Die Superduper-Japan-Zange

Seit neustem haben wir auch JDM-Tools im Programm. Ein Teil davon wollte jeder Teamangler haben, nachdem wir auf der Hausmesse vorgeführt bekommen haben, wie scharf die Klingen sind und wie die dann auch durch Geflochene durchgehen. Wie ein 300-Grad heißes Skalpell durch einen zimmerwarmen Butterblock nämlich. Oder noch krasser. Kein Ausfransen. Jeder Schnitt sitzt. Und ein Sprengringzacken ist auch noch dran. Normalerweise müsste man da mal ein Video von machen. Hab ich aber gerade nicht parat. Dafür ein paar Bilder…

Sieht gut aus...

Sieht gut aus…

... ist federleicht...

… ist federleicht…

... und rasiermesserscharf.

… und rasiermesserscharf.

Um diese Klinge geht's.

Um diese Klinge geht’s.

… und mein Ehrenwort: Das Ding ist krass scharf!

Wasserdichte JDM-Tragtaschen

Gerade bin ich von einem langen Trip zurück gekommen. Über Kaltenkirchen ging’s nach Holland und dann wieder zurück (leider). Gute Fische habe ich gefangen und viele Videos haben die Fisch&Fang bzw. Dustin und ich produziert. Im Kaltenkirchener Angelladen habe ich mich vor der Reise noch mit ein paar Kleinigkeiten ausgestattet: Wirbeln, Haken, Rassel-Systemen etc. Der Megatreffer aber sind zwei Tragtaschen aus dem Shimano JDM-Winterkatalog. (Bzw. ist da nur eine drin, erhältlich sind aber zwei Modelle).

Oben die kleine und unten die große Tasche.

Oben die kleine und unten die große Tasche.

Das Ding trägt den schönen Namen „Gepolsterte Zubehörtasche BA021N“. Auf dem Bild im Katalog sieht man gar nicht, wie toll die ist. Für mich ist das die beste Tragetasche, die ich jemals besessen habe. Und zwar weil sie gepolstert UND leicht UND wasserdicht ist UND für meinen Geschmack auch noch richtig „cool“ aussieht.

Doppeltes Verschlusssystem. Für "mal eben kurz dicht machen" ein Klettverschluss. Zur Komplettabdichtung ein fetter Reißverschluss.

Doppeltes Verschlusssystem. Für „mal eben kurz dicht machen“ ein Klettverschluss. Zur Komplettabdichtung ein fetter Reißverschluss. Hier kommen die Farben übrigens am nähsten an die Realität ran. (Schlechtes Licht und einfach Kamera…)

In die Fronttasche der großen JDM-Tragtasche passt einiges rein.

In die Fronttasche der großen JDM-Tragtasche passt einiges rein.

In die Fronttasche der kleinen Tragtasche passt Fluorocarbon und ein bisschen Kleinzeug. Diese Tasche ist die "Lauftasche" für Leute, die wissen, was sie ans Wasser tragen müssen.

In die Fronttasche der kleinen Tragtasche passt Fluorocarbon und ein bisschen Kleinzeug. Diese Tasche ist die „Lauftasche“ für Leute, die wissen, was sie ans Wasser tragen müssen.

Kann man die Polsterung erahnen?

Kann man die Polsterung erahnen?

Jaja. Ein schlechtes Foto. Aber heute Morgen ikst noch kein Fotolicht im Büro. Vielleicht kann man aber erahnen, dass der Trageriemen ebenfalls zum Verwöhntragekomfort beiträgt.

Jaja. Ein schlechtes Foto. Aber so früh am Morgen ist noch kein Fotolicht im Büro. Vielleicht kann man aber erahnen, dass der Trageriemen ebenfalls zum Verwöhntragekomfort beiträgt.

Die Polsterung hat nicht nur den Vorteil, dass das Zeug im Inneren gegen Schläge geschützt ist. Die Dämmung trägt auch zum Verwöhntragekomfort bei, der diese Tasche auszeichnet.

