4 Tage Dänemark

Unser nördliches Nachbarland ist in jeglicher Hinsicht ein Eldorado für Süss- und Salzwasserangler. Für meinen Angelbuddy Hannes und mich sollte es diesmal auf Plattfisch gehen. Unser Ziel war es, mit Ultra Light Tackle gezielt den „Flachmännern“ Scholle, Kliesche & Co. nachzustellen.

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Angefixt hatte mich mein Teamkollege Johannes mit seinen Erlebnissen auf Langeland. Tellergroße „Platten“ deren Bisse am UL Tackle süchtig machen…

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Bei der Frage,  was ich mit meinem Resturlaub machen werde, war dann auch ruck zuck klar: es geht mit Hannes nach Fynshavn an den kleinen Belt.

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Mit im Gepäck meine beiden super sensiblen Ultra Light Kombos.

Zum einen die Shimano Diaflash AX 2,25m und einem Wurfgewicht von 2-10gr. Für mich die perfekte Rute zum angeln im flachen Wasser. Abhängig von Wind und Strömung wurde bis 8m Tiefe mit dem Texas Rig gefischt. Bulletgewichte bis maximal 10gr in Verbindung mit einem 3 Inch beziehungsweise 4 Inch Gummiwurm bildeten die perfekte Symbiose.  Daran montierte ich die Stradic 1000 Hagane FK. Sie hat eine höhere Übersetzung wie zum Beispiel die 2500er Rarenium CI4+ FB.  Der Schnureinzug pro Kurbelumdrehung beträgt satte 79cm. Klein, handlich und kompakt. Genau das richtige um ermüdungsfrei stundenlang die Gummiköder über den Ostseegrund hüpfen zu lassen. Auf der Spule befindet sich eine Sufix Nanobraid in 0,06mm.

Manchmal schnappte sich auch der ein oder andere Hornfisch den Köder. Der Drill am UL Tackle mit diesen kampfstarken Gesellen macht natürlich jede Menge Spass.

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Meine zweite „Buttpeitsche“ ist die Shimano ForceMaster in 2,40m und einem Wurfgewicht von 5-20gr. Sie hält was sie verspricht und eignet sich gut zum angeln in größeren Tiefen mit höheren Gewichten von 10-25gr. Diese Rute besitzt eine perfekte Spitzenaktion. Bereits kurz hinter  der Rutenspitze beginnt das kraftvolle Rückgrat zu greifen. Mit ihr hat der Ultra Light Angler genug Power, um auch kampfstarke Fische in jeder Situation sicher drillen zu können. Ich fische die ForceMaster mit einer Shimano Sedona FE in der Größe 3000. Aufgespult habe ich eine 0,10er PowerPro.

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Leider blieb die Frequenz beim Plattfischangeln aus und wir fingen in 4 Tagen, bedingt durch starke Wetterkapriolen, genau 19 Platten. Nicht viel für zwei Angler. Aber um mir die selbst gestellte Frage zu beantworten:

JA das Angeln mit Ultra feinem Gerät auf Platte und Co macht riesigen Spaß. Das müsst ihr unbedingt probieren.

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Der nächste Trip ist geplant.

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bis dahin…

euer Eric

 

The early bird…

Der frühe Vogel fängt den Wurm – der frühe Hannes den dicken Barsch. So zumindest der Plan, den ich zweimal verfolgt habe in den letzten Tagen. Ich wollte der erste Angler auf den Spots sein. Ich wollte präsent sein, wenn die Dickbarsche ihr Frühstück einnehmen. Ich wollte ihnen mit dicken Scatter Cranks kommen und die abgescatterten Plätze dann mit kleinen Gummis ausangeln. Gefangen habe ich mir zwei dezente Backpfeifen. Wo die Mai-Barsche normalerweise regelmäßig und gut auf Cranks beißen und ich eigentlich immer ein paar schöne Fotofische fangen kann, ging fast nix. Einen Minibarsch habe ich rausgekurbelt mit dem kugeligen Hardbait.  Ein paar kamen auf Countdown – normalerweise ein Barsch-Magnet um diese Jahreszeit.

Allerdings sind die Wasserpflanzen noch nicht so weit oben, dass sie den Barschen als Unterstand dienen können und Brutfisch ist auch noch keiner unterrwegs. Es hat sich alles ein bisschen verzögert an „meinem“ Kanalsystem.

