Vibrax Barsche

Hallo Leute,

ich hatte ja im letzten Jahr schon mal etwas über das Barschangeln mit dem Spinner geschrieben. Sie gehören seit einigen Jahren wieder in meine Köder-Box. An Tagen, wo die üblichen Methoden versagen, scheint der Spinner immer seine Vorzüge auszuspielen.  Vor allem wenn man nicht weiß, in welcher Tiefe sich die Barsche aufhalten, ist der Spinner eine gute Option. Denn mit dem Spinner lassen sich fast alle Wassertiefen abfischen. Besonders auch im flachen Wasser lassen sich Spinner effektiv anbieten. Und an verkrauteten Gewässern, an denen Gummifische im Kraut hängen, sobald man ihn zu tief absinken lässt, ist der Spinner extrem fängig – der Gegendruck hält ihn oben, wenn man ein bisschen schneller kurbelt.

Meiner Meinung nach ist das leichte Handling von Spinnern oft der Grund, warum man damit so erfolgreich angelt.

Mit dem Spinner lässt sich relativ schnell eine große Wasserfläche in verschiedenen Gewässertiefen abfischen.

Mein Lieblingsspinner  ist der Vibrax von Blue Fox. Durch seinen tropfenförmigen Körper ist er ein echtes Wurfungeheuer!

Den Vibrax gibt es in sechs verschiedenen Größen von 3gr. bis 18gr. und ca. 30 verschiedenen Dekors. Da sollte für jeden das passende Modell dabei sein.

 

Zodias und die Aldebaran. Ein Traum zum Barschangeln…

Bernd mit seiner UL- Kombo

Wie Ihr auf den Bildern seht, verwenden wir unterschiedliche Kombos.

Ich verwende für Köder ab 8 Gr. aufwärts eine Zodias MH mit einem Wurfgewicht bis 18 Gr. gepaart mit einer 3000er Stradic. Als Hauptschnur eine 0,10 mm Kairiki.

Für kleine Köder und Finesse-Methoden beuntze ich eine Zodias LBSF bis 12 Gr. Wurfgewicht gepaart mit einer Aldebaran. Als Hauptschnur eine 0,06 mm Power Pro.

Mein Kumpel Bernd schwört auf seine Diaflash zum UltraLigth-Fischen.

Wenn man mit sehr leichten Ruten fischt, machen auch kleine Barsche viel Spaß. Die großen Barsche wollen ja leider nicht immer…

 

 

 

 

Aspire Silk Shock und das Mono-Tele-Experiment

Liebe Besucherinnen und Besucher,

mittlerweile ist Winter! Schön, noch ein paar Erinnerungen an die letzten warmen Tage zu haben. Gefühlt sind sie doch noch gar nicht so lange her…

Im späten Sommer dieses Jahres machte ich noch ein zweites Experiment mit monofiler Schnur. Ich verwendete dafür eine Teleskop Spinnrute (Vengeance Mini Tele) und eine Technium Rolle in der 2500er Größe, gefüllt mit 0,20mm Shimano Aspire Silk Shock Monofilschnur. Mit diesem Gerät fühlte ich mich in ganz alte Zeiten als Jungangler zurück versetzt, als ich mit Spinnern auf Barsche und Forellen angelte.

Doch die Qualität einer modernen Mono-Schnur ist natürlich nicht mehr mit dem vor 35 Jahren verwendeten Material zu vergleichen. Die transparente Aspire-Schnur hat mal wirklich wenig Dehnung und ist unglaublich geschmeidig. Damit ist sie hervorragend zum Spinnangeln geeignet. Die 0,20mm starke Schnur ermöglicht angenehm weite Würfe mit Spinnern, kleinen Blinkern und Wobblern. Da sie vorwiegend für die Angelei auf Friedfische konzipiert ist, gibt es sie in Stärken zwischen 0,08 und 0,25mm. Die von mir genutzte Schnur hat eine Tragkraft von 4,4kg und würde mir damit auch für größere Fische ausreichen. Obwohl diese bei dem Experiment ausblieben, hatte ich viel Spaß beim Befischen der Wannsee-Strände.

