Bodden – die Zweite

Wenn man erst einmal mit dem Boddenvirus infiziert ist, hat man es echt schwer. So auch letzte Woche. Mein Kumpel Janik  kam mit der Idee um die Ecke, mit dem eigenen Boot nach Rügen zu düsen und dort zwei Tage den Boddenhechten nach zu stellen. Da kann man als „Infizierter“ einfach nicht nein sagen. Also in Windeseile alles zügig organisieren und packen, um Freitagabend nach der Arbeit in Richtung Insel abzudüsen.

Was uns erwartete? Allerfeinstes Sonnenanbeter- und Badewetter. Der große Planet schien den ganzen Tag nonstop. Prima. Nur eben nicht optimal zum angeln. War aber auch egal. Wir machten das Beste daraus. Genossen das Wetter. Fingen auch so einige Fische. Meine neue Kombo in Form der  Yasei Spinning Pike in 2,5m Länge und einem Wurfgewicht von 40gr bis 120gr und der Shimano Stradic Hagane 4000 XG FK, war natürlich mit an Bord. Mit ihrer Hilfe und großen Gummis konnte ich einige gute Hechte fangen. Nur halt nicht DEN Hecht.

22 12

Mein Kumpel Janik langte allerdings richtig hin und schraubte an diesem Wochenende seinen Hecht PB ordentlich nach oben. Glückwunsch zum Boddenmeter! Toller Fisch, der einen klasse Drill hinlegte und selbst am Kescher noch für Dramatik sorgte. Das bleibt lange in Erinnerung.

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Heute habe ich einen Tipp in Sachen Schnur für Euch. Wenn ihr auf der Suche nach einer neuen Geflochtenen seid, dann schaut euch die Sufix Performance Pro 8 an. Ich fische auf der oben genannten Rolle die Variante Low- Vis Grün in einer Stärke von 0,21mm und einer Tragkraft von 17,5 kg. Diese Schnur ist super soft und man kann mit ihrer Hilfe sehr weit werfen. Der Grund dafür: die extrem feine Bindung der einzelnen Fasern.  Auf einen Zoll Schnur sind das sage und schreibe 28 Stück. Enorm. Insgesamt bildet dies eine feine und sehr glatte Oberfläche. Eben genau das, was eine gute Schnur für weite Würfe mitbringen muss.

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Absolut überzeugend, wie ich finde.

Die tollen Impressionen, die man zu sehen bekommt, sind oft beeindruckend und genau das richtige um einen schönen Angeltag ausklingen zu lassen.

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Hier ein kurzes Video zur Sufix:

 

Euer Eric

Dialuna 906M: Der Langstrecken-Stecken funzt

Vorab mal was zum Thema „Tackle-Empfehlungen“ an sich: Eigentlich frage ich mich jedes Mal, bevor ich einen Tackle-Bericht rausklopfe, ob ich mich damit selber untergrabe und meine Glaubwürdigkeit drunter leidet, dass ich nur Positives zu berichten weiß. Aber welcher (Team)Angler würde einen Bericht verfassen über ein Arbeitsgerät, das er nicht leiden mag? Klar teste ich auch mal Zeug, das nicht so richtig für mich passt. Aber darüber muss ich dann ja nicht schreiben. Hier im Shimano-Blog empfehlen wir Teamangler passige Kombos für spezielle Angelarten. Und dafür ist der Blog ja schließlich da. Wir wollen Fehlkäufe vermeiden und natürlich auch inspirieren. In diesem Fall zum Distanz-Jiggen.

Also zurück zum eigentlichen Thema – dem Langstrecken-Stecken-Text. Seit ich das letzte Mal im Rheindelta vom Ufer auf Barsche und Zander gefischt habe, die wirklich weit draußen standen, habe ich mich im Kopf viel mit dem Thema „Distanz-Jiggen“ auseinandergesetzt, mich im JDM-Programm nach einer passenden Rute umgesehen und diese mit einer 4000er Rolle mit hoher Übersetzung bestückt und jene mit 12er Weitwurfsehne bespult. In Produktnamen: Dialuna S 906M, 4000er Stradic Ci4+ und 12er Sufix Performance 8.

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Da ich recht lange in Spanien bin und mir natürlich im Vorfeld klar war, dass ich zu dieser Jahreszeit den einen oder anderen Windtag zum Uferangeln nutzen werde, habe ich das Gespann mitgenommen. Ist ja klar, dass das eine gute Entscheidung war.

Das war der erste Fisch, den ich mit der Rute gefangen habe. Es geht schlimmer.