Aber ich will mich nicht beschweren. So ein Ausritt am Morgen ist einfach herrlich. Hier ein paar Impressionen:

 

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Wer den Sonnenaufgang so einfangen will und erstmal von Neukölln nach Köpenick fahren muss, muss um 3.30 aufstehen.

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Macht man aber ja gerne. Da wars dann aber schon 5 Uhr ca. – ich hatte auch auf der Spree ein bisschen versucht, was rauszukitzeln im ersten Licht. Da lief aber mal wirklich gar nix.

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Naja. Also das entschädigt schon für ein paar ausgebliebene Bisse.

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Ich mags so gern, wenn der Nebel noch über dem Wasser liegt und langsam alles aufwacht.

 

Also ein paar schöne Stimmungsbilder konnte ich einfangen. Aber dicke Barsche? Echt nicht. Es gab mal nen kleinen Hecht. Mal eine Serie Kleinbarsche. Mal zwei Rapfennachläufer (sind ja eh geschont) und eine Brasse.

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Auch nix Besonderes mehr. Unser Brassenspezialist Veit Kazimiersch fängt die ja bei jedem Ausflug. Man merkt direkt, dass das anders drillt als Barsch und Co. Aber Spaß machen die auch – bis zum Abhaken.

 

Der schönste Barsch war der hier. Der kam relativ früh morgens gegen 6 Uhr am fünften Spot nach einem Fehlbiss. Da dachte ich, dass ich die Bande gefunden habe und es jetzt gleich ein paar gute Fische gibt. War aber nicht so. Trotzdem ein toller Fisch – farblich gesehen.

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Die Hoffnung estand, dass er kein Einzelgänger ist. Wenn dem so war, hat auf jeden Fall keiner mehr nachgegriffen. Kombo: Poison Adrena 264 Ul (WG 2-7 Gramm), 1000er Rarenium, 8er Nanobraid, 20er Sufix Fluorocarbon, Chebu und 3 Inch Gummiwurm.

 

Und wenn halt nicht mehr drin ist, kann man auch nicht mehr rausholen. Wobei ja immerhin noch die Möglichkeit besteht, dass ich schlecht gefischt habe. Das gilt’s in den nächsten Spreesessions rauszufinden. Allerdings werde ich den Seerosen und der Weißfisch- und Barschbrut noch ein bisschen Zeit zum Wachsen geben. Das nächste Berlin-Brandenburger-Barsch-Angeln findet für mich auf jeden Fall auf einem Waldsee statt. Allerdings habe ich am Sonntag eine Verabredung mit einer sehr großen Hechtdame. Mal sehen, ob sie auch bei schlechtem Wetter zum vereinbarten Treffpunkt kommt…

So long!

Johannes

Was bedeutet eigentlich dieses „Ci4+“ in der Rollenbezeichnung?

Die Artikelbezeichung der Spinnrollenmodellen Vanquish F, Rarenium Ci4+ FB, Stradic Ci4+ FA, Aero Ci4+ FA und AR-C Aero Ci4+sowie der Chronarch Ci4+ (Baitcaster) eint der Begriff „Ci4+“. Was ist das eigentlich? Im Katalog steht dazu: „Ci4+ ist die Weiterentwicklung des revolutionären Materials Ci4. Es ist 2,5 mal härter als Ci4 und ermöglicht so den Bau von Rollen mit äußerst geringen Toleranzen sowie die Herstellung von feinmechnischen Innenteilen mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks.“

Hört sich gut an. Aber allein weil es sich gut anhört, gehen die Stradic Ci4+ FA und die Rarenium  Ci4+ FB nicht wie geschnitten Brot über den Ladentisch. Neben den tollen Laufeigentschaften überzeugen die Ci4+ Rollen die Angler auch mit ihrem geringen Gewicht. So wiegt eine 1000er Rarenium Ci4+ FB gerade einmal 170 Gramm, eine 1000er Stradic Ci4+ FA sogar nur 164 Gramm.