Viele Grüße von Jochen Dieckmann

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Spinner- Barsche

Hallo Leute,

gerade in der heutigen Zeit wo die meisten Angler nur noch Gummifischen und Wobbler angeln, sollte man alt bewährtes nicht aus den Augen verlieren.

Bei mir war es in den letzten Jahren leider auch nicht anders. Worauf ich hinaus möchte ist, dass meine Angelkariere vor über 20 Jahren begann und ich meine Barsche damals fast nur mit dem Spinner fing. Wenn man die Fangmeldungen von Barschen in den Angelzeitschriften  liest und auf die benutzten Köder achtet, wird man schnell feststellen die viele dieser Kapitalen Barsche auch mit einem Spinner überlistet wurden.

Seit einigen Jahren gehören Blinker und Spinner wieder in meine Köder Box.

Gerade an Tagen wo die üblichen Methoden versagten scheint der Spinner seine Vorzüge auszuspielen.  Meiner Meinung nach sind gerade das leichte Handling  von Spinnern oft der Grund warum man damit so erfolgreich angelt. Mit dem Spinner läßt sich relativ schnell eine große Wasserfläche und verschiedene Gewässertiefen abfischen.

Mein Lieblingsspinner  ist der Vibrax von Blue Fox , durch seinen tropfen förmigen Körper ist er ein echtes Wurfungeheuer! Den Vibrax gibt es in sechs verschiedenen Größen von 3gr. bis 18gr. und ca. 30 verschiedenen Dekors. Da sollte für jeden das passende Modell dabei sein.

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Ich bevorzuge die Größe 3 zum Barschangeln

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Ich würd sagen  Spinner sollten in jede gut Sortierte Köder Box gehören. Probiert es einfach mal aus. Ihr werdet überrascht sein wie fängig an manchen Tagen Spinner  sein können!

Barschtackle

Hallo Leute,

wenn ich auf Messen oder anderen Veranstaltungen unterwegs bin, sind die häufigsten Fragen immer welches Gerät ich für welche Fischarten verwende. Da es von Shimano für jede Fischart und in jeder Preisklasse mehrere Ruten im Sortiment gibt ist es oft auch nicht ganz so einfach immer gleich die passende Rute zu finden. Deswegen möchte ich euch heute mal mein Gerät vorstellen, welches ich für die Barschjagd zur Zeit benutze. Gerade die Angelei auf Barsche ist oft sehr abwechlungsreich da es so viele verschiedene erfolgreiche Angelmethoden gibt. Vom Dropshoten bis hin zum Angeln mit kleinen Twitchbaits machen diese Art der Fischerei so sehr interessant. Durch die Vielzahl an verschieden Methoden benutze ich auch mehrere unterschiedliche Ruten. Natürlich könnte man auch alles mit einer Rute abdecken, aber das andauernde umgebaue nervt. Außerdem benötigt man für manche Methoden eher sehr feinfühlige Ruten und für andere Methoden doch etwas stärkere Ruten.

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Mein erstes Setup:

Speedmaster BX 210 MH + Technium 2500er

Diese Rute benutze ich überwiegend zum Angeln mit dem Jig ab 10 gr. aufwärts und wenn ich in Tiefen Gewässern fische. Diese Rute hat die nötige Kraft um einen Anhieb auch in über 5 Meter Wassertiefe durch zu bringen.

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Speedmaster BX 210 MH

Das Wurfgewicht von 14 g bis 40 g scheint den ein oder anderen vielleicht etwas hoch zu erscheinen, aber wenn man mit Jigs ab 10 gr. aufwärts fischt macht sich diese Rute super. Da ich überwiegend vom Boot aus fische reicht mir eine länge von 2,10m völlig aus. Solltet Ihr in sehr tiefen Gewässern und öffters auch vom Ufer unterwegs sein, würde ich euch aber eher eine Rutenlänge von 2,40m oder länger empfehlen.

