Mein “Killer” im Rapala Sortiment – der “BX Minnow”

Wenn die Wand im Angelladen voller Köder hängt, dann ist es nicht immer leicht den Überblick zu behalten. Was fängt, was fängt weniger? Wir alle kennen die “Fehlkäufe” von Ködern, die so toll im Angelladen aussahen, aber am Wasser dann doch nicht so der Bringer waren.

Heute möchte ich Euch mal kurz meinen derzeitigen “Barsch-Liebling” im Rapala Sortiment vorstellen – den “BX Minnow”!

BX_Minow_0004

Der “BX Minnow” ist ein (damals) neuartiger Wobbler. Er verbindet die Jahrzehnte alte Köderbaukunst von Rapala unter der Verwendung von Balsaholz mit moderner Köderbautechnik von heute und dem Einsatz von Kunststoffen. Der BX ist eine Mischung aus beiden – Kern aus Balsaholz und äußere Schale aus sehr haltbarem Co-Polymer. Diese Idee brachte dem Kleinen 2012 den Sieg in der Kategorie “best new hard lure” auf der EFTTEX 2012.

Damals erschien ein Model in 10cm mit einem Gewicht von 12 Gramm und einer Tauchtiefe von ca. 0.90m – 1.50m. Das ganze in ca. 9 Farben.

2016 ist ein weiteres Modell dazu gekommen – 7cm, 7 Gramm, 0.60m – 1.20m Tauchtiefe, 11 Farben.

BX_Minow_0007

BX_Minow_0006

Alles schön und gut, aber fängt das Teil auch?

Oh ja. Tut er. Richtig gut sogar. Kein anderer Rapala Barschwobbler hat jemals bei mir so gut Barsch gefangen, wie dieser. Das Teil ist der Hammer. Leicht getwitcht flitzt der Kleine schön zackig durchs Wasser. Vorher fliegt er aber erstmal richtig weit. Und gut aussehen tut er. Oh man, die Dekore in Verbindung mit der Lackierung bzw. diesem Kunststoff lassen den BX einfach richtig “strahlen”. Details wie Augen und Schuppen, aber auch dieser “Glossy-Effekt” kommen einfach richtig gut zum tragen.

BX_Minow_0002

An meinem Hausgewässer – ein kleinerer max. 2m tiefer Kanal – sind die Barsche nicht immer bzw.sogar oft weniger gut auf Wobbler gegenüber dem Gummifisch zu sprechen. Um so erstaunlicher war es für mich, das der BX hier richtig gut zugelangt hat. Der Kanal glänzt leider nicht mit holländischen Verhältnissen, aber dafür stimmt an manchen Tagen die Frequenz. Erstaunlich ist auch, dass der BX den Barschen so gut gefällt, dass sogar die kleinen (kaum doppelt so groß wie der Köder) Barsche gierig auf den BX waren. Ich würde jetzt gern tolle Fotos mit Monsterfischen zeigen. Hab ich aber nicht. Bei mir am Kanal ist es oft nicht anders, als bei vielen von Euch. Man muss nehmen, was da ist. Aber darüber freue ich mich trotzdem. Alles besser als Büro 😉

die Freude strahlt richtig aus meinem Gesicht ;-)

die Freude strahlt richtig aus meinem Gesicht 😉

BX_Minow_0008

BX_Minow_0009

Schaut Euch den “BX Minnow” beim nächsten Besuch im Angelladen mal genauer an. Und wenn Euch einer gefällt, dann sackt ihn ein. Ihr werdet es nicht bereuen.

Ich wünsche Euch etwas sehr, sehr Schönes. Und ich grüße Euch.

Tinsen

 

Storm Twitch Stick: Low-Budget-Suspender für Barsch & Zander

Gute Wobbler müssen nicht zwingend viel kosten. Man muss die Gut&Günstig-Modelle aber aus einem riesigen Angebot an Minnows herausfiltern. Dafür ist euer Pro Staff da. Unsere Aufgabe ist ja u.a., euch die Vorzüge der Produkte aus der Shimano-Rapala-Storm-Northcraft-Blue Fox-Plano-PowerPro-Sufix-Palette zu zeigen. Der kleine Bericht hier läuft unter der Rubrik „Better late than never!“. Denn den Twitch Stick hätte euch schon längst jemand vorstellen müssen.