Hier die Gewichte beider Modelle nach Größe:

1000er Rarenium Ci4+ FB: 170 Gr. / 1000er Stradic Ci4+ FA: 164 Gr. (1000er AML: 170 Gr.)
2500er Rarenium Ci4+ FB: 205 Gr. / 2500er Stradic Ci4+ FA: 195 Gr.
3000er Rarenium Ci4+ FB: 205 Gr. / 3000er Stradic Ci4+ FA: 198 Gr.
4000er Rarenium Ci4+ FB: 240 Gr. / 4000er Stradic Ci4+ FA: 255 Gr.

Das harte Material sorgt nicht nur für Präzision, sondern auch für einen besseren bzw. direkteren Kontakt zum Köder und hat somit auch Auswirkungen auf die Angelei an sich. Ci4+ ist ein wesentlicher Bestandteil des „Quick Response Concepts“: Leichte Rollen mit einem geringen Ankurbelwiderstand und einem seidenweichen Lauf verbessern die Bisserkennung und sorgen für ein ermüdungsfreies Angeln.

In Verbindung mit einer leichten Barschrute ist so eine Ci4+Rolle ein Gedicht. Dass die Rarenium noch ein bisschen überarbeitet wurde, hat sich ja sicher schon rumgesprochen. Ich fand schon, dass der Vorgänger der jetzigen Rarenium Ci4+ FB richtig gut ausgesehen hat an meinen weißen Stradic-Ruten.

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Der neue Look ist aber noch ein bisschen eleganter:

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Vor allen Dingen aber fühlen sich diese Rollen echt toll an. Und was die alten Rareniums und die Stradic Ci4+ angeht, kann  ich sagen: Auch nach einem Jahr im Dauereinsatz und vielen Salzwasser-Exkursionen drehen die Teile noch wie am ersten Tag.

Stachelritter-Cup 2015

Von 27.8. bis zum 30.8. fand der zweite Stachelritter-Cup statt. Organisiert vom Team Bodden-Angeln um Mathias Fuhrmann und unterstützt von Shimano. Ich war auch dabei, um mit einem Vortrag zum Nachdenken über aktive und passive Fische und entsprechende Methoden anzuregen und um jeden Tag eine kleine Anglerfraktion zum Barsch zu führen.

Die Veranstaltung war perfekt durchorganisiert. Wir hatten Ruten (Yasei Player, Aernos, Stradic Spin & Cast, Yasei Worm), Rollen (Stradic, Rarenium, Chronarch, Technnium, Aero) und Ködersets für jeden Teilnehmer zusammengestellt. Diese wurden am Freitagmorgen noch schnell zusammengestöpselt und dann an die Bootsbesatzungen verteilt. (Jedes Team konnte unterschiedliche Kombos testen.)

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Zwar war‘s am ersten Tag ganz schön windig. Dennoch konnten wir viele schöne Fische landen. Barsche bis 46 Zentimeter und etliche Hechte als Beifang.

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Tolle Beifänge gab’s zu feiern:

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Den größte Barsch fing Alex – erfreulicherweise auf einen Max Rap Fat Minnow aus dem Köder-Set.

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Den dicksten Brummer hatte ich verhaftet. Aber ich bin ja nicht so und habe ihn zum Abendessen im Fährmann gestiftet.

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Am zweiten Tag fanden wir perfekte Angelbedingungen vor. Kaum Wind, wenig Seegras und griffige Barsche. Da konnten wir dann auch endlich die Wobbler aus dem Starter-Set zum Einsatz bringen und auch in Barschmäulern verankern.

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Wie schon am ersten Tag hats auch am zweiten auf allen Booten ordentlich gerappelt.

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Abends trafen wir uns dann zum gemeinsamen Grillen. Wieder im Fährmann.

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Diesmal nur als Zweiter in der Reihe. Aber Hunger scheine ich gehabt zu haben 🙂

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Am Sonntag schwebte die Androhung eines Gewitters über der Veranstaltung. Doch die Wetterdienste hatten sich getäuscht. Wobei: Einige kleine und große Barschgewitter zogen schon auf. So zum Beispiel auf meinem Boot. Da gab’s mit dem zweiten Wurf gleich einen 43er. Gefolgt von ein paar weiteren guten Fischen. Überhaupt konnten wir bis zum Nachmittag an jedem Ankerplatz Barsche fangen. Insgesamt parkten wir nur EINMAL umsonst an. Keine Ahnung, wie viele Fische wir insgesamt fingen, aber es waren viele. Darunter dann auch noch ein 41er.