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Gepaart mit ner 2500 Technium + 0,08 mm Powerpro

Mein zweites Setup:

Stradic S61 L + 2500 Stradic FJ

Diese Rute benutze ich überwiegend zum Angeln mit kleinen Crankbaits und mit Spinner.

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Länge 1,85m mit einem Wurfgewicht von 3 -15 gr.

IMG_1133 Die Stradic S61 L ist eine relativ weiche Rute, aber genau das ist für Köder die man einfach nur einkurbelt optimal da der Fisch nicht gleich während des Bisses in die Aktion der Rute rennt. Das vermeidet Fehlbisse.

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gepaart mit ner 2500er Stradic FJ + 0,08 mm Sufix Nanobraid

Mein drittes Setup:

Sustain + 3000er Rarenium.

Diese Rute benutzte ich wenn ich kleine Wobbler aktiv führen will(Twitchen).

IMG_1137Auch hier erscheint das Wurfgewicht relativ hoch, aber nehmt diese Rute einfach mal beim nächsten Besuch im Angelladen in die Hand. Ich hatte noch nie eine so dünne und leichte Rute. Die Sustain ist 1,90m lang und wiegt sage und schreibe nur 110 gr.

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gepaart mit ner 3000er Rarenium+ 0,06 mm Powerpro

Mein viertes Setup.

Catana CX + Exage 2500er

Diese Rute benutze ich für alle Finesse – Methoden wie z.B. Drop -Shot, Carolina und Texas Rig.

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Länge 2,40m mit einem Wurfgewicht von 5-20 gr.

Das Besondere an dieser Rute ist die sehr feine Spitze.

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gepaart mit ner 2500er Exage + 0,06 Sufix 832

Wenn Ihr noch auf der Suche nach ner Barschrute seit schaut euch die Ruten ruhig mal näher an. Wie oben schon erwähnt gibt es noch ein ganze Menge anderer Basrchkombos von Shimano. Doch diese hier alle auf zu listen würde glaube ich den Rahmen sprengen.

 

Bis bald.

 

 

Sommerbarsche

Hallo Leute,

gerade im Hochsommer gestaltet sich das Barschangeln äußerst schwierig. Erstens hat man mit den äußeren Bedingungen wie Sonne und Hitze zu kämpfen und zweitens mit der Fischsuche. Gerade der Barsch ist ein äußerst aktiver und umtriebiger Geselle. Er ist immer in kleinen Gruppen (je nach Größe der Fische) auf der Suche nach der nächsten Beute. Das Hauptproblem ist, dass sich im Sommer die Kleinfische ziemlich Oberflächen nah aufhalten, was das ganze nicht gerade erleichtert. Im Winter sind die Barsche am Grund des Gewässers, und somit relativ leicht mit Gummifischen am Jig zu befischen. Aber im Sommer sind, wie schon erwähnt, die ersten 2 bis 3 Meter unter der Wasseroberfläche die Strikezone. Um  diesen Bereich optimal zu befischen, bevorzuge ich sinkende Wobbler und Spinner. Um möglichst schnell und viel Wasserfläche abzusuchen, sollten die Köder nicht zu klein und zu leicht gewählt werden. Bei leichteren Ködern bleibt leider die Wurfweite auf der Strecke. Gerade  an sehr goßen und tiefen Seen wie z.B. die Müritz oder dem Edersee braucht man sonst ewig, um ein bisschen Strecke zurück zu legen.

Das sind meine Favoriten !!

