Traumstart am Forellenbach

Am Samstag war Saisonauftakt am Brandenburger Truttenbach. Allerdings hatte der Hannes keine Zeit. Denn im Angelverein wurden die Boote zu Wasser gelassen. Einer der besten Termine im Jahr. Nicht nur weil er das nahende Ende der Barsch- und Hechtschonzeit ankündigt. Da wird dann auch immer ein Bier getrunken und angegrillt. Wobei ich kurz vor der Fleischausgabe abgehauen bin. Ich hatte noch einen zweiten Termin: Der fand auf meiner Couch statt. Abstiegskampf. Mein VfB musste in Augsburg ran. 1:0 verloren. Ein Gruselkick vom Feinsten. Der Finger war immer am Zapper. Nur schwer war’s zu ertragen, was die Roten da auf den Platz gezaubert haben. Sieht verdammt nach Relegation aus. Aber was interessiert euch das? So viele VfB-Fans wird’s hier nicht geben.

Nun ja. Ein bisschen was hat das Fußballspiel dann doch mit diesem Blog zu tun. Schließlich galt es, der emotionalen Schieflage entgegenzusteuern. Was ist da funktionaler als ein Spaziergang mit der Trutten-Flitsche? Und so sah ich mich am Sonntag zwischen 7 und 9 gezwungen, mein Forellentackle zusammenzusuchen, Spinner abzurüsten auf Einzel- und Doppelhaken, die Wobbler von einem Haken zu befreien etc. Schnur wollte ich auch noch umspulen. Aber erstmal ins Internet rein und das Wetter checken. Hmmmmm. Leichter Regen von jetzt bis mittags. Und dann auch noch Sonntag. An diesem zweiten Tag der Truttensaison sind bestimmt schon 150 Mann den Bach entlang gestiefelt. Mit Spinnern, Gummis und allem, was die Köderkisten hergeben. Und eigentlich wolltest Du doch Dir doch auch den Rücken freiarbeiten für nächste Woche, Alter!

Also die Truttenpläne ad acta gelegt, die entsprechenden Dokumente in Word aufgemacht und wieder Buchstaben und Zahlen in die Maschine geklopft. Dann ruft Jochen an. Die verkürzte Version eines 15-Minuten-Telefonats: „Wollte mich mal melden. War gestern Forellenangeln. Hatte nur 2. War aber erst nachmittgas da und habe gehört, dass morgens 50 Mann am Start waren. Es soll nicht mal mehr Parkplätze gegeben haben. Kein Wunder, dass da nix gebissen hat. Heute wird’s ähnlich sein. Habe trotzdem Bock. Kommste mit?“ „Ja. Klar. Wann?“ Um 15 Uhr waren wir am Bach, der eigentlich mehr ein Kanal ist.

Vorher habe ich mir noch kurz eine Frage beantwortet, die mich letzte Woche schon beschäftigt hat, die aber eigentlich keine Frage war: Baitcaster- oder Spinning-Gear? Ich habe so ne neue Aldebaran. Die hat noch keinen Wobbler geschmissen, geschweige denn einen Fisch gedrillt. Mit Schnur war sie schon bespult. Allerdings mit feiner Nanobraid. (Sieht nach 8er aus.) Und ich angel doch so gern mit Mono auf Forelle. Aber ich wollte auch sehen, wie leicht ich mit der Rolle und der Expride BFS werfen kann. Also das dünne Geflecht drauf lassen. Die Rute ist ja jetzt auch kein Besenstil.

Am Wasser angekommen die nächste Frage: Spinner, Gummi oder Wobbler? Klare Ansage: Countdown. Die ersten Würfe noch mit dem 7 cm-Modell. Das ging so gut, dass ich ein paar Würfe auf den 5er runtergegangen bin. Und dann Strecke machen. Immer schön stromauf werfen. Diagonal. Und nach 120 Metern war die Latte auf einmal krumm. Ein heftiger Drill. Kescher ausfahren. Einnetzen. Bingo!