Die große Dialuna ist mit ihren 2,89 m eine Rute, die nicht nur sehr weit werfen kann, sondern auch einen guten Hebel für satte Anschläge bereithält. Die müssen auch auf 60 Meter durchkommen. Die Dialuna ist als Wolfbarschrute konzipiert und damit fürs Distanzangeln entwickelt worden. Sie wurde schon von meinem Teamkollegen Robert Balkow als Zanderrute empfohlen und da ich selber schon gute Erfahrungen mit der feinen Version gemacht habe, lag es auf der Hand, sich auch die längere Version anzuschauen. Inzwischen kann ich auf drei Dialuna 906M-geprägte Angeltage zurückblicken.

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Zusammenfassung der Erkenntnisse: Die Wurfweite ist – wie nicht anders zu erwarten – erstklassig. Wobei an ehrlich sagen muss, dass man auch mit kurzen Ruten richtig weit werfen kann und die kleinere Dialuna fast genauso weit schmeißt. Wenn‘s um den einen Extrameter bis kurz hinter die Kante geht, steht uns der längere Hebel aber gut zu Gesicht. Vor allem aber nehme ich mit der langen und etwas härteren Rute beim Anhieb mehr Schnurbogen raus und kann den Haken so auf Distanz besser setzen.

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Die Drill-Power hat ein Waller getestet. In voller Strömung und vorm Holz war die Landung keine Selbstverständlichkeit. Hat aber alles super geklappt. U.a. weil der Waller sehr kooperativ war und sich im Finale nicht in Holz treiben ließ.

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Mit den Barschen und Zander hatte ich keine Probleme. Wer hätte es gedacht…

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Für mich ist die Kombo perfekt. Auch das habt ihr euch sicher schon vo Anfang an denken können.

Hasta pronto!

Johannes

Das Heavy-Duty-Gespann

Nachdem ich ja nun nicht zum ersten Mal nach Spanien gefahren bin, weiß ich inzwischen ganz gut, was mich da erwartet. Bzw. auch wer da auf mich wartet. Neben Point- und Bucht-Barschen gibt’s hier eine Spezies, die mir ganz besonders Freude macht: Der Holzzander. Er versteckt sich zwischen Baumstümpfen, in versunkenen Wäldern oder gefluteten Olivenhainen und ernährt sich von kleinen Fischen oder Krebsen. Ich befische ihn gern mit dem T-Rig und Krebsen oder Tuben, weil die Bisse so schön sportlich ausfallen. Wenn ein Zander einen Krebs angreift, macht er das noch kompromissloser als wenn er ein kleines Fischchen inhaliert.

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Ich muss bei dieser Angelei ständig mit Hängern rechnen. Auch wenn ich die Wälder inzwischen ganz gut kenne und meine Köder meistens knapp an den Bäumen vorbeigehen, kann ich es nicht vermeiden, dass sich der an sich ja eng anliegende Offsethaken im Holz verfängt.

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Deshalb brauche ich eine Kombo, die richtig was abkann – mit der ich Äste ausreißen kann und die Haken aufbiege.

Also: Eine starke Rute und eine Baitcaster. Stationärrollen macht man mit den ganzen Hängern schnell platt. Selbst die von Shimano. BCs sind da einfach stabiler. Und mit meiner Poison Adrena und der Curado HG habe ich eine schöne Kombo für genau diesen Zweck gefunden. Perfekt konfektioniert ist dieses Gespann aber erst mit der entsprechenden Schnur-Flurorocarbon-Leader-Kombination. Man braucht einfach dicke und starke Schnur und ein perfekt auf die Hauptschnurtragkraft abgestimmtes Fluorocarbon-Vorfach, das im Falle eines unlösbaren Hängers, bei dem ich weder den Baum ausreiße, noch den Haken aufgebogen bekomme, am Öhrknoten reißt, so dass ich immer nur einen neuen Köder mit Blei aufziehen bzw. auffädeln muss.

Ganz wichtig: Der FG-Knoten. Für mich der beste Schnurverbinder der Welt. Danke nochmal an Gilles vom Barsch-Alarm, dass er ihn uns gezeigt hat.

Die Rute: Poison Adrena 172 H. Länge: 7,2 Fuß. Wurfgewicht: 12 – 42 Gramm.

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Rolle: Curado 201 HG. Schnureinzug: 77 cm pro Kurbelumdrehung.

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Schnur: Sufix 832. Durchmesser: 0,24 mm. Tragkraft: Farbe: Grün (sieht man hier erstaunlich gut vor der milchgrünen Brühe).

