Die besten Gummifisch-Ruten 2018

Du bist auf der Suche nach der besten Gummifischrute? Dann musst Du natürlich erst einmal bei Shimano stöbern! Für die Saison 2018 hat Shimano ein riesiges Ruten-Programm am Start, das jeder Geldbeutelgröße gerecht wird. Wie in jedem Jahr haben wir in allen Preissegmenten tolle Serien mit vielen Modellen. Mal mit klassischen Korkgriffen, mal mit EVA-Handteilen, mal schrill und oft ganz klassisch. In vielen Serien gibt’s die selben Wurfgewichte in verschiedenen Längen, so dass Uferangler genauso ihren Traumstock zum Jiggen oder Faulenzen finden wie Bootsangler.

Da ist die Gummifischrute krumm? Zander? Hecht? Barsch? Nun ja. Es ist der Veit. Da ist die Zanderwahrscheinlichkeit recht groß…

Unsere Übersicht über die besten Gummifischruten 2018 soll vor allem auch Einsteigern helfen, die richtige Gummifisch-Rute für den entsprechenden Zielfisch und das entsprechende Gewässer zu finden. Gern könnt ihr über die Kommentar-Funktion Fragen stellen, die euch die Shimano-Raubfisch-Band schnellstmöglich beantwortet.

Japan-Features für Europa-Modelle

Shimano hat eigene Werke, in denen wir unsere Ruten produzieren lassen. Unsere japanischen Rutenbau-Ingenieure legen sich ins Zeug, um immer leichtere, stabilere und schnellere Blanks zu produzieren. Diese Technologien (Spiral X und High-Power X) sind ein Ausstattungsmerkmal der JDM-Serien (Expride, Zodias, Dialuna, Sephia). Was Wurfverhalten und Bissübertragung angeht, spielen die Modelle aus den JDM-Serien in einer eigenen Liga. Für 2018 hat Shimano diese Technologien auf „Euro-Serien“ übertragen. Das sind Rutenserien, die auf die hiesigen Verhältnisse angepasst sind. Konkret: Während man in Japan vorzugsweise mit kurzen Ruten auf Bass fischt und lange Ruten hauptsächlich zum Wolfsbarschangeln verwendet werden, brauchen wir hier oft längere Ruten zum Uferangeln auf Zander, Barsch, Hecht und so weiter. High-Power X und Spiral X-Blanks haben jetzt also auch die Lesath, Sustain, Diaflash und einige Modelle aus der Blue Romance Serie (z.B. die Ultra Softbait), die eigentlich zum Salzwasserangeln entwickelt wurde, sich aber auch sehr gut im Süßwasser macht. Achtet im Katalog einfach auf diese beiden Logos, wenn beim Biss maximal Strom durch eure Hände fließen soll:

Fireblood hilft bei der WPC

Unsere Flaggschiff-Serie unter den Gummifisch-Ruten ist neben der Lesath-Reihe die Fireblood-Range. Mit ihr haben Dustin Schöne und ich die WPC 2017 gewonnen. Supertolle Ruten mit einem hohen Wiedererkennungswert.

Rote Gefahr – das Shimano-Team steht auf die Fireblood.

Gute und günstige Gummifisch-Ruten

Wer nicht so viel Geld ausgeben mag, findet aber auch in den preiswerten Serien tolle Ruten. Hervorheben möchten wir da die Scimitar-Serie. Die wurde für 2018 noch einmal optisch aufgewertet. Die Blanks waren schon seit Serien-Stapellauf außergewöhnlich gut. Leicht und straff. Kaum zu glauben, dass man solche Ruten zu einem wirklich niedrigen Preis bekommt. Zusammen mit einer Sedona hat man für etwas mehr als 100 Euro eine Top-Kombo, die auf den ersten Blick gar nicht so viel anders aussieht als eine Fireblood mit einer Stella.

Die beste Länge für eine Gummifisch-Rute

Die Wurfweite steht zwar in Abhängigkeit zur Rutenlänge. Allerdings weniger als man denkt. Eine 2,10 m lange Rute wirft nur ein paar Meter kürzer als eine 2,70er. Wenn’s aber wirklich auf jeden Meter ankommt, machen sich diese Mehr-Zentimeter bezahlt. Und wenn die Fische auf Distanz beißen, verwandelt man mit einer langen Rute die Bisse sicherer (Stichwort: Helbelwirkung). Beim Jiggen auf Distanz kann man den Gummifisch mit einer langen Rute besser vom Grund abheben. Auf der anderen Seite lassen sich Fische im Boot vor der Landung besser mit einer kurzen Rute dirigieren. Der kleine Hebel kurzer Ruten ist auch dienlich, wenn man die Köder auf engem Raum zackig präsentieren will. Auch am Bach ist eine kurze Rute von Vorteil, weil man mit ihr besser hantieren kann.

Das ideale Wurfgewicht einer Gummifisch-Rute

Dem Wurfgewicht kann man auch etwas über die Power einer Rute entnehmen. Eine Rute von 20-50 Gramm ist nicht unbedingt darauf ausgelegt, 50 Gramm zu fischen. Man kann das machen. Die Rute schafft das. Aber ideal ist das nicht – schon gar nicht zum Jiggen, weil man die Gummis am Bleikopf nur schwer beschleunigen kann, wenn die Rute überlastet ist. Wenn sie außerdem schon mit einem zu hohen Ködergewicht zu tun hat, kommen auch die Anhiebe nicht mehr so hart durch, wie sie das sollen. Man kann auch mal mit einer schweren Rute leichter fischen. Umgekehrt wird’s schwieriger. Je größer der Zielfisch, je tiefer das Gewässer und je mehr Strömung, desto größer sollte der Puffer sein. Eine Rute mit einem WG von 30-80 Gramm ist z.B. eine hervorragende Zanderrute – auch wenn man mal nur mit 10 Gramm fischen muss. Wenn man allerdings weiß, dass man meistens in einem flachen Gewässer fischt, in dem die Mehrzahl der Zander kaum größer als 60 cm wird, kann man runtergehen mit dem Wurfgewicht und sich rutentechnisch komplett auf diese Situation einstellen.

Im Folgenden habe ich die aktuellen Shimano-Gummifischruten nach Einsatzgebieten aufgeschlüsselt.

 

Ultralight-Jiggen

Es gibt Leute, die bevorzugt mit ganz kleinen Ködern angeln. Manche tun dies phasenweise (z.B. wenn sich die Räuber im Sommer voll auf die frische Brut konzentrieren), andere sind Überzeugungstäter und haben große Freude daran, mit kleinen Jigs auf alles zu fischen, was das Wasser hergibt. Denn mit kleinen Twistern und Mini-Shads tut sich ein riesiges Zielfischspektrum auf. Man kann eigentlich schon gar nicht mehr von „Zielfisch“ sprechen, weil auch Karpfen, Brassen, Rotaugen, Rotfedern, Schleien und sogar Lauben auf die kleinen Gummis losgehen, wenn man sie entsprechend fein präsentiert. Wer ultrafein fischen will, kommt nicht an Taftec-Ruten vorbei. Diese haben eine 15 bis 30 cm lange und extrem dünne Spitze aus Vollcarbon (Taftec-Spitze), die dann in einen recht straffen Blank übergeht. Damit lassen sich dann auch 1 Gramm leichte Köder ziemlich weit werfen. Die sensible Spitze puffert auch die erste Spannungsspitze beim Anhieb ab, so dass man mit extrem dünnen Schnüren (0,04 bis 0,08 mm) fischen kann. Beim Biss spüren die Fische keinen Widerstand. Der Köder wird ganz easy weggeblasen und deshalb gibt’s auch wenig Fehlbisse. Taftec-Ruten gibt’s in vielen verschiedenen Längen. Man findet sogar Modelle bis 2,70 m, mit denen man dann sehr weit werfen kann. Diese Ruten eigenen sich auch hervorragend zum Dropshotten, Texas-Rig-Angeln und für viele anderen Finesse-Methoden.