Das übernimmt hier mal ein Ami:

„New?“ Naja. So neu dann auch nicht. Der Clip ist aus dem Jahr 2013. Das macht den Wobbler ja aber nicht schlechter.

Relativ neu ist die Farbe Ghost Wakasagi.

twitch-stick-wakasakiHier die bei uns erhältliche Farbpalette:

twitchsticks

Eigenschaften:

  • fliegt gut
  • rasselt
  • je nach Wassertemperatur (und Dichte) schwebt er oder treibt leicht auf
  • wobbelt intensiv beim Einkurbeln
  • lässt sich fast widerstandslos twitchen (kurze Tauchschaufel)
  • Flachläufer, taucht nicht viel tiefer als 1 m

Damit ist er genau das richtige Tool, um flache Gewässerzonen nach Barschen und Zander abzusuchen.

Dietelgetunter-Twitch Stick (mit Chrystal-Flash-Einzelhaken am Ende) mit Zander. Das sind echt schöne Bisse.

Dietelgetunter-Twitch Stick (mit Chrystal-Flash-Einzelhaken am Ende) mit Zander. Das sind echt schöne Bisse.

 

Kleiner Tipp: Zum Zanderangeln nicht twitchen, sondern einfach langsam einkurbeln.

Viel Spaß mit und ohne Twitch Stick. Einen schönen Sonntag wünscht

Johannes

Trutten-Raps

Wenn man durch den Rapala-Katalog geht, stößt man auf fast jeder Seite auf einen Wobbler im Forellen-Design. Das Trutten-Dekor ist so interessant, weil sich die Großforellen zu einem guten Teil von ihrem Nachwuchs ernähren.

Rapala trägt dieser Tatsache mit mehreren Forellen-Farbcodes Rechnung:

TR (Brown Trout)

BXJM_TR

RT (Rainbow Trout)

ULM_RT

GJTR (Gold Juvenile Trout)

F_GJTR

BJRT (Balsa Juvenile Rainbow Trout)

CD_BJRT

Und jetzt arbeiten wir uns mal durch den Katalog. Auf Seite 3 geht‘s los.

 

Scatter Rap Minnow

Ein 11 cm langer Minnow. Floater. Dank Scatter Lip bricht er beim Einkurbeln unregelmäßig aus. Für meinen Zweck ein bisschen groß. Sicher ein guter Schleppwobbler. Gewicht: 6 Gramm. Tauchtiefe: 1,5 bis 2,7 m. Erhältlich in TR.

SCRM11_TR

Scatter Rap Countdown

Die Modifikation des Countdown mit der geschwungenen Tauchschaufel, die diesen Wobbler ausbrechen lässt. Größe 7 cm. Gewicht: 7 Gramm. Tauchtiefe variabel. Beim Durchkurbeln ca. 1,5 bis 2,5 m. Erhältlich in RT und RT.

SCRCD07_TR

SCRCD07_RT

BX Jointed Shad

Zweiteiliger Realo-Wobbler. 7 Gramm leicht, 6 cm klein. Bucklig. Gewicht: 7 Gramm. Flachläufer: 1,2 bis 1,8 m. Erhältlich in RT und TR.

BXJSD_TR BXJSD_RT

BX Jointed Minnow

Der schlanke zweigeteilte BX Minnow ist 3 cm länger als der kleine Shad. Gewicht: 8 Gramm. Tauchtiefe: 1,5 bis 2,4 m. Erhältlich in TR und RT.

BXJM_TR BXJM_RT

BX Minnow

Mit einer Länge von 10 cm imitiert der BX Minnow eine heranwachsende Forelle. Gewicht: 12 Gramm. Tauchtiefe: 0,7 bis 1,5 m. Erhältlich in TR. BXM_TR

X-Rap

Ein schöner schlanker Twitchbait, den es in vier verschiedenen Größen gibt. Nämlich in 4 cm (Gewicht: 2 Gramm), 6 cm (Gewicht: 4 Gramm), 8 cm (Gewicht: 7 Gramm) und 10 cm (Gewicht: 13 Gramm). Für den Trutten-Spezi sind sicher die 6 cm- und die 8 cm-Version am interessantesten. Tauchtiefe: 0,5 bis 1,5 m. Erhältlich in TR.