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Von links nach rechts: Der Rapala Countdown  in 7 cm. Er wiegt 10g. und hat eine flatterternde Aktion während der Absinkphase . Das gleiche gilt auch für den AIR Ogre von Northcraft(Bildmitte). Der Air Ogre ist 7cm und Wiegt sensationelle 14,5 g. Der Dritte im Bunde ist der Storm So-Run Sinking Pencil in 8cm. Er wiegt 18 gr. und ist somit sehr schnell sinkend. Er hat einen relativ ruhigen Lauf mit einen gelegentlichen Ausbrechen zur Seite. Er läßt sich auch super während Absinkphase Twitchen, dadurch Blitzt er sehr verführerisch mit seinen Flanken.

Zu guter letzt die Vibrax – Spinner von Blue Fox.

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Ich bevorzuge die Größe 3 in 8 g.

Als Gerät dafür verwende ich eine Speedmaster BX in 2,40m mit einem Wurfgewicht  von 10 – 30 Gr. Eine 3000 er Technium passt super dazu.

IMG_1126IMG_1095IMG_1092Probiert die Köder einfach mal aus, Ihr werdet überrascht sein wieviele Barsche sich oft im Mittelwasser befinden.

Bis bald.

 

 

 

Spinner- Forellen

Hallo Leute,

in den letzten Wochen haben wir echt viele Kilometer an verschiedenen Forellenbächen gemacht. Wir konnten viele Forellen bis fast 50 cm überlisten. Die Erfolgsköder waren je nach Tageszeit und Gewässer oft sehr unterschiedlich. Manchmal wollten die Forellen den Spinner und manchmal waren kleine Wobbler bis ca. 7 cm  sehr erfolgreich. Trotzdem hat sich beim letzten Mal hat sich ein Köder als besonders fängig erwiesen.

Die Vibrax Spinner von Blue Fox:

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Gerade die Größe 3 hat sich als sehr fängig erwiesen.

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Mal sehen was in den nächsten Tagen noch so geht. Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

 

Bis bald.

 

Truttenjagd Part I

Hallo Leute,

morgen ist ja schon der erste Mai und somit die Schonzeit in Berlin für Barsch und Hecht vorbei. Wie ich aber schon in meinem letzten Blog erwähnt habe, ist seit dem 16 April die Bachforellensaison in Brandenburg eröffnet. Johannes und ich waren auch schon ziemlich erfolgreich und deswegen bleiben wir den Forellen auch noch ein paar Tage auf den Fersen. In diesem Jahr haben wir im Gegensatz zum letzten Jahr viele neue Salmoniedenstrecken ausprobiert. Da man an vielen Forellenbächen wirklich sehr viel laufen muss und das auf teilweise extrem unzugänglichen Pfäden, ist es wichtig, dass man nicht zu viel mit sich rumschleppt.

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Kescher, Rucksack und meine Stradic- Kombo.

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Hier riecht es doch förmlich nach Fisch.

Die erste Stecke, die wir in diesem Jahr befischten, war gleich ein Vollteffer. Schon im ersten Wurf war Rute die Rute krumm.

IMG_0529IMG_0530IMG_0531IMG_0537Um so weiter wir den Bachverlauf folgten, um so weniger Fischkontakte hatten wir.

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IMG_0625Dafür wurden die Forellen aber größer!

IMG_0606IMG_0605Und das waren die Erfolgsköder.

1. Blue Fox Vibrax Gr.3: mit ihm haben wir gefischt, wenn man eine freie Wurfbahn hatte oder relativ viel Wasserfläche schnell abgesucht werden musste.

2. Rapala Orginal Floater in 5 cm : mit ihm haben wir Stellen befischt, welche man schlecht anwerfen konnte oder wenn überhängende Äste im Weg waren. Dadurch dass er schwimmt, haben wir ihn einfach mit der Strömung abtreiben lassen. Wenn er den vermeintlichen Spot erreicht hatte, musste er nur langsam wieder eingeholt werden.

