Zodias BFS B(Arsch) Creature-Wacky

Hallo Besucherinnen und Besucher,

die Finesse-Methoden sind mittlerweile in der Barschangler-Szene fest etabliert. Viele Barschangler lieben ihr Hobby für die Vielfalt an Angelsituationen und Ausprobiermöglichkeiten. Da Barsche im Jahresverlauf doch recht unterschiedliche Verhaltensweisen zeigen, ist man gut beraten, wenn man sich auf die entsprechende Situation passend einstellen kann. Selbstredend sind die Variationsmöglichkeiten, die uns schon durch den Fachhandel geboten werden, schier unendlich. Darüberhinaus habe ich als Angler zusätzlich die Möglichkeit, Köder alternativ einzusetzen oder zu modifizieren.

Eine Finesse-Methode, die vielen Anglern offenbar noch gar nicht so geläufig ist, ist sogennante Wacky-Methode. Dabei wird ein Gummiköder entweder ganz unbeschwert, oder mit angehängten Gewichten oder Nägeln gespickt, mittig auf den Haken gesteckt. So erhält man einen Gummi-Köder, der sehr langsam absinkt und durch eine gezupfte Köderführung sehr stark seitlich ausbricht. Genau wie ein verletztes sterbendes Fischchen also.

In diesem Beitrag geht es, wie schon gesagt, um die Verwendung von sogenannten Creatures, das sind krebs- /wurm- und /oder insektenartige Gummitiere, von denen es unendlich viele im Handel gibt. Diese beschwere ich mit Tungsten-Nägeln zwischen 1 und 5g, die am Kopfenende in die Köder komplett hinein gedrückt werden. Ansonsten brauche ich lediglich noch einen scharfen Wide-Gap (Dropshot- Haken, der einfach (ohne Einhänger) an das Ende des Fluorocarbonvorfachs gebunden wird. Ein derart schlichte Montage, stößt oft mindestens auf große Verwunderung bei Angelkollegen, das ist mittlerweile ein Erfahrungswert!

Meine Modifikation zum B (Arsch)-Wacky besteht lediglich darin, daß der Köder nicht mittig, sondern ganz am Ende, also am A…. auf den Haken gesteckt wird. Ok, meist lasse ich das B am Anfang weg, bitte verzeiht mir meine Liederlichkeit….

Die Veränderung von Haken mittig auf Haken hinten hat einen enormen Einfluss auf den Köderlauf und die Wurfweite. Trotz des extrem geringen Gewichtes fliegen die Köder wie ein Dart unverhältnismäßig gut. Den optimale Köderlauf erhält man, in dem man mit nach unten zeigender Rute twitcht, sehr ähnlich der Köderführung für schwebende (Suspender-) Wobbler. Der Köder läuft so gegen den Wasserdruck ruckartig nach oben, dabei werden Tentakeln, Fransen oder Pintails nach unten geknickt. In der sehr verzögerten Absinkphase streckt sich der Köder wieder und gleitet dabei meistens leicht nach vorn, also von uns weg. Auf dem Grund angekommen, kippt die tungsten- kopflastige Kreatur ganz langsam auf die Seite. Sowohl Absink- als auch Grundsteh-Phase sind die attraktiven Momente!

Nach Biss und erfolgreichreichem Anschlag und Drill wird der simple aufgezogene Gummi oft auf das Vorfach geschoben, egal, einfach wieder auf den Haken schieben und weiter gehts…

Die Bisse auf diese Modifikation sind meist unverhältnismäßig aggressiv, sie scheint unsere getsreiften Räuber sehr zu animieren. Selbstverständlich sind für die leichten Köder sehr leichte Ruten sinnvoll. Man kann sowohl Spinn- als auch Baitcast-Kombos dafür verwenden. Eine dünne gefochtene Schnur (z.B. 0,08mm PowerPro, 0,07 mm Shimano Kariki) ist allerdings Pflicht. Mein Favorit war ganz klar die von mir schon wiederholt gepriesene Zodias BFS Baitcastrute/Chronarch Ci4 Baitcastrolle. Aber auch die hier in den nachfolgenden Bilder gezeigte Zodias-Spinnmodell mit dem gleichen Wurfgewicht 3-12g machte eine Superfigur. Im Herbst konnte ich kaum noch davon lassen, viele schöne Hafenbarsche versüssten mir das Saisonende!