XR_TR

X-Rap Countdown

Die moderne Version des Countdown mit dem realistischen X-Rap-Finish ist einer meiner Lieblingswobbler geworden. Es gibt zwei Größen: 5 cm (Gewicht: 4 Gramm) und 7 cm (Gewicht: 10 Gramm). Erhältlich in TR und RT. Auch das design Muddler gehört in den Forellenbach.

XRCD_TR XRCD_RT XRCD_MD

Original Floater

Der Klassiker unter den Klassikern. Die schrullige Balsa-Fangmaschine ist auch nach einer gefühlten Amtszeit von einem halben Jahrhundert nicht aus dem Programm wegzudenken. Im Gegenteil. Jetzt gibt’s mit dem 13 cm langen Floater sogar eine neue Version. Die Größen: 3 cm (Gewicht: 2 Gramm), 5 cm (Gewicht: 3 Gramm), 7 cm (Gewicht: 4 Gramm), 9 cm (Gewicht: 5 Gramm), 11 cm (Gewicht: 6 Gramm) und 13 cm (Gewicht: 7 Gramm). Am Bach kann man sicher mit dem 5er und dem 7er am meisten anfangen. Tauchtiefe jeweils 0,5 bis 1,5 m. Erhältlich in TR, RT und GJTR.

F_TR F_RT F_GJTR F_BJRT

Countdown

Ganz weit vorn in meinen Wobbler-Charts. Ist ein bisschen schwerer als der Floater und fliegt ein bisschen weiter. Sinkt. Und fängt. Die Größen: 2,5 cm (Gewicht: 2,7 Gramm). 3 cm (Gewicht: 4 Gramm), 5 cm (Gewicht: 5 Gramm), 7 cm (Gewicht: 8 Gramm), 9 cm (Gewicht: 12 Gramm) und 11 cm (Gewicht: 16 Gramm). Lauftiefe: Variabel. Man kann ihn ja fallen lassen und tief führen. Gegen die Strömung beim Durchkurbeln läuft der 5 cm lange Countdown ca. 0,8 bis 1,8 m tief. Erhältlich in TR, RT, GJTR und BJRT.

CD_RT CD_GJTR CD_BJRT CD_TR

Jointed

Der Jointed ist ebenfalls ein Klassiker. Den zweiteiligen Floater gibt’s in den Größen 7 cm (Gewicht: 4 Gramm), 9 cm (Gewicht: 7 Gramm), 11 cm (Gewicht: 9 Gramm) und 13 cm (Gewicht: 18 Gramm). Lauftiefe des 7 cm-Modells: 1 bis 1,8 m. Erhältlich in TR und RT.

J_TR J_RT

Ultra Light Minnow

Ein schlanker Kleinwobbler mit Minischaufel. Zwei Größen: 4 cm (Gewicht 3 Gramm) und 6 cm (Gewicht 4 Gramm). Extremer Flachläufer: 0,5 bis max. 1 m. Langsam sinkend. Erhältlich in RT und TR.

ULM_TR ULM_RT

Ein paar von diesen Modellen warten sehnsüchtig drauf, dass ich sie am Donnerstag mal wieder in den bach schmeiße:

rapala-trutten

Rapala Clackin‘ Minnow – flach laufender Tiefton-Suspender

Beim Eingrooven ins Rapala-Sortiment gab’s direkt einen Volltreffer.

Das Vertrauen, das ich in diesen Köder noch vor dem ersten Wurf hatte, habe ich einem Schweizer Bass- und Barsch-Freak zu verdanken, den ich zum ersten Mal beim Caspe Bass 2005 kennengelernt habe und den ich in regelmäßigen Abständen bei Hausmessen im Fischshop Wels in St. Gallen getroffen habe: John Ceronio.

Der Mann hat mir am Testbecken derart von der Fängigkeit des Clackin‘ Minnow vorgeschwärmt, dass ich diesen Wobbler ganz oben auf meiner Agenda hatte, als es darum ging, mir eine Auswahl Rapalas zum Testen zu bestellen.

