Nachts auf Sund und Bodden

Diesmal war es kein Spontantrip, sondern eine länger geplante Urlaubswoche auf Rügen. Das neue Boot meines Angelbuddys Hannes war fit, einsatzbereit und sollte auf Herz und Nieren getestet werden.

Nach einem zähen ersten Angeltag und einigen Gesprächen mit „Kollegen“ schien klar, das derzeit zwar gute Frequenzen möglich sind, aber große Fische eher selten ans Band gingen. Uns war jedoch eher der Sinn nach krummen Ruten und kreischenden Bremsen.

Also Strategiewechsel. Mal das machen was mir schon längere Zeit unter den Nägeln brannte. Nachtspinnangeln. Nach meinen bisherigen Erfahrungen durchaus lohnenswert, da gerade in der Dunkelheit mitunter scheue Großfische auf Raubzug gehen. Dies gilt für Zander sowiso. Aber auch Hechte und Dickbarsche sind durchaus nachtaktiv.

Bei der Köderwahl zum Nachtangeln darf es gerne eine Nummer größer sein, da die Räuber sie schneller wahrnehmen. Uv-aktive Köder sind mitunter der „Joker“.

Bleibt noch die Entscheidung in Sachen Kombo. Normal nehme ich gern mehrere mit um zwischen Ködern, Montagen, Gewichten und so weiter schneller switchen zu können. Beim Nachtangeln erübrigt sich das, da weniger Köder und so weiter zum Einsatz kommen.

Ich wollte wenig „Gedöns“ mitnehmen und mich intensiv mit dem stundenlangen feuern und leiern großer Gummis beschäftigen. Dazu brauchte ich eine stabile und leichte Kombo. Die Rutenwahl fiel spontan auf die Shimano Technium STEC90XH in 2,74m. Eine sehr leichte Rute mit einem hammerharten Rückgrat, die obendrein ein echtes Weitwurfmonster ist.

Bei der Auswahl der Rolle war die Entscheidung einfach. Die Stunde meiner neuen Shimano Sustain 4000FI schlug. Schliesslich genau ihr Einsatzgebiet im leicht salzigen Bodden, wenn mit dicken Hechtdamen gerechnet werden muß.

Die Technium STEC90XH in Verbindung mit der Sustain 4000FI waren am Ende die optimale Wahl. Im Verlauf der Woche angelte ich fast auschliesslich mit dieser Kombo und hatte nie das Verlangen zu wechseln.

Unsere Taktik ging auf. Wir angelten fortan ausschliesslich nachts. Es gab zwar im Vergleich zum Tag viel weniger Bisse aber wenn es einschlug, dann war es oft ein stattliches Exemplar.

 

Zwischen den Hechten waren auch die Zander rege unterwegs. Bereits bei den sehr heftigen Bissen war sofort klar, wer sich den Köder einverleibt hatte.

 

Und zwischendurch? Da ließen es sich die Barsche nicht nehmen neben der Futterkonkurenz nach Beute zu suchen. Deren Bisse waren denen der Zander ähnlich.

Nacht für Nacht ging das so. Die Fluchten der Hechte und Zander waren deutlich heftiger als bei Tagesfängen. Vielleicht stehen sie bei nächtlichen Beutezügen stärker unter Adrenalin. Wie dem auch sei, die Sustain 4000FI machte durchweg einen super Job. Das oft gepriesene Bremssystem funktioniert perfekt. Gerade im Drill mit Großfischen zeigt sich deutlich wo die Qualitäten liegen. Das herunterreißen der Schnur von der Spule erfolgt absolut ruckfrei. Da hakt nichts selbst bei starker Belastung. Wichtig, weil dies mitunter der Moment des Schnurbruchs ist. Mit minimalem Drehen an der Stellschraube ist die Bremskraft fein dosierbar. Zudem ist sie mit ihren schlanken 280gr ein Leichtgewicht und ermüdungsfreiem angeln somit dienlich.

 

 

Die beschriebene Resistenz gegen Salzwasser und das wasserdichte Bremssystem kann ich nach dem Wocheneinsatz nur bestätigen. Alles trocken, funktionell und korrosionsfrei.

Bei Hannes schlug es auch derbe ein. Einige „Pbs“ fielen bei ihm im laufe der Nächte. So sehen glückliche Angler aus:

 

Keine Regel ohne Ausnahme. Ja ja, sorry, ich hatte mir vorgenommen nur Jigs zu leiern. Bis auf die letzte Nacht, da musste ich mit den Vorsätzen brechen. Nach den ganzen Hechten war mir der Sinn nach einem großen Abschlußzander. Der wurde dann sauber und fein gedropshottet.

In dem Fall mit der neuen Shimano Sustain Casting CSUSAX63M und einem Wurfgewicht von 14 – 35gr in Verbindung der mit der Shimano Curado 71XG. Eine tolle ausgwogene Baitcastkombo die sicher mit großen Gegnern fertig wird.

In diesem Sinne, falls es tagsüber einmal nicht optimal läuft und man die Möglichkeit hat auf die Nacht auszuweichen, dann macht das. Es kann sich lohnen.

Euer Eric

Gummigeben mit Hannes

Der Herbst da. Die schönste Angelzeit des Jahres. Oft leider etwas kurz. Also Gas und Gummi geben. Die ersten Angeltage der dritten Jahreszeit liegen bereits hinter uns. Resümee: die Fische beißen echt gut.

Am letzten Wochenende ging es gemeinsam mit meinem Freund Hannes auf Schlauchboottour. Mit diesen kleinen Booten ist ein schneller und flexibler Einsatz ohne viel Aufwand möglich. Da die Boote aufgebaut transportiert werden, ist man innerhalb kürzester Zeit nach der Ankunft am Wasser startklar.

Wir fischten mit Erfolg mehrere kleinere Gewässer in der Nähe ab.

Unsere Taktik für die Tage war stets die gleiche. Zunächst das Gewässer lesen und große  Futterfischschwärme im Freiwasser suchen. Diese beackerten wir anschließend mit großen Jig-Spinnern und Gummifischen am schweren Bleikopf im Mittelwasser. Die Entscheidung fiel bewußt auf schwere Köder, weil diese beim Einkurbeln sehr gut in tiefem Wasser geführt werden können. Viele Fische gingen in Tiefen um zirka 7 Meter ans Band.

Dabei nutzte ich direkt die Gunst der Stunde und weihte die neue Shimano Expride 272MH mit einem schönen Barsch ein. Jeder Einschlag in den Hi-Power Blank ist ein wahrer Genuss und im anschliessenden Drill zeigt sie souverän ihr Rückgrat.

Die neue Expride und ich scheint wohl Liebe am ersten Angeltag zu sein. Ich geb sie nicht mehr her…

PS: Das ich mich am Anfang des Jahres für das Black Boat 230 entschieden habe, war auch diesmal der Schlüssel zum Erfolg. Man kommt mit nichts schneller und trockener zum Fangplatz. Gummi geben bringts…

Euer Eric

ZZZZZZZZodias…

Wir haben hier und an anderer Stelle schon viel über die Zodias-Rutenserie gesprochen und werden das auch künftig tun. Heutemorgen lassen wir aber nur Bilder sprechen…

Veit mit brutalem Vibrax-Klopper an der 268ML.

Schon wieder so eine Granate! Diesmal aber an der LBFS mit der Aldebaran.

Jochen serviert kleine Rapala-Cranks mit der 268 ML.

Die LBFS im Barschdrill.

Hoppla. Barschgranate auf die LH.

Jig-Spinner (Gomoku Spin) mit der 268LH.

Eric mit Lipless Softvibe und Endbarsch an der 270 MH.