Diaflash & Co garantieren maximalen Angelspaß. Die Ruten wiegen nix, werfen kleines Zeug sehr weit und bringen dennoch jeden Fisch nach Hause.

Premium-Ruten: Dialuna XR S806 LS (Länge: 2,59 m, zweiteilig, WG 2-15 Gramm), Expride 264 ULS (Länge: 1,93 m, einteilig, WG 2-6 Gramm),

Top-Ruten: Diaflash BX (komplette Serie, zweiteilig, Längen: 2,10 m/2,25 m/2,40 m, WGs: 1-7 Gramm/ 2-10 Gramm und 3-15 Gramm), Zodias 264 ULS (Länge: 1,93 m, einteilig, WG 2-6 Gramm)

Low-Budget-Ruten: Force Master (komplette Serie, zweiteilig, Längen: 2,40 m/2,70 m, WGs: 3-15 Gramm/ 5-20 Gramm/ 7-28 Gramm), Catana DX (komplette Serie, zweiteilig, Längen: 2,10 m/2,40 m/2,70 m, WGs: 1-10 Gramm/ 3-15 Gramm/ 5-20 Gramm)

 

Forellentwist am Bach

Die Gummifischangelei am Bach zeichnet sich durch viele kurze Würfe aus. Man lässt die Gummis mit der Strömung in die Gumpen treiben, wirft Wurzeln an oder fischt Schüsse (Verschmälerungen, in denen das schneller fließende Wasser das Bachbett tiefer ausgräbt) und Rauschen ab. Oft kämpft man gegen überhängende Äste und anderen Urwald. Diese Angelei erfordert ein Höchstmaß an Konzentration und Präzision. Denn jeder Fehlwurf ist ein Hänger und weil man recht fein fischt, sind Hänger oft gleichbedeutend mit einem Köderverlust. Eine Bachrute muss kurz sein, damit man im Dickicht arbeiten kann. Unterhandwürfe und Seitwärtswürfe mit kurzen Ausholbewegungen dominieren das Wurfgeschehen. Auf die kurze Distanz kommen die Bisse in jedem Blank gut an – egal wie hart oder weich er ist. Man braucht auch keine Extrapower für den Anhieb. Die Jigs wiegen nicht mehr als 5 Gramm. Dementsprechend niedrig kann auch das Wurfgewicht ausfallen. Die Forellen springen gern aus dem Wasser und sind auch so agile Kämpfer. Hier machen sich Ruten gut, die mit den Fischen mitgehen.

Premiumruten: Expride 265 UL (1,96 m, einteilig, WG 2-10 Gramm), Expride 266 L2 (1,98 m, zweiteilig, WG 3-10 Gramm), Fireblood SFBL63110 (1,90 m, zweiteilig, WG 1-10 Gramm)

Top-Ruten:  Zodias 264 ULS (1,93 m, einteilig, WG 2-6 Gramm), Zodias 264 L2 (1,93 m, zweiteilig, WG 3-10 Gramm), Bassterra XT 262 ML (1,88 m, einteilig, WG 4-8 Gramm), Speedmaster CX 18 L (1,80 m, zweiteilig, 3-14 Gramm), Beastmaster DX  18 L (1,80 m, zweiteilig, 3-14 Gramm), Technium 61 L (1,90 m, zweiteilig, 1-10 Gramm), Beastmaster EX (1,80 m, zweiteilig, 3-14 Gramm)

Medium-to-Low-Budget-Ruten: Scimitar BX 61 L (Länge: 2,08 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Yasei Red Perch (1,9 m, zweiteilig, 3-12 Gramm), NASCI BX 63 L (1,90 m, am Griff geteilt, WG 3-12 Gramm), Alivio DX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-15 Gramm), Vengeance BX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Catana EX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Force Master BX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Alivio 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Vengeance BX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm)

 

Barschjiggen mit kleinen Ködern vom Boot, Streetfishing, Waldsee, an Bootsanlegern etc.

Wenn es nicht darauf ankommt, große Distanzen zu erzielen, sondern kleinräumig geangelt wird und die Köder auch nicht schwerer als 10 bis max. 15 Gramm sind, eigenen sich die Forellenruten auch gut zum Barschangeln. Evtl. kann man jeweils noch ein bisschen was zugeben an Wurfgewicht, um ein bisschen mehr Wumms zu haben, weil im Barschsee, in den Hafenbecken der City bzw. an vielen unserer Flüssen ja auch immer mit Hechten und manchmal mit Zandern oder Rapfen zu rechnen ist. Die Ruten sollten schnell sein, eine gute Rückmeldung anbieten und die Köder mit zackigen Schnipsern einigermaßen weit werfen können, weil man ja oft wenig Platz zum Ausholen hat (z.B. in der City oder am Ufer von Waldseen).

Die Expride wurde überarbeitet und ist jetzt noch schneller.

Premiumruten: Fireblood 611315 (2,10 m, zweiteilig, WG 3-15 Gramm), Expride 268 ML2 (2,03 m, zweiteilig, WG 4-12 Gramm), Blue Romance Ultra Light Game 761540 24MH (2,23 m, zweiteilig, WG 5-12 Gramm)

Top-Ruten:  Sustain AX 61 L (1,90 m, am Griff geteilt, WG 3-14 Gramm), Zodias 268 ML2 (2,03 m, zweiteilig, WG 4-12 Gramm), Bassterra XT 266 M (1,98 m, einteilig, WG 6-10 Gramm), Nasci 611 L (2,10 m, am Griff geteilt, WG 3-15 Gramm), Speedmaster CX 21ML (2,10 m, zweiteilig, 7-21 Gramm), Technium 611 ML (2,10 m, zweiteilig, 5-20 Gramm)

Medium-to-Low-Budget-Ruten: Scimitar BX 61 L (Länge: 2,08 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), NASCI 611 L MH (2,1 m, zweiteilig, WG 3-15 Gramm), Yasei Red Perch (1,9 m, zweiteilig, 3-12 Gramm),  Aernos 19520 (1,90 m, zweiteilig, WG 5-20 Gramm), Alivio EX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-15 Gramm), Vengeance BX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Vengeance BX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Catana DX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Force Master  18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm).

 

Dickbarschjiggen (Boot, Kleingewässer, strukturreiches Großgewässer)

Beim Angeln in Kanälen, an oder auf kleinen Waldseen oder auch beim Bootsangeln in Hafengebieten oder Seen mit vielen Barschbergen, Altholzzonen oder Steinhäufen kommt es weniger darauf an, weit zu werfen als den Köder ganz exakt zu führen. Das gelingt vielen Angeln mit einer relativ kurzen aber auch schnellen Rute am besten. Solche Ruten haben dann ein Wurfgewicht bis 20 oder 30 Gramm und sind ca. 2,10 m lang. Natürlich sollten auch diese Ruten schnell sein und Köderkontakte blitzschnell übertragen. Nicht nur um die Bisse zu erkennen, sondern auch um Hinderniskontakte sofort anzuzeigen. Oft kann man einen Holz- oder Steinhänger noch vermeiden, wenn man schnell reagiert und den Köder über den Ast oder Felsen lupft.

