Gummigeben mit Hannes

Der Herbst da. Die schönste Angelzeit des Jahres. Oft leider etwas kurz. Also Gas und Gummi geben. Die ersten Angeltage der dritten Jahreszeit liegen bereits hinter uns. Resümee: die Fische beißen echt gut.

Am letzten Wochenende ging es gemeinsam mit meinem Freund Hannes auf Schlauchboottour. Mit diesen kleinen Booten ist ein schneller und flexibler Einsatz ohne viel Aufwand möglich. Da die Boote aufgebaut transportiert werden, ist man innerhalb kürzester Zeit nach der Ankunft am Wasser startklar.

Wir fischten mit Erfolg mehrere kleinere Gewässer in der Nähe ab.

Unsere Taktik für die Tage war stets die gleiche. Zunächst das Gewässer lesen und große  Futterfischschwärme im Freiwasser suchen. Diese beackerten wir anschließend mit großen Jig-Spinnern und Gummifischen am schweren Bleikopf im Mittelwasser. Die Entscheidung fiel bewußt auf schwere Köder, weil diese beim Einkurbeln sehr gut in tiefem Wasser geführt werden können. Viele Fische gingen in Tiefen um zirka 7 Meter ans Band.

Dabei nutzte ich direkt die Gunst der Stunde und weihte die neue Shimano Expride 272MH mit einem schönen Barsch ein. Jeder Einschlag in den Hi-Power Blank ist ein wahrer Genuss und im anschliessenden Drill zeigt sie souverän ihr Rückgrat.

Die neue Expride und ich scheint wohl Liebe am ersten Angeltag zu sein. Ich geb sie nicht mehr her…

PS: Das ich mich am Anfang des Jahres für das Black Boat 230 entschieden habe, war auch diesmal der Schlüssel zum Erfolg. Man kommt mit nichts schneller und trockener zum Fangplatz. Gummi geben bringts…

Euer Eric

Gummifisch-Ruten 2017

Auch für die Saison 2017 hat Shimano ein XXL-Ruten-Programm für jedes Geldbeute-Format auf die Beine gestellt. Weil es manche lieber ein bisschen weicher und andere gern richtig hart mögen und die einen kurz, die anderen lang, haben wir viele verschiedene Modelle am Start und in den einzelnen Serien auch viele Längen in verschiedenen Wurfgewichten. Da fällt es nicht nur Einsteigern schwer, die richtige Gummifisch-Rute für den entsprechenden Zielfisch und das entsprechende Gewässer zu finden. Dieser Gummiruten-Guide soll helfen.

Seit dem die Ruten im Handel sind, konnten meine Kollegen aus der Raubfisch-Band und ich schon so manches Modell testen. Ihr findet viele Ruten-Features im Blog, wenn ihr den Modellnahmen in die Suchmaske eingebt. Im Folgenden möchte ich mal versuchen, eine Komplettübersicht über die Shimano-Gummifischruten aufzustellen. Dabei konzentriere ich mich auf die Top-Modelle für die jeweilige Angelart. Gern könnt ihr über die Kommentar-Funktion nach Alternativen fragen.

Also: Volle Konzentration, bitteschön! Hier zupft der Verfasser mit der Expride (18-Gramm-Modell) auf Großbarsch und Zander.

Zunächst einmal was Allgemeines zum Thema Rutenlänge: Die Wurfweite steht zwar in Abhängigkeit zur Rutenlänge. Allerdings wirft eine 2,10 m lange Rute auch schon recht weit, wenn man richtig durchlädt. Wenn’s aber wirklich auf jeden Meter ankommt, machen sich die Zentimeter bezahlt. Und wenn die Fische auf Distanz beißen, wirkt sich positiv auf die Bissauswertung aus. Beim Jiggen auf Distanz zum Beispiel kann man den Köder mit einer langen Rute besser vom Grund abheben. Auf der anderen Seite lassen sich Fische im Boot vor der Landung besser mit einer kurzen Rute dirigieren. Der kleine Hebel kurzer Ruten ist auch dienlich, wenn man die Köder auf engem Raum zackig präsentieren will. Auch am Bach ist eine kurze Rute von Vorteil, weil man mit ihr besser hantieren kann.

