauerstoffarmen Gewässern müssen sie da im Sommer auch zum Chillen hin. Und so macht das Watangeln auf Zander nicht nur Spaß, sondern auch richtig SINN.

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Wenn man einmal Vertrauen zur Flachwasserangelei aufgebaut hat, stellen sich die Fangerfolge recht schnell ein. Grundvoraussetzung ist natürlich, dass man sein Gerät anpasst. Wer Jigs zwischen 2 und 5 Gramm werfen will, braucht leichte Ruten und dünne Schnur (beides für mehr Wurfweite).

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Ich nehme dann gern meine Dialuna, die von den Japanern als Wolfbarschrute konzipiert wurde, sich aber auch zum leichten Jiggen sehr gut eignet. Sie schleudert die kleinen Jigs sehr weit raus.

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Auch gut: Die Expride 268 ML bis 12 Gramm. Die ist zwar kurz, verfügt aber über maximale Feuer-Craft. Und Strom fließt da ohne Ende. Die Bisse machen süchtig.

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Was mir aber auch Spaß macht, ist das Angeln mit der UL Flitsche. So eine Taftec-Spitze einer Diaflash lädt sich total gut auf und katapultiert auch allereichteste Jighead-Softbait-Kombinationen weit genug, um die Zander nicht vor den Füßen fangen zu müssen.

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Ganz klar: Es geht größer. Aber eben nicht immer.  Am feinen Gerät machen mir aber auch die Halbstarken Zander Spaß.  An Gewässern mit einer großen Bestanddichte und mehrheitlich kleinen Fischen kann man mit dem leichten Geschirr aber jede Menge Angelspaß aus der Waterei herauskitzeln.

Viel Spaß dabei!

Johannes

Endlich habe ich auch einen Rapfen gefangen..

Schon lange wollte ich einmal einen Rapfen oder Schied (so heißt der kampfstarke XXL-Süßwasserhering bei uns in Bayern) fangen. Aber weil diese Fischart in den Gewässern in meiner Nähe ganz fehlt oder nur in geringen Stückzahlen vorkommt, blieb mir bislang ein Erfolgserlebnis verwehrt. Ehrlich gesagt habe ich auch noch nie gezielt auf diese Fischart geangelt. Mit Glück alleine wollte es bis jetzt also noch nicht so recht klappen und so machte ich mich mit der Mission Rapfen und perfekt auf den Zielfisch ausgelegtem Gerät auf den Weg zur Donau.

Nachdem wir uns die Angelkarten besorgt hatten, machten wir uns auf den Weg zum ersten Spot. Leider konnten wir dort nichts fangen und so zogen wir weiter zum nächsten Platz. Da ich so gut wie das ganze Jahr über vom Boot aus fische, macht es mir besonderes viel Spass den Räubern vom Ufer aus nachzustellen.

Auf dem Weg zum nächsten Spot kamen uns zwei befreundete Angler entgegen, die uns noch einige Tipps mit auf den Weg gaben, wie man seine Chancen auf einen Schied verbessert. So gewappnet, machten wir unsere ersten Würfe und beobachteten die Wasseroberfläche. Man konnte immer wieder Fische sehen, die an der Oberfläche raubten, vermutlich Rapfen aber noch ausserhalb unserer Wurfweite.

Als dann in Wurfdistanz von mir wieder ein Rapfen raubte, konnte ich meinen  Wobbler punktgenau platzieren. Ein kurzer Ruck, Stop, wieder ein kurzer Ruck und wieder Stop und zack da war er. Ich wei? auf Rapfen führt man normal den Köder super schnell, ich weiß auch nicht warum ich den Köder trotzdem getwitcht habe, vermutlich habe ich diese Führungsweise beim Hechtfischen schon so verinnerlicht, dass ich nicht mehr davon los komme. Sei es wie es sei, vermutlich habe ich den einzigen dummen Rapfen in der Donau gefangen, den es gab. Aber es war mein erster Rapfen und ich war total begeistert.

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Mein Gerät:

DIALUNA  S906ML Spinning
EXSENCE Ci4+
POWER PRO Super8Slick 0,19mm

Watangeln auf Barsch

Watbuchse und Mefo – das gehört zusammen. Für mich matcht die Watbuchse aber noch besser mit Zander und Hecht. Und vor allem mit dem Barsch. Ich stehe einfach nicht auf die vielen Leerwürfe bei der Jagd nach dem Küstensilber. Bei mir muss immer mal was in die Rute tocken. Sonst wird mir irgendwann langweilig – und wenn es noch so schön und einsam ist in der Wathose am Strand. Fast das selbe Feeling kann ich beim Watangeln auf Süßwasserräuber generieren. Vor allem beim Barschangeln ist Kurzweil garantiert.