Im nächsten Beitrag zeige ich Euch, wie der B(Arsch Wacky) mit Tubes funktioniert.

Mit freundlichen Grüßen, Jochen Dieckmann

„Zodias BFS“ meets Storm „So-Run Spike Tail“

Am Freitag konnte ich mein Boot aus der Werkstatt holen. Da am Nachmittag noch Termine anstanden, war nicht viel Zeit. Aber wenn man mit dem Boot schon mal auf dem Wasser ist, dann muss man doch auch ein paar Würfe machen, oder?

Also die „Zodias BFS“ und ein paar Köder geschnappt und ab dafür. Das Boot fährt, das neue Echolot ist provisorisch montiert und die als Zander ausgemachten Fische beißen nicht. Viel Zeit habe ich nicht und viel Geduld mit den Z-Fischen erst recht nicht.

Ich fahre daher einen Spot an, an welchem ich hier schon mal Barsche hatte. Ist ja nicht mein „Hausgewässer“ hier. So richtig gut kenne ich mich nicht aus. Dennoch bekomme ich die ersten Bisse. Zaghaft. Irgendwie bleiben die Fische nicht hängen. Sind die echt sooo klein, dass sie meinen Standardköder nicht rein bekommen? Was hier los? Alles spielt sich auch auf einem sehr begrenzten Gebiet ab. Dazu viel Wind. Und 3-5m ist auch nicht so flach, um bei diesen Bedingungen mit 2-5 Gramm rum zuspielen.

In solchen Situationen packe ich mit Vorliebe immer das Dropshot-Rig aus. Das ist jetzt einfach perfekt. Zum einen kann man recht schwer fischen – 10 Gramm, 14 Gramm oder auch noch schwerer. Trotzdem kann man bei Bedarf einen kleinen Köder verwenden und diesen verführerisch und unbeschwert am Grund rumzupfen.

In meiner Box mit den Dropshot-Ködern lagen ein paar neue Storm „So-Run Spike Tail“ in 4 Inch Größe. Hm, irgendwie sehen die jetzt nicht spektakulärer aus, als andere Köder. Doof aber auch nicht. War halt so eine Testpackung von einer Messe. Na gut, geben wir den Teilen eine Chance.

 

Gerade sind die Fische mit dem 3“ Köder nicht so fertig geworden und ich hänge mir einen 4“ Köder an den Haken. Ach egal. Rein damit jetzt. Hm, bewegt sich ganz geil. Echt schick. Wurf. Zupf, zupf, Pause, zuppel, zuppel, Pause – Biss! Oooops, dass ging fix. Ein Barsch kaum doppelt so groß wie der Spike Tail hängt am Haken. Nächster Wurf, zupp, zupp – Biss!

Und so ging das dann noch eine ganze Weile, bis ich aufgrund Zeitgründen abbrechen musste. Der größte Fisch mit Mitte 30 hat sich leider vor dem Fotoshooting verabschiedet. Der Spike Tail hat mich verdammt überzeugt (ich hatte auch andere Köder dran, aber heute kam an den Spike Tail am Dropshot nichts ran). Der doch recht groß wirkende 4“ hat erstaunlicher Weise auch die vielen kleinen Fische am Spot gefangen. Wirklich eine Überraschung das Teil.

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Auch die Gummimischung und der Aufbau überzeugen. Schön weich, aber nicht so anfällig, dass der Köder nach 2 Bissen gleich kaputt ist. Versetzt mit natürlichem Fischaroma und mit den üblichen Rillen und Kerben versehen. Top.

Ein Köder, welchem ich demnächst mehr Einsatzzeit gebe…

Hier nochmal ein paar Detailansichten:

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Die „Zodias BFS“ fische ich noch nicht so lange. Auch für das Dropshot-Rig nehme ich sonst eher eine Dropshotrute bzw. eine feine  Barschrute. Heute war jedoch nur die Baitcaster an Board. Aber Dropshot und Baitcaster geht echt mal sehr gut. Da die Fische sehr konzentriert standen, konnte ich mit der Baitcaster viel kleinere bzw. langsamere Sprünge (ich jigge das Dropshotsystem wie einen Jig über die Rolle am Grund entlang) vollführen, als mit einer 2500er Stationärrolle. Das ging richtig gut. Auch das werde ich jetzt mal öfter mit der Baitcaster machen.