Natsch drillt eine Mefo an der 270 MH – ihr erster Fisch mit der Rute.

Da sind die beiden auch schon…

Zwei Spanier und eine 270 MH. Für den Lake Caspe ist das die ideale Rute. Barsch macht sie super. Zander kann sie aber auch.

Und Hecht? Sieht nach einem knackigen Drill aus. Man sieht sehr schön, dass die 270 MH bis zur Mitte mitgeht, wenn da was Ordentliches am Haken hängt.

Auf Jig-Spinner kommen eben auch immer wieder Hechte. Am Bodden und woanders auch. Da tut ein bisschen Extrapower gut.

ZZZZZZZZZZZZodiasZZZZZZZZZZetti.

Juhu! ZZZZZZZZZander.

Was die da oben können, kann der Eric auch.

Lesath DX im Sund-Barsch-Test

Wie in meinem letzten Bericht angemerkt, habe ich mir Veits Lesath DX in 2,4 m mit einem WG bis 42 Gramm ausgeliehen, um sie mal am Bodden zu testen und sie dicke Barsche drillen zu lassen. Irgendwer muss das Ding ja mal vernünftig einbarscheln 🙂

Was will er uns denn sagen? Kann mal jemand den Ton anschalten, bitte.

40-Gramm-Ruten sind für mich genau richtig für den Sund. Besonders wenn sie 2,4 m lang sind. Die Länge brauche ich für weite Würfe und knackige Anhiebe auch auf volle Wurfdistanz. (Man angelt da nicht nur flach und da tut der Hebel gut.) 40 Gramm Wurfgewicht brauche ich für Jigs und Jig-Spinner bis 30 oder 35 Gramm. Und ebenfalls für genügend Druck beim Anhieb. Auch wenn ich mich selbst am Bodden primär den Barschen widme. (Fische ich dort gezielt auf Zander oder Hecht bin ich mit meiner 80-Gramm-Fireblood sehr gut bedient. Sehrsehr gut sogar.)

Veit hat mit der Lesath bislang Barsche bis knapp 40 Zentimeter gefangen, Zander bis 80 cm und Hechte bis 70 cm. Er war aber ja auch erst zweimal mit ihr los und dafür ist das ja schon mal ganz ok.

Schönes Zanderbrett.

Er hat sie in höchsten Tönen gelobt. Die Barsche würde man lässig reinkurbeln können. Zander und Hechte bekäme man problemlos genagelt.

Sieht gut aus im Hechtdrill.

Klingt doch voll nach perfekter Sundrute, oder nicht? Ich hab mich echt gefreut auf den Test. Wenn man sie porbewippt, fällt das geringe Gewicht auf. Der Hi-Power X-Blank ist superstraff. Alle Komponenten sind premium. Porsche oder Benz? – das ist hier die Frage…

Am Sund habe ich dann Jigs von 10 bis 20 Gramm mit ihr gefischt und Jig-Spinner bis 24 Gramm. Hat sie super gemacht.

Erfolgreich eingebarschelt. Der erste 40er, der in Deutschland mit dieser Rute gefangen wurde.

Vorher gab’s noch einen 38er.

Das Ding ist Porsche und Benz gleichermaßen: schnell, nobel, durchzugsstark und exklusiv. Preislich sicher nix für jedermann. Aber jedermann würde sie sicher gern fischen. Der Veit sicher auch. Stellt sich nur die Frage, wann er sie wieder zurück bekommt. Spaß. Bald ist sie wieder bei Dir, Veit. Aber vorher fängt sie noch ein paar Boddenbarsche. Bzw. übergebe ich sie heute evtl. sogar mal an einen Hechtspezialsten.

Schönen Tag euch!

Johannes

Die besten Gummifisch-Ruten 2018

Du bist auf der Suche nach der besten Gummifischrute? Dann musst Du natürlich erst einmal bei Shimano stöbern! Für die Saison 2018 hat Shimano ein riesiges Ruten-Programm am Start, das jeder Geldbeutelgröße gerecht wird. Wie in jedem Jahr haben wir in allen Preissegmenten tolle Serien mit vielen Modellen. Mal mit klassischen Korkgriffen, mal mit EVA-Handteilen, mal schrill und oft ganz klassisch. In vielen Serien gibt’s die selben Wurfgewichte in verschiedenen Längen, so dass Uferangler genauso ihren Traumstock zum Jiggen oder Faulenzen finden wie Bootsangler.

Da ist die Gummifischrute krumm? Zander? Hecht? Barsch? Nun ja. Es ist der Veit. Da ist die Zanderwahrscheinlichkeit recht groß…

Unsere Übersicht über die besten Gummifischruten 2018 soll vor allem auch Einsteigern helfen, die richtige Gummifisch-Rute für den entsprechenden Zielfisch und das entsprechende Gewässer zu finden. Gern könnt ihr über die Kommentar-Funktion Fragen stellen, die euch die Shimano-Raubfisch-Band schnellstmöglich beantwortet.

Japan-Features für Europa-Modelle

Shimano hat eigene Werke, in denen wir unsere Ruten produzieren lassen. Unsere japanischen Rutenbau-Ingenieure legen sich ins Zeug, um immer leichtere, stabilere und schnellere Blanks zu produzieren. Diese Technologien (Spiral X und High-Power X) sind ein Ausstattungsmerkmal der JDM-Serien (Expride, Zodias, Dialuna, Sephia). Was Wurfverhalten und Bissübertragung angeht, spielen die Modelle aus den JDM-Serien in einer eigenen Liga. Für 2018 hat Shimano diese Technologien auf „Euro-Serien“ übertragen. Das sind Rutenserien, die auf die hiesigen Verhältnisse angepasst sind. Konkret: Während man in Japan vorzugsweise mit kurzen Ruten auf Bass fischt und lange Ruten hauptsächlich zum Wolfsbarschangeln verwendet werden, brauchen wir hier oft längere Ruten zum Uferangeln auf Zander, Barsch, Hecht und so weiter. High-Power X und Spiral X-Blanks haben jetzt also auch die Lesath, Sustain, Diaflash und einige Modelle aus der Blue Romance Serie (z.B. die Ultra Softbait), die eigentlich zum Salzwasserangeln entwickelt wurde, sich aber auch sehr gut im Süßwasser macht. Achtet im Katalog einfach auf diese beiden Logos, wenn beim Biss maximal Strom durch eure Hände fließen soll:

Fireblood hilft bei der WPC

Unsere Flaggschiff-Serie unter den Gummifisch-Ruten ist neben der Lesath-Reihe die Fireblood-Range. Mit ihr haben Dustin Schöne und ich die WPC 2017 gewonnen. Supertolle Ruten mit einem hohen Wiedererkennungswert.

Rote Gefahr – das Shimano-Team steht auf die Fireblood.

Gute und günstige Gummifisch-Ruten

Wer nicht so viel Geld ausgeben mag, findet aber auch in den preiswerten Serien tolle Ruten. Hervorheben möchten wir da die Scimitar-Serie. Die wurde für 2018 noch einmal optisch aufgewertet. Die Blanks waren schon seit Serien-Stapellauf außergewöhnlich gut. Leicht und straff. Kaum zu glauben, dass man solche Ruten zu einem wirklich niedrigen Preis bekommt. Zusammen mit einer Sedona hat man für etwas mehr als 100 Euro eine Top-Kombo, die auf den ersten Blick gar nicht so viel anders aussieht als eine Fireblood mit einer Stella.