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Vorfach: Aspire Fluorocarbon. Durchmesser: 0,35 mm. Tragkraft: 9 kg

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Dank Angelkumpel Martin habe ich auch einen kleinen Videomitschnitt, der Köderführung und Einsatzgebiet zeigt:

Die Kombo funzt natürlich nicht nur im Holz. Auch Plateau-Zettis und Buchtkessel-Anrainer lassen sich ganz hervorragend damit befischen.

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Hasta pronto!

Johannes

Stationärollenbefüllung mit Nanobraid

Nachdem die Sufix Nanobraid jetzt schon länger auf dem Markt ist, möchte ich euch am Beispiel einer 0,06er zeigen, wie man Stationärrollen mit einer derart dünnen Schnur bespult. Schließlich sind auf einer Spule nur 100 m drauf. Auf eine 2500er, wie ich sie auch fürs feine Angeln gern benutze, passt aber deutlich mehr. Deshalb muss man erstmal unterfüttern.

Die Füllschnur sollte nicht zu dick sein, da sich sonst zu viel Nanobraid in den Ritzen zwischen der Mono verliert. Noch besser als ein Mono-Unterfutter ist eines aus geflochtener Schnur (Schnurreste oder alte Schnur verwenden). Die ist dünner und vor allem auch geschmeidiger, so dass die Windungen enger beieinander liegen und die Oberfläche schön eben ist.

Das Füllschnur-Futter darf bis kurz vor den Spulenrand reichen. Die Nanobraid ist wirklich sehr dünn.

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Jetzt werden Füllschnur und Nanobraid mit einem dünnen Knoten verbunden. Bei monofilem Futter bieten sich der Albright oder der Slim Beauty an. Wer zwei Geflochtene miteinander verbindet, kann den doppelten Uni-Knoten verwenden.

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Nun wickle ich den Knoten so auf die Rolle, dass er mittig sitzt.

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Jetzt kommt ein Stück Tesafilm oder ein Schnipsel einer Einkaufstüte über den Knoten.

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So haben wir direkt eine glatte Oberfläche und brauchen nicht erst 40 Meter Nanobraid, um den Knoten einzuebnen.

Jetzt wird aufgespult. Erstmal ein paar Windungen, um den Tesafilm zu fixieren.

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Damit die Schnur nicht gleich verdrallt und fest auf der Rolle sitzt, lege ich sie in einen mit Wasser gefüllten Eimer…

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…und kurble so schnell, dass sich die Spule aufrichtet. Das kann ein bisschen spritzen.

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Fertig:

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Mit der 6er Schnur und der UL-Kombo angle ich übrigens – wer hätte es gedacht – auf Barsch. Und zwar mit dem T-Rig, C-Rig, DS-Rig, kleinen Rubberjigs und ab dem Frühjahr dann auch wieder mit Darter Heads. Alternativ habe ich noch eine 1000er Rarenium mit 0,04er bespult für die superultraleichte Angelei. Ich freu mich schon drauf!

Und ihr könnt euch auf eine weiche, glatte, extrem knoten- und reißfeste Schnur freuen, die sich auch farblich von allem abhebt, was ihr schon auf euren Spulen hattet!

Viel Spaß damit!

Johannes

Dialuna XR S906M: Distanz-Barsch-Rute aufgetackelt!

Für die neue Saison habe ich mir ein paar Pläne zurechtgelegt. Einer davon ist, viel mehr vom Ufer zu fischen. Drei meiner schönsten Angelsessions im letzten Jahr waren Ufer- bzw. Watangel-Nummern am Rhein bzw. im Rhein-Delta und am Bodden. Dort konnte ich jeweils dicke Barsche fangen und auch ein paar Zettis haken. Wobei ich im Delta sicher noch besser gefangen hätte, wenn ich ein paar Meter weiter rausgekommen wäre und so nicht nur die weit vorm Ufer gelagerte 6 m -Kante angekratzt hätte, sondern über den Abbruch hinaus hätte fischen können. Und auch am Bodden hätte es noch mehr Fisch geben können, wenn ich die gegenüberliegende Fahrrinnenkante hätte runterfischen können. Seit diesen Trips bin ich total angefixt von der Idee, Fische auf extreme Distanz zu fangen.

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Toller Holländer.

 

Distanz-Barsch beim Boddenwaten an der kleinen Dialuna. Mit der großen packe ich noch ein paar Meter mehr.

Distanz-Barsch beim Boddenwaten an der kleinen Dialuna. Mit der großen packe ich noch ein paar Meter mehr.

