Schöne und Haese werden Zweiter!

Sensationell gutes Ergebnis bei der WPC: Dustin und Jürgen sichern sich am Ende den zweiten Platz. Dabei haben unsere Jungs nur 99 Punkte weniger zusammengenangelt als das Siegerteam Coppens und Staverman. Bei der Durchschnittslänge der Holländischen Stachelritter entspricht das zwei Barschen, die im Idealfall am zweiten Tag gekommen wären, wo Jürgen und Dustin “nur” 9. wurden, weil ihnen zwei Fische gefehlt haben. Am dritten Tag hätte sie ein Hechtschniepel noch weiter nach vorne gebracht. Schon ein 63er Hecht hätte gereicht, um in der Gesamtwertung auf Platz 1 zu kommen und neben Ruhm, Tackle, vielen weiteren Sachpreisen ein weiteres Nitro einzuzsammeln. Unterm Strich ist der zweite Platz aber natürlich ein Megaergebnis. Ich bin gespannt darauf, was die Männer zu berichten haben. Das eine oder andere Feature wird hier siche noch folgen.

Ich bin außerdem auch gespannt, wie sich Eric beim Streetfishing geschlagen hat. Dazu finde ich auf der offiziellen Website keine Ergebnisse. Ziemlich schwach, ehrlich gesagt. Aber Eric wird sicher auch bald berichten.

Hier die ersten 10 Plätze bei der Boot-Kompetition:

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Das lief für die Shimano- und Rapala-Teams also richtig gut. Drei Teams unter den ersten Vier. Die ersten beiden Plätze bei der Teamwertung.

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Das liest sich doch richtig gut. Ich gratuliere und freue mich mit euch!

Allen, die heute angeln gehen, wünsche ich einen entspannten Angeltag und viel Fisch!

Johannes

Peacock-Bass-Tackle

Gemeinsam mit Arndt Bünting (Redaktion FISCH & FANG) ging es im August des vergangenen Jahres in den brasilianischen Urwald, um am Amazonas und an seinen Nebenflüssen dem Peacock Bass nachzustellen. Der Tucunare, wie ihn die Einheimischen nennen, gilt als einer der kampfstärksten Süßwasserfische überhaupt. Spektakuläre Köderattacken und spannende Drills sind garantiert. In der März-Ausgabe der „Fisch und Fang“ hat Arndt seinen Reisebericht veröffentlicht. Das dazugehörige Video ist auf der Abo DVD zu sehen (weitere Infos: www.fischundfang.de).

Auf vielfachen Wunsch erläutere ich hier noch mal, welches Tackle bei der Pirsch auf den „Pfauenbarsch“ wirklich Sinn macht.

 Multi oder Stationär?

Multi_Stationaer

Was darf es sein?

Beide Rollentypen haben ihre Vorzüge und wer den sicheren Umgang damit beherrscht, sollte auch beide Modelle mitnehmen. Nicht das wir uns falsch verstehen: Niemand muss nun auf Biegen und Brechen den Umgang mit dem einen oder anderen Rollentypen erlernen, um auf Peacock fischen zu können. Fischt das, womit ihr Euch wohlfühlt.

Mit einer Multirolle kann ich in aller Regel die Köder präziser platzieren und flacher auswerfen. Letzteres Argument gewinnt an Bedeutung wenn man weiß, dass man häufig im Dickicht angeln muss und immer wieder überwachsene Unterstände anwirft. Zudem kommen Multirollen auf Dauer besser mit den Widerständen zurecht, die große Oberflächenköder beim Einholen erzeugen.

Dsc 300

Urwald-Angeln vom Feinsten…

Stationärrollen sind klar im Vorteil wenn es darum geht, Köder immer wieder schnell einzuholen und Jigs gefühlvoll zu präsentieren.

Kurt

Das sind schon echt tolle Fische, oder?

 

Mono oder Geflochtene?

Die Diskussion um die richtige Schnur können wir kurz halten. Am Amazonas machen nur die dehnungsarmen „Braided Lines“ Sinn. Immer wieder müssen die Fische aus Unterständen herausdirigiert werden. Zudem wird mit recht hohen Tragkräften gefischt. Der dünnere Durchmesser geflochtener Leinen (im Verhältnis zu monofilen mit derselben Tragkraft) ermöglicht es mehr Schnur aufzuspulen. Bei besonders großen Fischen können das die entscheidenden Meter sein.

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Die Schnurfrage stellt sich erst gar nicht.

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Hier sieht man auch warum: Die Fische stehen hier sprichwörtlich mitten im Holz.

 

Wenn das Gepäckvolumen es zulässt, empfehle ich vier Kombos mitzunehmen. Damit ist man dann wirklich auf jede Angelsituation im Peacock –Revier optimal eingestellt:

Baitcaster Kombo 1

Rute:              Yasei Crankbait, 2,00m, WG bis 28g
Rolle:             Curado 201 E 7
Schnur:         Power Pro, Green, 0,19mm, Tragkraft bis 13 kg

Eine leichte, steife Rute mit einer schnellen Spitzenaktion. Super ausbalanciert mit der Curado, die ausreichend Leine des genannten Durchmessers aufnehmen kann. Eine perfekte Kombo für kleinere Oberflächenköder, Wobbler und Spinnerbaits und mit ausreichenden Kraftreserven im Drill.

Baitcaster Kombo 2

Rute:              Yasei Jerk, 2.00m, WG bis 110g
Rolle:             Calcutta 201
Schnur:         Power Pro, Green, 0,32mm, Tragkraft bis 24 kg

Mit diesem Set bringt ihr schwere Oberflächenköder und größere Wobbler auf Kurs. Die hohen Schnurtragkräfte sind notwendig, um kapitale Brocken aus dem Unterholz dirigieren zu können.

Spin-Kombo 1

Rute:              Yasei Speed Jigging, 2.15m, WG bis 28g
Rolle:             Twin Power 2500
Schnur:         Power Pro, Green, 0,19mm, Tragkraft bis 13 kg

Für mich erste Wahl, um die fängigen Bucktail-Jigs weit auszuwerfen und schnell einholen zu können.

Spin-Kombo 2

Rute:              Yasei Spinning Pike, 2.50m, WG bis 120g
Rolle:             Twin Power 4000
Schnur:         Power Pro, Green, 0,32mm, Tragkraft bis 24 kg

Diese Kombo setze ich dann ein, wenn die Peacocks auf Tempo stehen. Das kommt regelmäßig vor. Mit einer Stationärrolle lassen sich die höheren Schlagzahlen einfach ermüdungsfreier als mit einer Multirolle fischen.

Ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr schon bald mal die Gelegenheit habt, diese kampfstarken und wunderschönen Fische zu beangeln.

Peacock

Das hat RICHTIG Spaß gemacht!

Tight Lines,

Jürgen Haese