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Bei den anderen lief es genauso gut. Bzw. auch besser. Den Vogel schossen mal wieder Sascha, Sebastian und Jörn ab, die am besten mit Mathias Fuhrmann „funktionieren“. Der setze sie an einen Spot, den ich mit den drei Kollegen am Vortrag von der anderen Seite aus befischt hatte und bescherte ihnen eine Dickbarsch-Serie mit Fischen bis 44 Zentimetern.

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Dicke Barsche hat es aber auf allen Booten gehagelt.

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Vor dem abschließenden Buffet durften sich alle Teilnehmer noch eine Rute oder Rolle aus dem Set aussuchen, das wir ihnen zur Verfügung stellten. Dann folgte die Auswertung und nach dem Essen fuhren die meisten heim.

Wir freuen uns schon auf den dritten Stachelritter-Cup und im Namen vom Team Bodden-Angeln und Shimano bedanke ich mich bei allen Teilnehmern für die Begeisterung, mit der gefischt wurde. Und natürlich bei den Barschen für ihre Kooperationsbereitschaft. Das waren tolle Tage mit euch!

Johannes

Auf zu neuen Ufern

Hallo Leute,

in den letzten Tagen waren ja die Temperaturen nicht mehr ganz so hoch, so dass sich die Wassertemperaturen auch wieder langsam normalisiert haben. Leider konnte ich bei meinen letzten Angelausflügen nicht mehr an die Erfolge vom Juni und Juli anknüpfen. Genau deswegen bin ich in letzter Zeit auch viel unterwegs auf der Suche nach neuen Gewässern.

Gestern war ich wieder an einem neuen See in Mecklenburg unterwegs. Ein großer Vorteil an Mecklenburgischen Gewässern ist, dass diese oft von Fischern bewirtschaftet werden und diese auch Boote zum Angeln verleihen. Ein weiterer Vorteil ist das sich Fischer an Ihren Gewässern natürlich super auskennen. Die Fischer wissen eigentlich fast immer wo und wann die Fische am besten Beißen. Wenn man an einem Gewässer zum ersten Mal Fischt ist das ein enormer Vorteil wenn man Tipps aus erster Hand bekommt.

Als wir gestern am See ankamen, hatte der Fischer wirklich viele Tipps für uns. Da wir es auf Zander abgesehen hatten gab uns der Fischer einen Geheimtipp. Er verriet uns eine Stelle an der eine Muschelbank direkt vor dem Schilf in einem Meter Wassertiefe begann, und dann bis auf über acht Meter tiefe auslief. Er meinte wenn wir dort keine Zander fangen würden, bräuchten wir es erst gar nicht woanders probieren. Das war auf jeden Fall mal ne Ansage. Wir waren auf jeden Fall gespannt wie Flitzebogen. Auf dem Weg zum vermeintlichen Spot machten wir aber noch einen Zwischenstopp, da das Echolot uns ein paar super Signale (Sicheln) zeigte. Gleich im ersten Wurf hatte ich auch gleich einen Kontakt.

IMG_1355Die Biomaster hatte ganz schön zu tun..

IMG_1356mittlerweile waren schon über 15 Min vergangen….

IMG_1359mein Angelkollege legte schon mal den Landehandschuh an…

IMG_1377auweia, wir hatten fest mit einem Wels gerechnet. Der drill dauerte fast eine halbe Stunde. Dadurch das der Fisch im Rücken gehakt war, zog sich der Drill so enorm in die Länge.

IMG_1384Schade, vielleicht klappt es ja noch mit den Waller.  Der Fisch war auch der einzige an diesem Spot. Auf zum nächsten.

IMG_1343Der vermeintliche Hot Spot. Den hätten wir niemals ohne Hilfe gefunden. Leider hatten wir dort zu Beginn auch keine Kontakte, erst als wir es gegen abend dort nochmal Probierten konnten wir einige Zander überlisten.

gmjhmjmEs ist schon verrückt wie weit man zum Angeln fährt um ein paar Fische zu Fangen.