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Die Ausrüstung halte ich klein. Ein paar Gummifische, Stahl, Vorfachmaterial, eine Zange, ein Messer – viel mehr muss nicht rein in die Umhängetasche. Dazu eine Weitwurfrute, mit der ich sowohl Barsche als auch Hechte dressieren kann.

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Ich suche mir immer markante Stellen. In diesem Fall eine tiefe Fahrrinne. Hier angle ich entweder die Kante ab oder die Rinne selbst. Also Stoff geben. Mit 14 Gramm fliegt der 4 Inch-Gummifisch richtig weit. Dann wird gejiggt. Bzw. mische ich Jiggen und Faulenzen. Erst Rute anrupfen, dann ankurbeln.

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Und wenn man dann mal ein paar Fische gefunden hat, rappelt es auch ordentlich.

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Material:

Rute: Dialuna XR S 906M
Rolle: 2500er Stradic Ci 4+
Schnur: 12er Sufix Eightbraid (die kommt bald)
Leader: 30er Aspire FC
Vorfach: 1 x 19er Stahl (6KG)

Wenn ich drüber nachdenke, müsste man mich jetzt nicht lange bitten. Mal sehen. Vielleicht finden sich ja noch ein kleines Zeitfenster und ein Watangelkollege…

Bis die Tage!

Johannes

Die kleine Dialuna und Zander?!

Mein Kollege Robert fischt ja die große Dialuna XR S 906M auf Mefo und Zander. Ich habe die kleine XR S 806 ML für Barsch, Rapfen, Hornhecht, Mefo und…? Zander!

Der Unterschied: 31 Zentimeter Länge, 29 Gramm Gewicht und 14 Gramm weniger Wurfgewicht. Konkret: 2,59 m statt 2,90 m. 133 Gramm statt 162 Gramm. 6 bis 28 Gramm, statt 8 bis 42 Gramm.

Außerdem ist die Rute nicht als Zanderrute konzipiert, sondern zum Wolfsbarschangeln. Da kommt‘s auf weite Würfe an. Dafür muss die Rute nicht so hart sein. Im Katalog ist sie mit „M“ angegeben. Fakt ist: Die Rute ist nicht das steife Brett, von dem viele Zanderangler träumen. Fakt ist aber auch: Die Bisserkennung ist fantastisch. Und wenn man den Fisch gehakt hat, schüttelt der sich nicht mehr los. Dazu werden die Kopfstöße zu sauber abgefedert.

Hört sich zunächst mal nach Kompromissen an. Zwar ein bisschen weich, aber toll. Rutenaktionen zu beschreiben ist aber auch nicht so einfach. Erst wenn man eine Rute in die Hand nimmt, merkt man sofort, ob sie einem liegt und was sie kann.

 

dialuna
Die kleine Dialuna kann nicht…
– … mit viel mehr als 20 Gramm gefischt werden
– … voluminöse Schaufelschwanzgummis in voller Strömung beschleunigen
– … mit einem satten Anhieb 80er Zander vom Grund ins Mittelwasser befördern
– … in superharter Strömung superderb drillen

Die kleine Dialuna kann aber…
– … schon niedrige Gewichte extrem weit werfen
– … 5 Inch-Gummis an 14 Gramm-Jigs zackig führen
– … Anhiebe auf weite Distanz durchbringen
– … auch große Fische perfekt bändigen
– … Angelspaß mit Barschen garantieren

In Spanien habe ich sie bereits auf Barsch, kleine Zander und Karpfen getestet.

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Im Moment verwende ich sie zum Flachwasserangeln mit 4 und 5 Inchern auf den Plateaus der Brandenburger Meere.

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Vorgestern war ich mit Jochen unterwegs, der seit kurzem auch eine kleine Dialuna fischt. Zwar haben wir keine Killerfische gefangen. Aber ich bin mir trotzdem sicher, dass sein Erfahrungsbericht einigermaßen euphorisch ausfallen wird.

Ich bin in den nächsten Tagen auch nochmal unterwegs und schaue mal, dass da noch ein paar Zanderbilder dazu kommen.

Lasst es knacken in der Rute! It’s Zander-Time!