2,4 m lange Lesath im Wallerdrill. Je länger die Rute, desto besser ist es, wenn man einen Landegehilfen an Bord hat!

Und jetzt noch etwas übers Wurfgewicht: Dem Wurfgewicht kann man auch etwas über die Power einer Rute entnehmen. Eine Rute von 20-50 Gramm ist nicht unbedingt darauf ausgelegt, 50 Gramm zu fischen. Man kann das machen. Die Rute schafft das. Aber ideal ist das nicht – schon gar nicht zum Jiggen, weil man die Gummis am Bleikopf nur schwer beschleunigen kann, wenn die Rute überlastet ist. Wenn sie außerdem schon mit einem zu hohen Ködergewicht zu tun hat, kommen auch die Anhiebe nicht mehr so hart durch, wie sie das sollen. Man kann auch mal mit einer schweren Rute leichter fischen. Umgekehrt wird’s schwieriger. Je größer der Zielfisch, je tiefer das Gewässer und je mehr Strömung, desto größer sollte der Puffer sein. Eine Rute mit einem WG von 30-80 Gramm ist z.B. eine hervorragende Zanderrute – auch wenn man mal nur mit 10 Gramm fischen muss. Wenn man allerdings weiß, dass man meistens in einem flachen Gewässer fischt, in dem die Mehrzahl der Zander kaum größer als 60 cm wird, kann man runtergehen mit dem Wurfgewicht und sich rutentechnisch komplett auf diese Situation einstellen.

Die Dialuna ist eigentlich eine Wolfbarschrute, macht sich aber super beim Zanderfischen vom Ufer, weil man mi ihr extrem weit werfen kann.

Am meisten Sinn macht es, jetzt jede Disziplin durchzugehen, die Anforderungen an die Rute zu beschreiben und euch daraufhin eine oder mehr passende Ruten anzugeben. Ich differenziere das sehr fein aus. Dass man nicht für jede „Gewichtsklasse“ zwingend eine eigene Rute braucht, ist ja klar. Wenn ihr den Katalog durchgeht, werdet ihr verschiedene Modelle in etwas stärkeren, kürzeren oder längeren Versionen finden, die dann evtl. ganz genau den speziellen Bedingungen an euren Hausgewässern gerecht werden. Für alle, die keinen Zugriff auf unseren 2016er Katalog haben, hänge ich unten Scans der betreffenden Seiten an.

 

Ultralight-Jiggen

Es gibt Leute, die bevorzugt mit ganz kleinen Ködern angeln. Manche tun dies phasenweise (z.B. wenn sich die Räuber im Sommer voll auf die frische Brut konzentrieren), andere sind Überzeugungstäter und haben große Freude daran, mit kleinen Jigs auf alles zu fischen, was das Wasser hergibt. Denn mit kleinen Twistern und Mini-Shads tut sich ein riesiges Zielfischspektrum auf. Man kann eigentlich schon gar nicht mehr von „Zielfisch“ sprechen, weil auch Karpfen, Brassen, Rotaugen, Rotfedern, Schleien und sogar Lauben auf die kleinen Gummis losgehen, wenn man sie entsprechend fein präsentiert. Wer ultrafein fischen will, kommt nicht an Taftec-Ruten vorbei. Diese haben eine 15 bis 30 cm lange und extrem dünne Spitze aus Vollcarbon (Taftec-Spitze), die dann in einen recht straffen Blank übergeht. Damit lassen sich dann auch 1 Gramm leichte Köder ziemlich weit werfen. Die sensible Spitze puffert auch die erste Spannungsspitze beim Anhieb ab, so dass man mit extrem dünnen Schnüren (0,04 bis 0,08 mm) fischen kann. Beim Biss spüren die Fische keinen Widerstand. Der Köder wird ganz easy weggeblasen und deshalb gibt’s auch wenig Fehlbisse. Taftec-Ruten gibt’s in vielen verschiedenen Längen. Man findet sogar Modelle bis 2,70 m, mit denen man dann sehr weit werfen kann. Diese Ruten eigenen sich auch hervorragend zum Dropshotten, Texas-Rig-Angeln und für viele anderen Finesse-Methoden.