 

Dazu braucht man eine Weitwurf-Kombo. (Mit meiner Wurftechnik bin ich inzwischen einigermaßen zufrieden.) Nun bin ichzusammen mit Dustin, Robert und dem Neuen ja einer der JDM-Tester im Team. Was natürlich krass und geil gleichzeitig ist, weil ich ständig mit extrem tollen Angelgerät unterwegs bin und mir auch für die neue Saison zwei Ruten zum Probefischen aussuchen konnte. Eine davon ist die von Dustin so geliebte Expride Cast bis 30 Gramm, die in der Mitte geteilt ist und so in meine neue Flugtasche passt (ich habe mir eine Golf-Travel-Tasche umgebaut, so dass ich nur noch ein Gepäckstück auf meine Flugreisen mitnehmen muss und viel Geld sparen kann). Die zweite ist die Rute, um die es hier gehen soll. Das Weitwurf-Katapult. Die Langstreckenwaffe. Der Missile-Shooter. Oh nee. Jetzt werde ich mir aber zu martialisch. Bleiben wir bei Distanz-Barsch-Rute. Name: Dialuna XR S906M Spinning. Zum Zanderfischen empfohlen von Kollege Robert Balkow.

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Im Katalog steht: „Mit einer Länge von 2,89 m liefert das Modell noch mehr Wurfperformance.“ „Noch mehr“ bezieht sich auf die leichteren Modelle. Und die werfen schon megakrass. Fast schon zu weit, als dass man auf volle Distanz die Anhiebe durchbringt, wenn man das Wurfgewicht mit Jigs ausreizt. Im Prinzip sind das ja auch keine Gummifisch-Ruten, sondern Ruten, die die Japaner zum Wolfsbarsch-Wobbeln einsetzen. „Ein etwas höheres Wurfgewicht ermöglicht es, Wobbler, Blinker und Gummis bis 42 Gramm hinauszufeuern.“ Sehr gut. Da dürften ja dann bei 10 bis 20-Gramm-Jigs-Gummi-Gespannen noch Reserven da sein. Was Robert ja auch bestätigt hat. Er hat mit der Rute schließlich seinen Zander-PB aufgestellt. Was zandertauglich ist, dürfte auch den Distanz-Barsch dingfest machen.

Die Features:

Länge: 2,89 m
Gewicht: 162 Gramm (nur!!!)
Wurfgewicht: 8 – 42 Gramm
Beringung: Fuji
Rollenhalter: Ci4+
Blank: Hi-Power X und Spiral X
Griff: Split-Grip-Design / Moosgummigriff zum Vorgreifen
Aktion: M (Moderate)

Im Fließtext: Eine relativ lange Rute in einer Länge, wie ich sie eigentlich schon lange nicht mehr gefischt habe. Die brauche ich nicht nur für mehr Wurfweite. Der größere Hebel dient auch zum Abheben der Gummis auf Distanz und dann natürlich auch zum Hakenvergraben beim Anhieb. Die Rute ist hervorragend beringt, hat einen geilen Rollenhalter und der Blank basiert auf den beiden besten Shimano-Blank-Konzepten. Wenn man die Hand – wie hier vorgesehen – vor die Rolle um den Griff legt, hat man erstens viel mehr Kraft für den Anschlag. Zweitens ist die Rute dann nicht kopflastig – selbst wenn man eine leichte Ci4+ Rolle fischt. Und genau das habe ich vor.

In Bildern:

Der Ci4+ Rollenhalter.

Der Ci4+ Rollenhalter.

Für mehr Wucht beim Anhieb und eine bessere Balance wird vorgegriffen.

Für mehr Wucht beim Anhieb und eine bessere Balance wird vorgegriffen.

Der stabile Fuji-Leitring.

Der stabile Fuji-Leitring.

Sieht man die geile Wicklung? Spiral X meets Hi-Power X.

Sieht man die geile Wicklung? Spiral X meets Hi-Power X.

Moderate? Naja. Also ich finde, die hat ganz schön Wumms bzw. geht die Aktion schnell in viel Backbone über. Ich freu mich schon auf die ersten Bisse und Drills.

Moderate? Naja. Also ich finde, die hat ganz schön Wumms bzw. geht die Aktion schnell in viel Backbone über. Ich freu mich schon auf die ersten Bisse und Drills.