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Schrullig. Uraltes Konzept. Aber halt immer noch ein Bringer. Der 5 cm-Countdown in Gold-Schwarz mit dietelgetuntem Endeinzelhaken.

 

Nach dem Vermessen stand fest: Bachtrutten-Rekord mit 51 Zentimetern! Sensationell.

Ich angle seit 3 Jahren im Schnitt 10 Tage auf Forelle. So ein schöner Fisch war mir bis dato nicht vergönnt. Ein Auftakt nach Maß...

Ein Auftakt nach Maß: Ich angle seit 3 Jahren im Schnitt 10 Tage auf Forelle. So ein schöner Fisch war mir bis dato nicht vergönnt. Perfekt.

 

Ich hatte eigentlich mit Nachläufern, Anschiebern und Fehlbissen gerechnet. Aber nicht mit so einem Fisch. Schließlich bekommen die Forellen an den ersten Tagen der Saison richtig auf die Mütze. Naja. Das sollte dann ja auch so kommen. Einen Fisch fing ich noch. Dann war Sense.

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Macht sich echt gut am Bach. Schon cool, wenn man nicht umklappen muss und der Köder mit dem Auftreffen direkt losläuft…

 

Ein paar hatte ich noch kurz dran. Ansonsten durfte ich mich über schöne Würfe freuen, frische Luft und sogar ein paar Sonnenstrahlen.

Es hätte schlechter losgehen können. Dementsprechend motiviert bin ich für die nächsten Ausflüge. Jetzt aber schnell das Dokument wechseln. Die Arbeit ruft…

Bis die Tage!

Johannes

Sustain SSUS19728

Hallo Leute,

Heute möchte ich euch meine Allround Rute vorstellen, die ich vom Boot oder zum Urbanen- Fischen benutzte.

Die Sustain (SSUS19728) mit einer Länge von 1,90 m und einem Wurfgewicht von 7-28 Gr.

Überall dort, wo es nicht auf die Distanz ankommt, deckt ihr mit dieser Rute so ziemlich alles mit ab was man zum leichten Spinnangeln benötigt.

Ob vom Angeln mit dem Jig oder zum Wobbeln, die Sustain ist ein wahrer Traum. Mit einem Gewicht von nur 110 Gr. ist sie ein absolutes Leichtgewicht. Der Blank ist sehr dünn und Kräftig und dennoch ist die Sustain sehr feinfühlig um auch mit leichteren Jigs oder Wobblern zu Fischen. Sogar zum Angeln auf Zander mit leichten Gummis und kleinen Wobblern benutze ich sie sehr gerne. Als optimal würde ich jigs ab 5 Gramm und Wobbler zwischen 6cm und 10cm bezeichnen. Obwohl der Blank hart ist, federt die feinfühlige Rutenspitze auch wunderbar Fluchten von kleineren Fischen ab. Die Bissübertragung ist einfach nur der Wahnsinn. Die Bisse machen süchtig.

Auffällig ist auch die kleine Beringung mit den 7 Fuji Alconite K-Type Ringen. Die Schnur saust gefühlt fast ungebremst durch die eng angelegten Ringe. Dadurch erzielt man genauere und weitere Würfe.

Hier ein paar Detailbilder:

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kleine und eng anliegende Fuji-K-Type-Ringe

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Die Teilung der Rute ist am Griff.

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Eine Aluminium Abschlusskappe.

CSUS21721_0001Geliefert wird die Rute in einem Neoprenfutteral.

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An der Sustain machen auch kleine Barsche Spass.

Insgesamt sind 8 Spinnruten und eine Castingrute verfügbar. Alle mit einem leichtem und dünnen HPC200-Blank.

Schaut euch mal bei eurem Händler um, da wird bestimmt eine passende dabei sein.

 

Bis bald.

Machs mit Gummi!