Barschangeln mit den kurzen JDM-Stöcken macht nicht nur in kurzen Hosen richtig Laune.

Premium-Ruten: Dialuna XR S806 L-S (Länge: 2,59 m, zweiteilig, WG 2-15 Gramm), Expride 264 ULS (Länge: 1,93 m, einteilig, WG 2-6 Gramm), Poison Adrena 262 ULS (Länge: 1,88 m, einteilig, WG 1,5-5 Gramm),

Top-Ruten: Diaflash AX (komplette Serie, zweiteilig, Längen: 2,10 m/2,25 m/2,40 m, WGs: 1-7 Gramm/ 2-10 Gramm), Zodias 264 ULS (Länge: 1,93 m, einteilig, WG 2-6 Gramm)

Low-Budget-Ruten: Force Master (komplette Serie, zweiteilig, Längen: 2,40 m/2,70 m, WGs: 3-15 Gramm/ 5-20 Gramm/ 7-28 Gramm), Catana DX (komplette Serie, zweiteilig, Längen: 2,10 m/2,40 m/2,70 m, WGs: 1-10 Gramm/ 3-15 Gramm/ 5-20 Gramm)

 

Forellentwist am Bach

Die Gummifischangelei am Bach zeichnet sich durch viele kurze Würfe aus. Man lässt die Gummis mit der Strömung in die Gumpen treiben, wirft Wurzeln an oder fischt Schüsse (Verschmälerungen, in denen das schneller fließende Wasser das Bachbett tiefer ausgräbt) und Rauschen ab. Oft kämpft man gegen überhängende Äste und anderen Urwald. Diese Angelei erfordert ein Höchstmaß an Konzentration und Präzision. Denn jeder Fehlwurf ist ein Hänger und weil man recht fein fischt, sind Hänger oft gleichbedeutend mit einem Köderverlust. Eine Bachrute muss kurz sein, damit man im Dickicht arbeiten kann. Unterhandwürfe und Seitwärtswürfe mit kurzen Ausholbewegungen dominieren das Wurfgeschehen. Auf die kurze Distanz kommen die Bisse in jedem Blank gut an – egal wie hart oder weich er ist. Man braucht auch keine Extrapower für den Anhieb. Die Jigs wiegen nicht mehr als 5 Gramm. Dementsprechend niedrig kann auch das Wurfgewicht ausfallen. Die Forellen springen gern aus dem Wasser und sind auch so agile Kämpfer. Hier machen sich Ruten gut, die mit den Fischen mitgehen.

Premiumruten: Poison Adrena 264 UL (1,98 m, einteilig, WG 3-10 Gramm), Poison Adrena 264 UL (1,93 m, einteilig, WG 2 -7 Gramm),  Expride 266 L2 (1,98 m, zweiteilig, WG 3-10 Gramm)

Top-Ruten:  Zodias 264 ULS (1,93 m, einteilig, WG 2-6 Gramm), Zodias 264 L2 (1,93 m, zweiteilig, WG 3-10 Gramm), Bassterra XT 262 ML (1,88 m, einteilig, WG 4-8 Gramm), Sustain 19110 (1,90 m, am Griff geteilt, WG 1-10 Gramm), Speedmaster CX 18 L (1,80 m, zweiteilig, 3-14 Gramm), Nasci BX 63 L (1,90 m, am Griff geteilt, WG 3-12 Gramm) , Beastmaster DX  18 L (1,80 m, zweiteilig, 3-14 Gramm), Technium 61L (1,90 m, zweiteilig, 1-10 Gramm)

Low-Budget-Ruten: NASCI 63L MH (1,9 m, zweiteilig, WG 3-12 Gramm), Yasei Red Perch (1,9 m, zweiteilig, 3-12 Gramm), Alivio DX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-15 Gramm), Vengeance BX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Catana DX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Force Master  18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm).