3: Rapala Coundown in 5cm. : er war optimal, wenn mal eine Etage tiefer gefischt werden musste. Mit seinen flatternden Absinkbewegungen konnten wir mit ihm so manche Forelle aus ihrem Gumpen locken.

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Meine Stradic Truttenflitsche.

 

 

It’s Spinner-Time!

Blech steht bei vielen Angler ja nicht so hoch im Kurs wie Gummi, Balsa oder Plastik. Am Forellenbach ist das im Moment ganz anders. Da sieht man die Menschen fast nur spinnern. Und das hat einen guten Gurnd: Zum Saisonauftakt trifft man auf die geballte Aggression der Forelle. Die Fische haben nach der Schonzeit noch keine Blechroutine und springen unheimlich gut auf die Druckwelle eines Spinners an.

Wir fischen 2er und 3er Spinner. Ganz hoch im Kurs steht der Vibrax Shad in der Farbe Perch oder Trout.

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Der 2er hat den Vorteil, dass er nicht so laut aufplatscht. Der 3er läuft praktisch schon an, bevor er im Wasser ist. Das kann ein Vorteil sein, wenn man das andere Ufer befischt.

Spinnern mit dem Strom

Wenn man stromauf wirft und den Köder mit der Strömung führt, muss man natürlich ein bisschen mehr Gas geben, damit der Köder läuft. Dafür kommt man so tiefer runter. Mit der Strömung fischen wir besonders gern lange „Schüsse“, also gerade und schmale Strecken, in denen das Wasser schneller fließt.

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Spinnern quer zum Strom

Ein Wurf aufs gegenüberliegende Ufer lohnt sich, wenn der Bach ein bisschen breiter ist und man Wurzeln oder unterspülte Ufer ausmacht. Wichtig ist, dass der Rollenbügel schon geschlossen ist, bevor der Köder auftrifft. Dann muss auch schon losgekurbelt werden, damit der Spinner nicht im Holz hängen bleibt und auch direkt anläuft. Nur dann stürzt die Trutte aus ihrem Unterstand und attackiert den Spinner.

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Spinnern gegen den Strom

Gegen den Strom fischen wir gern an flachen Stellen und wenn umgestürzte Bäume oder im Wasser hängende Äste Treibgut sammeln, unter dem sich die Forellen sicher fühlen. Dann wird der Köder so knapp wie möglich an den Unterstand herangeworfen und so dicht wie möglich am Truttendach vorbeigeführt. (Leicht quer werfen und mit der Strömung am Holz vorbei führen.) Gegen den Strom fischt man auch gut unterspülte Ufer ab (die Uferseite, auf der man steht). Dazu wirft man den Köder in den Storm und lässt ihn einfach stehen, um ihn ans Ufer drücken zu lassen.

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Viel Spaß beim Spinnern und allem, was ihr sonst noch macht. Ich geh dann mal los. Habe ich mir nach 2 Tagen Dauerfeuer auf der Angel Master Show in Duisburg ohne Biss redlich verdient…

Bis die Tage!

Johannes

BFS-Spinnern am Forellenbach

Am Bach wird zielgenaues Werfen oft belohnt. Je näher der Köder an den Unterständen der Forellen vorbei läuft, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass sie sich auf den Spinner stürzen. Die Trutten stehen gerne unter unterspülten Uferpartien, in oder unter Wurzeln der am Ufer stehenden Bäume oder unter in den Bach gestürztem Altholz. Also in direkter Ufernähe. Mit Schwimmwobblern kann man sich Zeit lassen beim Werfen und die Köder in die heißen Zonen dirigieren. Beim ufernahen Spinnern aber muss der Rotor nach dem Auftreffen auf der Wasseroberfläche gleich loswirbeln, damit er nicht in Wurzeln, Ästen oder im Moosteppich auf den Steinen hängen bleibt. Bedeutet beim Angeln mit der Stationärrolle, dass der Bügel eigentlich schon vor dem Wasserkontakt umgeklappt sein muss. Außerdem muss die Schnur schon straff sein. Bei den vielen kurzen Würfen artet das schon fast in Wurfstress aus und mit der Zeit leidet da auch ein bisschen die Konzentration, so dass gegen Ende des Angeltages immer mehr Köder weiter oder kürzer fliegen als gewollt.
Deutlich praktischer ist da eine leichte Baitcast-Kombo. Denn die Baitcaster stoppt den Schnurlauf per Kurbelumdrehung. Außerdem kann man die Würfe sehr schön abstoppen und die Köder zentimetergenau platzieren.

