Hagane läuft!

Hallo Leute,

gestern abend beim Streetfishing an der Spree dämmerte es schon, aber mir ging ein Licht auf!

Ich fischte ultraleicht auf Barsche, dabei fiel mir auf, wie gut meine Stradic FK 1000 auch nach zwei Jahren noch läuft. Ich habe sogar das Gefühl, sie läuft immer besser!

Und ich habe sie nicht geschont…

Im Rückblick muss ich zugeben: Ich war zunächst durchaus skeptisch, die Rolle hat nicht mehr den Öl-Port zum selbst nachfüllen, das fand ich bei den Rollen aus der Vor-Hagane-Zeit gleichermaßen beruhigend wie auch praktisch. Die mit Hagane-Getriebe ausgestatteten Rollen sind schlicht und ergreifend wartungsfrei. Ich denke nach 2 Jahren hartem Dauereinsatz kann ich sagen: Hagane läuft!

Auch gleich geht`s wieder zum Fahrrad-Streetfishing mit der Stradic- Diaflash Kombo, wahrscheinlich gibt`s ein nur paar mittlere Barsche, aber wer weiß…

Für Euch habe ich aber vorher noch ein paar Bilder von einer wirklich empfehlenswerten Rolle, die mich jedesmal wieder nicht nur technisch, sondern auch optisch erfreut.

Viele Grüße von Jochen Dieckmann

 

Auf Bachforelle mit der neuen Sahara

Vereehrte Besucherinnen und Besucher,

endlich geht alles wieder los!

Auch in diesem Jahr startete ich die Raubfischsaison mit der Angelei auf Bachforellen am Brandenburger Niederungsbach. Ich muss mich jedesmal entscheiden zwischen der Spinn-oder der Flugangelei. Das fällt mir eigentlich immer schwer, denn beides ist für mich gleich reizvoll.

Zum Spinnangeln bevorzuge ich eine leichte bis sehr leichte Spinnrute, um auch sehr leichte Blinker oder Wobbler gut werfen zu können. Zu einer solchen Rute gehört natürlich ebenfalls eine sehr leichte und kleine Rolle. Ich bespulte die neue Shimano Sahara FI mit der ebenfalls für 2017 erstmals unter Shimano erschienene Kariki Geflechtschnur in 0,07mm und fischte diese Komponenten an der bewährten Zodias ML 2,03m Rute mit dem Wurfgewicht 4-12g.

Als Blinker-Köder dienten mir kleine Löffel und Kleinstwobbler. Die Löffel-Blinker: 1. Blue Fox Moresilda Trout Series in 4,8cm, 6g 2. Blue Fox More-Ungen 2,6cm, 2,5g. Als Wobbler nutzte ich die Miniversionen vom Rapala Countdown in 3cm, 4g und 5cm, 5g. Diese Köder ließen sich mit der genannten Kombo sehr gut werfen. Besonders die Kleinversion des Küstenblinkers Moresilda brachte Bonusfische mit sehr weiten stromauf oder stromab geführten Würfen, wenn die Bafos durch den hohen Angeldruck sehr vorsichtig geworden waren und anscheinend ein wenig mehr Abstand zum Angler haben wollten.

Ingesamt kann ich dazu raten, die Köderführung abwechslungsreich zu gestalten, auch immer mal stromab zu werfen und zusätzlich die Einholgeschwindigkeit zu variieren. Und bitte nicht wundern, dass in meiner Köderliste kein Spinner auftaucht. Selbstverständlich ist der Spinner ebenfalls ein vorzüglicher Köder zum Forellenangeln. Ich mag einfach die Ähnlichkeit zu einer meiner anderen Lieblingsdisziplinen: dem Meerforellenangeln an der Küste. Bachforelle und Meerforelle sind extrem nah verwandt- so auch meine Angelmethoden – ganz einfach!

Die neue Sahara hat sich jedenfalls super bewährt, gerade wenn der ein oder andere Fisch in die Bremse zog. Auch diese Rolle ist mit dem kaltgeschmiedeten und darum extrem robusten Hagane-Getriebe ausgestattet. Das 1000er Modell wiegt 215g, hat eine 5 :1 Übersetzung und damit einen Einzug von 66cm pro Kurbeldrehung. Ihre Zuverlässigkeit und ihr ruhiger Lauf ermöglichten mir die volle Konzentration auf den Wiesenbach…

Mit freundlichen Grüßen, Jochen Dieckmann

P.S.: Die sensationelle Shimano Kariki Schnur bekommt demnächst noch einen Extra-Eintrag!