 

Ich kombiniere diese Rute mit einer 4000er Stradic Ci4+. Nicht weil ich denke, dass ich für meine Riesenbarsche, die da draußen hinter der Kante lauern ein Megazugwerk brauche. Sondern weil ich mit einer größeren Rolle weiter werfen kann und einen größeren Schnureinzug habe, der mich bei der Köderführung unterstützt. Mit ihrer 6,0:1 Übersetzung zieht die Stradic Ci4+ satte 88 Zentimeter ein. Das sollte für eine sportliche Köderführung genügen. Im Katalog wird zu der Rute eine Exsence empfohlen. Da holt sich die 4000er dank einer 6,2:1 Übersetzung sogar 99 Zentimeter pro Kurbelumdrehung. Aber 88 Zentimeter scheinen mir genug. Und ich liebe meine Ci4+ Stradics. Da brauche ich nicht mehr.

Zum Schluss noch zur Schnur. Da führt für mich kein Weg an der pinkfarbenen Sufix Performance Pro 8 vorbei. Die ist dünn. Leise. Hat eine hohe Tragkraft und ist auch sehr geschmeidig. Ich nehme die 12er mit einer Tragkraft von 8,2 kg. Viel dünner mag ich nicht fischen. Auf eine Ersatzspule werde ich wohl noch 10er packen. Aber der Standard wird die 12er sein. Schließlich gibt’s in beiden Revieren neben großen Hechten auch dicke Zander und die mag ich nicht beim ersten Kantenschubbern verlieren.

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Man schaue sich außerdem mal an, wie dünn die 135 m-Füllung auf der Schnurspule sind.

Ein Hauch von Schnur umgibt die Spule. Kaum zu glauben, dass das 270 m sind. Mit anderen Worten: Diese Schnur ist richtig dünn.

Ein Hauch von Schnur umgibt die Spule. Kaum zu glauben, dass das 135 m sind. Mit anderen Worten: Diese Schnur ist richtig dünn.

Da muss man ordentlich unterfüttern auf einer 4000er. Dieses Futter hat nicht gereicht. Ich musste zweimal hoch- und runterspulen.

Oh Mann. Selberspulen ist echt stressig. Zweimal musste ich die neue Schnur runternehmen, ...

Oh Mann. Selberspulen ist echt stressig. Zweimal musste ich die neue Schnur runternehmen, …

... um genau die Füllung hinzubekommen, die ich wollte. Ein bisschen wird die Schnur noch aufgehen. Sie sitzt auch megafest auf dem Kern. Dann ist das genau richtig.

… um genau die Füllung hinzubekommen, die ich wollte. Ein bisschen wird die Schnur noch aufgehen. Sie sitzt auch megafest auf dem Kern. Nach dem ersten Angeltag ist das genau richtig.

Damit man eine gleichmäßige Wicklung hinbekommt und die Schnur nicht konisch auf der Spule liegt, habe ich eine Unterlegscheibe verwendet.

Auch das habe ich nach der ersten Testbespulung korrigiert. Vorher waren 3 Unterlegscheiben drauf. Da saß die Schnur dann konisch auf der Rolle. (Unten viel, unterm Spulenrand dünn.)

Auch das habe ich nach der ersten Testbespulung korrigiert. Vorher waren 3 Unterlegscheiben drauf. Da saß die Schnur dann konisch auf der Rolle. (Unten viel, unterm Spulenrand dünn.)

 

Eine Hammer-Kombo, die jetzt auf ihren ersten Einsatz wartet. Ich kann’s kaum erwarten, das ganze System einzufischen. Spätestens in Spanien – also ab Ende Februar – wird sie mich auf meinen Ufertrips begleiten. Und ich bin sehr zuversichtlich, dass ich sie wie ihre kleine Schwester mit einem dicken Barsch einweihen werde.

Spanien - ich komme.

Spanien – ich komme. Von Jahr zu Jahr besser aufgetackelt…

Hoffentlich auf Maximal-Distanz. Das macht mit am meisten Spaß.

Die perfekte UL-Gummi-Barsch-Kombo

Seit ich aus Holland zurück bin, muss ich mich mit einem „Notbesteck“ durch den Barschherbst kämpfen. Um die 80 Euro fürs Sperrgepäck zu sparen, habe ich mein mit den meisten meiner Lieblingsruten vollgestopftes Rutentransportrohr bei Dustin in Düsseldorf gelassen, um es von einem Logistikunternehmen abholen zu lassen. Da habe ich die Rechnung aber ohne Dustins Praktikantin Eva gemacht, die dem Mann vom Paketdienst das mit Shimanoaufklebern dekorierte Abflussrohr verweigert hat. Eine Woche lang habe ich mich Tag für Tag drüber gewundert, dass mir niemand meine Ruten bringt. Bis mich Dustin gestern darüber benachrichtigt hat, dass das Rohr noch in der Abstellkammer seiner Firma steht. Konnte Eva aber auch nicht wissen. Es sei ihr also verziehen.