Barschjiggen mit kleinen Ködern vom Boot, Streetfishing, Waldsee, an Bootsanlegern etc.

Wenn es nicht darauf ankommt, große Distanzen zu erzielen, sondern kleinräumig geangelt wird und die Köder auch nicht schwerer als 10 bis max. 15 Gramm sind, eigenen sich die Forellenruten auch gut zum Barschangeln. Evtl. kann man jeweils noch ein bisschen was zugeben an Wurfgewicht, um ein bisschen mehr Wumms zu haben, weil im Barschsee, in den Hafenbecken der City bzw. an vielen unserer Flüssen ja auch immer mit Hechten und manchmal mit Zandern oder Rapfen zu rechnen ist. Die Ruten sollten schnell sein, eine gute Rückmeldung anbieten und die Köder mit zackigen Schnipsern einigermaßen weit werfen können, weil man ja oft wenig Platz zum Ausholen hat (z.B. in der City oder am Ufer von Waldseen).

Feuer frei! Herbstbarscheln an der Spree.

Premiumruten: Fireblood 611315 (2,10 m, zweiteilig, WG 3-15 Gramm), Poison Adrena 266 ML (1,98 m, einteilig, WG 4-12 Gramm), Expride 268 ML2 (2,03 m, zweiteilig, WG 4-12 Gramm)

Top-Ruten:  Zodias 268 ML2 (2,03 m, zweiteilig, WG 4-12 Gramm), Bassterra XT 266 M (1,98 m, einteilig, WG 6-10 Gramm), Sustain 19115 (1,90 m, am Griff geteilt, WG 3-15 Gramm), Nasci 611 L (2,10 m, am Griff geteilt, WG 3-15 Gramm), Speedmaster CX 21ML (2,10 m, zweiteilig, 7-21 Gramm), Technium 611ML (2,10 m, zweiteilig, 5-20 Gramm)

Low-Budget-Ruten: NASCI 611L MH (2,1 m, zweiteilig, WG 3-15 Gramm), Yasei Red Perch (1,9 m, zweiteilig, 3-12 Gramm),  Aernos 19520 (1,90 m, zweiteilig, WG 5-20 Gramm), Alivio DX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-15 Gramm), Vengeance BX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Vengeance BX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Catana DX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Force Master  18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm).

 

Dickbarschjiggen (Boot, Kleingewässer, strukturreiches Großgewässer)

Beim Angeln in Kanälen, an oder auf kleinen Waldseen oder auch beim Bootsangeln in Hafengebieten oder Seen mit vielen Barschbergen, Altholzzonen oder Steinhäufen kommt es weniger darauf an, weit zu werfen als den Köder ganz exakt zu führen. Das gelingt vielen Angeln mit einer relativ kurzen aber auch schnellen Rute am besten. Solche Ruten haben dann ein Wurfgewicht bis 20 oder 30 Gramm und sind ca. 2,10 m lang. Natürlich sollten auch diese Ruten schnell sein und Köderkontakte blitzschnell übertragen. Nicht nur um die Bisse zu erkennen, sondern auch um Hinderniskontakte sofort anzuzeigen. Oft kann man einen Holz- oder Steinhänger noch vermeiden, wenn man schnell reagiert und den Köder über den Ast oder Felsen lupft.

Zodias oder Expride? Die Expride ist noch ein bisschen schneller. Die Zodias bietet ein überragendes Preis/Leistungs-Verhältnis.