Die beste Länge für eine Gummifisch-Rute

Die Wurfweite steht zwar in Abhängigkeit zur Rutenlänge. Allerdings weniger als man denkt. Eine 2,10 m lange Rute wirft nur ein paar Meter kürzer als eine 2,70er. Wenn’s aber wirklich auf jeden Meter ankommt, machen sich diese Mehr-Zentimeter bezahlt. Und wenn die Fische auf Distanz beißen, verwandelt man mit einer langen Rute die Bisse sicherer (Stichwort: Helbelwirkung). Beim Jiggen auf Distanz kann man den Gummifisch mit einer langen Rute besser vom Grund abheben. Auf der anderen Seite lassen sich Fische im Boot vor der Landung besser mit einer kurzen Rute dirigieren. Der kleine Hebel kurzer Ruten ist auch dienlich, wenn man die Köder auf engem Raum zackig präsentieren will. Auch am Bach ist eine kurze Rute von Vorteil, weil man mit ihr besser hantieren kann.

Das ideale Wurfgewicht einer Gummifisch-Rute

Dem Wurfgewicht kann man auch etwas über die Power einer Rute entnehmen. Eine Rute von 20-50 Gramm ist nicht unbedingt darauf ausgelegt, 50 Gramm zu fischen. Man kann das machen. Die Rute schafft das. Aber ideal ist das nicht – schon gar nicht zum Jiggen, weil man die Gummis am Bleikopf nur schwer beschleunigen kann, wenn die Rute überlastet ist. Wenn sie außerdem schon mit einem zu hohen Ködergewicht zu tun hat, kommen auch die Anhiebe nicht mehr so hart durch, wie sie das sollen. Man kann auch mal mit einer schweren Rute leichter fischen. Umgekehrt wird’s schwieriger. Je größer der Zielfisch, je tiefer das Gewässer und je mehr Strömung, desto größer sollte der Puffer sein. Eine Rute mit einem WG von 30-80 Gramm ist z.B. eine hervorragende Zanderrute – auch wenn man mal nur mit 10 Gramm fischen muss. Wenn man allerdings weiß, dass man meistens in einem flachen Gewässer fischt, in dem die Mehrzahl der Zander kaum größer als 60 cm wird, kann man runtergehen mit dem Wurfgewicht und sich rutentechnisch komplett auf diese Situation einstellen.

Im Folgenden habe ich die aktuellen Shimano-Gummifischruten nach Einsatzgebieten aufgeschlüsselt.

 

Ultralight-Jiggen

Es gibt Leute, die bevorzugt mit ganz kleinen Ködern angeln. Manche tun dies phasenweise (z.B. wenn sich die Räuber im Sommer voll auf die frische Brut konzentrieren), andere sind Überzeugungstäter und haben große Freude daran, mit kleinen Jigs auf alles zu fischen, was das Wasser hergibt. Denn mit kleinen Twistern und Mini-Shads tut sich ein riesiges Zielfischspektrum auf. Man kann eigentlich schon gar nicht mehr von „Zielfisch“ sprechen, weil auch Karpfen, Brassen, Rotaugen, Rotfedern, Schleien und sogar Lauben auf die kleinen Gummis losgehen, wenn man sie entsprechend fein präsentiert. Wer ultrafein fischen will, kommt nicht an Taftec-Ruten vorbei. Diese haben eine 15 bis 30 cm lange und extrem dünne Spitze aus Vollcarbon (Taftec-Spitze), die dann in einen recht straffen Blank übergeht. Damit lassen sich dann auch 1 Gramm leichte Köder ziemlich weit werfen. Die sensible Spitze puffert auch die erste Spannungsspitze beim Anhieb ab, so dass man mit extrem dünnen Schnüren (0,04 bis 0,08 mm) fischen kann. Beim Biss spüren die Fische keinen Widerstand. Der Köder wird ganz easy weggeblasen und deshalb gibt’s auch wenig Fehlbisse. Taftec-Ruten gibt’s in vielen verschiedenen Längen. Man findet sogar Modelle bis 2,70 m, mit denen man dann sehr weit werfen kann. Diese Ruten eigenen sich auch hervorragend zum Dropshotten, Texas-Rig-Angeln und für viele anderen Finesse-Methoden.

Diaflash & Co garantieren maximalen Angelspaß. Die Ruten wiegen nix, werfen kleines Zeug sehr weit und bringen dennoch jeden Fisch nach Hause.

Premium-Ruten: Dialuna XR S806 LS (Länge: 2,59 m, zweiteilig, WG 2-15 Gramm), Expride 264 ULS (Länge: 1,93 m, einteilig, WG 2-6 Gramm),

Top-Ruten: Diaflash BX (komplette Serie, zweiteilig, Längen: 2,10 m/2,25 m/2,40 m, WGs: 1-7 Gramm/ 2-10 Gramm und 3-15 Gramm), Zodias 264 ULS (Länge: 1,93 m, einteilig, WG 2-6 Gramm)

Low-Budget-Ruten: Force Master (komplette Serie, zweiteilig, Längen: 2,40 m/2,70 m, WGs: 3-15 Gramm/ 5-20 Gramm/ 7-28 Gramm), Catana DX (komplette Serie, zweiteilig, Längen: 2,10 m/2,40 m/2,70 m, WGs: 1-10 Gramm/ 3-15 Gramm/ 5-20 Gramm)

 

Forellentwist am Bach

Die Gummifischangelei am Bach zeichnet sich durch viele kurze Würfe aus. Man lässt die Gummis mit der Strömung in die Gumpen treiben, wirft Wurzeln an oder fischt Schüsse (Verschmälerungen, in denen das schneller fließende Wasser das Bachbett tiefer ausgräbt) und Rauschen ab. Oft kämpft man gegen überhängende Äste und anderen Urwald. Diese Angelei erfordert ein Höchstmaß an Konzentration und Präzision. Denn jeder Fehlwurf ist ein Hänger und weil man recht fein fischt, sind Hänger oft gleichbedeutend mit einem Köderverlust. Eine Bachrute muss kurz sein, damit man im Dickicht arbeiten kann. Unterhandwürfe und Seitwärtswürfe mit kurzen Ausholbewegungen dominieren das Wurfgeschehen. Auf die kurze Distanz kommen die Bisse in jedem Blank gut an – egal wie hart oder weich er ist. Man braucht auch keine Extrapower für den Anhieb. Die Jigs wiegen nicht mehr als 5 Gramm. Dementsprechend niedrig kann auch das Wurfgewicht ausfallen. Die Forellen springen gern aus dem Wasser und sind auch so agile Kämpfer. Hier machen sich Ruten gut, die mit den Fischen mitgehen.

Premiumruten: Expride 265 UL (1,96 m, einteilig, WG 2-10 Gramm), Expride 266 L2 (1,98 m, zweiteilig, WG 3-10 Gramm), Fireblood SFBL63110 (1,90 m, zweiteilig, WG 1-10 Gramm)

Top-Ruten:  Zodias 264 ULS (1,93 m, einteilig, WG 2-6 Gramm), Zodias 264 L2 (1,93 m, zweiteilig, WG 3-10 Gramm), Bassterra XT 262 ML (1,88 m, einteilig, WG 4-8 Gramm), Speedmaster CX 18 L (1,80 m, zweiteilig, 3-14 Gramm), Beastmaster DX  18 L (1,80 m, zweiteilig, 3-14 Gramm), Technium 61 L (1,90 m, zweiteilig, 1-10 Gramm), Beastmaster EX (1,80 m, zweiteilig, 3-14 Gramm)

Medium-to-Low-Budget-Ruten: Scimitar BX 61 L (Länge: 2,08 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Yasei Red Perch (1,9 m, zweiteilig, 3-12 Gramm), NASCI BX 63 L (1,90 m, am Griff geteilt, WG 3-12 Gramm), Alivio DX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-15 Gramm), Vengeance BX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Catana EX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Force Master BX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Alivio 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Vengeance BX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm)

 

Barschjiggen mit kleinen Ködern vom Boot, Streetfishing, Waldsee, an Bootsanlegern etc.