Hier noch mein Gerät:

IMG_1348IMG_1347 Am nächsten Wochenende soll es ja schon wieder so warm werden, mal sehen wo es diesmal hingeht. Ich werds berichten.

Bis bald.

WPC Streetfishing Event – was nehme ich mit? Part 3

Nur noch ein paar Tage und dann startet das große Event. Die Spannung ist mittlerweile auf dem Höhepunkt. Jede Menge Fragen im Kopf. An alles gedacht? Fehlt noch was?

Folgende Rutenkombinationen werde ich in Holland fischen:

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Die Yasei Spinning Perch White mit einem Wurfgewicht von 3gr bis 15gr. Kombiniert habe ich sie mit einer 1000er Rarenium Ci4+. Auf der Spule befindet sich eine 0.08er NanoBraid. Das ist die perfekte Ultra Light-Weitwurfmaschine für kleine Spinner, Jigs und Wobbler.

Auch die Shimano Blue Romance Eging mit einer Länge von 2,55m und einem WG von 15gr bis 30gr wird nach Holland reisen. An sie schraube ich eine 2500er Rarenium Ci4+. Als Schnur verwende ich eine 13er PowerPro 8Slick. Die Blue Romance Eging ist zum Faulenzen und Jiggen auf Barsch und Zander gedacht. Genau die richtige Rute für Gummiköder in der Kategorie von 3 Inch bis 5 Inch. Die Bissübertragung dieser Rute finde ich echt genial. Auch der zaghafteste Zupfer wird zuverlässig in das Handgelenk übertragen.

Die dritte Rute im Bunde ist meine aktuelle Lieblings Ultra-Ultra Light Kombo für das Finesseangeln mit dem Drop-Shot-, Carolina- und Texasrig. An meiner Diaflash AX in der Länge 2,25m und einem Wurfgewicht von 2gr bis 10gr hängt auch eine leichte 1000er Rarenium Ci4. Bestückt mit einer 0,06er NanoBraid. Wie mein Kollege Johannes bereits in einigen Beiträgen erwähnt hat: das Angeln mit dieser leichten, sehr feinfühligen Rute macht selbst bei kleineren Fischen viel Spaß und auch die vorsichtigsten Bisse bleiben beim versetzten Anhieb hängen.

Auch eine Baitcastkombo werde ich mitnehmen. Allerdings habe ich mich noch nicht entschieden, welche es sein wird.

Am Ende muss ich mich für zwei Kombos entscheiden, da das Reglement nur zwei Ruten für den Wettbewerb pro Teilnehmer vorsieht.

Bei den Schnüren setze ich wie oben beschrieben auf Sufix NanoBraid und PowerPro. In Sachen Leader vertraue ich dem Shimano Ultegra- und Aspire-Fluorocarbon.

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Hier noch eine kleine Auswahl an Köder die ich in Holland angeln werde.

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Blue Fox Vibrax Spinner in verschiedenen Dekoren und Größen. Storm Gomoku Spin Jigs müssen unbedingt mit. Was hier Fisch bringt, sollte auch in Holland fangen. Gomoku Wobbler, Gomoku Popper und das für unsere Breiten recht neue Köderkonzept: Gomoku Bottom, dürfen natürlich nicht fehlen. Die Brandenburger Barsche fanden das gut. Mal sehen was die Holländer dazu sagen.

Jetzt werden noch die Köderboxen geordnet und die Spulen frisch bespult. Am heutigen Mittwoch geht es dann los. Geplant sind zwei Tage Angeln und Gewässererkundung in und um Hellevoetsluis.

Drückt mir die Daumen.

Euer Eric

UL-Vibes: Ultra Light-Rippin’-Adrena-Rap

Lipless Cranks sind extrem variabel einsetzbar. Man kann einen und den selben Köder über den Grund jiggen (vertikal und diagonal) oder durch alle Wasserschichten kurbeln. Je schwerer der Köder, desto tiefer kann man ihn anbieten. Insofern ist der Arbeitsbereich eines 5 Gramm Lipless Crank einigermaßen klar definiert. Viel tiefer als 4 Meter wird man damit nicht fischen – vom Eisangeln im Stillwasser einmal abgesehen.