Das Markenzeichen des im X-Style-Fisnish (wie die X-Raps) daherkommenden Wobblers ist seine Donnerrassel. Dabei handelt es sich um eine einzelne Stahlkugel, die beim Anzupfen und Wobbeln gegen die Wände der auch von außen sichtbaren Klangkammer schlägt.

Schauen wir dem Wobbler mal in die Augen:

clackin_auge

Kleiner Hypnotizer für alle Augenfreunde unter Wasser.

Und jetzt der Profil-Check:

clackin_ganz

Superrealodesign mit Donnerrassel.

Der Lauf ist ein bisschen stockig – also genau richtig für einen Twitchbait. Hier kann man sich das mal das Laufverhalten bei unterschiedlicher Köderführung anschauen (auch mal auf den Sound der Donnerrassel achten):

Im Katalog ist das Schwimmverhalten als „langsam sinkend“ angegeben. Das kommt natürlich immer auf die mit der Wassertemperatur korrelierende Dichte an. Der eine oder andere Hersteller würde so einen Wobbler sicher als Suspender einstufen. Da ich den hinteren Feder-Drilling auch bei diesem Wobbler gegen einen etwas leichteren Einzelhaken austausche, suspendet der 7er bei mir nahezu perfekt.

Den Clackin Minnow gibt’s in drei Größen. Nämlich in 7 cm, 9 cm und 11 cm.

clackin_katalog

Hier das Datenblatt aus dem Katalog.

Ich fische bislang nur den 7er auf Barsch. Das tue ich aber mit großer Begeisterung und auch mit gutem Erfolg. Nicht selten hat der Clackin‘ Minnow die größten Barsche des Tages aus meinem Hausgewässer rausgefischelt.

clackin_barsch

Hier an der Baitcaster. Übrigens ein Traumgerät, so eine Loomis NRX Jig & Worm (802 C) in Verbindung mit einer Core und 20er Mono.

clackin_barsch2

Hier sitzt der Barsch am Bauchdrilling. Kommt vor – dank des Federendhaken liegt die Aufmerksamkeit aber oft auf dem End-Einzelhaken.

Besonders erwähnenswert sind die guten Flugeigenschaften. Schon der 7 Gramm schwere 7 cm-Clackin‘ Minnow fliegt extrem gut. Das liegt neben dem relativ hohen Eigengewicht mit Sicherheit auch an der verhältnismäßig kleinen Tauchschaufel, die den Wobbler auf 60 bis 120 cm Wassertiefe laufen lässt. Die beiden größeren wiegen 13 bzw. 20 Gramm und tauchen auf 90 bis 120 cm bzw. 120 bis 150 cm ab.

Ich denke, der ist auch was für euch.

self-tuning line tie – revolutionäres Araschi-Ösenkonzept

Vier Arashi-Wobbler sind bei uns auf dem Markt.  Drei Cranks und ein Twitchbait. Wenn man sich die Dinger ein bisschen genauer anschaut, entdeckt man eine Besonderheit an der Tauchschaufel: Die ist gelocht. Unter ihr läuft eine bewegliche Metallschiene in den Wobblerkörper, die in einem Gelenk sitzt. An dieser Schiene ist die Öse befestigt.

Bedeutet konkret: Ösen-Trouble war gestern. Diese Wobbler brechen niemals ungewollt aus und kommen mit dem Versprechen eines 100prozentig stabilen Köderlaufs aus der Verpackung.

 

 

Supercrankin’ awsome!

storm-arashi-serie

Scatter Rap-Family: Rapala-Klassiker riskieren eine dicke Lippe

Am letzten Freitag war ich zusammen mit fast dem kompletten Shimano-Team (Außendienst, Vertriebschef, Marketing und Firmenleitung) in Holland auf der Rapala-Roadshow. Dort hat uns Rapala-Direktor Jari Kokkonen schon einmal die Neuheiten für die Saison 2015 vorgestellt und uns viele Köderkonzepte erklärt und dazu ein paar rasante Videoclips vorgeführt. U.a. haben das Mike Iaconelli und Brandon Palaniuk den neuen Scatter Rap Crank Deep „performt“ (anders kann man die sehr amerikanische Art der Produktpräsentation echt nicht nennen) und Jari hat dann noch einmal betont, wie gut diese Wobbler in den USA laufen und dass er ganz fest daran glaubt, dass das Scatter Lip-Konzept auch in Europa einschlägt, wenn wir den Leuten da draußen die Vorzüge vor Augen führen. Schließlich handelt es sich um eine getunte Staffel von Rapala-Klassikern, die teilweise seit 20 Jahren zu den meistverkauften Wobblern der Welt gehören. Konkret wurden die Bodies vom Original Floater, vom Shad Rap, vom Countdown und das klassische Rapala Crankbait-Profil mit der neuen Tauchschaufel gepimpt.