Wenn es nicht darauf ankommt, große Distanzen zu erzielen, sondern kleinräumig geangelt wird und die Köder auch nicht schwerer als 10 bis max. 15 Gramm sind, eigenen sich die Forellenruten auch gut zum Barschangeln. Evtl. kann man jeweils noch ein bisschen was zugeben an Wurfgewicht, um ein bisschen mehr Wumms zu haben, weil im Barschsee, in den Hafenbecken der City bzw. an vielen unserer Flüssen ja auch immer mit Hechten und manchmal mit Zandern oder Rapfen zu rechnen ist. Die Ruten sollten schnell sein, eine gute Rückmeldung anbieten und die Köder mit zackigen Schnipsern einigermaßen weit werfen können, weil man ja oft wenig Platz zum Ausholen hat (z.B. in der City oder am Ufer von Waldseen).

Die Expride wurde überarbeitet und ist jetzt noch schneller.

Premiumruten: Fireblood 611315 (2,10 m, zweiteilig, WG 3-15 Gramm), Expride 268 ML2 (2,03 m, zweiteilig, WG 4-12 Gramm), Blue Romance Ultra Light Game 761540 24MH (2,23 m, zweiteilig, WG 5-12 Gramm)

Top-Ruten:  Sustain AX 61 L (1,90 m, am Griff geteilt, WG 3-14 Gramm), Zodias 268 ML2 (2,03 m, zweiteilig, WG 4-12 Gramm), Bassterra XT 266 M (1,98 m, einteilig, WG 6-10 Gramm), Nasci 611 L (2,10 m, am Griff geteilt, WG 3-15 Gramm), Speedmaster CX 21ML (2,10 m, zweiteilig, 7-21 Gramm), Technium 611 ML (2,10 m, zweiteilig, 5-20 Gramm)

Medium-to-Low-Budget-Ruten: Scimitar BX 61 L (Länge: 2,08 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), NASCI 611 L MH (2,1 m, zweiteilig, WG 3-15 Gramm), Yasei Red Perch (1,9 m, zweiteilig, 3-12 Gramm),  Aernos 19520 (1,90 m, zweiteilig, WG 5-20 Gramm), Alivio EX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-15 Gramm), Vengeance BX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Vengeance BX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Catana DX 18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm), Force Master  18 L (Länge: 1,8 m, zweiteilig, WG 3-14 Gramm).

 

Dickbarschjiggen (Boot, Kleingewässer, strukturreiches Großgewässer)

Beim Angeln in Kanälen, an oder auf kleinen Waldseen oder auch beim Bootsangeln in Hafengebieten oder Seen mit vielen Barschbergen, Altholzzonen oder Steinhäufen kommt es weniger darauf an, weit zu werfen als den Köder ganz exakt zu führen. Das gelingt vielen Angeln mit einer relativ kurzen aber auch schnellen Rute am besten. Solche Ruten haben dann ein Wurfgewicht bis 20 oder 30 Gramm und sind ca. 2,10 m lang. Natürlich sollten auch diese Ruten schnell sein und Köderkontakte blitzschnell übertragen. Nicht nur um die Bisse zu erkennen, sondern auch um Hinderniskontakte sofort anzuzeigen. Oft kann man einen Holz- oder Steinhänger noch vermeiden, wenn man schnell reagiert und den Köder über den Ast oder Felsen lupft.

Premiumruten: Fireblood 611520 (2,10 m, zweiteilig, WG 5-20 Gramm), Expride 270 MH (2,10 m, am Griff geteilt, WG 5-18 Gramm), Lesath DX 21 M (2,10 m, zweiteilig, WG 7-28 Gramm)

Top-Ruten: Sustain AX 610 ML (2,10 m, am Griff geteilt, 7-21 Gramm), Zodias 270 MH (2,10 m, am Griff geteilt, WG 5-18 Gramm), Speedmaster CX 21 M (2,10 m, zweiteilig, WG 7-28 Gramm), Technium 611 M (2,10 m, zweiteilig, 7-28 Gramm), Bassterra XT 268 MH (2,03 m, einteilig, WG 10-35 Gramm)

Medium-to-Low-Budget-Ruten: NASCI BX 611 M (2,10 m, zweiteilig, 7-28 Gramm), Scimitar BX 610 M (2,08 m, zweiteilig, WG 7-35 Gramm), Vengeance BX 21M (2,10 m, zweiteilig, WG 10-30 Gramm), Alivio DX 21 M (2,10 m, zweiteilig, WG 10-30 Gramm), Catana EX 21M (Länge: 2,1 m, zweiteilig, WG 10-35 Gramm), Force Master 21ML (Länge: 2,1 m, zweiteilig, WG 7-21 Gramm)

 

Barschjiggen (Ufer, Boot, Fluss, Großgewässer)

Wenn man große Wasserfläche befischt, einen Kanal vom Ufer auseinandernimmt oder sonstwo im Niemandsland nach Barschen fahndet, braucht man eine etwas längere Rute, die erstens große Wurfweiten ermöglicht, zweitens eine zackige Köderpräsentation ermöglicht und drittens  beim Anhieb richtig gut durchzieht. Jetzt müssen wir länger werden und uns in die 2,40 m-Region vorstoßen. Auch das Wurfgewicht wird nun ein bisschen größer. Die Obergrenze liegt bei 50 Gramm. Mindestens 35 Gramm sollten diese Peitschen aber auf jeden Fall haben. Schließlich brauchen wir manchmal richtige Murmeln, um ins Tiefe vorzudringen oder entsprechende Wurfweiten zu erzielen. Je tiefer das Gewässer und je mehr Strömung, desto härter muss die Rute sein. Je mehr Zander und Hechte auf die Barschgummis ballern, desto mehr Power braucht der Rutenblank. Diese Ruten sind echte Allrounder und können dementsprechend auch zum feinen Hecht- und Zander-Jiggen mit schlanken Gummis bis 5 Inch eingesetzt werden. Deshalb wird man die eine oder andere weiter unten auch in dieser Kategorie finden.

Krumme Fireblood. So muss das sein.

Premiumruten: Fireblood 711035 (2,4 m, zweiteilig, WG 10-35 Gramm), Lesath  DX 24MH (2,4 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), Blue Romance Ultra Softbait 761540 24MH (2,28m, zweiteilig, WG 15-40 Gramm)

Top-Ruten: Sustain AX 78 M (2,39 m, zweiteilig, WG 7-35 Gramm), Sustain AX 710 MH (2,44 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), Blue Romance Eging 801025 (2,44 m, zweiteilig, WG 10-25 Gramm), Speedmaster CX 24 MH (2,4 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), Beastmaster EX 24 H (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Technium 710 MH (2,39 m, zweiteilig, 10-35 Gramm)

Medium-to-Low-Budget-Ruten: Scimitar BX 78 M (2,34 m, zweiteilig, WG 7-35 Gramm), Scimitar BX 78 M (2,39 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), NASCI 711 MH (2,40 m, zweiteilig, WG 15-40 Gramm), Vengeance BX Shad 245 HMH (2,40 m, zweiteilig, WG 14-40 Gramm), Vengeance BX 24 MH (2,40 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), Catana DX 24 MH (2,40 m, zweiteilig, WG 14-40 Gramm), Catana DX 24 H (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Alivio DX 24 MH (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Forcemaster BX 24 MH (2,40 m, zweiteilig, WG 14-40 Gramm)

 

Barsch (Distanzangeln vom Ufer)

Die Ruten zum Angeln auf lange Distanzen sind etwas länger als die Boots- und „Normalufer“-Ruten. Hier geht’s wirklich darum, den letzten Zentimeter zu schinden. Das geht nur über Länge und Schnellkraft. Und dann müssen diese Ruten auch die Bisse gut übertragen, was auf Distanz natürlich schwieriger ist und dann sollen sie auch noch den Anschlag durchbringen. Also unter 2,7 m geht nix. Und unter 40 Gramm Wurfgewicht auch nicht. Ganz wichtig ist dann auch, diese Ruten mit 4000er Rollen und Weitwurfschnur (wir empfehlen 12er Sufix Performance 8) zu kombinieren. Diese Ruten können nicht nur Barsch, sondern eigenen sich in einigermaßen flachen Stillgewässern und langsamen Fließgewässern auch ganz hervorragend zum Zanderfischen auf große Distanzen.