Ich fische derzeit viel in einem recht flachen Kanal. Da geht’s selten weiter runter als 2 Meter. Im klaren Wasser wuchern Gras und Seerosen. Oft zeigen sich kleine Fische an der Oberfläche. Und so kann man es sich einfach machen und sich auf Köder konzentrieren, die ca. 1 m tief laufen. Je weiter sie fliegen, desto mehr Strecke kann man machen. Da hier Ankerpflicht herrscht, ist das Flugverhalten ein wichtiger Faktor.

Und da sind wir dann auch schon beim Lipless Crank. Genauer gesagt beim Ultra Light Rippin‘ Rap.

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Der finster dreinschauende Mini-Lipless-Crank sieht nicht nur drollig aus, sondern hat‘s auch richtig in sich. Und zwar ein Rassel-System, das einerseits die Barsche aggro macht, andererseits dazu beiträgt, dass man diesen 4 cm kleinen und immerhin 5 Gramm schweren Hardbait ultraweit schmeißen kann. Dazu trägt neben dem verhältnismäßig hohen Eigengewicht auch die kompakte Form bei. Sowie die Tatsache, dass die Tauschschaufel-Funktion von der vorderen Rückenpartie übernommen wird und dieser antiaerodynamische Fremdkörper einfach wegfällt.

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Hier könnt ihr euch mal anschauen, wie schön der Köder läuft:

Wenn man den Köder einfach durchkurbelt, rüttelt er ordentlich die Rute durch. Die hochfrequenten Vibrationen und das interne Rasselsoundsystem magnetisieren die Fische entweder zum Köder oder verscheuchen sie. Ignorieren können die Barsche den kleinen Vibe-Bait auf jeden Fall nicht.

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Die Rutenspitze einfach kurz übers Wasser halten und dann einkurbeln. Und nur nicht von den vorbeifahrenden Booten beeindrucken lassen. Dann klappt’s auch mit den Barschen.

Die Bisse sind fürchterlich hart. Oft tocken die Barsche ein bis zwei Mal vor, ehe sie das übellaunige Rasselmonster volley wegfetzen. Eine Zange mit langen Greifern gehört auf jeden Fall zu UL-Rassler-Ausrüstung dazu.

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Wenn’s Spaß machen soll, braucht man auch die passende Hardware-Konfiguration. Damit der Köder bei mittlerer Geschwindigkeit auf 1 m Wassertiefe läuft, braucht man eine feine Schnur. Im Moment habe ich eine 6er Nanobraid auf der 1000er Rarenium. Beim nächsten Mal will ich es aber mal mit 16er – 18er Fluorocarbon versuchen. Ich könnte mir vorstellen, dass man in dem klaren Wasser mit einer durchgehenden Transparent-Sehne noch ein paar Barsche mehr fängt.

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Ein Ultra Light-Köder verlangt natürlich auch nach einer UL-Rute. In meinem Fall ist das dann die Poison Adrena 264UL (Wurfgewicht: 2 – 7 Gramm). Mit der schnellen aber relativ weichen Spitze katapultiert sie nicht nur die kleinen Baits weit raus, sondern erleichtert den Barschen auch das Ansaugen des geradeaus schwimmenden und deshalb einem konstanten Zug ausgesetzten Köders.

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Wenn ich das so schreibe, verspüre ich ein imaginäres Rucken im Handgelenk. Mal schauen, ob ich mir ein paar Stunden rauschinden kann an diesem windigen Tag. Das sind doch genau die richtigen Bedingungen für eine UL-Rippin‘-Rap-Adrena-Tour.

Bis die Tage!

Johannes

Wo „PERCH“ drauf steht, ist Barsch und Forelle drin!

In der vergangenen Woche bekam ich die Yasei Spinning Perch White (1,9m / WG: 3 – 15 Gramm). Schon als ich sie zum ersten Mal in die Hand nahm war klar, dass ich mit ihr so schnell wie möglich ans Wasser muss.

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Mein erster Eindruck

Mir fiel sofort das extrem geringe Gewicht der Rute auf. Mit einer 1000er Rarenium (auf der sitzt Power Pro in 0,08mm) bestückt, lag sie dann auch sehr gut ausbalanciert in der Hand.

Die Rutenspitze ist sehr flexibel und absolut sensibel. Zur optischen Bisserkennung und Verfolgung der Köderaktion ist die weiße Markierung unter dem Spitzenring, ein hilfreiches Gimmick.

