Was war DAS???

Zum ersten Advent gibt’s Tee, Kaffee, Glühwein, Lebkuchen und andere Schmaulis. Und von mir ein Mini-Feature vom Uferangeln in Spanien. Also: Das Bootsangeln am oberen Stausee ist ein Traum. Ich liebe es, vor den Felswänden zu stehen. Ich mag die Buchten und die Sandbänke. Aber Uferangeln mag ich halt auch. Und meine Schweizer Gäste aus Woche 1 mögen das auch.

So sind wir an einem schönen Freitag bei bestem Wetter ausgezogen, um Barsche und Zander vom Ufer zu fangen. Vier Mann im Custom Camper von Janosch.

Ein herrlicher Tag. Gefühlte 20 Grad. Blauer Himmer. Sonnenschein. Kleines Marschgepäck: eine Rute (Lesath bis 40 Gramm plus Twinpower), ein paar Jigs, ein paar Gummifische und Krebse. 2 mal Coke Zero. Couscous mit Paprika, Oliven und Möhren. Fertig.

Und dann sind wir losgetigert. Ich hatte direkt mit dem zweiten Wurf einen Fehlbiss. Die Krebsscheren sauber abgebissen. Präzisionsarbeit. Dann lange nichts mehr. Bei den Kollegen lief es besser. Hier ein 40er Barsch. Da ein 35er. Ich mache Mittagspause und schau mir die Welt an. Wann werde ich das nächste Mal auf einem Felsen sitzen und die Sonne auf mich scheinen lassen? LEBE IM JETZT, Johannes. Sauge das auf. Nicht immer nur den Fischen nachgeiern. Alles hat seine Zeit.

Ich sitze 10 m über dem Wasser und beobachteunter mir einen Spanier, der mit 5000er Rolle und ruchgehendem Geflecht auf Schwarzbarsch fischt (hat er mir später verraten). Er reißt einen Köder ab und flucht. (Den Köder hat Angelkumpel Sascha später rausgefischt und dem Mann Stunden später zu dessen Freude wiedergeben können. Zufälle gibt’s…) Ich bekomme wieder Bock auf Angeln und klettere zu Janosch, der 2 Würfe vorher einen schönen Barsch gefangen hat.

Erster Wurf. Lange Absinkphase. Mann, ist das tief hier. Ich fische einen Krebs am 10 Gramm-Jig. Gerade sage ich Janosch, dass diese Absinkphase ja gar nicht mehr aufhört. Peng. Ein satter Biss im freien Fall. Anhieb. Zander. Hmmm.

Kein Riese. Aber einen schönen Biss hat er gemacht. Aus dem Nichts.

Ich werfe direkt nochmal da hin. Der Köder sinkt. Peng. Anhieb. Barsch.

Über den habe ich mich noch mehr gefreut.

Zwei Würfe. Zwei Fische. Dritter Wurf. Nix. Vierter Wurf. Nix. Fünfter. Nix. Sechster. Nix. Nix mehr. Ende. Es waren meine beiden einzigen Fische des Tages. Irgendwo im Freiwasser. Auf halber Höhe oder kurz darunter. Was war da wohl los? Ein Krebsschwarm im Mittelwasser, der von Zandern und Barschen auseinander genommen wurde? Kleinfischhatz im Mittelwasser und Aggro-Räuber, die drauf gepfiffen haben, was da runtergerieselt kommt? Oder blanker Zufall?

Im weiteren Verlauf des Tages wurde mir dann noch gezeigt, was ich eh schon wusste: Der fleissige Angler fängt mehr und Dropshot kann den Jig in Grund und Boden angeln. Während ich mit dem Gummifisch zur Primetime in der Dämmerung keinen Biss mehr bekam, habe meine Schweizer Kumpels mit kleinen Krebsimitaten und Creatures richtig gut gefangen. Keine 10 m neben mir.

Was ich mit dieser Geschichte sagen will? Schönen 1. Advent euch!!!

Johannes

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