Premiumruten: Poison Adrena 270 M (2,13 m, zweiteilig (Griff abnehmbar), WG 5 -15 Gramm), Fireblood 611520 (2,10 m, zweiteilig, WG 5-20 Gramm), Expride 270MH (2,10 m, am Griff geteilt, WG 5-18 Gramm), Lesath CX 21 M (2,10 m, zweiteilig, WG 7-28 Gramm)

Top-Ruten: Zodias 270MH (2,10 m, am Griff geteilt, WG 5-18 Gramm), Stradic 71M (2,15 m, zweiteilig, WG 10-35 Gramm), Antares DX 21 M (2,10 m, zweiteilig, WG 10-30 Gramm), Speedmaster CX 21 ML (2,10 m, zweiteilig, WG 7-21 Gramm), Speedmaster CX 21 M (2,10 m, zweiteilig, WG 7-28 Gramm), Technium 611M (2,10 m, zweiteilig, 7-28 Gramm)

Low-Budget-Ruten: NASCI 21M(2,10 m, zweiteilig, WG 10-35 Gramm)Scimitar AX 21M (2,10 m, zweiteilig, WG 10-35 Gramm), Vengeance BX 21M (2,10 m, zweiteilig, WG 10-30 Gramm), Alivio DX 210 ML (2,10 m, zweiteilig, WG 7-21 Gramm), Catana DX 21ML (Länge: 2,1 m, zweiteilig, WG 7-21 Gramm), Force Master  21ML (Länge: 2,1 m, zweiteilig, WG 7-21 Gramm)

 

Barschjiggen (Ufer, Boot, Fluss, Großgewässer)

Wenn man große Wasserfläche befischt, einen Kanal vom Ufer auseinandernimmt oder sonstwo im Niemandsland nach Barschen fahndet, braucht man eine etwas längere Rute, die erstens große Wurfweiten ermöglicht, zweitens eine zackige Köderpräsentation ermöglicht und drittens  beim Anhieb richtig gut durchzieht. Jetzt müssen wir länger werden und uns in die 2,40 m-Region vorstoßen. Auch das Wurfgewicht wird nun ein bisschen größer. Die Obergrenze liegt bei 50 Gramm. Mindestens 35 Gramm sollten diese Peitschen aber auf jeden Fall haben. Schließlich brauchen wir manchmal richtige Murmeln, um ins Tiefe vorzudringen oder entsprechende Wurfweiten zu erzielen. Je tiefer das Gewässer und je mehr Strömung, desto härter muss die Rute sein. Je mehr Zander und Hechte auf die Barschgummis ballern, desto mehr Power braucht der Rutenblank. Diese Ruten sind echte Allrounder und können dementsprechend auch zum feinen Hecht- und Zander-Jiggen mit schlanken Gummis bis 5 Inch eingesetzt werden. Deshalb wird man die eine oder andere weiter unten auch in dieser Kategorie finden.

Watangeln auf Barsch mit der Dialuna – da muss man aufpassen. Auf maximale Wurfentfernung bekommt man den Anhieb nur mit Kraft durch. Das liegt an den brutalen Wurfweiten.

Premiumruten: Fireblood 711035 (2,4 m, zweiteilig, WG 10-35 Gramm), Lesath  CX 24MH (2,4 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), Antares DX 24 MH(2,4 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), Dialuna XR 806 ML (2,59 m, zweiteilig, WG 8-28 Gramm), sephia BB 803 M (2,52 m, zweiteilig, WG bis ca. 20 Gramm)

Top-Ruten: Speedmaster CX 24 MH (2,4 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), Beastmaster DX 24 H (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Blue Romance Eging (2,55 m, zweiteilig, WG 15-30  Gramm), Technium 710 MH (2,39 m, zweiteilig, 10-35 Gramm)