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Auffällig ist auch die hochwertige Beringung mit den 7 Fuji Alconite K-Type Ringen. Die Schnur saust gefühlt fast ungebremst durch sie hindurch.

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Die Yasei Spinning Perch White ist ein Produkt der Biofibre Technologie. Diese ermöglichte es, den Blank der Rute so zu gestalten, dass der Blank nach der sensiblen Spitze an Straffheit gewinnt.

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Einer mag sie, einer nicht. Ich bin ein Freund der Hakenöse. Die Öse an der Yasei ist rund und ausreichend groß. Dadurch ist ein schnelles und fummelfreies Einhängen von Haken und Snaps möglich.

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Der hausgemachte Shimano Rollenhalter ist schlank und liegt gut in der Hand. Auch zaghafteste Zupfer von Minibarschen auf weite Distanz, wurden durch die Rute und den Rollenhalter, zuverlässig bis ins Handgelenk übertragen.

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„Back to the Roots“, so wurde an der Yasei Spinning Perch im Griffbereich auf EVA-Material verzichtet und stattdessen reichlich Power Kork verarbeitet. Mir gefällt das sehr gut und die Haptik kann man als griffig und angenehm samtig bezeichnen.


Wurfeigenschaften

Wenn es um die Wurfweite geht, spielen der sensible Spitzenbereich, die Alconite K-Type Beringung und der optimiert straffe Blank eine wichtige Rolle. Die Rute lädt sich nämlich perfekt auf und man kommt auch mit Ködern ab 3 Gramm auf beachtliche Weiten. Gerade im Ultralight-Bereich ist das für mich ein durchaus wichtiges Kriterium.

Einschätzung

Für mich gehört die Yasei eindeutig in den Ultralight Bereich. Das angegebene Wurfgewicht hat im unteren und oberen Bereich für mich aber noch Spielraum. Fest steht schon jetzt: sie ist eine verlässliche Rute zum Angeln auf Barsch und Forelle. Durch den stabilen Biofibre-Blank kommt sie bestimmt auch mit großen Fischen zurecht. Aber die wollten beim ersten Ausflug noch nicht beißen.

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Leider kann ich heute noch nichts zu den Drilleigenschaften oder über das mögliche Köder- und Gewichtsspektrum berichten. Die Barsche wollten an dem Angeltag einfach nicht so recht beißen. Von nun an begleitet mich die Yasei Spinning Perch White aber bei meinen nächsten Barsch- oder Forellentrips und ich werde Euch sicher bald ein paar Bilder mit Biegekurven und Fischen zeigen können.

Bis dahin!

Euer Eric

UL – Karpfenangeln mit JDM-Geschirr

Wer in Spanien mit Krebsimitaten angelt, muss mit allem rechnen. Ich habe in diesem Urlaub Welse, Zander und Barsche auf Craws am Shakyhead, Krebse auf dem Jigkopf und Rubberjigs gefangen. Letztere standen auch bei den Karpfen hoch im Kurs. Weil es mir am meisten Spaß gemacht hat, mit ganz leichtem Zeug auf die Großbarsche loszugehen, konnten meine Poison Adrena 264 UL und die 1000er Rarenium mal zeigen, was in ihnen steckt. Wenn so ein geschuppter D-Zug den Köder genommen hat, muss er sich erst einmal sammeln. Das dauert ca. eine halbe Sekunde. Und dann geht die Post ab.

Zwei Drills haben wir dokumentiert.

Adrena-Drill-Thriller No. 1:

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Adrena-Drill-Thriller No. 2:

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Schnur: 0,06er NanoBraid (Sufix). Vorfach: 0,25er Aspire FC. Köderführung: ganz langsam. Biss: Nicht wahrnehmbar. Drillzeit: nicht gemessen. Spannung: 100 Prozent. Warum? Es hätte ja jedesmal auch der Meterbarsch sein können.

Viele Grüße

Johannes

Black-Bass-Tackle

Hallo Leute,

es sind ja schon ein paar Wochen vergangen seit ich aus Kuba wieder zurück bin.Und da ich in meinem letzten Blogeintrag nur was über das Schwarzbarschangeln auf Kuba geschrieben habe um den Rahmen nicht zu sprengen, kommt jetzt der Bericht mit dem passenden Gerät und Köder dazu.