Premiumruten: Fireblood 611520 (2,10 m, zweiteilig, WG 5-20 Gramm), Expride 270 MH (2,10 m, am Griff geteilt, WG 5-18 Gramm), Lesath DX 21 M (2,10 m, zweiteilig, WG 7-28 Gramm)

Top-Ruten: Sustain AX 610 ML (2,10 m, am Griff geteilt, 7-21 Gramm), Zodias 270 MH (2,10 m, am Griff geteilt, WG 5-18 Gramm), Speedmaster CX 21 M (2,10 m, zweiteilig, WG 7-28 Gramm), Technium 611 M (2,10 m, zweiteilig, 7-28 Gramm), Bassterra XT 268 MH (2,03 m, einteilig, WG 10-35 Gramm)

Medium-to-Low-Budget-Ruten: NASCI BX 611 M (2,10 m, zweiteilig, 7-28 Gramm), Scimitar BX 610 M (2,08 m, zweiteilig, WG 7-35 Gramm), Vengeance BX 21M (2,10 m, zweiteilig, WG 10-30 Gramm), Alivio DX 21 M (2,10 m, zweiteilig, WG 10-30 Gramm), Catana EX 21M (Länge: 2,1 m, zweiteilig, WG 10-35 Gramm), Force Master 21ML (Länge: 2,1 m, zweiteilig, WG 7-21 Gramm)

 

Barschjiggen (Ufer, Boot, Fluss, Großgewässer)

Wenn man große Wasserfläche befischt, einen Kanal vom Ufer auseinandernimmt oder sonstwo im Niemandsland nach Barschen fahndet, braucht man eine etwas längere Rute, die erstens große Wurfweiten ermöglicht, zweitens eine zackige Köderpräsentation ermöglicht und drittens  beim Anhieb richtig gut durchzieht. Jetzt müssen wir länger werden und uns in die 2,40 m-Region vorstoßen. Auch das Wurfgewicht wird nun ein bisschen größer. Die Obergrenze liegt bei 50 Gramm. Mindestens 35 Gramm sollten diese Peitschen aber auf jeden Fall haben. Schließlich brauchen wir manchmal richtige Murmeln, um ins Tiefe vorzudringen oder entsprechende Wurfweiten zu erzielen. Je tiefer das Gewässer und je mehr Strömung, desto härter muss die Rute sein. Je mehr Zander und Hechte auf die Barschgummis ballern, desto mehr Power braucht der Rutenblank. Diese Ruten sind echte Allrounder und können dementsprechend auch zum feinen Hecht- und Zander-Jiggen mit schlanken Gummis bis 5 Inch eingesetzt werden. Deshalb wird man die eine oder andere weiter unten auch in dieser Kategorie finden.

Krumme Fireblood. So muss das sein.

Premiumruten: Fireblood 711035 (2,4 m, zweiteilig, WG 10-35 Gramm), Lesath  DX 24MH (2,4 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), Blue Romance Ultra Softbait 761540 24MH (2,28m, zweiteilig, WG 15-40 Gramm)

Top-Ruten: Sustain AX 78 M (2,39 m, zweiteilig, WG 7-35 Gramm), Sustain AX 710 MH (2,44 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), Blue Romance Eging 801025 (2,44 m, zweiteilig, WG 10-25 Gramm), Speedmaster CX 24 MH (2,4 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), Beastmaster EX 24 H (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Technium 710 MH (2,39 m, zweiteilig, 10-35 Gramm)

Medium-to-Low-Budget-Ruten: Scimitar BX 78 M (2,34 m, zweiteilig, WG 7-35 Gramm), Scimitar BX 78 M (2,39 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), NASCI 711 MH (2,40 m, zweiteilig, WG 15-40 Gramm), Vengeance BX Shad 245 HMH (2,40 m, zweiteilig, WG 14-40 Gramm), Vengeance BX 24 MH (2,40 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), Catana DX 24 MH (2,40 m, zweiteilig, WG 14-40 Gramm), Catana DX 24 H (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Alivio DX 24 MH (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Forcemaster BX 24 MH (2,40 m, zweiteilig, WG 14-40 Gramm)

 

Barsch (Distanzangeln vom Ufer)

Die Ruten zum Angeln auf lange Distanzen sind etwas länger als die Boots- und „Normalufer“-Ruten. Hier geht’s wirklich darum, den letzten Zentimeter zu schinden. Das geht nur über Länge und Schnellkraft. Und dann müssen diese Ruten auch die Bisse gut übertragen, was auf Distanz natürlich schwieriger ist und dann sollen sie auch noch den Anschlag durchbringen. Also unter 2,7 m geht nix. Und unter 40 Gramm Wurfgewicht auch nicht. Ganz wichtig ist dann auch, diese Ruten mit 4000er Rollen und Weitwurfschnur (wir empfehlen 12er Sufix Performance 8) zu kombinieren. Diese Ruten können nicht nur Barsch, sondern eigenen sich in einigermaßen flachen Stillgewässern und langsamen Fließgewässern auch ganz hervorragend zum Zanderfischen auf große Distanzen.

Weit werfen – gut fangen. Das ist oft die Barschlosung vom Ufer.

Premiumruten: Fireblood 8101550 (2,70 m, zweiteilig, WG 15-50 Gramm), Fireblood 9101042 (3,00 m, zweiteilig, WG 8-42 Gramm), Lesath 27 MH (2,74 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm)

Top-Ruten: Sustain AX 810 M (2,69 m, zweiteilig, WG 7-35 Gramm), Sustain AX 90 H (2,7 m, zweiteilig, WG 14-56 Gramm), Technium 810 M (2,69 m, zweiteilig, 7-35 Gramm), Beastmaster EX 27 H (2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm)

Medium-to-Low-Budget-Ruten: Scimitar AX 810 M (2,69 m, zweiteilig, WG 7-35 Gramm), NASCI 801MH (2,70 m, zweiteilig, WG 10-40 Gramm), Vengeance BX H (2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Catana DX 27 H (2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Forcemaster BX 30MH (3,00 m, zweiteilig, WG 14-40 Gramm)

 

Zander (Boot, flacher Zandersee)

Beim Zanderangeln in flachen Seen kommen ungefähr die selben Ruten zum Einsatz wie beim schweren Barschjiggen. Man wirft hier leichte Köder und braucht ein gutes Gefühl für den Köder. Natürlich kann man auch hier mit klassischen Zanderruten in der 60-80 Gramm-Klasse angreifen. Wenn man es aber mehrheitlich mit kleinen bis mittleren Zandern zu tun hat, macht die Angelei mit feinem Geschirr mehr Spaß. Es gibt Menschen, die hier wirklich ultrafein angreifen und auch auf die Rutenlänge pfeifen. All jenen seien die Dickbarsch-Jigruten (Boot, Kleingewässer) empfohlen. Wer die Anhiebe aber sicher durchbringen will, wird ein bisschen mehr an Rutenlänge zu schätzen wissen.