War auch nicht schlimm, weil ja noch ein paar Ruten in meinem Waffenschrank stehen. Die wurden jetzt ein bisschen intensiver gefischt, was ihnen erstens nicht schadet und mir zweitens evtl. sogar zu ein paar guten Barschen verholfen hat, die ich sonst nicht gefangen hätte. Denn zur Zeit läuft‘s recht gut auf UL-Jigs, die man am besten am allerfeinsten Geschirr anbietet.

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Bei fast jedem Barschbild wird mir klar, warum ich diese Fische so gern mag. Herrliche Farben.

Die einzelnen Komponenten habe ich hier schon mehrfach gepostet. Weil bei meiner UL-Taftec-Kombo aber jedes Rädchen so schön ins nächste greift, stelle ich heute mal das komplette Setup vor.

 

Rute: Expride 262 UL-S, Länge: 6‘ und 2‘‘ (1,88m), Gewicht: 90 g, WG: 2 – 6 g, Besonderheit: Taftec-Spitze (Solid Tip)

Expride 262UL-S

Expride 262UL-S

 

Rolle: Stradic Ci4+, Größe: 1000, Gewicht: 164 g, Schnureinzug: 75 cm pro Kurbelumdrehung

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Die Stradic Ci4+ ist nicht nur leicht, sondern auch schnell. Und kurbelt sich erste Sahne. Wirklich ein seidenweicher Lauf.

 

Schnur: Sufix Nanobraid, Stärke: 0,06 mm, Tragkraft: 3,3 kg

Die 0,04er ist mir fast ein bisschen zu fein für die Berliner Barsch-Bomben. Aber als 0,06er ist sie immer noch sehr dünn und hat mit 3,3 kg eine Tragkraft, die kein Barsch in Gefahr bringt. Zumindest kein einheimischer...

Die 0,04er ist mir fast ein bisschen zu fein für die Berliner Barsch-Bomben. Aber als 0,06er ist sie immer noch sehr dünn und hat mit 3,3 kg eine Tragkraft, die kein Barsch in Gefahr bringt. Zumindest kein einheimischer…

 

Leader: Aspire Fluorocarbon, Stärke 0,20 mm, Tragkraft: 2,59 kg

Die neuen Spulen sind ein Traum - in allen Stärken.

Die neuen Spulen sind ein Traum – in allen Stärken.

Die Vorteile dieser Konfiguration: Durch die Taftec-Spitze, die nicht nur den Fischen beim Biss keinen Widerstand entgegensetzt, sondern auch die Spannungsspitze beim Anhieb wegnimmt, kann man sehr fein fischen. Dank des hohen Schnrueinzugs kurbelt man sich mit der 1000er Stradic nicht den Arm aus. Mit ihrem niedrigen Gewicht passt sie natürlich sehr gut zu der sehr leichten Rute. Die 6er Nanobraid ist extrem dünn. Dadurch kann man mit weniger Gewicht angeln und hat dennoch einen erstklassigen Kontakt zum Köder. Das Aspire FC steckt Muschelkontakte sehr gut weg (hohe Abriebfestigkeit) und ist auf einer extrem praktischen Spule aufgewickelt. Dadurch habe ich keinen überflüssigen Verschleiß.

Und was ganz wichtig ist: Barschdrills machen an der Kombo extrem viel Spaß!

Rute krumm. Der Insider erkennt: Das kann kein Riese sein. Sonst wäre die UL-Latte mal so richtig krumm.

Rute krumm. Der Solid Tip-Insider erkennt: Das kann kein Riese sein. Sonst wäre die UL-Latte mal so richtig krumm.

Richtig erkannt. Es war nur eine kleine Nudel.

Richtig erkannt. Es war nur eine kleine Nudel.

Die besseren Fische beißen oft erst kurz vor Dienstschluss.

Die besseren Fische beißen oft erst kurz vor Dienstschluss.

Also: Merci an Eva! Hast Du gut gemacht! Und viel Spaß weiterhin bei TBM!

Mono und FC: Top für Blackies – und bei uns?

Gerade bin ich zurück von einem Schwarzbarsch-Trip in Italien. Hier konnte man sich mal so richtig durch alle Rigs und Ködertypen durchangeln. Eigentlich ist dieser Fisch wie gemacht für mich. Ich liebe es, mich in eine Sache hineinzufischen, ständig neue Sachen zu probieren, Dinge gegeneinander zu vergleichen und die Sachen so lange weiter zu optimieren, bis ich denke, dass es nicht besser geht.