Ziel der Übung war die Herstellung eines Wobblers, der beim bloßen Einkurbeln immer wieder aus seiner Bahn ausbricht, um den Verfolgern eine Fluchtbewegung vorzutäuschen. Die Wobblern sollen also dank einer eingebauten Ausbruchautomatik im Freiwasser das tun, was andere Köder nur mit Hinderniskontakten oder unter aktiver Ruten-Schwingerei hinbekommen. Erreicht wurde das mit dem auffälligen Lippendesign. Soweit zur Theorie. Praktisch hatte mir Jari 4 Modelle mitgegeben. Gestern dann der erste Einsatz am Wasser. Heute der Bericht.

 

Bevor ich auf den Verlauf eines mich nachhaltig erfreuenden Angelnachmittags zu sprechen komme, noch ein bisschen was aus Amerika. Dort wird zur Markteinführung eines Wobblers richtig Geld in die Hand genommen und ein ordentliches Marketing-Feuerwerk abgefackelt. Das sieht man u.a. an den schönen Werbeanzeigen in amerikanischen Angelmagazinen.

 scatter-rap-ad-2

scatter-rap-ad-1
scatter_rap_ad_3

Teil der Scatter-Rap-Promotion war aber auch z.B. die Scatter Rap Challenge, bei der 6 Angelprofis an 5 Tagen 100 Meilen auf dem Lake oft the Woods zurücklegten, um die verschiedensten Bereiche mit den Scatter Raps zu befischen.

 Scatter Rap Challenge – Part I

 Scatter Rap Challenge – Part II

Die gute Promotion und erfolgreiche Einsätze der Rapala-Pro’s auf den Turnieren haben dann zu Tumulten in den Angelläden geführt, wo sich die Leute um die letzten Scatter Raps im Regal geprügelt haben. Hier eine Dokumentation.

 Scatter Rap-Mania

Scatter Rap im Praxistest

Spaß beisteite. Jetzt wird’s ernst. Also: Ich gestern auf dem Wasser. Die erfolgreiche Helikopter-Leierei im Kopf. Aber auch noch geprägt vom Forellenfischen am Bach, wo ich ja sehr gut mit durchgekurbelten Rapala’s und Spinnern gefangen habe. Insofern sollte das mit dem Scatter-Rappen kein großes Problem sein. Zumal die ja echt schick aussehen.

 4_scatter-rap-typen

Erste Stelle. Erster Wurf mit dem Scatter Rap Shad. Erster Eindruck: Fliegt super. Da hat Jari Recht. Die Tauchschaufel ist aerodynamisch. Zweiter Eindruck: Wenn man sich die Einstichstelle der Schnur anschaut, muss es den Wobbler tatsächlich von einer Seite auf die andere drücken. Je schneller ich kurble, desto schneller springt die Schnur hin und her. Dritter Eindruck: Die Rutenspitze zittert leicht, der Wasserwiderstand ist recht gering. Vierter Eindruck: Hmm. Ob die Fische da drauf stehen? Fünfter Eindruck: Kein Fisch mit dem ersten Wurf. Schade eigentlich. So ein Fisch zum Auftakt zum Ausräumen aller Zweifel wäre nicht schlecht gewesen. Es folgten noch ein paar Würfe, die alle Eindrücke aus dem ersten Wurf bestätigten bzw. verstärkten. War hier kein Fisch? Also die Probe aufs Exempel gemacht, den Scatter Shad ausgeklinkt und gegen einen Gummifisch am Heli-Snap eingetauscht. Erster Wurf: Ein kleiner Zander. Dritter Wurf: ein Barsch.

 heli_barsch2

Siebter Wurf: ein etwas besserer Barsch.

heli_barsch

Dann noch ein Barsch im 12. Wurf oder so. Und dann nix mehr.