Premiumruten: Fireblood 8101550 (2,70 m, zweiteilig, WG 15-50 Gramm), Fireblood 711035 (2,4 m, zweiteilig, WG 10-35 Gramm), Lesath  DX 24 MH (2,4 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), Blue Romance Ultra Softbait 761540 24MH (2,28m, zweiteilig, WG 15-40 Gramm)

Top-Ruten: Sustain AX 710 M (2,44 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), Sustain AX 82 H (2,49 m, zweiteilig, WG 21-56 Gramm), Technium 710 MH (2,39 m, zweiteilig, 14-42 Gramm), Speedmaster CX 24 H (2,4 m, zweiteilig, WG 21-56 Gramm)

Medium-to-Low-Budget-Ruten: Scimitar BX 78 M (2,39 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), Yasei Red Spinning Pike HPI (2,5 m, zweiteilig, 20-60 Gramm), NASCI 711 H (2,40 m, zweiteilig, WG 15-60 Gramm),  Catana DX 24 H (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Vengeance BX 24 H (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Catana DX 27 H (2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Alivio DX 24 H (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Forcemaster BX 24 H (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm)

 

Zander (Ufer, flacher Zandersee)

Im Grunde sind das die selben Ruten wie die Bootsruten für den selben Gewässertyp. Gut sind natürlich ein paar Zentimeter mehr, weil man oft ein bisschen weiter werfen muss. Deshalb tut oft ein bisschen mehr Wurfgewicht gut.

Premiumruten: Fireblood 8101550 (2,70 m, zweiteilig, WG 15-50 Gramm), Lesath DX 27 H (2,70 m, zweiteilig, WG 21-56 Gramm)

Top-Ruten: Sustain AX 82 H (2,49 m, zweiteilig, WG 21-56 Gramm), Sustain AX 90 H (2,7 m, zweiteilig, WG 14-56 Gramm), Sustain AX 910 H (3,0 m, zweiteilig, WG 21-56 Gramm),Technium 90H M (2,74 m, zweiteilig, 14-56 Gramm), Speedmaster CX 27 H (2,7 m, zweiteilig, WG 21-56 Gramm)

Medium-to-Low-Budget-Ruten: Scimitar BX 90 H (2,74 m, zweiteilig, WG 21-56 Gramm), NASCI 801H (2,70 m, zweiteilig, WG 15-60 Gramm),  Yasei Red Spinning Pike HPI (2,5 m, zweiteilig, 20-60 Gramm), Vengeance BX 27 H(2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Forcemaster BX 27 H (2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Alivio DX27 H (2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm)

 

 

Großzander und „Normalhecht“ (Großzandergewässer, Bodden, Fluss mit Strömung, Hechtsee)

Starke Strömung, große Tiefen oder große Zander, welche mit großen Ködern befischt werden, stellen andere Anforderungen an die Ruten, als es Zander in flachen Stillgewässern tun. Diese Ruten brauchen richtig „Bumms“, damit wir die Haken der oft schweren Jigs zuverlässig durch die harte Gaumenplatte treiben können und die Fische sicher nach Hause bringen. Hier ist kein Platz für Kompromisse. Die ideale Rutenlänge liegt im Bereich von 2,4 m und 2,7 m. Die kürzeren Versionen fischen sich etwas angenehmer und sind in der Endphase des Drills praktischer. Die längeren Modelle warten mit einem größeren Hebel für härtere Anhiebe auf. Uferangler werden eher die längeren Modelle bevorzugen – vor allem dann, wenn sie die Steinpackungen und Buhnen großer Ströme befischen. Großzanderruten eignen sich natürlich auch perfekt zum Hechtfischen, wenn es nicht mit XXL-Ködern auf Ausnahmefische gehen soll.

Rute vergessen? Geht ja gar nicht…

Premiumruten: Fireblood 7113080 (2,4 m, zweiteilig, 30-80 Gramm), Fireblood 8103080 (2,7 m, zweiteilig, 30-80 Gramm), Lesath DX 27 XH (2,7 m, zweiteilig, 42-84 Gramm)

Top-Ruten: Sustain AX 90 XH 27 H (2,74 m, zweiteilig, WG 28-84 Gramm), Speedmaster CX 27XH (2,7 m, zweiteilig, 42-84 Gramm), Beastmaster EX 27 XH (2,7 m, zweiteilig, 50-100), Beastmaster Mort Manie 2702 (2,7 m, zweiteilig, 50-100 Gramm), Beastmaster 24 XHP (2,4 m, zweiteilig, WG bis 120 Gramm), Technium 90XH (2,74 m, zweiteilig, 28-84 Gramm)

Medium-to-Low-Budget-Ruten: Scimitar BX 90 XH (2,74 m, zweiteilig, WG 28-84 Gramm), Vengeance BX Shad 275 HXH (2,7 m, zweiteilig, 50-100 Gramm), Scimitar 27 XH (2,7 m, zweiteilig, WG 30-100 Gramm), Forcemaster BX 27 XH (2,7 m, zweiteilig, WG 50-100 Gramm), Alivio DX 27 XH (2,7 m, zweiteilig, WG 50-100 Gramm)

 

 

 Großhecht

Gewässerunabhängig stellen große Hechte die größte Herausforderung fürs Angelgerät dar. Wenn man sie gezielt befischt, müssen die Ruten entsprechend große und schwere Köder schleudern können und dann auch im Drill maximalen Widerstand leisten. Diese Ruten bracuen nicht nur wegen der teilweise heftigen Drills eine Extra-Dosis Power. Man muss ja auch größere Köder werfen, wenn man gezielt große Fische fangen möchte. Köder ab einem Gewicht von 100 Gramm muss man über den Hebel herauskatapultieren. Deshalb sind die Großhechtruten gewässerunabhängig relativ lang.

Gib Grossgummi! Aufm Bodden braucht man eine stabile Rute. Und nicht nur da…

Premiumruten: Lesath 86XHINT (2,59 m, zweiteilig, WG 45-135 Gramm)

Top-Ruten: Sustain AX 86XXHSS (2,59 m, zweiteilig, WG 45-135 Gramm), Biomaster Select Shad  (2,69 m, zweiteilig, WG 45-135 Gramm)

 

Hier nun die entsprechenden Seiten aus dem aktuellen Shimano-Katalog (2018):

 

Wem die Abbildungen hier zu klein sind, empfehle ich diesen Link hier zum Gesamtkatalog:

Zander-Jiggen mit der Multi?!

Dass das Jiggen mit Baitcaster-Rollen noch vor ein paar Jahren undenkbar für mich war, befremdet mich ein bisschen. Klar. Fürs Texas-Rig haben sich Cast-Einheiten direkt aufgedrängt. Logo, dass man auch zum Twitchen gern eine Baitcaster nimmt, weil sich die Wobbler durch den linearen und kontinuierlichen Schnurabzug beim Wurf nur selten in die Schnur wickeln. Auch der kurze Griff macht sich zum Twitchen gut. Aber zum Jiggen? ‚No, no.‚Das überlass‘ ich mal den Freaks!‘, hab ich mir gedacht. Immer schön beim Zweckmäßigen bleiben. Ist schon cool, wenn die Rolle unten hängt beim Faulenzen.

 

Dustin jiggt schon viel länger mit der Baitcaster als ich.

Dustin jiggt schon viel länger mit der Baitcaster als ich.

 

Seit einer Weile erwische ich mich aber immer wieder, wie ich beim klassischen Gummifischangeln mit Jig und Bleikopf zur Baitcaster greife.

 

Anfangs fad ich's wichtig, lange Ruten zu fischen und habe mich sehr gefreut, dass wir mit der Yasei Pike eine 2,5m-Cast-Rute mit superstrafer Aktion in zandertauglichen Wurfgewichten am Start haben (inzwischen hatten).

Vor zwei Jahren fand ich’s noch wichtig, lange Ruten zu fischen und habe mich sehr gefreut, dass wir mit der Yasei Pike eine 2,5m-Cast-Rute mit superstraffer Aktion in zandertauglichen Wurfgewichten am Start haben (inzwischen hatten).