Dementsprechend habe ich während meines ersten Blackbass-Intensiv-Trips jeden Morgen fleißig Rigs gebastelt, Gummis aufgezogen und vor allem: Rollen umgespult. Am Anfang habe ich mir sehr schwer getan mit der Mono- und Fluorocarbon-Fischerei. Kommen die Bisse beim Angeln mit Geflochtener klar und hell, gibt’s bei 20 Prozent Dehnung im besten Fall einen dumpfen Tock. Oft hat man auch gar nix gespürt und dennoch einen Fisch an der Leine.

Also gingen die Monos am zweiten Tag mal kurz runter von zwei Rollen. Zurück zum Gelfecht. Da hat’s dann aber deutlich mehr Fehlbisse gegeben. Und irgendwie fand ich’s auch uncool, dass alle Bass-Profis mehrheitlich mit FC und Mono fischen und ich es nicht hinbekomme. Also habe ich ab dem dritten Tag kompromisslos mit Mono und FC gefischt und nach einiger Zeit eine regelrechte Zuneigung zur sich dehnenden Sehne entwickelt.

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Perfekt abgestimmt: Expride 268ML-2, 2500er Stradic Ci4+ mit 20er Sufix FC.

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Mit der Kombo habe ich sehr gern gefischt.

Ich werde das jetzt mal ein bisschen weiter verfolgen und nicht direkt wieder umspulen. Ich will mal wieder wissen, wie sich ein Zanderbiss auf Mono anfühlt. Und ich will sehen, wie sich das beim Barschangeln macht. Immerhin sind beide Schnurtypen lautlos, was im Vergleich zur Geflochtenen ein enormer Vorteil ist. An stark befischten Plätzen müsste das ein riesiger Vorteil sein. Barsche und Zander sind nicht doof.

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Auf der Aldebaran BFS hatte bzw. habe ich eine 25er Super 21.

Natürlich ist Mono nicht gleich Mono. Da gibt’s welche mit Memory-Effekt und welche ohne. Es gibt Schnüre, die sich stärker dehnen (so um die 30 Prozent und mehr) und Sehnen, die sich relativ schwach dehnen. Und weil auch mein Guide Marco ganz begeistert war von der Sufix 21 möchte ich euch die hier mal empfehlen: 21 Prozent Dehnung, megaweich und nullkommanull Memory. Die wirft sich echt erstklassig. Auch als 30er.

Sufix Super 21 super21-tragkraft

Auf den Stationärrollen hatte ich Sufix Castable Invisible 100% Fluorocarbon in 20er und 25er Stärke. Auch mit der 20er habe ich volle Kanne Zug auf die Fische ausüben können, damit sie sich nicht ins Kraut flüchten.

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Der hier hat sich leider trotzdem im Kraut festgesetzt. Ärgerlich hoch 10…

Und geworfen hat sich das auch sehr gut.

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Je mehr Schnüre ich teste, desto mehr werde ich zum Sufix-Fan. Wenn ihr auch mal testen wollt, wie sich das mit Mono oder FC fischt, kann ich euch die beiden Schnüre wärmstens empfehlen. Ich gebe Bescheid, wenn ich die ersten Mono-Zander rangekurbelt habe!

Schönes WE!

Johannes

Scatter Rap Countdown 5 cm PEL

Samstag, 12.9.2015. 16 Uhr. Raubtierfütterung: Shimano gibt dem Raubfischteam einen Schwung neuer Köder aus. Nacheinander darf sich jeder einen Köder aussuchen. Ich bin an Position 2 und heilfroh, dass sich die 1 (Tino Fullhouse) in der ersten Runde einen BX Minnow in 7 cm ausgesucht hat. Den hätte ich zwar auch gern (wäre meine zweite Wahl gewesen). Viel wichtiger für mich war es aber, den einen Scatter Rap Countdown in der neuen Farbe PEL und der neuen Größe 5 cm zu ergattern. Bingo!

PEL

Ich bin Countdown-Fan. Der 5 cm Coundown in S hat mir schon so viele gute Fische beschert, dass sich der schrullige Köder in meiner Barschwobbler-Top 5 festgesetzt hat. Und jetzt mit Scatter Lip und im lebensechten Barschdesign? Klar muss der zu mir!

Hier ein Video, in dem man den Unterschied zwischen Scatter Rap Countdown und klassischem Countdown erklärt bekommt:


Und natürlich muss ich den direkt austesten. Also rauf aufs Boot und ab an den Kanal. Erster Eindruck: Der normale Countdown macht mehr Druck. Dafür bricht der Scatter Countdown schön zur Seite aus, wenn man ihn beschleunigt. Die Köderführung ist also klar: Einigermaßen zügig führen und dann immer wieder beschleunigen, um nach ein paar Kurbelumdrehungen zur Ausgangsgeschwindigkeit zurückzukehren.