 

 

 

 

 

Zander on the Rocks

Hallo Leute,

in den letzten Wochen ist ja leider nicht ans Angeln zu denken, deshalb hier ein kleiner Rückblick aus dem Dezember. Der Dezember lief phasenweise echt sehr gut. Leider war  es oft sehr kalt, so dass ich nicht so oft ans Wasser konnte, wie ich wollte. Irgendwie habe ich den letzten Jahren an Tagen kurz bevor ein Gewässer zufriert immer gute Erfahrungen gemacht. Besonders beim  Zanderangeln. Es kommt  mir so vor, als ob sich die Zander jedes Mal auf eine lange Durststrecke vorbereiten.

Dadurch dass der See schon zum größten Teil zugefroren war, konnten wir eigentlich nur an den Stellen fischen, wo der See eisfrei war.

 

Zum Glück war das Eis nicht sehr dick.

 

Dort mussten wir hin.

Es war unglaublich, als ob sich die Zander unter dem eisfreien Bereich gestapelt hatten. Wir konnten wirklich viele Zander überlisten.

 

Fireblood + Stradic = die perfekte Zanderkombo

Im diesem Sinne bis bald (mit der Hoffnung auf wärmere Temperaturen).

 

Die HAGANE-Kaltschmiede-Technologie

Der auf dem HAGANE-Konzept basierende Rollenfertigungsprozess bezieht seine Stärke aus der einzigartigen Metallverarbeitungstechnologie, die Shimano über viele Jahrzehnte weiterentwickelt hat. Es geht hier primär um die Kaltschmiede-Technologie, die ein Kernelement im HAGANE-Produktionsprozess darstellt. Diese Technik macht das HAGANE-Getriebe stark – vom Zahn eines Zahnrades bis zum Getriebekern.

 

kaltschmieden

 

Im Gegensatz zum Warmschmieden erreichen wir mit unserer Präzisions-Kaltschmiede-Technologie, bei der das Metall bei Raumtemperatur gepresst wird, höchste Präzision und Widerstandsfähigkeit. Das HAGANE-Getriebe wird mit einem Druck von ca. 200 Tonnen auf das Rohmaterial produziert. Um ein auf höchster Ebene fehlerfreies Hochpräzisionsgetriebe zu formen, stellen wir die Einzelteile in einem einzigen Prozess ohne Schneidevorgang her. Diese Qualität trägt zurecht den Namen „Transformiertes Metall“.

 

Hohe Dichte: Metall wird mit einem Druck von ca. 200 Tonnen verdichtet

kaltschmieden-1Ein Vergleich zwischen einem kaltgeschmiedetem Präzisions-HAGANE-Getriebe und einem Cast-Getriebe aus Zink zeigt deutlich die Unterschiede. Im Gegensatz zum Zink-Getriebe, bei dem das Rohmaterial eingeschmolzen und dann in eine Form gegossen wird, erreicht man beim Kaltschmieden eine höhere Dichte der Kristalle (geringerer Abstand zwischen den Kristallen). Dieser Fabrikationsvorgang ist der Hauptgrund dafür, dass wir robustere Getriebe bauen können.

 

Extremer Härtegrad: Aufgrund des kontinuierlichen Metall-Flusses ist das Getriebe außergewöhnlich stark.

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Der Fluss von Metall steht in Bezug zu den Flüssen der metallografischen Struktur. Während des Präzisionskaltschmiede-Prozesses, bei dem die Zahnradoberfläche nicht maschinell bearbeitet wird, wird der Fluss des Metalls nicht unterbrochen. Dadurch, dass die Metallstruktur auf der ganzen Form erhalten bleibt, ist das Getriebe enorm stoßresistent und extrem schwer zu brechen.