 

Der neu entdeckte Fun am Zetti-Casten liegt zum einen dran, dass es inzwischen Modelle mit einem sagenhaften Schnureinzug gibt. Shimano hat viele XG-Rollen, die mit einer Übersetzung von 1:8,0 und mehr aufwarten. Und auch die HG-Rollen mit Übersetzungen 1:7 und mehr ballern mit einer Umdrehung fast so viel Schnur auf die Spule wie Stationärrollen.

Schnureinzug der XG-Baitcaster:

Metanium MGL XG (8,5:1): 91 Zentimeter pro Kurbelturn

Aldebaran BFS XG (8,0:1): 80 Zentimeter pro Kurbelturn

Curado 71 XG (8,2:1): 81 Zentimeter pro Kurbelturn

Scorpion XG (8,2:1): 82 Zentimeter pro Kurbelturn

Schnureinzug der HG-Baitcaster:

Metanium MGL HG (7,4:1): 79 Zentimeter pro Kurbelturn

Curado 201 HG (7,2:1): 77 Zentimeter pro Kurbelturn

Curado 71 HG (7,2:1): 71 Zentimeter pro Kurbelturn

Citica 201 HG (7,2:1): 77 Zentimeter pro Kurbelturn

Casitas 151 HG (7,2:1): 76 Zentimeter pro Kurbelturn

Und auch die Metanium DC (7,4:1) haut ordentlich was weg, nämlich 79 Zentimeter pro Kurbelturn.

 

Die perfekte Zander-Kombi: Poison Adrena 172 H und Metanium DC. Viel geiler geht's nicht. Ganz günstig ist die Kombo allerdings nicht.

Die perfekte Zander-Kombi: Poison Adrena 172 H und Metanium DC. Viel geiler geht’s nicht. Ganz günstig ist die Kombo allerdings nicht.

 

Mit den Zodiassen, Exprides und Poison Adrenas haben wir Modelle dabei, die einerseits so geil sind, dass man eigentlich nur schweren Herzens nicht fischen kann. Und andererseits haben sie eine optimale Länge. Allen voran die Adrena 172 H (Länge 2,18 m / WG 12 bis 42 Gramm), die identisch dimensionierte Zodias 172 H und die Expride 173 XH (2,21 m / WG 14 bis 56 Gramm). Das sind richtig geile Zanderruten, die in Sachen Hebelwirkung ziemlich nah an 2,40er Spinnruten rankommen, weil man durch den kürzeren Griff im Verhältnis mehr Blank vor der Rolle hat.

Hier liegt für viele Angler die Krux: Am Anfang fliegt einem bei einem heftigen Anhieb alles um die Ohren, wenn nur wenig Griff unterm Unterarm liegen hat und die Rolle auch noch oben liegt und nicht zwischen den Fingern eingeklemmt ist. Ich fand das auch mal seltsam. Inzwischen finde ich es seltsam, dass ich‘s mal seltsam fand. So ändern sich die Zeiten. Alles eine Frage der Nutzungsintensität.

Jetzt wird sich manch einer fragen, warum er wechseln soll. Ist doch ganz klar. Damit wir Dir eine neue Kombo andrehen können 😀

Ok. Ein paar andere Argumente pro Baitcaster gibt’s auch noch:

  • Öfter mal was Neues!
  • Komfortabler Zugriff auf die Schnur zur Erkennung megavorsichtiger Bisse.
  • Superdirekter Köderkontakt.
  • Laufruhe.
  • Beidseitig gelagerte Spule. (Robuster.)
  • Maximales Wurfvergnügen.
  • Und natürlich isses viel cooler, den Bügel nicht immer umlegen zu müssen.

Alle, die es machen, brauchen keine Argumente. Die machen‘s einfach, weil das Jiggen und Faulenzen noch ein bisschen mehr Spaß macht als eh schon.

Könnt ihr euch ja mal überlegen. Und wenn BC, dann natürlich nur von Shimano. Ist ja klar 😉

Bis bald!

Johannes
PS: Natürlich macht das nicht nur auf Zetti Spaß, sondern auch auf Hecht und Barsch. Logo.

5000er-barsch

Ich muss jetzt aber auch los.

Distanz-Moped verhaftet

Wie ihr evtl. schon mibekommen habt, fische ich derzeit in Spanien. Dabei wechsle ich fast täglich die Gewässer, bin oft mit dem Boot unterwegs, angle aber auch viel vom Ufer. Auch weil es am oberen Stausee derzeit recht turbulent zugeht und man nach 9  Uhr selten das Gefühl hat, dass der eigene Köder der erste war, den die Fische an diesem Spot gesehen haben.

Dem sonntäglichen Mega-Stress (zu den Urlaubern kommen dann noch jede Menge Spanier) sind Dori und ich ausgewichen, indem wir uns in die Berge abgesetzt haben, um dort eine Ufer-Tour zu starten. Ich könnte mir ein Loch in den Hintern dafür beißen, dass ich nicht jeden Fisch fotografiert habe, damit ich hier einen fetten Uferbarsch-Bericht reinstellen kann. Aber was soll man machen, wenn der Dori Enddreißiger im Wasser abschütteln lässt, damit er schnell den nächsten Wurf ansetzen kann, um ein echtes Monster zu verhaften. Und wenn mein erster Barsch gleich so ein Monster ist.

dialuna-moped-smile

Der Dori hat ihn nicht nur gelandet, sondern auch gefunden. Zumindest den kleinen Schwarm, dessen Anführer er gewesen sein könnte bzw. immer noch sein kann. Es war ca. mein 10. Wurf an diesem Tag. Der Biss kam auf volle Distanz. Auf halber Strecke hat sich der Barsch noch in einem Baum festgesetzt. Mit vereinte Kräften konnten Dori und ich den Fisch dann doch dazu bewegen, sich wieder freizuschwimmen.

dialuna-moped-close

Den Spot habe ich schon zweimal zuvor angefischt für mehrere Stunden. Ohne einen Biss. Insofern ist der Barsch der verdiente Lohn für harte Arbeit. Keine Ahnung, ob ich ein viertes Mal hingegangen wäre. Jetzt weiß ich es bestimmt.

Da ist man dann halt im Dickbarschfieber und alles unter 40 cm wird dann uninteressant. Es ist nicht so, dass wir 30 Barsche gefangen hätten. Aber 10 waren es bestimmt. Es war eine relativ anstregende Angelei,vergleichbar mit Mefoangeln. Wir haben die Köder immer auf volle Distanz rausgepeitscht, um möglichst viel Strecke abzusuchen. Tatsächlich kamen viele Bisse ganz weit draußen.

Köder waren kleine Gummifische zwischen 3 und 4 Inch. Dazu Jig mit 10 bis 15 Gramm. Präsentiert haben wir beide mit der Dialuna 906M. So langsam wachsen diese Rute und ihr Besitzer zusammen. Viel mehr geht fast nicht. Wir schätzen den Barsch inzwischen auf 47 cm.

dialuna-moped-bezwinger

Ich geh sicher wieder mal dahin. Zumal das Bootsangeln auf dem oberen Stausee gestern ernüchternd lief. Ich werde berichten!

Hasta pronto!

Johannes

Yasei Seabass – die Kurze zum Jiggen

Viele Angler – gerade Bootsangler – fischen auf Zander gern mit relativ kurzen, leichten aber brettharten Ruten mit denen sie die Gummis aus dem Handgelenk beschleunigen können.

