Spinner- Barsche

Hallo Leute,

gerade in der heutigen Zeit wo die meisten Angler nur noch Gummifischen und Wobbler angeln, sollte man alt bewährtes nicht aus den Augen verlieren.

Bei mir war es in den letzten Jahren leider auch nicht anders. Worauf ich hinaus möchte ist, dass meine Angelkariere vor über 20 Jahren begann und ich meine Barsche damals fast nur mit dem Spinner fing. Wenn man die Fangmeldungen von Barschen in den Angelzeitschriften  liest und auf die benutzten Köder achtet, wird man schnell feststellen die viele dieser Kapitalen Barsche auch mit einem Spinner überlistet wurden.

Seit einigen Jahren gehören Blinker und Spinner wieder in meine Köder Box.

Gerade an Tagen wo die üblichen Methoden versagten scheint der Spinner seine Vorzüge auszuspielen.  Meiner Meinung nach sind gerade das leichte Handling  von Spinnern oft der Grund warum man damit so erfolgreich angelt. Mit dem Spinner läßt sich relativ schnell eine große Wasserfläche und verschiedene Gewässertiefen abfischen.

Mein Lieblingsspinner  ist der Vibrax von Blue Fox , durch seinen tropfen förmigen Körper ist er ein echtes Wurfungeheuer! Den Vibrax gibt es in sechs verschiedenen Größen von 3gr. bis 18gr. und ca. 30 verschiedenen Dekors. Da sollte für jeden das passende Modell dabei sein.

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Ich bevorzuge die Größe 3 zum Barschangeln

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Ich würd sagen  Spinner sollten in jede gut Sortierte Köder Box gehören. Probiert es einfach mal aus. Ihr werdet überrascht sein wie fängig an manchen Tagen Spinner  sein können!

Superu Zander

Hallo Leute,

gestern war ich wieder in der Uckermark unterwegs. Die Zander stellen sich bei den ganzen Wetterwechseln in den letzten Tagen an meinen Gewässern irgendwie quer. Diesmal sollte es an einen See gehen der im Gegensatz zu meinen Hausgewässern sehr tief war und Wassertemperaturen nicht so schnell schwanken. In den letzten Wochen konnte ich die meisten Zander  in einer Wassertiefe von ca. 1,5m überlisten. Genau das ist auch das Problem, im so flachen Wasser verändert sich die Wassertemperatur sehr schnell. Deswegen war der Plan diesmal an einem Gewässer zu Fischen in dem sich die Fische viel tiefer aufhalten und die Wassertemperaturen konstanter sind. Der Plan ging voll auf, wir fanden die Fischer in ca.5m Wassertiefe. Das machte die Suche nach den Fischen nicht gerade einfach. Wir fanden die Fische an Kanten die von 3 Meter auf ca. 8 Meter abfielen.

 

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Die Erfolgsköder waren die Storm So-Run Superu Shads von Storm in 12,5 cm.

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Die Super Shads sind im Bauch und auf dem Rücken geschlitzt, so dass sie auch super am Texas und Carolina-Rig gefischt werden können. Ich hatte mit Ihnen in den letzten Wochen schon einige Sternstunden.

Sommer Zander II

Hallo Leute, in den letzten Wochen jagt eine Hitzewelle die nächste. Trotz der schon fast nicht mehr auszuhaltenden Temperaturen war ich oft am Wasser. Da durch die hohen Temperaturen auch die Wassertemperaturen immer mehr in die Höhe schnellen, beschränke ich mich bei der Gewässerwahl auf etwas größere und tiefere Gewässer. An großen Gewässern ist es gerade im Sommer oft sehr müheselig, die Fische zu finden. Da gute Zandergewässer in der Regel oft sehr trüb sind, fehlt es häufig auch an Pflanzenbewuchs. Dieser ist aber für den Sauerstoffgehalt des Gewässers sehr wichtig. Deswegen meide ich im Gegensatz zum Herbst und Winter bei der Suche nach den Zandern in meinen Gewässern die tiefen Gewässerbereiche, da dort die Sauerstoffarmut oft am größten ist. Am liebsten befische ich Unterwasserberge oder Plateaus, die nur ein bis zwei Meter unter der Wasseroberfläche liegen. An manchen Gewässern sollte man aber auch die Schilfkanten nicht außeracht lassen. Wenn man dort noch eine Wassertiefe von ein bis zwei Meter vorfindet, sind das oft mit die besten Angelstellen. Um solche flachen Gewässerbereiche optimal abzufischen, benutze ich in Regel sehr leichte Jigköpfe bis max. 7 Gr. oder flachlaufende Wobbler. Für diese Art der Fischerei brauch man eine sehr feinfühlige aber trotzdem starke Rute.