Johannes

Dialuna XR S906M: auch top zum Zandern

Mein Kollege Johannes hat ja neulich schon mal einen Blog rausgehauen, in dem er sich äußerst positiv über die Dialuna 806ML geäußert hat. Er hat sie in Spanien getestet und euch zum leichten Zander- und Barsch-Jiggen empfohlen. Ich fische ja das schwerere Modell. Und diese rute drängt sich erst recht als Zanderpeitsche auf. Mit einem Wurfgewicht von 42 Gramm sollte der straffe Stock ein bisschen schwerere Jigs und größere Gummis meistern als die ML (max Wurfgewicht: 28 Gramm).  Wenn ihr die Rute mal in der Hand haltet, werdet ihr verstehen, dass ich sie gleich zum Beginn der Bodden-Zander-Saison getestet habe. Das habe ich in meinem kleinen Mefo-Dialuna-Bericht ja auch angekündigt.

Dialuna M Zander-Praxistest

Ich habe mit einem 14 cm Gummifisch und 17g Bleikopf operiert. Die Wurfweiten sind auch mit Gummifischen enorm und das Rückgrat reicht um einen kräftigen Anhieb zu setzen. Meiner Meinung nach ist die Dialuna in Stillgewässern durchaus vom Ufer aus auf Zander einsetzbar. Jeder noch so zaghafte Anbiss wird zuverlässig übertragen und man spürt sauber den Grundkontakt.

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Fazit: Das macht Spaß!

Robert Balkow
Team Bodden-Angeln
GetAwayTours

 

SHIMANO JDM-Serie: DIALUNA XR – Weitwurfwunder & Multitalent

Beim Blick auf das neue JDM-Programm fiel mir die Dialuna XR S906M sofort in die Augen. Mit Ihrer Länge von 2,90m und einem Wurfgewicht von 8-42g musste sie einfach perfekt für die Wurfangelei auf Meerforelle geeignet sein. Meine hohen Erwartungen wurden nicht enttäuscht sondern sogar noch übertroffen. Mit nur 162g Eigengewicht hält man einen Hauch von Nichts in der Hand und gepaart mit einer leichten Rolle wie der STRADIC CI4+ FA oder der EXSENCE CI4+ hat man eine Federleichte Combo, mit der man den ganzen Tag ermüdungsfrei fischen kann. Zum Einsatz kam die DIALUNA XR beim Spinnfischen auf Meerforelle vom Boot und vom Ufer. Inlineköder oder Blinker zwischen 20 und 30g bildeten die Hauptwurfgeschosse und wurden ohne großen Kraftaufwand auf Weite katapultiert. Selbst bei der Watfischerei machte sich die die kürzere Länge gegenüber herkömmlichen Meerforellenruten nicht nachteilig bemerkbar. Es waren genau die gleichen Wurfweiten drin und teilweise flogen die Köder sogar noch weiter.

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Der Blank ist einfach der Hammer, denn sensibler geht es kaum. Man spürt den Köderverlauf direkt im Handgelenk und jeder noch so kleine Anstupser einer Forelle oder Grundkontakt wird zu 100% direkt übertragen. Der kurze, trockene Biss einer Forelle ist wie ein Blitzschlag und im Drill federt die sensible Spitze wildes Kopfschütteln oder Sprünge zuverlässig ab. Das progressive Rückgrat bietet trotzdem genug Reserven um auch große Fische sicher zu führen und jederzeit die Oberhand im Drill zu behalten.
Mein Kollege und Meerforellenguide Ralph Lubs war von der Rute ebenso äußerst angetan und konnte Fische in kapitalen Größen damit landen – 77 und beachtliche 84 cm waren die beiden größten Forellen.

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Mein Guidinggast Michael Kraatz konnte gleich bei den ersten Testwürfen mit der DIALUNA XR eine Forelle von 66 cm erfolgreich drillen und war begeistert von der Performance der Rute. Praxistest erfolgreich bestanden!