In meinem Bericht über die Shimano-Neuheiten für die aktuelle Saison hatte ich zwei Rapala-Kescher vorgestellt, die mir bei der Produkt-Präsentation sehr gut gefallen haben. Einmal einen großen zum Hecht- und Zandernetzen und einen kleinen Klappkescher für Forellen und als mobile Barschkelle. Beide Netze sind aus Gummi. Das hat gleich mehrere Vorteile:

– Erstens haften Gerüche nicht so leicht an bzw. kann man sie schnell wegwaschen.
– Zweitens ist die glatte Oberfläche für die Fische schonender (da bleibt weniger Schleim hängen als an geknüpften Stoffnetzen).
– Drittens lassen sich die Haken leicht aus dem Netz befreien und verfangen sich nicht in den Maschen und auch nicht im Material selbst.

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Seit kurzem hat das Team die beiden Kescher im Gebrauch.

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Tino im Netz. Da passt ordentlich was rein.

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Zander beißen auch mittags bei 34 Grad.

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Schon gut, wenn sich das Brutzeln in der Sonne lohnt…

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Großer Barsch am Band? Für den Fall der Fälle: Kescher bereitmachen!

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Wenn er schon einsatzbereit ist…

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… dann tüten wir das Teil auch ein.

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Naja. Der hätte auch ohne Kescher gelandet werden können. Aber sicher ist sicher.

Bachforellen-Trip in der Schweiz

Seit vorgestern bin ich zurück aus der Schweiz. Dort habe ich eine Woche lang im Angelfachgeschäft von meinem Kumpel Bata als Kundenberater fungiert und den Leuten die Vorzüge unserer Ruten, Rollen, Schnüre und Köder erklärt. Da Bata fast das komplette Rapala-Programm anbietet und Shimano-Fan ist, hatte ich da ein großes Aufgabengebiet. Besonders begeistert waren die Fans des feinen Spinnfischens von den feinen Sustain-Ruten in 1,9 m mit einem WG von 1 bis 10 Gramm und 5 bis 15 Gramm. Extrem leicht (100 bzw. 105 Gramm), superschnell, mega feinfühlig und schick. Kein Wunder, dass von denen einige über den Tresen gingen. Eine hielt sich mein Freund aber für sich selbst zurück.

Bei einem Trip an einen Bergbach durfte ich sie einfischen. Bei 34 Grad ging es am Samstag los. Ziemlich warm wars, als ich zusammen mit dem Röbi in der Watbuchse über die Felder und Wiesen marschierte. Umso erfrischender dann der Einstieg in den Bach. Schatten und kühles Wasser. Perfekt.

Meine wasserdichte Kamera hatte ich am Gürtel. Als ich sie dem Röbi gab und ihm die einfache Bedienung erklären wollte, mussten wir allerdings feststellen, dass ich den Akku im Ladegerät vergessen hatte. Prima! Aber Röbi hatte ja ein I-Phone dabei.

Mann, war das eine Hitze. Röbi zeigte mir aber einen coolen Trick, wie man sich erstmal runterkühlt: Einfach in die Hocke gehen bis an den Wathosenrand. So kann das kühle Bergbachwasser fast auf die ganze Körperfläche wirken. Geniale Idee.

Wir also erstmal 3 Kilometer bachabwärts, um uns dann zurückzuangeln. Kurz darauf hatte ich die erste Forelle. (Röbi ließ mir immer den Vortritt.) Foto! Ging nicht. I-Phone gewässert.

Nun ja. Die beiden Vögel angelten sich dann immerhin erfolgreich durch einen traumhaft schönen Bach, fingen Forellen ohne Ende. Auch ein paar um die 30 cm. Aber keine großen. Zu klares Wasser. Zu viele Badegäste.

Am Auto angekommen, nahm ich dann mein Smartphone auf, das entweder eine richtig schlechte Kamera hat oder dessen Kamera vom Besitzer nicht richtig eingestellt wird. (Ich stehe mit den Dingern weitestgehend auf dem Kriegsfuß.)

Wir fuhren dann nochmal ein anderes Teilstück an. Von dem kommen diese sensationellen Bilder. Es ist so schön am Schweizer Bach! Vielleicht kann man’s erahnen.

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Eine sensationelle Kombo (1000er Biomaster und die zweitfeinste Sustain) perfekt inszeniert.

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Das Logo blitzt im Sonnenlicht über dem Bergbach. Große Fotokunst.