Die Yasei Seabass (SYABA21MH) in 2,10 m Länge mit einem WG von 10 bis 50 Gramm konnte ich mir damals gut als  Zander-  und Dickbarsch-Stock vorstellen und war mir auch einigermaßen sicher, dass Dustin das ähnlich sehen würde. Schließlich wartet die kürzeste Rute aus der Seabass-Serie mit allem auf, was sich ein Jigger wünscht: Der dünne Blank steht wie eine Eins. Der zweigeteilte Griff aus schwarzem Moosgummi passt optisch perfekt zum Blank-Design und geht bis knapp zum Ellenbogen. Die Ringe liegen eng am Blank an und leiten jeder Zupper in den Stock weiter. Mit 145 Gramm ist die Rute auch sehr leicht. Und am Wasser stellte sich dann heraus, dass es sich tatsächlich um eine Wurfmaschine handelt, wie es im Katalog steht.

Zudem passt sie sehr gut zu Dustins alter Stradic mit der Doppelkurbel (die man mal wieder frisch bespulen könnte).

Seabass und 2500er Stradic - das passt.

Seabass und 2500er Stradic – das passt.

Und gefangen hat er damit auch ganz gut – wobei wir unter schweren Bedingungen fischen mussten. Zunächst einmal galt es einen Trailer-Schaden (Radlager) reparieren zu lassen. Dann ausgerissene Kabel (wir hatten die Anhängerkupplung abgekoppelt, aber nicht den Stecker gezogen) anzulöten, um dann gegen Wind und Kälte und beißfaule Zander ankämpfen zu müssen. War aber größtenteils trotzdem recht lustig.

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Seabass im Zanderdrill.

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Dustin mit einem seiner ersten Seabass-Zander.

Und noch ein Zander.

Und noch ein Zander.

Zugegebenermaßen waren's nicht die ganz großen Burschen. Aber wir waren froh, überhaupt ein paar Bisse zu bekommen.

Zugegebenermaßen waren’s nicht die ganz großen Burschen. Aber wir waren froh, überhaupt ein paar Bisse zu bekommen.

Solltet ihr also auf der Suche nach einer kurzen Zander-, Großbarsch- oder leichten Hecht-Rute sein, lohnt es sich, mal in die Wolfsbarsch-Abteilung abzubiegen. Die Yasei Seabass wird euch sicher gut gefallen.

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Dialuna XR S906M: Distanz-Barsch-Rute aufgetackelt!

Für die neue Saison habe ich mir ein paar Pläne zurechtgelegt. Einer davon ist, viel mehr vom Ufer zu fischen. Drei meiner schönsten Angelsessions im letzten Jahr waren Ufer- bzw. Watangel-Nummern am Rhein bzw. im Rhein-Delta und am Bodden. Dort konnte ich jeweils dicke Barsche fangen und auch ein paar Zettis haken. Wobei ich im Delta sicher noch besser gefangen hätte, wenn ich ein paar Meter weiter rausgekommen wäre und so nicht nur die weit vorm Ufer gelagerte 6 m -Kante angekratzt hätte, sondern über den Abbruch hinaus hätte fischen können. Und auch am Bodden hätte es noch mehr Fisch geben können, wenn ich die gegenüberliegende Fahrrinnenkante hätte runterfischen können. Seit diesen Trips bin ich total angefixt von der Idee, Fische auf extreme Distanz zu fangen.

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Toller Holländer.

 

Distanz-Barsch beim Boddenwaten an der kleinen Dialuna. Mit der großen packe ich noch ein paar Meter mehr.

Distanz-Barsch beim Boddenwaten an der kleinen Dialuna. Mit der großen packe ich noch ein paar Meter mehr.

 

Dazu braucht man eine Weitwurf-Kombo. (Mit meiner Wurftechnik bin ich inzwischen einigermaßen zufrieden.) Nun bin ichzusammen mit Dustin, Robert und dem Neuen ja einer der JDM-Tester im Team. Was natürlich krass und geil gleichzeitig ist, weil ich ständig mit extrem tollen Angelgerät unterwegs bin und mir auch für die neue Saison zwei Ruten zum Probefischen aussuchen konnte. Eine davon ist die von Dustin so geliebte Expride Cast bis 30 Gramm, die in der Mitte geteilt ist und so in meine neue Flugtasche passt (ich habe mir eine Golf-Travel-Tasche umgebaut, so dass ich nur noch ein Gepäckstück auf meine Flugreisen mitnehmen muss und viel Geld sparen kann). Die zweite ist die Rute, um die es hier gehen soll. Das Weitwurf-Katapult. Die Langstreckenwaffe. Der Missile-Shooter. Oh nee. Jetzt werde ich mir aber zu martialisch. Bleiben wir bei Distanz-Barsch-Rute. Name: Dialuna XR S906M Spinning. Zum Zanderfischen empfohlen von Kollege Robert Balkow.

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Im Katalog steht: „Mit einer Länge von 2,89 m liefert das Modell noch mehr Wurfperformance.“ „Noch mehr“ bezieht sich auf die leichteren Modelle. Und die werfen schon megakrass. Fast schon zu weit, als dass man auf volle Distanz die Anhiebe durchbringt, wenn man das Wurfgewicht mit Jigs ausreizt. Im Prinzip sind das ja auch keine Gummifisch-Ruten, sondern Ruten, die die Japaner zum Wolfsbarsch-Wobbeln einsetzen. „Ein etwas höheres Wurfgewicht ermöglicht es, Wobbler, Blinker und Gummis bis 42 Gramm hinauszufeuern.“ Sehr gut. Da dürften ja dann bei 10 bis 20-Gramm-Jigs-Gummi-Gespannen noch Reserven da sein. Was Robert ja auch bestätigt hat. Er hat mit der Rute schließlich seinen Zander-PB aufgestellt. Was zandertauglich ist, dürfte auch den Distanz-Barsch dingfest machen.

Die Features:

Länge: 2,89 m
Gewicht: 162 Gramm (nur!!!)
Wurfgewicht: 8 – 42 Gramm
Beringung: Fuji
Rollenhalter: Ci4+
Blank: Hi-Power X und Spiral X
Griff: Split-Grip-Design / Moosgummigriff zum Vorgreifen
Aktion: M (Moderate)

Im Fließtext: Eine relativ lange Rute in einer Länge, wie ich sie eigentlich schon lange nicht mehr gefischt habe. Die brauche ich nicht nur für mehr Wurfweite. Der größere Hebel dient auch zum Abheben der Gummis auf Distanz und dann natürlich auch zum Hakenvergraben beim Anhieb. Die Rute ist hervorragend beringt, hat einen geilen Rollenhalter und der Blank basiert auf den beiden besten Shimano-Blank-Konzepten. Wenn man die Hand – wie hier vorgesehen – vor die Rolle um den Griff legt, hat man erstens viel mehr Kraft für den Anschlag. Zweitens ist die Rute dann nicht kopflastig – selbst wenn man eine leichte Ci4+ Rolle fischt. Und genau das habe ich vor.

In Bildern:

Der Ci4+ Rollenhalter.

Der Ci4+ Rollenhalter.

Für mehr Wucht beim Anhieb und eine bessere Balance wird vorgegriffen.

Für mehr Wucht beim Anhieb und eine bessere Balance wird vorgegriffen.

Der stabile Fuji-Leitring.

Der stabile Fuji-Leitring.

Sieht man die geile Wicklung? Spiral X meets Hi-Power X.

Sieht man die geile Wicklung? Spiral X meets Hi-Power X.

Moderate? Naja. Also ich finde, die hat ganz schön Wumms bzw. geht die Aktion schnell in viel Backbone über. Ich freu mich schon auf die ersten Bisse und Drills.