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Speedmaster + Technium und Biomaster+Rarenium

Die Biomaster S81 MH (2,46m-WG 15-50 gr.) und die Speedmaster DX24MH (2,40m – WG 14-40 gr.) eignen sich super für diese Fischerei. Wenn man mit sehr wenig Gewicht fischt, ist Fingespitzengefühl angesagt. Umso wichtiger sind feinfühlige und leichte Ruten.

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Eine super Spitzenaktion.

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Nachdem wir gestern wieder den halben Tag mit der Suche nach den Fischen verplempert hatten, war es dann gegen Nachmittag endlich soweit. Wir fanden wieder ein Plateau auf de die Zander standen. Dort fingen wir zuerst nur mit Gummifischen am Jig, doch umso länger wir den Spot befischten, umso vorsichtiger wurden die Zander. Je später es wurde desto besser fingen wir mit Wobbler. Zum Schluss attackierten die Zander nur noch unsere Wobbler. Wir haben die Wobbler einfach nur im Zeitlupentempo ein gekurbelt. Ganz wichtig war, dass der Wobbler beim Einkurbeln immer wieder Bodenkontakt hatte. Wir fingen zwar keine Riesen, aber dafür wieder sehr viele.

107Zu guter Letzt noch die Erfolgswobbler.

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Storm Doombells

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Rapala X- Rap

 

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Rapala clackin Minnow, Storm Arashi Rattling Minnow und der Rapala Husky Jerk.

Danke fürs Vorbeischauen, bis bald.

Barschtackle

Hallo Leute,

wenn ich auf Messen oder anderen Veranstaltungen unterwegs bin, sind die häufigsten Fragen immer welches Gerät ich für welche Fischarten verwende. Da es von Shimano für jede Fischart und in jeder Preisklasse mehrere Ruten im Sortiment gibt ist es oft auch nicht ganz so einfach immer gleich die passende Rute zu finden. Deswegen möchte ich euch heute mal mein Gerät vorstellen, welches ich für die Barschjagd zur Zeit benutze. Gerade die Angelei auf Barsche ist oft sehr abwechlungsreich da es so viele verschiedene erfolgreiche Angelmethoden gibt. Vom Dropshoten bis hin zum Angeln mit kleinen Twitchbaits machen diese Art der Fischerei so sehr interessant. Durch die Vielzahl an verschieden Methoden benutze ich auch mehrere unterschiedliche Ruten. Natürlich könnte man auch alles mit einer Rute abdecken, aber das andauernde umgebaue nervt. Außerdem benötigt man für manche Methoden eher sehr feinfühlige Ruten und für andere Methoden doch etwas stärkere Ruten.

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Mein erstes Setup:

Speedmaster BX 210 MH + Technium 2500er

Diese Rute benutze ich überwiegend zum Angeln mit dem Jig ab 10 gr. aufwärts und wenn ich in Tiefen Gewässern fische. Diese Rute hat die nötige Kraft um einen Anhieb auch in über 5 Meter Wassertiefe durch zu bringen.

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Speedmaster BX 210 MH

Das Wurfgewicht von 14 g bis 40 g scheint den ein oder anderen vielleicht etwas hoch zu erscheinen, aber wenn man mit Jigs ab 10 gr. aufwärts fischt macht sich diese Rute super. Da ich überwiegend vom Boot aus fische reicht mir eine länge von 2,10m völlig aus. Solltet Ihr in sehr tiefen Gewässern und öffters auch vom Ufer unterwegs sein, würde ich euch aber eher eine Rutenlänge von 2,40m oder länger empfehlen.

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Gepaart mit ner 2500 Technium + 0,08 mm Powerpro

Mein zweites Setup:

Stradic S61 L + 2500 Stradic FJ

Diese Rute benutze ich überwiegend zum Angeln mit kleinen Crankbaits und mit Spinner.

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Länge 1,85m mit einem Wurfgewicht von 3 -15 gr.

IMG_1133 Die Stradic S61 L ist eine relativ weiche Rute, aber genau das ist für Köder die man einfach nur einkurbelt optimal da der Fisch nicht gleich während des Bisses in die Aktion der Rute rennt. Das vermeidet Fehlbisse.

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gepaart mit ner 2500er Stradic FJ + 0,08 mm Sufix Nanobraid

Mein drittes Setup:

Sustain + 3000er Rarenium.

Diese Rute benutzte ich wenn ich kleine Wobbler aktiv führen will(Twitchen).

IMG_1137Auch hier erscheint das Wurfgewicht relativ hoch, aber nehmt diese Rute einfach mal beim nächsten Besuch im Angelladen in die Hand. Ich hatte noch nie eine so dünne und leichte Rute. Die Sustain ist 1,90m lang und wiegt sage und schreibe nur 110 gr.

