WPC-Zwischenstände jederzeit abrufbar!

Wie ihr ja vielleicht mitbekommen habt, steigt an diesem Wochenende die WPC (World Predator Classic). In drei Disziplinen werden in den nächsten Tagen die besten Angler gesucht. Als da wären: Boot, Kayak und Streetfishing. Als Top-Sponsor der Veranstaltung hat Shimano da natürlich ein paar Eisen im Feuer. Unter anderem ein paar Protagonisten, die ihr aus der Angelzeitung und von unserem Blog hier kennt. Bei den Streetfishern ist z.B. unser Eric dabei. (Der startet am Samstag.) Seit heutemorgen sind Dustin und Jürgen bei der Boat-Competition am Start. Drückt mal alle die Daumen, dass die Jungs was rausholen. Im Gegensatz zu den meisten anderen Teilnehmern haben die beiden nicht großartig trainiert und müssen sich mehr auf ihren Instinkt verlassen als auf detaillierte Gewässerkenntnis.

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Den aktuellen Zwischenstand könnt ihr euch hier reinziehen.

http://www.worldpredatorclassic.com/wpc-2015-leaderboard/

Es wird regelmäßig aktualisiert!

 

2. G.Loomis Flycasting – Clinic

Loop

Am Sonntag, dem 16.03.2014 fand in Neustadt in Holstein die 2. „G.Loomis Flycasting Clinic“ statt, die von Shimano und Kalles Angelshop veranstaltet wurde.

So, wie im Jahr davor, wurde das Event als Preisausschreiben in vielen bekannten Medien ausgeschrieben und das Losverfahren ermittelte die 10 Teilnehmer.

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Die Clinic fand im „Haus des Gastes“ in Pelzerhaken statt, in dem am Vortag schon das Shimano Brandungsseminar veranstaltet wurde. Das Haus, direkt an der Ostsee gelegen, ist mit einem schönen, großen Saal ausgestattet, umrahmt von angrenzenden Wiesen.

Nach einem kurzen Intro von Petra Krichel von Shimano/G.Loomis befassten wir uns 1,5 Std. mit der Theorie des Fliegenwurfs, der Schlaufenbildung- und Kontrolle, demonstriert mit kleinen Übungsruten, bis es schließlich nach einem leckeren Mittagessen – vielen Dank an das hervorragende Catering – um  13:00 auf die Wiesen zur Umsetzung des Gelernten ging. Glücklicherweise hatten wir wetterseitig nur Windstärke 7, denn letztes Jahr war es Windstärke 7 UND horizontaler Schnee. 😉 Also reale Bedingungen!

Mit viel guter Laune, etwas Schnursalat, keinen Verletzten und kalten Händen versammelten wir uns um 16:00 zur Nachbesprechung noch einmal im Saal, bis dann in lockerem Ende gegen 17:00 die Clinic von Kalle geschlossen wurde.

Alle haben etwas gelernt! Auch wir, so dass wir zum Beispiel die 3. Veranstaltung, die schon fest geplant ist, derart organisieren, dass nach der Mittagspause die 10er Gruppe in 2 x 5 aufgeteilt wird und jede Gruppe 1,5 Stunden alleine Platz auf den Wiesen hat. Das ist besser für die Teilnehmer und für mich. 😉

Vielen Dank an alle Teilnehmer, Kalles Team, Petra Krichel von Shimano/G.Loomis und besonders an Kai Rohde, der die Fotos geschossen hat.

Ich freue mich auf 2015, vielleicht dann noch mit schönem Wetter!?

Juergen Friesenhahn

G.Loomis/Shimano Team Angler & Master Flycasting Instructor F.F.F.

www.wurfkurse.de

 

Kleine Fotogalerie der Flycasting Clinic:

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Intro durch Petra Krichel/Shimano

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Theoretischer Teil – Verteilen der Materialien

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Theorie… 🙂

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…noch mehr Theorie 🙁

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Theoretisches Gelächter! 🙂

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Erste Versuche…

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“Schau, bilde eine saubere Schlaufe, kontrolliere die Schnur.”

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Eine kleine “Schlaufen-Morphologie”:
Die offene Schlaufe oder “non loop”

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Die Schlaufe wird etwas enger…

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…noch enger…

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“perfect loop”

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Tendenz zum “Tailing Loop”.
Die Deformation der oberen Schnur beginnt,
indem sie sich konkav verformt

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Endlich auf der Wiese mit der führenden Hand aus dem Hintergrund… 😉

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“Rutenübergabe”

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“Kontrolle” heißt das Spiel.

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Bitte weniger “Druck”.
Entspanne Dich.

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Schau, als Gegenbeispiel.
Ich habe die Rute nur auf meiner Handfläche liegen.
Ich kann gar nicht “drücken”.

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Und Spaß dabei gehabt!

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Ihr wollt den Doppelzug lernen???

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Pantomime und “Downup”

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Und wieder ein anderes Setup von Rute und Schnur…

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“…and out she goes…”

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Kalle Rohde (Mitte) hatte auch Spaß!