Ohoh. Das fängt ja gut an. Schöner Mist. Das ist ja mal wieder Teamanglertum in Reinkultur: Da will man sich von einem Köder überzeugen und die Fische spielen nicht mit. Und als ob das nicht genug wäre, fangen bewährte Systeme auch noch einigermaßen gut. Was also tun? “Ach komm. Du bist ja auch Angler und nicht nur Teamangler. Fang ein paar Fische, genieße Deine Hammer-BC-Kombo und die Sonne. Und irgendwann ist dann auch mal Scatter-Day.”

Und so habe ich mich dann durch den Kanal propellert und hier und da einen Barsch aufgesammelt. Besonders ergiebig war das aber alles nicht. Und irgendwann hat dann die Teamangler-Stimme zu mir gesprochen: „Was willste denn jetzt noch mit deinem Barsch-Heli? Du weißt doch, dass das Ding Fische fängt. KLEINE Fische, Johannes! Zumindest heute. Also bitte. Öffne Deine Tacklebox. Leg den Heli beiseite und greif Dir den nächsten Scatter Rap. Versuchs halt mal mit dem Crank.“ „Ok. Ok, liebe Stimme. Ich mach‘s ja.“

Also zum Scatter Crank gegriffen und ans Ufer geworfen. Der flog auch gut. Und da ist dann das passiert, was man als Kunstköderangler zum Vertrauensaufbau braucht: Ein Biss nach der dritten Kurbelumdrehung. Ebenfalls kein Riese. Aber ein einigermaßen vorzeigbarer Barsch.

 scatter_crank_barsch1

Sollte ich doch noch ein paar schöne Fische zusammenscattern können? Der Ehrgeiz war jedenfalls geweckt. Und nach dem zweiten Barsch stieg das Vertrauen ins Scatter-Lip-Konzept weiter an.

 scatter_crank_barsch2

„Mann, hier sind so viele Lauben unterwegs. Da muss doch dieser Shad in Silber mit schwarzem Rücken genau das Richtige sein.“ Und deshalb den eigentlich ja erfolgreichen Crank wieder gegen den Shad getauscht. Ein paar Würfe später kam dann der erste richtig schöne Barsch des Tages.

 scatter_shad_barsch_no1

Dann ein Rapfen.

 scatter_shad_rapfen

Dann hier ein Barsch.

 more_lip_than_cam_can_take

Und da ein Barsch.

 scatter_shad_punk

Und dann hat Einer eine ganz dicke Lippe riskiert.

 scatter_rap_dicke_lippe

Und dort ein Hecht.

 scatter-shad-hecht

Und noch ein schöner Barsch.

 scatter_shad_barsch

scatter_shad_biggi
Und so weiter und so fort. Den Shad habe ich natürlich nicht mehr aus dem Karabiner gelassen. Logo. Obwohl ich ja eigentlich eher der Twitchbait-Typ bin. Aber das Ding angelt sich so komfortabel, dass selbst der Dietel noch zum Cranker mutiert. Und so können sowohl der Teamangler als auch der Angler von einem sehr gelungenen Angeltag sprechen. Neben den Fisch- und Angel-Bildern im Kopf und auf der Festplatte bin ich wieder um eine Erfahrung und einen Top-Köder reicher.

Ist ja klar: Mein Job ist es, euch von den Ködern zu überzeugen. Ich würde es aber definitiv nicht versuchen, wenn ich es nicht selber wäre. Bin ich aber nunmal komplett und auf ganzer Linie. Wegen mir habt ihr jetzt also auf jeden Fall grünes Licht zum Scatter Rap-Testen. Zum Einstieg empfehle ich den Shad. In S (Silver).

scatter-rap-shad

Hier noch einmal die einzelnen Scatter Rap-Modelle und deren Farbcodes:

scatter-rap-minnow-farben

scatter_rap_countdown-farbe
scatter-rap-shad-farben
scatter-rap-crank-farben

Tight lines und immer einen dicken Barsch an der Angel wünscht

Johannes