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gepaart mit ner 3000er Rarenium+ 0,06 mm Powerpro

Mein viertes Setup.

Catana CX + Exage 2500er

Diese Rute benutze ich für alle Finesse – Methoden wie z.B. Drop -Shot, Carolina und Texas Rig.

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Länge 2,40m mit einem Wurfgewicht von 5-20 gr.

Das Besondere an dieser Rute ist die sehr feine Spitze.

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gepaart mit ner 2500er Exage + 0,06 Sufix 832

Wenn Ihr noch auf der Suche nach ner Barschrute seit schaut euch die Ruten ruhig mal näher an. Wie oben schon erwähnt gibt es noch ein ganze Menge anderer Basrchkombos von Shimano. Doch diese hier alle auf zu listen würde glaube ich den Rahmen sprengen.

 

Bis bald.

 

 

Sommerbarsche

Hallo Leute,

gerade im Hochsommer gestaltet sich das Barschangeln äußerst schwierig. Erstens hat man mit den äußeren Bedingungen wie Sonne und Hitze zu kämpfen und zweitens mit der Fischsuche. Gerade der Barsch ist ein äußerst aktiver und umtriebiger Geselle. Er ist immer in kleinen Gruppen (je nach Größe der Fische) auf der Suche nach der nächsten Beute. Das Hauptproblem ist, dass sich im Sommer die Kleinfische ziemlich Oberflächen nah aufhalten, was das ganze nicht gerade erleichtert. Im Winter sind die Barsche am Grund des Gewässers, und somit relativ leicht mit Gummifischen am Jig zu befischen. Aber im Sommer sind, wie schon erwähnt, die ersten 2 bis 3 Meter unter der Wasseroberfläche die Strikezone. Um  diesen Bereich optimal zu befischen, bevorzuge ich sinkende Wobbler und Spinner. Um möglichst schnell und viel Wasserfläche abzusuchen, sollten die Köder nicht zu klein und zu leicht gewählt werden. Bei leichteren Ködern bleibt leider die Wurfweite auf der Strecke. Gerade  an sehr goßen und tiefen Seen wie z.B. die Müritz oder dem Edersee braucht man sonst ewig, um ein bisschen Strecke zurück zu legen.

Das sind meine Favoriten !!

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Von links nach rechts: Der Rapala Countdown  in 7 cm. Er wiegt 10g. und hat eine flatterternde Aktion während der Absinkphase . Das gleiche gilt auch für den AIR Ogre von Northcraft(Bildmitte). Der Air Ogre ist 7cm und Wiegt sensationelle 14,5 g. Der Dritte im Bunde ist der Storm So-Run Sinking Pencil in 8cm. Er wiegt 18 gr. und ist somit sehr schnell sinkend. Er hat einen relativ ruhigen Lauf mit einen gelegentlichen Ausbrechen zur Seite. Er läßt sich auch super während Absinkphase Twitchen, dadurch Blitzt er sehr verführerisch mit seinen Flanken.

Zu guter letzt die Vibrax – Spinner von Blue Fox.

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Ich bevorzuge die Größe 3 in 8 g.

Als Gerät dafür verwende ich eine Speedmaster BX in 2,40m mit einem Wurfgewicht  von 10 – 30 Gr. Eine 3000 er Technium passt super dazu.

IMG_1126IMG_1095IMG_1092Probiert die Köder einfach mal aus, Ihr werdet überrascht sein wieviele Barsche sich oft im Mittelwasser befinden.

Bis bald.

 

 

 

Sufix 832 – Die Schnur der Schnüre

Gerade eben habe ich mir mal wieder zwei Baitcaster mit frischer Schnur bespult. Einmal mit 18er und einmal mit 24er. Hoha! Der Dietel mit einer 24er. Was will er denn jetzt? Der hat doch nicht etwa einen Bigbait-Plan? Mitnichten. Zumindest nicht exklusiv. Bis auf weiteres bleibe ich meinen Barsch- und Zanderködern im Format von 3 bis 15 Zentimetern treu. Aber an diesem WE zieht es mich zum Angeln in den Wald. Ich werde ich in den gefluteten Wäldern eines Stausees nach Zandern kramen. Da kann ein bisschen mehr Tragkraft nicht schaden.

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Um kurz auf den Ausflug zu sprechen zu kommen: Eigentlich war geplant, mit Jochen bei bestem Wetter auf Zander zu fischen. So wie es aussieht, sieht’s aber schlecht mit Sonne aus. Am Samstag regnet‘s durch. Am Sonntag haben wir evtl. mehr Glück. Aber: Der Luftdruck schwankt beachtlich. Und so werden wir nicht um Ausreden verlegen sein, wenn wir wenig fangen. Aber vielleicht läuft’s ja auch ganz anders. Man weiß es immer erst danach.