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Hier geht’s lang…

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Abschluss der Clinic durch Kalle Rohde
von “Kalles Angelshop” in Neustadt in Holstein

JF

Peacock-Bass-Tackle

Gemeinsam mit Arndt Bünting (Redaktion FISCH & FANG) ging es im August des vergangenen Jahres in den brasilianischen Urwald, um am Amazonas und an seinen Nebenflüssen dem Peacock Bass nachzustellen. Der Tucunare, wie ihn die Einheimischen nennen, gilt als einer der kampfstärksten Süßwasserfische überhaupt. Spektakuläre Köderattacken und spannende Drills sind garantiert. In der März-Ausgabe der „Fisch und Fang“ hat Arndt seinen Reisebericht veröffentlicht. Das dazugehörige Video ist auf der Abo DVD zu sehen (weitere Infos: www.fischundfang.de).

Auf vielfachen Wunsch erläutere ich hier noch mal, welches Tackle bei der Pirsch auf den „Pfauenbarsch“ wirklich Sinn macht.

 Multi oder Stationär?

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Was darf es sein?

Beide Rollentypen haben ihre Vorzüge und wer den sicheren Umgang damit beherrscht, sollte auch beide Modelle mitnehmen. Nicht das wir uns falsch verstehen: Niemand muss nun auf Biegen und Brechen den Umgang mit dem einen oder anderen Rollentypen erlernen, um auf Peacock fischen zu können. Fischt das, womit ihr Euch wohlfühlt.

Mit einer Multirolle kann ich in aller Regel die Köder präziser platzieren und flacher auswerfen. Letzteres Argument gewinnt an Bedeutung wenn man weiß, dass man häufig im Dickicht angeln muss und immer wieder überwachsene Unterstände anwirft. Zudem kommen Multirollen auf Dauer besser mit den Widerständen zurecht, die große Oberflächenköder beim Einholen erzeugen.

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Urwald-Angeln vom Feinsten…

Stationärrollen sind klar im Vorteil wenn es darum geht, Köder immer wieder schnell einzuholen und Jigs gefühlvoll zu präsentieren.

Kurt

Das sind schon echt tolle Fische, oder?

 

Mono oder Geflochtene?

Die Diskussion um die richtige Schnur können wir kurz halten. Am Amazonas machen nur die dehnungsarmen „Braided Lines“ Sinn. Immer wieder müssen die Fische aus Unterständen herausdirigiert werden. Zudem wird mit recht hohen Tragkräften gefischt. Der dünnere Durchmesser geflochtener Leinen (im Verhältnis zu monofilen mit derselben Tragkraft) ermöglicht es mehr Schnur aufzuspulen. Bei besonders großen Fischen können das die entscheidenden Meter sein.

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Die Schnurfrage stellt sich erst gar nicht.

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Hier sieht man auch warum: Die Fische stehen hier sprichwörtlich mitten im Holz.

 

Wenn das Gepäckvolumen es zulässt, empfehle ich vier Kombos mitzunehmen. Damit ist man dann wirklich auf jede Angelsituation im Peacock –Revier optimal eingestellt:

Baitcaster Kombo 1

Rute:              Yasei Crankbait, 2,00m, WG bis 28g
Rolle:             Curado 201 E 7
Schnur:         Power Pro, Green, 0,19mm, Tragkraft bis 13 kg

Eine leichte, steife Rute mit einer schnellen Spitzenaktion. Super ausbalanciert mit der Curado, die ausreichend Leine des genannten Durchmessers aufnehmen kann. Eine perfekte Kombo für kleinere Oberflächenköder, Wobbler und Spinnerbaits und mit ausreichenden Kraftreserven im Drill.

Baitcaster Kombo 2

Rute:              Yasei Jerk, 2.00m, WG bis 110g
Rolle:             Calcutta 201
Schnur:         Power Pro, Green, 0,32mm, Tragkraft bis 24 kg

Mit diesem Set bringt ihr schwere Oberflächenköder und größere Wobbler auf Kurs. Die hohen Schnurtragkräfte sind notwendig, um kapitale Brocken aus dem Unterholz dirigieren zu können.

Spin-Kombo 1

Rute:              Yasei Speed Jigging, 2.15m, WG bis 28g
Rolle:             Twin Power 2500
Schnur:         Power Pro, Green, 0,19mm, Tragkraft bis 13 kg

Für mich erste Wahl, um die fängigen Bucktail-Jigs weit auszuwerfen und schnell einholen zu können.

Spin-Kombo 2

Rute:              Yasei Spinning Pike, 2.50m, WG bis 120g
Rolle:             Twin Power 4000
Schnur:         Power Pro, Green, 0,32mm, Tragkraft bis 24 kg

Diese Kombo setze ich dann ein, wenn die Peacocks auf Tempo stehen. Das kommt regelmäßig vor. Mit einer Stationärrolle lassen sich die höheren Schlagzahlen einfach ermüdungsfreier als mit einer Multirolle fischen.

Ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr schon bald mal die Gelegenheit habt, diese kampfstarken und wunderschönen Fische zu beangeln.

Peacock

Das hat RICHTIG Spaß gemacht!

Tight Lines,

Jürgen Haese