Normalerweise kann man zum Schwarzbarschfischen das gleiche Gerät benutzten welches man hier auch zum Barschangeln benutzt. Aber da auf Kuba mit sehr großen Fischen gerechnet werden muss und  auf sehr engen Raum gedrillt wird, sollte das Gerät schon etwas stärker gewählt werden. Wie ich ja schon im ersten Blog erwähnt hatte macht die Art und Weise und Vielfallt an Methoden das Schwarzbarschfischen so interessant. Da ich nicht immer die Ruten umbauen wollte , habe ich mit drei verschieden Kombos gefischt.

Bass Kombo 1

Rute: Stradic 2,10 WG bis 50 Gr.

Rolle: Stradic 4000

Schnur: 15mm Powerpro 8 Slick Blau.

Vorfach: Aspire Fluocarbon ,035mm.

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Eine leichte, steife Rute mit einer schnellen Spitzenaktion. Super ausbalanciert mit der passenden Stradic Rolle eine perfekte Kombo für alle Köder von mittlerer Größe, von Wobbler bis hin zu Spinnerbaits. Diese Rute war optimal um kapitale Schwarzbarsche aus dem Unterholz dirigieren zu können.

Bass Kombo 2

Rute: Speedmaster 2,10 WG bis 40 Gr.

Rolle: Technium 2500

Schnur: 13mm Powerpro 8 Slick Blau.

Vorfach: Aspire Fluocarbon ,030 mm.

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Diese Kombo war optimal wenn man nicht ganz so hart drillen musste und kleinere Köder benutzt wurden.

Bass Kombo 3

Rute: Bestmaster 2,10 WG bis 120 Gr.

Rolle: Rarenium 4000

Schnur: 19mm Powerpro 8 Slick Gelb.

Vorfach: Aspire Fluocarbon ,035mm.

IMG_0420IMG_0418und mit dieser Kombo habe ich große und schwere Köder gefischt.

Und zu guter letzt noch ein paar Köder mit denen ich sehr erfolgreich war. Komischerweise konnte ich in diesem Jahr alle Schwarzbarsche ausnahmslos mit Wobbler überlisten. An manchen Tagen war die Ködergröße sehr entscheidend, von klein bis groß, von laut bis leise musste alles probiert werden.

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Rapala X-Rap Subwalk in 9cm

Durch die langsame Absinkphase waren die X- Raps optimal wenn wir in flachen Bereichen gefischt haben.

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Storm Doom Bell Familie

Durch die extrem lauten Rasseln konnten wir  wenn garnichts ging die Schwarzbarsche trotzdem überlisten. Warscheinlich weil sie einfach nur ihre ruhe haben wollten. Die Doom Bells waren mich die Überraschung schlechthin. Wenn die nur halb so gut hier funktioneren wie zum Schwarzbarschfischen, dann haben die Wobbler das Potenzial zum „Must Have Lure“.

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Rapala Deep Tail Dancer in 9cm und 11cm

Da der See in dem wir gefischt haben über 20 Meter tief war, brauchten wir auch Tielfläufer.

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Rippin Rap und Clackin Rap

mit diesen Geschossen konnten wir in sehr kurzer Zeit sehr schnell viel Wasserfläche absuchen.

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Die Crankbait Mafia. Rapala Clackin Crank, Storm Arashi und Jointed Shad Rap.

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Max RaP Fat Shad und Clackin Crank

aber vorsicht bei der Bentuzung dieser kleinen Cranks, mit denen wir das Angeln echt stressig. Ich hatte fast in jedem Wurf Bisse auf diese kleinen Stresser.

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Scatter Rap Crank und Scatter Rap Crank Shallow, Sactter Rap Shad

und das Beste zum Schluss.

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Rapala MaxRap Fat Minnow

Die Fat Minnows waren der Wahnsinn. Einfach in Zeitlupe getwitcht waren sie unschlagbar. Selbst der Guide guckte nicht schlecht.

IMG_0069So Leute, das wars jetzt erstmal mit den Angeln auf irgendwelche Exoten. Ab jetzt geht es wieder auf unsere heimischen Fischarten.

 

Danke fürs Vorbeischauen