Aber darüber wollte ich ja gar nicht schreiben. Es geht doch um die Schnur. Ich habe mich für eine 832 entschieden. Warum?

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Erstmal ist sie grün. Damit ist sie für Jochen nicht so einfach zu sehen, so dass er nie weiß, wo genau ich angle. Worin da der genaue Vorteil liegt? Dass die Zander die Schnur genauso schlecht sehen. Die bekommen da vermutlich gerade richtig auf die Mütze (es ist Saisoneröffnung und es war schwer, eine Bude zu bekommen, weshalb wir nun in einem Bretterverschlag nächtigen). Viel Angeldruck, wenig optische Scheuchwirkung von der Schnur. Das passt schonmal.

Auch akustisch ist die Schnur für die Zander nicht wahrnehmbar. Die 832 ist echt schön leise.

Außerdem ist sie weich, abriebfest und hat eine Mega-Tragkraft.

Auf den Knoten bin ich relativ stolz. Bzw. frage ich mich auch, warum ich nicht schon mein ganzes leben den FG-Knoten zum Schnurverbinden benutzt habe. Schlanker geht's ja echt nimmer.

Auf den Knoten bin ich relativ stolz. Bzw. frage ich mich auch, warum ich nicht schon mein ganzes leben den FG-Knoten zum Schnurverbinden benutzt habe. Schlanker geht’s ja echt nimmer.

UND: Sie ist echt dünn. Da kann man eine 15er zum Barschangeln nehmen. Selbst die 18er ist noch barschtauglich. Und die 24er ist eine perfekte Schnur zum Zanderfischen im Unterholz – oder eben zum Großzanderangeln bzw. Hechteln.

Rechts die 24er, links die 18er.

Rechts die 24er, links die 18er.

Jetzt muss ich aber die Koffer fertig packen. Um 14 Uhr hole ich den Jochen ab. Drückt mal bitte die Daumen, dass wir die Reise nicht nur zum Duschen antreten…

Bis die Tage!

Johannes

Barschangeln Finesse

Hallo Leute,

Das Finesseangeln ist eine sehr erfolgreiche Methode – auch an Gewässern mit wenig Fischen oder wo sehr hoher Angeldruck herrscht.

Was aber genau bedeutet Finesseangeln eigentlich? Das Wort Finesse leitet sich von dem Wort Raffinesse ab und bedeutet das man feiner angelt als üblich, um so noch einige Fische zu überlisten. In diesem Fall mit sehr leichtem Angelgerät und relativ kleinen Ködern. Wichtig ist, dass ihr euer Gerät gut abstimmt. Rute, Rolle und Schnur müssen zueinander passen, da die Köder meistens nicht sehr groß sind, und auch sehr langsam geführt werden. Man kann das Ganze aber auch einfach nur Ultra Light Fischen nennen.

Johannes hat ja vor kurzem hier was über das Fischen mit Ruten mit Taftec- Spitzen geschrieben. Taftec-Ruten zeichnen sich dadurch aus, dass sie eine sehr sensible Spitze haben. Ähnlich wie bei Feeder und Winkelpickerruten. Gerade wenn man mit dem Texas, Carolina oder mit dem Dropshot Rig fischt, ist das ein enormer Vorteil. Erstens hat man eine sehr gute Köderkontrolle und Bisserkennung, und zweitens ist das grade für vorsichtige Fische sehr gut, da sie so gut wie kein Wiederstand bei der Aufnahme des Köders spüren.

Da es von Shimano solche Modelle in allen Preisklassen gibt, dürfte für jeden etwas dabei sein. Mein Lieblingsmodel ist Catana CX in 2,40m mit einem Wurfgewicht von 3- 15 Gramm. Und mit ca. 150 Gramm. Eigenwicht ist sie auch sehr leicht. An Tagen, an denen die Barsche nicht so wirklich mitspielen wollen und es nur Fehlbisse oder gar keine Bisse gibt, kann mit sehr feinem Gerät immer noch ein paar Barsche rauskitzeln. Wenn ihr Gewässer habt, in denen die Barsche einem enormen Angeldruck ausgesetzt sind, sollte Ihr mal ausprobieren so zu fischen. Ihr werdet überrascht sein, wie viele Barsch noch da sind, wenn andere Angler mit einem normalen Jig nichts mehr fangen.

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Die feine Taftec – Spitze

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Mit der Handfläche immer direkt auf den Blank. So bleibt kein Biss unbemerkt.

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Da der Köder meistens sehr langsam geführt wird reicht eine kleine Rolle (1000er oder 2000er Größe)

Alle Modelle im Überblick.