 

Außergewöhnliche Laufruhe: Extrem glatte Zahnrad-Oberflächen ermöglichen auch bei intensivem Einsatz über Jahre hinweg eine geschmeidige Rotation

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Auf der Oberfläche eines maschinell gefertigten Getriebes sind winzige Sprünge und kleine Metallnasen, die zur Ermüdung des Materials führen. Auf der anderen Seite findet man so gut wie keine Unebenheiten auf dem HAGANE-Getriebe. Auch nach vielen harten Angeljahren wird dieses Getriebe keine Störgeräusche von sich geben und dafür sorgen, dass die Rolle noch genauso geschmeidig rotiert wie am ersten Tag.

Was bedeutet HAGANE?

Und wie spricht man’s eigentlich aus? Das können wir direkt klären: Die Betonung liegt auf dem “E” wie Emil. Also ha-ga-nE! Und was es bedeutet? Nun ja. Wie so manch einer von euch schon geahnt hat kommt der Begriff aus Japan. Gibt man ihn in ein Übersetzungstool ein, kommt der Begriff “Stahl” heraus. Und das soll jetzt ein neues Konzept sein? Um zu verstehen, warum Shimano sich für den begriff “Stahl” als Headline für ein neues Rollenkonzept entschieden hat, muss man ein bisschen zurückschauen und wissen, dass die Japaner ein seinen Traditionen verpflichtetes Volk sind. Die Shimano-Technologie basiert auf der Tradion der Metallverarbeitetung.

Hagane steht für die Tradition der Metallverarbeitung!

Die Tradition der Metallverarbeitung in der japanischen Stadt Sakai (Hauptsitz von Shimano) geht bis in die Konfun-Epoche im 5. Jahrhundert zurück. Das technologische Knowhow wurde von Generation zu Generation weitergegeben und floss in die Fabrikation von Schwertern, Küchenmessern, Schusswaffen und anderen Präzisionsgeräten aus Metall ein – wie auch in die Manufaktur von Fahrrad-Komponenten. 1921 wurde Shimano Iron Works gegründet. Aufgrund des auf einer jahrhundertelangen Tradition fußenden Erfahrungsschatzes arbeitetent man hier vom Tag der Firmengründung mit zukunftsweisenden Technologien, die es möglich gemacht haben, immer wieder mit bahnbrechenden Innovation aufzuwarten. Auf dem Foto sieht man „Bantam“ (kam 1979 auf den Markt).

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Die Bantam markiert den Anfang der Geschichte der kompromissbefreiten Angelrollen-Herstellung.

HAGANE ist das neuste Produkt einer Philosophie, die Shimano von Rollengeneration zu Rollengeneration weiterentwickelt hat.

Aha. Geht’s noch ein bisschen konkreter? Na klar!

Das HAGANE-Konzept fußt auf 4 Säulen:

  • einem kaltgeschmiedeten Getriebe
  • dem Micromodule-Getriebe mit hochveredelten Zahnrädern
  • dem X-Ship-Präzionsgetriebe
  • dem Hagane Body.

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Wir haben Rollen, in denen alle 4 HAGANE-Feartures verbaut sind und welche, mit einem Teil der HAGANE-Features. Das kann man dem Katalog entnehmen.

hagane-rollen

Die kaltgeschmiedeten Präzisionsgetriebe repräsentieren den höchsten Standard der Metallverarbeitungstechnologie.

 

a. das kaltgeschmiedete Präzisionsgetriebe

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Die kaltgeschmiedeten Präzisionsgetriebe repräsentieren den höchsten Standard der Metallverarbeitungstechnologie.

Im Gegensatz zum Warmschmieden erreichen Shimano mit der Präzisions-Kaltschmiede-Technologie, bei der das Metall bei Raumtemperatur gepresst wird, höchste Präzision und Widerstandsfähigkeit. Das HAGANE-Getriebe wird mit einem Druck von ca. 200 Tonnen auf das Rohmaterial produziert. Um ein auf höchster Ebene fehlerfreies Hochpräzisionsgetriebe zu formen, stellt Shimano die Einzelteile in einem einzigen Prozess ohne Schneidevorgang her. Diese Qualität trägt zurecht den Namen „Transformiertes Metall“.

b. Micromodule-Getriebe mit hochveredelten Zahnrädern

hagane-micromodule

Das Micromudule-Getriebe sorgt für einen geschmeidigen Lauf.