Weit werfen – gut fangen. Das ist oft die Barschlosung vom Ufer.

Premiumruten: Fireblood 8101550 (2,70 m, zweiteilig, WG 15-50 Gramm), Fireblood 9101042 (3,00 m, zweiteilig, WG 8-42 Gramm), Lesath 27 MH (2,74 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm)

Top-Ruten: Sustain AX 810 M (2,69 m, zweiteilig, WG 7-35 Gramm), Sustain AX 90 H (2,7 m, zweiteilig, WG 14-56 Gramm), Technium 810 M (2,69 m, zweiteilig, 7-35 Gramm), Beastmaster EX 27 H (2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm)

Medium-to-Low-Budget-Ruten: Scimitar AX 810 M (2,69 m, zweiteilig, WG 7-35 Gramm), NASCI 801MH (2,70 m, zweiteilig, WG 10-40 Gramm), Vengeance BX H (2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Catana DX 27 H (2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Forcemaster BX 30MH (3,00 m, zweiteilig, WG 14-40 Gramm)

 

Zander (Boot, flacher Zandersee)

Beim Zanderangeln in flachen Seen kommen ungefähr die selben Ruten zum Einsatz wie beim schweren Barschjiggen. Man wirft hier leichte Köder und braucht ein gutes Gefühl für den Köder. Natürlich kann man auch hier mit klassischen Zanderruten in der 60-80 Gramm-Klasse angreifen. Wenn man es aber mehrheitlich mit kleinen bis mittleren Zandern zu tun hat, macht die Angelei mit feinem Geschirr mehr Spaß. Es gibt Menschen, die hier wirklich ultrafein angreifen und auch auf die Rutenlänge pfeifen. All jenen seien die Dickbarsch-Jigruten (Boot, Kleingewässer) empfohlen. Wer die Anhiebe aber sicher durchbringen will, wird ein bisschen mehr an Rutenlänge zu schätzen wissen.

Premiumruten: Fireblood 8101550 (2,70 m, zweiteilig, WG 15-50 Gramm), Fireblood 711035 (2,4 m, zweiteilig, WG 10-35 Gramm), Lesath  DX 24 MH (2,4 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), Blue Romance Ultra Softbait 761540 24MH (2,28m, zweiteilig, WG 15-40 Gramm)

Top-Ruten: Sustain AX 710 M (2,44 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), Sustain AX 82 H (2,49 m, zweiteilig, WG 21-56 Gramm), Technium 710 MH (2,39 m, zweiteilig, 14-42 Gramm), Speedmaster CX 24 H (2,4 m, zweiteilig, WG 21-56 Gramm)

Medium-to-Low-Budget-Ruten: Scimitar BX 78 M (2,39 m, zweiteilig, WG 14-42 Gramm), Yasei Red Spinning Pike HPI (2,5 m, zweiteilig, 20-60 Gramm), NASCI 711 H (2,40 m, zweiteilig, WG 15-60 Gramm),  Catana DX 24 H (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Vengeance BX 24 H (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Catana DX 27 H (2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Alivio DX 24 H (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Forcemaster BX 24 H (2,40 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm)

 

Zander (Ufer, flacher Zandersee)

Im Grunde sind das die selben Ruten wie die Bootsruten für den selben Gewässertyp. Gut sind natürlich ein paar Zentimeter mehr, weil man oft ein bisschen weiter werfen muss. Deshalb tut oft ein bisschen mehr Wurfgewicht gut.

Premiumruten: Fireblood 8101550 (2,70 m, zweiteilig, WG 15-50 Gramm), Lesath DX 27 H (2,70 m, zweiteilig, WG 21-56 Gramm)

Top-Ruten: Sustain AX 82 H (2,49 m, zweiteilig, WG 21-56 Gramm), Sustain AX 90 H (2,7 m, zweiteilig, WG 14-56 Gramm), Sustain AX 910 H (3,0 m, zweiteilig, WG 21-56 Gramm),Technium 90H M (2,74 m, zweiteilig, 14-56 Gramm), Speedmaster CX 27 H (2,7 m, zweiteilig, WG 21-56 Gramm)

Medium-to-Low-Budget-Ruten: Scimitar BX 90 H (2,74 m, zweiteilig, WG 21-56 Gramm), NASCI 801H (2,70 m, zweiteilig, WG 15-60 Gramm),  Yasei Red Spinning Pike HPI (2,5 m, zweiteilig, 20-60 Gramm), Vengeance BX 27 H(2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Forcemaster BX 27 H (2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm), Alivio DX27 H (2,70 m, zweiteilig, WG 20-50 Gramm)

 

 

Großzander und „Normalhecht“ (Großzandergewässer, Bodden, Fluss mit Strömung, Hechtsee)

Starke Strömung, große Tiefen oder große Zander, welche mit großen Ködern befischt werden, stellen andere Anforderungen an die Ruten, als es Zander in flachen Stillgewässern tun. Diese Ruten brauchen richtig „Bumms“, damit wir die Haken der oft schweren Jigs zuverlässig durch die harte Gaumenplatte treiben können und die Fische sicher nach Hause bringen. Hier ist kein Platz für Kompromisse. Die ideale Rutenlänge liegt im Bereich von 2,4 m und 2,7 m. Die kürzeren Versionen fischen sich etwas angenehmer und sind in der Endphase des Drills praktischer. Die längeren Modelle warten mit einem größeren Hebel für härtere Anhiebe auf. Uferangler werden eher die längeren Modelle bevorzugen – vor allem dann, wenn sie die Steinpackungen und Buhnen großer Ströme befischen. Großzanderruten eignen sich natürlich auch perfekt zum Hechtfischen, wenn es nicht mit XXL-Ködern auf Ausnahmefische gehen soll.

Rute vergessen? Geht ja gar nicht…

Premiumruten: Fireblood 7113080 (2,4 m, zweiteilig, 30-80 Gramm), Fireblood 8103080 (2,7 m, zweiteilig, 30-80 Gramm), Lesath DX 27 XH (2,7 m, zweiteilig, 42-84 Gramm)

Top-Ruten: Sustain AX 90 XH 27 H (2,74 m, zweiteilig, WG 28-84 Gramm), Speedmaster CX 27XH (2,7 m, zweiteilig, 42-84 Gramm), Beastmaster EX 27 XH (2,7 m, zweiteilig, 50-100), Beastmaster Mort Manie 2702 (2,7 m, zweiteilig, 50-100 Gramm), Beastmaster 24 XHP (2,4 m, zweiteilig, WG bis 120 Gramm), Technium 90XH (2,74 m, zweiteilig, 28-84 Gramm)

Medium-to-Low-Budget-Ruten: Scimitar BX 90 XH (2,74 m, zweiteilig, WG 28-84 Gramm), Vengeance BX Shad 275 HXH (2,7 m, zweiteilig, 50-100 Gramm), Scimitar 27 XH (2,7 m, zweiteilig, WG 30-100 Gramm), Forcemaster BX 27 XH (2,7 m, zweiteilig, WG 50-100 Gramm), Alivio DX 27 XH (2,7 m, zweiteilig, WG 50-100 Gramm)

 

 

 Großhecht

Gewässerunabhängig stellen große Hechte die größte Herausforderung fürs Angelgerät dar. Wenn man sie gezielt befischt, müssen die Ruten entsprechend große und schwere Köder schleudern können und dann auch im Drill maximalen Widerstand leisten. Diese Ruten bracuen nicht nur wegen der teilweise heftigen Drills eine Extra-Dosis Power. Man muss ja auch größere Köder werfen, wenn man gezielt große Fische fangen möchte. Köder ab einem Gewicht von 100 Gramm muss man über den Hebel herauskatapultieren. Deshalb sind die Großhechtruten gewässerunabhängig relativ lang.