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Diese Schnurkombination macht sich super. Ich verwnde aber auch gerne die Sufix 832 in 0,06 mm in Grün.

Mein Freund und Kollege Jochen hat das perfektioniert. Er fängt an Stellen Fische, an denen nicht mal das Echolot welche anzeigt. Er kitzelt so zu sagen den letzten Fisch vom Spot. Und genau das ist das Geheimnis .Man zupft die Montage (Texas, Carolina, Wacky oder Dropshot) einfach nur im Zeitlupentempo über den Gewässerboden. Durch die weiche Spitze spürt man genau den Untergrund. Und wie schon erwähnt hat man durch die sensible Spitze so gut wie keine Scheuchwirkung beim Biss.

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Solche Barsche machen an so feinen Gerät richtig Spaß.

 

 

Danke fürs Vorbeischauen.

Bis bald.

Bachforellen Tackle.

Hallo Leute,

die Forellensaison hat hier vor einigen Tagen begonnen und wir konnten auch schon ein paar schöne Forellen überlisten. Doch bevor ich hier mit Fangberichten und Köderbildern weitermache, möchte ich euch noch kurz mein Gerät vorstellen, das ich zur Forellenpirsch benutze . Da als Köder Spinner, Wobbler, Fliegen und Nymphen zum Einsatz kommen, benötige ich drei unterschiedliche Kombos.

 

IMG_0749Die erste Kombo benutzte ich, wenn Wobbler zum Einsatz kommen: Shimano  Alivio DX 2,40 m mit einem Wurfgewicht von 7 – 21 Gr. gepaart mit einer  Exage 2500 bespult mit ner 0,10 mm Sufix 832.

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Alivio DX 2,40 – SALDX24ML

 

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Shimano Exage 2500

Die länge von 2,40m habe ich bewusst gewählt, da man mit einer etwas längeren Rute den Lauf vom Wobbler besser beeinflussen kann. Gerade am Bach  lassen sich schwer zugängliche Stellen mit schwimmenden Wobbler viel besser befischen, weil man den Köder einfach mit der Strömung abtreiben lassen kann. Mit einer zur kurzen Rute kann man den Köder nicht so gut dirigieren.

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Der perfekte Spot für den Einsatz von schwimmenden Wobblern.

Die zweite Kombo benutze ich wenn Spinner zum Einsatz kommen: eine Stradic mit einer länge von 1,85m und einem Wurfgewicht von 3-15 Gr.

IMG_0720IMG_0591Dazu die passende Rolle in einer 2500 größe, bespult mit ner 0,08mm Sufix Nanobraid.

IMG_0756Meine letzte Kombo ist eine Fliegenkombo.

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An solch gekennzeichneten Strecken ist nur das benutzen einer Fliegenrute erlaubt.

Wie ich ja schon in meinem letzten Blogeintrag geschrieben hatte, ist das Waten in den Brandenburger Salmoniedenstrecken nicht erlaubt.  Dadurch hat man oft nicht wirklich viel Platz zum Werfen oder um Schwung zu holen. Deswegen fällt meine Wahl auch hier auf eine relativ kurze Rute.

Die Biocraft EV-A in einer 4er Klasse. Mit einer länge von 2,29 m ist diese Rute ein Traum für die Fischerei in kleinen Bächen.

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Die dazu passende Rolle: Biocraft XT Large Arbor.

 

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Und jetzt ans Wasser. In den nächsten Tagen kommt der erste Fangbericht.

 

Danke fürs Vorbeischauen.

 

Mächtig Feedern mit der Forcemaster Commercial Distance Feeder

Hallo Blog- Besucherinnen und Besucher,

bald ist sie vorbei, die Raubfischschonzeit! Ich freue mich schon darauf, bald den Räubern wieder mit Kunstködern nach zu stellen. Aber auch in den vergangenen Wochen habe ich mich anglerisch keinesfall gelangweilt! Die Berliner Gewässer haben einen sehr guten und vielfältigen Friedfischbestand, also habe ich mal wieder intensiv sowohl Brassen als auch Rotaugen geangelt.

In diesem und dem nächsten Beitrag  geht es um ein spezielles Programm von Shimano: das sogenannte Commercial Programm. Dabei handelt es sich um Match- und Feeder Ruten speziell für die Angelei in kommerziellen Teichen und Seen. Diese Ruten haben eine besonders weiche parabolische Aktion, um auch größere Friedfische, vor allem Karpfen, gefühlvoll und ohne Fischverlust ausdrillen zu können. Ruten also, wie sie im Friedfischbereich vor vielleicht 20-30 Jahren absolut Standard waren. Die Klassiker machen richtig Spaß, es gibt einige Angler, die nach wie vor mit den Ruten aus den 80ern angeln.