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Röbi drillt den ersten Fisch an einer malerischen Rausche.

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Action pur. Nicht jede Kamera fängt solche Momente derart präzise ein.

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Man sieht’s ja deutlich: Der Fokus lag auf der Forelle.

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Natur pur. Man möchte die einzelnen Tropfen am liebsten greifen.

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Röbi im Drill. Die Cam arbeitet zuverlässig. Die Bildqualität ist stets die selbe – ob im Schatten oder Licht.

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Schnappschuss (da kanns schon mal unscharf werden): Viele bildschöne Kleinforellen waren unterwegs. Deshalb fischten wir mit Gummi (ein Haken) und ohne Widerhaken.

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Der Vaddi mit Forelle.

 

Bachforellen Lautlos

Hallo Leute,

in den letzten Wochen komme ich kaum zum Angeln. Wenn überhaupt dann nur für ein paar Stunden. Zum Glück sind die Brandenburger Salmonidengewässer nicht ganz so weit weg, so dass sich auch ein Trip für ein paar Stunden immer lohnt. Leider werden die Forellen auch immer wählerischer. Da muss man schon öfters mal tief in die Trickkiste greifen. Sprichwörtlich fliegen den Forellen jeden Tag die Köder um die Ohren. Da ist das Geräusch von einem auf dem Wasser klatschenden Köder schon ein Warnsignal. Und da die Bachforellen sehr Strandorttreu sind bekommt nicht viele Möglichkeiten einen Spot an zu werfen. Ein Fehlwurf und der Spot ist gleich verbraten. Die Lösung ist den Köder lautlos zu präsentieren damit man mehrere Chancen hat den Spot an zu werfen und länger zu befischen. So lange bis der Köder optimal für die Forelle platziert wurde. Und genau dafür eignet sich ein schwimmender Wobbler. Des Weiteren kann man mit einen schwimmenden Wobbler Stellen befischen die sich nicht gut anwerfen lassen.

Den Wobbler braucht man einfach nur auf der Wasseroberfläche absetzten und nicht weit werfen. Man lässt ihn einfach mit der Strömung abtreiben.

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überhängende Bäume machen das Werfen nahezu unmöglich.

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auch hier kommt man mit dem Werfen nicht weit.

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der perfekte Kanal für schwimmende Wobbler.

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Ein Fehlwurf und der Köder hängt fest. Den Wobbler kann man einfach rantreiben lassen.

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Diesen Spot kann man nur mit einem schwimmenden Wobbler optimal befischen.

Die wichtigsten Instrumente für diese Methode sind eine ausreichend lange Rute und ein nicht sinkendes Vorfach. Wenn das Vorfach nämlich sinkt, wird es von der Strömung erfasst. Dadurch bekommt man den Wobbler oft nicht dahin wo man ihn gern hin bekommen möchte, weil man einen Schnurbogen bekommt. Um das Vorfach vorm absinken zu hindern gibt es einen einfachen Trick. In den meisten Angelläden gibt im Fliegenfischerzubehör Schnurfett zu Kaufen. Einfach mit den Fingern das Vorfach einreiben und schon schwimmt es. Das ist ein großer Vorteil wenn man den Köder an der Oberfläche abtreiben lassen möchte. Gleichermaßen wichtig ist wie schon erwähnt die Rutenlänge. Da der Köder oft in der Strömung dirigiert werden muss oder das Ufer nicht sehr gut zugänglich ist sollte die Rute eine Länge von mindestens 2,40m haben.

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ich verwende für diese Art der Angelei eine Speedmaster DX in 2,40 mit einem Wurfgewicht von 10-30 Gr.

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gepaart mit ner 3000er Technium und ner 0,10mm Power Pro.

Als Köder hat sich ein Wobbler als besonder fängig erwiesen.

Der Orginal Floater von Rapala . Es gibt ihn in sechs verschieden Größen, von 3cm bis 13cm, wobei sich für die Forellenjagd am meisten die Modelle in 5cm und 7cm bewährt haben.

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Der OG Floater!