Gib Grossgummi! Aufm Bodden braucht man eine stabile Rute. Und nicht nur da…

Premiumruten: Lesath 86XHINT (2,59 m, zweiteilig, WG 45-135 Gramm)

Top-Ruten: Sustain AX 86XXHSS (2,59 m, zweiteilig, WG 45-135 Gramm), Biomaster Select Shad  (2,69 m, zweiteilig, WG 45-135 Gramm)

 

Hier nun die entsprechenden Seiten aus dem aktuellen Shimano-Katalog (2018):

 

Wem die Abbildungen hier zu klein sind, empfehle ich diesen Link hier zum Gesamtkatalog:

Wohl dem…

Prolog: Die WPC 2017 ging für mich mit einem Schocker los: mit dem Rutenbruch einer meiner Hauptruten. Und hätte Dustin nicht eine Fireblood in 2,4 m bis 80 Gramm UND würde der Kollege nicht eh viel lieber mit der Baitcaster werfen, hätte ich vielleicht einen oder zwei Fische weniger gefangen. Und dann wär’s nix geworden mit dem Titel „WPC Champion 2017“, (Ich kann’s gar nicht oft genug lesen und schreibe es deshalb immer mal wieder auf. Sorry…)

Einschub: Wer meine Blogs verfolgt und mich auf Facebook in der Freundesliste hat (leider voll – was ein Schwachsinn mit dieser 5000er-Beschränkung), weiß, dass ich meine Ruten auf Flügen in ein Abflussrohr presse. Da passen – bei guter Pressung – ca. 15 Ruten rein. Die nehme ich auch meistens mit. Man weiß ja nie…

Man sieht es dem Aufkleber an: Ein paar Flüge hat das Rohr schon hinter sich.

Das Ganze hat aber schon ein bisschen negative Auswirkungen aufs Geschirr. Ich muss z.B. oft Ringe zurückbiegen. Einmal ist mir dabei ein Ring auch schon aus der Fassung gerutscht. Zwar stecke ich alle Ruten in Rod Gloves. Aber auf dem Flug und besonders beim Be- und Entladen des Fliegers werden die Teile sicher gut durchgeschüttelt und bekommen mal einen Schlag mit.

Hauptteil: Manche Schläge haben schlimme Folgen. Dieses Jahr in Spanien ist mir eine Zodias zerbrochen. Ärgerlich, weil es bis dahin meine Hauptrute war. Aber ich hatte ja reichlich Ersatz im M und MH-Bereich (7 bis 30 Gramm) dabei. Als ich bei der WPC vorm ersten Wettkampftag meine Fireblood aufgebaut habe, mit der ich auf Zander und Hecht fischen wollte, habe ich nochmal kurz am Köder gezogen, um mich an der Spitzenaktion zu erfreuen. Klack. 20 Zentimeter Spitze ab.

Noch ein Einschub: Man macht das nicht. Der Winkel ist dann brutal ungünstig. Das wird einem im Angelladen jeder Verkäufer sagen. Manchmal muss man Dinge erst selber erleben, um dran zu glauben. Bislang ging das immer gut.

Weiter im Hauptteil: Ausgerechnet jetzt bei der WPC nicht. Schock. Zwar propagiere ich auch immer mehr das Angeln mit der Baitcaster und ich hatte auch starke BC-Kombos dabei. Z.B. extra die Expride XH bis 56 Gramm, mit der ich noch viele Zander und Hechte fangen werde. Aber: Starker Wind (und daraus resultierende Schnurbögen), die Wettkampfsituation und die Tatsache, dass ich mit selbiger Rute bei der WPC einen 1,20er Hecht gefangen habe und damit WPC-Glück an der Fireblood klebt, sprachen dafür, die Fireblood als eine der 3 Ruten auszuwählen, die ständig griffbreit sein mussten. (Die anderen Kombos waren im geräumigen Rutenstauraum untergebracht.)

Letztes Jahr habe ich viel mit der Zodas MH gefischt. Als ich den Hecht hier im Kraut am Haken hatte, war ich froh, zur rechten Zeit auf die 80-Gramm-Rute umgestellt gehabt zu haben.

Schock. Aber keine Starre. Dustin war beim täglichen Captains-Briefing um dort über den Ablauf des Tages bzw. eventuelle Verschiebungen der Startzeit oder der Startlinie unterrichtet zu werden. Der Bootscheck (das Boot wird täglich auf Köderfische, Würmer oder andere verbotene Köder bzw. Montagen überprüft) war absolviert. Und im Rutenstauraum lag noch Dustins Fireblood mit dem selben WG. Allerdings mit einer 2500er Stradic (der weiße Klassiker mit Doppelkurbel) dran. Und ich wollte eine 4000er Rolle fischen und starke Schnur. Auf meiner Biomaster war 20er oder sogar 24er 832 drauf. Also: Meine Rolle von meiner Fireblood runter, Dustins Fireblood von der Stradic befreit, Biomaster auf Fireblood, Stahl dran, Köder dran. Fertig.

Als ich Dustin die Geschichte erzähle, ist der nicht so begeistert. Mein Vorschlag, die Rute zu teilen, traf auf gedämpfte Euphorie. Er mag halt die Stradic. Ich hingegen frage mich, wie man allen Ernstes eine 80-Gramm-Rute in 2,4 m mit einer 2500er Rolle fischen kann. Passt für mich gar nicht. Geschmackssache. Da wir uns aber auf dem Weg zum Start befanden, war ein Rückmontieren ausgeschlossen. Schließlich mussten wir auf dem Weg durch den Kanal ja auch noch mit Dustins Instagram-Followerschaft konferieren. Ich hab mich bei den Jungs erkundigt, zu welche Rute sie mir raten würden. Die einhellige Meinung: ‚Fireblood. Go big or go home!‘ Nun brauche ich normalerweise keine Beratung von Menschen, die selber noch nie auf dem Gewässer gefischt haben und gar nicht wissen können, was für Köder ich schmeißen will und wie ich da angeln möchte. Aber als wir am ersten Spot ankamen und ich vor der Frage stand: ‚Fireblood oder Expride (MH bis 21 Gramm)?‘, hat diese witzige Mini-Konferenz vielleicht sogar einen kleinen Einfluss darauf gehabt, dass sich die Wage zur Fireblood neigte.

Und das war wohl auch richtig so. Zwar gab’s auch viele Phasen, in denen ich andere Ruten gefischt habe. Aber im Verlauf der Competition kamen 8 von 11 Fischen auf die 80-Gramm-Rute. Darunter waren auch einige Fische auf volle Wurfdistanz. Nicht dass ich da mit der Expride nicht hingekommen wäre. Die ist ein Wurfmonster. Aber ob ich damit auch so gut wie jeden Biss verwandelt hätte?