Low-Budget-Ruten: NASCI 711 MH (2,40 m, zweiteilig, WG 15-40 Gramm), Scimitar AX 24 MH (2,40 m, zweiteilig, WG 15-50 Gramm), Vengeance BX Shad 245 HMH (2,40 m, zweiteilig, WG 14-40 Gramm), Vengeance BX Shad 245 HH (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Catana DX 24 MH (2,40 m, zweiteilig, WG 14-40 Gramm), Catana DX 24 H (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Alivio 24 MH (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Forcemaster BX 24 MH (2,40 m, zweiteilig, WG 14-40 Gramm)

 

Barsch (Distanzangeln vom Ufer)

Die Ruten zum Angeln auf lange Distanzen sind etwas länger als die Boots- und „Normalufer“-Ruten. Hier geht’s wirklich darum, den letzten Zentimeter zu schinden. Das geht nur über Länge und Schnellkraft. Und dann müssen diese Ruten auch die Bisse gut übertragen, was auf Distanz natürlich schwieriger ist und dann sollen sie auch noch den Anschlag durchbringen. Also unter 2,7 m geht nix. Und unter 40 Gramm Wurfgewicht auch nicht. Ganz wichtig ist dann auch, diese Ruten mit 4000er Rollen und Weitwurfschnur (wir empfehlen 12er Sufix Performance 8) zu kombinieren. Diese Ruten können nicht nur Barsch, sondern eigenen sich in einigermaßen flachen Stillgewässern und langsamen Fließgewässern auch ganz hervorragend zum Zanderfischen auf große Distanzen.

Und nochmal die Dialuna im Einsatz. Anscheinend mag ich die zum Uferangeln.

Premiumruten: Dialuna 906 M (2,90 m, zweiteilig, WG 8-42 Gramm), Fireblood 8101550 (2,70 m, zweiteilig, WG 15-50 Gramm), Fireblood 9101042 (3,00 m, zweiteilig, WG 8-42 Gramm)

Top-Ruten: Antares 27H (2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Sustain 271540 (2,70 m, zweiteilig, WG 15-40 Gramm), Sustain 301540 (3,00 m, zweiteilig, WG 15-40 Gramm), Technium 810 M (2,69 m, zweiteilig, 10-35 Gramm), Baestmaster EX27H (2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm)

Low-Budget-Ruten: NASCI 801MH (2,70 m, zweiteilig, WG 10-40 Gramm), Vengeance BX Shad 275HH (2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Catana DX 27 H Catana DX 24 H (2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Scimitar AX 27 MH (2,70 m, zweiteilig, WG 15-50 Gramm), Forcemaster BX 30MH (3,00 m, zweiteilig, WG 14-40 Gramm)

 

Zander (Boot, flacher Zandersee)

Beim Zanderangeln in flachen Seen kommen ungefähr die selben Ruten zum Einsatz wie beim schweren Barschjiggen. Man wirft hier leichte Köder und braucht ein gutes Gefühl für den Köder. Natürlich kann man auch hier mit klassischen Zanderruten in der 60-80 Gramm-Klasse angreifen. Wenn man es aber mehrheitlich mit kleinen bis mittleren Zandern zu tun hat, macht die Angelei mit feinem Geschirr mehr Spaß. Es gibt Menschen, die hier wirklich ultrafein angreifen und auch auf die Rutenlänge pfeifen. All jenen seien die Dickbarsch-Jigruten (Boot, Kleingewässer) empfohlen. Wer die Anhiebe aber sicher durchbringen will, wird ein bisschen mehr an Rutenlänge zu schätzen wissen.

Der Kollege Kazimiersch an der Speedmaster beim Boddenfischen. Eine geniale Rute zum Allroundangeln.