Features sind außerdem:

  • Ein großer und leicht zu öffnender Reißverschluss
  • Wasserabweisendes Material (im Katalog steht „karbonartig“ – ich find‘s einfach nur geil)
  • Überlappender Deckel zum Schutz vor eindringendem Wasser
  • Größe: 25 x 46 x 31 cm / Fassungsvermögen 28 Liter (und im Angelladen gab’s noch eine flache Version: 25 x 46 x 20 cm / Fassungsvermögen 12 Liter)

Kann man sich gut zu Weihnachten schenken, denke ich.

Die perfekte UL-Gummi-Barsch-Kombo

Seit ich aus Holland zurück bin, muss ich mich mit einem „Notbesteck“ durch den Barschherbst kämpfen. Um die 80 Euro fürs Sperrgepäck zu sparen, habe ich mein mit den meisten meiner Lieblingsruten vollgestopftes Rutentransportrohr bei Dustin in Düsseldorf gelassen, um es von einem Logistikunternehmen abholen zu lassen. Da habe ich die Rechnung aber ohne Dustins Praktikantin Eva gemacht, die dem Mann vom Paketdienst das mit Shimanoaufklebern dekorierte Abflussrohr verweigert hat. Eine Woche lang habe ich mich Tag für Tag drüber gewundert, dass mir niemand meine Ruten bringt. Bis mich Dustin gestern darüber benachrichtigt hat, dass das Rohr noch in der Abstellkammer seiner Firma steht. Konnte Eva aber auch nicht wissen. Es sei ihr also verziehen.

War auch nicht schlimm, weil ja noch ein paar Ruten in meinem Waffenschrank stehen. Die wurden jetzt ein bisschen intensiver gefischt, was ihnen erstens nicht schadet und mir zweitens evtl. sogar zu ein paar guten Barschen verholfen hat, die ich sonst nicht gefangen hätte. Denn zur Zeit läuft‘s recht gut auf UL-Jigs, die man am besten am allerfeinsten Geschirr anbietet.

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Bei fast jedem Barschbild wird mir klar, warum ich diese Fische so gern mag. Herrliche Farben.

Die einzelnen Komponenten habe ich hier schon mehrfach gepostet. Weil bei meiner UL-Taftec-Kombo aber jedes Rädchen so schön ins nächste greift, stelle ich heute mal das komplette Setup vor.

 

Rute: Expride 262 UL-S, Länge: 6‘ und 2‘‘ (1,88m), Gewicht: 90 g, WG: 2 – 6 g, Besonderheit: Taftec-Spitze (Solid Tip)

Expride 262UL-S

Expride 262UL-S

 

Rolle: Stradic Ci4+, Größe: 1000, Gewicht: 164 g, Schnureinzug: 75 cm pro Kurbelumdrehung

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Die Stradic Ci4+ ist nicht nur leicht, sondern auch schnell. Und kurbelt sich erste Sahne. Wirklich ein seidenweicher Lauf.

 

Schnur: Sufix Nanobraid, Stärke: 0,06 mm, Tragkraft: 3,3 kg

Die 0,04er ist mir fast ein bisschen zu fein für die Berliner Barsch-Bomben. Aber als 0,06er ist sie immer noch sehr dünn und hat mit 3,3 kg eine Tragkraft, die kein Barsch in Gefahr bringt. Zumindest kein einheimischer...

Die 0,04er ist mir fast ein bisschen zu fein für die Berliner Barsch-Bomben. Aber als 0,06er ist sie immer noch sehr dünn und hat mit 3,3 kg eine Tragkraft, die kein Barsch in Gefahr bringt. Zumindest kein einheimischer…

 

Leader: Aspire Fluorocarbon, Stärke 0,20 mm, Tragkraft: 2,59 kg

Die neuen Spulen sind ein Traum - in allen Stärken.

Die neuen Spulen sind ein Traum – in allen Stärken.

Die Vorteile dieser Konfiguration: Durch die Taftec-Spitze, die nicht nur den Fischen beim Biss keinen Widerstand entgegensetzt, sondern auch die Spannungsspitze beim Anhieb wegnimmt, kann man sehr fein fischen. Dank des hohen Schnrueinzugs kurbelt man sich mit der 1000er Stradic nicht den Arm aus. Mit ihrem niedrigen Gewicht passt sie natürlich sehr gut zu der sehr leichten Rute. Die 6er Nanobraid ist extrem dünn. Dadurch kann man mit weniger Gewicht angeln und hat dennoch einen erstklassigen Kontakt zum Köder. Das Aspire FC steckt Muschelkontakte sehr gut weg (hohe Abriebfestigkeit) und ist auf einer extrem praktischen Spule aufgewickelt. Dadurch habe ich keinen überflüssigen Verschleiß.