Einen Biss weniger verwandelt – und nix wäre es gewesen.


Fazit:
Mit der fast 30 cm längeren Fireblood konnte 8 von 10 Bissen verwandeln. Ein Fehlbiss. Ein Aussteiger, an dem evtl. ein lascher Anhieb schuld war (ab und an hat man aber halt auch mal einen Aussteiger). Rutenwahltechnisch habe ich also alles richtig gemacht. Nur über die Behandlung meiner neuen 2,40er in Feuerrot muss ich mir Gedanken machen. In dieses Abflussrohr werden künftig nicht mehr als 10 Ruten gepresst. Den „Platz“ nutze ich für eine Schicht aus Luftkissen-Folie.

Schönen Sonntag bzw. einen guten Start in die neue Woche!

Johannes

PS: Ach ja. Die Überschrift muss noch ergänzt werden: … der einen Kumpel dabei hat, der einem eine Fireblood ausleiht, wenn’s drauf ankommt.

PSS: Das Video könnt ihr euch mal reinziehen. Gut gemacht!

Baitcast Zander

Hallo Leute,

Am vergangenen Wochenede verabredete ich mich mit Eric um gemeinsam auf Zander zu Fischen. Leider waren die Zander nicht so richtig in fahrt. Wir konnten am ganzen Tag nur zwei Fische überlisten. Und der von Eric war auch noch ein Baby-Hecht. Auch wenn wir wenig Bisse hatten, so konnte ich wenigstens meine neue Baitcast-Kombo einweihen.

Zum Zanderangeln verwende ich eine Expride mit einem Wurfgewicht von 10-30 Gr. gepaart mit einer Scorpion 71 XG. Wer noch auf der Suche nach einer Zander – Baitcast- Kombo ist, sollte sich diese maal genauer anschauen.

Die Wurfweiten mit der Scorpion sind einfach nur genial.Durch die sehr hohe Übersetzung hat die Scorpion einen Schnureinzug von 82cm pro Kurbelumdrehung. Dadurch eignet sie sich super zum Faulenzen auf Zander.

 

Hier das genaue Gerät.

Rute: Expride 2,03m – WG: 10-30 Gr.

Rolle : Scorpion XG 71

Schnur: Power Pro 0,12mm

Vorfach: Aspire Fluocarbon 0,30mm

 

Spanien 3/2017: Entfesselte Zander

Ich habe mich im letzten Bericht ja ein bisschen zur Barsch-Situation geäußert und dabei anklingen lassen, dass die Maßlosigkeit dazu geführt haben könnte, dass dem Barsch-Wunder Grenzen gesetzt wurden. Nicht dass man nicht jeden Tag seine Fische gefangen hätte. Doch vergleichsweise ging es zäh. Ganz anders an der Zanderfront und vielleicht widerlegen die Zettis ja auch meine These, denn auch wenn einzelnen Fischarten hier richtig doll auf die Schuppen gerückt wird, scheint das Gewässer mit brutaler Produktivität entgegenzuhalten. Von Mitte März bis weit in den April stehen nämlich besonders die Zander stark unter Beschuss. So werden hier jedes Jahr tonnenweise Zander entnommen – leider oft kurz vor oder nach dem Ablaichen. Und trotzdem wird es wenig Gewässer mit einem derartigen Zanderbestand geben. Der ist natürlich Schwankungen unterworfen, die zum Teil mit den Laicherfolgen zu tun haben. Die fallen von Saison zu Saison unterschiedlich aus. Das liegt z.B. daran, dass wir es mit einer Talsperre zu tun haben, in die im Frühjahr viel Wasser läuft, wenn es in Nord-West-Spanien kräftig regnet. Das Hochwasser wird zwar über die Staumauern kontrolliert, oft kommt da aber viel Sediment mit, das es sich auf den Zandernestern absetzt und die Eier platt macht. Flach angesetzte Nester liegen ein paar Tage nach Errichtung auch mal trocken oder eben zu tief, als dass da genug Licht und Sauerstoff rankommen könnte. Zwar laichen nicht alle Fische auf einmal und durch die Größe und die vielen sicheren Laichplätze produziert der See jedes Jahr Zandernachwuchs – neben den Anglern hat auf jeden Fall auch das Wetter einen Einfluss darauf, wie viel Zanderbrut in einer Saison hochkommt.

Doppeldrills beim Zanderangeln? Normal.

In den letzten drei Jahren müssen ideale Bedingungen geherrscht haben. Denn was hier an 40ern bis 60ern unterwegs ist, ist einfach gigantisch. Man stelle sich mal vor, dass das Gros der Zettis abwachsen dürfte… Dürfen sie eigentlich nicht. Und trotzdem fängt man neben den kleineren Fischen auch immer wieder gute Exemplare. Dass auf die Barschköder nicht exklusiv die dicken Zander gehen, ist ja klar. Wenn man aber ein bisschen größer angelt, werden auch die Fische größer. Wobei der größte Zander am oberen Stausee (82 cm) im Freiwasser über 10 m Wassertiefe auf einen 6cm-Twitchabit kam.

Die neue Mütze perfekt eingeweiht.

Als ich am Anfang in den Angelladen kam und man mir erzählte „Easy fishing, Johannes! 50 Zander per day. Easy.“, hatte ich das fast ein bisschen angezweifelt. Das erinnert ja fast an alte Mythen aus den 80ern und 90ern. Und anfangs haben wir uns auch ein bisschen schwer getan, die Fische zu lokalisieren. Als wir das Standplatzrätsel aber geknackt hatten, waren wirklich jeden Tag 30 bis 50 Fische im Boot. Dazu gab’s dann immer noch reichlich Fehlbisse und den einen oder anderen Aussteiger. Fishaction satt.

In der ersten Woche haben wir uns noch ein bisschen schwer getan mit den Zandern.

Im Vergleich zu daheim aber…

… lief es auch in dieser Woche …

… gar nicht so schlecht. …

… Auch wenn der schönste Fisch kurz vorm Landern ausgestiegen ist.

Insgesamt toll: Eigentlich haben wir an jedem Tag schöne Fische gefangen.

Das hat allen Beteiligten großen Spaß gemacht.

Und jeder hat seinen Beitrag dazu geleistet, dass es immer besser wurde.

So macht Barschangeln Spaß 🙂

Der letzte Fisch des Abends. Ein herrlicher Ausklang eines perfekten Angeltages, den Norman, Hoffi und ich nicht vergessen werden. Was da alles los war…

Soweit zur Zanderangelei am oberen Stausee. Unten fängt man traditionell ein bisschen weniger. Dafür sind die Fische oft ein bisschen größer.

Der hier kam auf den ersten Wurf des Tages. Ein satter Biss auf T-Rig mit Tube.

Schattenmann mit Zetti.

Auch in Spanien kracht es nicht auf Ansage. Aber seine Zander fängt man eigentlich immer.

Da hat der Dori aber schön fotografiert!

Unser Barsch-Professor ist auch ein Drachko-Experte.

 

Wir finden es schön da unten. Vor allem am Wochenende, wo oben viele Spanier auf Schwarzbarsch fischen, herrscht da dann deutlich weniger Betrieb als auf dem oberen Stausee, so dass wir samstags und sonntags schon mal prinzipiell lieber vor der Haustür fischen. (Unsere Unterkunft, das Casa Rio von Jürgen Stegherr, liegt direkt am unteren Stausee.)

Wo wir angeln, können wir dank unseres breit aufgestellten Fuhrparks frei entscheiden. Zander gibt’s jedenfalls überall. Mal mehr. Mal weniger. Auf einen Biss muss man aber immer vorbereitet sein.