Moderate? Naja. Also ich finde, die hat ganz schön Wumms bzw. geht die Aktion schnell in viel Backbone über. Ich freu mich schon auf die ersten Bisse und Drills.

 

Ich kombiniere diese Rute mit einer 4000er Stradic Ci4+. Nicht weil ich denke, dass ich für meine Riesenbarsche, die da draußen hinter der Kante lauern ein Megazugwerk brauche. Sondern weil ich mit einer größeren Rolle weiter werfen kann und einen größeren Schnureinzug habe, der mich bei der Köderführung unterstützt. Mit ihrer 6,0:1 Übersetzung zieht die Stradic Ci4+ satte 88 Zentimeter ein. Das sollte für eine sportliche Köderführung genügen. Im Katalog wird zu der Rute eine Exsence empfohlen. Da holt sich die 4000er dank einer 6,2:1 Übersetzung sogar 99 Zentimeter pro Kurbelumdrehung. Aber 88 Zentimeter scheinen mir genug. Und ich liebe meine Ci4+ Stradics. Da brauche ich nicht mehr.

Zum Schluss noch zur Schnur. Da führt für mich kein Weg an der pinkfarbenen Sufix Performance Pro 8 vorbei. Die ist dünn. Leise. Hat eine hohe Tragkraft und ist auch sehr geschmeidig. Ich nehme die 12er mit einer Tragkraft von 8,2 kg. Viel dünner mag ich nicht fischen. Auf eine Ersatzspule werde ich wohl noch 10er packen. Aber der Standard wird die 12er sein. Schließlich gibt’s in beiden Revieren neben großen Hechten auch dicke Zander und die mag ich nicht beim ersten Kantenschubbern verlieren.

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Man schaue sich außerdem mal an, wie dünn die 135 m-Füllung auf der Schnurspule sind.

Ein Hauch von Schnur umgibt die Spule. Kaum zu glauben, dass das 270 m sind. Mit anderen Worten: Diese Schnur ist richtig dünn.

Ein Hauch von Schnur umgibt die Spule. Kaum zu glauben, dass das 135 m sind. Mit anderen Worten: Diese Schnur ist richtig dünn.

Da muss man ordentlich unterfüttern auf einer 4000er. Dieses Futter hat nicht gereicht. Ich musste zweimal hoch- und runterspulen.

Oh Mann. Selberspulen ist echt stressig. Zweimal musste ich die neue Schnur runternehmen, ...

Oh Mann. Selberspulen ist echt stressig. Zweimal musste ich die neue Schnur runternehmen, …

... um genau die Füllung hinzubekommen, die ich wollte. Ein bisschen wird die Schnur noch aufgehen. Sie sitzt auch megafest auf dem Kern. Dann ist das genau richtig.

… um genau die Füllung hinzubekommen, die ich wollte. Ein bisschen wird die Schnur noch aufgehen. Sie sitzt auch megafest auf dem Kern. Nach dem ersten Angeltag ist das genau richtig.

Damit man eine gleichmäßige Wicklung hinbekommt und die Schnur nicht konisch auf der Spule liegt, habe ich eine Unterlegscheibe verwendet.

Auch das habe ich nach der ersten Testbespulung korrigiert. Vorher waren 3 Unterlegscheiben drauf. Da saß die Schnur dann konisch auf der Rolle. (Unten viel, unterm Spulenrand dünn.)

Auch das habe ich nach der ersten Testbespulung korrigiert. Vorher waren 3 Unterlegscheiben drauf. Da saß die Schnur dann konisch auf der Rolle. (Unten viel, unterm Spulenrand dünn.)

 

Eine Hammer-Kombo, die jetzt auf ihren ersten Einsatz wartet. Ich kann’s kaum erwarten, das ganze System einzufischen. Spätestens in Spanien – also ab Ende Februar – wird sie mich auf meinen Ufertrips begleiten. Und ich bin sehr zuversichtlich, dass ich sie wie ihre kleine Schwester mit einem dicken Barsch einweihen werde.

Spanien - ich komme.

Spanien – ich komme. Von Jahr zu Jahr besser aufgetackelt…

Hoffentlich auf Maximal-Distanz. Das macht mit am meisten Spaß.

Sephia SS S-803M: Eging-Rute für Barsch??!

Der Name „Sephia“ ist mehr als eine Andeutung. „Sepia officinalis ist die lateinische Bezeichnung für den gemeinen Tintenfisch. Und weil sich die Shimano Produktentwickler auch bei der Namensgebung etwas denken, liegt die Vermutung nahe, dass es sich bei der Sephia SS um eine Tintenfischrute handelt, wie sie besonders im Mittelmeerraum, vor der Küste Australiens oder aber in Asien verwendet wird. Mit diesen feinfühligen Ruten werden spezielle Squit Jigs („Egis“) präsentiert. Der Fachterminus fürs Tintenfischangeln lautet Eging.

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Shimano produziert selber solche Köder. Hier ein Video aus Australien, in dem ihr euch mal ein Bild von den Teilen machen könnt.

 

Die Egis sind so ausbalanciert, dass sie mehr oder weniger langsam zum Grund sinken. Dann werden sie angejiggt und an schlaffer Leine absinken gelassen. Die Tintenfische greifen sich den Köder dann in der Absinkphase. Damit sie sich nicht abschütteln, geben die Ruten bei Druck ein bisschen nach, sind also nicht bretthart. Dennoch fließt jede Menge Strom durch den Blank, da die Bisse nicht immer leicht zu erkennen sind.

Die Sephia-Ruten sind auf weite Würfe ausgelegt. Sie sind als Allround-Eging-Ruten konzipiert, die an sowohl vom Boot als auch vom Ufer fischen kann und die sich auch für die Angelei in tiefem Wasser eignen. Damit fallen sie ein bisschen stärker aus, als die ganz feinen Eging-Ruten, mit denen man im Flachwasser fischt bzw. ganz kurz vor und unter dem Boot. (Wenn man einmal einen Tintenfisch gehakt hat, zieht der den ganzen Schwarm unters Boot.)

Jiggen, Bisse in der Absinkphase, Aussteigergefahr im Drill… Das kommt einem doch irgendwoher bekannt vor. Ach ja. Beim Barschangeln mit dem Gummi am Bleikopf soll man mit ähnlichen Phänomenen konfrontiert werden, habe ich mir sagen lassen. Und so habe ich mich natürlich sehr gefreut, als mir Shimano eine dieser Eging-Ruten zum Testen mit nach Langeland mitgegeben hat.

Sephia-SS-S803M

Shimano Sephia SS S-803M. Länge: 2,51 m. Gewicht: 113 Gramm. Wahnsinn, oder?

Wenn man sich die Zahlen mal reinzieht, kommt man schon ins Grübeln: 113 Gramm Gewicht bei einer Länge von 2,51 m – eine erstaunlich leichte Konstruktion. Kann da echt so viel Wumms dahinter sein, dass man Gummis barschgerecht beschleunigen kann?

Die Zweifel verschwinden beim erste Anzittern und Belasten. Die Rute steht wie eine Eins. Auf jeden Fall packt die Jigs bis 12 Gramm. Und wie sieht‘s mit der Power aus? Ab dem zweiten Drittel kommt viel Rückgrad. Genug für einen richtig fetten Barsch. Oder auch für einen „versehentlich gehakten“ Zander oder Hecht.