Und was ganz wichtig ist: Barschdrills machen an der Kombo extrem viel Spaß!

Rute krumm. Der Insider erkennt: Das kann kein Riese sein. Sonst wäre die UL-Latte mal so richtig krumm.

Rute krumm. Der Solid Tip-Insider erkennt: Das kann kein Riese sein. Sonst wäre die UL-Latte mal so richtig krumm.

Richtig erkannt. Es war nur eine kleine Nudel.

Richtig erkannt. Es war nur eine kleine Nudel.

Die besseren Fische beißen oft erst kurz vor Dienstschluss.

Die besseren Fische beißen oft erst kurz vor Dienstschluss.

Also: Merci an Eva! Hast Du gut gemacht! Und viel Spaß weiterhin bei TBM!

Köderboxen aus dem Japan-Programm

Im Katalog sieht man ja oft nicht, was die Sachen können. Und so war ich selber überrascht, als ich gestern meine neue Tackle-Box aus dem Japan-Programm erhalten habe. Das 40 cm lange, 27 cm tiefe und 26 cm breite EVA-Behältnis mit einem Fassungsvermögen von ca. 28 Litern (eigene Berechnung) wartet z.B. mit zwei Features auf, von denen ich eines genial finde.

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Ich habe früher schon gern diese EVA-Boxen genommen, weil sie mehr oder weniger wasserdicht, leicht zu reinigen, zusammenfaltbar und deshalb megapraktisch sind. Unpraktisch war aber immer, dass die beiden Plastik-Griffe immer auseinandergegangen sind, wenn man die Taschen abgestellt hat. Das hat besonders genervt, wenn man voll beladen war. Dann musste man z.B. erst das Rutenbündel ablegen und sich mit beiden Händen die Griffe wieder in die linke Hand legen. Eine „Einhandbedienung“ war nicht möglich. Die JDM-Boxen sind mit einem die beiden Griffe vereinenden Verschlusssystem ausgestattet. Da hat mal jemand für uns mitgedacht. Finde ich super.

Das "Griff-Lock-System" offen.

Das „Griff-Lock-System“ offen.

Das "Griff-Lock-System" kurz vorm Verschließen.

Das „Griff-Lock-System“ kurz vorm Verschließen.

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Locked „Griff-Lock-System“.

 

Etwas weniger wichtig aber auch schön finde ich, dass auf dem Deckel ein Druckknopf-System angebracht ist, dass ebenjenen offen hält, wenn man das wünscht.

Der männliche Part des Druckknopfssystems.

Der männliche Part des Druckknopfssystems.

Das weibliche Gegenstück.

Das weibliche Gegenstück.

Fusioniert halten die beiden Knöpfe die Tasche offen.

Fusioniert halten die beiden Knöpfe die Tasche offen.

 

Die Funktion der beiden Plastikschnallen an der Seite erschließt sich mir noch nicht. Mit Sicherheit könnte man da einen Tragegurt durchschlaufen. Der liegt allerdings nicht bei.

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Zum Verschließen gibt’s gleich zwei Reißverschlüsse.

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Man hat da viele verschiedene JDM-EVA-Taschen zur Auswahl. Ich glaube, dass ich mit der BK011L40BKBL genau die richtige für meine Zwecke herausgesucht habe.

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Start in die Zandersaison mit der Biomaster S81MH

Hallo Leute, endlich, seit dem 01.06. die Schonzeit für Zander vorbei. Da ich fast sechs Monate nicht mehr auf Zander gefischt hatte, konnte ich es kaum erwarten, wieder die berühmten „Zandertocks“ in der Rute zu spüren. Letzte Woche war es wieder soweit. Ich fuhr mit meinem Kumpel Ali los, um in der Uckermark endlich wieder ein paar Zander zu überlisten. Das Wetter spielte uns voll in die Karten. Sonne pur und so gut wie kein Wind. Da der See, den wir befischten, nicht ganz so klein war, machte es das Angeln viel leichter. Im letzten Jahr hatten wir im Juni nicht so ein Glück mit dem Wetter, so das dass die Fangerfolge dementsprechend aussahen. Aber diesmal kam alles anders. Wenn man vom Boot aus fischt, ist man normalerweise lange auf der Suche nach den Zandern und verbringt wirklich viel Zeit mit der Beobachtung des Echolotes, bevor es losgeht.