Eventuell liegt meine Freunde aber auch daran, dass ich endlich mal eine richtig leichte Baitcaster von Shimano habe. Früher gab es hier nicht viel bzw. einfach nicht das was ich gesucht habe. Die wenigen Castingruten gingen meist ab 7 Gramm Wurfgewicht los. Die Zodias BFS hat ein Wurfgewicht von 4-12 Gramm. Die Angaben treffen für mein Empfinden auch sehr gut zu. Die Rute ist einfach nur toll. Edles Design, toll verarbeitet, super leicht, fein und sensibel. Wurfperformance und Bisserkennung – top. Ach was soll ich sagen – einfach ´ne geile Rute.

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schwarz, rot, silber – schickes, unaufdringliches Design

 

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stimmige Grifflänge – nicht zu lang und nicht zu kurz

Rollenhalter, in welchen sich die Finger perfekt einbetten.

Rollenhalter, in welchen sich die Finger perfekt einbetten.

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Und so wurden in 2-3 Stunden Angelzeit jetzt keine Mega Fotofische gefangen, aber dennoch ein paar neue Erfahrungen erarbeitet.

Jetzt, wo ich das hier am späten Sonntagabend schreibe, würde ich am liebsten sofort mit genau dieser Kombo („BFS“+“Spike-Tail“) wieder los. Aber Job und Steuererklärung fressen gerade sämtliche kommende Freizeit. So fliegen demnächst wohl eher meine Gedanken, als meine Köder.

 

Ich wünsche Euch etwas sehr, sehr Schönes. Und ich grüße Euch.

Tinsen

Hauptsache Forelle Teil 2: Zodias BFS Casting

Liebe Blogbesucher,

nach Johannes` sonntäglicher Hammer -Performance mit seiner Expride- Aldebaran- Kombo am Forelllenbach (Glückwunsch, Hannes für die PB-Bafo!), bekam auch ich mächtig Lust auf ein “Trout-Casting”. Wunderbarer Weise traf bei mir gleich am Montag darauf u.a. die heiß ersehnte Shimano Zodias “Castette” ein. Das BFS Modell (Baitcast-Finesse-System) ist einteilig, 2,03m lang und darf zwischen 4 und 12g werfen. Ich kombinierte die Rute mit der aktuellen Chronarch Ci4+, 0,10mm PowerPro White und 1m 0,22m Apsire Fluorocabon.

Ab dafür nach Feierabend an den Forellenkanal! Mit zitternden Fingern die ersten Würfe. Genial! Wirft sich super die Kombo! Egal ob Spinner, kleine Blinker oder Wobbler. Endlich wieder mit der unbeschreiblichen Direktheit der Baitcaster angeln! Immer wieder schräg stromauf oder stromab geworfen und sauber direkt vor dem Schilf per Daumen auf Spule gestoppt. Klack- Köder läuft. Biss kann kommen.

Einige Fehlbisse liessen sich nicht vermeiden, aber auch die waren spektakulär und ich konnte sie teilweise fotographisch einfangen. Ich hoffe, Ihr könnt Euch beim Betrachten der Bilder vorstellen, wieviel Spaß ich an diesem Feierabend hatte!

LG von Jochen Dieckmann

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Biss auf den stromauf geworfenen Blinker!

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die Bafo macht ordentlich Druck…

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die Chronarch Bremse und die geniale Aktion der Rute arbeiten perfekt…

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langsam läßt sie nach…

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immer dabei: Rapala Klappkescher mit Gummi - Netz

immer dabei: Rapala Klappkescher mit Gummi – Netz

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immer dabei: Laika mit großem Interesse

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geschafft! ein ordentlicher Brummer!

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Wurf stromab vor die diesseitige Schilfkante…

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…und Biss!

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spektakulärer Biss auf der anderen Seite stromab!

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gelungene Einweihung