Als großer Fan der klassich englischen Angelmethoden bin ich total froh, daß das Oldschool-Gerät unter neuem Namen wieder aufgelegt wurde, auch wenn ich kaum die Möglichkeit habe, in kommerziellen Karpfengewässern angeln zu können. Aber mit großen Friedfischen habe ich auch zu tun!

Shimano hat in der Serie ForceMaster Commercial jeweils drei Match-Ruten (Float) in den Längen 3,00m, 3,30m und 3,60m mit dem Wurfgewicht von je 20g. Darüber hinaus gibt es auch drei Feeder-Ruten in 3,00 und 3,30m mit 70g Wurfgewicht und ein Modell Distance Feeder in 3,60m mit 90g Wurfgewicht, welches ich für diesen Beitrag getestet habe. Diese Rute wiegt 220g und ist mit einer 4000er Rolle perfekt ausbalanciert. Wie die beiden anderen Modelle ist sie mit zwei Spitzen mit den Testkurven 2 und 3oz ausgestattet. Alle Posen- und Feeder-Modelle sind zweiteilig. Für den montierten Transport dieser Ruten gibt es wundervolle Rutentaschen, ebenfalls unter dem Namen Commercial.

Das Angeln mit dm Futterkorb ist umso erfolgreicher, je genauer man mit seinem Auswurf immer wieder den selben Punkt trifft. Denn jedesmal transportiert man damit eine kleine Futterladung mit, damit konditioniert man die Zielfische im besten Falle auf eine sehr kleine Fläche. Streut man aber die Futterportionen, so streut man auch die Fische und senkt die Bissfrequenz. Deswegen peile ich zur Zielorientierung gerne einen Punkt (Bauwerk, Baum o.ä.) auf dem gegenüber liegenden Ufer an, zur Distanzausrichtung benutze ich den Schnurclip vom Spulenkopf meiner Rolle. Alles weitere ist Training und der passende Rhytmus. Sehr wichtig ist ein äußerst gleichmäßig befeuchtes eher trockenes Futter, das den Futterkorb nach dem Auftreffen auf den Gewässergrund schnell verlässt. Ein langes Vorfach brauche ich, um den Hakenköder genau in die Futterspur ziehen zu können, wenn ich den Futterkorb durch eine seitliche Zugbewegung ausleere. An der langsam fließenden Spree benutze Korbgewichte zwischen 20 und 30g. Zu dünne Vorfächer und auch zu feindrähtige Haken sind vor allem beim Verwenden von geflochtener Schnur nicht zu empfehlen. Ganz wichtig ist eine Spitze aus monofiler Schnur in doppelter Rutenlänge, wenn man mit geflochtenen Schnüren angelt. Die braucht man als Dehnungspuffer für Auswurf, Anschlag und Drill. Bitte nie weglassen! Bei kürzeren Entfernungen benutzte ich immer eine Monoschnur, die verzeiht knallharte Anschläge und forcierte Drills auf kurze Distanzen einfach besser. Futterkorb und Haken mit Vorfach sind über eine Sogenannte Schlaufenmontage verbunden (bitte googlen). Meine Köder sind bei dieser Angelei vor allem Caster (verpuppte Maden), Maden und Würmer (Dendrobena), die auch portionsweise in Futter gegeben und mit dem Korb ausgebracht werden. Beim Auswerfen habe ich mir eine gleichmäßige Beschleunigung antrainiert, ruckartige Spinnanglerwürfe bringen die feine Feederspitze in erhöhte Bruchgefahr.

Bestens gerütstet ging es also an die Berliner Spree, die Commercial Distance Feeder mußte zeigen, was in ihr steckt. Wird eine weiche Rute auch tatsächlich das Futterkorbangeln auf Distanzen von 40-50m ermöglichen? Und ob! Ich wurde schnell absolut begeistert und überzeugt von dieser Rute: ich erlebte eine erfolgreiche, perfekte, genaue und dazu gefühlvolle Angelei. Unbedingt mal anschauen!

Nun noch ein paar Zubehörtipps:

Rolle: Shimano Aero Feeder 4000FFA (sie bekommt noch einen Extrablog)

Schnur 25-50m Distanz: Sufix 832, 010mm, 5,9kg Tragkraft, mit einer 8m langen Fuorocarbonspitze aus Shimano Aspire Flurocarbon in 0,30mm und ebenfalls 5,9kg Tragkraft

Schnur 15-25m Distanz:Sufix Feeder Mono, 0,25mm, 5,40 kg Tragkraft

Vorfach: Shimano Antares Fluorocarbon in 0,16, 0,18 und 0,20mm, 0,8 bis 1,2m Vorfachlänge