So hatte der Tag auch angefangen. Nur war der Unterschied zu den letzten Malen, dass wir den ersten Spot, den wir anfuhren, gar nicht wechseln mussten. Wir befischten ein kleines Plateau welches in 4 Meter Wassertiefe lag. Dort fingen wir in den letzten Jahren immer wieder mal ein paar Zander und Barsche. Aber was an diesem Tag los war, war wirklich der Wahnsinn ! Wir standen sprichwörtlich im Fisch und hatten in Minutentakt Bisse. Wir fingen viele Zander und Barsche im Wechsel.

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Ali fischte auch mit einer Biomaster/Rarenium-Kombo.

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Meine neue JDM Polbrille

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Nicht zu hell und auch nicht zu dunkel. Die perfekte Brille für alle Situationen.

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Eine optisch sehr gelungene Brille. Ihr findet sie im neuen JDM Katalog.

Jetzt wieder zu den Fischen.

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Das war der größte Zander des Tages.

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Wir auf dem Bildern zu sehen haben Ali und ich beide mit ner Biomaster S81MH gefischt.

Hier noch ein paar Daten zur unseren Gerät.

Rute : Biomaster in 2,46 Wurfgewicht 15 – 50 Gr.

Rolle: Rarenium 4000.

Schnur: Power Pro 0,13 mm in Weiss und Gelb.

Vorfach: Aspire Fluocarbon 0,34 mm.

 

 

Metanium XG: die Turbo-BC für Jigger

Seit März dieses Jahres fische ich die Kombo aus Poison Adrena 166M Casting und eine Methanium XG. Die Rute habe ich euch schon vorgestellt. Die Rolle ist bislang ein bisschen vernachlässigt worden. Ein waschechter Affront! Das gute Stück fischt sich so gut, dass es raus muss aus dem langen Rutenschatten.

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Im JDM-Katalog steht über die Metanium XG:

Dank der brandneuen Micro Module Gear-Technologie kurbelt die superschnelle Metanium die Köder absolut widerstandslos ein. Das SVS Infinty Brake-System steht für herausragende Wurfkontrolle. Der Favorit der Tournament Pros!

 

  • Shielded A-RB und Stainless Steel Kugellager
  • Gehäuse aus Magnesium
  • Getriebe aus Aluminium
  • Doppelkurbel
  • Super Stopper II
  • Schnurführung
  • Super Free System
  • Bremse aus Dartanium
  • Variable Brake System

 

Außerdem kann man dem Katalog entnehmen, dass sie nur 170 Gramm wiegt, eine Übersetzung von 1:8,5 hat, 100 m 23er Schnur fasst, 9 + 1 Kugellager hostet und 91 cm Schnur einzieht. Bremskraft: 5 kg. Übersetzt bedeutet das: Die Rolle ist megaleicht, fasst mehr als genug Schnur, läuft butterweich, ist megaschnell und leistet auch großen Fischen Paroli.

 

Turbo-Übersetzung

Holla die Waldfee! 91 Zentimeter Schnureinzug. Das ist eine ganze Menge für eine Baitcaster. Damit eignet sich die Metanium natürlich super zum Jiggen. Selbst wenn die Fische extrem zackig angesprochen werden wollen, kurbelt man sich hier nicht den Wolf. Im Vergleich: eine 2500er Stradic Ci4+ mit einer ziemlich hohen Übersetzung von 6,0:1 zieht 88 Zentimeter Schnur ein, eine 4000er Exsence Ci4+ mit einer noch höheren Übersetzung von 6,2:1 bringt es auf 99 Zentimeter.