 

Wurfgewicht der Sephia SS S-803M

Auf dem Blank steht: EGI SIZE 2,5 – 4G. Also ein Wurfgewicht von 2,5 bis 4 Gramm? Und das will uns der Dietel als Barschrute zum Distanz-Jiggen verkaufen? Nein! Wenn dem so wäre, würde ich das definitiv nicht wollen. ABER: Die Zahlen bei den Egis sagen etwas über die Länge und das Gewicht aus. Da gibt’s leider keine Norm. Ein 2,5er Egi wiegt ca. 10 Gramm, ein 4er kann 30 Gramm wiegen.

Nun sind Egis anders konzipiert als ein Gummifisch und haben eine langsamere Sinkrate als ein Silikonköder am Bleikopf. Sie lassen sich also leichter beschleunigen. Die Sephia ist sicher keine Rute, mit der man 30-Gramm-Gummi-Jig-Kombinationen führen muss. Ich denke, das ideale Köder-Gewicht liegt gefühlsmäßig zwischen 5 und 18 Gramm.

 

Erster Praxistest Sephia SS S-803M

Die ersten Tests fanden also auf Langeland statt. Hier habe ich mich mehrheitlich dem Plattfischangeln mit Kunstködern gewidmet. Ich angelte meistens mit Bullet Weights von 5bis 12 Gramm. Das hätte also perfekt zur Sephia passen sollen. Tat es aber nicht so richtig. Ich bekam zwar viele Bisse, konnte diese aber nicht so gut verwandeln wie mit der Diaflash und ihrer Taftec-Spitze. Ich probierte es solange, bis ich ein paar Fische gefangen hatte, stieg dann aber beim Plattenfischen voll auf die Diaflash um.

Platte geht. Aber die Taftec-Ruten sind da besser.

Platte geht. Aber die Taftec-Ruten sind da besser.

Zwischenfazit: Die Sephia ist in der Spitze zu schnell für Flundern und Konsorten.

Also wartete ich mal auf eine Gelegenheit, bei der ich die feine Rute zum Dorschangeln verwenden konnte. Problem: Die Dorsche stehen hier recht tief. Meistens muss man im Sommer mindestens auf 20 m runter. Zur Tiefe kommt häufig eine rasante Unterströmung. Aber irgendwann fand sich dann doch mal ein Abend, an dem ich mit einem langen Wurf in die Andrift und 14 Gramm Bullet plus 4 Inch Wurm runter kam.

sephia-ss-s803m

Man beachte die feine Beringung. Rollenemofehlung: 2500er Größe. Und am besten was ganz Leichtes aus Ci4+

Nicht zu den ganz großen Burschen, sondern in die Kinderstube.

OK. Der ist klein. Ich hätte nix gegen einen 70er gehabt. Dazu muss man dann aber auch mehr anbieten als einen 4 Inch-Finesse-Wurm.

OK. Der ist klein. Ich hätte nix gegen einen 70er gehabt. Dazu muss man dann aber auch mehr anbieten als einen 4 Inch-Finesse-Wurm. MIt “mehr” wäre ich aber nicht runtergekommen. Zum schweren Dorschangeln ist die Rute also nicht gebaut – wer hätt’s gedacht.

Viel größer werden die Barsche bei uns aber auch nicht. Und viel stärker fällt die Belastung im Drill auch nicht aus.

Um die Biegekurve zu demonstrieren, haben die kleinen Dorsche aber  gereicht. (Nach 2 Stück habe ich aufgehört.)

Um die Biegekurve zu demonstrieren, haben die kleinen Dorsche aber gereicht. (Nach 2 Stück habe ich aufgehört.)

Im Nachgang gab’s dann auch noch ein paar Makrelen aus dem Mittelwasser.

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Jetzt freue ich mich drauf, das gute Stück in Deutschland einzuweihen. Ich bin gespannt, wie sie sich beim Barschangeln macht. Ich könnte mir vorstellen, dass das eine tolle Rute zum Uferangeln und zum Distanz-Jiggen vom Boot ist für alle, die gerne so leicht wie möglich fischen.

Meerforellenblinker bis 20 Gramm fliegen bis in die untergehende Sonne.

Meerforellenblinker bis 20 Gramm fliegen bis in die untergehende Sonne.

Man hört sich! Bis dahin viel Spaß aufm Wasser!

Johannes

Die kleine Dialuna und Zander?!

Mein Kollege Robert fischt ja die große Dialuna XR S 906M auf Mefo und Zander. Ich habe die kleine XR S 806 ML für Barsch, Rapfen, Hornhecht, Mefo und…? Zander!

Der Unterschied: 31 Zentimeter Länge, 29 Gramm Gewicht und 14 Gramm weniger Wurfgewicht. Konkret: 2,59 m statt 2,90 m. 133 Gramm statt 162 Gramm. 6 bis 28 Gramm, statt 8 bis 42 Gramm.

Außerdem ist die Rute nicht als Zanderrute konzipiert, sondern zum Wolfsbarschangeln. Da kommt‘s auf weite Würfe an. Dafür muss die Rute nicht so hart sein. Im Katalog ist sie mit „M“ angegeben. Fakt ist: Die Rute ist nicht das steife Brett, von dem viele Zanderangler träumen. Fakt ist aber auch: Die Bisserkennung ist fantastisch. Und wenn man den Fisch gehakt hat, schüttelt der sich nicht mehr los. Dazu werden die Kopfstöße zu sauber abgefedert.

Hört sich zunächst mal nach Kompromissen an. Zwar ein bisschen weich, aber toll. Rutenaktionen zu beschreiben ist aber auch nicht so einfach. Erst wenn man eine Rute in die Hand nimmt, merkt man sofort, ob sie einem liegt und was sie kann.

 

dialuna
Die kleine Dialuna kann nicht…
– … mit viel mehr als 20 Gramm gefischt werden
– … voluminöse Schaufelschwanzgummis in voller Strömung beschleunigen
– … mit einem satten Anhieb 80er Zander vom Grund ins Mittelwasser befördern
– … in superharter Strömung superderb drillen

Die kleine Dialuna kann aber…
– … schon niedrige Gewichte extrem weit werfen
– … 5 Inch-Gummis an 14 Gramm-Jigs zackig führen
– … Anhiebe auf weite Distanz durchbringen
– … auch große Fische perfekt bändigen
– … Angelspaß mit Barschen garantieren

In Spanien habe ich sie bereits auf Barsch, kleine Zander und Karpfen getestet.

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Im Moment verwende ich sie zum Flachwasserangeln mit 4 und 5 Inchern auf den Plateaus der Brandenburger Meere.

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Vorgestern war ich mit Jochen unterwegs, der seit kurzem auch eine kleine Dialuna fischt. Zwar haben wir keine Killerfische gefangen. Aber ich bin mir trotzdem sicher, dass sein Erfahrungsbericht einigermaßen euphorisch ausfallen wird.

Ich bin in den nächsten Tagen auch nochmal unterwegs und schaue mal, dass da noch ein paar Zanderbilder dazu kommen.

Lasst es knacken in der Rute! It’s Zander-Time!

Johannes

Plano PLA23601-00: Kleinteile -Box deluxe

Wie Johannes schon im Blog geschrieben hat, ist die PLA23601-00 eine sehr flache Box, die gerade für kleine Köder optimal geeignet ist. Das Kleinzeug soll ja nicht andauernd hin und her klappern beim Transport. Im Gegensatz zu Johannes, der darin seine Barsch- und Forellen-Wobbler lagert, verwende ich diese Boxen zur Aufbewahrung von Haken und dem ganzen Zubehör zum Basteln von Texas Rigs usw..IMG_0007Auch wenn man auf Reisen ist, machen die flachen Boxen Sinn, da man mehrere in den Koffer bekommt.

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IMG_0001Danke fürs  Vorbeischauen !