Das hat gut geklappt!

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Das war der erste 5 cm Scatter Countdown PEL-Barsch.

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Die Bisse kommen hammerhart.

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Meine Kombi: Poison Adrena UL (bis 6 Gramm), 1000er Rarenium, 6er Nanobraid (Sufix) und 20er Aspire FC.

DCIM100GOPRO

Abhaken. Weiterkurbeln!

Ich habe immer mal wieder den 5er Klassiker in S geworfen und gestern eindeutig besser auf den Scatter Rap PEL gefangen. Das kann am Beutespektrum gelegen haben. Oder aber am Lauf. Oder daran, dass ich gestern voll auf das Ding eingeschossen war nach einer Stunde fischen.

Jedenfalls hat der Köder einen Fan mehr und ich bin total happy, dass jetzt viel mehr Köder aus dem Rapala-Programm zu uns nach Europa rüberkommen. Da sind noch mehr Perlen zu entdecken. Es gibt also viel zu tun, angeln wir’s an!

In diesem Sinne: Viel Spaß beim Scatter Rappen und allem anderen, was ihr auf dem Wasser macht!

 

Johannes

Sufix-Hochleistungsschnur: Performance 8 in PINK und GRÜN

Ich habe sie schon als 12er in Pink getestet und weiß nur Gutes zu berichten über die Sufix Performance PRO 8. Diese weiche, absolut runde und extrem knotenfeste Schnur ist seit kurzem für die Händler erhältlich. Dementsprechend müsstet ihr sie schon bald kaufen können, wenn ihr wollt. Wie der Name schon sagt, handelt es sich um eine 8fach geflochtene PE-Schnur. Durch die engen Flechtungen ist sie wirklich sehr rund. Schön auch, dass man sie als Tarnschnur in Grün und als gut sichtbare Jig-Sehne in Pink bekommt.

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Die Schnur ist sehr dünn und sehr geschmeidig und hat eine hohe Knotentragkraft. Das dunkle Pink kann man unter fast allen Lichtverhältnissen sehr gut sehen.

Durchmesser und Tragkraft

10er: 6,5 kg
12er: 8,2 kg
15er: 10,2 kg
18er: 13,5 kg
21er: 17,5 kg

Für alle Sufix-Fans sind das auf jeden Fall sehr gute Nachrichten. Und für alle, die noch kein Sufix-Fan sind, ist die Einführung dieser Schnur auf jeden Fall ein perfekter Moment, um mal zu testen, warum so viele Angler auf die Sufix-Schnüre schwören.

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Watangeln auf Barsch

Watbuchse und Mefo – das gehört zusammen. Für mich matcht die Watbuchse aber noch besser mit Zander und Hecht. Und vor allem mit dem Barsch. Ich stehe einfach nicht auf die vielen Leerwürfe bei der Jagd nach dem Küstensilber. Bei mir muss immer mal was in die Rute tocken. Sonst wird mir irgendwann langweilig – und wenn es noch so schön und einsam ist in der Wathose am Strand. Fast das selbe Feeling kann ich beim Watangeln auf Süßwasserräuber generieren. Vor allem beim Barschangeln ist Kurzweil garantiert.

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Die Ausrüstung halte ich klein. Ein paar Gummifische, Stahl, Vorfachmaterial, eine Zange, ein Messer – viel mehr muss nicht rein in die Umhängetasche. Dazu eine Weitwurfrute, mit der ich sowohl Barsche als auch Hechte dressieren kann.

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Ich suche mir immer markante Stellen. In diesem Fall eine tiefe Fahrrinne. Hier angle ich entweder die Kante ab oder die Rinne selbst. Also Stoff geben. Mit 14 Gramm fliegt der 4 Inch-Gummifisch richtig weit. Dann wird gejiggt. Bzw. mische ich Jiggen und Faulenzen. Erst Rute anrupfen, dann ankurbeln.

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Und wenn man dann mal ein paar Fische gefunden hat, rappelt es auch ordentlich.

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Material:

Rute: Dialuna XR S 906M
Rolle: 2500er Stradic Ci 4+
Schnur: 12er Sufix Eightbraid (die kommt bald)
Leader: 30er Aspire FC
Vorfach: 1 x 19er Stahl (6KG)

Wenn ich drüber nachdenke, müsste man mich jetzt nicht lange bitten. Mal sehen. Vielleicht finden sich ja noch ein kleines Zeitfenster und ein Watangelkollege…

Bis die Tage!

Johannes