Premiumruten: Fireblood 711035 (2,4 m, zweiteilig, WG 10-35 Gramm), Lesath  Cx 24Mh (2,4 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), Fireblood 8101550 (2,70 m, zweiteilig, WG 15-50 Gramm) , Antares DX 24 H (2,4 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Dialuna 906 M (2,90 m, zweiteilig, WG 8-42 Gramm)

Top-Ruten: Speedmaster CX 24 H (2,4 m, zweiteilig, WG 21-56 Gramm), Biomaster 81 MH (2,44 m, zweiteilig, WG 15-50 Gramm), Stradic 81 MH (2,44 m, zweiteilig, WG 15-50 Gramm), Beastmaster DX 24 H (3,00 m, zweiteilig, WG 15-40 Gramm), Blue Romance Softbait (2,44 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Technium 90MH (2,74 m, zweiteilig, 10-50 Gramm)

Low-Budget-Ruten: NASCI 711 H (2,40 m, zweiteilig, WG 15-60 Gramm), Yasei Red Spinning Pike HPI (2,5 m, zweiteilig, 20-60 Gramm), Scimitar AX 24 MH (2,40 m, zweiteilig, WG 15-50 Gramm), Vengeance BX Shad 245 HMH (2,40 m, zweiteilig, WG 14-40 Gramm), Vengeance BX Shad 245 HH (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Vengeance BX 24 H (2,4 m, zweiteilig, WG 20- 50 Gramm), Catana DX 24 H (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Forcemaster 24 H (3,00 m, zweiteilig, WG 15-40 Gramm), Bassterra EV 80 MH (2,44 m, zweiteilig,  WG  15 – 60 Gramm)

 

Zander (Ufer, flacher Zandersee)

Im Grunde sind das die selben Ruten wie die Bootsruten für den selben Gewässertyp. Gut sind natürlich ein paar Zentimeter mehr, weil man oft ein bisschen weiter werfen muss. Deshalb tut oft ein bisschen mehr Wurfgewicht gut.

Premiumruten: Fireblood 8101550 (2,70 m, zweiteilig, WG 15-50 Gramm), Lesath 27 H (2,70 m, zweiteilig, WG 21-56 Gramm), Dialuna 906 M (2,90 m, zweiteilig, WG 8-42 Gramm)

Top-Ruten: Sustain271540 (2,70 m, zweiteilig, WG 15-40 Gramm), Sustain301540 (3,00 m, zweiteilig, WG 15-40 Gramm), Antares 27H (2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Technium 90H M (2,74 m, zweiteilig, 10-50 Gramm)

Low-Budget-Ruten: NASCI 801H (2,70 m, zweiteilig, WG 15-60 Gramm),  Yasei Red Spinning Pike HPI (2,5 m, zweiteilig, 20-60 Gramm), Scimitar AX 24 MH (2,40 m, zweiteilig, WG 15-50 Gramm), Vengeance BX Shad 245 HMH (2,40 m, zweiteilig, WG 14-40 Gramm), Vengeance BX Shad 245 HH (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Forcemaster BX 27 H (2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm)

 

 

Großzander und „Normalhecht“ (Großzandergewässer, Bodden, Fluss mit Strömung, Hechtsee)

Starke Strömung, große Tiefen oder große Zander, welche mit großen Ködern befischt werden, stellen andere Anforderungen an die Ruten, als es Zander in flachen Stillgewässern tun. Diese Ruten brauchen richtig „Bumms“, damit wir die Haken der oft schweren Jigs zuverlässig durch die harte Gaumenplatte treiben können und die Fische sicher nach Hause bringen. Hier ist kein Platz für Kompromisse. Die ideale Rutenlänge liegt im Bereich von 2,4 m und 2,7 m. Die kürzeren Versionen fischen sich etwas angenehmer und sind in der Endphase des Drills praktischer. Die längeren Modelle warten mit einem größeren Hebel für härtere Anhiebe auf. Uferangler werden eher die längeren Modelle bevorzugen – vor allem dann, wenn sie die Steinpackungen und Buhnen großer Ströme befischen. Großzanderruten eignen sich natürlich auch perfekt zum Hechtfischen, wenn es nicht mit XXL-Ködern auf Ausnahmefische gehen soll.