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Die Rute aber nur in die Meerforellenschublade zu stecken wäre meiner Meinung nach falsch, denn auch im Binnenland auf Rapfen oder beim leichten Jiggen auf Zander macht sie garantiert eine gute Figur. Ich werde berichten.
Robert Balkow
Team Bodden-Angeln
GetAwayTours

Dialuna S806ML – die vielleicht leichteste Zander-Peitsche der Welt…

Die Dialuna-Ruten sind eigentlich zum Wolfsbarschangeln entwickelt worden. In Japan zählt der schlanke und kampfstarke Seabass zu den beliebtesten Zielfischen überhaupt. Um ihn zu befischen, setzen die Angler auf lange Ruten mit einer Spitzenaktion und viel Rückgrad. Da sich solche Ruten auch zum Rapfen- und Mefoangeln eignen, hat Shimano beschlossen, einige Modelle der Dialuna-Serie zu uns rüberzuholen. Als ich diese Ruten bei der Produktvorstellung zum ersten Mal in der Hand hielt, dachte ich aber auch gleich ans leichte Uferangeln auf Zander und vor allem auch an die Boddenangelei auf Barsch, wo ich oft große Flächen mit Jigs zwischen 10 und 25 Gramm absuchen muss. Dazu sollten diese Ruten doch ein geniales Werkzeug sein. In meinem Spanienurlaub konnte ich das jetzt testen.

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Während der Sturmtage am Embalse de Mequinenza habe ich mich sehr darüber gefreut, dass ich die Dialuna S 806 ML dabei hatte. Nicht nur weil ich mit ihr vom Boot trotz Gegen- oder Seitenwind weit werfen konnte.

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Sondern auch weil ich mit ihr eine perfekte Rute zum Uferangeln am Start hatte, mit der ich auch leichte Köder weit in die oft recht seichten Buchten schleudern konnte. Ich fischte sie mit Jigs von 5 bis 30 Gramm und fing schöne Barsche und die für diesen Stausee typischen Zander…

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… aber auch einen Karpfen, bei dem die Rute ein bisschen zeigen konnte, was sie abkann bzw. auch wie sie sich unter Belastung verhält. Man sieht hier schön die Spitzenaktion und das Rückgrad, das auch so einen kleinen Wildkarpfenbullen schnell platt macht.

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Der Dialuna-Blank

Die Dialunas haben eine ausgeprägte Spitzenaktion und dann kommt enorm viel Rückgrad. So nehmen sie beim Biss erst einmal Druck von der Sehne und erleichtern den Fischen auch das Einsaugen. Das bedeutet aber nicht, dass man es mit einer weichen Spitze zu tun hat. Die Dialuna S806ML steht wie eine Eins. Der auf Weitwürfe ausgelegte Blank ist Schnellkraft pur. Und jetzt der Knaller: Obwohl hier alles auf Power für die Fights mit extrem kampfstarken Fischen ausgelegt ist, wiegt die Dialuna S806ML bei einer Länge von 2,60 m nur 133 Gramm!

Katalogtext (das andere Modell aus dem Text heißt S900ML, hat das gleich Wurfgewicht, ist aber ein bisschen länger):

Die ultimativen Allrounder. In Längen von 2,59 m und 2,74 m sind diese beiden Ruten die perfekten Begleiter für Spinnangeltrips an die Küste, an Flussmündungen, an breite Ströme oder Seen. Mit einem Wurfgewicht von 6 – 28 Gramm meistern diese beiden Dialunas eine breite Köderrange und bieten eine Sensibilität und Schnellkraft, die man sonst nur bei deutlich kostenintensiveren Ruten findet. Wenn wir also über die reine Performance sprechen, spielen die Dialunas ganz weit vorne in der ersten Liga mit.

Ergänzung: Das Wurfgewicht kann man voll ausfischen. Die S806ML hat auf jeden Fall die Power, um 20 Gramm-Jigs plus Zandergummi zu beschleunigen. Wie gesagt – ich habe sie mit Jigs bis 30 Gramm gefischt.

Die passende Rolle

Wenn ich eine 2,60 m lange Zanderrute mit einer Rolle ausstatte, denke ich nicht lange nach und nehme eine 4000er. In diesem Fall habe ich eine 4000 Stradic Ci4+ gewählt, die die Rute ausbalancieren sollte. Nach dem ersten Ausflug stand für mich fest: Da muss ich noch einmal ran. Dieses Leichtgewicht unter den Weitwurfruten schreit nach einer leichten 2500er. Ich habe das Wehklagen der Rute erhört und umgeschraubt. Und tatsächlich: Mit einer 2500er Stadic Ci4+ fischt sie sich noch viel angenehmer.

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Für alle Freunde des Vorgreifens, ist der schlanke Rutengriff lang genug, um von der kompletten Rutenhand umfasst zu werden. Er ist ergonomisch gestaltet und liegt extrem gut in der Hand. Das ist nicht nur zum Durchleiern von Mefo-, Rapfen- oder Wolfsbarschködern komfortabel, sondern auch beim Zanderangeln von Vorteil, weil man so mehr Kraft in den Anhieb bekommt.

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