Haken: Owner Iseama in Größe 8 (Wurm + 1Caster oder 4Maden/Caster), Drennan Super Spade in Größe 14 und Gamakatsu LS-1063B in Größe 14 (2-3 Maden/Caster)

Grüße  von Jochen Dieckmann

So liegt sie richtig auf dem Stativ

So liegt sie richtig auf dem Stativ

Der Winkel zwischen Schnur und Rutenspitze sollte um 90° liegen

Der Winkel zwischen Schnur und Rutenspitze sollte um 90° liegen

und jetzt: volle Konzentration!

und jetzt: volle Konzentration!

die Spitze ging doch gerade leicht nach links!?

die Spitze ging doch gerade leicht nach links!?

ein Spree-Brassen hat angebissen

ein Spree-Brassen hat angebissen

ich habe Spaß an der tollen Aktion der Rute

ich habe Spaß an der tollen Aktion der Rute

und schon ist er bereit zur Landung

und schon ist er bereit zur Landung

diese Köder-Kombi brachten zuverlässig Bisse

diese Köder-Kombi brachten zuverlässig Bisse

der gedeckte Brassen Tisch

der gedeckte Brassen-Tisch

Fuorocarbon- Vorfächer sind auch zum Friedfischangeln super

Fuorocarbon- Vorfächer sind auch zum Friedfischangeln super

der runde Schnurclip der Aero-Feeder Rolle fixiert die Schnur sicher und ohne Beschädigung

der runde Schnurclip der Aero-Feeder Rolle fixiert die Schnur sicher und ohne Beschädigung

und sie spult 102cm pro Kurbelumdrehung!

und sie spult 102cm pro Kurbelumdrehung!

das alles in der Summe macht mich zum glücklichen Brassenangler

das alles in der Summe macht mich zum glücklichen Brassenangler

und so läßt sich die Raubfischschonzeit durchaus überbrücken

und so läßt sich die Raubfischschonzeit durchaus überbrücken

 

Zander-Solo

Ich angle sehr gern mit meinen Kumpels. Ich veranstalte auch Anglertreffen mit mehr als 30 Leuten und genieße die Zeit mit den ganzen Angelverrückten. Ich arbeite auch echt gerne als Angelcoach. Gelegentlich. Besonders auf Zander angle ich aber auch gern solo. Dann bin ich mit meinen Gedanken allein, gebe selbst den Ankerplatz-Rhythmus vor und fange oft meine größten Fische. Der Weg zum Biss kann in meinen Berliner Hausgewässern allerdings steinig sein. Nullnummern gibt’s geschenkt. Sternstunden muss man sich hart erarbeiten.

Hier eine kleine Anleitung für erfolgreiche  Zander-Solisten bzw. solche, die es noch werden wollen:

Hardware-Optimierung: Wer den ganzen Tag werfen will, muss leichtes Zander-Tackle fischen. Im Verlauf eines langen Angeltages wirkt sich jedes Gramm auf die Konzentrationsfähigkeit aus. Wenn man nur einen Biss bekommt, will man den ja auch verwandeln. Und wenn er erst nach 5 h kommt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass man ihn verpasst, wenn  man sich selber mit einem schweren Prügel schwächt. Man braucht eine leichte Rute, eine leichte Rolle und weil es kaum Geräusche an Bord gibt auch eine leise Schnur. Zum Bootsangeln verwende ich die 2,46 m lange Biomaster mit einem Wurfgewicht von 15-50 Gramm. Die wiegt keine 160 Gramm. In den Halter habe ich mit der 4000er Stradic Ci4+ eine ultraleichte Magnesium-Rolle im Halter geschraubt. Die wiegt gerade mal 200 Gramm. Als Schnur kommt nur eine leise Geflochtene infrage.  Die gibt mir einerseits das gute Gefühl, dass sie keine Schnurgeräusche bis ins Vorfach weiterleitet. Andererseits nervt sie mich nicht so wie es eine laute Schnur tun würde. Nicht’s geht mir mehr auf den Senkel als an einem ruhigen Tag im Boot zu stehen und mich mit dem Schnurgeräusch auseinandersetzen zu müssen bzw. krampfhaft zu versuchen, dieses lästige Schabegeräusch zu ignorieren. Ich vertraue da entweder auf die PowerPro 8 Slick oder die Sufix 832. Da ich im Drill keine Angst haben will und ich auch der Meinung bin, dass Zander nicht besonders schnurstärkenscheu sind, nehme ich Durchmesser mit einer Tragkraft von 10 kg und mehr.

