BFS Nebel-Barsche

Krass. Die Lieblingskombo versenkt. Einen Tag schlechte Laune geschoben an Bord. Die 166 M war doch ideal für diese Barschangelei. Die MH war mir zu schwer zum Angeln mit leichten Texas-Rigs und wacky angeköderten Tuben. Da traf es sich gut, dass ich als allerletztes noch meine BFS-Kombo (Expride BFS und die neue Aldebaran) eingepackt hatte. Dann eben noch feiner. Weil die Rute an sich ja schon recht sensibel ist und ich weit werfen musste, habe ich mir eine dünne Geflochtene auf die Spule gespielt. Also wieder weg vom FC. Hin zum Geflecht. Vor allem wegen der Anschläge auf Distanz.

Und dann ging’s los. Und wie. An einem nebligen Morgen habe ich losgelegt wie die Feuerwehr. Schon mit den ersten Würfen hatte ich gute Barsche auf die Wacky-Tube. Der Ärger über den Verlust der Lieblingskombo war schnell verflogen. Fast hat es sich so angefühlt, als wäre ich zu meinem Glück gezwungen worden.

Die Bisse ein Traum. Die Drill vom anderen Stern. Das Knarren der Alde so toll (ja, die hat eine hörbare Bremse wie eine Stationärrolle). Und die Barsche im Nebel entfesselt.

Ohne zu übertreiben: Dieser Tag auf dem Ebro war einer der schönsten Angeltage in meinem Leben. Es hat geknattert ohne Ende. Und als das wilde Beißen mit dem Abziehen des Nebels vorbei war, war ich total wiederhergestellt und superrelaxed. Es folgen noch ein paar kleine Zander und dieser langbartelige Mini-Waller, der mir ganz schön heftig den Finger aufgerissen hat.

Ich vermisse diese Angelei wirklich sehr. Aber ich bin auch mit eniger zufrieden und freue mich schon auf die nächsten Barsch-Gewitter mit der leichten Baitcast-Kombo. Auch wenn die Barsche dann vermutlich kleiner und nicht so hochrückig sind wie in Spanien…

Zodias BFS B(arsch) Tube Wacky Casting

Hallo Leute,

in meinem letzten Blog hatte ich Euch ja schon die sehr amüsante Angelei auf Barsche im speziellen Wacky-Style geschrieben.

Die “loaded Tubes” werden mit einem Einzelhaken etwa 2-3mm vor dem Fransenrand mittig aufgezogen.

Diese äußerst simple Montage entfaltet im Wasser ein spektakuläres Köderspiel, welches die Barsche wahrscheinlich an einen panisch ruckartig flüchtenden Krebs erinnert. Auch die Köderführung habe ich schon im letzten Beitrag beschrieben.

Für diesen Beitrag war meine absolute Wacky- Favoritenrute am Start: das BFS-Casting Modell aus der beliebten Shimano Zodias Serie. Das Modell hat genau wie das Schwester-Spinning Modell 3-12g Wurfgewicht. Sie ist allerdings einteilig und hat dementsprechend eine noch feinfühligere Aktion, die extrem Spaß macht. Die gute “alte” Chronarch Ci4+ Baitcastrolle ist ein Super-Partner, weil absolut finessetauglich. Mindestens genauso gut, wahrscheinlich noch genialer passt zu diesem Angelstil die brandneue Shimano Aldebaran BFS XG. Diese Rolle ist genau für die ultraleichte Cast-Angelei konzipiert und nochmals, u.a. in ihrem Bremseinstellungssystem, verbessert worden. BFS ist übrigens die Abkürzung für Baitcast-Finesse. Krasses Teil, ich bin extrem gespannt auf B(arsch) Wacky damit, um mal ein wenig in die Zukunft zu schauen.

Viele Grüße von Jochen Dieckmann

Und jetzt wie immer ein paar Bilder:

Diaflash AX 225 L – superdupersensitiv!

Während meines Langelandaufenthalts habe ich mal wieder richtig viel mit meiner Diaflash 225 L gefischt…

gegenlich-platte

…und beim Bloggen habe ich gemerkt, dass ich die Rute hier gar nicht richtig gut verlinken kann, weil ein Ruten-Feature fehlt. Das kann natürlich gar nicht sein. Also ran an den Stock!

diaflash-ax-225-L

Auch bei der L handelt es sich um eine Ultralight-Rute, mit der man extrem dünne Schnüre und leichte Köder angeln kann. Sie hat ein Wurfgewicht von 2 – 10 Gramm. Um richtig feine Schnur (0,04er bis 0,08er) fischen zu können, braucht man eine Rute, die harte Einstiege, den Druckpunkt beim Anschlag und heftige Kopfschüttler größerer Fische abpuffert. Die Diaflash hat eine Taftec-Spitze (Solid-Tip), die man fast verknoten kann. Diese geht in einen ultradünnen Blank mit einer zunächst schnellen aber soften Aktion über. Dann kommt aber viel Backbone. Genug jedenfalls, um Hechte und Zander zu parieren, sollte sich mal einer am Köder vergreifen.

diaflash-zander

Durch die softe Spitze katapultieren Taftec-Ruten ganz kleine Köder weiter raus als die meisten „normalen“ UL-Ruten. Meines Erachtens eigenen sich solche Ruten in erster Linie dazu, mit Gummis an kleinen Jigs und Rubber-Jigs zu fischen. Oder eben zur Finesse-Angelei mit den Ami-Rigs (Texas-Rig, Dropshot-Rig, Wacky-Montagen, Carolina, Splitshot etc.).

Was an der Rute richtig toll ist, ist die Bissübertragung. Der superflexiblen Spitze zum Trotz fließt da gehörig Strom beim Biss, so dass man auch den leichtesten Anfasser mitbekommt. Im Drill geht das gute Stück dann volle Kanne mit, leistet aber Widerstand. Übers Backbone habe ich aber oben ja schon was geschrieben.

Hier ein paar Bilder, die mehr als Worte sagen:

texas-plattenfight diaflash-drill diaflash2

Die Daten:

Länge: 225 cm
Gewicht: 105 Gramm
Wurfgewicht: 2 – 10 Gramm
Beringung: Fuji Alconite (9 Stück)
Blank: Biofibre meets HC200 mit edler Wicklung
Die passende Rolle

Ganz klar. So eine leichte Rute verlangt nach einer leichten Rolle. Wie groß die sein muss? Da gehen die Meinungen auseinander. Ich fische eine 2500er, weil ich nicht so viel kurbeln mag. Aber natürlich würde auch einer 1000er ranpassen.