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Besonders exakt ist das Pitchen. Dabei lässt man den Köder aus der Hand starten und bewegt die Rute nur leicht nach oben. Der Spinner schwingt dann nach vorne. Mit ein bisschen Übung bekommt man so sehr schöne und vor allem flache Würfe hin und kann den Köder lautlos absetzen.

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Sehr zu empfehlen ist in diesem Zusammenhang die BFS-Kombo aus dem JDM-Programm. Namentlich die Aldebaran BFS und die Expride BFS. Dieses Gespann arbeitet ab 4 Gramm problemfrei – auch Einsteiger haben bei entsprechender Bremseinstellung (ich meine die Fliehkraftbremse, nicht die Sternbremse) keinen Tüddelterz.

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Auf die Rolle kommt eine 20er Mono. Ich verwende eine 20er Technium, die gut ein Viertel weniger Dehnung hat als die meisten anderen Monos. Mit einer Tragkraft von 4,7 kg hält die nicht nur die Königin der Königinnen aller Bäche sicher am Band, sondern rupft auch zuverlässig die Spinner aus dem Holz. Seit ich von 16er auf 20er umgestiegen bin, habe ich jedenfalls noch keinen Köder verloren. Obwohl ich natürlich auch mit der Multi immer mal übers Ziel hinausschieße bzw. den Spinner auch oft zu hart am Hindernis fische. Hier machen sich übrigens Einzelhaken oder widerhakenbefreite Zwillingshaken gut.

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Sicher muss man sich keine BFS-Kombo kaufen, um erfolgreich mit dem Spinner zu angeln. Wenn man aber eine hat, muss die unbedingt auch mal an den Bach geführt werden. Das macht süchtig. Ich freu mich schon auf den nächsten Ausflug und lasse sicher bald wieder von mir hören.

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Bis dahin wünsche ich euch immer eine Handbreit Trutte im Kescher!

Johannes

Harter Fight am Möhnesee

Ihr kennt das alle sicher. Zumindest ein bisschen: Da fiebert man auf ein Angelabenteuer hin, macht sich tagelang heiß, packt sich die schönste Ködertasche der Welt zurecht, bespult die Rollen nochmal neu und investiert fast einen ganzen Tag in die Tackle-Perfektionierung. Dann ballert man los ans Ziel. Nimmt am Freitag noch zwei Staus mit. Bespricht sich auf der Fahrt, versucht die Erwartungshaltung runterzuschrauben und trotzdem brechen die Hoffnungen und Wünsche über einem zusammen wie ein Kartenhaus, wenns nicht so läuft wie man sich das vorgestellt hat.

Auch das ist Angeln. Trotzdem kann auch ein durchwachsener Angeltrip Lust aufs Hobby machen. Und wenn man ein bisschen Glück und Durchhaltevermögen mitbringt, geht man vielleicht doch nicht ganz ohne Fisch nach Hause – ohne Erfahrungszugewinn ja sowieso nicht.

Ich blicke auf ein zähes Wochenende zurück: Mit ca. 30 Barsch-Alarmern war ich am Möhnesee, um dort so richtig schön auf Barsch zu angeln. Um die Jahreszeit sollen die Barsche oberflächennah aktiv sein und immer wieder zum Rauben hochkommen. Topwater-Time ! Und der Möhnesee ist ein Gewässer mit Dickbarsch-Potential. Da kann’s schon mal passieren, dass man die 40er gleich reihenweise verhaftet.