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Klare Sichtverhältnisse schaffen: Manche Bisse kommen nicht in der Rute an. Deswegen beobachte ich den ganzen Tag die Einstichstelle der Schnur. Das kann bei Sonne oder widrigen Lichtverhältnissen echt anstrengend werden. (Die grüne Sufix sieht man bei Gegenlicht übrigens oft besser als die gelbe Power Pro.) Deshalb angle ich selten ohne Polbrille auf Zander. An dunklen Tagen, nehme ich eine mit hellen Gläsern (gelb), an sonnigen Tagen, eine mit dunklen Gläsern.

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Ein voller Magen angelt gern: Wenn sich schon nichts an der Rute tut, dann muss man sich kulinarisch was Gutes tun. Wenn der Hunger am Wohlbefinden nagt, nimmt die Motivation deutlich schneller ab als wenn man gestärkt in den Zander-Marathon geht. Die Kraft für 1000 Leerwürfe spendet zum Beispiel ein Nudelsalat. Der ist schnell angefertigt und liefert Kohlehydrat pur. Rezept: Nudel kochen. Erbsen oder Bohnen gar braten. Getrocknete Tomaten in feine Streifen schneiden und kurz mit in die Gemüsepfanne werfen, bis sie weich sind. Öl über die Nudeln. Balsamico Essig drauf. Ein paar Italo-Kräuter. Erbsen/Bohnen-Tomaten-Mischung drüber. Mozarella rein. Ab in die Firschhaltedose. Fertig. Dauert inklusive Wasserkochen ca. 15 Minuten.

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Auf bewährten Pfaden wandeln: Natürlich fische ich allein auch mal neue Stellen an. Doch sind das eigentlich Spots, die man am besten zu zweit abangelt, um schneller Vertrauen zu bekommen oder auch schneller mal einen Spot abzuschreiben. Beim Solo-Zander-Zuppeln fische ich am liebsten Plätze, an denen ich schon Fisch gefangen habe. Die kann ich ohne Mentalprobleme stundenlang beackern, weil ich ja weiß, dass die Fische hier herkommen. Bzw. gebe ich mir und den Fischen die Zeit, bis sie fressen. Und Zeit und Geduld mitzubringen ist einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren beim Zanderangeln.

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Vertrauen in den Karabiner klinken: Vertrauen muss ich auch den Ködern. Deshalb teste ich auch mal kurz einen Köder, wenn ich allein angle und auch wenn nichts geht, kann so ein Köderwechsel mal für neue Motivation sorgen. Am liebsten wechsle ich aber Köder ein, mit denen ich am entsprechenden Gewässer und sogar am Spot schon gefangen habe. Nicht weil ich ausschließe, dass ich  mit anderen Ködern etwas fange. Ich möchte aber maximal Vertrauen haben und das habe ich eben in die Dinge, die mir schon Fisch gebracht haben. Insofern kann ich mit einer relativ schmalen Köderbox losziehen, wenn ich allein angle. Die Zeit für Experimente ist dann eher, wenn ich mit mehreren Leuten unterwegs bin. Dann bin ich sogar so drauf, dass ich alles anders mache als sonst, um neues für mich zu entdecken. Meine Mitangler dienen mir dann als Kontrollgruppe. Die Erkenntnisse aus diesen Tagen fließen dann natürlich in die Solo-Angeltage ein.

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Glaube versetzt Berge: Beim Barschangeln kann ich oft sehr gut abschalten, weil immer etwas passiert und ich viel öfters Fischkontakt habe als beim Zanderzupfen. Genau darin liegt aber auch die Magie. Natürlich bin auch ich genervt, wenn eine Stunde nichts passiert. Wenn nach zwei Stunden kein Biss kam, atme ich dreimal durch. Und irgendwann ist es mir dann auch egal. Denn ich weiß: Mit jedem Wurf nähere ich mich dem Einschlag an. Jeder erfolglose Wurf steigert die Freude beim Biss. Und der wird kommen. Irgendwann. Aus dem Nichts. Hoffentlich knallhart. An dieser Gewissheit ziehe ich mich hoch. Und zwar solange, bis es passiert. Aufgegeben vor dem ersten Fischkontakt? Für mich keine Option. Bis dahin halten mich die Ohrwürmer bei Laune, die ich vor mich hinsumme.  Und manchmal erwische ich mich auch beim motivierenden Selbstgespräch. Das kann auch nur ein kurzes „Peng!!!“ Sein, das einen heftigen Biss simuliert. Nicht so schlimm, solange mir niemand zuhört.

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Freude anders teilen: Und dann ist natürlich noch eine Kamera wichtig, die die Fische aufnimmt. Schließlich hat man niemand an Bord, mit dem man die Freude teilen kann. Umso wichtiger werden schöne Fotos, die man den Kumpels schicken und der Freundin zeigen kann. Die Printmagazine halten zwar nicht besonders viel von diesen Selbstportraits mit der Action-Cam. Mir gefallen sie aber ziemlich gut.