Auf Bachforelle mit der neuen Sahara

Vereehrte Besucherinnen und Besucher,

endlich geht alles wieder los!

Auch in diesem Jahr startete ich die Raubfischsaison mit der Angelei auf Bachforellen am Brandenburger Niederungsbach. Ich muss mich jedesmal entscheiden zwischen der Spinn-oder der Flugangelei. Das fällt mir eigentlich immer schwer, denn beides ist für mich gleich reizvoll.

Zum Spinnangeln bevorzuge ich eine leichte bis sehr leichte Spinnrute, um auch sehr leichte Blinker oder Wobbler gut werfen zu können. Zu einer solchen Rute gehört natürlich ebenfalls eine sehr leichte und kleine Rolle. Ich bespulte die neue Shimano Sahara FI mit der ebenfalls für 2017 erstmals unter Shimano erschienene Kariki Geflechtschnur in 0,07mm und fischte diese Komponenten an der bewährten Zodias ML 2,03m Rute mit dem Wurfgewicht 4-12g.

Als Blinker-Köder dienten mir kleine Löffel und Kleinstwobbler. Die Löffel-Blinker: 1. Blue Fox Moresilda Trout Series in 4,8cm, 6g 2. Blue Fox More-Ungen 2,6cm, 2,5g. Als Wobbler nutzte ich die Miniversionen vom Rapala Countdown in 3cm, 4g und 5cm, 5g. Diese Köder ließen sich mit der genannten Kombo sehr gut werfen. Besonders die Kleinversion des Küstenblinkers Moresilda brachte Bonusfische mit sehr weiten stromauf oder stromab geführten Würfen, wenn die Bafos durch den hohen Angeldruck sehr vorsichtig geworden waren und anscheinend ein wenig mehr Abstand zum Angler haben wollten.

Ingesamt kann ich dazu raten, die Köderführung abwechslungsreich zu gestalten, auch immer mal stromab zu werfen und zusätzlich die Einholgeschwindigkeit zu variieren. Und bitte nicht wundern, dass in meiner Köderliste kein Spinner auftaucht. Selbstverständlich ist der Spinner ebenfalls ein vorzüglicher Köder zum Forellenangeln. Ich mag einfach die Ähnlichkeit zu einer meiner anderen Lieblingsdisziplinen: dem Meerforellenangeln an der Küste. Bachforelle und Meerforelle sind extrem nah verwandt- so auch meine Angelmethoden – ganz einfach!

Die neue Sahara hat sich jedenfalls super bewährt, gerade wenn der ein oder andere Fisch in die Bremse zog. Auch diese Rolle ist mit dem kaltgeschmiedeten und darum extrem robusten Hagane-Getriebe ausgestattet. Das 1000er Modell wiegt 215g, hat eine 5 :1 Übersetzung und damit einen Einzug von 66cm pro Kurbeldrehung. Ihre Zuverlässigkeit und ihr ruhiger Lauf ermöglichten mir die volle Konzentration auf den Wiesenbach…

Mit freundlichen Grüßen, Jochen Dieckmann

P.S.: Die sensationelle Shimano Kariki Schnur bekommt demnächst noch einen Extra-Eintrag!

 

 

 

 

 

Fireblooding! UL on the beach

Liebe Besucherinnen und Besucher,

für meine 2,70m (eigentlich 2,69m ganz genau) lange Traumrute aus der aktuellen Shimano Fireblood Serie stand ein weiterer lange geplanter Test an: die Küstenwatangelei auf Meerforellen mit kleinsten Blinkern.

Diese Angelei unterscheidet sich schon deutlich von der Standard-Spinnangelei auf Meerforellen, bei der Köder zwischen 15 und 30g verwendet werden und Ruten mit entsprechendem Wurfgewichtspektrum.

Wann macht diese Angelei Sinn? Immer dann, wenn die Situation unsere Fischerei schwierig macht. Ein Beispiel: Rückenwind über mehrere Tage sorgt in den baltischen Gewässern recht bald für Niedrigwasser. Unsere Zielfische verschwinden dann mit ihren Beutetieren ganz einfach in tiefere Bereiche, die meisten von ihnen sind dann für uns Küstenangler nicht mehr erreichbar. Wenn ich an der Küste wohnen würde, könnte ich solche Tage anglerisch einfach auslassen. Aber als angereister Urlaubsangler muss ich die Situation so nehmen wie sie ist.

Allerdings verschwinden nicht alle Fische, Einzelfänge sind auch dann möglich. Stellt Euch einfach einen nicht gerade nahrungsüberfüllten Strandlebensraum vor: Sandaale und Garnelen sind weitestgehend verschwunden. Was aber bleibt, sind eher standorttreue Kleinfischarten wie Grundeln oder Stichlinge. Passend dazu bleiben in fast jedem Strand- oder Fjordabschnitt ein paar Meerforellen, die sich dann auf diese Mini- Nahrung spezialisieren.

Dann schlägt die Stunde für wirklich kleine Blinker bis maximal 10g. Ich verwendete bei der letzten Tour maßgeblich zwei Köder:

  1. oben Gomoku Micro (Storm): 8g, 4,9cm, Farbe GS (Green Sardine)
  2. unten Moresilda/Trout Series (Blue Fox): 6g oder 10g, 4,8 oder 6,0cm, Farbe: TR (Trout)

Für diese für Küstenverhältnisse wirklich leichten Köder ist die 3-15er Fireblood wie gemacht. Unter Verwendung der 0,10mm PowerPro (white) mit einen o,22mm Fuorocarbon Vorfach war ich perfekt gerüstet für die Mefo-Suche im Flachwasser. Wurfweiten bis zu 35m waren überhaupt kein Problem. Die Wurfweite ließe sich mit einer noch dünneren Geflechtschnur sicher noch ein wenig steigern (denkt Ihr bestimmt), aber davon rate ich trotzdem ab: ein noch dünnerer Faden birgt vor allem bei böigem Seitenwind die Gefahr von “Flattern” und lästigen Schlaufen am Spitzenring (habe ich ausprobiert).

Und die Bedingungen beim letzten Küstentrip waren wirklich nicht besonders Klasse: stark schwankende Wasserstände mit auflandigem Sturm und ausgeprägten Niedrigwasserphasen nach Windrichtungswechsel auf Rückenwind. Trotzdem gelang es mir, ein paar wenige Bisse auf die Microköder zu bekommen. Und die Drills waren jedesmal ein Genuß, eine Rute auf diesem hohen Qualitäts- Niveau läßt einfach keine Wünsche offen. Ein Hoch auf den roten Zauberstab!

Mit freundlichen Grüßen, Jochen Dieckmann