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So Leute, das war es jetzt erstmal mit den Bachforellen. Ab Montag ist die Zanderschonzeit vorbei.

 

Bis bald.

 

Spinner- Forellen

Hallo Leute,

in den letzten Wochen haben wir echt viele Kilometer an verschiedenen Forellenbächen gemacht. Wir konnten viele Forellen bis fast 50 cm überlisten. Die Erfolgsköder waren je nach Tageszeit und Gewässer oft sehr unterschiedlich. Manchmal wollten die Forellen den Spinner und manchmal waren kleine Wobbler bis ca. 7 cm  sehr erfolgreich. Trotzdem hat sich beim letzten Mal hat sich ein Köder als besonders fängig erwiesen.

Die Vibrax Spinner von Blue Fox:

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Gerade die Größe 3 hat sich als sehr fängig erwiesen.

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Mal sehen was in den nächsten Tagen noch so geht. Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

 

Bis bald.

 

Gummiforelle UL

Nach der ganzen Spinnerei am Bach hatte ich letzte Woche mal genug vom Blech-Propeller. In der Annahme, dass es den inzwischen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit überblitzen Forellen auch so geht, habe ich meine Tasche umgepackt und die Spinner und Wobbler erst gar nicht mitgenommen, sondern durch ein paar Packungen Kleingummis und sehr leichte Bleiköpfe ersetzt. In den flachen und eher mäßig strömenden Truttengräben sollten Jigs von 1,8 Gramm völlig ausreichen.

Dementsprechend kam für diesen Ausflug auch nur UL-Hardware in Frage: Poison Adrena 264 UL (2 bis 7 Gramm). 1000er Rarenium. 6er Nanobraid von Suffix. 20er Fluorocarbon (Shimano Ultegra). Köder-Auswahl: Kleine Twister und Shads (ca. 4 cm).

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Und ab dafür. Ich parkte mein Auto so, dass ich auf dem Hinweg mit der Strömung lief, um auf dem Rückweg gegen den Strom am Ufer entlang zu spazieren. Ich war noch keine 20 m gelaufen, da hatte ich schon den ersten Fehlbiss. Ein zweites Mal wollte diese Trutte aber nicht aufs Gummi springen. Das war zum Saisonstart noch ganz anders. Da griffen die Fische solange an, bis sie am Haken hingen. Und wenn sie sechs Anläufe dafür brauchten.

Ein paar Meter weiter der nächste Fehlbiss auf den gejiggten Shad. Dann ging 200 m lang gar nichts mehr. Keine Forellen mehr da? Wetterkrise (es regnete immer mal wieder ein bisschen)? Kunstköder-Allergie?
Höchste Zeit, Gegenmaßnahmen einzuleiten. Also: FC von 1 m auf 2 m verlängern. Mini-Twister statt Action Shad. Kurbeln statt zupfen. Bingo. Schon war ich im Geschäft.

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Meine Würfe zielten immer ans andere Ufer, leicht stromab. So konnte ich den Twister ganz langsam halb gegen die Strömung führen. Die meisten Attacken kamen unweit der gegenüberliegenden Seite, ca. 1 m vom Ufer entfernt. Ich musste also wirklich dicht ranwerfen, wenn ich einen Fischkontakt verzeichnen wollte.

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Da jetzt eine Regel draus zu machen, wäre albern. Vor allem, weil die größte Forelle des Tages auf den gezupften Twister ging.

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Die meisten Bisse hatte ich aber eindeutig beim Durchkurbeln. Inzwischen haben also auch die erst kürzlich ausgewilderten Forellen ihre Befindlichkeiten und reagieren auf manche Köderpräsentationen besser als auf andere.

Truttenjagd Part I

Hallo Leute,

morgen ist ja schon der erste Mai und somit die Schonzeit in Berlin für Barsch und Hecht vorbei. Wie ich aber schon in meinem letzten Blog erwähnt habe, ist seit dem 16 April die Bachforellensaison in Brandenburg eröffnet. Johannes und ich waren auch schon ziemlich erfolgreich und deswegen bleiben wir den Forellen auch noch ein paar Tage auf den Fersen. In diesem Jahr haben wir im Gegensatz zum letzten Jahr viele neue Salmoniedenstrecken ausprobiert. Da man an vielen Forellenbächen wirklich sehr viel laufen muss und das auf teilweise extrem unzugänglichen Pfäden, ist es wichtig, dass man nicht zu viel mit sich rumschleppt.