Dank der hochveredelten Getriebezahnräder ermöglicht das “Micromodule Gear System” einen nahtlosen Übergang von einem Zahn auf den nächsten und erreicht damit eine ultrakonstante Kraftübertragung. Das System reduziert Störgeräusche und unterstützt den Angelprozess mit einem Höchstmaß an Feinfühligkeit. So spürt man auch ganz feine Bisse, kann Steinkontakte von Anfassern klar unterscheiden. Der hochakkurate Bewegungsablauf dieses Getriebes wird vom HAGANE-Body geschützt, einem hyperstabilen Metallgehäuse. Die Kombination aus präzisem Getriebe und dem robustem Gehäuse sind ein Garant dafür, dass der geschmeidige Lauf bis in die Ewigkeit erhalten bleibt.

c. X-Ship-Präzionsgetriebe 

Das X-Ship Präzisionsgetriebe ermöglicht ein widerstandsloses Einkurbeln mit enormer Kraftübertragung.

Das X-Ship Präzisionsgetriebe ermöglicht ein widerstandsloses Einkurbeln mit enormer Kraftübertragung.

Auch wenn große Köder mit viel Wasserwiderstand eingezogen werden, sorgt dass X-Ship System für einen geringen Kurbelwiderstand und einen geschmeidigen Lauf. Dieses Shimano-Patent macht das Getriebe robuster, u.a. durch ein vergrößertes Zahnradgetriebe, optimierte Positionierung der Ritzel und durch die Kugellager, die das Zahnradgetriebe unterstützen. Die hohe Kraftübertragung macht sich besonders im Kampf mit großen Fischen bemerkbar, wo man die kampfstarken Kontrahenten ohne großen Kraftaufwand herankurbeln kann.

d. Hagane Body.

 Der superstabile “HAGANE”-Body schützt die Getriebe-Rotation vor Schlägen und extremen Zugbelastungen.


Der superstabile “HAGANE”-Body schützt die Getriebe-Rotation vor Schlägen und extremen Zugbelastungen.

Der HAGANE-Body besteht aus biegesteifen Metallen wie Aluminium und Magnesium. Bei minimalem Gewicht eliminiert das Gehäuse Biegeermüdung und eine Verkrümmung der Rolle, so dass die Kraftübertragung voll erhalten bleibt. Außerdem schützt das harte Gehäuse den Lauf des Getriebes und das Micromudule Gear System vor Schlägen, so dass der geschmeidige Lauf auch unter extremen Belastungen erhalten bleibt.

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Der metallene HAGANE-Body ist nicht nur funktional – er glänzt auch durch sein reduziertes Design.

 

Hat das geholfen? Ich hoffe doch! In einem nächsten kleinen Feature werde ich nochmal ein bisschen auf die Metallverarbeitung eingehen. Dieses Kaltschmieden ist schon ne krasse Sache!

Bis dahin bin ich aber sicher nochmal Angeln gegangen. Wenn was gebissen hat, melde ich mich mit einem Fangbericht. Wenn nicht, ist das Kaltschmiede-Feature mein nächster Blogeintrag. Drückt mir mal die Daumen!

Johannes

 

Arashi Zander

Hallo Leute,

mein Urlaub ist schon wieder seit ein paar Wochen vorbei, leider hatte ich nicht wirklich viel Zeit um ans Wasser zu kommen. Zum Glück waren die paar Ausflüge die machen konnte dafür sehr erfolgreich, so dass ich trotzdem einige Fische fangen konnte. Durch die ganzen  Wetterwechsel (Wind und Regen) waren die Zander in den letzten Wochen richtig in Fahrt gekommen und Beißfreude.

Viele Angler unterschätzen solche Situationen, denn an solchen Tagen sind einige Köder anderen weit überlegen. Ich hab früher auch einfach nur den Gummifisch gefaulenzt und darauf gewartet dass ein Zander irgendwann den Köder am Grund nahm. Aber wenn die Fische sehr aktiv sind fangen Köder die man schnell und aggressiv fischen kann bei weitem besser als Gummifische. An solchen Tagen kommen bei mir Crankbaits zum Einsatz ! Beim Fischen mit Crankbaits kann man eigentlich nichts falsch machen, da diese einfach nur ein gekurbelt werden müssen. Dadurch kann man relativ schnell viel Wasserfläche absuchen. Durch die bullige Körperform und den eingebauten Rasselsystem sorgen sie immer für die nötige Aufmerksamkeit.