An der Beastmaster gefällt mir die parabolische Akion im Drill und eine Weitwurfmaschine ist sie auch.

Premiumruten: Fireblood 7113080 (2,4 m, zweiteilig, 30-80 Gramm), Fireblood 8103080 (2,7 m, zweiteilig, 30-80 Gramm), Lesath 27 XH (2,7 m, zweiteilig, 42-84 Gramm), Antares 27XH (2,7 m, zweiteilig, 50-100 Gramm)

Top-Ruten: Speedmaster CX 27XH (2,7 m, zweiteilig, 42-84 Gramm), Beastmaster Mort Manie 2702 (2,7 m, zweiteilig, 50-100 Gramm), Beastmaster EX 27 XH (2,7 m, zweiteilig, 50-100), Beastmaster 24 XHP (2,4 m, zweiteilig, WG bis 120 Gramm), Technium 90XH (2,74 m, zweiteilig, 30-80 Gramm)

Low-Budget-Ruten: Vengenace BX Shad 275 HXH (2,7 m, zweiteilig, 50-100 Gramm), Scimitar 27 XH (2,7 m, zweiteilig, WG 30-100 Gramm), Forcemaster BX 24 XH (2,4 m, zweiteilig, WG 50 – 100 Gramm),

 

 

 Großhecht

Gewässerunabhängig stellen große Hechte die größte Herausforderung fürs Angelgerät dar. Wenn man sie gezielt befischt, müssen die Ruten entsprechend große und schwere Köder schleudern können und dann auch im Drill maximalen Widerstand leisten. Diese Ruten bracuen nicht nur wegen der teilweise heftigen Drills eine Extra-Dosis Power. Man muss ja auch größere Köder werfen, wenn man gezielt große Fische fangen möchte. Köder ab einem Gewicht von 100 Gramm muss man über den Hebel herauskatapultieren. Deshalb sind die Großhechtruten gewässerunabhängig relativ lang.

Großhecht geht auch mit der Barschrute. Es war der erste Fisch, den ich mit einer JDM-Rute gefangen habe. Und zwar mit der 12 Gramm-Expride.

Premiumruten: Lesath 86XHINT (2,69 m, zweiteilig, WG 45-135 Gramm)

Top-Ruten: Biomaster Select Shad  (2,69 m, zweiteilig, WG 45-135 Gramm)

Low-Budget-Ruten: Vengeance BX Monster 30 XH (3,00 m, zweiteilig, 45-145 Gramm)

 

Ich habe euch die einzelnen Seiten zu den angesprochenen Modellen noch einmal aus dem neuen 2017er Katalog herauskopiert und hier alphabethisch geordnet. Viel Spaß beim Studieren!

Barsch-Quickies an der Spree

Es ist aber auch eine kurzgetaktete Phase im Moment. Vorgestern Magdeburg, gestern Spanien, morgen Hamburg, übermorgen Holland und dann Rostock. Dazwischen immer wieder neu das Tackle umpacken, Rollen bespulen. Das Wesentliche eben. Für Angelausflüge ist da keine Zeit. Eigentlich. Dabei fängt doch jetzt vielleicht die gute Phase an. Steuererklärung? Verdrängen! Berichte für Raubfisch, Esox, Blinker, Angelwoche und Fisch&Fang? Morgens bis mittags schreiben! Und dann schnell ans Wasser.

Dabei fange ich kurz vor der Dämmerung einen Barsch nach dem nächsten. Nach wie vor sehr gut auf X-Rap. In 6 cm Ayu und in 8 cm OG. Die etwas besseren Kaliber gehen auf Gummi. An der leichten Adrena (bis 6 Gramm) machen die schon richtig Laune.

ul-barsch4

Sicher noch ausbaufähig. Aber das mache ich dann in Holland. Hoffentlich…