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Kescher, Rucksack und meine Stradic- Kombo.

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Hier riecht es doch förmlich nach Fisch.

Die erste Stecke, die wir in diesem Jahr befischten, war gleich ein Vollteffer. Schon im ersten Wurf war Rute die Rute krumm.

IMG_0529IMG_0530IMG_0531IMG_0537Um so weiter wir den Bachverlauf folgten, um so weniger Fischkontakte hatten wir.

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IMG_0625Dafür wurden die Forellen aber größer!

IMG_0606IMG_0605Und das waren die Erfolgsköder.

1. Blue Fox Vibrax Gr.3: mit ihm haben wir gefischt, wenn man eine freie Wurfbahn hatte oder relativ viel Wasserfläche schnell abgesucht werden musste.

2. Rapala Orginal Floater in 5 cm : mit ihm haben wir Stellen befischt, welche man schlecht anwerfen konnte oder wenn überhängende Äste im Weg waren. Dadurch dass er schwimmt, haben wir ihn einfach mit der Strömung abtreiben lassen. Wenn er den vermeintlichen Spot erreicht hatte, musste er nur langsam wieder eingeholt werden.

3: Rapala Coundown in 5cm. : er war optimal, wenn mal eine Etage tiefer gefischt werden musste. Mit seinen flatternden Absinkbewegungen konnten wir mit ihm so manche Forelle aus ihrem Gumpen locken.

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Meine Stradic Truttenflitsche.

 

 

BFS-Spinnern am Forellenbach

Am Bach wird zielgenaues Werfen oft belohnt. Je näher der Köder an den Unterständen der Forellen vorbei läuft, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich auf den Spinner stürzen. Die Trutten stehen gerne unter unterspülten Uferpartien, in oder unter Wurzeln der am Ufer stehenden Bäume oder unter in den Bach gestürztem Altholz. Also in direkter Ufernähe. Mit Schwimmwobblern kann man sich Zeit lassen beim Werfen und die Köder in die heißen Zonen dirigieren. Beim ufernahen Spinnern aber muss der Rotor nach dem Auftreffen auf der Wasseroberfläche gleich loswirbeln, damit er nicht in Wurzeln, Ästen oder im Moosteppich auf den Steinen hängen bleibt. Bedeutet beim Angeln mit der Stationärrolle, dass der Bügel eigentlich schon vor dem Wasserkontakt umgeklappt sein muss. Außerdem muss die Schnur schon straff sein. Bei den vielen kurzen Würfen artet das schon fast in Wurfstress aus und mit der Zeit leidet da auch ein bisschen die Konzentration, so dass gegen Ende des Angeltages immer mehr Köder weiter oder kürzer fliegen als gewollt.
Deutlich praktischer ist da eine leichte Baitcast-Kombo. Denn die Baitcaster stoppt den Schnurlauf per Kurbelumdrehung. Außerdem kann man die Würfe sehr schön abstoppen und die Köder zentimetergenau platzieren.

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Besonders exakt ist das Pitchen. Dabei lässt man den Köder aus der Hand starten und bewegt die Rute nur leicht nach oben. Der Spinner schwingt dann nach vorne. Mit ein bisschen Übung bekommt man so sehr schöne und vor allem flache Würfe hin und kann den Köder lautlos absetzen.

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Sehr zu empfehlen ist in diesem Zusammenhang die BFS-Kombo aus dem JDM-Programm. Namentlich die Aldebaran BFS und die Expride BFS. Dieses Gespann arbeitet ab 4 Gramm problemfrei – auch Einsteiger haben bei entsprechender Bremseinstellung (ich meine die Fliehkraftbremse, nicht die Sternbremse) keinen Tüddelterz.