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Die Storm Arashi Rattling Deep in 7 cm und Rattling Flats in 5,5cm.

Dem Rattling Deep gibt es in 3 Ausführungen:

6,6cm mit eine Lauftiefe von ca. 3,30m in 16g.

7,0cm mit einer Lauftiefe vom ca. 5,50m in 22g.

9,0cm mit einer Lauftiefe von ca. 7,50m in 32g.

Den Ratling Fat gibt es nur in 5,5cm mit einer Lauftiefe von ca. 2,30m in 12,50g.

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Das Gerät das ich zum Cranken verwende.

Rute : Sustain in 1,90m WG: 7-28 Gr.

Rolle : 2500 Stradic FK

Schnur : 0,13mm Power Pro 8 Slick

Vorfach: 0,33mm Aspire Fluocarbon.

 

Bis bald.

 

 

Ein Abend an der Oder

Irgendwie zieht es mich immer wieder an diesen schönen Fluss. Der Grund dafür: hier wird es nie langweilig. Zum einen ist es der für Angler interessante Flusslauf mit Buhnen, Gumpen und Untiefen. Zum anderen hat die Oder fast immer eine Überraschung parat.

So auch diesmal. Zielfisch war der Zander. Da blieb es bei einigen kleinen Exemplaren und einem Aussteiger vor dem Kescher. Im Laufe der Dämmerung stieg dann dieser Wels ein.

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Sicher kein Gigant. Aber er zog es vor, den Großteil des Drills im Hauptstrom zu verbringen und das war richtig spannend.  Zumal meine neue Gummifischkombo, Yasei Spinning Pike in 2,5m Länge und einem Wurfgewicht von 40gr bis 120gr und der Shimano Stradic Hagane 4000 XG FK, ordentlich zu tun hatte. Das machte viel Spaß und dennoch hatte ich zu jedem Zeitpunkt ein gutes Gefühl im Drill. In dieser Ruten- und Rollenkomposition steckt enorm viel Power!

Das Maßband zeigte 127cm. Bis dato mein größter Oderwels.

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Aber da geht sicher noch was. Ich bleibe dran und werde berichten.

Euer Eric

Twin Power Hagane: Porsche oder Benz?

Einer muss es ja tun. Und so habe ich mich bereit erklärt, die neue Twin Power Hagane in mein Stationärrollen-Arsenal aufzunehmen und eine Weile zu testen, bevor ich mich hier zu Lobpreisungen hinreißen lasse. Die Versuchung war allerdings groß, schon nach dem Auspacken ein Feuer-und-Flame-Feature auf unseren Blog zu knallen. Ich fische an meinen Expride und Poison Adrenas, Biomasters und Stradic-Ruten hauptsächlich Stradic Ci4+s und Rareniums – also Rollen, die durch ein außergewöhnlich gutes Preis/Leistungs-Verhältnis bestechen. Die Passats unter den Angelrollen sozusagen. Und dann steht da plötzlich ein Porsche in der Garage. Schnittig sieht er aus. Anspringen tut er wie kein Wagen vor ihm. Und wenn er erstmal auf Touren ist, kann man ihn kaum mehr stoppen. Nur eines lässt die TP Hagane vermissen. Dieses porschetypische „Ich-sitze-direkt-auf-der-Straße-Feeling“ und um mich brummts und dröhnt’s, das man von den Carerras kennt (wenn man es kennt). Und wenn ich’s mir recht überlege, ist sie am Ende dann doch ein Benz. Mit ihrer Laufruhe. Dem fein justierbaren Bremssystem, dem reduzierten Edel-Design und der silbergrauen Karosserie.

Die Twin Power Hagane – vollgepackt mit feinsten Features.

Die Twin Power Hagane – vollgepackt mit feinsten Features.