Metanium-Bremssystem (SVS Infinity)

Ich habe hier mal ein drolliges Video für euch, in dem ihr ein bisschen was übers Bremssystem erfahrt:

 

Alles klar? Natürlich nicht. Aber wir haben noch einen Experten aus Singapur, der das gründlicher erklärt:

 

Und jetzt ich: Ich bin zwar kein Ingenieur und auch kein Technik-Freak, aber ich versuche das jetzt mal vereinfacht zu erläutern. Ans Fliehkraft-Bremssystem kommt ihr, indem ihr den OPEN-Regler von außen nach innen schiebt.

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Die roten Pins könnt ihr fixieren oder lösen.

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Wenn sie gelöst sind, können sie Reibung erzeugen. Je mehr Pins ihr löst, desto mehr Reibung erzeugt ihr. Folglich ist der Wurf bei maximaler Pin-Freischaltung extrem kontrolliert. Aber eben auch kurz. Also wieder ein paar Pins reinklicken. Die Shimano-Baitcaster sind sehr gutmütig. Man muss die Fliehkraftbremse auch als Anfänger bei keiner unserer Rollen voll aktivieren. Zum Feinjustieren dient das kleine Rad an der Verschlusskappe.

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Damit stellt ihr den Abstand ein, den die Bremsscheibe zu den Pins hat. 1 ist der maximale Abstand (also die kleinste Reibung) und 6 der geringste Abstand (also die größte Reibung).

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Zahnrad-Abstand zu den Pins bei Einstellung „1“.

 

Zahnrad-Abstand zu den Pins bei Einstellung "6".

Zahnrad-Abstand zu den Pins bei Einstellung „6“.

In Kombination ergeben beide Komponenten ein extrem variables Bremssystem, das man auf jeden Köder und jede Windsituation einstellen kann. Ich selber fische meistens mit einem aktivierten Pin und regle den Rest dann übers Abstandsrädchen. So werfe ich richtig weit und habe auch bei Gegenwind kein Problem mit Perücken.

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Für Jigger ist das eine Megarolle. Die passt sehr gut zu den Adrenas mit ihrer MF-Aktion – aber natürlich nicht nur an die…

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Bis die Tage!

Johannes

SHIMANO JDM-Serie: DIALUNA XR – Weitwurfwunder & Multitalent

Beim Blick auf das neue JDM-Programm fiel mir die Dialuna XR S906M sofort in die Augen. Mit Ihrer Länge von 2,90m und einem Wurfgewicht von 8-42g musste sie einfach perfekt für die Wurfangelei auf Meerforelle geeignet sein. Meine hohen Erwartungen wurden nicht enttäuscht sondern sogar noch übertroffen. Mit nur 162g Eigengewicht hält man einen Hauch von Nichts in der Hand und gepaart mit einer leichten Rolle wie der STRADIC CI4+ FA oder der EXSENCE CI4+ hat man eine Federleichte Combo, mit der man den ganzen Tag ermüdungsfrei fischen kann. Zum Einsatz kam die DIALUNA XR beim Spinnfischen auf Meerforelle vom Boot und vom Ufer. Inlineköder oder Blinker zwischen 20 und 30g bildeten die Hauptwurfgeschosse und wurden ohne großen Kraftaufwand auf Weite katapultiert. Selbst bei der Watfischerei machte sich die die kürzere Länge gegenüber herkömmlichen Meerforellenruten nicht nachteilig bemerkbar. Es waren genau die gleichen Wurfweiten drin und teilweise flogen die Köder sogar noch weiter.

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Der Blank ist einfach der Hammer, denn sensibler geht es kaum. Man spürt den Köderverlauf direkt im Handgelenk und jeder noch so kleine Anstupser einer Forelle oder Grundkontakt wird zu 100% direkt übertragen. Der kurze, trockene Biss einer Forelle ist wie ein Blitzschlag und im Drill federt die sensible Spitze wildes Kopfschütteln oder Sprünge zuverlässig ab. Das progressive Rückgrat bietet trotzdem genug Reserven um auch große Fische sicher zu führen und jederzeit die Oberhand im Drill zu behalten.
Mein Kollege und Meerforellenguide Ralph Lubs war von der Rute ebenso äußerst angetan und konnte Fische in kapitalen Größen damit landen – 77 und beachtliche 84 cm waren die beiden größten Forellen.