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Auf die Rolle kommt eine 20er Mono. Ich verwende eine 20er Technium, die gut ein Viertel weniger Dehnung hat als die meisten anderen Monos. Mit einer Tragkraft von 4,7 kg hält die nicht nur die Königin der Königinnen aller Bäche sicher am Band, sondern rupft auch zuverlässig die Spinner aus dem Holz. Seit ich von 16er auf 20er umgestiegen bin, habe ich jedenfalls noch keinen Köder verloren. Obwohl ich natürlich auch mit der Multi immer mal übers Ziel hinausschieße bzw. den Spinner auch oft zu hart am Hindernis fische. Hier machen sich übrigens Einzelhaken oder widerhakenbefreite Zwillingshaken gut.

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Sicher muss man sich keine BFS-Kombo kaufen, um erfolgreich mit dem Spinner zu angeln. Wenn man aber eine hat, muss die unbedingt auch mal an den Bach geführt werden. Das macht süchtig. Ich freu mich schon auf den nächsten Ausflug und lasse sicher bald wieder von mir hören.

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Bis dahin wünsche ich euch immer eine Handbreit Trutte im Kescher!

Johannes

Saisonauftakt am Bach

Am 16 April endet die Schonzeit in Brandenburg für die Bachforellen. Da in Berlin alle Räuber noch mindestens bis zum 01.05.2015 geschont sind, widme ich den April ganz der Jagd auf die Rotgetupften. Mitte April sind Wassertemperaturen in der Regel noch so niedrig, dass Insekten und Larven noch Mangelwahre am Bach sind. Gerade deswegen ist die Jagd auf die Forellen zur Beginn der Saison mit Wobblern und Spinnern besonders erfolgsversprechend. Mit steigenden Wassertemperaturen kommt dann aber auch bei mir die Fliegenrute zum Einsatz. Wenn ich mit Wobbler und Spinner auf Salmoniden fische, werden von mir die Drillinge durch Einzelhaken ersetzt. Das hat viele Vorteile :

 

  1. Vermindertes Hängerrisiko
  2. Untermaßige Fische können unversehrter zurückgesetzt werden.
  3. Das Watangeln ist in Brandenburger Gewässer nicht gestattet, so dass alle Fische gekeschert werden müssen. Und Drillinge im Keschernetz machen sich bekanntermaßen auch nicht so gut.

 

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Sprengringe, Einzelhaken und Sprengringzange.

Ganz wichtig bei der Umrüstung auf Einzelhaken ist, dass man verschieden Hakengrößen verwendet. Wird der Bauchhaken zu groß gewählt kann es sein, dass er sich im Wurf über die Tauchschaufel legt oder sich mit dem hinteren Haken verheddert. Bei Köder mit einer länge von 5cm bis ca. 8cm haben sich die Größen 8, 6 und 4 am besten bewährt.

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Quartett im Forellendesign.

Von links nach rechts.

Rapala Countdown in 5 cm

Rapala Orginal Floater 5cm

Rapala Ultra Light Minnow in 6cm

Rapala Orginal Floater in 7 cm.

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und ein Quartett für die nicht Kannibalen

Beim Umrüsten der Spinner muss man den Drilling zuerst durch einen neuen Sprengring ersetzen. Dazu muss der Drilling mit einer Zange abgeknipst werden.

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Blue Fox Quintett

Zur Aufbewahrung  eignet sich die flache Plano Box super.

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Nachdem die Köder scharfgemacht wurden, bekommen meine Rollen auch ein kleines Upgrade.

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Sufix Nanobraid meets Aspire Fluocarbon als Vorfach

Für die Forellenpirsch unabdingbar sind auch Polarisationsbrillen!

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Purist (Gelbe Gläser) und Aspire Polbrille.

Gelbe Glässer eignen sich super für trübe Tage und schattige Stellen.

Und zum Transport noch ein kleiner Rucksack und dann kanns losgehen!

IMG_0516Zum Gerät komme ich dann im nächsten Blog. Übermorgen geht die Saison ja schon los.

 

Danke fürs Vorbeischauen