Zandro macht seinem Namen alle Ehre…

Mehrheitlich fischten wir mit Gummi am Bleikopf. Wobei ich mit meinen Gästen Zandro und B-Jörg ein kleines Finesse-Battle ausgefochten habe, in dessen Verlauf sich herausstellte, dass die Zettis auch sehr gut auf ShakyHead, Carolina- und T-Rig reagieren. Und so konnten sich die Jungs noch reichlich Finesse-Skills aneignen, die an heimischen und holländischen Gewässern sicher noch ausgebaut werden. Das ist eine der guten Sachen hier: Aufgrund des guten Fischbestandes und der Tatsache, dass man hier Fische beangelt, die auch daheim vorkommen, kann man die Erkenntnisse bzw. das frisch erlangte Vertrauen in bis dahin stiefmütterlich behandelte Methoden dann auch in Deutschland oder Österreich umsetzen. Einsteiger können sich richtig reinarbeiten in die Jiggerei und dann auch entschlossen anschlagen, wenn es in der Rute zuckt. Den Anschlagreflex kann man sich aufgrund der doch beachtlichen Bissfrequenz vor Ort jedenfalls sehr gut antrainieren.

Zwar hatten wir oben teilweise auch eine hohe Wallerfrequenz und auch große Fische dran. Unterhalb der großen Staumauer sind Großwallerkontakte häufiger, so dass man sich auch gerätetechnisch auf brachiale Drills einstellen muss. Der größte Wels, der aufs Zandergerät kam, war 2,60 m lang. Also echt. Zweimetersechzig. Zwei. Sechs. Null. Irre.

Der Wahnsinn in Wallerform.

 

Aber davon mehr im nächsten Teil, in dem es um die Waller geht…

Wenn ihr euch über die Touren im Jahr 2018 informieren wollt, könnt ihr das auf meiner Website spinn-angeln.de gern tun. Auch im Frühjahr 2018 bieten Dori und ich eine Gruppenreise an.

Dickzanderready und kleinwallerfein mit der Adrena 172 H

Gestern ging’s zum gezielen Zanderfischen mit etwas größeren Ködern raus. Da in Spanien auch immer mit Welsen zu rechnen ist und ich zumindest eine kleine Landungschance bei einem 150cm-Plus-Teil haben wollte, habe ich die Expride MH daheim gelassen und mir stattdessen die Adrena 172 H geschnappt. An der sitzt eine Curado HG mit 20er oder sogar 24er Geflecht. Die habe ich mir extra für Spanien konfiguriert zum Flachasserfischen auf Zetti oder zum Texas-Rig-Fischen im Holz. Wenn ich da ein 35er FC ranknote, reißt es imer am Knoten. Aber ich habe eine gute Chance, die Bäume rauszuzerren, bevor der Köder wegknallt.

Wallerkontakte hatte ich zwar keine. Aber mit dem ersten Wurf kam gleich ein schöner Zetti auf T-Rig mit Tube.

16:9-Zetti damit die Adrena 172 H mit aufs Bild passt. So kann ein Angeltag anfangen!

Im Laufe des Tages kamen da noch einige Fische dazu.

Brutal heiß. Man muss echt aufpassen hier in Spanien. Heute morgen habe ich in einige sehr rote Gesichter geschaut.

Ich hatte auch krasse Fehlbisse. Die Fische sind jetzt super drauf hier. Seit Tagen das gleiche Wetter. Die Wassertemperature steigen. Gut für meine Gäste hier.

Hasta pronto!

Johannes

Dori & Hannes in Spain 1: Tolle Fische und perfektes Wetter

Hintergrundinfo: Unser Obelix aus Oberbayern (Don Dori) und ich bieten Gruppenreisen nach Spanien (Mequinenza) an. Wir betreuen unsere Gäste von morgens bis nachts, gehen mit ihnen angeln,…

Wir fahren mit dem Boot,…

… fischen vom Ufer…

…und Dori rudert die Gäste zum Wels. In diesem Fall den Poppi zu einem 2,22er.

… servieren köstliche Speisen,…

Für die Bällchen im Speckmantelwaren Roman und Holger verantwortlich. Ich habe den Salat zubereitet.

Zum Abschluss gibt’s immer eine Montser-Paella-Pfanne von Rosa Stegherr.

… führen sie ins mequinenzanische Nachleben ein…

Echt chillig bei uns.

… und erleichtern sie beim Pokern um einen Teil ihrer Gummifische.

Keiner blufft besser – bis jetzt.

(Ok. Ganz selten gewinnt mal jemand anderes als ich. Mit meinem erpokerten Gummifischvorrat könnte ich aber schon eine Woche im Hänger fischen, ohne in Köder-Verlegenheit zu geraten. )

Heute haben unsere ersten Gäste den Heimweg antreten müssen. Während Poppi, Werner, Roman und Holger den Heimweg antreten, haben wir schon für die nächsten Leute (Manfred, Sandro, Jörg, Peter und Steffi) eingekauft. Aktuell dröhnt der Staubsauger hinter mir (nein, der Dori saugt nicht – das übernimmt die Hausherrin), so dass unsere Freunde aus Woche 2 ein perfektes Zuhause vorfinden. Leider wird sich das pornöse Wetter (gestern, vorgestern und heute hat die Quecksilbersäule im Thermometer bei knapp 30 Grad angeschlagen) nicht halten. Wind habe sie angesagt, einen Temperatursturz um 15 Grad und sogar Regen. Da Sandro aber schon am Flughafen ist, warte ich mit scharrenden Hufen auf ihn, um ihn gleich noch auf eine Halbtagssession mit rauszunehmen. Er darf sich auf knackige Bisse einstellen. Denn so langsam habe ich ein paar sichere Spots auf Tasche.

Ich will los!

Ich möchte gar nicht so tun, als würde man hier er kommen und die Fische wie Mohrrüben auf dem Wasser pflücken. Abends glühen die Drähte in meinem Hirn ganz ordentlich, weil ich mir ttagsüber konstant eine Platte machen muss, wie ich welchen Platz anfische. Und wann und mit welchem Köder und so weiter.

Dem Dori geht’s da natürlich ähnlich. Wir wollen ja das Beste für unsere Gäste rausholen. Dafür müssen die Männer aus Woche 1 natürlich hart kämpfen. Ein bisschen mehr als die in Woche 2 vielleicht. Wir können den Jungs ein super Zeugnis aussprechen und danken auf diesem Weg für den Einsatz, die Geduld und Zuversicht und die Unterstützung. Super gefischt! Super gekocht! Super gekartet! Superviel gelacht. So muss es sein! Und sehr ordentliche Fische habt ihr doch auch gefangen, Holger, Werner, Roman und Andi!

Wenn der Holger einen Fisch fängt…

… muss der schon verdammt groß sein,…

… damit er nach was aussieht.

Da hat’s der Roman einfacher. Wobei der Barsch auch wirklich groß war bzw. ist.

Keep smiling – auch wenn die Sonne scheint, die Zettis beißen und auch sonst alles sch…e ist.

00Zander: Poppi mit einem Fisch, den wir beim Driften erwischt haben.

Das war der beste Zander aus Woche 1. Der ging kurz vor der Landung verloren, weil der Poppi schon bei den Regieanweisungen fürs Foto war und ganz kurz die Leine schlaff werden ließ. Halb so wild…

… Was gut ist, kommt wieder. Und wenn’s ein fetter Barsch ist, ist das auch ok.

Werner mit Zander. Das passt zusammen wie Ar… auf Eimer.

Ich melde mich sicher nächste Woche noch einmal. Allerspätestens mit dem Fazit aus Woche 2!

Hasta la proxima!

Johannes