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Mein Guidinggast Michael Kraatz konnte gleich bei den ersten Testwürfen mit der DIALUNA XR eine Forelle von 66 cm erfolgreich drillen und war begeistert von der Performance der Rute. Praxistest erfolgreich bestanden!

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Die Rute aber nur in die Meerforellenschublade zu stecken wäre meiner Meinung nach falsch, denn auch im Binnenland auf Rapfen oder beim leichten Jiggen auf Zander macht sie garantiert eine gute Figur. Ich werde berichten.
Robert Balkow
Team Bodden-Angeln
GetAwayTours

UL – Karpfenangeln mit JDM-Geschirr

Wer in Spanien mit Krebsimitaten angelt, muss mit allem rechnen. Ich habe in diesem Urlaub Welse, Zander und Barsche auf Craws am Shakyhead, Krebse auf dem Jigkopf und Rubberjigs gefangen. Letztere standen auch bei den Karpfen hoch im Kurs. Weil es mir am meisten Spaß gemacht hat, mit ganz leichtem Zeug auf die Großbarsche loszugehen, konnten meine Poison Adrena 264 UL und die 1000er Rarenium mal zeigen, was in ihnen steckt. Wenn so ein geschuppter D-Zug den Köder genommen hat, muss er sich erst einmal sammeln. Das dauert ca. eine halbe Sekunde. Und dann geht die Post ab.

Zwei Drills haben wir dokumentiert.

Adrena-Drill-Thriller No. 1:

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Adrena-Drill-Thriller No. 2:

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Schnur: 0,06er NanoBraid (Sufix). Vorfach: 0,25er Aspire FC. Köderführung: ganz langsam. Biss: Nicht wahrnehmbar. Drillzeit: nicht gemessen. Spannung: 100 Prozent. Warum? Es hätte ja jedesmal auch der Meterbarsch sein können.

Viele Grüße

Johannes

Expride 262 UL-S: Megasensitiv dank Taftec-Spitze

Wie ihr ja vielleicht schon mitbekommen habt, bin ich ein großer Fan der Super-Senso-Ruten mit eingespleißten Vollcarbon-Spitzen. Ich habe euch ja fast schon terrorisiert mit kleinen Features über die Diaflash AX, mit der ich so gern zum Finesse-Fischen losziehe. Ich mag diese flexiblen Spitzen, weil sie es mir ermöglichen mit feinsten Schnüren zu angeln, ohne dass ich beim Anhieb einen Schnurbruch befürchten muss. Außerdem erleichtert so eine Spitze das Einsaugen. Weils aber Carbon ist, kommen die Bisse trotzdem gut an.

Als ich bei den Dreharbeiten mit Kosaka-San gesehen habe, dass es eine Expride UL mit so einer Spitze gibt, wollte ich die unbedingt testen. Und da ich der einzige Barsch-Hardliner im deutschen Shimano Japan-Ruten-Testanglerfeld, hat man mir die Rute umgehend zukommen lassen, damit ich zum Launch der Serie eine Expertise abgeben kann.

Expride 262UL-SIch habe mich tierisch auf diese Rute gefreut und konnte es kaum erwarten, mit ihr aufs Wasser zu stürmen. Auch wenn da nicht wirklich viel los war in den Tagen zuvor. Kleine Barsche ja. Große Barsche selten. Aber an so feinem Gerät machen ja auch die kleinen Barsche schon Spaß. Außerdem ging’s ja primär darum, ein Gespür für die Angeln zu entwickeln und eine Beziehung aufzubauen. Also ein paar feine Jigs eingesteckt, die 1000er Stradic mit 0,06er Schnur gefüllt, ein 17er FC-Vorfach drangeknüppert und rauf auf den Kanal.

Das ließ sich von Anfang an gar nicht schlecht an. Die kleinen Barsche haben gebissen wie verrückt. Und sogar die Kanal-Rotaugen haben meine Köder genommen. Auch an der Brücke gab’s ein paar Barsche. Die waren allerdings wirklich klein.