Ich bin Keiner, der sich allzu intensiv mit Rollen-Technologie auseinandersetzt. Es gibt Menschen, die jedes Kugellager beim Namen kennen oder die die Explosionszeichnungen auswendig lernen, bevor sie das erste Mal ans Wasser stürmen. Wenn ich ganz ehrlich bin, bin ich auf dieser Ebene eine ziemlich faule Socke und würde das auch gern ändern. Ich befürchte aber, dass ich dazu zu stark den weniger technikaffinen und mehr emotionalen Anglertyp verkörpere, der mit seinen neuen Klamotten schnellstmöglich drauflosangelt und dann schon fühlt, ob mein Setup galaktisch, weltklasse, großartig oder einfach nur sehr gut ist. Aber vielleicht arbeite ich da ja noch ein bisschen an mir. Das kann allerdings noch ein bisschen dauern.

Und so kann ich euch in diesem Moment nicht viel mehr zur technischen Ausstattung sagen, als das, was im Katalog steht:

  • Made in Japan
  • Hagane-Getriebe und Hagane-Gehäuse
  • X-Ship-Getriebe
  • G-Free-Gehäuse
  • Spule aus kaltgeschmiedetem Aluminium (AR-C Spulendesign)
  • CORE PROTECCT gegen das Eindringen von Wasser in Rotor und Gehäuse
  • Bügelarm aus einem Stück
  • T-Knauf ab Größe 3000
  • 9 Kugellager plus 1 Walzenlager
  • Übersetzung Modelle 2500S und C3000: 5,2:1 / Modell 4000HG: 5,8:1
  • Das „S“ bei der 2500er steht für „Shallow“ und meint die flache Spule
  • Das „C“ bei der 3000er steht für „Compact“ und meint das kompakte Gehäuse
  • Das „HG“ bei der 4000er steht für „High Gear“ und meint die hohe Übersetzung (5,8:1)

 

So. Geschafft. Jetzt kann ich das Teil endlich angeln. Also ran an die Rute. Aber an welche denn? Eigentlich matchen die Exprides ja perfekt mit den superleichten Ci4+ Stradics. Und eigentlich sollte man da auch nix dran ändern. So eine Premium-Rolle schreit aber nunmal nach einer Premium-Rute. Also ran an meine stärkste Expride.

Und jetzt voll offensiv mit pinkfarbener Sufix Performance 8 (12er).

2500er Twin Power mit pinkfarbener Sufix Performance 8 (12er) an der Expride und obendrüber ein paar orangene Flossen – was will man mehr?

Und was soll ich jetzt noch großartig schreiben? Nur so viel: Alle Befürchtungen haben sich bewahrheitet. Ich fahre selber einen Passat und brauche eigentlich keinen Benz. Aber wenn man mal eine Weile mit dieser Rolle gefischt hat, kann man sich auch als Passat-Fahrer gut an das Benz-Gefühl gewöhnen. Das ist auf jeden Fall ein Schritt nach vorne. Keine Ahnung, ob ich die Rolle wieder von der Rute trenne. Freiwillig gehe ich den kleinen Schritt zurück wahrscheinlich nicht. Da wird’s den Mercedes-Fans nicht anders gehen.

Ich versteh nur Hagane…

Meine Kollegen sind teilweise schon im Besitz einer dieser Stradic Hagane-Rollen. Meine kommt irgendwann im September. Da wir rollentechnisch eh im Premium-Segment unterwegs sind, kann ich die Zeit bis dahin sicher gut überbrücken. Nachdem ich aber schon Flyer- und Katalog-Texte übersetzt habe und die Stradic Hagane auf der ICAST (USA) und der AFTA (Autralien) als beste Stationärrolle ausgezeichnet wurde, bin ich langsam aber schon neugierig, wie sich das Teil kurbelt.

Sobald ich aus dem Urlaub zuhause bin, werde ich euch mal ein bisschen mehr über das Hagane-Konzept berichten. Dabei geht’s vor allem um die Langlebigkeit und ums Feelig. Wobei sich die Stradic auch optisch weiterentwickelt hat. Aus dem schneeweißen Highspeed-Geschoss ist ein richtig schickes Designbrett geworden. (Die Ci4+ gibt’s aber weiterhin.)

Stradic-Hagane