Mit solchen Aussichten im Gepäck fährt man doch gern mal 550 Kilometer, um zusammen mit den Jungs zwei Tage richtig Spaß zu haben. Den Gefallen haben uns die Barsche aber nicht getan. Die Fische standen leider mehrheitlich tief. Richtig tief. Und zwar im Freiwasser zwischen 20 und 10 Metern. Und so richtig beißen wollten sie auch nicht. Wir hatten große Mühe, überhaupt ein paar gute Barsche zu fangen. Während der gesamten Veranstaltung fielen gerade mal zwei Fische über 40 cm. Ein 46er und ein 44er.

Als Ortsunkundige mussten wir erst einmal das Gewässer für uns erschließen, was in 2 Tagen eigentlich nicht machbar ist. Letzen Endes konzentrierten wir uns dann auf ein paar Spots. Darunter die Delecker Brücke, der Mäuseturm, der Bootsanleger an der Sperrmauer und das Gebiet vor dem Campingplatz. Fische haben wir an jedem dieser Spots gefangen.

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Dabei haben sich zwei Methoden als besonders erfolgreich herauskristallisiert. Am Samstag fingen wir einigermaßen gut mit modifizierten Spin-Jig. Je größer das Blatt, desto besser die Aussichten, dass ich ein Barsch auf den Köder stürzte. Und so habe ich nach einiger Zeit meinen schwersten Jig-Spinner genommen und schweren Herzens einen 4er Vibrax-Spinner zerlegt, um das fette Spinnerblatt gegen das schlanke Original-Blatt auszutauschen. Ich habe mir ein Barschblatt ausgesucht, das hinter einem Maränen-Body hinterher lief. Das hat die Jungs und Mädels im Streifenkleid sichtlich provoziert und für heftige Attacken gesorgt.

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In Kombination mit einem Beifänger war das dann phasenweise ein fängiges System, mit dem man einigermaßen schnell die Wassersäule absuchen konnte. Einfach durchsinken lassen und dann stufenweise hochholen. Mal ruppig, mal gleichmäßig. Interessanterweise war die Bissfrequenz dank Beifänger höher. Aber es hat nur ein Barsch auf den Twister am Seitenarm gebissen.

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Am Sonntag fingen wir dann viele Barsche im Flachwasser. Am Möhnesee heißt das in Tiefen von 5 bis 10 Metern. Bzw. über diesen Tiefen. Schließlich hatten wir jetzt auch Erfolg mit Wobblern und Stickbaits. Wobei „Erfolg“ ja immer relativ ist. In Relation zu den Erwartungen waren diese Barsche hier eher kein Erfolg.

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Aber man soll ja niemals aufgeben. Und so starteten wir den 4. Versuch an der Delecker Brücke. Hier ließen wir Dropshot-Rigs im Mittelwasser tanzen. Schließlich hatten wir mit eigenen Augen gesehen, dass die einheimischen Cracks damit zumindest ab und zu einen etwas besseren Barsch fingen.(Gesehen hatten wir an diesem WE einen 35er, berichtet wurde uns von einem 40er.)

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Da. Ein zarter Zupfer. Anhieb! Und plötzlich war meine Diaflash tatsächlich krumm. Nach kurzem Drill kam dann auch ein schöner Brückenbarsch an die Oberfläche.

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Bei dem blieb’s dann zwar – aber immerhin: Am Möhne-Top-Spot No. 1 mit einer Methode, die ich bislang noch nie angewendet habe. Das passt doch. So ist Angeln und es hätte ja auch noch schlechter laufen können…

Trotzdem hoffe ich, dass sich eure Erwartungen an euer Angelwochenende umfassender erfüllt haben.

Johannes