Aber keine Expride-Einweihung ohne Ausnahmefisch! Mir ist klar, dass das jetzt ein bisschen komisch rüberkommt. Mit der 12-Gramm-Expride fängt er direkt einen Meterhecht. Mit der BFS hat er seinen schönsten Angeltag. Mit der leichten Adrena fängt er am ersten Tag zwei Barsch-Buletten aus der Spree und jetzt kommt er mit der UL-S und will uns die Rute mit der nächsten Meldung von einem guten Fisch verkaufen. Diesmal backe ich aber kleinere Brötchen. Dennoch kamen am Kennenlerntag wieder ein paar schöne Barsche raus, so dass sich die 262 UL-S und der Johannes schnell miteinander anfreunden konnten.


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Dementsprechend leicht ist es mir gefallen, einen Text für den – im Übrigen sehr schönen – Katalog zu verfassen:

EXPRIDE 262UL-S SPINNING

Die leichteste Rute aus der Expride-Range ist eine der sensibelsten Ruten auf dem Markt. Sie wurde speziell für die leichtesten Spielarten Finesse-Angelei entwickelt und ist das perfekte „Arbeitsgerät“ zum ultrafeinen Dropshotten, zum Angeln mit superleichten Texas- und Carolina-Rigs oder zum Angeln mit Micro-Jigs in Kombination mit filigranen Softbaits. Der ideale Wurfgewichtsbereich ist bei diesem Präzisionswerkzeug auf 2 bis 6 Gramm eingegrenzt. Die UL-Expride würde mit einer sensiblen Taftec-Spitze ausgestattet, die spitz beißenden Fischen den minimal möglichen Widerstand entgegensetzt und die Bissausbeute so in schwierigen Situationen optimiert. Diese feine Spitze überträgt jeden noch so feinen Zupfer auf den Blank und dank des CI4+ Perfection-Rollenhalters kommt das auch alles klar und deutlich beim Angler an.

Ihr werdet mich noch oft mit dieser Rute sehen.

expride262UL-S-Aufmacher

EXPRIDE 168MH-2 CASTING: die Allround-JDM-BC-Rute

“Allround-JDM-BC-Rute” – da habe ich mir ja mal einen einprägsamen Titel einfallen lassen. Irgendwie trifft der den Nagel aber dann doch auch ganz gut auf den Kopf. Die Expride ist nun einmal aus der Japan-Kollektion (JDM). Und eine Casting-Rute ist sie auch. Das legt die Vermutung nahe, dass sie auch eine Allrounderin ist. Richtig! Mit diesem Expride-Modell kann man sehr viel machen. Das WG von 10 bis 30 Gramm eröffnet ein großes Anwendungsspektrum. Man kann mit ihr twitchen, cranken, mit dem T-Rig fischen, jiggen oder auch gut mit Toppies werfen. Sie ist zum Barschangeln nicht zu schwer, kommt mit Zandern locker klar und hat auch mit einem ordentlichen Hecht kein Problem. Im Gegenteil. Unter Belastung läuft diese Rute zu Hochform auf.

Expride-168MH-ZanderWas viele Angler freuen wird: Bei einer Länge von 2,03 m wiegt sie nur 115 Gramm. Außerdem ist sie mittig geteilt. Das Transportmaß liegt bei 104 cm. Praktisch für alle, die kleine Autos haben, mit dem Rad zum Angeln fahren oder mit den Öffis.

Zugegebenermaßen ist es schon ein paar Tage her als ich sie zum letzten Mal gefischt habe. Ich weiß aber noch genau, wie ich mich über die Bisserkennung gefreut habe. Diese superschnellen Expride-Blanks und der harte Rollenhalter leiten auch bei diesem Modell schneller als man denken kann.

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Im Katalog steht über die EXPRIDE 168MH-2 CASTING:

Jetzt schalten wir eine Stufe hoch. Das Wurfgewicht von 10 bis 30 Gramm deutet’s an: Das ist keine Barschrute mehr. Dieses Modell wurde konzipiert, um „schnelle Köder“ wie Spinnerbaits und mittlere Hardbaits perfekt zu handeln und bei allem Einzugswiderstand noch genug Reserven für satte Anhiebe bereitzuhalten. Top geeignet ist sie auch für größere Gummis am Texas-Rig oder am (Rubber-)Jig.

Wenn’s eine Allroundrute sein darf, ist die ein guter Tipp. Ich freue mich schon wieder, wenn’s wieder aufs Boot geht mit dem sportlichen Stöckchen.

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Bis bald!

Dustin